VinschgerWind

Im Zeichen der Erinnerung

s33sp23 812Laas - Es ist wirklich beeindruckend, wie zwei Generationen von Menschen hier so Großes haben entstehe lassen“, sagte Bürgermeister Andreas Tappeiner bei seiner Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung“ Zeichen setzen“ am 7. April 2017.

Es sei den 10 Studenten der Meisterklasse der Fachschule für Steinbearbeitung in Laas gelungen, aus längst vergessenen Emotionen und Geschehnissen, der ihnen an die Seite gestellten Senioren, Kunstwerke der Erinnerung zu erschaffen, welche die Zeitgeschichte überdauern werden.
Benno Simma, künstlerischer Begleiter dieses generationsübergreifenden Projektes zeigte sich höchst erfreut, dass so viele Menschen mit Überzeugung an diesem „Schaffen“ teilgenommen hätten und so „Besonderes“ geleistet worden wäre. Ein spannendes, zu Herzen gehendes Projekt, welche die jeweiligen Kunstwerke ganz ohne Absicht hätte entstehen lassen, immer Schritt haltend mit der sich entwickelnden Beziehung zwischen Senioren und Kunststudenten, betonte er. Hier wären nicht nur gemeinsame Kunstwerke von Jung und Alt entstanden, sondern auch Freundschaften entstanden, so Benno Simma. Großes Lob zollte er Evelyn Kuppelwieser, Fachlehrerin der Berufsfachschule, welche das Projekt von Anfang an mit großem Einsatz betreut hatte.
Ulrich Seitz, der Vorsitzende des “ASAA“ Südtiroler Alzheimer Vereinigung und Initiator dieses berührenden Konzeptes, zeigte sich begeistert ob dieser unkomplizierten, so fruchtbringenden Zusammenarbeit mit der Fachschule in Laas. Für ihn seien heute Träume wahr geworden, freute sich Seitz. Es wäre keine Selbstverständigkeit, dass gerade das Thema „Alzheimer“, einer Krankheit von der mittlerweile 12.000 Menschen in Südtirol betroffen sind, so offen von jungen Künstlern und den noch voll im Leben stehenden Laaser Senioren aufgegriffen und bearbeitet würde. Virginia Tanzer, Direktorin der Fachschule Laas bezeichnete er als Glücksfall, welche mit ihrer Offenheit und der großen Gabe der Vernetzung dieses Projekt, finanziert von der Bodini-Stiftung, erst ermöglicht hätte. Sie selbst betonte, welches Glück es sei, einer Schule vorzustehen in welcher Schüler und Lehrer gleich motiviert wären, solche Schaffensprozesse gemeinsam anzugehen und zum Erfolg zu bringen.
Nächstes Jahr können die in der Markuskirche ausgestellten Werke im Rahmenprogramm der Biennale 2018 in Venedig bewundert werden. (ck)

Bilder in der Bildgalerie:

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren