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Rojenbach - Mündung revitalisiert - Seeforelle erreicht wieder Laichplätze

s19 fischerGraun/Reschen - Die im Reschensee heimischen Seeforellen haben nach der Revitalisierung des Rojenbach-Mündungsgebietes gute Chancen sich zu entwickeln.  Problemlos können die Fische nun ihre angestammten Laichplätze erreichen.  Der Fischbestand kann sich  nun auf natürliche Weise  vermehren.


Nach einer Pause von 40 Jahren war es im November 2016 wieder soweit: Die ersten Seeforellen stiegen vom Reschensee den Rojenbach hoch. „Es war ein besonderes Erlebnis den Seeforellen zuzuschauen. Sie haben ihre angestammten Laichplätze wieder aufgesucht, und das ist sehr erfreulich“, sagt der Präsident des Fischervereins Oberland,  Martin Stecher.
Das Mündungsgebiet des Rojenbaches (rund 300 Meter Flusslauf) ist im Frühsommer 2016 in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wasserschutz und dem Amt für Jagd und Fischerei revitaliesiert worden. Die bei der einstigen, wenig Fisch-freundlichen, Wildbachverbauung errichteten Betonbarrieren sind entschärft und  große und kleinen Steine in dem sich schlängelnden Flusslauf so platziert worden, dass geschützte Wassernischen und Rückzugsorte für Fische entstanden sind.  Und die Seeforellen sind dann auch sofort ihrem natürlichen Instinkt gefolgt. Künftig dürfte die Entwicklung der s19 6686Seeforelle im Reschensee ohne künstlichen Besatz gesichert sein.  Die Seeforelle ist eine schützenswerte, alteingesessene  - sprich autochthone- Fischart, die seit jeher im Reschensee und im Haider See beheimatet ist.  Auch dort wird ihre Entwicklung gefördert. Die Seeforelle kann bis zu 1,20 Meter groß werden.  
In das Revitalisierungsprojekt am Rojenbach miteingebunden waren die Mitglieder des Fischereivereins Oberland. Der Verein zählt 140 Eingeschriebene und hat  das Fischreirecht (drei Viertel des Reschensees und einen Teil des Etsch-Oberlaufs) von der Enerrgiegenossenschaft Oberland EGO gepachtet. Präsident Stecher wird von den Vorstandsmitgliedern Jürgen Sprenger, Helmuth Joos, Fabian Spiess, Martin Baldauf und Ernst Holzer tatkräftig unterstützt. Das Fischerteam dankt allen am Projekt Beteiligten.   
Heuer gibt der Fischereiverein Oberland erstmals Tageskarten und Jahreskarten aus (siehe Anzeige unten). Gefischt werden  darf  vom 1. Mai bis 31. Oktober 2017. Neben den Seeforellen tummeln sich im Reschensee die Naturfische Flussbarsche Renken, sowie Regen- und Bachforellen. Der Bestand ist  also  insgesamt sehr attraktiv. Saisonskarten  und Tages- und Jahreskarten gibt es in der Bar Elly (Reschen), Tageskarten im Hotel Ortlerspitz (St. Valentin), in der Bar Claudia (Graun), in Mein Dörfl (Reschen) in  den Tourismusbüros St. Valentin und Reschen, sowie im Angler Shop „Go Fish“ in Kastelbell.  (mds)

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