VinschgerWind

Magno cum Gaudio - Mit großer Freude

s44 2684Mit dem für Kirchenweihungen vorgesehenen Ritual hat Diözesanbischof Ivo Muser am 27. August 2017 die neue der heiligen Monika geweihten Kirche in Plaus konsekriert. Ein Ereignis, welches der Vinschgau schon lange nicht mehr erlebt hat und wohl lange Zeit nicht mehr erleben wird.

Falkenfrey - Traumhaus am Sonnenhang

IMG 2537Die Wohnanlage „Falkenfrey“ in Vetzan schmiegt sich an die Hänge des Vinschger Sonnenberges. Ein idyllisches, ruhiges und maßgeschneidertes Zuhause hat die Familie Tschenett dort gefunden. Das neue Einfamilienhaus ist Teil einer Wohnanlage, die aus mehreren  Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern besteht.

Text & Fotos:  Angelika Ploner

Mit einem Satz: Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Soviel darf ohne Übertreibung vorausgeschickt werden. Seit Jänner dieses Jahres wohnt die Familie Tschenett im neuen Zuhause in Vetzan - in beneidenswert idyllischer Lage.

Vinschger Palabira Tage in Glurns 8. – 17.09.2017 Programm 2

RZ TitelKulturwanderung „Glurns um 1500“
Fr. 15.09.2017 – um 19.00 Uhr im Schludernser Torturm
Jörg von Lichtenstein, der Geschichte, den Besonderheiten und den Geheimnissen der Stadt Glurns auf der Spur. Dieser historisch-musikalische Rundgang führt in den Schludernser Torturm samt Wehrgang, die Pfarrkirche und die Lichtensteinische Dreifaltigkeitskapelle.
Führung: Christof Anstein – Musik: Gernot Niederfriniger

Palabirasunnta – So. 17.09.2017
Der Palabirasunnta bildet den Abschluss der traditionellen Palabiratage in Glurns. Seit mehreren Jahren wird das Fest von der Freiwilligen Feuerwehr von Glurns organisiert und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Nach dem gemeinsamen Kirchengang mit Prozession begibt man sich auf den Stadtplatz, um die Ernte der Palabirne noch einmal gemeinsam zu feiern.
08.30 Uhr – Gottesdienst in der Pfarrkirche mit anschließender Prozession. Ab 10.00 Uhr – Frühschoppen am Stadtplatz, Musik und Tanz. Köstlichkeiten rund um die Palabirne

Bildungsausschuss Glurns

Sagenwanderung in Latschinig

sagenwanderungfür Kinder ab 6 Jahren

am Samstag, 23. September 2017

Bei einer kleinen Wanderung rund um Latschinig werden den Kindern Sagen aus der Umgebung vorgelesen.
Auf den Dürren Böden gibt es zum Abschluss  Grillwürstchen mit Brot.

Treffpunkt:
9.30 Uhr Dorfplatz Latschinig
Ende der Veranstaltung:
12.30 Uhr Dorfplatz Latschinig
Anmeldung bis:
Di, 19.September 2017  
Tourismusbüro in Kastelbell 0473/624193

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Tag der Bildungsausschüsse am 23.09.2017

Bildungshahn Plakat A3 PfadeGraun     Lesung mit Sepp Mall - 20.00 Uhr Museum Vintscher Oberland
Glurns    Gartenfest Gemeinschaftsgarten - 15.00 Uhr - Schludernser Tor
Schlanders    Infostand: „Nicht etwas für Menschen machen, sondern mit Menschen“ Fußgängerzone von 09.00-12.00 Uhr
Kastelbell    Sagenwanderung für Kinder
09.30 Uhr Dorfplatz Latschinig

Bezirksservice Vinschgau

Einladung zur Ganztagesfahrt 57. Biennale Venedig 2017 - Internationale Kunstausstellung

venedig„Mit der 57. Ausstellung wird eine weitere Entwicklung eingeführt. Es ist, als würde das, was stets die wichtigste Methode unserer Arbeit sein muss, nämlich Begegnung und Dialog, zum eigentlichen Thema der Ausstellung, denn diese Biennale findet ihre Bestimmung darin, die Existenz der Kunst und der Kunstschaffenden selbst zu feiern und ihnen sozusagen Dank abstatten, die uns mit ihren Welten eine Aufweitung unseres Horizonts und unseres gesamten Daseinsraumes schenken. Eine Ausstellung, die sich am Humanismus inspiriert, so drückt es Christine Macel aus. Es ist ein Humanismus, in dem das künstlerische Handeln gleichzeitig ein Akt des Widerstands, der Befreiung und der Freigiebigkeit wird.

(Paolo Baratta – Präsident Biennale Venedig)

Termin:  Samstag, 14.10.2017
mit Start um 07.00 Uhr bei der Bushaltestelle/Kulturhaus
in Schlanders
Rückfahrt von Venedig um 17.00 Uhr
Kosten: Buskosten zu Lasten der Teilnehmer – Eintritt zahlt der Bildungsausschuss
Anmeldung: Innerhalb Samstag, 30.09.2017
unter der Tel. Nr. 333 3203093
oder via mail unter: ba.schlanders@rolmail.net
Begrenzte Teilnehmerzahl

Bildungsausschuss Schlanders

LITERATURRUNDE

aber wir hatten dich doch alle so liebAutorenlesung mit Siegfried Nitz
Aber wir hatten dich doch alle so lieb - Roman
Montag, 25.09.2017 um 19.30 Uhr
Bibliothek Schlandersburg

Bildungsausschuss Schlanders

Lesung mit Sepp Mall aus seinem Roman „Hoch über allem“

Logo Latsch Quer 4C

Lesung Sepp MallFreitag, 22.09.2017 um 20.00 Uhr
Latsch, Bibliothek


Samstag, 23.09.2017 um 20.00 Uhr
Graun - Wargerstube Museum Vintschger Oberland

Bildungsausschuss Latsch/Graun

Hoangart - Gsungan gspielt tonzt

Plakat Hoangart Reschen 20170922Wann: Freitag, 22.09.2017

Wo: Mein Dörfl - Reschen

um: 20.00 Uhr

Tel.: 340 4088597

Bildungsausschuss Graun

„Lady Sunshine & Mister Moon“

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders - Hinter „Lady Sunshine & Mister Moon“ stehen die Musicaldarsteller Elisabeth Heller und Oliver Timpe, die sich den schönsten, deutschsprachigen Melodien der 20er bis 50er Jahre verschrieben haben. Neben den berühmtesten Schlagern dieser Zeit, wie „Lili Marleen“, „Wochenend & Sonnenschein“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, finden sich auch ein paar stilgetreue Eigenkompositionen im Repertoire wieder.
Das Tourneeprogramm „In einer Nacht im September“ bietet durch aufwändige Choreographien, stilechte Kostüme, Zaubertricks und Publikumsnähe, Unterhaltung auf höchstem Niveau, und spricht dank seiner charmanten, aber frechen Inszenierung nicht nur Menschen an, die mit der Musik aufgewachsen sind, sondern verzaubert auch junges und jung gebliebenes Publikum gleichermaßen.
Freuen Sie sich auf einen besonderen, musikalischen Abend am Freitag, den 22. September um 20 Uhr im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders.

Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse erhältlich. Vormerkungen. Telefon 0473 732052 oder kulturhaus@schlanders.it
Unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Marktgemeinde Schlanders, der Raiffeisenkasse Schlanders, Alperia, Stiftung Südtiroler Sparkasse, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Pinggera und Hotel & Restaurant „Goldene Rose“

40-Jahr-Feier

s8 2783Vetzan - Die Betriebe in der Industriezone Vetzan haben am 2. September 2017 „40 Jahre Gewerbegebiet Vetzan“ mit einem Tag der offenen Türen und mit einer auf das gesamte Gebiet ausgedehnten schönen Feier begangen.

von Erwin Bernhart

Die Hallen und die Fuhrparke der einzelnen Betriebe waren herausgeputzt, Plakate mit der jeweiligen Firmengeschichte vor den Toren, Musik, Essen und Trinken:

Partnerschaft und Familie 7

s12 0565Fragen, Tipps und Antworten - Unser Sohn (13) verbringt mehrere Stunden am Handy; meist in seinem Zimmer. Auch beim Essen oder am Abend zu Hause muss er ständig erreichbar sein. Wenn wir ihn ansprechen, reagiert er sehr schnell gereizt und genervt. Handyverbote haben bisher nichts bewirkt, im Gegenteil, dann will er noch weniger mit uns zu tun haben. Haben Sie einen Ratschlag?
Elisabeth Hickmann:
Handyentzug scheint zunächst eine logische Konsequenz zu sein. Wie Sie allerdings selber bemerken, stellt eine solche Maßnahme die ohnehin konflikthafte Beziehung zu Ihrem Sohn erneut auf die Probe. Das Smartphone ist für Kinder heute ein ganz wichtiges Kommunikationsmittel. Durch ein Verbot sind sie von der Außenwelt und damit ihren Kollegen abgeschnitten und reagieren verständlicherweise mit Wut und Aggression. Allerdings plädiere ich sehr für handyfreie Zeiten, wie z. B. beim Essen und während der Hausaufgaben. Zudem gibt es für mich Benimmregeln. Das heißt, wenn man zusammensitzt und sich unterhält gehört es sich nicht, ständig auf das Display zu schauen. Dieses Regelwerk gilt natürlich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Denn an das, was wir von unseren Kindern erwarten, haben wir uns selbst zu halten im Sinne eines glaubhaften Vorbildes. Also – Vorleben statt Vorlabern! In Bezug auf Ihren Sohn scheint es mir zudem wichtig, dass Sie mit ihm im Gespräch bleiben. Nehmen Sie sich Zeit und interessieren Sie sich unvoreingenommen für seine Welt und das, was ihn gerade beschäftigt. In der ohnehin schweren Zeit der Pubertät sind wechselseitiges Vertrauen und Eltern als Ansprechpartner zentral. Jugendliche befinden sich in einer Umbruchphase und brauchen umso mehr verbindliche, verständnis- und humorvolle Erwachsene, die ihnen zur Seite stehen..
       Haben Sie auch eine Frage?
Schreiben Sie eine Mail an:
redaktion@vinschgerwind.it
www.beratung-hickmann.it

Transart - ein Abend in zwei Teilen in Schlanders

s18 0104 2 234x100In der Drusus-Kaserne von Schlanders wird es am Samstag, den 16. September 2017 ab 20.00 Uhr spannend: Transart ist zu Gast. Die Künstlerin Ingrid Hora setzt sich mit dem alten Brauch des Scheibenschlagens auseinander. Hora verflicht in ihrer Performance Altes mit Neuem und lässt gemeinsam mit den Frauen von Schlanders ein apotropäisches, surreales Ritual entstehen. Der Medienkünstler Chris Ziegler entwirft im Anschluss mit seinem Stück Corpus eine Neuinterpretation der Metamorphosen von Ovid. Zwei Performances - doppelte Spannung. Eintritt 15 Euro.

„Die Einsiedler“

Schlanders/Laas - Er kommt in den Vinschgau zurück: Der Film „Die Einsiedler- The eremits“, der fast zur Gänze hier gedreht wurde. Am Samstag, den 16. September wird das packende Drama auf dem Werksgelände der Lasa Marmo gezeigt, genau dort, wo sich viele der Szenen im Film abspielen. Am Mittwoch, den 20. und Samstag, den 23. September wird der Film hingegen im Kinosaal des Kulturhauses Schlanders abgespult. „Die Einsiedler“ ist der Erstlingsfilm des Südtiroler Regisseurs Ronny Trocker und feierte heuer beim Bozner Filmfestival Premiere. „Die Einsiedler-The eremits“ sind Marianne und Rudl. Der einzige nach einem Lawinenabgang verbliebene Sohn Albert arbeitet im Tal bei den Marmorwerken. Trocker fasst die Handlung in wenige Worte, kleidet sie stattdessen in starke Bilder: Eine schroffe, karge Landschaft kontrastiert mit dem Tal. Landschaft prägt. Heimat verändert. Einsamkeit lehrt die Dinge mit sich selbst auszumachen... Er habe lange im Vinschgau recherchiert, sagt Trocker zum Vinschgerwind, der Marmorbruch sei ein Beispiel wie verschieden man Berge bearbeiten kann. Die 84-jährige österreichische Schauspielerin Ingrid Burkhard und den ebenfalls bekannten Andreas Lust hat Trocker für sein Drama gewinnen können. Der Kinostart in Österreich ist erst für Jänner, in Deutschland für Oktober geplant. (ap)


TIPP: „Die Einsiedler-The eremits“ - 16. September 2017 um 18 Uhr und 20:30 Uhr in der Lasa Marmo (Kartenvorverkauf im Gasthof Zur Sonne und bei Venustis/Creativ in Laas), ab 17 Uhr bereits gemütliches Zusammensitzen
20. und 23. September 2017 um 20:00 Uhr im Kulturhaus Schlanders

Symbolischer Spatenstich

s18sp34 5889Radweg Via Claudia Augusta - Radwege auf der Ebene zu realisieren, ist im verhältnismäßig einfach. So ist es zustande gekommen, dass das Teilstück zwischen Altfinstermünz und Nauders als letztes drankommt. Kürzlich wurde der symbolische Spatenstich für diese Königsetappe vollzogen.

von Andreas Waldner

Die Realisierung des fehlenden Wegstückes zwischen Altfinstermünz und Nauders (Gesamtkosten drei Mio.) stellt fraglos die größte Herausforderung dar.

Baukollegium trifft Landesrat Arnold Schuler

s15 Schuler Burgraviato VenostaVinschgau/Burggrafenamt - Landesrat Arnold Schuler war kürzlich Gast bei der gemeinsamen Versammlung der beiden Bezirke Burggrafenamt und Vinschgau des Kollegiums der Bauunternehmer. Dabei ging es in erster Linie um die Entwicklung bei der Gemeindefinanzierung sowie um die Errichtung von Wasserschutzbauten unterEinbeziehung der lokalen Wirtschaft.

Kulturinstitut bringt Hochkarätiges

s22 3069Vinschgau/Schlanders - Es ist liebgewonnene Tradition: Zum einen, dass das Südtiroler Kulturinstitut mit vier hochkarätigen Aufführungen pro Theatersaison nach Schlanders kommt, zum anderen, dass der Direktor desselben Peter Silbernagl das Programm vor Ort präsentiert. „Mario und der Zauberer“ nach Thomas Mann wird in Schlanders am 11. Oktober den Auftakt geben und „mit Livemusik und Puppenspiel ein neues Genre schaffen“, sagt Silbernagl zum Vinschgerwind. Das Gastspiel der Bühne „Cipolla“ wird in Kooperation mit dem „Metropol-Ensemble“ und der „bremer-shakespeare-company“ auf die Bühne gebracht. „Die letzte Karawanserei“ von Ariane Mnochkine wird am 1. Dezember in Schlanders zu sehen sein und basiert, so Silbernagl, auf 400 Interviews mit Migranten auf der ganzen Welt,.„Es gelingt den Menschen Gesichter zu geben und das gibt den Geschichten Raum.“ Ein intellektuelles Unterfangen auf höchstem Niveau wird mit  dem Gastspiel des Schauspiels Hannover „Madame Bovary“ am 25. Jänner gelingen und „Blue Moon“ schließt am 20. s22 kulturinsApril die Theatersaison ab. Sona MacDonald, die den Nestroypreis für die beste weibliche Darstellerin erhalten hat, schlüpft in die Rolle von Billie Holiday: Diva, Junkie, Callgirl und vor allem legendäre Jazz-Sängerin. Begeistert von der Zusammenarbeit ist nicht nur Kulturhaus-Präsidentin Monika Holzner Wunderer, auch die Zahl der Abos steigt jedes Jahr. Heuer hat der Abo-Verkauf bereits am 12. September begonnen. Neue Abonnements können im Büro des Südtiroler Kulturinstituts telefonisch unter 0471/313800 oder per E-Mail info@kulturinstitut.org bestellt werden. Auch das Kulturhaus Schlanders hilft gerne weiter. (ap)

Wichtig: Zu allen Aufführungen nach Schlanders wird auch heuer der kostenlose „Kulturbus Obervinschgau“ angeboten. Interessierte sollten sich mindestens zwei Tage vor der jeweiligen Aufführung beim Tourismusbüro Mals unter 0473/831190 melden.

 

Palabir – Ab in die Kiste!

s22 PetraGlurns - Anders als viele andere Obstsorten, konnte sich die Palabirne heuer gut gegen die widrigen Wetterverhältnisse behaupten. Gelb leuchten unzählige Birnen seit einiger Zeit von den riesigen Bäumen rund um Glurns und weisen so auf die zehnten Vinschger Palabiratage hin. 2008 wurden diese erstmals abgehalten und was sich seither rund um die „Palabir“ alles entwickelt hat, wurde bei einem Festabend im Glurnser Stadtsaal eindrücklich präsentiert. Im Eingangsbereich hatte Elmar Prieth auf einer „Loan“ alles angebracht, was in den vergangenen zehn Jahren verschriftlich und organisiert wurde. Und dabei kam einiges zusammen, ohne dass große Summen für Beraterhonorare und Konzepte ausgegeben wurde, sondern mit ehrenamtlichen Engagement und Gemeinwohlsinn von Glurnser BürgerInnen rund um den Bildungsausschuss und der Stadtgemeinde. Ein Saal voller Gäste quittierte dies anerkennend mit s22 mannerchors22 Glieshofmusi 1der Anwesenheit beim Festabend. Und sie konnten einen besonderen musikalischen und kulinarischen Abend zu Ehren der Palabirne erleben. Junge musikalische Talente boten Kostproben verschiedener Musikrichtungen und gestandene Mannsbilder sangen und spielten in Chor- und Musikformationen auf. Ein vorzügliches „Palabir-Menü“ wurde von Manfred Ziernheld mit seinem Küchenteam kreiert. „Ab in die Kiste“ – heißt es in Zukunft nicht nur für die Palabirnen, sondern auch für Interessierte an den Palabirnen-Aktionen. Eine übergroße Obstkiste weist nämlich in den kommenden Tagen und Jahren am Hauptplatz auf die Veranstaltungen  rund um diese einzigartige Obstsorte hin. (lu)

 

Julia Weber: Immer ist alles schön

s25 weber julia Ayse YavasFranz-Tumler-Literaturpreis: Die Nominierungen – Teil 4

Limmat Verlag, Zürich, 2017, 256 S., 30 Abb.

Diese Schweizer Romannominierung hat mich an das Märchen von Hänsel und Gretel erinnert: Zwei Kinder sind auf sich alleine gestellt. Ihre Väter kennen sie nicht, die Mutter lieben sie, fühlen sich stark mit ihr verbunden, haben aber allen Grund zur Unruhe und Sorge. Mutter tanzt in einem Nachtlokal, trinkt, schläft viel, bringt fremde Männer nach Hause oder lässt die Kinder alleine. Dann wendet sie sich aber auch wieder den Kindern zu. Anais, die große Schwester von Bruno, gibt den Ton an, ihre Erzählstimme dominiert den Roman und sie ist es auch, die den Bruder führt, ihm Wärme und Schutz bietet. „Mutter war aufgeweicht“, heißt es im Roman. Sie verflüchtigt sich mehr und mehr und die Kinder bauen sich ihre eigene Phantasiewelt, die ihnen Halt und Familie ist. Der Wald wird zu ihrem Rückzugsort und sie holen ihn in die verdreckte Wohnung, dort s25 Weberkann ihnen niemand etwas anhaben, auch der Riese vom Jugendamt nicht. Die Geschwister halten ihrer tristen Welt eine phantasievolle Gegenwelt vor, um zu bestehen, verwachsen sie mit der Natur. Anais spricht als scharfsinnige Beobachterin häufig von Gerüchen und Geräuschen, von Tieren und Pflanzen, manchmal sind es Platzhalter für die Gefühle, für Angst und Scham. Auch die Mutter kommt in einigen Kapiteln zu Wort, schaut zurück, erklärt, wie es so weit kommen konnte und wie sie mal glücklich und voller Energie, dann wieder niedergeschlagen und ohne Perspektive war. Ich glaube, über dieses Buch werden Sie nachdenken, wenn Sie es zugeklappt haben. Es bringt einerseits die Kraft der Liebe zur Sprache und zeigt andererseits, wie tief sich Verzweiflung anfühlen kann.
Maria Raffeiner

Kathy Zarnegin: Chaya

s25sp23 Zarnegin Heiner GriederFranz-Tumler-Literaturpreis: Die Nominierungen – Teil 4

Weissbooks Verlag, Frankfurt am Main, 2017, 243 S.

Der Roman versprüht orientalischen Charme, denn Chaya erzählt von ihrer Kindheit im Iran, genauer in Teheran. Gezeugt auf einer Europareise, ist ihr der Traum des Westens von Beginn an steter Begleiter – und sie arbeitet hart daran, ihn zu verwirklichen. Früh lernt sie Englisch und entdeckt eine „Geheimsprache“, die sie mit keinem Familienmitglied teilen kann. In der pulsierenden, persischen Stadt, in der keiner freiwillig alleine ist und Kinder die Feste der Erwachsenen begleiten, zieht sie sich in die Welt der Literatur zurück, toleriert von ihren jüdischen Eltern. Am liebsten schreibt sie Gedichte und liest sich quer durch die Weltliteratur: „Wir lasen viel, denn Lesen bedeutete, träumen zu dürfen, und dies kam uns wie Freiheit vor.“ Die Ölkrise der späten 70er und erste Vorboten der Revolution gegen die Monarchie des Schahs markieren s25 Zarnegin Buchcovereine Wende im jungen Leben von Chaya, eine Auswanderungswelle beginnt und als 14-Jährige wird sie alleine zu Verwandten in die Schweiz geschickt. Sicherheitshalber. „Und weg war die Kindheit“ und gleichzeitig ging der Traum in Erfüllung. Ohne ein Wort Deutsch schlägt sie sich durch, arbeitet sich hoch und sucht Halt in der neuen Sprache, ohne die Muttersprache. Wie sie es schafft, sich in der neuen Sprache zu entfalten und irgendwann frei zu fühlen, ist besonders schön erzählt. Welch kreative Ideen sie beruflich in der Schweiz entwickelt und wie sie sie mit ihrer Leidenschaft für Sprache(n) und Dichtung verbindet, teilt Chaya dem Leser wortgewandt, manchmal in etwas üppigen Formulierungen mit.
Ein Debüt über eine starke Frauenfigur, die nicht lockerlässt und als Freigeist mutig das macht, wofür sie brennt.
Maria Raffeiner

Franz-Tumler-Literaturpreis

Eröffnung: Do, 14.9.17, 19.00 Uhr im Gasthaus Krone am Laaser Hauptplatz

Lesungen mit anschließender Jurydebatte: Fr, 15.9.17, 09.00 – 12.00 Uhr und 14.30 bis 16.30 Uhr im Josefshaus von Laas

Preis: 8.000 Euro (gestiftet von der Autonomen Provinz Bozen – Abteilung Deutsche Kultur) und ein Schreibaufenthalt in Laas, die Jury entscheidet, wer den Preis erhält
Publikumspreis: Schreibaufenthalt auf dem Rimpfhof, Saalpublikum und LeserInnen der Bibliotheken stimmen per Stimmzettel ab und können durch ihre Teilnahme Büchergutscheine gewinnen

Preisverleihung: Fr, 15.9.2017, 19.00 Uhr in der Markus Kirche in Laas
Freier Eintritt!

Finanzielle Unterstützung:  Raiffeisenkasse und Eigenverwaltung Laas, Betrieb Lasa Marmo, Region Trentino-Südtirol
Organisation: Gemeinde und Bildungsausschuss Laas, Literatur im Südtiroler Künstlerbund, Verein der Vinschger Bibliotheken und Bibliothek Franz Tumler, Laas

Sommerschule, Activity und Projektwochen für Kinder und Jugendliche im Vinschgau

s28 sommerNeben dem bewährten Angeboten im Rahmen der Sommerschule unter dem Motto „Spielend lernen“ organisierte die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig in Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, den Schulsprengeln und den Gemeindeverwaltungen im heurigen Sommer wieder eine Vielzahl von Projektwochen für Musik, Sprachen-, Sport-, Kreativitäts- und Naturinteressierte Kinder und Jugendliche.

„Der Wald ruft“

s29sp2 2367Naturns - Bereits zum zweiten Mal fand am Samstag, 22. Juli 2017 auf dem Waldfestplatz von Naturns das Musifest der Musikkapelle Naturns unter dem Motto „Der Wald ruft!“ statt.
Bei sommerlichen Temperaturen marschierte die Musikkapelle Burgeis um 17 Uhr, ausgehend vom Rathausplatz, zum Waldfestplatz und konzertierte dort unter der musikalischen Leitung von Hermann Brunner. Ab 20.30 Uhr heizte die österreichische Gruppe „Die Elchos“ so richtig ein. Die super Stimmung zeigte sich, trotz der hohen Temperaturen, rasch an der vollen Tanzfläche.
Neben guter Musik und Stimmung, bot die Musikkapelle Naturns den vielen Festbesuchern zahlreiche weitere Angebote. Von einem Eisstand, einem Schnaps-, Bier- und Weinbudl mit großer Auswahl, bis hin zur eigenen Cocktailbar mit Chillout-Lounge war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die neue „Würstelbude“ mit Currywurst und Hot-Dogs fand großen Anklang.
Die Musikkapelle Naturns freut sich über die zahlreichen Besucher und kann wieder auf ein gelungenes Musifest zurückblicken. Ein besonderer Dank geht an alle fleißigen Helfer, sowie unsere Unterstützer, die Raiffeisenkasse Naturns, Seilbahn Unterstell, Möbelhaus Wallnöfer, Innenarchitektur Wellenzohn und Südtirol 1.
Stefanie Pföstl

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