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Mit Freude

s18 4105Naturns - Das „Begleitete Wohnen“ nimmt in Naturns Konturen an. Der Architekt Gerhard Mahlknecht hat bei der jüngsten Ratssitzung das vereinbarte Raumprogramm in ein Vorprojekt gegossen und den Gemeinderäten vorgestellt. Mit Freude wurde dies zur Kenntnis genommen.

von Erwin Bernhart

Es hat mehr als ein Jahr gedauert, den Planungsauftrag vergeben zu können, sagte die Naturnser Referentin für Soziales Christa Klotz Gruber und sie erinnerte daran, dass das Anliegen „Begleitetes Wohnen“ 2014 bei einer Bürgerversammlung vorgebracht worden sei, ein Grundsatzbeschluss des Gemeinderates sei erfolgt und man habe sich in Arbeitsgruppen intensiv mit Raumprogrammen und Konzepten auseinandergesetzt.

Hinzugekommen sei die „Wohngemeinschaft für Behinderte“. Den Planungswettbewerb hat das Architekturbüro  EM2-Architekten aus Bruneck.
Dem Gemeinderat hat am 26. Februar der Architekt Gerhard Mahlknecht das Vorprojekt bzw. die Machbarkeitsstudie vorgestellt. In einem L-förmigen Zubau zum bestehenden Seniorenwohnheim St. Zeno in Naturns sollen demnach eine Tiefgarage mit Abstellplätzen und zu den Wohneinheiten dazugehörige Kellerräumlichkeiten entstehen. Im Parterre sind in einem Flügel 5 Wohnungen für Menschen mit Behinderung geplant, sogenannte Trainingswohnungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Im an das bestehende Seniorenwohnheim angeschlossenen Flügel sind Aufenthalts- und Behandlungsräume vorgesehen. Der Wohnflügel für Menschen mit geistiger Behinderung, jede Wohnung ist rund 43 m2 groß, kann autonom betreten und gegenüber den anderen Räumlichkeiten abgeschlossen werden. Im zweiten Stock sind 9 Wohnungen für Senioren geplant mit mehreren Gemeinschaftsräumen. Eine Wohnung ist für zwei Personen vorgesehen. Wohnraumlüftungen und je eine Loggia pro Wohnung, möglicherweise in Holz ausgeführt sorgen zusammen mit großen Fensterflächen für Behaglichkeit. Mahlknecht hat ein klares  und einfach strukturiertes Konzept vorgelegt, welches das mit den zuständigen Ämtern und mit den Naturnser Arbeitsgruppen abgesprochene Raumprogramm berücksichtigt.
„Ich bin angetan“, sagte der langjährige Gemeindearzt Hans Pöll. Marianne Bauer sprach von einem wichtigen Meilenstein. „Es hat Zeit gebraucht“, sagte Bauer und: „Es wird schön werden.“Christa Klotz wies darauf hin, dass man sich viele Strukturen angeschaut habe und dabei festgestellt habe, dass sich die Leute in funktionellen Wohnungen wohlfühlten.
Die überschlägig geschätzten reinen Baukosten belaufen sich, so Mahlknecht, auf rund 3,15 Millionen Euro.
Nun gelte es einen straffen Zeitplan einzuhalten, damit ein Baubeginn 2019 realistisch ermöglicht werde.

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