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VinschgerWind

Jahresrückblick 2018

s4 B1Triumph

Der Vinschgau, zumindest im geografischen Vinschgau, der bekanntlich von der Töll bis zum Reschen reicht, hat bei den Landtagswahlen im Oktober insgesamt gut abgeschnitten. Gleich vier Kandidaten schaffen den Sprung in den Landtag. Neben dem amtierenden Landesrat für Landwirtschaft Arnold Schuler aus Plaus und dem amtierenden Regionalassessor Sepp Noggler aus Mals kommt mit der jungen Jasmin Ladurner aus Partschins bei noch unbekannter Polit-Blutgruppe frisches Polit-Blut für die SVP im Landtag. Mals entsendet gleich zwei Abgeordnete in den Südtiroler Landtag. Mit dem gebürtigen Malser und ehemaligen Generaldirektor des Landes Hanspeter Staffler bekommen die Grünen im Landtag mit einem Restmandat ihren 3. Sitz und mit Stafflers Know-how große Verstärkung.

Einschreibungen

... für 2019/2020 in den italienischen Kindergarten „Grillo parlante“ in Schlanders:
Mo., 14.01. – Mi., 16. 01.2019 von 9:00 – 14:00 Uhr. Do. 17. 01. und Fr. 18. 01. von 9:00 – 13:00 Uhr.

Richtig gestellt

s14 Ausstellung Laas 2Die Schützenkompanie Laas muss feststellen, dass in Ihrem Bericht von unsrerer Fotoausstellung einige Fehler aufgetreten sind. Die Fotos und Briefe der Ausstellung wurden alle von der Schützenkompanie Laas zusammengetragen wurden und nicht wie in Ihrem Bericht von Manfred Haringer und Tobias Wiesler. Manfred Haringer hat uns danach die Briefe transkribiert, außerdem haben wir von Manni und Tobias Wiesler die Uniformen, Helme und Dosen für die Ausstellung geliehen.

Ein Stück Heimat schenken

s14 Foto 1Vinschgau/Südtirol - Geschenkskörbe sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter, Verwandte oder Bekannte. Häufig aber sind in diesen Körben Lebensmittel zu finden, die über weite Strecken transportiert wurden und mit Südtirol nichts zu tun haben. Dabei bietet Südtirol selbst so vieles, ist die Südtiroler Bauernjugend überzeugt. „Bei der großen Auswahl von Südtirols Qualitätsprodukten, findet sicher jeder etwas für seinen Geschmack“, sind Wilhelm Haller, Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend und Angelika Springeth, Landesleiterin, überzeugt.
„Ein Korb gefüllt mit regionalen Produkten ist eine gute Gelegenheit etwas Besonderes zu schenken und die Vielfalt unserer Region sichtbar zu machen. Wer heimische Lebensmittel kauft, lässt nicht nur das Geld im Land, sondern hilft mit unnötigen Schwerverkehr zu vermeiden.“ Darüber hinaus trägt der Kauf heimischer Produkte wesentlich zum Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft bei. „Der Konsument kauft also nicht nur gute Produkte, sondern tut auch Gutes“, sind Haller und Springeth überzeugt.
„Roter Hahn“ bürgt für Qualität „made in Südtirol“.

Grünes Licht für E-Werk

s14 8415Glurns - Jeder einzelne im Glurnser Gemeinderat konnte zur Frage Stellung nehmen, ob die Rambach-Konsortial GmbH den Bau von Druckleitung und E-Werk am Rambach in Angriff nehmen soll. Einhellig war die Antwort: Ja.

von Erwin Bernhart

Ein Beschluss des Gemeinderates war nicht notwendig, aber jeder einzelne Gemeinderat hatte die Gelegenheit, sich zur Frage zur äußern, ob die Rambach-Konsortial GmbH ein E-Werk am Rambach errichten solle.

Jugendliche lernen Arbeitswelt kennen

s15sp23 Ortler Rinner Egger Tappeiner TschurtschenthalerSchlanders/JAV-Junges Aktives Vinschgau - Bis jetzt war es nicht möglich, dass Jugendliche unter 15 Jahren Erfahrungen in Betrieben sammeln konnten. Mit dem Dreijahresprojekt „JAV-Junges Aktives Vinschgau“, das 2017 gestartet wurde, sollen Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren die Möglichkeit erhalten, ganzjährig sich in der Berufswelt zu orientieren und eigene Kompetenzen zu erweitern. Bei einem ersten Treffen berichteten die Sozialdienste als Projektträger zusammen mit den Jugenddiensten als Projektpartner über die ersten Erfahrungen. Anwesend waren auch Vertreter von Schulen, Gemeinden, Genossenschaften und Betrieben als Kooperationspartner und Jugendliche, die an dem Projekt beteiligt waren. Wie Manuela Ortler, die Bereichsleiterin für Minderjährige in der Bezirksgemeinschaft, sowie Margot Tappeiner und Evelyn Rinner von den Sozialdiensten und Sanzio Myriam Egger vom Jugenddienst ausführten, ist das Projekt sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Betrieben gut angekommen. Insgesamt 36 Jugendliche haben im vergangenen Jahr mehr als 500 Stunden in verschiedenen Betrieben geleistet und positive Rückmeldungen gegeben. Hervorgehoben wurde, dass alles unkompliziert und flexibel abläuft. Jugendliche deponieren bei der Bezirksgemeinschaft oder bei den Jugenddiensten ihr Interesse. Insgesamt 36 Betriebe haben sich als Kooperationspartner gemeldet. Dabei sind Vereine, Gemeinden, Altersheime, Bibliotheken, Kitas, Sozialgenossenschaften, Hotels, Geschäfte und Handwerksbetriebe, auch eine Alm, ein Kulturhaus und die Werkstätte für Menschen mit Behinderung. Die Jugendlichen sind über das Projekt Unfall- und Haftpflicht versichert, erhalten keinen Lohn, aber eine Teilnahmebestätigung und Anerkennung. Sie können den gewünschten Betrieb selber aussuchen, auch bei mehreren Institutionen Erfahrungen sammeln und selber ihre Einsätze mit dem Betrieb vereinbaren. Die Jugendlichen werden bei dem Projekt von den Jugenddiensten begleitet und jeder Betrieb hat einen Ansprechpartner, einen Tutor, damit alles erfolgreich ablaufen kann. (hzg)

Die Friedensfahne über dem Untertappeinhof

Aus dem Gerichtssaal - Tappein am Schlanderser Sonnenberg hat eine bewegte Geschichte. Wir denken dabei nicht so sehr an die Sagen, die sich um den Hof ranken, wonach es dort nicht immer mit „rechten Dingen“ zugegangen sein soll. Einem der Tappeiner sagt man sogar nach, er hätte den Teufel in seine Dienste genommen und beim Bau seines neuen Stadels sowie bei der Pflasterung des Weges von Schlanders bis zu seinem Hof engagiert. Als der „Gottseibeiuns“ dann seinen Lohn einforderte, soll ihn der Tappeiner „geleimt“ haben. Seither „geistert“ es angeblich da oben. Nun, ausgesprochen friedlich läuft das Leben auf Tappein auch in neueren Zeiten nicht ab. Auslöser des heutigen „Unfriedens“ ist, wie schon die alten Römer wussten, die „vicinitas“ als „mater discordiarum“, also die zu enge Nachbarschaft als Mutter von Zwistigkeiten. Der sprichwörtliche Hund liegt schon einmal darin begraben, dass es zwei geschlossene Höfe, den „Untertappein“ – und den „Obertappeinhof“ gibt. Den letzteren kaufte im Jahre 1985 ein gewisser Müller Karlheinz aus Frankfurt zusammen mit einer ungeteilten Hälfte am „Untertappeinhof“. Dessen andere Hälfte erwarb im Jahre 1993 Lanthaler Erwin aus Passeier, der seither die Bewirtschaftung innehat. Nicht genau geklärt sind dabei die rechtlichen Bedingungen: Müller behauptet, die Bewirtschaftung durch Lanthaler erfolgte ohne Rechtstitel, Lanthaler hingegen ist der Meinung, dass ein zumindest mündliches Pachtverhältnis vorlag. Der Streit landete schließlich vor dem Gericht in Schlanders. Die Standpunkte konnten unterschiedlicher nicht sein, weswegen jede der Streitparteien die Zuweisung des Hälfteanteils der anderen verlangte. Diesen rechtlichen „Spagat“ hat nun der frühere Schlanderser Richter Alex Tarneller vor ein paar Monaten durch eine kluge Anwendung des Höferechts gelöst. Lanthaler konnte ohne Schwierigkeiten nachweisen, dass er über all die Jahre den ganzen „Untertappeinhof“ mit den dazugehörigen Grundstücken bewirtschaftet hatte, ohne dass Müller dagegen eingeschritten war. Und als tatsächlichem Bewirtschafter billigte ihm der Richter einen Vorzugstitel für die Zuweisung des Müllerschen Hälfteanteils zu. Allerdings musste Lanthaler dafür ordentlich in die Tasche greifen, denn er wurde zur Zahlung der Hälfte des Marktwertes verdonnert. Diesen hatte der vom Gericht beauftragte Sachverständige im Betrag von Euro 1.200.000 festgesetzt. Mit dieser Entscheidung haben sich beide Parteien mittlerweile abgefunden, denn Müller hat den Preis erhalten und Lanthaler ist auf Grund des rechtskräftigen Urteils als alleiniger Eigentümer des Untertappeinhofes im Grundbuch eingetragen. Seither weht zumindest dort die Friedensfahne. Das Kriegsbeil wurde allerdings gleich in unmittelbarer Nähe wieder ausgegraben!

Peter Tappeiner,
Rechtsanwalt 

 

Mein Frauenbild

Glosse - Kürzlich wurde mir vorgeworfen, ich vertrete eine falsche, frauenfeindliche Ideologie. Das kann doch nicht stimmen. Ich habe mir dieses Frauenbild durch die Aussagen großer Theologen und Denker zu eigen gemacht. Deshalb kann ich unmöglich falsch liegen. Folgende Aussagen, die ich bereits in den Internatsschulen gelesen habe, untermauern meine Einstellungen. Außerdem bin ich von der guten alten Zeit überzeugt.  
Zitate:
„Das Weib ist die Einfallspforte des Teufels“ (Kirchenvater Tertullian), „Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden“ (Martin Luther), „Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen“ (Johannes Chrysostomos, Kirchenlehrer), „Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen“ (Thomas von Aquin), „Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen“ (Kirchenvater Augustinus), „Ihr Frauen, ordnet euch den Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt!“ (Kolosser 3,18).
Das Christentum ist doch keine frauenfeindliche Ideologie? Oder? (aw)

Verpackungsabfall vermeiden, Zeit schenken

PM 101218 verpackungGut überlegte Geschenke machen Freude und schonen die Umwelt.Tipps für abfallarme Weihnachten gibt die Landesumweltagentur.

Berge von Verpackungsmaterialien unter dem Weihnachtsbaum und überfüllte Sammelbehälter entlang der Straßen: In der Weihnachtszeit steigt das Abfallvolumen stark an. Das muss nicht sein, betont die Landesagentur für Umwelt: "Es gibt viele gute Ideen, wie wir umweltbewusst Feiern und Schenken können", sagt Giulio Angelucci, Direktor im Amt für Abfallwirtschaft in der Landesumweltagentur. "Jeder kann durch intelligentes und kreatives Schenken unnötigen Verpackungsmüll vermeiden."

Abfall im Vorhinein vermeiden lässt sich, indem man auf Verlegenheitskäufe verzichtet und stattdessen gemeinsame Zeit schenkt – einen Gutschein für einen Ausflug, einen Theaterbesuch oder ein Abendessen. Aber auch, wenn man Gegenstände schenkt, gibt es viele Möglichkeiten, ohne viel Abfall Freude zu bereiten.

Bereits beim Einkauf der Weihnachtsgeschenke gilt: bewusst kaufen und auf Qualität, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit achten. Auch bei der Verpackung kann man mit Phantasie viel für die Umwelt tun: Alternativen zu Geschenkpapier sind textile Verpackungen (Stoffe, Schals etc.), beklebte Schachteln und Dosen, selbst gebastelte Verpackungen aller Art sowie Zeitungspapier oder Werbeprospekte. Gewisse Geschenke benötigen überhaupt keine Verpackung.

Will man dennoch auf Geschenkpapier zurückgreifen, sollte auf Folie oder Glanzpapier verzichtet und auf Umweltschutzpapier geachtet werden. Anstelle von Geschenkbändern aus Plastik können Naturbänder wie Bast oder Jute, Stoffbänder oder Wollreste verwendet werden. Auch Geschenkpapier mehrmals zu verwenden, spare nicht nur Geld, sondern auch Abfall, heißt es aus der Landesumweltagentur. Mit einem Radiospot, der auch auf der Soundcloud des Landes abrufbar ist, macht die Umweltagentur auf das Thema aufmerksam. 

mpi

Weiterhin grenzüberschreitender Nahverkehr Mals-Müstair

Bis Ende 2019 hat die Landesregierung den öffentlichen Busdienst zwischen Müstair-Cunfin-Mals und Martina-Cunfin-Nauders-Mals verlängert.

"Die Buslinie Müstair-Cunfin-Mals verbindet die Vinschger Bahn auch mit der Rhätischen Bahn, deren Engadiner Linie bis Zernez führt", sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Somit erreiche man Zürich von Meran aus in 5,5 Stunden, während man über die Verbindung über den Brenner und den Arlberg eine Stunde mehr brauche, sagt Mussner. Auf seinen Vorschlag hat die geschäftsführende Landesregierung am 4. Dezember beschlossen, die Vereinbarung für den Busdienst auf den Strecken Müstair-Mals und Martina-Nauders-Mals zwischen dem Land Südtirol, dem Kanton Graubünden, der PostAuto Schweiz AG und der SAD-Nahverkehrs AG zu bis Ende 2019 zu verlängern. Mussner wird die Vereinbarung in Kürze unterzeichnen. Genehmigt hat die Landesregierung somit den entsprechenden Fahrplan für die Busse der Linien 811 Zernez-Mals und den Fahrplan 273 Martina-Nauders-Mals.

Den grenzüberschreitenden öffentlichen Personenverkehr zwischen Südtirol und der Schweiz sieht Mussner als weiteren Schritt hin zur Weiterentwicklung nachhaltiger Verkehrsnetze und zur Internationalisierung im Sinne des Leitmotivs #südtirolverbinden. "Mit dem Busdienst, tragen wir vor allem auch zum Umweltschutz bei", erklärt der Landesrat.

Für den öffentlichen Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt Müstair-Mals bezahlt das Land für das kommende Jahr rund 376.394 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Gemäß Territorialprinzip übernimmt das jeweils zuständige Land die Transportkosten auf dem eigenen Gebiet.

Die Strecke zwischen Mals und Müstair ist für Inhaber der Fahrausweise des integrierten Tarifsystems Südtirols, also für Abo+, Südtirol Pass 65+, Mobilcard, Bikemobilcard und Museumobil Card sowie lokale Gästekarten, die die Mobilcard oder die Museumobil Card inkludieren und Freifahrausweise (z.B. Südtirol Pass free), im Fahrpreis enthalten. Alle anderen Fahrgäste müssen im Binnenverkehr zwischen Mals und Staatsgrenze, unabhängig von der Abfahrts– und Zielhaltestelle der Fahrt, einen Einzelfahrausweis zu 1,50 Euro (Inhaber der Südtirol Pass 1 Euro) lösen. Für grenzüberschreitende Fahrgäste gelten die von PostAuto Schweiz anerkannten Fahrausweise (u.a. schweizerisches General-Abonnement, Halbtax-Abonnement, Tageskarte Engadin, Tageskarte Schweizerischer Nationalpark).

Die Strecke zwischen Mals und Martina ist für Inhaber der Fahrausweise des schweizerischen Tarifsystems, wie Generalabonnement (inklusive Bündner Generalabonnement), Halbtaxabonnement mit entsprechendem streckenbezogenen Fahrausweis, touristische Angebote wie Engadin Scuol Mobil, Engadin Val Müstair Mobil, Wellness inklusive und Graubünden PASS, im Fahrpreis enthalten. Alle anderen Fahrgäste müssen im Binnenverkehr und für grenzüberschreitende Fahrten einen Fahrausweis des integrierten Tarifsystems Südtirols lösen.

SAN

Energiepolitik: Gemeinden am Ruder

PM 071218 energieMit dem Verkauf von 8,07 Prozent der Alperia-Aktien an die Selfin hat das Land laut LH Kompatscher den letzten Akt zur Umsetzung der Stromvereinbarung gesetzt.

"Wir werden wohl künftig nicht mehr von der Landesenergiegesellschaft Alperia, sondern von der Gemeindenenergiegesellschaft sprechen", brachte Landeshauptmann Arno Kompatscher die Bedeutung der Vertragsunterzeichnung auf den Punkt, die heute Mittag (6. Dezember) im Landhaus 1 in Bozen vorgenommen wurde. Landeshauptmann Kompatscher und Selfin-Präsident Sebastian Helfer unterzeichneten den Kaufvertrag, mit dem das Land 8,07 Prozent der Alperia-Aktien um 78,6 Millionen Euro an die Energiegesellschaft Selfin abtritt. Südtirols Gemeinden halten nach der heutigen Unterzeichnung des Kaufvertrags mit dem Land die Mehrheit der Alperia-Aktien.

Landeshauptmann Kompatscher sprach von einem "politisch wichtigen Moment". Mit der heutigen Unterschrift sei der letzte Akt zur Umsetzung der energiepolitischen Strategie der Landesregierung gesetzt worden, die auf eine stärkere Einbeziehung der Gemeinden und mehr Effizienz abziele.    

Als "sehr gutes Ergebnis langer Verhandlungen" bezeichnete Selfin-Präsident Helfer den Vertragsabschluss, der die Effizienz steigere und die Rolle der Gemeinden in der Energiepolitik stärke. "Einziger Wermutstropfen ist, dass nicht alle 116, sondern nur 114 Gemeinden mit im Boot sind", bedauerte der Ratschingser Bürgermeister.

Als "guten Abschluss der langen Geschichte der 'Stromrückholung'" bezeichnete hingegen Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer die Übernahme der Aktien durch die Gemeinden.

Die Landesregierung hatte den Verkauf von 60.528.190 Aktien der öffentlichen Energiegesellschaft Alperia AG an die Selfin GmbH um einen Gegenwert von rund 78,6 Millionen Euro Mitte Oktober beschlossen. Bislang war das Land im Besitz von 54,45 Prozent der Alperia-Aktien, nunmehr sind es mit 46,38 Prozent weniger als die Hälfte der Aktien. Selfin, sprich die 112 Südtiroler Gemeinden, hielt Aktien von Alperia im Ausmaß von 3,55 Prozent. Weitere Aktionäre von Alperia sind die Gemeinde Bozen (21 Prozent) und die Gemeinde Meran (21 Prozent). 

jw

AUSZEICHNUNG FÜR DIE PHAGENTHERAPIE: PHAGOMED GEWINNT DEN ÖSTERREICHISCHEN GRÜNDERPREIS PHÖNIX 2018

 PM 041218 phoenixWien, 4. Dezember 2018: Das Wiener Biotech-Unternehmen PhagoMed Biopharma GmbH wurde gestern mit dem Österreichischen Gründerpreis Phönix 2018 in der Kategorie „Start-Up International“ ausgezeichnet. Die Verleihung würdigt die Entwicklung von Antibiotika-Alternativen auf Basis von natürlichen Viren, sogenannten Phagen, am Standort Vienna Biocenter. PhagoMed wurde von einer hochkarätigen Jury als Preisträger ausgewählt und bekam die Auszeichnung von Bundesministerin Dr. Margarete Schramböck und Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann im Rahmen einer Gala überreicht.
    
    
    Die PhagoMed Biopharma GmbH (PhagoMed) arbeitet an der Lösung der Antibiotika-Krise, der weltweiten Zunahme von Resistenzen gegen diese einst so wirksamen Therapeutika. Das Unternehmen entwickelt dazu Arzneimittel auf Basis von natürlichen Viren, sogenannten Phagen, die ausschließlich Bakterien befallen und zerstören. Phagen sind daher ein vielversprechender Ansatz, um bei multiresistenten Infektionen neue Heilungsmöglichkeiten zu schaffen. Tatsächlich gelang es den Mitgründern von PhagoMed bereits, sie im Rahmen von experimentellen Heilversuchen in Deutschland erfolgreich anzuwenden.
    
    Das große Potenzial dieser Technologie und ihre hohe gesundheitspolitische Relevanz überzeugten auch die hochkarätig besetzte Jury des Österreichischen Gründerpreises Phönix, der dieses Jahr zum 5. Mal ausgeschrieben wurde. Vergeben wird er gemeinsam von den Bundesministerien für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie für Bildung, Wissenschaft und Forschung.  Geehrt werden damit junge und erfolgreiche Unternehmen, die Vorzeigemodelle für exzellente Forschung und Vorbilder für gelungene (Aus-)Gründungen sind. So setzte PhagoMed sich in dem heiß umkämpften Wettbewerb durch und bekam gestern den Gründerpreis Phönix 2018 in der Kategorie „Start-Up International“ überreicht. In dieser wird das beste Unternehmen prämiert, dessen Geschäftsidee im Ausland entstand und durch Unternehmensgründung in Österreich umgesetzt wurde.
    
    „Wir freuen uns sehr. Der Preis ist eine großartige Bestätigung für unsere Vision, die in anderen Ländern bereits etablierte Phagentherapie in der westlichen Medizin einzuführen“, sagt Dr. Lorenzo Corsini, Mitgründer & Ko-Geschäftsführer von PhagoMed. „Die Kategorie „Start-Up International“ spiegelt die Internationalität unseres Unternehmens wider. Mitglieder unseres Gründungsteams sind weiterhin in Deutschland klinisch tätig und unsere Produkte werden zusammen mit renommierten Forschungsinstitutionen in Deutschland und Belgien entwickelt.“
    
    Einen besonderen Fokus legt PhagoMed dabei auf die Behandlung von Infektionen künstlicher Gelenke wie z.B. Hüftprothesen. Solche Infektionen sind derzeit schwer zu behandeln, da diese häufig von multiresistenten Bakterien verursacht werden. Diese bilden zudem oftmals einen als Biofilm bezeichneten Belag, der die Wirkung von Antibiotika zusätzlich reduzieren kann. Gerade bei solchen Infektionen stellen Phagen daher eine vielversprechende Alternative dar, da Phagen in der Lage sind, bakterielle Biofilme abzubauen und dabei die multiresistenten Bakterien zu töten. Die Entwicklungsprogramme von PhagoMed werden seit diesem Jahr unter anderen auch von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Austria Wirtschaftsservice (aws) unterstützt. Dort erkannte man ebenfalls die Notwendigkeit, an Lösungen für die Antibiotika-Krise zu arbeiten – und das Potenzial der Phagentherapie als Alternative zu Antibiotika.
    
    TED Talk zu Phagen veröffentlicht
    
    Auch in den USA wird die Phagentherapie zunehmend als Chance erkannt. So wurde PhagoMeds zweiter Ko-Geschäftsführer Alexander Belcredi vor Kurzem von der amerikanischen Plattform TED ausgewählt, einen Vortrag über Phagen und Phagentherapie zu halten. Der TED Talk wurde Anfang Oktober in Toronto, Kanada aufgenommen und Mitte November auf TED.com veröffentlicht (go.ted.com/alexanderbelcredi). In dem Vortrag erzählt Alexander Belcredi von seiner persönlichen Entdeckungsreise in die Welt der Phagen sowie von dem Potenzial der Phagentherapie als Lösungsansatz für die Antibiotika-Krise. Knapp zwei Wochen nach Veröffentlichung hatten bereits mehr als 600.000 Menschen den TED Talk gesehen.
    
    
    Über PhagoMed Biopharma GmbH
    PhagoMed Biopharma GmbH ist ein auf die Entwicklung von zugelassenen humantherapeutischen Anwendungen der Phagentherapie spezialisiertes Biotech-Unternehmen. Ihre Entwicklungsprogramme basieren sowohl auf den Behandlungserfahrungen der klinischen Mitgründer mit Phagen im Rahmen von experimentellen Heilversuchen als auch auf Forschungskollaborationen mit hochrenommierten Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen in Deutschland (Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Braunschweig sowie Justus-Liebig-Universität Gießen) und Belgien (Universität Ghent). Seit Gründung im November 2017 hat die Firma mehr als €4 Millionen an öffentlichen Förderungen und privaten Investments eingeworben. PhagoMed wird unter anderem von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) sowie der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) unterstützt. Derzeit arbeiten 10 hochqualifizierte Wissenschaftlicher an den Entwicklungsprogrammen, darunter sechs hochqualifizierte Mitarbeiter am Campus Vienna Biocenter in Wien.
    
    Über Phagen
    Phagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien befallen. Phagen vermehren sich, indem sie Bakterien mit ihrer DNA infizieren und dann die Bakterienzelle zur Herstellung neuer Phagen umprogrammieren. Sobald ausreichend neue Phagen produziert wurden, zerstören die Phagen mittels eigens produzierter Enzyme die Bakterienzellwände und führen so zum Zelltod. Individuelle Phagen wirken nur gegen ein sehr eingeschränktes Spektrum an Bakterien (typischerweise nur innerhalb einer Spezies). Diese Kombination aus hoher Selektivität und gleichzeitig hoher Effektivität in der Tötung von Bakterien macht Phagen zu einer hochinteressanten
    Alternative zu Antibiotika bei der Behandlung bakterieller Infektionen.
 

Grenzenlose Lawinenvorhersage: Ab Montag täglich online

PM 301118 lawinenDie neue grenzüberschreitende Lawinenvorhersage für die gesamte Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino kann ab Montag (3. Dezember) täglich eingesehen werden

Nach drei Jahren intensiver Arbeit ist es nun soweit: Die neue Lawinenvorhersage für die gesamte Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino wird unter der Internetadresse www.lawinen.report am Montag (3. Dezember) ab 17 Uhr in Gang gesetzt. Sicherheitsrelevante Informationen zur Schnee- und Lawinensituation, umfassende Daten und Messwerte sowie Hintergrundinformationen und eine konkrete Einstufung der Lawinengefahr vernetzen erstmals die drei Euregio-Länder unter dem ProjektnamenAlbinaund setzen neue Maßstäbe im Bereich der grenzüberschreitenden Lawinenvorhersage.

Die Lawinenwarndienste der Euregio-Länder Tirol, Südtirol und Trentino haben sich zusammengeschlossen, um in Zusammenarbeit mit der Europaregion und dem Institut für Geographie und Regionalforschung an der Universität Wien ein neuartiges grenzüberschreitendes Projekt auszuarbeiten. Dies sei ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Europaregion im Sinne der Menschen vernetzt, freuten sich Landeshauptmann Arno Kompatscher, sein Tiroler Amtskollege Günther Platter und der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti bei der Vorstellung am 19. November im Zivilschutzzentrum in Bozen.

"Der neue Lawinenlagebericht", unterstreicht Euregio-Präsident und Landeshauptmann Kompatscher, "bringt mit der Bündelung der Erfahrung und des Wissens von Expertinnen und Experten einen Gesamtüberblick mit deutlichem Mehrwert für die Nutzerinnen und Nutzern". Von besonderem Vorteil und Nutzen ist, dass die Prognosen statt wie früher am Morgen des jeweiligen Tages jetzt bereits am Vortag gegen 17 Uhr veröffentlicht werden.

"Durch die Zunahme der Freizeitaktivitäten waren wir gefordert, die Warnsysteme weiter auszubauen und zu entwickeln", erklärt Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler:  "Ziel dieses Leuchtturm-Projektes ist es, den Bürgerinnen und Bürgern die modernste Lawinenwarnung zur Verfügung zu stellen und dieses geballte Know-how auch grenzüberschreitend zu teilen."

Auch die Neuen Medien werden in dieser neuartigen Lawinenvorhersage entsprechend berücksichtigt: So erleichtern standardisierte Schnittstellen zu Medien und sozialen Netzwerken die Verbreitung des neuen Lawinenlageberichts. Außerdem können Informationen auch aus dem von den drei Ländern betriebenen Blog sowie über Social-Media-Kanäle und WhatsApp bezogen werden.

Konkret bietet www.lawinen.report Lawinenprognosen in Grafik und Text sowie relevante Informationen zu Schneehöhe, Neuschnee, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind sowie Hintergrundinformationen zu Gefahrenstufen und –mustern, erklären die Leiterin des Hydrographischen Amtes Michela Munari und ihre Amtskollegen Rudi Mair (Tirol) und Alberto Trenti (Trentino).

Federführend koordinierend sind Christoph Mitterer und Norbert Lanzanasto vom Tiroler Lawinenwarndienst für den neuen Lawinenwarnbericht verantwortlich. Die Kosten belaufen sich auf 915.000 Euro, 676.000 Euro davon sind Interreg-Mittel.

Die Website www.lawinen.report steht auch in der italienischen und englischen Version www.valanghe.reportundwww.avalanche.report zur Verfügung.   

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