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VinschgerWind

Leserbriefe Ausgabe 6-17

Ergänzungen zum Artikel „Abgespeckt“ Vinschgerwind Nr4/2017
1.)    Die Projekte der Sportzone von Schlanders (Jugendfußballplatz mit Skaterpark & Schülersportplatz) habe ich über ein normales Ausschreibungsverfahren zu gesprochen bekommen (obwohl ich der Haus-und Hofarchitekt von Schlanders bin!), bei denen offiziell 5 Architekten angefragt wurden. Ursprünglich wurden beide Bauvorhaben gemeinsam als 1 Projekt vergeben (im Jahr 2011!). Danach mussten die 2 Bauvorhaben getrennt werden, da es für den Schülersportplatz vom Land andere Beiträge gibt, als für den Skaterpark. Auch zeitlich wurde zuerst der Skaterpark und dann der Schülersportplatz verwirklicht, was die lange Planungs-und Bauzeit von 6 Jahren erklärt. Trotzdem wurde das Projekt von meiner Seite so abgerechnet, als wäre es eines gewesen (unabhängig von den vielen Varianten und der langen Bauzeit). Rechnet man 2 Projekte mit gleicher Bausumme ab, wie ein einzelnes Projekt bekommt man mehr Honorar…..
2.)    Was die Steigerung des „satten“ Architektenhonorars von € 79.000,. auf € 160.000.- betrifft: Der Hauptfehler in dieser Aussage ist, dass es kein Architektenhonorar, sondern ein Generalplanungshonorar ist. Dies bedeutet, dass die gesamten Fachplaner (Statiker, Sicherheitskoordinator, Fachplaner für Elektroinstallationen, Fachplaner für Heizung- und Sanitärarbeiten, Geologe…..) von mir beauftragt und bezahlt worden sind. Dies macht ca. 50% des Generalplanungshonorars in Anspruch. Was das bedeutet, brauche ich dir nicht vorzurechnen, wenn man € 80.000.- durch die Gesamtplanungs-und Bauzeit von 6 Jahren dividiert, davon noch die Mitarbeiter, die Steuern und die Spesen bezahlen muss…….ich will nicht jammern, aber wenn jemand solche Zahlen ohne Hintergrundwissen aus der Zeitung erfährt und dich dann noch „blöd anhaut“, dann bist du eigentlich nur noch froh dass Fasching ist...
Jürgen Wallnöfer, Architekt, Schluderns

Begehr einer Richtigstellung zum Artikel „Abgespeckt“ Vinschgerwind Nr4/2017
Hiermit möchte ich klarstellen, dass der Geldhahn nicht offen ist sondern das Budget für dieses Projekt genau festgelegt ist. Weiters möchte ich klarstellen, dass das Honorar  Wallnöfers für die Neugestaltung der Sportplätze samt Tribünen und Skaterpark rein gar nichts mit dem Projekt des Gesundheit und Fitnesszentrums  zu tun haben und diese somit in keiner Weise in Verbindung stehen und somit auch nichts mit dem Artikel über das Fitnesszentrums zu tun haben.
Thomas Strimmer, Fiton 24

Mondsüchtig (zum Foto von Gianni Bodini Vinschgerwind 1/2017)
s11 0494Du fragtest, welcher Berggipfel das sei, wo du den Vollmond durch deine Kamera hattest untergehen lassen (Foto Seite 13 Vinschgerwind vom 12.01.2017). Es ist der Föllakopf, am Ende des Schlinigertales. Ich habe ihn mit allen seinen Zacken sofort wiedererkannt. Danke für dieses wunderschöne, wertvolle Foto und den dazu anregenden Text.
Paul Gruber, Laatsch

Eingriffe am Naturnser Sonnenberg geplant
Der Tourismusverein Naturns hat 2 Projekte mit den Titeln „Errichtung eines familienfreundlichen Wanderweges mit Aussichtspunkt auf Juval und dem Vinschgau“ sowie „Errichtung eines familienfreundlichen Wanderweges zwischen Unterstell und Innerforch“ im Bauamt der Gemeinde Naturns eingereicht.
Einleitend sei erwähnt, dass der Naturnser Sonnenberg heute schon aufgrund der sonnigen Lage, der guten Erreichbarkeit, der von der Natur geschaffenen Aussichtpunkte, dem  ausreichenden Wegenetz ein attraktives Ausflugsziel darstellt. Ob derartige schwerwiegende Eingriffe und aufgeführte Kunstbauten vertretbar sind, wird bezweifelt. Vielmehr ist es unsere Aufgabe die von den Vorfahren überlassene Natur- und Kulturlandschaft an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Das erste Projekt „Errichtung eines familienfreundlichen Wanderweges mit Aussichtspunkt auf Juval und dem Vinschgau“ wurde von der Baukommission der Gemeinde Naturns abgelehnt. Das bedeutet aber nicht, dass es endgültig fallen gelassen wird. Deshalb nochmals die wichtigen Eckdaten:
Unweit vom Hof Unterstell ist bereits eine störende und weitausladende Aussichtsplattform in die Landschaft gesetzt worden. Zwischen den Höfen  Unterstell und Patleid sollte  eine neue überdimensional große Aussichtsplattform in Richtung Juval und dem Vinschgau errichtet werden, welche 6 m über das Gelände hinausragt und eine Breite von 4,5 m aufweist. Dafür wären auch eine neue 2,5 m breite Zufahrt und ein neuer Weg mit 1,5 m Breite, sowie auf einigen  Abschnitten eine 4,5 m hohe Stützmauer nötig. Und das in einer weitgehend unberührten Landschaft.
Beim zweiten  Projekt geht es um die Neutrassierung des bestehenden Wanderweges von Unterstell nach Innerforch. Um den Weg wie geplant einzuebnen und zu verbreitern, ist im ersten Abschnitt eine 20 m lange und bis zu 3,1 m hohe Stützmauer vorgesehen. Im zweiten Abschnitt, zwischen der bereits bestehenden Aussichtsplattform und der Druckleitung, sollen 2 neue Kehren errichtet werden.
Im dritten Abschnitt, ab der Druckleitung bis zur Straße nach Innerforch, soll der bestehende Weg auf 1, 5 m verbreitert und eingeebnet werden.
Diese Maßnahmen stellen einen massiven, unnötigen Eingriff in die wertvolle Landschaft dar. Deshalb schlagen die 3 Vereine Folgendes vor:
Die Maßnahmen im ersten Abschnitt können im Sinne eines Kompromissvorschlages akzeptiert werden, um den Zugang zur bestehenden Plattform auch älteren Menschen und Familien mit Kindern zu erleichtern. Ab der Plattform soll man davon absehen die geplanten 2 Kehren zu errichten, sondern den bestehenden Weg behutsam verbessern. Ab der Druckleitung soll der historische Weg erhalten bleiben. Er soll  nicht mit Baggern auf 1,5 m verbreitert und eingeebnet, sondern wo nötig manuell ausgebessert werden.
Presseaussendung vom Heimatpflegeverein Naturns-Plaus, Alpenverein Untervinschgau und Umweltschutzgruppe Vinschgau.

Nachgedacht März 2017

s10sp1 098von Don Mario Pinggera

Die Empörung war in der Tat groß, als jüngst der türkische Präsident Erdogan gegen Deutschland den NAZI Vorwurf erhob. Grund waren diverse Anweisungen von Gemeindebehörden in Deutschland, die türkischen Ministern Wahlkampfauftritte verboten haben. In Anbetracht des unverfrorenen Verhaltens, welches dieser Staatsmann schon seit längerem an den Tag legt, sind der Mut und die Entschlossenheit der deutschen Behörden anzuerkennen und zu honorieren. Schließlich werden in der Türkei auch keine Wahlkampagnen für Wahlen in Deutschland, Österreich oder Südtirol veranstaltet. Nun ist das Potential an türkischstämmigen mit über 3.000.000 Menschen in Deutschland hoch, und genau dieses Wählerpotential möchte man sich in Ankara natürlich sichern. Der türkischstämmige Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir machte dann auch einen guten Vorschlag: Nicht nur die türkische Regierungspartei soll Wahlveranstaltungen durchführen können, sondern auch die Opposition, namentlich die Partei der Kurden. Jene Partei, die Erdogan gnadenlos verfolgen lässt.
Unter Recep Tayyip Erdogan hat die Türkei ihre Demokratie massiv eingebüßt, und ausgerechnet dieser Despot beschuldigt Deutschland mit NAZI Vorwürfen. Was hat dieser Mann wohl für ein Geschichtsbewusstsein? Was hat die Ermordung von über 6.000.000 Menschen zur Nazizeit mit Deutschland heute zu tun? Dieser Vorwurf ist gleichermaßen unfair, unbegreiflich, aber auch ebenso dumm. Es ist deshalb Zeit, diesem Despoten mit klar diktatorischen Anwandlungen die rote Linie zu zeigen. Und zwar für ganz Europa! Die Zeit, so etwas auszusitzen, ist ein für allemal vorbei. Das sollten Merkel, Hollande und Konsorten schnellstens begreifen. Solange sich Erdogan nicht zu benehmen weiß und sich nicht in aller Form für seine Entgleisung entschuldigt, sollte er zur ‚persona non grata‘ erklärt und auf Staatsbesuche nicht mehr eingeladen werden. Wenn sich Europa darauf einigen könnte, wäre das eine einzigartige Demonstration von Charakter: Ein Land, das Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit mit Füßen tritt, ein Land, das die Opposition unterdrückt und das unbequeme Leute wegsperrt, hat in der Europäischen Union nichts verloren. Und zweifelhafte Wahlveranstaltungen türkischer Regierungsmitglieder außerhalb der Türkei, die nur dazu dienen, die Menschen aufzuhetzen, sind zu verbieten. Ausnahmslos!

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