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VinschgerWind

Briefmarken mit Wirkung II

s18sp1 Bild BriefmarkeKolping im Vinschgau - Kleine Briefmarken mit großer Wirkung. So könnte die Briefmarkenaktion von Kolping International umschrieben werden. Junge Menschen brauchen eine Chance, damit sie ihre Zukunft aus eigener Kraft gestalten können. Berufliche Aus- und Weiterbildung schafft diese Perspektive.  Das zeigt ein Beispiel.
Vincent Kasule aus Uganda sagt: „Mit dem Work -Opportunity Programm von Kolping konnte ich eine Ausbildung zum Motorrad Mechaniker machen. Heute habe ich meine eigene Werkstatt und kann meine Familie gut ernähren.“ Was sagt Fatima Cuenca aus Paraguay? „Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Masseuren ist sehr groß, aber es gibt nur wenige Möglichkeiten für eine fundierte Ausbildung, wie Kolping sie bietet. Der Kurs ist bezahlbar, und danach werde ich schnell eine Arbeit finden“ Zwei konkrete Beispiele wie jungen Menschen mit wenig Geld konkret geholfen werden kann. Die Briefmarkenaktion unterstützt diese Jugendlichen, so ein Kurs kostet im Durchschnitt 300 €
Was ist zu tun? Briefmarken aus der täglichen Post, im Büro, im Bekannten- und Freundeskreis sammeln. Die Briefmarken müssen nicht abgelöst werden, sondern einfach mit etwas Rand abschneiden oder abreißen. Was dann? Die gesammelten Briefmarken können in den Kolpinghäusern von Bozen oder Meran ODER im GAMPERHEIM von SCHLANDERS abgegeben werden.
Über Kolping International in Köln werden sie dann verkauft. Der Erlös- 20 kg Briefmarken ergeben etwa 250 Euro- kommen dann, wie beschrieben, Jugendlichen zugute. MACHT BITTE MIT!!

Erfreuliches Geschäftsjahr 2017 der Rhätischen Bahn

s8 6332Rhätische Bahn - Herausragende Ergebnisse hat die RhB im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielt. Entsprechende Zahlen enthält die Medienmitteilung vom 04.04.2018. Der Jahresgewinn von 1,2 Millionen Franken ist Ausdruck davon. Unterstützt wurde das Ergebnis auch von der Ski-WM in St. Moritz.
Der Nettoerlös im Personenverkehr wuchs um über fünf Prozent auf 99,7 Millionen Franken. Die Ski-WM im Februar 2017 bescherte ihr zusätzliche 100.000 Passagiere. Die Anzahl der Personenkilometer stieg von 335 auf fast 350 Millionen. Mit 497‘400 transportierten Fahrzeugen erzielte die RhB einen Rekord im Autoverlad. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Einnahmen um 8,4 Prozent auf 15,9 Millionen Franken.
Im Güterverkehr kletterten die Erträge um 2,9 Prozent auf 15,1 Millionen Franken. Eine Rolle spielten unter anderem die Transportleistungen für den Neubau des Albulatunnels.
Total stiegen die Einnahmen letztes Jahr um zehn Prozent auf 363 Millionen Franken, wobei die Abgeltungen von Bund und Kanton Graubünden 57 Prozent ausmachten.
Unter dem Strich resultiert in der Erfolgsrechnung ein Überschuss von 1,2 Millionen Franken. Es findet keine Gewinnverwendung im üblichen Sinne statt. Vielmehr fließt das Geld laut VR-Präsident Stefan Engler in die «Ergebnisausgleichsreserve». Im laufenden Jahr erwartet das Bahnunternehmen in allen Sparten ein weiteres moderates Wachstum. Zum Jahresende wird mit einem Ergebnis im Rahmen der Vorjahre gerechnet. (aw)

„The Sweet“ lassen die 1970er aufleben

s18 0943Sulden/Madritsch - Wenn im Tal noch Nebel ziehen, so scheint auf Madritsch (2850 m) oft schon die Sonne. Das war auch am  8. April der Fall, als das Konzert der Musikgruppe „The Sweet“ auf dem Programm stand.

von Magdalena Dietl Sapelza

Kurz bevor die Sängerin der Vorband, Marlene Basso, die Bühne betrat, hatte sich der Hochnebel gelichtet und gab das herrliche Gletscherpanorama frei.

IGLULAND - große Fete am Watles

s20 4715Mit einer großen Fete verabschiedeten die Teams vom Iglu und vom Imbiss an der Taltstation am Watles die Wintersaison. Am sonnenherrlichen Samstag, den 7. April waren ein Teil des Parkplatzes am Watles und das Iglu Partyraum und dieser wurde von Jugendlichen, Junggebliebenen und Freunden aus Nah und Fern in Beschlag genommen.

Mit 200 Anleitungen

s21 krauterBuchtipp - Die Kräuterbäuerin Priska Weger zeigt, wie Sie die pure Pflanzenkraft von Kräutern für sich nutzen können. Voller Vitamine und Mineralstoffe, verhelfen sie zu mehr Vitalität und lindern Beschwerden. Ihre Wirkungen und Aromen sind in der Volksheilkunde, als Hausmittel und in der Küche unverzichtbar: ob Rosmarin-Tinkturen oder Andorn-Verdauungstees, Löwenzahn-Lotionen oder Pfefferminz-Peelings, Wildkräuterpestos oder Melissen-Kuchen. Erfahren Sie alles über die Kraft von Petersilie, Schnittlauch und Basilikum und weniger bekannter Kräuter wie Salatchrysantheme und Schildampfer.
Praktisch, anschaulich, kompakt.
• Handliches Format für zuhause und unterwegs
• Tipps auch für Balkon- oder Bürogärten – mit Pflanzvorschlägen
• Schön als Geschenk oder kleine Aufmerksamkeit

Die Autorin Priska Weger, Bäuerin auf dem Oberhaslerhof in Schenna, Südtirol, ist eine Kräuterexpertin. 2011: Südtiroler Bäuerin des Jahres.

Von Rechengeräten und Rechenmaschinen

s21sp3 4556Partschins - Den Auftakt für das 25-jährige Bestehen des Schreibmaschinenmuseums Peter Mitterhofer in Partschins bildete ein Vortrag des Museumsstifters Kurt Ryba. Thema: Die Geschichte und Technik des mechanischen Rechnens. Der leidenschaftliche Sammler Ryba hat mittlerweile rund 300 Rechenmaschinen gesammelt und mit ebensolcher Leidenschaft führte Ryba eine kleine Zuhörerschar in die faszinierende Welt der Rechenhilfsmittel (Rechenbücher, Rechentafel wie den berühmten „Faulenzer“), der Rechengeräte (den römischen Abacus, den Rechenschieber) und vor allem in die Welt der Rechenmaschinen ein. Den Älteren ist das Geklappere von Rechnern auf dem Schreibtisch noch gut in Erinnerung. Bekanntlich hat das Rennen dann doch die Elektronik gemacht, die mechanischen Rechenmaschinen sind mittlerweile Geschichte und zum Sammlergut geworden. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts haben die Schnellrechenmaschinen die Grenze der Mechanik erreicht. Mit bis zu 800 Umdrehungen pro Minute der mechnischen Trommeln waren die Maschinen extrem schnell, konnten den Wettlauf mit der Elektronik allerdings nicht gewinnen, auch wenn mit der „Anita“ 1961 die erste elektrische Tischrechenmaschine auf dem Markt kam, auch wenn mit der „Diehl transmatic“ ein unvergleichlicher Siegeszug in die Büros einsetzte und trotz der rund 7.000 mechanischer Teile der „Olivetti Logos 27“ (die allerdings nie richtig funktionierte).
Rechenhilfen sind mit Steinen, Kerbhölzern und Ähnlichem seit 30.000 v. Chr. bezeugt. „Also weit vor der Schrift“, führte Dyba in die Geschichte ein. Die erste Rechenmaschine war der astronomische Rechner von Antikythera. Von Leonardo da Vinci über Schickard, Pascal („Pascaline“), Leibnitz, de Colmar, Burkhard... Ryba zählte alle bedeutenden Erfinder und Mathematiker auf, die sich mit  Staffelwalzen, Sprossenrad und Schaltklinkersystemen befasst  haben. Ein faszinierendes Universum von ineinander greifenden Räderwerken, die letztlich in die mechanischen Vollautomaten bis in die 70er und 80er Jahre gemündet sind.
Einige Rechenmaschinen hatte Dyba im Museum ausgestellt, die gestellte Rechenoperationen mit wehmütig-faszinierendem Geklappre durchführten. (eb)

Die Vertreter auf den Landtagen vor 1500

s24sp23 Roilo Pfeifer Wallnofer Mussner RiedmannBozen/Prad/Buchvorstellung - Kann man Tirol als die älteste Festlanddemokratie bezeichnen? War es wirklich so, dass die Bauern als der 4. Stand neben den Adeligen, den Vertretern der Kirche und der Städte an den Tiroler Landtagen teilnahmen? Dies sind einige Fragen, mit denen sich Adelina Wallnöfer aus Prad vor über 30 Jahren in ihrer Dissertation beschäftigt hat. Vor rund 10 Jahren kam von Christine Roilo vom Südtiroler Landesarchiv die Anregung, die im Jahre 1984 vorgelegte Dissertation zu überarbeiten und als Publikation des Südtiroler Landesarchivs zu veröffentlichen. Nach Jahren neuer Recherche in den Archiven und der Einarbeitung aktueller Veröffentlichungen, konnte Adelina Wallnöfer am 23. März im Ansitz Rottenbuch in Bozen zusammen mit Gustav Pfeifer vom Landesarchiv die neue Publikation vorstellen. Entstanden ist ein wissenschaftliches Werk von 550 Seiten mit dem Titel „Die politische Repräsentation des gemeinen Mannes in Tirol. Die Gerichte und ihre Vertreter auf den Landtagen vor 1500.“ Neben Grußworten des zuständigen Landesrates Florian Mussner und Erläuterungen von Pfeifer und Wallnöfer, gab vor allem Professor Josef Riedmann einen Einblick und Überblick über die Publikation. Riedmann betonte, dass in den mittelalterlichen Quellen der Begriff Bauer kaum anzutreffen ist und schon gar nicht als eigener Stand bezeichnet wird. Nicht die Bauern, sondern die Gesandten der ländlichen Gerichtsgemeinden waren auf den Landtagen vertreten. Diese Gerichtsboten bzw. Landtagsboten waren Grundbesitzer, aber auch Gastwirte, Händler oder Handwerker. Viele verfügten über Erfahrungen in Verwaltung und Politik. Im Buch wird die Autonomie der Dorfgemeinden, die Präsenz der Gerichte bei den Landtagen, die Organisation der Vertreter und ihr Wirken aufgezeigt. Biografische Daten von 180 Gerichtsvertretern auf den Tiroler Landtagen bilden das Schlusskapitel. Mit dieser Publikation werden nicht nur neue Erkenntnisse über die Anfänge der Tiroler Landtage gewonnen, auch alte Vorstellungen müssen revidiert werden. (hzg)

Geburtstagsfeier einer Suldner Legende

s25 4029Sulden - 1. August 1960.  Auf  einem alten Motorrad tuckert der junge  Priester Josef Hurton langsam die enge Strasse nach Sulden herauf.  Sein Weg führt ihn vorbei an Altschneeresten der großen Ortlerlawine,  unter deren Massen vor einigen Monaten sein Vorgänger Pfarrer Gottfried Leiter verstarb. Nun soll Josef Hurton,  welcher  vorher als Kooperator in St. Leonhard in Abtei und in Sexten wirkte, der neue Pfarrer des hochgelegenen Bergdorfes Sulden werden.
Eine wunderbare  göttliche Fügung für die Suldener Bevölkerung, dass dieser junge Priester welcher am 25.03. 1928 in der Slowakei geboren wurde und dort  1950 wegen seiner religiösen Überzeugung  flüchten  musste,  seinen Weg 1960  nun in dieses verlassene Südtiroler Bergnest gefunden hatte.
Seitdem sind 58 Jahre vergangen,  in welchen Pfarrer Josef Hurton  bis  01. September 1999 als hauptverantworlicher Pfarrer und seitdem als Seelsorger für Einheimische und die vielen Suldener  Gäste  tätig war und es immer noch  ist.
58 Jahre, in welchen  der vitale 90-Jährige, neben seiner Berufung als Pfarrer, auch viele Jahre als Leiter der Bergrettung Sulden agierte  und zugleich Mitorganisator der nationalen Lawinenhunde –Schule von Sulden war.
Unvergesslich  sein großer Einsatz für die Suldner Jugend mit welcher er jahrelang viele Rucksack-Reisen in die verschiedensten Länder organisierte,  sowie seine großen Verdienste als Regisseur, Buchautor und Filmemacher  von 29 Berg und Rettungsfilmen.
 Am 02. April 2018 nun, organisierte  die  Suldener Gemeinschaft   für Pfarrer Josef Hurton ein großes Geburtstagsfest zu seinem 90. Lebensjahr.
Einheimische, Freunde, Bekannte, Verwandte, Gäste  sowie Lebensbegleiter  aus allen Teilen der Welt dankten   Pfarrer Josef Hurton in einer festlichen Messe  für all die vielen  Jahre, in welcher er mit   großem Einsatz, Liebe und  Mut  seinen  Suldener Schäfchen und Suldner Gästen  zur Seite stand und mit Gottes Segen auch weiterhin stehen wird.
Hauptzelebrant Bischhof Ivo Muser, der  Festredner  der großen Geburtstagsfeier, erinnerte in Gedenken auch an den ehemaligen Bischof Gargitter. Ihm  sei es zu verdanken, dass Pfarrer Josef Hurton  1960 nach Sulden kam und somit  Sulden nun  seit fast 60 Jahren eine so große Persönlichkeit in ihren Reihen hätte. “Josef, du und deine treue Haushälterin Alma, ihr beide gehört zu Sulden genauso wie der Ortler und die Königspitze. Ich erinnere mich noch gut, wie du und Alma für uns junge Bergsteiger gesorgt habt als wir, zusammen mit Bischof Egger nach einer  gewittrigen Ortlerbesteigung, patschnass  bis auf die Unterhosen vor eurer Türe standen und ihr uns mit Apfelstrudel und trockenem Pygiama versorgt habt“, so die rührenden Worte von Bischof Musers an den 90. Jährigen vitalen Jubilar.
Auch Pfarrer Öttl bedankte sich herzlichst in seiner Predigt bei Don Hurton, welcher ihm gezeigt habe, wie wichtig es ist,  dass das Feuer des Glaubens dauerhaft in den Herzen brenne und wie wunderschön  es sein kann, ganz offen zum Glauben zu stehen.
Zusammen mit Bischof Ivo Muser,  Bischof Felix Gmür aus der Schweiz, sowie weiteren acht Priestern aus Nah und Fern, feierte Pfarrer  Josef Hurton diese wunderschöne Messe welche von Sängern und Musikern des  Kirchenchores  Sulden festlich umrahmt wurde.
Sichtlich bewegt bedankte sich Pfarrer Hurton bei allen Anwesenden für dieses berührende Fest. Sein großer Dank galt allen Mitwirkendem an diesem Festtag  sowie seiner langjährigen treuen Haushälterin Alma, welcher ein großer Blumenstrauß überreicht wurde. Pfarrer Josef Hurton  appellierte an die Mitfeiernden auch weiterhin für eine starke, mutige  Gemeinschaft zu stehen und  erinnerte an seine Mutter, welche ihm bereits als kleines Kind immer sagte „ Der Herr macht alles gut“. (ck)

Im weißen Rössl am Wolfgangsee

s26 1073Schlanders - Mit den bekannten Ohrwürmern („Es muss was Wunderbares sein, von Dir geliebt zu werden; Im weißen Rößl am Wolfgangssee, da steht das Glück vor der Tür; Im Salzkammergut, da ka’mer gut lustig sein!  Mein Liebeslied muss ein Walzer sein; Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“) begeisterten die Sängerinnen und Sänger des Ensembles Eurostudio Landgraf (Tournee Theater aus Titisee-Neustadt) in der vergangenen Woche das Publikum im Kulturhaus von Schlanders. Das Singspiel von Hans Müller und Erik Charell, frei nach dem gleichnamigen Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, drehte sich in ansprechender Inszenierung, mit Live-Musiker/Innen, spritzig und stimmgewaltig (vielen vor allem in den vorderer Reihen fast zu stimmgewaltig) um das verzweifelte Liebeswerben des Kellners Leopold, der sich hoffnungslos in die schöne Rösslwirtin Josepha verliebt hat. Er träumt davon, wie wunderbar es wäre, von ihr geliebt zu werden. Doch ehe er von ihr erhört wird, verlieren andere Feriengäste ihr Herz der Reihe nach im Dreivierteltakt, und wieder andere zelebrieren ihre Eigentümlichkeiten. Schließlich betritt auch noch seine Majestät, der Kaiser Franz Joseph die Bühne. Und er verabschiedet sich mit den Worten: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“. Gefreut haben sich auch die Zuschauer/Innen, nicht zuletzt auch darüber, dass ihnen die Verantwortlichen der Kulturhausverwaltung die bekannte „Operette“ mit der Musik von Benatzky, Stolz, Gilbert & Co. in Schlanders serviert haben. (mds)

60 Jahre Musikant

s27sp2 MK PradPrad/Frühjahrskonzert - Beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Prad am 7. April konnte der Obmann Fabian Theiner nicht nur zwei neue Musikanten (Wallnöfer Stefanie und Johannes Warger) und zwei neue Marketenderinnen (Elisabeth Hohenegger und Ingrid Stocker) vorstellen, sondern auch eine außergewöhnliche Ehrung vornehmen. Heinrich Stecher, der Ragitz Heini, ist seit 60 Jahren aktives Mitglied der Musikkapelle. Mit 17 Jahren spielte er am 19. März 1958 zum ersten Mal mit der Musikkapelle. Im Namen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen (VSM) überreichte der stellvertretende Verbandskapellmeister Markus Silbernagl an Heinrich Stecher in Anerkennung der 60jährigen Tätigkeit das große Ehrenzeichen in Gold am Bande. Neben dem Obmann der Musikkapelle gratulierte auch die Kulturreferentin Anne Rück im Namen der Gemeindeverwaltung von Prad. Unter der Leitung des Kapellmeisters Alois Kuntner begann das Frühjahrskonzert mit einem Festmarsch aus dem Klavierkonzert OP. 73 von Ludwig van Beethoven, arrangiert von Siegmund Goldhammer. Teilweise anmutig und meditativ, aber auch schwungvoll und rhythmisch folgten bis zur Pause die drei Musikstücke „Sinfonie Concertante“ von Gerard Boedijn, „Der Kalif von Bagdad“ Overture zur Oper Fancois-Adrien Boieldieu und „Olandese“ von Giovanni Orsomando. Eine Überraschung folgte nach der Pause mit dem „Ragitzmarsch“, das Lied vom Heinrich, zu Ehren von Heinrich Stecher. Abwechslungsreich und stimmungsvoll, mit ungewöhnlichen Klängen ging es weiter mit dem Stück „Mazama“ von Jay Chattaway und anschließend mit „Hymn of Glory“ von Bert Appermont. Beendet wurde der offizielle Teil mit Filmmelodien des großen italienischen Filmkomponisten Ennio Morricone. Im Stück „Moment for Morricone“ verwendete der niederländische Arrangeur Johan de Meij die weltbekannten Melodien der Italowestern „Zwei glorreiche Halunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ für seine Musik. Die zweite Zugabe, eine Polka, widmete die Musikkapelle dem Altmusikanten und Altbürgermeister Georg Stillebacher, der am Tag des Frühjahrskonzertes seinen 80. Geburtstag feierte. (hzg)

Erinnerung als Zukunfts- und Gegenwartsbewältigung

s27 nullStaben/39NULL - Ende März wurde im geschmackvoll restaurierten Stadel des Steghofes bei Naturns die 6. Ausgabe des Magazins 39NULL vorgestellt. 1913 erschien die erste Ausgabe zum Thema: „Kommen, Bleiben, Gehen“. In den darauffolgenden Jahren beschäftigte sich das Magazin für Gesellschaft und Kultur mit den Themenschwerpunkten „Das Fremde“, „Macht und Ohnmacht“, „Verantwortung“, „Aufbruch“ und dieses Jahr geht es um „Erinnerung“. Die Herausgeber dieses Magazins mit dem Chefredakteur Martin Santer und der Grafikerin Julia Egger leben in Berlin und beleuchten das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Es sind Familiengeschichten über Migration, Deportation und Demenz, es geht um den vielfach unbewältigten Umgang mit dem Faschismus und dem Nationalsozialismus, die Aufarbeitung von traumatischen Erlebnissen und das Funktionieren unseres Gehirns. Es gibt Texte über Predappio, den Geburtsort von Mussolini, die griechische Insel Ikaria, wo die Menschen besonders alt werden, über Wünschdorf, der ehemaligen Bunkerstadt der Nazis, welche heute die größte Flüchtlingsunterkunft Deutschlands hat und über den Brenner und seine wechselhafte Geschichte. Recht beeindruckend sind der Text und die Fotos von Markus Pritzi aus Tartsch über seine demenzkranken Mutter. Das Magazin umfasst 148 Seiten, kostet 13 Euro und ist in einzelnen Buchhandlungen erhältlich. (hzg)

25 Jahre Seniorentanz in Schlanders

s26sp34 Gruppe 2006Schlanders - Auf einer Seniorenmesse in Innsbruck im fernen Jahr 1993 wird für das gemeinsame Tanzen  geworben und einige Besucher aus dem Vinschgau sind von dieser neuen Möglichkeit der Freizeitbeschäftigung auf Anhieb begeistert.  Deshalb wird die Seniorenvereinigung des KVW Schlanders aktiv und bereits im Herbst desselben Jahres kann die Tanzleiterin Erika Grüner aus Mals mit einer Gruppe  Tanzbegeisterter starten. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Nicht nur in Schlanders wird von nun an eifrig getanzt, sondern auch im übrigen Vinschgau entstehen Tanzgruppen. Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Seniorentanz im KVW erfährt die Idee endgültig ihren Durchbruch und weitet sich auf ganz Südtirol aus. Nach dem plötzlichen Ableben von Frau Grüner im Jahre 2010 übernimmt die Tanzleiterin Ingeborg Stecher aus Prad die Schlanderser Gruppen. Durch den beständigen Einsatz der Tanz-und GruppenleiterInnen, durch die Unterstützung des KVW, des Bildungswerkes, der Bäuerinnenorganisation, der Gemeindeverwaltung, aber vor allem durch die Begeisterung der Teilnehmer ist es möglich geworden, dass der Seniorentanz heuer sein 25-jähriges Bestehen feiern kann. Zu diesem Anlass werden alle Tanzgruppen des Vinschgaus unter der Regie der Tanzleiterin Ingeborg Stecher am Samstag, den 21. April im Saal des Kulturhauses von Schlanders zusammentreffen, um einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen und im gemeinsamen Tanz die Freude über dieses Jubiläum zum Ausdruck zu bringen.   Die Tanzgruppen Schlanders laden alle ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer, sowie alle Interessierten zu dieser Feier mit Beginn um 14 Uhr ins Kulturhaus ein.

Eppes Nuis!

s32 HochkoflerSchlanders - Das neue Stück von Thomas Hochkofler und Marco Facchin wird am 30. Mai in Schlanders aufgeführt. Für das neue Kabarettprogramm zogen sich Thomas Hochkofler und Marco Facchin auf eine einsame Almhütte zurück – die aber bald viel zu klein wurde, denn zu ihnen gesellten sich einige alte Bekannte und einige ganz neue Figuren. Am Ende war ein Kabarettprogramm der besonderen Art entstanden – „Eppes Nuis“ eben.
30. Mai: SCHLANDERS,
Karl-Schönherr-Saal
Beginn: um 20:30 Uhr
online: www.rocknet.bz

 

Abfallprodukte wiederverwerten

s26sp4 Prototyp 11Schlanders/Bozen - BASIS Vinschgau, das Innovations- und Gründerzentrum mit dem Koordinator Hannes Götsch und seinen MitarbeiterInnen zeigte bei einer kleinen Ausstellung im Kasernengelände was man durch Kreativität aus verschiedenen Abfallprodukten machen kann. Vor wenigen Wochen wurde mit den Umbauarbeiten im ehemaligen Versorgungstrakt begonnen. Bereits vorher durchsuchte Alessandro Mason, Lehrbeauftragter an der Fakultät für Design an der UNI Bozen mit einer Arbeitstruppe das Gelände und die alten Kasernenräume nach wertvollen Rohstoffen, um diese dann in einem Transformationsprozess für eine neue Funktion zu verwenden. Aus alten Fensterrahmen wurden Tische gebaut, aus Deckeln von Filteranlagen machte die Gruppe Schauwände. Die drei junge Vinschger Tüftler Michael Pritzi, Denis Federspiel und Loris Joos  bogen alte Heizkörper so zurecht, dass daraus ein Stuhl, ein Liegestuhl bzw. und ein Tisch entstanden. Die Prototypen dieses Re-Design-Produktes werden in Zukunft zur Inneneinrichtung der entstehenden Coworking und Maker Spaces umfunktioniert. BM Dieter Pinggera, sowie die Referenten Monika Wielander, Manuel Trojer und weitere Personen waren erstaunt darüber, was man aus Abfallprodukten mit ein bisschen Phantasie alles machen kann. (hzg) 

 

Mit Bus und Bahn

s39 6665Partschins - Kürzlich erhielt das Schreibmaschinenmuseum in Partschins Besuch von einem technikbegeisterten Hamburger: Ingulf Leuschel, der auf eine 50 Jahre währende Karriere bei der Deutschen Bahn zurückblicken kann und vor 2 Jahren zusammen mit Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, dank seiner langjähriger Erfahrung in Sachen Eisenbahn, als externer Berater der SAD berufen wurde.
50 Jahre bei der DB und 40 Jahre in Südtirol: beides begeistert den pensionierten Manager gleichermaßen. Südtirol hatte er bereits als Kind erleben dürfen und ist seitdem immer wiedergekehrt und hat die verschiedensten Landesteile kennengelernt. 8 Jahre urlaubt Ingulf Leuschel mittlerweile in Partschins, wo er sich wie Zuhause fühlt. Dazu beigetragen hat auch Ewald Lassnig, der Leuschel seit Jahren kennt und ihn und seine Freunde durch das Museum geführt hat.
Von Hamburg nach Partschins gereist war Leuschel, wie könnte es anders sein, mit Bus und Bahn!

 

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