VinschgerWind

Leiter Reber: "Blockfreiheit statt PD-Chaos!"

Bozen - Zu den jüngsten Turbulenzen im lokalen "Partito Democratico" (PD nimmt der freiheitliche Landesparteiobmann Andreas Leiter Reber wie folgt Stellung: "Wir Freiheitliche sind bekanntlich keine Freunde des nationalen PD und dessen lokalen Ablegers. Doch dass die Zwangsbeglückung mit provinzfremden und autonomiepolitisch höchst umstrittenen Kandidaten Boschi und Bressa nicht nur den deutschen Südtirolern, sondern auch den Italienern und vor allem dem lokalen PD sauer aufstößt, ist mehr als verständlich. Gerade diese zentralistische Einmischung in die Besetzung Südtiroler Wahlkreise zeugt davon, wie willkürlich der PD über unser Verständnis von Autonomie drüberfährt, wenn er nicht einmal den Südtiroler Italienern zugesteht ihre eigene Kandidaten nach Rom zu entsenden. Es liegt in der Natur der Dinge, dass bei den gesamtstaatlichen italienischen Parteien das „nationale Interesse" immer über den Interessen Südtirols steht.  Wer sich wie die SVP seit Jahren einseitig an den PD ausliefert und alle anderen, künftigen Regierungsparteien chlechtredet und diffamiert, entwickelt sich selbst zum Wurmfortsatz einer römischen Partei. Dass man dann mit einer zentralistisch gesinnten Kandidatin Boschi in Südtirol auf Werbetour gehen muss ist höchstens peinlich, aber man riskiert mit diesem unseligen Bündnis die Sonderrolle Südtirols und den weiteren Ausbau der Selbstverwaltung zu gefährden. Um unser Land glaubwürdig und ehrlich in Rom zu vertreten, bedarf es einer echten Blockfreiheit und Neutralität gegenüber allen staatlichen Parteien" so Leiter Reber abschließend.

    Andreas Leiter Reber
    Parteiobmann
    www.die-freiheitlichen.com

Tourismus 2017 weiter auf Expansion: Aber Erfolg braucht auch Grenzen!

PM 310817 gruene2017 war – wie ASTAT dokumentiert - ein Allzeit-Rekordjahr für Südtirols Tourismus, der mit 32.437.815 Übernachtungen und 7.301.577 Ankünften das Rekord-Ergebnis von 2016 nochmals um 3,2 bzw. 4% übertroffen hat. Damit liegt Südtirol zwar weit hinter den 47 Mio. Nächtigungen Tirols, aber grenzenloses Wachstum scheint möglich. Der Trend ist gut für Beschäftigungslage und Tourismusbetriebe, für Handwerk, Lieferanten und Bauwirtschaft, die sich gleichfalls seit vier Jahren im Hoch befindet. Das Topjahr 2017 mit knapp 32.5 Mio. Nächtigungen stellt bei aller Genugtuung drängende Fragen.

Erreichbar und überrollt!

Im Topjahr 2017 sind Klagen über die schlechte Erreichbarkeit Südtirols verstummt. Noch nie kamen so viele Gäste, auch wegen der Risiken des Luftverkehrs und internationaler Reiseziele. Leider zu 85% im eigenen Auto, statt zumindest teilweise im logistisch dürftigen Bahnverkehr. Der Flughafen Bozen hingegen dient trotz der klar entschiedenen Volksabstimmung weiter als Premium und Charter-Airport.

Die Verkehrsflut im Tourismus ist eine Kernfrage der Zukunft, aber ohne befriedigende Antworten. Anwohner der Dolomitenpässe und ladinischen Täler erleben überbordende Autoschlangen, Autobahn und Pustertaler Straße sind Standorte steter Staus. Ruhegebiete an den Naturpark-Grenzen sind oft Brunftplätze von Blechlawinen; sogar kleine Zubringer wie die Würzjochstraße sollen als Bypass dienen.

Wenn die Zahl der Gäste steigt, während ihre Nächtigungsdauer auf unter 4 Tage fällt, bedarf es einer Verkehrswende. Denn ansonsten ist zu Saisonspitzen nicht nur Lebensqualität massiv gefährdet, sondern auch Südtirols Ruf als ruhige Tourismusregion.

Mehr Qualität statt weiteren Wachstums

Südtirol ist mit Tirol alpenweit das Land mit der höchsten Tourismusintensität. Nirgendwo sonst kommen so viele Gäste auf einen Einwohner wie im zentralen Alpenraum. Weiteres Wachstum ist genau zu steuern, erst recht bei den Bettenzahlen. Offiziell hat das Land knapp 224.000 Gästebetten, inoffiziell wohl weit mehr. 2016 und 2017 waren Jahre touristischen Baubooms: mit neuen und vergrößerten Hotels. Gästezuwächse, erhöhte Renditen und niedrige Zinsen sind mit den Möglichkeiten steuerlicher Absetzbarkeit Adrenalin für Investitionswillige. Die 2016 und 2017 verbaute Hotelkubatur betrug 260.000 m Kubikmeter, 2018 läuft der Trend ungebrochen weiter.

Den Angriff auf Natur und Landschaft eindämmen

Die Seilbahnbranche wittert Morgenluft für neue Zusammenschlüsse und Skikarusselle: die diskutierten Verbindungen Sexten-Sillian oder Langtaufers-Kaunertal sind nur eine Auswahl geplanter Erweiterungen. Der Erfolg scheint ihnen recht zu geben, „sanfter Tourismus“ scheint ein Auslaufmodell.

Grenzen des Wachstums und neue Verantwortung für die „Kehrseite des Tourismus“

Das aber trifft nicht zu: Schon jetzt mehren sich jene Gäste, denen ein klimaverträglicher, Landschaft und Kulturen schonender Tourismus am Herzen liegt. Auf sie muss die Branche künftig bauen, auf Gäste, denen Nachhaltigkeit, Gesundheit und Regionalität am Herzen liegen.

Bei 32,4 Mio. Nächtigungen und 7,3 Mio. Ankünften ist der „Rote Bereich“ bald erreicht. Südtirols Zukunft liegt auch in anderen Wirtschaftsbranchen: In der Industrie, die mit geringem Ressourcenverbrauch und qualifizierten Arbeitsplätzen hohe Wertschöpfung schafft.

Tourismus hingegen ist trotz aller Erfolge ein reifes Produkt, ein Sektor, der durch Selbstbeschränkung nur gewinnt. Und schließlich: Das Tourismusland Südtirol, das von den Folgen von Krieg, Terror und Unsicherheit so stark profitiert, muss sich auch bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen stärker bewähren als bisher der Fall.

Hans Heiss

Riccardo Dello Sbarba

Brigitte Foppa                                                          

21. 02. 2016

Die Intervention

s2 erwin 2854Seltener hat sich Reinhold Messner in jüngster Vergangenheit zu politischen Themen zu Wort gemeldet. Sein Wort hatte und hat Gewicht, leichtfertig hat sich Messner nie geäußert. Und nun hat er sich von der Bürgerinitiative Rabland, welche sich gegen eine Umfahrung im Unterdorf von Rabland stemmt und für eine Umfahrung näher an der bestehenden Hauptstraße kämpft, vor den Karren spannen lassen und wortgewaltig fordert Messner in einem offenen Brief ein Überdenken der Umfahrungsdiskussion in Rabland. Damit wirft Messner eine jahrelange, durchaus zähe Diskussion innerhalb der Gemeinde Partschins und ein Abfeilen mit den zuständigen Landesämtern und Politikern mit einem Schlag über den Haufen. Nun kann man gespannt sein, welche Auswirkungen Messners Intervention haben wird - denn Messners Argumente sind nicht neu. Es sind jene, die die Bürgerinitiative Rabland seit langem vorbringt. Neu ist, dass die Argumente prominent neu formuliert worden sind. Messners Wort hatte und hat allerdings Gewicht.

Auch in Prad

Es hat auch in der Gemeinde Prad Probleme mit der Schneeräumung gegeben, nicht nur in Mals, lässt ein Prader Bürger zusätzlich zu unserer Umfrage verlauten.

Entscheidende Phase

s4 titel 4 16Goldrain - Wie in anderen Fraktionen, die über eine Verwaltung der Gemeinnutzungsgüter verfügen, sind in Goldrain alle Ansässigen auch „Fraktionisten“. Und damit sowohl aktiv als auch passiv für das Verwaltungs-Komitee wahlberechtigt. Am kommenden Sonntag, den 25. Februar finden in Goldrain außertourliche Fraktionswahlen statt. In der Feuerwehrhalle Goldrain kann von 8.00 bis 12.00 Uhr gewählt werden. Die Goldrainer wünschen  und erwarten sich eine Beruhigung der zuletzt verfahrenen und unguten Situation in der Fraktionsverwaltung. Denn eine erfolgreiche und vernünftige Verwaltung der Gemeinnutzungsgüter kann  auch auf die Dorfvereine zurückstrahlen. Die verfahrene Situation hat dazu geführt, dass vier von fünf Verwaltungsmitglieder zurückgetreten sind und dass seit November 2017 der ehemalige, langjährige und erfahrene Latscher Fraktionsverwalter Matthias Oberhofer (Bild) in der Fraktion Goldrain als kommissarischer Verwalter eingesetzt worden ist. Sein Amt endet mit erfolgreicher Wahl des Goldrainer Fraktionsausschusses am 28. Februar 2018. (eb)

Aus „Quo vadis“ soll „Vision 2030“ werden

s4 4093Naturns - Bei der Bürgerversammlung am vergangenen Montag in Naturns wurde eines deutlich: Viele Bürger sind besorgt und fordern ein Umdenken vor allem beim Wohnungsbau.

von Erwin Bernhart

Rund 200 BürgerInnen informierten sich bei der Bürgerversammlung im Bürger- und Rathaus über die Tätigkeit der Gemeindepolitik. Mit Anregungen und kritischen Feststellungen hielten die Bürger nicht hinterm Berg.

Sprudelnde Einnahmequelle

s5 0520Schlanders/Göflan - Für die Gemeinde Schlanders, für die Fraktion Gölfan und für die Agrargemeinschaft „Göflaner Alm“ sind die Einnahmen über den Göflaner Marmor eine sprudelnde Quelle.

Biosfera besser aufgestellt

s5 logo sphaereMüstair - Der Naturpark Biosfera Val Müstair stellt sich besser auf: Die Suche nach einem neuen Geschäftsleiter ist, so sagt es der Präsident der 14-köpfigen Biosferakommission  Livio  Conrad, wie geplant durchgeführt worden und am Mittwoch (nach Redaktionsschluss) dürfte die vom Statut vorgesehene Ernennung durch den Gemeindenvorstand über die Bühne sein. Man sei zufrieden mit der Anzahl und auch mit der Qualität der Bewerbungen, sagt Conrad. Seit gut einem Jahr wird die Biosfera interimistisch geführt und in dieser Zeit wurden auch von Bund und Kanton angemahnte strukturelle Reformen in Angriff genommen. Zuvor hatte es mehrere Geschäftsleiterwechsel gegeben. Der oder die neue Geschäftsstellenleiter wird seine operative Arbeit mit 1. Juni 2018 aufnehmen. (eb)

Reinhold Messner fordert Neubewertung

Rabland/Vinschgau/Bozen - Die Rablander Bürgerinitiative erhält prominente Unterstützung: Reinhold Messner fordert in einem offenen Brief die Verantwortlichen auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Der Brief in vollem Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, sehr geehrte Herren Landesräte, sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Mit Interesse und auch mit Sorge verfolge ich die Diskussion um die geplante Umfahrung von Rabland, eine der wenigen noch ausstehenden Ortsumfahrungen entlang der Vinschger
Staatsstraße. Über die Bedeutung der Umfahrung und der damit einhergehenden Entlastung der Bevölkerung dürfte weitgehende Einigkeit herrschen, ganz anders sieht das Bild aber bei den beiden alternativen diskutierten Trassenvarianten aus.
So musste ich mit Erschrecken feststellen, dass die Gemeinde Partschins sich gegen den erklärten Willen von etwa 90 Prozent der Rablander Bürgerinnen und Bürger stellt, um eine Trasse voranzubringen, die mehr Probleme aufwerfen als lösen würde. Eine zu einem großen Teil oberirdisch geführte Umfahrungsstraße würde die Bevölkerung nicht entlasten (und damit das Ziel einer Umfahrung nicht erreichen), dafür aber die
Wirtschaft, in erster Linie Landwirtschaft und Tourismus, auf alle Zeiten hinaus gravierend
belasten. Dazu kommt der enorme Eingriff in das Landschaftsbild mit nachhaltig negativen Folgen für die kommenden Generationen. Ein solcher könnte. durch eine Untertunnelung des gesamten Dorfes vermieden werden, weshalb es für mich in keinster Weise nachvollziehbar ist, warum sich die Gemeinde nicht zum Wohle ihrer Bürger vehement für einen solchen Tunnel einsetzt . Schließlich würde meines Erachtens nur ein Tunnel unter dem gesamten Dorf alle Ansprüche an eine Umfahrung erfüllen: von Verkehrssicherheit und Verkehrsf luss über die nachhaltige Entlastung der Bevölkerung bis hin zum Schutz der Landschaft und damit einer Aufwertung von Rabland als Wirtschaftsst andort und Lebensraum.
Deshalb ersuche ich alle Verantwortlichen, die vorliegenden Projekte neu zu bewerten, und zwar im Lichte der Nachhaltigkeit der zu treffenden Entscheidung: jener für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und die Umwelt. Ich ersuche alle Verantwort lichen, eine Entscheidung zu treffen, die auch vor künftigen Generationen verantwortet werden kann. Schließlich sind die Beeinträchtigungen in der Bauphase eines Tunnels unter dem Dorf, vor denen sich einige Betriebe in Rabl and zu fürchten scheinen, zeitlich auf ein Minimum begrenzt, während die Schäden einer oberirdischen Umfahrung für immer spürbar sein werden - für alle Rablanderinnen und Rablander und für alle Betriebe.
Mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen!
Reinhold Messner“

Vorreiter und Kriechspur

s7 4081Andreas Tappeiner ist seit 2011 Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau. Im „Wind-Gespräch“ spricht Tappeiner über den Zusammenhalt der Bürgermeister, über das leidige Thema Verkehr, über das SPRAR-Projekt, über die Müllproblematik, über das Thema Post und über den Marmorabtransport.

Vinschgerwind: Herr Bezirkspräsident, wir haben den Eindruck, dass es unter den Bürgermeistern des Tales kaum Zusammenhalt gibt.
Andreas Tappeiner: Das würde ich so nicht sehen. Jeder hat seine Gemeindeinteressen, welche er aufgrund seines Auftrages zu erfüllen hat. Es gibt durchaus Anliegen, die über die Kirchtürme hinaus gemeinsam angegangen werden.

Erklärung zu den Parlamentswahlen

PM 200218 BundesausschussDer Bundesausschuss des Südtiroler Heimatbund sieht sich veranlasst, zu den Parlamentswahlen Stellung zu nehmen. Die folgenden Feststellungen treffen wir aus berechtigter Sorge um die Zukunft unserer Heimat Südtirol.

Die SVP hat ein antidemokratisches Wahlgesetz im Parlament mitgetragen und es für Südtirol so gestalten lassen, dass der deutschen Opposition jede Chance auf eine erfolgreiche Kandidatur verwehrt wird. Die 20%-Hürde bedeutet für Südtirol praktisch 40%. Die SVP, die sonst immer behauptet, eine demokratische Partei zu sein, hat es damit jeder deutschen Opposition faktisch unmöglich gemacht, selbständig bei den Parlamentswahlen zu kandidieren. Genau das war die Absicht der SVP. Die Wähler können auch keine Vorzugstimmen abgeben.

Besonders gravierend ist, dass die italienischen Kandidaten des PD auf dem gleichen Stimmzettel aufscheinen. Damit sind sie automatisch mitgewählt. Dies hat der Unterlandler SVP-Bezirksobmann sogar ausdrücklich in den Medien bestätigt.

Mit Maria Elena Boschi scheint eine Kandidatin auf der SVP-Liste auf, die noch 2014 ausdrücklich gefordert hat, alle Sonderautonomien abzuschaffen. Dies forderte sie als Regionenministerin der Regierung Renzi, die von der SVP stets als besonders Autonomie freundlich hingestellt worden war. Damals protestierte der Trentiner Landeshauptmann Rossi und Regionalratspräsident Moltrer, während die SVP schwieg.

Es war auch Boschi, die 2015 zusammen mit Renzi die extrem zentralistische Verfassung ausgearbeitet hatte. Die SVP trat vehement für diese Verfassung ein. Sie scheiterte beim Referendum von 2016 an der politischen Vernunft der italienischen Wähler. Übrigens hat der zweite PD-Kandidat, Bressa, das zentralistische Projekt ebenfalls mitgetragen. Damit ziehen mit Hilfe der SVP nun voraussichtlich zwei Italiener mit zentralistischer Gesinnung in das Parlament ein.

Im Wahlkampf in Südtirol macht Boschi nun Versprechungen, die jeder Glaubwürdigkeit entbehren. Sie sind geradezu peinlich anbiedernd. Die SVP versucht dies mit Propaganda zu überdecken. Immer mehr Südtiroler fragen sich, wie man der SVP angesichts dieses politischen Tatbestands noch vertrauen soll.

Die Führung der SVP und Landeshauptmann Kompatscher haben letzthin immer deutlicher zu erkennen gegeben, dass sie sogar den Beschluss der eigenen Landesversammlung aushebeln wollen, die sich 2012 einstimmig für die österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler ausgesprochen hatte. Sie hat sogar die mutigen sieben Landtagsabgeordneten der SVP, die den Brief der 19 Abgeordneten mit der Bitte an Österreich mitunterzeichnet haben, öffentlich rücksichtlos gerügt, anstatt es gutzuheißen und die deutschen Vertreter in der Landesregierung zur Mitunterzeichnung anzuhalten.

Die großherzige Bereitschaft unseres Vaterlandes Österreich ist eine historische Chance, die entschlossen unterstützt werden muss. Der Südtiroler Heimatbund dankt unserem Vaterland Österreich für diese Bereitschaft, durch die Wiederverleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft ein starkes symbolisches Zeichen der Verbundenheit mit der österreichischen Minderheit in Südtirol zu setzen.

Ausgerechnet die SVP-Führung selbst ist es nun, die südtirolpolitische Grundsätze fahrlässig aufgeben will. Sie belässt es bei Lippenbekenntnissen, während ihre Handlungen Besorgnis erregend das Gegenteil beweisen. Damit droht eine bedeutsame historische Chance mutwillig verspielt zu werden.

In den letzten Jahren hat Landeshauptmann Kompatscher wichtige Positionen ohne jede Notwendigkeit an Italiener vergeben. Auf sein Betreiben hin wurde auch die Region wieder durch die Zuteilung neuer Zuständigkeiten aufgewertet. Auch die Auswertung des Südtirolkonvents ließ er gegen jedes autonome Selbstbewusstsein auf die regionale Ebene verlagern.

Die klare südtirolpolitische Haltung gegenüber Rom erscheint immer mehr relativiert. In der Bevölkerung wird immer häufiger beklagt, dass die SVP eine Politik Rom zu Gefallen macht.

Ihre Festlegung bei den Parlamentswahlen und die bedenkliche Verwässerung vieler südtirolpolitischer Positionen lassen die SVP nicht mehr als südtirolpolitisch glaubwürdig erscheinen.

Text einstimmig genehmigt bei der 330. Bundesausschussitzung des SHB am 17. Februar 2018

Für den Bundesausschuss des Südtiroler Heimatbundes

Roland Lang

Obmann des SHB

„Italienische Rechte zeigt ihr wahres Gesicht!“

PM 200218 svp logo„Wieder einmal wird versucht, die Südtirolerinnen und Südtiroler für dumm zu verkaufen“, kritisiert SVP-Obmann Philipp Achammer die italienische Rechte um Alessandro Urzìund Michaela Biancofiore, welche in den vergangenen Tagen heftig kritisiert hatte, dass Abänderungen des Südtiroler Autonomiestatutes mit der österreichischen Bundesregierung abgesprochen würden. „Auf den Plakatwänden geben sie sich als autonomiefreundlich - in Wirklichkeit beharren sie aber darauf, dass Südtirol eine rein inneritalienische Angelegenheit sei.“ Dies sei das Denken „ewiggestriger Nationalisten“, welche die Geschichte nicht kennen – und auch nicht die Gegenwart.

„Die Doktrin, dass Südtirol eine innerstaatliche Angelegenheit Italiens sei, ist längst überholt“, meint SVP-Obmann Philipp Achammer. Die italienische Rechte habe in den vergangenen Jahrzehnten „wirklich nichts dazugelernt“ – sie sei in den 1950er und 1960er Jahren stehen geblieben und argumentiere noch immer rein nationalistisch. „Nun argumentiert die Rechte wieder gleich wie der MSI vor 20 Jahren, der sich immer gegen die Autonomie gestellt hat.“

SVP-Obmann Achammer erinnert an die Abgabe der Streitbeilegungserklärung 1992: „Seither müssen alleÄnderungen am Autonomiestatut nicht nur mit Südtirol, sondern auch mit der Schutzmacht Österreich abgesprochen werden. Das ist seit 1992 bei vielen Änderungen des Autonomiestatuts so praktiziert worden.“ Die Mitte-Links-Regierungen hätten sich bislang an diese Vorgehensweise gehalten; die Mitte-Rechts-Kräfte wollen hingegen das Rad der Geschichte zurückdrehen.

„Die Einbeziehung der Schutzmacht Österreich ist also gängige Praxis, die eigentlich auch Urzì und Biancofiore kennen sollten. Auf jeden Fall ist es gut, dass sie die Maske fallen lassen und endlich ihr ‚wahres Gesicht‘ zeigen, und das ist ein eindeutig nationalistisches“, so Achammer.

Bozen, 19. Februar 2018

SVP-Mediendienst

Markus Stocker neuer hds-Ortsobmann

s14sp4 ortsauschussMarkus Stocker ist der neue Ortsobmann des hds in Schlanders. Er wurde vor kurzem im Rahmen der diesjährigen Ortsversammlung des Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol als Ortsobmann für die nächsten fünf Jahre gewählt. Petra Wellenzohn, Waltraud Wielander, Juliane Kaserer und Filippo Manzella werden ihm als Mitglieder des neuen Ortsausschusses zur Seite stehen. Der neue Ortsobmann erklärte, dass „nur gemeinsam eine wirtschaftliche Entwicklung möglich ist und dabei ist jede Kauffrau und jeder Kaufmann gefordert.“

Sommer- und Freizeitangebote 2018

s15 418Vinschgau - Wer für Kinder von 7 bis 14 Jahren im Sommer eine sinnvolle und unterhaltsame Beschäftigung sucht, kann diese ab sofort bei den Sommerangeboten einschreiben. Die Grundschüler können sich zu der „Sommerschule/Spielend lernen“ und zu Sprach- und Musikwochen in den Schulsprengeln Graun, Mals, Schluderns, Prad und Laas innerhalb 16.03.2018 anmelden. Für Mittelschüler gibt es „Activity-Was will ich einmal werden?“ Dabei können sie in die Berufswelt eintauchen. Für Mittelschüler gibt es zudem Sportangebote wie Klettern, Mountainbiken, Hüttenlager, Ausflüge und mehr. Auch Einzelbetreuung für Kinder mit Beeinträchtigung wird angeboten. Die Angebote werden zwischen den Kooperationspartnern GWR-Spondinig,  Bezirksgemeinschaft Vinschgau/Sozialdienste, Gemeinden,  Landesberufsschule Schlanders und den Schulsprengeln des Vinschgaus inhaltlich abgestimmt und logistisch geplant. Die Familienagentur der Provinz Bozen ermöglicht mit einer Projektförderung, dass die Teilnehmerbeiträge den finanziellen Möglichkeiten der Familien angepasst sind. (lu)

Informieren Sie sich, im Internet unter
www.gwr.it/Aktuelles

Gefährliche Liebschaften

s15 418Schlanders/Schauspiel Hannover -

Vereinte Vereine

s14sp234 15Rabland/Partschins - Der junge Bildungsausschuss Partschins kann bei seiner Kulturarbeit auf die Vereine in der Gemeinde zählen. Mit der Chronistengruppe und dem Schafzuchtverein Partschins sind zwei neue Vereine dem Bildungsausschuss beigetreten.

Die Jahreshauptversammlung des Bildungsausschusses Partschins fand am 24. Jänner 2018 im Sportzentrum Partschins statt. In ihrem Rückblick konnte die Präsidentin Walli Nardelli auf eine sehr umfangreiche Tätigkeit im vergangenen Jahr verweisen.

MGV-Viechereien

s20 8712Schlanders - Der große Festsaal im Kulturhaus Schlanders hatte so etwas noch nicht erlebt: „Viecher“ sämtlicher Größen und Gattungen treffen aufeinander und erzählen von ihren abenteuerlichen Erlebnissen im „Wohlfühlland Südtirol“. Natürlich beherrschen der Wolf aus dem Osten und der Bär aus dem benachbarten Trentino die allgemeine Gemütslage, das rosa Schweinchen aus Martell ist in hellster Aufregung, während die Herde weißer Schafe jedem hinterherläuft, der in der Gemeinde Schlanders das schönere Märchen erzählt. Dazwischen gibt es die Diskussionen und den Kampf zwischen zwei Platzhirschen: dem Malser Naturapostel und Pharmazeuten und einem zum Biobauer konvertieren Landesrat.
Ein Maulwurf deckt den einen oder anderen „Skandal“ in der Schlanderser Verwaltung auf; dabei unterstützt ihn die Filzlaus tatkräftig, wobei sie den Bürgermeister, dem schon wieder einige politische Karriereträume geplatzt sind, ordentlich zwickt.
Einer der Höhepunkte der „Viechereien“ ist der als Monolog vorgetragene Bericht aus dem Therapiezentrum Bad Bachgart, wo seit kurzem alle in Südtirol ungeliebten und unter Depressionen und Traumata leidenden Tiere therapiert werden.
Das Kamel der Sanitätsdirektion sucht weiterhin händeringend nach neuen Ärzten, wobei man an dessen professionellen Einsatz ohne Eigeninteresse zu zweifeln beginnt. Der erste Bürger des Landes wird in Zeiten politischer Wahlen wieder von vielen umworben, auch von der „blauen“ Verführerin; allerdings schafft es nicht einmal die rassige Dame mit oder ohne Doppelpass, den tintenfischartigen und aalglatten Landeshauptmann an einem seiner vielen Tentakeln zu fassen.
Im aufblasbaren Sportpavillon, einem weiteren finanziellen Grab der Gemeinde Schlanders, kommt es zu einem hochkarätigen Boxkampf um den größeren Atomknopf zwischen dem größten Esel der USA und dem hinterlistigen Stinktier aus Nordkorea unter der Regie der deutschen Kampfrichterin, die nach dem Ko-Schlag beider Kontrahenten wieder einmal ihrem Wahlspruch: „Wir schaffen das!“ gerecht wird.
Neben den aktuellen „MGV Fake News“ mit interessanten Filmberichten und musikalischen Einlagen, können die vielen Besucher im Kulturhaus nochmals die Hochzeit des Jahres 2017 miterleben: das Traumpaar Nicole und Philipp (alias Detlef und Olaf) kommen im „Original London Taxi“ auf dem Kulturhausplatz vorgefahren und erscheinen auf der Bühne. Den krönenden Abschluss bildet das Lied von der „Vogelhochzeit“, vorgetragen vom Gitarre spielenden Bär und begleitet von allen Tieren.
Die gut gewählten Melodien mit äußerst passenden Texten erheiterten das Ballpublikum Anfang Februar. Die gesangliche Leistung war brillant und das MGV-Sextett erntete anhaltenden Applaus. Im Anschluss an die Revue unterhielten sich die Ballgäste bis in die frühen Morgenstunden bei guter Tanzmusik der „Sixpack Live Band“ im großen Saal und von DJ Rayman an der Cocktailbar.

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