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Der schwarze Schwan

Vom wind gefunden - Alle Schwäne sind weiß - davon waren die Europäer bis ins 17. Jahrhundert überzeugt. Dann wurde Australien entdeckt. Dort gibt es schwarze Schwäne und was keiner für möglich gehalten hatte, war auf einmal Realität. Dass es schwarze Schwäne geben könnte, lag schlichtweg außerhalb der eigenen Vorstellungskraft. So wurde der „Schwarzer Schwan“ zu einer Metapher für höchst unwahrscheinliche Ereignisse. Zu einem international verwendeten Begriff wurde die Bezeichnung durch das Buch von Nassim Nicholas Taleb „Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“. Taleb bezeichnet Entdeckungen, geschichtliche Ereignisse und künstlerische Errungenschaften als schwarze Schwäne. Zu diesen Ereignissen zählen unter anderem die Entdeckung von Penizillin und die Entdeckung Amerikas. In den letzten Jahren gab es immer wieder Schwarze Schwäne, also unvorhersehbare Ereignisse: Der Zusammenbruch der Finanzmärkte, die Havarie des Atomkraftwerks von Fukushima, der Brexit, die Wahl Trumps. Wir leben in einer Ära der Unberechenbarkeit, in der Selbstverständlichkeiten zerbröseln und Unwahrscheinliches immer wahrscheinlicher wird. Der Schwarze Schwan ist der Sendbote einer neuen Zeit, in der die alten Wahrscheinlichkeiten nicht mehr gelten. (hzg)

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