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VinschgerWind

ASGB: Das Schweigen der SAIM GmbH

PM 200818 asgb„Wir sind phänomenal schnell unterwegs.“ Diese Worte fand die Präsidenten, der dem Sanitätsbetrieb unterstellten Informatikgesellschaft SAIM GmbH, Andrea Kdolsky, im Oktober vergangenen Jahres in Bezug auf die einheitliche Vormerkstelle für Facharztvisiten. An gleicher Stelle versprach die Verantwortliche für die Digitalisierung in den Südtiroler Spitälern die Bevölkerung über die Arbeiten der SAIM GmbH und deren Fortschritte regelmäßig zu informieren. Dies erklärt der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, in einer Presseaussendung.

Dabei, so Tschenett, datieren die letzten Informationen der SAIM GmbH auf ihrer Internetpräsenz ebenfalls vom Oktober vergangenen Jahres und auch Frau Kdolsky hat in der Zwischenzeit nicht mit öffentlichen Erklärungen auf sich aufmerksam gemacht. „Transparenz scheint in dieser Hinsicht von der SAIM GmbH nicht großgeschrieben zu werden. Vor allem weiß niemand, ob die Arbeiten stagnieren oder ob Fortschritte gemacht werden. Eine ehemalige Gesundheitsministerin sollte eigentlich wissen, dass die Führungsebene von Gesellschaften öffentlichen Interesses ihrer Mitteilungspflicht nachkommen sollte, vor allem wenn es um so kostenintensive Bereiche wie die digitale Reform im Sanitätssektor geht und sich der Werbeslogan Gemeinsam gestalten wir die neue Südtiroler Sanität…‘ nennt“, schreibt der ASGB-Chef, der von der SAIM GmbH dezidiert fordert offenzulegen, wie weit die Arbeiten zur digitalen Reform inzwischen fortgeschritten sind und wann mit der Implementierung der verschiedenen Maßnahmen zu rechnen sein wird.

„Ich denke nicht, dass es zu viel verlangt ist die Bevölkerung, aber auch die Sozialpartner in die Arbeiten der SAIM GmbH näher miteinzubinden, denn eventuelle Nachlässigkeiten oder Verzögerungen betreffen uns dann auch alle“, schließt Tschenett.

Gesundheit und Verkehr: Süd-Tiroler Freiheit stellt die zwei letzten Kernthemen ihres Wahlprogrammes vor.

PM 200818 STF Gesundheit Verkehr

Tirol-Puzzle nun vollständig.

Gesundheit, Lkw-Verkehr & Mobilität: Dies sind die zwei letzten der insgesamt fünf Kernthemen, auf die die Süd-Tiroler Freiheit im Landtagswahlkampf setzt. Vorgestellt wurden sie heute in Bozen auf einer Pressekonferenz – bildlich als zwei Teile eines insgesamt fünfteiligen Puzzles, das nun vollständig ist und ganz Tirol ergibt.

Beide Kernthemen wieder mit aussagekräftiger Überschrift und fünf Forderungen.

Wie die bereits vorgestellten Kernthemen eins bis drei (Identität, Zuwanderung, Selbstverwaltung) sind auch die Kernthemen vier und fünf jeweils mit einer aussagekräftigen Überschrift versehen. So heißt es: „Gesundheit: Wir machen das Gesundheitswesen wieder fit!“ und „Lkw-Verkehr & Mobilität: Wir bringen den Verkehr auf Schiene!“

Mit der Aussage „Wir machen das Gesundheitswesen wieder fit!“ spielt die Süd-Tiroler Freiheit auf das nach ihren Angaben „krankende Gesundheitswesen“ an, das es demnach zu „entkranken, also zu  zu kurieren“ gelte. Die Situation beschreibt die Süd-Tiroler Freiheit folgendermaßen: „Die Gesundheitsversorgung in Süd-Tirol ist in den letzten Jahren spürbar schlechter geworden. Ärztemangel; lange Wartezeiten; Ärzte, die nicht Deutsch sprechen und Geburtenabteilungen, die schließen.“

Letztlich um die Gesundheit geht es auch beim Thema Verkehr & Mobilität, besonders beim Lkw-Verkehr. Diesen will die Süd-Tiroler Freiheit buchstäblich „auf Schiene bringen“, denn, so wörtlich: „Der Lkw-Verkehr über den Brenner nimmt ständig zu. Lärm und Abgase machen krank und die ständigen Staus schaden unserer Wirtschaft. Es braucht gezielte Maßnahmen zur Reduzierung der Verkehrsbelastung.“

Jedes Thema beschränkt sich im Kurzprogramm auf fünf Forderungen.

Kernthema Gesundheit: Wir machen das Gesundheitswesen wieder fit.

Nachstehend die Forderungen der Süd-Tiroler Freiheit zum Kernthema Gesundheit:

  • Erhalt der Bezirkskrankenhäuser.
  • Kürzere Wartezeiten in Krankenhäusern und bei Visiten sowie freie Arztwahl.
  • Verwendung der deutschen Sprache (bei Arztgesprächen, von Befunden, auf Beipackzetteln, in Pflegeheimen).
  • Anreize für die Rückkehr der Jungärzte und Pflegekräfte nach Süd-Tirol sowie Facharztausbildung in Süd-Tirol.
  • Verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und dem Rettungswesen in Nord-, Ost- und Süd-Tirol.

Kernthema Lkw-Verkehr & Mobilität: Wir bringen den Verkehr auf Schiene.

Die Forderungen der Süd-Tiroler Freiheit zum Kernthema Lkw-Verkehr & Mobilität lauten:

  • Verringerung des Lkw-Transits durch ein Gesamt-Tiroler Verkehrskonzept: Erhöhung der Lkw-Maut, verpflichtende Güterverlagerung auf die Schiene, Nachtfahrverbote, Blockabfertigung.
  • Gesamt-Tiroler Öffi-Ticket zur Benutzung von allen Verkehrsmitteln in der Europaregion Tirol.
  • Ausbau der Bahn: Reschenbahn, Überetscher Bahn, Tauferer Bahn.
  • Direkte Zugverbindung von Bozen nach Wien sowie Reaktivierung der Zugverbindung Lienz-Innsbruck.
  • Lärmschutz für Wohngebiete.

Tirol-Puzzle nun vollständig – Süd-Tiroler Freiheit setzt auch auf weitere Themen.

Das Puzzle der Süd-Tiroler Freiheit mit den Kernthemen für die Landtagswahl ist nun vollständig. Alle fünf Themen auf einen Blick lauten somit: Identität, Zuwanderung, Selbstverwaltung, Gesundheit, Lkw-Verkehr & Mobilität. Weitere Themen, auf die die Bewegung setzt, sind Soziales, Wirtschaft, Bildung, Digitalisierung, Umwelt und Energie, Landwirtschaft sowie Jugend. Thematisch sieht sich die Süd-Tiroler Freiheit breiter aufgestellt denn je. Zentral und allen Themen übergeordnet bleibt ihre Forderung nach der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. In diesem Sinne versteht sich auch der Wahlspruch „Wir. Machen. Unabhängig!“.

Die ausführliche Version des Wahlprogramms der Süd-Tiroler Freiheit, das somit nicht nur die Kernthemen, sondern alle Themen umfasst, kann auf der Internetseite der Bewegung heruntergeladen werden.

Das Herzstück

s7 6924Goldrain - Zwischen Schlanders und Latsch, auf der Höhe der Zugkreuzung in Richtung Goldrain, entsteht ein „Meilenstein“, ein „Herzstück“ für die Stromversorgung - eine sog. Primärkabine, die Strom von der Hochspannungsleitung zapfen und viele Bedürfnisse befriedigen wird. Die Versorgungssicherheit steht im Vordergrund und der Strom für den Vinschger Zug.

von Erwin Bernhart

In Goldrain entsteht ein Pilotprojekt, wie es in Italien kein vergleichbares gibt. Ein Meilenstein.

Politisch unsensibel

s2 erwin 2854Gleich zweimal hintereinandner gab sich der Landeshauptmann innerhalb einer Woche im Vinschgau die Ehre: Bei der Einweihung des Tauferer Rathauses und dann beim Spatenstich in Goldrain für das neue Umspannwerk. Wir Vinschger haben a Freud’, wenn der LH mal vorbeischaut. Die Bedeutung des Umspannwerkes bzw. der Primärkabine in Goldrain beschreiben wir in der aktuellen Titelgeschichte ausführlich. Die Bedeutung für die Stromversorgung, für die Stromsicherheit, für die künftige Versorgung des Vinschgerzuges mit Strom bleibt unangetastet. Es ist auch eine Vinschger Geschichte, eine gemeindeübergreifende und was den Zug betrifft für’s gesamte Tal.
Allerdings hat man bei den Einladungen zum symbolträchtigen Spatenstich gepatzt. Man hat nämlich „vergessen“, die Bezirksgemeinschaft bzw. den Präsidenten der Bezirksgemeinschaft einzuladen. Auch hat man „vergessen“, eine Vertretung des Vinschgauer Energiekonsortiums VEK einzuladen. Das mag kleinlich klingen, ist aber durchaus im Sinne eines „gemeinsamen“ Vinschgaus von Bedeutung. Wer auch immer eingeladen hat, er hat unklug gehandelt. Nicht auf die Einladungen gedrängt, wahrscheinlich nicht einmal daran gedacht, hat zudem einer, der sich anschickt, für den Landtag kandidieren zu wollen: Dieter Pinggera. Und dies obwohl er Vizepräsident der Bezirksgemeinschaft ist und dies obwohl er im Verwaltungsrat des VEK sitzt. Pinggera will offensichtlich ausschließlich mit den Vorzugsstimmen aus seiner Heimatgemeinde Schlanders in den Landtag gelangen.
Jedenfalls sind die Nichteinladungen politisch äußerst unklug. Das Signal könnte politisch dümmer nicht sein: Eine Spaltung zwischen Unter- und Obervinschgau.

Bauleitplanänderung und Umstrukturierungsplan

s4sp123 dorf stadtSchlanders - Die Gemeindeverwaltung von Schlanders ist seit Jahren dabei, auf dem 4 ha großen Kasernenareal die baurechtlichen Voraussetzungen für ein neues, grünes Dorfviertel zu schaffen.

von Heinrich Zoderer

Es ist das größte Wohnbauprojekt im Tal und wird das Bild von Schlanders für die nächsten Jahrzehnte prägen. Im Leitbild „Schlanders 2020“ ist die Rede vom „Städtischen Dorf – Dörflicher Stadt“.

SVP free solo - Wo bleibt die Opposition?

s5sp34 2753Mals - Der Gemeinderat in Mals gab am 30. Juli ein erbärmliches Bild. Von 18 Gemeinderäten sind 10 erschienen - die 6 Oppositionsvertreter der Offenen Gemeindeliste Mals fehlten komplett - entschuldigt zwar, aber der Gemeinderat war insgesamt mehr Geist als Fleisch. Sommer- und Urlaubszeit hin oder her.

Wegmann ist Kölli-Kandidat

s5 2453Schluderns/Bozen - Nun ist es offiziell: Der ehemalige Bügermeister von Schluderns, der sich in den vergangenen Wochen bedeckt gehalten hat, ist Kandidat für den Südtiroler Landtag. Wegmann kandidiert auf der Liste von Paul Köllensperger. Köllensperger ist aus der Bewegung 5-Stelle hinauskomplimentiert worden, nachdem er allein über die Zusammenstellung der Kandidaten in Südtirol auf der 5-Stelle-Liste bestimmen wollte.
„Erwin Wegmann ist seit jungen Jahren aktiv politisch tätig und hat über 10 Jahre Erfahrung als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde gesammelt. “Ich möchte mit meiner Kandidatur in dieser  neuen Sammelbewegung mithelfen, mit den  MitbürgerInnen eine ergebnisorientierte, politische Veränderung in Südtirol herbeizuführen. Mein besonderer Einsatz wird der nachhaltigen,  ökologischen Mobilität, sowie der nachhaltigen, umweltschonenden Energieerzeugung angehören. Meine Erfahrung als Bürgermeister auf der Ebene des leistbaren Wohnens sowie der allgemeinen Verteilungsgerechtigkeit werde ich konsequent für alle MitbürgerInnen einbringen.”

Unerwartet im Rampenlicht

s5 herzlStilfs/Bozen - Es sei ein regelrechter Tornado im Freundeskreis losgebrochen, nachdem ihre Landtagskandidatur bekannt geworden sei, erklärt die 74-jährige Maria Federica  (Ricky) Herzl aus Stilfs. Viele hätten sie gefragt, warum sie sich das antue. Dem Vinschgerwind erklärte sie: „Ich mache einfach mit, ich helfe aus, damit die Frauen-Lücke in der SVP geschlossen wird. Und es ist überhaupt noch nicht ganz fix. Erst bei der Sitzung am 9. August  erfolgt die offizielle Kür.“  Die SVP-Bezirksleitung war unter Druck geraten, nachdem Elfi Kirmaier aufgeben musste. Sie konnte die italienische Staatsbürgerschaft nicht rechtzeitig erlangen. Die Suche nach einer Kandidatin (wegen der Frauenquote) ging also weiter. Nachdem Kirmaiers unterlegene Konkurrentin bei den SVP-Ortsausschuss-Wahlen, Sonja Platzer, nicht Lücken-Büßerin sein wollte, genauso wie andere SVP-Frauen auch nicht,  trat nun Herzl unerwartet ins Rampenlicht. Sie nimmt das Ganze mit Humor: „Was habe ich in meinem Alter schon zu riskieren!“ Geld für Wahlkampf kann sie nicht ausgeben, denn sie lebt von einer bescheidenen Rente. Ansprechen will sie Probleme der Frauen und speziell der Seniorinnen.  (mds)

Kolping als AKTIONSgemeinschaft

s14sp1 kolping aktionKolping im Vinschgau - Letztes Mal führte ich aus, dass Kolping grundsätzlich Gemeinschaft bedeutet. Ob als Glaubens-, Aktions-, Bildungs-, oder Lebensgemeinschaft, immer geht es um Gemeinschaft.
Heute nun Näheres über AKTIONSgemeinschaft. Sehen, Urteilen und Handeln, dies ist ein Leitprinzip der katholischen Soziallehre. Das einzelne Mitglied, aber auch Kolping als Ganzes ist immer wieder aufgefordert, die Wirklichkeit in den Blick zu nehmen, Beurteilungsmaßstäbe für die erlebte Wirklichkeit zu erarbeiten und dann aber auch konkret an der Überwindung der erkannten Probleme mitzuarbeiten
Als Christen tragen die Kolpingmitglieder eine Mitverantwortung für die Gestaltung der Gesellschaft. Sie können daher nicht bei der Kritik an den Unvollkommenheiten stehen bleiben, sondern haben den Auftrag, aktiv diese Welt mitzugestalten. Kolping hat sich in seiner ganzen Geschichte dadurch ausgezeichnet, dass es  sich aktiv an der Lösung sozialer Probleme beteiligt .Die Bereitschaft zum konkreten Engagement bei der Mitwirkung an der Lösung der sozialen Probleme beschränkt sich dabei nicht nur auf die lokale Ebene, sondern schließt auch soziale Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene mit ein.
Auch das Selbstverständnis einer Kolpingsfamilie als Solidargemeinschaft kann immer wieder konkrete Initiativen und Aktionen erfordern, um den Mitgliedern bei der Bewältigung der Alltagsprobleme zu helfen und einzelnen Mitgliedern in besonders schwierigen Lebenssituationen beizustehen. Dies erfordert eben:AKTION!

Orgelkonzerte in Prad

s14sp4 orgelkonzEin erstes Orgelkonzert mit Don Mario Pinggera findet in der Pfarrkirche von Prad am 12. August um 17.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei und freiwillige Spenden werden für die Restaurierung des Widums Prad gern angenommen. Ein zweites Orgelkonzert mit Marian Polin findet am 16. September ebenfalls in der Pfarrkirche Prad um 20.00 Uhr statt. Orgnaisiert werden die Konzerte vom Tourismusverein Prad und dem Bildungsausschuss Prad, unterstützt von der Raika Prad-Taufers.

Vorbildlich: Imker schützt Bienen gegen Bären

s15sp23 6597Eyrs - Im Eyrser Wald am Nördersberg, unterhalb der „Kanzeln“ an der Grenze zum Laaser Wald stehen einige Bienenstöcke. Weitläufig eingerahmt sind sie von einem Elektrozaun. Die Litzen sind an Holzpflöcken entlang mannshoch gezogen. Neben den Bienenstöcken „tickt“ ein Elektrozaungerät. Die Umzäunung habe er vor etwa 12 Jahren errichtet, sagt der passionierte Imker Egon Borghi aus Eyrs. Seit mehr als 53 Jahren ist der 78-jährige Borghi Imker, er war lange Zeit auch als Wanderlehrer in Sachen Imkerei unterwegs. Den Zaun hat er zum Schutz gegen Bären eingerichtet. Seit 12 Jahren sei nichts passiert, sagt Borghi. Und dies obwohl der eine oder andere Bär an den Bienenstöcken vorbeigezogen sei. Zuletzt wurden etwa vor einem Monat Bärenspuren in der Nähe der Bienenstöcke entdeckt. Im Laaser Tal und auf dem oberen Leger  ist ein Bär gesichtet worden.
Seit der erste Bär im Jahr 2005 in Südtirol vom Trentino eingewandert und aufgetaucht ist, hat man sich im Amt für Jagd und Fischerei Gedanken auch um den Schutz von Bienenstöcken gemacht. Fündig ist man bei den Nachbarn im Trentino und in der Schweiz geworden. Das Amt für Jagd und Fischerei hat kostenlose „Kits“, also ein Elektrozaungerät, stromleitende Litzen und Isolatoren und ein Testgerät, an interessierte Imker ausgegeben. Borghi war einer der ersten, der  sich ein solches Kit zugelegt und installiert hat. Auf diese Möglichkeit aufmerksam hat ihn der Förster Klaus Bliem gemacht und Bliem war auch beratend zur Seite, wenn es ums Aufstellen gegangen ist.
Heute sei es so, dass das Amt für Jagd und Fischerei einen Beitrag von bis zu 70 Prozent der anerkannten Kosten auf ähnliche Umzäunungskits vergibt.
Bliem erklärt, dass vermutet werde, dass es nicht so sehr der Honig sei, der die Bären  anlocke. Vielmehr sei die Bienenbrut eine willkommene und unwiderstehliche Eiweißquelle für die Bären.
Borghi ist mit seiner Elektrrozaun-Installation zufrieden und sagt im Hinblick auf seine jahrzehntelangen Erfahrungen in der Imkerei  mit einem Augenblinzeln: „Gemessen an den Umweltschäden wegen des Spritzens oder anderer Übergriffe von Leuten, kann der Bär noch einige Bienenstöcke umwerfen.“ Allerdings sagt Borghi auch, dass es im Laufe der Jahre besser geworden sei. (eb)

Sponsorvertrag erneuert

s15 4X8A4707Partschins - Der Sponsorvertrag zwischen dem Tourismusverein und der Raiffeisenkasse Partschins wurde für das laufende Jahr erneuert. Raiffeisenkasse-Obmann Christian Ungerer und Präsident Hans Weiss besiegelten diesen mit ihrer Unterschrift am 24.07.2018. Die Raiffeisenkasse wird als wichtiger Partner des Tourismusvereins gesehen und die finanzielle Unterstützung kommt nicht nur dem örtlichen Tourismus zugute, sondern mit den vielen Veranstaltungen, Projekten und Aktionen auch den Einheimischen. Die der Raiffeisenkasse dokumentierten Unterlagen weisen auf eine rege Tätigkeit des Tourismusvereins hin, vom Projekt „Gsund bleibm! Salute! Take care!“, bis zur Steigerung der Attraktivität der Urlaubsdestination und ständiger Weiterentwicklung des Ferienortes. Hans Weiss bedankt sich für die wichtige Unterstützung bei der Raiffeisenkasse, mit welcher der Tourismus in Partschins und die Tätigkeiten des Tourismusvereins wertgeschätzt werden.

Südafrikanischer Käse mit Südtiroler Wurzeln

s14sp234 7285Schleiser Alm - Nachdem 2015 bereits zwei tibetische Landwirtschaftsschüler auf der Schleiser Alm ein Praktikum absolvierten, ist heuer Maria van Zyl, eine Studentin aus Kapstadt für einige Zeit auf der Schleiser Alm, um die Tier- und Stallpflege, vor allem aber die traditionelle Käseherstellung mitzuerleben.

von Emauel Abertegger

Maria ist in Südafrika geboren und aufgewachsen und entdeckte nach der Oberschule ihr Interesse für die Herstellung und die Herkunft von Lebensmitteln.

Schlupfloch für Schlaumeier

Aus dem Gerichtssaal - Alles begann damit, dass im Jahre 2003 auch in Italien der Punkteführerschein eingeführt wurde. Damit verbunden waren bei Übertretung der Straßenverkehrsordnung je nach Schwere der Tat ein Abzug vom „Guthaben“ von insgesamt 20 Punkten, das jedem Führerscheininhaber zusteht. Falls die Polizei dem Verkehrssünder die Übertretung persönlich vorhalten kann, kein Problem. Die auch rechtlichen Schwierigkeiten ergeben sich jedoch in den relativ häufigen Fällen, in denen die Identität des „Sünders“ nicht festgestellt werden kann, weil dieser beispielsweise nur „geblitzt“ wurde. Die Polizei kann über das Kennzeichen zwar den Halter des Fahrzeuges, nicht jedoch dessen tatsächlichen Lenker ausforschen. Daher wird die bloß „geblitzte“ Übertretung dem Eigentümer vorgehalten und dieser gleichzeitig aufgefordert, innerhalb von 60 Tagen den tatsächlichen Lenker zu benennen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, wird er mit einem Bußgeld von derzeit 286,00 Euro belegt. Eine frühere Bestimmung der St.V.O., wonach im Falle der unterlassenen „Denunziation“ der Eigentümer als überführt angesehen und persönlich belangt werden konnte, wurde vom Verfassungsgericht aufgehoben. Wenn der Fahrzeughalter auf die Aufforderung der Polizei jedoch in der Weise reagiert, dass er angibt und auch glaubhaft machen kann, dass das Fahrzeug mehreren Personen zur Nutzung  zur Verfügung steht und er sich außerstande sieht anzugeben, wer zum Zeitpunkt der festgestellten Übertretung sich konkret am Steuer befand, dann hat der Eigentümer vorerst seine „Schuldigkeit“ getan. Wird er trotzdem verfolgt und kann er dem Gericht plausibel machen, dass ihm die Identifizierung des Fahrers nicht möglich war, dann muss die Polizei „die Segel streichen“. In diesem Sinne ist jedenfalls eine jüngst ergangene Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, mit der eine über längere Zeit praktizierte Zick-Zack-Judikatur aufgegeben wurde. Aber davon abgesehen war die Phantasie der Verkehrssünder, die Punkteverluste zu befürchten hatten, schon immer sehr lebhaft: die Angaben über den Lenker variierten zwischen im Altersheim angesiedelten „Rasern“ über die „Badante“ aus der Ukraine usw.! Und damit wird diese Rubrik für die Dauer der Gerichtsferien geschlossen! Kommen Sie ungeblitzt über den Sommer und auf Wiederlesen im Herbst!

Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

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