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Was Wien und Laas verbindet

s58 laasLaas/Wien - Vor 175 Jahren wurde in Wien im Großen Redoutensaal erstmals die Idee der „Philharmonischen Konzerte“ verwirklicht und damit zugleich der Grundstein für die „Wiener Philharmoniker“ gelegt. Auf nicht weniger Bestandsjahre kann die Musikkapelle Laas stolz verweisen. Zum Abschluss ihres 175. Jubiläumsjahres konnten zwar nicht die „Wiener Philharmoniker“ selbst gewonnen werden.

Allerdings nahm ein anderer Wiener Klangkörper - die deutlich jüngere Akademische Bläserphilharmonie Wien (ABW) - die Einladung der Musikkapelle Laas und des Konzertvereins „musica viva Vinschgau“ zu einem Gastkonzert sehr gerne an.
Die ABW hat ihren Stammsitz an der Technischen Universität Wien und setzt sich aus musikbegeisterten StudentInnen sowie MusikerInnen aus verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Das Orchester unter der Leitung des gebürtigen Tirolers Andreas Simbeni hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Aufführung hochwertiger und außergewöhnlicher Originalkompositionen die symphonische Blasmusik in Österreich zu bereichern. Auftritte erfolgen nicht nur in renommierten Wiener Klangräumen, sondern auch in den österreichischen Bundesländern.
Das Jubiläumskonzert am 11. November 2017, das im Karl Schönherr-Saal in Schlanders stattfand, wurde mit der „Grande ouverture pour musique militaire“ von Georg Wilhelm Rauchenecker eröffnet, der diese 1867 während seiner französischen Jahre schuf. Andreas Simbeni hat das durch eingängige, federleichte Melodien charakterisierte Werk für die Besetzung eines modernen Blasorchesters bearbeitet.
Fortgesetzt wurde das Konzert mit den in 2012 uraufgeführten 4-sätzigen „Short Stories von unterwegs“ für Flöte Solo, Bläser und Schlagwerk. Sie stellen ein sehr persönliches Andenken von Albin Zaininger an den 2012 verstorbenen Flötisten der Wiener Philharmoniker Günter Voglmayer dar. Als Solistin fungierte die international prämierte Natalia Schoina, die mit Piccolo, Flöte oder Altflöte abwechselnd nobel, raffiniert, nachdenklich oder mysteriös über den perkussiv-farbigen Variantenreichtum schwebte.
Mit dem „Traveler“ von David Maslanka wurde das Publikum in die Pause geleitet. Dieser steht als Metapher für den Lebensweg des Menschen.
Im zweiten Teil brachte die ABW die Symphonie Nr. 1 „Herr der Ringe“ aus 1988 zur Aufführung. Dieses auf Motiven J. R. R. Tolkiens gleichnamigem Romanzyklus fußende Werk des Niederländers Johan de Meij besteht aus fünf Sätzen, die jeweils eine Figur oder Episode aufgreifen.
Als Zugabe für das begeisterte Publikum gab es den mitreißenden „Wedding Dance“ von Jacques Press.
Im Namen der ABW bedankte sich Andreas Simbeni herzlich für die Einladung und hervorragende Gastfreundschaft bei der Musikkapelle Laas mit Kapellmeister Hansjörg Greis und Obmann Arnold Rieger sowie beim Präsidenten von „musica viva Vinschgau“, Hermann Schönthaler.
Die Konzertreise der ABW hat Wien und Laas im musikalischen Sinne auf wunderbare Weise verbunden. Die Verbindungen zwischen Wien und Laas sind aber bekanntlich auch „materieller Natur“. Sie sind – in Form zahlreicher berühmter Wiener Monumente – in Laaser Marmor gemeißelt, den die Wiener Musiker im Rahmen einer Marmorführung durch Franz Waldner kennenlernen durften.

(weitere Termine und mehr Information unter: www.blaeserphilharmonie.at)

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