VinschgerWind

Nachgedacht Juli 2017

s10sp1 098von Don Maro Pinggera

Es wird intensiv darüber nachgedacht, das Stilfserjoch ‚winterfest‘ zu machen, so dass ein ganzjähriger Betrieb möglich ist. Eine gute Idee! Schon als Kind habe ich mich immer gefragt, wieso das nicht möglich ist. So sind die derzeitigen Überlegungen gut. Allerdings ist es fragwürdig, die dafür nötige Bahn erst von Trafoi aus aufsteigen zu lassen. Hunderte Parkplätze müssten in diesem engen Tal geschaffen werden. Möglicherweise wäre es dann mit der Idylle von den Heiligen Drei Brunnen vorbei!
Eher sollte darüber nachgedacht werden, die Umlaufbahn in Spondinig starten zu lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine Anbindung an den Zug ist so möglich und die Parkplatzfrage ist dort sicher auch besser zu lösen als im engen Trafoi. Die Umlaufbahn könnte über Stilfs geführt werden, mit einer Ein- und Aussteige Station. Von dort weiter via Trafoi (ebenfalls mit der Möglichkeit aus-, oder zuzusteigen) auf das Joch. Wenn dann noch Sulden angebunden wird, ist das Ganze perfekt!
Phantasien? Wer dieser Meinung ist, fahre zum Arlberg und schaue sich die neue Flexenbahn an! So sind seit kurzem alle Orte um den Arlberg mit der Bahn erreichbar.
Also mutig voran!

Derzeit gibt es auch im Vinschgau Veränderungen in der Seelsorge. Die vielgepriesenen Seelsorgeeinheiten werden Realität. Schneller, als gedacht. Was dabei auf der Hand liegt: die Anzahl der Gottesdienste ist so nicht mehr haltbar. Was völlig logisch ist: Wenn ein Hotelier mit seinen Bediensteten für ein Haus mit 100 Betten verantwortlich ist, innert kürzester Zeit jedoch noch drei weitere Hotels übernehmen muss (mit dem gleichen Personalstand!), dann ist der bisherige Service einfach nicht mehr möglich. Das gilt für Pfarreien ganz genauso. Hier ist Besonnenheit gefragt, wo welche Gottesdienste oder weitere Angebote am effizientesten eingesetzt werden können und müssen. Es ist auch höchste Zeit, die ständigen Diakone (es sind Kleriker!) noch viel stärker in Leitung und Seelsorge einzubinden. Es ist ein absoluter Unsinn, dass diese noch nicht einmal eine Wortgottesfeier MIT Kommunion feiern dürfen. Die verantwortlichen Oberen sollten endlich aufwachen!
Wenn sich in den Pfarreien genügend willige und fähige Menschen finden, die sich einbringen, wenn die Diakone besser wirken dürfen, dann ist nicht nur den Priestern, sondern auch den Gläubigen gedient. Und dann könnten die Seelsorgeeinheiten eine echte Chance für die Zukunft der Kirche Südtirol sein.

Leserbriefe Ausgabe 14-17

Neuentstehender Lift, der keinen Sinn macht.
Die Fusion Haider Alm AG und Schöneben AG scheint soviel wie fix zu sein. Dass das Land dann für die Zubringerbahn einen größeren Beitrag bezahlt, ist schon merkwürdig, zumal diese Bahn total unwirtschaftlich sein wird. Von 6 – 7 Betriebsstunden im Winter pro Tag, sind 2 Stunden ausgelastet, aber 4 – 5 Stunden Leerlauf. Denn ohne Abfahrtspiste fährt niemand ein zweites Mal mit der Bahn. Einen Ziehweg benützen keine handvoll Skifahrer. Also ist die Bahn ein Negativsaldo Sonderklasse. Manche Leute glauben an Wunder. Es wird immer von einer Liftverbindung Haider Alm –Schöneben gesprochen bzw. berichtet, was total falsch ist. Denn es ist ein Zubringerlift zu Schöneben. Das ist ganz was anderes. Dass das Land kaum naturschonend reagiert, ist bekannt. Auch der Herr Theiner „Landesrat für Raumordnung – Naturschutz – Energie“ schein nichts übrig zu haben und für Naturschutz eine andere Vorstellung zu haben. Beschämend!! Dieser Zubringerlift ist eine totale Naturkatastrophe und ohne Wirtschaftlichkeit. Dies müsste dem Land wohl klar sein.
Stecher Walter

Umfahrung Rabland – Quo Vadis?
Unser Bürgermeister Albert Gögele und sein Referent Hartmann Nischler haben in der Juni-Ausgabe unserer Dorfzeitung einen über 3-seitigen  „Alibi-Bericht“ veröffentlicht, um der Bevölkerung ihre Entscheidung in Sachen Umfahrung Rabland darzustellen. Insgesamt 12 von 18 Gemeinderäten haben sich für die Variante durchs Unterdorf (Teiluntertunnelung) ausgesprochen, obwohl der Großteil dieser 12 Räte sich noch vor 3 Jahren für die Variante Vereinsheim (Gesamtuntertunnelung) ausgesprochen hat (14 Ja + 1 Nein). In diesem Bericht kann man lesen, dass bei der  Variante durchs Unterdorf für die Tunnelausfahrt 150 Meter zwischen Cutraunstrasse „soweit technisch möglich“ gefordert werden. Man kann nicht etwas fordern, wenn man nicht weiß, ob es technisch durchsetzbar ist. Denn sollte  sich  herausstellen, dass nur die Hälfte möglich ist, wie von den Planern (Technikern) angedeutet,  was dann? Eine Tunnel- Auf-bzw. Abfahrt in unmittelbarer Nähe einer Wohnsiedlung ist  keine Lösung des Straßenproblems in Rabland. Unabhängig davon, dass zwischen zwei Häuserreihen (30 Familien) in einem Abstand von 11-12 Metern ein Tunnel entstehen soll, führt  anschließend eine zweite  offene Straße durchs Dorf. Dass die Landesverwaltung einem solchen Schildbürgerstreich aufsitzt, kann der Großteil der Rablander Bürger nicht glauben. Um Geld zu sparen, darf man nicht auf eine angemessene Umfahrung für diese Hauptverkehrsader verzichten. Die Gemeindeverwalter von Kastelbell/Tschars, sowie andere Gemeinden haben sich bei der Landesregierung mit Erfolg für ihre Bürger eingesetzt und eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Herr Achammer möchte im Herbst 2018  die absolute Mehrheit seiner Partei anpeilen, da wird er, sollte sich die Landesregierung für diese vorgeschlagene  „Variante D„ durchs Unterdorf entscheiden, in Partschins/Rabland und den umliegenden Gemeinden sicher keinen Grundstein dafür legen.
Heinz Tappeiner, Rabland

Falsche Zitate und ihre Folgen
 „Verkehrslösung im Dorf Laas eingefordert“
Im Artikel „Verkehrslösung im Dorf Laas eingefordert“ (Dolomiten, 29.06.17) wurde ich nicht nur falsch zitiert, sondern meine Aussagen wurden auch aus dem Zusammenhang gerissen. Eine entsprechende Richtigstellung ist bereits erschienen, worüber ich sehr dankbar bin. Allerdings blieben die E-Mails unerwähnt, die ich unmittelbar nach dem Erscheinen des Artikels erhalten habe und die nicht mit direkten und indirekten persönlichen Angriffen und Beleidigungen mir und meiner Familie gegenüber sparen. Wenn dann noch zu guter Letzt von Unkorrektheit und Objektivität geschrieben wird, sind solche Beleidigungen alles andere als korrekt und objektiv.
Priska Lechner
Gemeinderätin der Bürgerliste Laas

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