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VinschgerWind

Partnerschaft und Familie 15

s12 0565Fragen, Tipps und Antworten

Mein Mann und ich geraten immer wieder aneinander, was die Erziehung unserer Kinder (12, 9, 7) anbetrifft. Unser ältester Sohn fordert ständig seine Grenzen und auch mit den Jüngeren habe ich alle Hände voll zu tun. Zeitweise bin nur noch am Schimpfen, was mich selber am meisten stört. Mein Mann wurde selber sehr streng erzogen, worunter er sehr gelitten hat. Deshalb hält er sich aus allem heraus. Ich habe das Gefühl, mit ihm vier statt drei Kinder zu haben. Was kann ich tun?

Elisabeth Hickmann:
Ihre Familienrealität sieht für mich so aus, dass Sie sich beinahe ausschließlich für die Belange der Kinder verantwortlich fühlen und Auseinandersetzungen alleine durchstehen. Sie sind diejenige, die Grenzen setzt und ihr Mann macht genau das Gegenteil, indem er sich neutral verhält. Das Ergebnis ist, dass Sie in Ihrer Autorität den Kindern gegenüber schwächer werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie in Ihrem „Einzelkämpferdasein“ mit den Kindern manchmal in einen wahren Teufelskreis aus Nörgeln, Schimpfen, Strafen und Drohen geraten; auf Kosten Ihrer eigenen Kräfte. Die Kinder bekommen „Oberwasser“ und die Kluft zwischen Ihnen und Ihrem Partner vergrößert sich. Erfahrungsgemäß steigert sich das eigene Bemühen um Kontrolle oder man resigniert und kapituliert. Dadurch geraten Ihr Mann und Sie gleichermaßen an den Rand der Familie. Gemeinsame elterliche Präsenz scheint mir in Ihrem Fall angesagt. Es geht darum, dass sie beide von Ihren Kindern als prägnant erkennbare Elternteile wahrgenommen werden, die da sind, eben präsent. Und wie gelingt das? Nehmen Sie beherzt Ihren Platz als Mama ein und verdeutlichen Sie Ihrem Mann seine Wichtigkeit für die Erziehung der Kinder. Verhandeln Sie zu zweit mit den Kindern, wie das Familienleben und die Interessen der einzelnen Mitglieder besser in Einklang zu bringen sind. Es geht dabei nicht ums Recht haben, sondern Beziehungen zu pflegen und mit Konsequenz und Beharrlichkeit dafür einzustehen!
beratung@hickmann.it

 

Neues Jahr 2018

s18 kolping kreis button 02Kolping im Vinschgau - „Die Zeit, an sich betrachtet, ist völlig wertlos; sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr.“ Dies ein Ausspruch Adolph Kolpings aus dem Jahre 1856. Hat die se Aussage für uns noch heute – im Jahre 2018 - eine Bedeutung? Ja, auf jeden Fall!
Wir müssen und sollen Wertvolles dazu beitragen – nicht nur als Kolpingmitglieder- sondern alle, dass sich die Welt weiterentwickelt, dass sie wert- und friedvoller werde. Gerade als Kolpinger und als Christen haben wir den Auftrag in der Welt d.h. in unserer Umgebung tätig zu werden und beizutragen, dass es allen Menschen besonders in unserer Umgebung besser geht. Sie sollen verspüren, dass wir uns für sie einsetzen, auch im Kleinen. Unser Beitrag muss es sein – wenn wir die Aussage Kolpings ernst nehmen – dass wir aktiv werden soweit wir können und als Christen erkennbar sind und unseren konkreten Beitrag für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung leisten. Sicher, es ist nicht immer leicht, aber ohne uns – also jedes Einzelnen- geschieht nichts. Entwickeln wir die Welt, unsere Umgebung im Alltag weiter, nur so kann auch das Neue Jahr 2018 ein friedvolles und glückliches sowie gesegnetes werden. Denn die Zeit an sich ist wertlos, sagt Adolph Kolping, erst durch unser Tun als Menschen- besonders als Kolpinger- erhält die Zeit und somit auch das Neue Jahr 2018 seinen Wert.

Christina Antonia Thöni ist die neue Ortsobfrau des hds

s18 Thoeni Christina Antonia 2017Im Rahmen der diesjährigen Ortsversammlung des hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol in der Gemeinde Stilfs wurde vor kurzem Christina Antonia Thöni als neue Ortsobfrau gewählt. Sie wird für die nächsten fünf Jahre die wirtschaftlichen Geschicke der Handelstreibenden und Dienstleister vor Ort begleiten. Dem neuen Ortsausschuss gehören weiters Elfriede Pinggera und Hilbert Reinstadler an.

Beeindruckender Erfolg

s19 0148Tabland - Der Krippenbaukurs in Tabland und die dazugehörige Ausstelung waren auch im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Die Kursbesucher haben bis zu 150 Stunden in dem von Rudi Martin mitbetreuten Kurs investiert und schöne, individuelle Krippen gebastelt. Nach der Segnung der Krippen durch Dekan Rudolf Hilpold waren die Ausstellungsbesucher im vom Pfarrgemeindrat und vom Kirchenchor zur Verfügung gestellten Tablander Widum durchaus begeistert. Die Ausstellung ist traditionell auf einen guten Zweck gerichtet: Durch Spenden und dem Kaufen von Losen konnte die stattliche Summe von rund 4.690 Euro gesammelt werden. Jeweils 2.345,80 Euro konnten so dem Verein Kinderherz und der Mukoviszidose Hilfe zur Verfügung gestellt werden. „Wir freuen uns, Menschen helfen zu können“, sagt Rudi Martin.
BM Andreas Heidegger mischte nach seiner Begrüßung die Lose und das Siegerlos fiel dann auf dem Latscher Meinrad Kaserer.

Volksbank: Sponsorvertrag mit dem ASC Sesvenna verlängert

s18 SponsSesvennaSponsor - Die Südtiroler Volksbank ist seit den Anfängen des ASC Sesvenna Hauptsponsor und schon mit der damaligen Volksbank Meran bestand eine enge Zusammenarbeit. Nun wurde diese lange Zusammenarbeit für weitere drei Jahre fortgeführt: Am 19. Dezember 2017 wurde der Sponsorvertrag verlängert. Die erfolgreiche Tätigkeit des Vereins, der bereits sein 50-jähriges Jubiläum feiern konnte, konzentriert sich besonders auf die Förderung der Kinder und Jugendlichen beim Langlaufsport. Auch besteht eine Kooperation mit der FIS Sektion Langlauf. Die Präsidentin des Vereins, Klara Angerer, war in den 1980er Jahren einzige Olympia-Teilnehmerin im Langlauf aus Südtirol.
Organisiert werden Landesmeisterschaften und nationale Wertungsrennen. Im vergangenen März wurde zum 10. Mal eine Italienmeisterschaft ausgetragen. Die Begeisterung am Langlaufsport ist in Schlinig und der gesamten Region fest verankert. Das großflächige Angebot an Loipen und die vielen aktiven Sportler sind mit der hervorragenden Arbeit des ASC Sesvenna Volksbank verbunden, wo viele Freiwillige stetig an der Weiterentwicklung des Langlaufsports arbeiten.

Große Feier für Josef Feichtinger

s18 Holzner Wielander Edeltraud Josef Feichtinger Pinggera Delle CaveSchlanders/Vetzan - Zu seinem 80. Geburtstag gab es am 6. Jänner eine große Feier. Feichtinger erhielt die Ehrenmedaille der Marktgemeinde Schlanders und es gab eine Lesung aus seinem neuen Buch.

von Heinrich Zoderer

Zur Geburtstagsfeier im Kulturhaus Schlanders luden die Marktgemeinde Schlanders, der Südtiroler Künstlerbund und der Raetia Verlag.

Vinschgerinnen singen für Obdachlose

s20 9613Vinschgau/Bozen - Die Sägerinnen Michi Rainer aus Schluderns und Sefanie Eberhöfer aus Allitz von der „Gruppe Einklang“ umrahmten am Goldenen Sonntag 2017 mit Gitarre und Cachon die traditionelle Weihnachtfeier für Obdachlose im Kolpinghaus in  Bozen. Der Vorsitzende des Vinzibus Paul Tschigg hatte sie darum gebeten.
Begleitet wurden die beiden Sängerinnen von Vertretern der Heimatbühne Schluderns, darunter auch Regisseurin Christl Stocker Perkmann. Die Heimatbühne war Träger der Benefizkonzerte „Einklang and Friends“ im Kulturhaus von Schluderns, deren Erlös in den Jahren 2016 und 2017 an den Vinzibus ging. Das VinziBus-Team verteilt täglich (365 Tage im Jahr) ehrenamtlich kostenloses Essen an Bedürftige und finanziert das Ganze mit Spenden. Jährlich laden das Vinzibus-Team und die Vinzenzgemeinschaft auch zur Weihnachtsfeier mit einem Festessen ein.
Den Auftakt bildete eine hl. Messe im herrschaftlichen Josefssaal zelebriert von Pater Kurt Egger, dem Zwillingsbruder des  verstorbenen Bischofs Wilhelm Egger. Den kirchlichen Teil feierten fast ausschließlich  Mitarbeitern/Innen der Vinzenzgemeinschaft mit und einige Schwestern des Ordens „Barmherzige Schwestern“. Die zur Feier geladenen obdachlosen Frauen und Männer und andere bedürftige Menschen aus Bozen und Umgebung strömten erst nach dem Gottesdienst in den großen Speisesaal. Ruhig, irgendwie schüchtern, lauschten sie den einleitenden konfessionsübergreifenden Tischgebeten und setzten sich dann an die festlich geschmückten Tische. Genüsslich ließen sie sich das üppige Menü schmecken. Und das Sprachengewirr von rund 120 Menschen füllte den Raum. Einige saßen stumm da und lauschten den Liedern, die ihnen die beiden Vinschger Sängerinnen zum Essen servierten. Einige Obdachlose, eine junge Frau, zwei junge Männer und ein älterer Herr gesellten sich zu den singenden Frauen, stimmten selbst Lieder an und richteten Weihnachtswünsche in ihren jeweiligen Muttersprachen an die Gäste.
Lange hielten es die Menschen im Saal nicht aus. Getrieben von innerlicher Unruhe  zog es sie schon bald wieder mit ihren bepackten Rucksäcken und mit den neuen Decken, die sie als Weihnachtgeschenk erhalten hatten, auf die Straße zurück. (mds) 

Originale aus Stilfs und Prad

s20 Gapp Grutsch Gius RitschPrad/Filmabend - Die Filmfreunde Prad & Stilfs luden Anfang Dezember zum vierten Filmabend im Jahre 2017. Markus Ritsch vom „Chavalatschstudio Stilfs“ zeigte den ersten Teil einer Serie von Bildern, Schnappschüssen und kurzen Filmausschnitten des Fanclubs der Stilfser Skirennläuferin Nicole Gius. Anschließend entführte Peter Grutsch vom Filmstudio „Patzleida Stilfs“ die Filmfreunde in die Lebenswelten verschiedener Originale aus Stilfs und Prad. Nicole Gius ist nach Gustav und Roland Thöni die erfolgreichste Skirennläuferin aus dem Vinschgau. Von 1998 bis 2013 nahm sie an Weltcuprennen teil, vier Mal stand sie auf dem Siegerpodest. Sieben Mal gewann sie den italienischen Meistertitel im Slalom, zwei Mal war sie bei den Olympischen Winterspielen und fünf Mal bei den Weltmeisterschaften. 2003 wurde der „Fanclub Nicole Gius“ gegründet, der die Skirennläuferin 10 Jahre lang bei den Rennen in Mitteleuropa begleitete. Aus der Unmenge von Bildern von Markus Ritsch s20 Regina Hiasund Dino Filipovic, wählte Ritsch Bilder aus, welche die Stimmung vor den Rennen, auf der Piste und bei den Feiern wiedergeben. Im zweiten Teil des Filmabends präsentierte Peter Grutsch interessante Persönlichkeiten, Sonderlinge und Originale aus Prad und Stilfs, die das Dorfleben bereichern und bunter gestalten. Es sind bekannte Personen wie Siegi Platzer, der Kräuterbauer aus Stilfs oder Franz Gapp, der Rancher vom Sold River. Es sind aber auch andere Personen, die aus ihrem Leben berichten, die beim Kochen und Spinnen gefilmt wurden oder die erzählen warum die Bräuche für sie wichtig sind. Max Kuntner aus Außersulden zeigt seine Glockensammlung und erklärt wie die Glocken seine Seele aufmuntern. Horst Eberhöfer erzählt wie er nun mit der Fotokamera auf „Hirschjagd“ geht. Grutsch hat in seinem Film auch Ausschnitte aus alten Filmaufnahmen eingebaut. Da werden Menschen gezeigt, die schon gestorben, aber bei vielen in Prad und Stilfs noch in lebendiger Erinnerung geblieben sind. (hzg)

25 Jahre Seniorenvereinigung Göflan-Nördersberg

s22 7699Göflan - Gebührend haben die Senioren der Seniorenvereinigung Göflan-Nördersberg ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 70 Göflaner, Nördersberger und Ehrengäste folgten der Einladung und fanden sich Mitte November vergangenen Jahres im Saal der Grundschule Göflan ein. Den Auftakt des Nachmittags bildete die Heilige Messe, die von Pater Othmar Alber und Wortgottesdienstleiter Vinzenz Alber zelebriert und vom Göflaner Kirchenchor feierlich umrahmt wurde.
Im Anschluss daran wurde mit Bildern zurückgeblickt: Dias aus den vergangenen 25 Jahren weckten liebevolle Erinnerungen. Grußworte kamen von gleich mehreren Ehrengästen, u.a. Referentin Dunja Tassiello, Theresia Larcher, der Vizepräsidentin s22 7538der Seniorenvereinigung Südtirol, Martina Plörer, der Vize-Bezirkspräsidentin, dem Fraktionsvorsteher Erhard Alber, KVW Ortsobmann Alexander Kofler, Bauernbundobmann Johannes Schuster und Ortsbäuerinnenobfrau Helga Mair. Die Senioren erfreuten sich nicht nur an Kaffee und Kuchen, sondern auch an den Ziehharmonika-Klängen von Christian Paris. Höhepunkt der fröhlichen Feier war mitunter die Ehrung der fünf  Gründungsmitglieder. Der Dank der Organisatoren gilt einer ganzen Reihe von Sponsoren und Helfern: Der Gemeinde Schlanders, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Fraktion Göflan, dem KVW Ortsausschuss Göflan, den beiden Köchen Stefan Bacher und Petra Hauser, allen, die mitgeholfen und serviert haben, dem KVW- und Bäuerinnenausschuss, Messmer Peppi u.den Ministranten Jenny und Klaus, der Dias gezeigt und Fotos gemacht hat. (Klaus/ap)

INFO
Die Gründungsmitglieder der Seniorenvereinigung Göflan-Nördersberg sind:
Alois Altstätter, Franz Tumler und Olga Staffler (verstorben), Erika Tappeiner Prantl, Erika Gruber Alber, Heidi Wielander, (alle Göflan), Engelbert Staffler und Konrad Tröger (verstorben), Rosa Koppmann, Ida Alber und Anton Planatscher Stieger (alle Nörderberg).

Lei nit lugg lossn…….

s22 450Sulden - Dick vermummt ob der winterlichen Eiseskälte versammelten sich zahlreiche Kirchgänger zur Messe in der weihnachtlich geschmückten Pfarrkirche von Sulden ein.
Pfarrer Josef Hurton zelebrierte an diesem Abend des 16. November die feierliche Dankesmesse für das Weiße Kreuz Sulden und fand lobende Worte für all den Einsatz, welche all die Helfer dieser örtlichen Rettungsstelle für 1440 Patienten im letzten Jahr geleistet hatten.
Besonders wertvoll sei es, dass in so einem kleinen Ort wie Sulden alle Einsatzkräfte zusammenarbeiten würden um den in Not Geratenen technische aber auch menschliche Hilfe geben zu können, betonte er. Er dankte allen Anwesenden für ihr freudvolles Mitwirken, welche mit der Hilfe Gottes zum Wohle der Menschen eingesetzt werden könne.
Nebst der gesamten Einsatzgruppe des W.K. Sulden mit 44 ehrenamtlichen und 4 festangestellten Mitarbeitern ,Zivildiener, sowie 17 Mitgliedern der Jugendgruppe, waren auch viele Geladene aus Landesrettungsdienst, Politik, Finanzwache Feuerwehr, Bergrettung und Carabinieri anwesend und lauschten den Worten des Altpfarrers.Danach ging es zum alljährlichen Weihnachtessen ins Hotel Cristallo wo bereits ein vorzügliches Mahl auf die Gäste wartete. Die Wirtshausmusikanten aus Taufers sorgten für die musikalische Umrahmung an diesem besonderen Abend.
Ein besonderer Abend an welchem selbst Altlandeshauptmann Durnwalder als Gast anwesend war und zusammen mit Landesrat Richard Theiner die Ehrungen verdienter Rettungsmitgliedern Mitgliedern vornahm.
Anja Gutwenger, Georg Hofer, Hansi Pichler, Matthias Abler, Christian Prieth, Bernhard Mazagg sowie Franz Heinisch, langjährige Sektionsmitglieder der Rettungsstelle Sulden, nahmen ihre Urkunden für 10 bis 25 Jahren entgegen.
Luis Durnwalder bedankte sich besonders herzlich bei Franz Heinisch für seinen langjährigen freiwilligen Einsatz für das Weiße Kreuz Sulden und bezeichnete ihn als Gesicht und die Seele dieses wichtigen Vereines.
„Lei nit lugg lossn“...beschwörte auch Pfarrer Öttl die Mitglieder der Rettungsstationen Sulden. Es sei wichtig dass es auch weiterhin solche Menschen gäbe die mit vollem Einsatz ihre Zeit und ihr Talent zum Wohle des Nächsten einbringen. (ck)

Holzbildhauer im Dialog mit Marmor

s22 7156Laas - Der erste Vernetzungsversuch durch das Projekt „Vice Versa“ ist geglückt. Die Initiative der Verantwortlichen an der Berufsfachschule für Steinbearbeitung „Johannes Steinhäuser“ in Laas brachte Holzbildhauer  mit Steinbildhauern und Marmor in Kontakt. Das Konzept  hatten die Fachlehrer Andreas Wieser und Bernhard Grassl ausgearbeitet. Eine Woche lang hielten sich kürzlich 17 Holzbildhauer aus zehn Fachschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark im Vinschgau auf. Sie stellten sich dem Thema „Kopf – als freie Interpretation“. Die Holzbildhauer standen vor der Aufgabe, eigene Kopf-Entwürfe in Marmor umzusetzen. Die Rohblöcke hatte die Firma Lasa Marmor AG kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit den Arbeiten am Marmor betraten die Holzbildhauer Neuland. Motiviert stellten sie sich der neuen spannenden Herausforderung. Anstrengend und schwierig war beispielsweise die Kräfte zehrende Grobarbeit am Marmor. Fingerspitzengefühl bedurfte das Herausarbeiten von kleinen Details. Denn dabei musste penibel darauf geacht werden, dass nichts Ungewolltes vom Stein abbricht. s22 7153Wertvolle Tipps erhielten die Künstler von den Meisterschülern der Laaser Steinmetzschule. Die Holzbildhauer waren angetan von der Möglichkeit, mit Marmor zu arbeiten. Denn sie konnten neue Erfahrungen sammeln. Und gar einige staunten am Ende über ihren  Marmorkopf. Das Wort „Vice Versa“ steht für „wechselseitige Beziehung“. Und der Aufbau dieser Beziehungen ist mit dem Projekt an der Laaser Fachschule im wahrsten Sinne des Wortes gelungen. Steinbildhauer und Holzbildhauer konnten voneinander lernen und knüpften so gemeinsam an einem europaweiten Netzwerk, das auch in Zukunft Bestand haben kann. Bei der kleinen Abschlussfeier dankte die Direktorin Virginia Tanzer allen am Projekt Beteiligten und zog eine insgesamt positive Bilanz. Das Projekt hat die besten Chancen auf Wiederholung. (mds)

Geschichte eines Kürbis

s23 oktoberfestAgums - Mit einer neuen 76-jährigen Bürgerin zog auch ein Kürbis von Brandenburg ( Mitte Deutschlands) im Oktober 2017 nach Prad. Er erhielt seinen Platz in der OK-Bar-Agums. Nicht nur als „Deko“ sollte er dort stehen und so fiel uns ein, sein Gewicht von unseren Gästen schätzen zu lassen. Viele schätzten  fleißig und gaben ihren Tipp ab. Als Siegerprämie winkte eine Maß Bier und ein Wies´n-Herz.
Der Erlös sollte einem guten Zweck bzw. einer bedürftigen Familie gespendet werden. Ein Vorschlag kam von unseren Gästen, den wir gern angenommen haben.
Beim Oktoberfest wurde fleißig weiter geschätzt und unser „Jos“ tippte auf das Gramm genau – 28,9kg brachte der Brandenburger Kürbis auf die Waage.
Aber damit nicht genug – Jos „schlachtete“ ihn aus und schnitzte ihn, so dass er nun als Weihnachtsdeko in unserer Bar steht bzw. stand. Das Kürbisfleisch wurde als Suppe verkocht und verspeist.
Den Erlös übergaben wir nun am 11. Dezember der von unseren Gästen genannten Familie und wünschten damit eine gute und besinnliche Adventszeit.
All unseren Gästen sagen wir danke, wünschen einen guten Start in das neue Jahr und freuen uns auf weiterhin schöne gemeinsame Stunden.
Marion Blank und Georg Polin

Otto Florian Telser für 25 Jahre Organist geehrt

s24sp4 02185Laas - Cäcilienfeier - Cäcilienfeier: Kirchenchor Laas gestaltet mit Musikanten der MK Laas den Gottesdienst.
Anlässlich des 175-Jahr Jubiläums der Musikkappelle Laas wurde unter der Leitung des Kapellmeisters Hansjörg Greis und dem Organisten und Chorleiter Otto Florian Telser die Hl. Messe, gemeinsam mit Bläsern der Kapelle und dem Kirchenchor Laas mitgestaltet. Zu diesem festlichen Anlass wurde die Missa Brevis von Jacob de Haan aufgeführt.
Pfarrer Roland Mair zelebrierte zusammen mit Pfarrer Arthur Werth den Festgottesdienst in dem er sich bei den Sängerinnen und Sängern, Musikantinnen und Musikanten, für ihre wertvollen Einsätze bedankte, die sie zur Freude der Dorfgemeinschaft leisten.
Das Fest der hl. Cäcilia, war für die Pfarrgemeinde Laas der passende Anlass um Otto Florian Telser für seine 25 jährige Tätigkeit als Organist zu danken. Unter großen Applaus der anwesenden Kirchgänger und Musikanten wurde ihm von Pfarrer Roland Mair die Ehrenurkunde des Verbandes der s24sp4 ehrungKirchenchöre Südtirols und ein schöner Blumenstrauß überreicht.
Bei der anschließenden Jahresversammlung des Kirchenchores gab es einen weiteren Höhepunkt, Frau Irmgard Perkmann Platter wurde für 50 Jahre Treue zum Laaser Chor geehrt. AltPfarrer Artur Werth überreichte ihr die Urkunde des Verbandes der Kirchenchöre und des Südtiroler Chorverbandes, Chorleiter Otto Florian Telser gratulierte mit einem Blumenstrauß und Obfrau Monika Widmann überreichte einen Gutschein.
Weiters konnten die Sänger Urban Spechtenhauser für 15 Jahre und Hermann Alber für 10 Jahre aktive Chormitgliedschaft geehrt werden.
Im abgelaufenen Kirchenjahr absolvierte der Chor .17. Auftritte und .40. Proben. Aktuell zählt der Chor 28 Mitglieder.
Die Versammlung fand mit dem Jahresrückblick, der Tätigkeitsvorschau des Chorleiters und den Grußworten von Pfarrer Roland Mair ihre Fortsetzung und mit einen gemütlichen Beisammensein seinen Ausklang.
Siegfried Albert Ausschussmitglied

Dem Stein Form und Seele geben

s24sp2 ScaleLatsch/Spazio Rizzi - Leonhard Schlögel stammt aus Oberbayern und stellt vom 20. Oktober 2017 bis 11. März 2018 seine Skulpturen im Spazio Rizzi in Latsch aus. Schlögel ist ein Künstler, der viele Reisen machte, weite Wege ging und vor allem Umwege suchte. Bevor er den Weg des Künstlers einschlug, war er Mechaniker, den Bundeswehrdienst machte der Mann aus der Mitte Europas bei der Marine, bevor er sich mit der Bildhauerei beschäftigte, besuchte er die Akademie für Fotografie und den Laaser Marmor entdeckte er in Carrara. Seitdem arbeitet er viel mit dem weißen Stein aus Laas und Göflan. Seine Ausstellung in Latsch heißt auch einfach und schlicht „Vinschgauer Marmor“. Schlögel verwandelt den weißen Stein zu magischen Figuren, weißen Göttinnen, die stolz und majestätisch in der Landschaft stehen, so als wären sie aus dem Felsen herausgewachsen. Sie ragen in die Höhe und am Ende entfalten sie ihre ganze Pracht, wie Blumen. An der Spitze dieser Fabelwesen sitzt der Kopf eines Vogels oder ist es der Kopf einer Schnecke? Es ist ein Quader, der aussieht wie ein Diamant, eine Kapelle mit einem goldenen Dach, ein Pink Point, drei Stufen. Einige Skulpturen sind wie Lanzen, scharfe Messer mit feinen Spitzen und scharfen Kanten. Es sind Figuren aus der antiken Welt der Ägypter und der Griechen. Cherub, ein übernatürliches Wesen, ein Engel, Anima, die Seele, die ihre Kräfte verbreitet. Die Figuren haben eine Metamorphose durchlebt, wie der Marmor. Schlögel hat sie aus den Marmorblöcken befreit, er hat ihnen ihre Form und Seele zurückgegeben, sie fein geschliffen, abgerundet und ihnen Schönheit und Eleganz verliehen. Viele Figuren sind Weg- und Zeitmarken, die uns die Richtung zeigen und Orientierung geben. Seit neun Jahren ist Schlögel dabei, die Idee „incastro project“ zu realisieren. Es sind Skulpturen wie Solstizio, welche an markanten Punkten in der Landschaft installiert, „eingepasst“ werden und am Tag der Sommersonnenwende oder der Wintersonnenwende in einem besonderen Lichtspiel erscheinen. Die meisten Figuren stehen senkrecht und ragen in die Höhe, andere liegen waagrecht wie der müde Krieger, der aufgehört hat zu kämpfen oder Venusta, die herumkriecht und im trockenen Vinschgau nach Wasser sucht. (hzg)

Stolze Summe übergeben

s25 085653Schlanders - Viele Stunden wurde Zuhause gebastelt: Die Schülerinnen und Schüler der 2B der Mittelschule Schlanders und ihre Eltern waren auf ganz unterschiedliche Art kreativ, grübelten nach Ideen und fertigten und gestalteten dann ganz exklusive und vor allem handgefertigte Werke. Feil geboten wurden diese dann beim Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone von Schlanders am 8. Dezember. Mit großem Erfolg: Die stolze Summe von 865 Euro wurde aus dem Verkauf des Selbstgebastelten eingenommen. Die Summe sorgte denn auch bei jenen für große Augen, denen das Geld gespendet wurde. Kurz vor Weihnachten übergaben die Schülerinnen und Schüler das Geld je zur Hälfte an Anita Pichler und Ellen Schuster vom Tierschutzverein Vinschgau und Carmen Peiaia, der Präsidentin des Tierheims Naturns. „Es freut uns, dass ihr an die Tiere gedacht habt“, sagte Pichler bei der Übergabe mit großer Freude. Vor allem für Futter und die Pflege von Tieren werde das Geld beim Tierschutzverein und auch beim Tierheim Naturns dringend gebraucht. (ap)

Raupen-Rettung Sulden

s26 142841Sulden, März 2017… Hilflos liegt eine Skifahrerin nach einem schweren Sturz  auf der Talabfahrt der  Madritschpiste. Ihre Begleiter haben bereits die Pistenrettung gerufen, welche jetzt am späten März-Nachmittag  mit der “Akia“  (Rettungsschlitten) von der Bergstation zur Verletzten abfährt.
Diesen zur Hilfe eilt auch die Bergrettung Sulden mit einem ganz besonderen, einmaligen Gefährt. Von den Mitgliedern der Suldner Bergrettung, ob seiner Größe, liebevoll „Playmobil“ genannt, spurt es sich über steile eisige Hänge und der teilweise aperen Skipiste hinauf zum Unglücksort. Dort kann die Patientin, samt Akia, in das Innere des Raupenfahrzeugs gehoben werden und im Schutz des warmen Fahrzeuges sicher ins Tal gefahren werden.
Dieses allradangetriebene Raupenfahrzeug zum Zwecke der Personenbeförderung  wurde letztes Jahr von der Bergrettung Sulden angekauft, um Verunglückten auf Berg und Piste schnell entgegenzueilen und diese dann sicher und geschützt zu Tale zu bringen.
Besonders im Herbst und im Frühjahr würde sich das „SIDE an SIDE“ Raupenfahrzeug besonders bewähren, sagt Olaf Reinstadler, Leiter der Bergrettung Sulden. In diesen Monaten gäbe es oft wenig Schnee im Tal und so könne man Verletzte am Berg oder weit oben auf den Pisten mit normalen Schlittenfahrzeugen nicht erreichen. Das neue, eigens dafür konstruierte Suldener Raupenfahrzeug  jedoch schaffe jede steinige, eisige oder schneeverwehte Steigung und kann bei Bedarf auch mit Rädern ausgerüstet werden.
In diesen Tagen gab es für das  Suldener „Playmobil“ Raupenrettungsfahrzeug  erneut die ersten Probefahrten in Schnee Eis und Geröll, um für die kommende Berg- und  Skisaison einsatzbereit zu sein.
Großen Dank gebührt den Sponsoren der  STIFTUNG SPARKASSE, sowie dem Zivilschutzdienst Bozen,   welche tatkräftig bei der Finanzierung dieses Raupenfahrzeuges mitgeholfen  haben . (ck)

Die Magie der Steine

s25 MaltaSchlandersburger Herbst - Seit Kindertagen beschäftigt sich Gianni Bodini mit Steinen. Ihre Magie zieht ihn an und hat ihn durch ganz Europa, aber auch in andere Kontinente geführt. Bodini ist besessen von den Steinkulturen der verschiedenen Völker, von Steinkreisen, Schalensteinen, Dolmen, Stelen und Menhiren. Er hat sich in mehreren Büchern damit beschäftigt und auch beim Vortrag im Rahmen des Schlandersburger Herbstes kam seine Begeisterung über die alten Steinbauten und die verschiedenen Interpretationen zum Ausdruck. Die Steinzeit ist die längste Zeit der Menschheitsgeschichte, Sprichwörter und Dorfnamen stehen in Verbindung mit Steinen, in Märchen und Sagen spielen Steine eine große Rolle, auch im Bauwesen, in der Kunst und in der Religion. Es gibt Feuersteine, Steinmauern, Steinbrücken, Felszeichnungen, Grenzsteine, Taufsteine und Grabsteine. Viele kennen Stonehenge, den Steinkreis aus Südengland mit den riesigen Steinblöcken, die vor 5.000 Jahren über 300 km weit transportiert wurden. Niemand weiß genau, wie die transportiert wurden und wozu diese Anlage gedient hat. War es ein Kult- und Versammlungsplatz, eine religiöse Tempelanlage, eine Begräbnisstätte oder ein Observatorium? So wie es verschiedene Theorien darüber gibt, so ist es auch bei den Steinanlagen in der Bretagne, in Portugal, Schottland, der Türkei, in Irland, in Holland und auf Malta. Sie alle üben eine große Faszination aus und geben viel Raum für Spekulationen. Die ältesten Steinanlagen in der Türkei sind rund 9.000 Jahre alt. Die meisten Anlagen aus der Megalithkultur sind 7.000 bis 3.000 Jahre alt. Auf vielen Steinen sind Menschen, Tiere, Waffen und Schmuckstücke  abgebildet. Vieles bleibt unklar, weil wir den Code nicht kennen, meinte Bodini. Auch die Menhire, die bei uns in Vetzan, Latsch und Algund gefunden wurden, enthalten Zeichnungen, die wir deuten können, aber auch Zeichen, die wir nicht verstehen. Am Ende seines Vortrages zeigte Bodini aktuelle Beispiele in der Werbung und in Filmen, in denen Steine eine wichtige Rolle spielen. Wer kennt nicht Obelix, der seine Hinkelsteine bearbeitet und herumträgt? (hzg)

Dank an die Frauen

s22sp1 205235Sulden - Als Pfarrer Hurton vor 57 Jahren als junger Priester nach Sulden kam um dort die Pfarrei zu übernehmen, war die Stelle als Pfarrhaushälterin noch vakant  und das Widum glich somit eher eine Junggesellenstätte. Doch Hilfe nahte von einigen fleißigen  Suldener  Frauen, welche bereits damals die Notwendigkeit eines gemütlichen Heimes für ihren neuen alleinstehenden  Pfarrer sahen. Schließlich sollte er über viele Jahrzehnte ihr Seelenhirte werden. Diese Frauen waren bereits vor über 60 Jahren,  Mitglieder eines „Frauenhelferkreises“,  welcher sich in Sulden eigenständig um alle kirchlichen und sozialen Belange kümmerte. So auch um das Wohl des neuen Pfarrers Hurton bis dieser dann  1 Jahr später seine fleißige und treue Haushälterin Alma aus Wengen fand. Diese Geschichte erzählte Pfarrer Josef Hurton den 28 anwesenden Frauen am Abend des 10. Dezember während der Weihnachtsfeier im Hotel Gertraud in Sulden. Der Frauenbund Sulden hatte sie alle zu einem vorzüglichen Abendessen eingeladen um ihnen damit  Dank für all ihre Hilfe in der  Kirchengemeinschaft auszusprechen, welche sie Jahr um Jahr unentgeltlich in verschiedensten Bereichen erledigen. (ck)

Alte Musik – Nuove Musiche - Jazz

s23 concertoKulturhaus Karl Schönherr - Schlanders - Das Vorarlberger Barockorchester „Concerto Stella Matutina“ in Schlanders
Seit seiner Gründung im Jahre 2005 hat sich das Vorarlberger Barockorchester einen fixen Platz in der Reihe der führenden Originalklang-Ensembles Österreichs erspielt. Aus der Kulturszene des länderübergreifenden Bodenseeraumes ist das Concerto Stella Matutina nicht mehr wegzudenken. Gastspiele führten das Ensemble durch Österreich und das angrenzende Ausland zu vielen renommierten Festivals.
Bereits zum dritten Mal gastiert das Ensemble im Vinschgau, und zwar am Sonntag, 28. Jänner 2018 um 18.00 Uhr im Kulturhaus Schlanders. Auf dem Programm stehen Werke aus dem Barock (1600-1750). Als Solist (Laute) und als Leiter des Ensembles fungiert der aus Oslo stammende und in Verona lebende Rolf Lislevand.

Veranstalter sind das Kulturhaus Schlanders und der Konzertverein „musica viva Vinschgau“.

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