Werbung

VinschgerWind

Junges Wohnen: Das Land verhöhnt die Jugendlichen!

PM 240317 pixnerDie Junge Süd-Tiroler Freiheit bezeichnet die Maßnahmen des Landes zum jungen Wohnen als Hohn für die schwächste Gesellschaftsgruppe, nämlich die Jugendlichen. „Unabhängig von der Tatsache, dass sich die Reform der Wohnbauförderung generell eher zu Lasten der gesamten Antragssteller richten wird, möchte die Junge Süd-Tiroler Freiheit besondere Kritik an die politisch involvierten Entscheidungsträger zu nicht durchdachten oder gar nicht initiierten Maßnahmen fürs junge Wohnen richten“, erklärt Benjamin Pixner, Landesjugendsprechen der Süd-Tiroler Freiheit in einer Presseaussendung.

Konkret wäre laut Pixner die Tatsache zu nennen, dass durch das Einführen der EEVE für die Miete von konventionierten Wohnungen ärmere Gesellschaftsschichten a priori ausgeschlossen werden. Eine Maßnahme, die nicht nur sinnfrei ist, sondern dem Ursprungsgedanken von konventionierten Wohnungen diametral gegenübersteht.

„Wie will das zuständige Ressort beispielsweise all jenen, die in den vergangenen Jahren wenig verdient haben, aktuell jedoch ein angemessenes Einkommen für die Miete der konventionierten Wohnung erhalten, erklären, dass durch die Einführung der EEVE das Einkommen von bereits vor drei Jahren als Berechnungsgrundlage herhalten muss. Jedem vernünftigen Menschen leuchtet ein, dass das aktuelle Einkommen als Berechnungsgrundlage herzunehmen sein sollte.“, ärgert sich Pixner.

„Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat aber die Meldung, dass Landesrat Christian Tommasini höchstpersönlich die Initiative ergriffen hat, dem Erfolgsmodell Südtiroler Bausparen den Saft abzudrehen. Die geplante Abschaffung des sogenannten Bullett-Modells, wonach der Antragssteller bei Genehmigung des Darlehens während der Laufzeit nur die Zinsen bedient und nach Ablauf der Darlehenszeit per Einmalzahlung die Kapitalschuld begleicht, wobei das angereifte Kapital im konventionierten Zusatzrentenfonds hergenommen werden kann, entspricht einem Schlag ins Gesicht der zukünftigen Gesuchsteller.“, schreibt Pixner.

Abschließend kritisiert Pixner die Tatsache, dass es die Jugend Leid ist, bei Sonntagsreden vollste Unterstützung zugesagt zu bekommen, im Endeffekt aber die Leidtragenden inkompetenter und willkürlicher politischer Maßnahmen sind.

Benjamin Pixner,
Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit.

Autonomiekonvent: Diskussion zum Entwurf des überarbeiteten Kompetenzkatalogs

PM 270317 autonomiekonventAutonomiekonvent - Rechtsexperten stellen den überarbeiteten Entwurf des Kompetenzkatalogs vor – Begriffsdefintion „Vollautonomie“ notwendig

Der Konvent der 33 hatte sich bereits in Vergangenheit dafür ausgesprochen, dass alle konkurrierenden Kompetenzen in ausschließliche Kompetenzen umgewandelt werden sollen. Ebenso herrscht Konsens darüber, dass unabhängig von der Zukunft der Rolle der Autonomen Region, die Sonderautonomie Südtirols weitestgehend ausgebaut werden soll und die Gesetzgebungs- und Verwaltungskompetenzen der Region an die beiden Provinzen übergehen.

Aufgrund dieser Prämissen diskutiert der Konvent der 33 darüber, dass alle Kompetenzen in ausschließliche Kompetenzen umgewandelt werden und diese unter Wahrung der grundlegenden Prinzipien der Verfassungsordnung, des Rechts der Europäischen Union und des Völkerrechts ausgeübt werden sollen. Das Land soll die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz in allen Bereichen erhalten, die nicht ausdrücklich vom Statut dem Staat vorbehalten werden. Auch soll in Zukunft jegliche staatliche Ausrichtungs-und Koordinierungsbefugnis als Schranke der Ausübung der Kompetenzen des Landes ausgeschlossen werden. Inwiefern eine Residualklausel im Statut Eingang finden kann, wird ebenso andiskutiert wie die Sonderstellung Südtirols unter den Sonderstatutsregionen aufgrund seiner Geschichte.

Klärungsbedarf gibt es in Bezug auf Begrifflichkeiten. Der Ausbau der Autonomie ist anzustreben, aber dies muss nicht notgedrungen unter dem politischen Begriffs der „Vollautonomie“ festgehalten werden. Angemerkt wurde, dass der „Ausbau der Autonomie“ nur über einen neuen Pakt des Zusammenlebens zwischen allen Sprachgruppen, auch der „neuen“ Minderheiten, möglich sei. Auch wird darauf hingewiesen, dass neue Kompetenzen adäquat mit Finanzmitteln ausgestattet sein müssen. Hier sei in der Folge des Konvents eine Kostenrechnung aufzustellen.

Diskutiert wurde auch die Struktur des Enddokuments des Konvents der 33, welches an den Südtiroler Landtag versendet wird. Angeregt wird eine Arbeitsgruppe damit zu beauftragen, einen Entwurf zu erstellen der alle Konsensmeinungen zusammenfasst. Neben diesen sollen wie vom Landesgesetz Nr. 3/2015 auch Meinungen Platz finden, die nicht mittels Konsensprinzip von den Mitgliedern des Konvents der 33 getragen werden.

Die Diskussion ist auf www.konvent.bz.it nachzuverfolgen. Die nächste Sitzung des Konvents der 33 findet am 7. April im Südtiroler Landtag statt.

(Autor: KONV)

Süd-Tirols Ehrenamt und Nachtleben sind in Gefahr!

PM 240317 discoEhrenamtliche Vereine haben es heute nicht mehr leicht, besonders wenn es darum geht, ein Fest zu veranstalten. Solche Feiern dienen den Vereinen als finanzielle Stütze und sind ein wichtiger sozialer Faktor in den Dorf- und Stadtgemeinschaften. „Die zunehmende Bürokratie und die hohen Ausgaben dafür machen die Zukunft des Ehrenamts immer unsicherer“, zeigt sich der Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit, Benjamin Pixner, besorgt.
 

Besonders die aktuelle Entwicklung um die neue Musikgebühr SCF (Società Consortile Fonografici) ist eine weitere Last fürs Ehrenamt und für viele Lokalbetreiber. Neben dem bekannten Autoren-Entgelt SIAE kommt in Zukunft auch die Musikgebühr SCF für Veranstalter und Lokalbetreiber hinzu.

PM 240317 pixner„Es ist somit eine weitere Last, die das Ehrenamt mit seinen verschiedensten Vereinen und das Nachtleben mit Discos, Bars und Pubs gefährdet“, schreibt Pixner in seiner Aussendung. „Man konnte in den letzten Jahren leider zur Überzeugung gelangen, besonders wenn man selbst ehrenamtlich tätig ist, dass es sich kaum mehr lohnt, eine Veranstaltung bzw. ein Fest zu organisieren. Nicht zuletzt schließen auch immer mehr Nachtlokale ihr Türen, da die Betreiber aus finanziellen Gründen nicht über die Runden kommen. Bürokratius sei Dank“, erklärt Pixner.

„Das Ehrenamt ist eine wichtige und nicht wegdenkbare Säule für Süd-Tirols Gesellschaft. Der Lobgesang der regierenden Politiker ist zu wenig um dessen weiterbestand zu schützen. Auch die Jugend braucht weiterhin ihren Freiraum, sei es in Vereinen oder im Nachtleben“, bekräftigt der Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit. Die Jugendgruppe der Bewegung fordert abschließend von der Landesregierung sofortige Maßnahmen, um das Ehrenamt und die Lokalbetreiber zu entlasten.

Benjamin Pixner, Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit.

Voucher-Abschaffung – Was wirklich hinter den Klagen der Wirtschaft steckt

PM 220317 renzlerLandtagsabgeordneter und Vorsitzender der ArbeitnehmerInnen in der SVP Helmuth Renzler ist sehr erstaunt über die nicht enden wollenden Beschwerden der Wirtschaft über die längst überfällige Abschaffung der Voucher durch die römische Regierung. Rom hat lediglich seine Pflicht getan, dem Missbrauch dieser Gutscheine Grenzen gesetzt und den Schutz der ArbeitnehmerInnen in den Vordergrund gestellt.
 
Unbestritten waren die  Voucher eine gute Möglichkeit in einigen Bereichen gelegentliche Arbeitsleistungen unbürokratisch und schnell legal auszubezahlen. Doch leider wurde damit sehr viel Missbrauch betrieben.
 
„Allerdings will ich aber auch klarstellen, dass die Nachteile, welche diese Beschäftigungsform mit sich brachte ausschließlich zu Lasten der ArbeitnehmerInnen gingen. Die Arbeitgeber hingegen hatten nur Vorteile und keine Verpflichtungen“, sagt Helmuht Renzler.
 
So blieben den ArbeitnehmerInnen beispielsweise von 10 Euro Bruttostundenlohn, welcher der Arbeitgeber dem NISF/INPS bezahlt hatte, lediglich 7,50 Euro Netto. Mit den fehlenden 2,50 Euro hatten die ArbeitnehmerInnen ihre Sozialversicherungsbeiträge (Renten- und Unfallversicherung), sowie die dem NISF/INPS zu bezahlenden Kommissionsgebühren für die Verwaltung der Voucher selbst bezahlt. Bei einem normalen Arbeitsverhältnis würden diese 10 Euro Brutto dem Arbeitgeber aber mehr als 20 Euro kosten. Denn der Arbeitgeber müsste auch einen Großteil der Sozialversicherungsbeiträge, sowie Steuern bezahlen. Die Voucher waren somit ein sehr lukratives Geschäft für den Arbeitgeber, aber sehr nachteilig für die Arbeitnehmerinnen.
 
Es kann sicherlich kein Zufall sein, dass im Jahr 2014 in Italien 68,5 Millionen Voucher verkauft wurden. Das war einer Zunahme von beinahe 70 Prozent gegenüber dem Verkauf im Jahr 2013 bedeutet. Im Jahr 2015 wurde diese Anzahl mit 108 Millionen verkauften Gutscheinen beinahe verdoppelt und im Jahr 2016 erfolgte eine weitere Steigerung von 23,9 Prozent auf 133,8 Millionen. Im August 2016 betrug die Steigerung gegenüber demselben Monat des Vorjahres noch 32,8 Prozent, im September 27,3 Prozent, im Oktober auf 15 Prozent, im November auf 6,8 Prozent und im Dezember 2016 war plötzlich nur mehr eine Steigerung von 0,8 Prozent zu verzeichnen.
 
„Wie das? Die Erklärung ist einfach. Mitte Oktober 2016 wurde die Einführung der Meldepflicht für die Nachverfolgbarkeit der Verwendung der Gutscheine unter Angabe von Ort, Zeit und Dauer (60 Minuten vor Arbeitsbeginn) eingeführt. Ganz plötzlich sank der Verkauf der Voucher drastisch. Ein Schelm wer Schlechtes dabei denkt“, hinterfragt Helmuth Renzler.
 
Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der Fantasie sind in den allerwenigsten Fällen  Grenzen gesetzt, wenn es darum geht Vorschriften und Gesetze zum umschiffen. So kam es unter anderem auch vor, dass beispielsweise ein Saisonarbeiter, welcher zwischen den Saisonen arbeitslos gemeldet war, bei Saisonbeginn mit Voucher bis zu einem Höchstbetrag von 2000 Euro bezahlt wurde und erst anschließend einen regulären Arbeitsvertrag erhielt.
 
„Das war alles legal – keine Frage! Doch den betroffenen ArbeitnehmerInnen fehlen dadurch für den Bezug einer vorzeitigen Altersrente jedes Jahr einige Monate an Rentenversicherungszeiten. Das Ergebnis solcher Praktiken ist somit ganz logisch: Bis zum Erreichen der Rentenvoraussetzungen müssen die ArbeitnehmerInnen einige Jahre länger arbeiten, als bei einem normalen Arbeitsverhältnis. Dieser große Nachteil, ist wohl noch immer nicht so richtig bewusst“, kritisiert Helmuth Renzler.
Nun braucht es schnellstens eine Neuregelung für eine gelegentliche Mitarbeit, welche nicht ausschließlich zu Lasten der ArbeitnehmerInnen geht und die Auftraggeber jeder Verantwortung entbindet. Beide Vertragspartner müssen sich jeweils im Verhältnis 1 (Arbeitnehmer) zu 3 (Arbeitgeber) an den Kosten beteiligen.
 
„Das Argument, dass durch die Abschaffung der Wertgutscheine die Schwarzarbeit in Italien wieder zunimmt kann stimmen. Doch dem ist aber auch gegenüberzustellen, dass es dafür immer zwei Akteure braucht: Einer zahlt das Schwarzgeld und der andere nimmt es entgegen. Beide sind gesetzlich zu verfolgen und zu sanktionieren, denn Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt und geht zu Lasten der gesamten Gesellschaft. Ehrlichkeit und Sicherheit im Berufsleben muss selbstverständlich sein und nicht dem reinem Profitdenken geopfert werden“, unterstreicht der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

BürgerUnion Aktuell: Politikerrenten-Gesetz: Kompatschers Katastrophengesetz - für die Mega-Böcke sind Kompatscher und Co. verantwortlich - Warnungen in den Wind geschlagen - jetzt holt Euch selbst die Kohlen aus dem Feuer.

PM 130416 poeder"Für das katastrophale in Teilen nicht anwendbare Politikerrentengesetz sind nur die Landeshauptleute Arno Kompatscher und Ugo Rossi und jene, die es übereilt beschlossen haben verantwortlich", so der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder. "Sie haben die Kohlen ins Feuer geschmissen, und können jetzt nicht erwarten, dass andere für sie die Kohlen aus dem Feuer holen. Allein die Übertragung der Entscheidung über die Rentenreform an das Verfassungsgericht ist eine Ohrfeige für Kompatscher und Rossi. Hätte man die Warnungen berücksichtigt und sich ein paar Wochen mehr Zeit genommen, ein ordentliches Gesetz zu machen, wäre die gesamte leidige Leibrentengeschichte wohl schon lange zu Ende geschrieben."
Offensichtlich wurden mit dem Rentenreformgesetz Kompatschers einige gewaltige juristische Böcke geschossen, nur so ist es zu erklären, dass das Gesetz kaum anwendbar ist und vor dem Verfassungsgericht landet.
Insofern ist die Behauptung, dass amtierende Regionalratsabgeordnete auf Zeit spielten, falsch.
Vielmehr spielten Kompatscher und Rossi auf Zeit, indem die Region durch eine juridische Scheineinlassung und juridische Tricks das Verfahren verzögerten und verzögern werden, um nicht im Landtagswahlkampf eine Annullierung der Politikerrentenreform vom Verfassungsgericht zu riskieren und somit mit einer tickenden Zeitbombe in den Landtagswahlkampf zu gehen.
 
Einige der Mega-Böcke, die Kompatscher und Co. mit der Rentenreform geschossen haben:
 
die Absicherung, dass rückwirkende Maßnahmen verfassungskonform sind ist offenbar nicht gegeben, obwohl man dies dem Regionalrat vorgegaukelt hat.
die im Gesetz vorgesehene automatische Annullierung von Quoten und Verträgen per Gesetz ist offenbar nicht so einfach umsetzbar, wie man das dem Regionalrat und der Öffentlichkeit vorgegaukelt hat.
die Eintreibung der Gelder ist offenbar nicht so einfach umsetzbar, wie man das dem Regionalrat und der Öffentlichkeit vorgegaukelt hat.
niemand weiß genau, was passiert, wenn die Reform vom Verfassungsgericht annulliert wird - entsteht der Region ein Millionenschaden, wer steht dafür gerade
die Rentenregelung für die neuen Abgeordneten ist eine Katastrophe, weil man in einer Nacht- und Nebelaktion alle Warnungen in den Wind schlagend eine Regelung getroffen hat, die Höchstsätze an Steuerzahlungen nach sich gezogen hat und somit letztlich als Rentenabsicherung für die neuen Abgeordneten fast nichts mehr übrig bleibt.
 
 
 
"Meines Wissens nach haben alle amtierenden Landtagsabgeordneten sich in der einen oder anderen gesetzlichen Form an die zwar chaotischen aber immerhin geltenden gesetzlichen Vorgaben gehandelt, niemand weigerte sich irgendetwas zu tun, was vom Gesetz vorgeschrieben ist. Die amtierenden Abgeordneten haben die Vorschüsse zurückerstattet und zur Kenntnis genommen, dass das Rentenreformgesetz die Family-Fonds-Quoten für verfallen erklärt und in das Eigentum des Regionalrates überantwortet. Die Abgeordneten haben die Family-Fonds-Quoten auch aus ihren Vermögenserklärungen für den Landtag gestrichen. Und keiner der amtierenden Abgeordneten hat gegen das Rentenreformgesetz Rechtsmittel eingelegt, also haben alle das Gesetz akzeptiert. Insofern ist die Behauptung, dass sich irgendjemand weigert irgendetwas zurückzugeben faktisch und juridisch falsch und eine definitiv unwahre und rufschädigende Behauptung", so Pöder.
Die damalige Regionalratspräsidentin Chiara Avanzo hat in Beantwortung einer Regionalratsanfrage von Andreas Pöder vom 18. November 2015 (Nr. 3383) bestätigt, dass es  "keinerlei juridische Verpflichtung gibt, eine Erklärung zu unterschreiben". Sie hat gleichzeitig auf juristische Hürden in der Anwendung des Rentengesetzes hingewiesen und somit praktisch erklärt, dass das Kompatscher-Rentenreformgesetz schlecht gemacht wurde.
 
"Ich habe in der Regionalratsdebatte zum Rentenreformgesetz dutzende Male auf die juridische Unanwendbarkeit mehrerer Bestimmungen der Kompatscher-Rossi-Reform hingewiesen und angeregt, ein ordentliches mit allen Beteiligten abgestimmtes Gesetz zu machen. Man wollte weder auf mich noch auf weitaus berufenere Warnungen aus der Feder von Rechtsexperten hören. Jetzt haben Kompatscher und Co. und alle die damals zugestimmt haben den Salat. Ich habe das Gesetz, wie es sich gehört, akzeptiert, auch weil es durchaus richtig war, dass etwas unternommen wurde. Aber ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass man es hätte viel besser und juridisch korrekter machen müssen. Jetzt müssen sich Kompatscher und Co. schon selbst die Kohlen für ein offensichtlich schwer oder fast unmöglich anwendbares Gesetz aus dem Feuer holen."                                                                        

   L.Abg. Andreas Pöder

 

Ausstellung: „Strahl in Strahl, verliebte Farben“

s14 UnknownZum Anlass des 80. Geburtstags von Anna Wielander-Platzgummer präsentiert der Bildungsausschuss Schlanders von 6. bis 20. April im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders eine Ausstellung der Künstlerin unter den Titel „Strahl in Strahl, verliebte Farben“. Die Ausstellung wird am 6. April um 19 Uhr eröffnet und ist täglich von 10 bis 12 Uhr und von 17 bis 20 Uhr geöffnet. In den künstlerischen Arbeiten steckt eine intensive Auseinandersetzung mit volkskundlichen Themen. Ihre Werke schöpfen aus alten Symbolen und Riten unsere Region, aber auch anderer Völker.

Sozialprinzip Nachhaltigkeit

s14 Sozialprinzip BildKolping im Vinschgau - Wie bereits mehrfach berichtet, beschäftigt sich Kolping International und somit auch Kolping Südtirol, im Jahre 2017 mit dem Sozialprinzip Nachhaltigkeit.
Papst Franziskus hat mit seiner Enzyklika/Lehrschreiben „Laudato Si“ weltweit für große Aufmerksamkeit gesorgt. In diesem Lehrschreiben betont er das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Sorge für das gemeinsame Haus – sprich Erde. Der Papst gibt zu bedenken, dass die Menschheit in ihrer Verantwortung für das würdige Leben aller Menschen – der heutigen wie auch der zukünftigen  - einen fehlenden Respekt vor den Grenzen der Erde zeigt. Er beschreibt den Kurs der Menschheit als so „selbstmörderisch“ , dass sie Gefahr läuft , das Geschenk der Schöpfung zu verspielen.
Für Adolph Kolping war es ein wesentliches Ziel, dass die jungen Menschen , um die er sich stets besonders kümmerte , alle Potentiale , die in ihnen steckten , nutzten, um ihr eigenes Leben positiv zu gestalten und damit auch das Leben von Kirche , Staat und Gesellschaft. In seiner Nachfolge stehen wir heute als Kolpinger und darüber hinaus in der Mitverantwortung , uns der internationalen Diskussion über die multiplen Krisen – siehe Flüchtlingsthema – und die Lösungsoptionen, die Papst Franziskus mit seinen Thesen angestoßen hat ,zu stellen und schließlich unseren Teil zur Lösung tatkräftig beizutragen. Tun wir es mit Mut und Selbstvertrauen! Stellen wir uns den Herausforderungen .Gerade wir als Kolpinger müssen/ sollten uns um nachhaltige Strukturen kümmern. Darüber mehr in der nächsten Ausgabe.

Migration, Flüchtlinge und Asyl

s15sp23 8816Marienberg - Der Freundeskreis Marienberg hat zum traditionellen Einkehrtag heuer am 11. März 2017 den Caritas Direktor Franz Kripp zu einem Vortrag über Migration und Flüchtlinge ins Kloster geladen. Die Mitglieder des Freundeskreises wurden von Pater Philipp Kuschmann begrüßt, der darauf hinwies, dass das Kloster eine Flüchtlingsfamilie und auch eine weitere Familie in Meran aufgenommen habe.
Kripp gab einen Überblick über die Geschichte von Migrationen. Die gebe es seit es die Menschheit gebe. Heute seien rund 244 Millionen Menschen auf Wanderschaft, davon sind 65 Millionen weltweit auf der Flucht und davon wiederum 3,6 Millionen in Europa. Die Frage, warum in Europa eine dermaßen breite Diskussion über Flüchtlinge vorhanden ist, beantwortete Kripp mit einem Vergleich: „Vielleicht teilt der arme Mensch leichter als der reiche.“ Der Vergleich: Auf eine Bevölkerung von 743 Mio. Menschen in Europa entfallen 3,6 Mio. Flüchtlinge. Der Libanon habe rund 4,6 Mio. Einwohner und dort gebe es 1 Mio. Flüchtlinge.
Kripp regte zum Nachdenken darüber an, was wir tun können. Informationen seien wichtig. Südtirol habe, so ist es staatlich verfügt, 0,9 Prozent der nach Italien kommenden Asylwerber aufzunehmen. Derzeit sind das 1060 Leute. 450 davon werden von der Caritas und 610 vom Verein Volontarius betreut. 450 seien zudem obdachlos, diese sollen in die Quote des Landes aufgenommen werden. Die Asylsuchenden kommen überwiegend aus afrikanischen Ländern nach Italien. Kripp erklärte das langwierige Verfahren nach dem Asylantrag, welches bis zur Behandlung bis zu eineinhalb Jahren dauern kann. Bei Ablehnung des Asylantrages tauchen die meisten betroffenen Personen in die Illegalität unter. Eine Rückkehr in ihr Heimatland ist vielfach mit der Scham des Scheiterns verbunden. Kripp wünschte sich, dass die Kompetenzen zwischen Staat und Land besser geklärt werden.  „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache, als die Wahrnehmung“, bemerkte der Präsident des Freundeskreises Andreas Folie in der Diskussion. Die Anregung vom Freundeskreis-Vorstandsmitglied Gerhard Kapeller, 500 Euro an die Hintergrundakteure, an die HelferInnen im Haus Ruben von Mals zu spenden, fand bei den Anwesenden volle Unterstützung.
Nach dem Vortrag wurde mit den Patres die Vesper gefeiert und anschließend gemeinsam marendet. (eb)

60 Jahre Fraktion Laas

s14sp123 8780Laas - Eine schlichte Feier im Josefshaus von Laas am 9. März bildet den Auftakt für „60 Jahre Eingenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte Laas“. Mit Matthias „Mohler Hias“ Oberhofer und Sepp Noggler hat Fraktionspräsident Oswald Angerer zwei Verfechtern der Fraktionsverwaltungen geladen.

von Erwin Bernhart

Ich kämpfe für die Eigenständigkeit und für den Fortbestand der Fraktionen.“ Sepp Noggler, im Regionalrat auch zuständig für die Eigenverwaltungen, positioniert sich im Laaser Josefssaal klar.

Organspende

s14 organspMartell - Zu einem hochkarätig besetzten Informationsabend lädt die Vereinigung Freiwilliger für die Organspende (aido) nach Martell. Am 7. April werden ab 20.00 Uhr im Vereinshaus von Martell Stephan Eschertzhuber (Transplantationschirurgie Innsbruck), Bruno Giacon (Primar der Nephrologie am KH Bozen und Landeskoordinator für Transplantationen), Peter Zanon (Primar der Intensivmedizin am KH Bozen), der Vorsitzende von aido Vinschgau Gustav Kofler, Pfarrer Paul Schwienbacher  und betroffene Transplantierte Impulsreferate halten.

Sparen am falschen Ort

Aus dem Gerichtssaal - Wohlwollende Leser dieser Rubrik haben angemerkt, dass es an der Zeit wäre, mit der „tendenziösen“ Berichterstattung aus der Gemeindestube von Schlanders endlich aufzuhören. Anstatt ständig Salz in offene Wunden zu streuen und das heimische Nest zu beschmutzen, sollten vielmehr Geschichten wie jenen vom fidelen Gefängniswächter, Jägern und Wilderern, langseckelten Schnalsern, durch „Cerini“ verursachten Unfällen beim „schwarzen“ Schnapsbrennen und ähnlichen der Vorzug gegeben werden. Nun, nachdem auch beim „Vinschgerwind“ der Leser König ist, erzählen wir heute eine wahre, aber deswegen nicht weniger skurrile Geschichte aus dem beruflichen Alltag. Deren Darsteller müssen natürlich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes ungenannt bleiben. Ein Vinschger kam gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wohlbehalten und in voller Ausrüstung „aus dem Felde“ zurück. Zu Hause angekommen, warf er sein gesamtes „Kriegswerkzeug“ (Gewehr, Munition, Handgranaten, Helm, Tornister usw.) in den hintersten Winkel des Kellers, froh, mit heiler Haut davongekommen zu sein und endlich einer friedlichen Tätigkeit nachgehen zu können. Der Mann war in der Zwischenkriegszeit in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen und im Krieg auch nicht gerade auf der Butterseite zu liegen gekommen, weshalb er einen ausgeprägten, ja geradezu krankhaften Sparsinn entwickelt hatte. Er heiratete, doch nach ein paar Monaten Ehe „verschickte“ er seine Frau, weil sie ihn zu viel kostete. Er arbeitete in der Schweiz, sparte sich buchstäblich alles vom Mund ab, und als er in Rente ging, legte er auch die Pension zu den angehäuften Ersparnissen. Später kam er ins Altersheim. Er hatte eine offene Haut, weshalb er nicht schlafen konnte. Das Pflegepersonal riet ihm, sich ein Wasserbett zu kaufen. Da er diese Auslage (ca. 2.000 Euro) aus eigener Tasche hätte bestreiten müssen, versagte er sich einen derartigen „Luxus“. Als der gute Mann verstarb, hinterließ er, geparkt auf einem Kontokorrent (!) bei einer Bank, ein Barvermögen von ca. 400.000 Euro sowie ein Wohnhaus. Für die Zwecke der Erbschaftsmeldung mussten die Verwandten ausgeforscht werden. Als einzige Erbberechtigte kam dabei die schon nach ein paar Monaten Ehe wegen Verschwendungssucht verstoßene Frau in Frage, von der sich der Sparsame aus Kostengründen nie hatte scheiden lassen. Als die Begünstigte von ihrem Glück erfuhr, war sie so überrascht, dass sie ihren Blasendruck nicht mehr kontrollieren konnte und sich vor Freude in die Hosen machte!
Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Asche auf’s Haupt, aber...

s2 erwin 2854Dass der Vinschgerwind bei der SVP Bezirksversammlung in Schlanders gleich öfters zitiert worden ist, spricht für unsere Analysen und die zusammengetragenen Daten in der letzten Titelgeschichte, die Auskunft über den Zustand der Südtiroler Volkspartei im Vinschgau geben. Asche auf’s Haupt streute etwa der SVP-Bezirksvize Helmut Fischer: „Wir kämpfen mit der Tatsache, dass wir immer weniger werden.“ Von 5000 Mitgliedern auf 3000 geschrumpft ist der Bezirk in wenigen Jahren. „Kein Geld, keine Kandidaten, keine Mitglieder“, sagte Fischer trocken. „Wenn keine Mitglieder mehr sind, gibt es auch keine Volkspartei mehr.“ Dann kam das Aber: „Wir müssen uns in Zukunft politisch definieren und weniger über die Anzahl der Mitglieder.“ Fischer hat damit wohl Recht und  meinte die SVP-Ortsausschüsse in den Dörfern, die SVP-Ortsobfrauen und -männer  und er nannte sogar ein konkretes Beispiel: „Die Ortsgruppen sollen sich zum Beispiel des Flüchtlingsthemas annehmen.“ Oder eben anderer Themen vor Ort, die unter den Nägel brennen, die die Gemeindeverwaltungen vor sich herschieben.
Als ob mancher Bürgermeister vorausgeahnt hätte, dass mit aktiven Ortsgruppen möglicherweise unliebsame Polit-Konkurrenz in der eigenen Gemeinde erwachsen könnte, wurden in bestimmten Gemeinden die Ortsgruppen klein gehalten oder sogar in Kauf genommen, dass es sie gar nicht mehr gibt. Dieser Umstand könnte als zusätzliche Erklärung für den eklatanten Mitgliederschwund dienen. Ohne aktive oder vielleicht korrigierend eingreifende SVP-Ortsgruppe lässt es sich offenbar leichter und ungenierter regieren. Ich will damit keineswegs behaupten, dass eine SVP-Ortsgruppe die bessere Opposition wäre, aber ein Korrektiv allemal.

Kostbare Perle

Die Gemeinde Mals ist eine „Alpine Perle“. Die Mitgliedschaft bei den „Alpine Pearls“ kostet Geld. 6.000 Euro hat die Gemeinde als erste Rate kürzlich für das Perlendasein bezahlt.

VinschgauCard

s4 8456Vinschgau - An den Gerüchten, dass sich Vinschger Touristiker über die zeitweilige Schließung der Vinschgerbahn im Jahr 2018 jetzt schon mokierten, sei nichts dran.  Dies sagt der auch für die MobilCard Vinschgau zuständige Lukas Stecher von Vinschgau Marketing. Die Südtiroler Transportstrukturen AG, die STA, die für die Elektrifizierung der Vinschgerbahn einen minutiösen Plan ausgearbeitet hat, hat Vinschgau Marketing die exakten Schließungstage der Vinschgerbahn für das Jahr 2018 mitgeteilt, ebenso die dafür vorgesehenen Busersatzdienste, so dass die Kommunikation an die bei der MobilCard mitmachenden Gästebetriebe reibungslos funktioniere. „Natürlich hoffen wir, dass die Terminplanung eingehalten wird“, sagt Lukas Stecher. Volles Verständnis bringe man der Planung für die Elektrifizierung wegen der umfangreichen Arbeiten entgegen. Im laufenden Jahr 2017 gebe es ohnehin keine Probleme aufgrund von Schließungstagen (zwei Tage im April fährt der Zug nicht - sh. STA Anzeige) und 2018 werde die MobilCard auch für die Busersatzdienste gelten, so dass von Seiten der Gäste wohl keine Regressansprüche zu erwarten seien. Von Seiten der Gästebetreibe habe man bisher kaum Beanstandungen bzw. Bedenken erhalten. (eb)

Scharmützel unter „Freunden“

s5 8768Mals - Ein Scharmützel lieferten sich letzte Woche zwei Parteifreunde: Der Malser BM Ulrich Veith (rechts) und der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler (links). Die Neue Südtiroler Tageszeitung hatte aus der letzten Titelgeschichte des „Vinschgerwind“  ztitiert und in Mals nachgefragt, wer denn für die „parteipolitische Wüste“ in der Gemeinde und vor allem im Dorf Mals verantwortlich sei. BM Veith ließ sich zitieren: „Der Mitgliederschwund hängt mit dem Verhalten gewisser SVP-Mandatare bei den Gemeinderatswahlen 2015 zusammen.“ Die Tageszeitung übersetzte: Die offene Unterstützung des Malser SVP-Landtagsabgordenten Sepp Noggler für die offene Gemeindeliste habe viele Parteifunkionäre vor dem Kopf gestoßen.
Am nächsten Tag ließ die Tageszeitung den Sepp Noggler den Vorwurf zurückweisen. Es sei einfach, sagte Noggler, anderen Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben. Mit sieben seiner Familienmitglieder habe er sichergestellt, dass Mals zumindest ein Stimmrecht behalten hat. (eb)

Prozessionsspinner-Gefahr für Hunde

s5 6318Vinschgau - Trotz aller Bekämpfungsversuche, die Prozessionsspinner sind in den Schwarz-Föhrenwäldern an der Vinschger Sonnenseite noch nicht verschwunden. Was viele Hundebesitzer nicht wissen: Wenn ihre Lieblinge auf die kriechenden Raupenschlangen drauf treten, können die Gifte der Nesseln in die Fußballen eindringen.  Die Hunde lecken daran. Und das führt zu Schädigungen der Zungen- und Mund-Schleimhäute. Die Folge können Nesselausschläge sein oder sogar lebensbedrohliche Allergieschocks. Darauf macht die Tierärztin Karoline Schwalt in Mals aufmerksam. Sie rät zu alternativen Spazierwegen, wenn die Raupen am Boden ihre Prozessionen ziehen. (mds)

Vorsichtig optimistisch

s4 8901Schlanders/Vinschgau - Die SVP-Gremien im Bezirk sind neu bestellt - die alte Mannschaft macht weiter. Nicht mehr dabei sind der Malser BM Ulrich Veith und der Kortscher Obmann Gerhard Dietl. Der alte und neue SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger verströmt Optimismus.

von Erwin Bernhart

Wenn einer Optimismus verströmen kann, dann Albrecht Plangger. Seit drei Jahren ist Plangger auch SVP-Bezirksobmann.

Weißes Gold bringt viele Euros

s5 0393Schlanders/Göflan - Dass die Gemeinde Schlanders und die Fraktion Göflan keine Gelegenheit auslassen, die Forststraße vom Wantlbruch bis nach Göflan als Marmorstraße zu etablieren, wird vor allem dann verständlich, wenn man sich die Einnahmen über den Marmor anschaut.

Meine Vorfahren

s5 13906902 Subscription Monthly MGlosse - Man sagt, in der Flüchtlingsfrage sei Aufklärung gefragt und notwendig. Aber wie? Was ist sinnvolle Aufklärung? Nackte Zahlen? Gewiss sind auch solche nötig. Nun hab’ ich irgendwo gelesen, dass Religionen nicht unbedingt zur Aufklärung beitragen - die sind ja teilweise für die großen Differenzen verantwortlich. Also lassen wir die Religionen für die Aufklärung weg. Die Naturwissenschaften sind da schon ein Stück weiter. Nehmen  wir die Evolution. Die ist mehr als eine Theorie, die ist wissenschaftlich abgesichert. Mit Vernunft zugänglich, aufgeklärt also und für die Aufklärung auch in der Flüchtlingsfrage höchst nützlich. Starten wir mal in die Vergangenheit zurück: Die Menschen und die Affen haben einen gemeinsamen Vorfahren. Die Uroma dieses gemeinsamen Vorfahren war wohl so etwas wie eine Spitzmaus (das erste Säugetier nach den Dinosauriern). Der Vorfahr der Spitzmaus schwamm im Meer als Riesenfisch. Die Vorfahren des Riesenfisches waren letztlich Bakterien. Diese Reise ist zugegeben etwas schnell. Aber sie stellt einige Fragen: Waren die Vorfahren vom Jesus und vom Mohamed und vom Moses und vom Budda alles Bakterien? Evolutionsbiologische Antwort: Yes. (win)

Detektive der Nächstenliebe

s6 VinzenzgemeinschaftUnter dem Dach der Vinzenzgemeinschaft Vinschgau gibt es fünf Vinzenzkonferenzen, und zwar in den Orten Schlanders, Latsch, Mals, Burgeis und Martell. Deren Mitglieder haben ein gemeinsames Ziel: Sie kümmern sich um Menschen in Not. Sie sammeln Spenden, helfen im Stillen, unbürokratisch und schnell. Und sie tun das alles ehrenamtlich. Jeder gespendete Euro kommt den Bedürftigen zugute.

von Magdalena Dietl Sapelza

Es gibt sie - die Not in Südtirol - die Not im Vinschgau. Und diese hat viele Gesichter. Viele Menschen leben finanziell am Limit und haben keine Reserven für Notfälle. 

Warum ich immer noch die DOLOMITEN lese....

PM 200317 presseAls Kind der Nachkriegszeit war Lessestoff rar und so begnügte ich mich mit der Lektüre am Kloo. Mein Vater zerteilte fein säuberlich die von ihm abgelegte DOLOMITEN in gleichmäßige , rechteckige Papiere, es war Kloopapier und Lesestoff gleichzeitig. Das interessante beim Lesen dieser Ausschnitte dabei war immer das Suchen nach der Fortsetzung. Eine Medienvielfalt gab es nicht.
In den turbulenten Bomben und 68-iger Jahren war es in den von mir in dieser Zeit frequentierten linken Kreisen absolut verpönt, eine so bürgerlich und spießige Zeitung wie die DOLOMITEN zu lesen. Ich war ein begeisterter SPIEGEL-Leser. Todesnachrichten von Südtirolern oder lokale Ereignisse, die standen nicht in der linksradikalen Presse und so mußte ich klammheimlich einen Blick in die DOLOMITEN werfen.
Heute sind die internationalen Themen der DOLOMITEN häufig von der schnelllebigen Internetzeit überholt. Bereits Stunden vor Erscheinen der Zeitung werden die Artikel von den verschiednesten Plattformen aufbereitet und von mir durchgehechelt. Ein wortähnlicher Abklatsch steht in der druckfrischen DOLOMITEN.
Das Paradepferd der DOLOMITEN sind und bleiben Todesnachrichten und Anzeigen.
Sie sind ein Monopol der DOLOMITEN und jeder echte Südtiroler sucht und findet diese tägliche Information. Für mich eine wichtige tägliche Information, bei der ich froh bin, kein mir bekanntes Gesicht gefunden zu haben.
Im lokalen Bereich wird es kritisch!
Da muß man schon Imker, Kapellmeister, Sangesbruder o.ä. sein um von einem Artikel, Titel oder Foto echt gefesselt zu sein. Aus einem Jubiläum oder über Vereinsneuwahlen eine spannende Schlagzeile zu fabrizieren, dazu braucht es großes Talent und viel Geduld des Redakteurs.
Warum ich nach 65 Jahren noch DOLOMITEN lese ?
Durch aufmerksames konzentriertes Lesen in der politischen Südtiroler Berichterstattung der DOLOMITEN, wird immer wieder über einzelne, politisch aktive Personen plötzlich nichts mehr berichtet!
Sie verschwinden ganz einfach.
Diese nicht mehr erwähnten Personen sind interessant, meistens innovativ, aufgeschlossen, praktisch denkend und vor allem äußerst vorausschauend und wichtig für Südtirol.
Kurz gesagt: ich lese das Tagblatt der Südtiroler DOLOMITEN weil ich hier etwas finde was nicht gelesen werden kann.
Nachsatz:  Meinungs- und Pressefreiheit sind ein Reichtum der Demokratie ! Punkt


http://meran-denkt.info/medien-und-pressevielfalt-in-suedtirol/

Autonomiekonvent: Region abschaffen oder neu interpretieren

Autonomiekonvent - Verschiedene Vorschläge im Konvent der 33 in Bezug auf die Autonome Region – Neuinterpretation oder Abschaffung diskutiert

Über Grundsätzliches zur Zukunft der Autonomen Region Trentino-Südtirol wurde bereits Anfang Juli im Konvent der 33 diskutiert und kein Konsens gefunden. Auch bei der Freitagssitzung war die Diskussion wieder Anlass für eine intensive Debatte mit vielen inhaltlichen Vorschlägen. Die Meinungen der Konventsmitglieder gingen auseinander, Einigkeit herrscht in Bezug darauf, dass die Autonome Region in heutiger Form ihre Berechtigung verloren hat. Die Diskussion drehte sich im Zuge der dreistündigen Sitzung um die Abschaffung oder um eine funktionelle Umwandlung.

Unterstrichen wurde, dass die Region bereits jetzt in einer marginalen Position ist, besonders da die Weiterentwicklung der Autonomie schon seit geraumer Zeit in den autonomen Provinzen stattfinde. Die Region dürfe deshalb in Zukunft keine Gesetzgebungs-und Verwaltungskompetenzen haben und solle eine neue Funktion als „Ort der Begegnung“ und institutionelles Bindeglied erhalten. In der Region könnten in Zukunft gemeinsame Strategien abgestimmt und grenzüberschreitende Zusammenarbeit koordiniert werden. Für die Koordination könne auch eine „consulta regionale“ geschaffen werden, bei der sich die beiden Landesregierungen auf gemeinsame Strategien einigen könnten.

Ob es für eine solche Zusammenarbeit eine institutionalisierte Plattform braucht, wird in diversen Wortmeldungen in Frage gestellt. Dies würde nur Mehrkosten schaffen und eine privilegierte Zusammenarbeit mit dem Trentino könne auch anderweitig ausgestaltet werden. Man solle als Konvent der 33 klare Forderungen stellen. Die Autonome Region Trentino-Südtirol habe heute keine Existenzberechtigung mehr und gehöre ersatzlos abgeschafft. Sie habe keinen guten Einfluss auf das Zusammenleben zwischen Südtirol und Trentino gehabt. Ein weiterer Vorschlag sieht die Zukunft in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Neben technisch-juridischen Aspekten bezogen sich die Wortmeldungen auch auf Aspekte der gemeinsamen Geschichte und Identität mit Tirol und dem Trentino, der nachbarschaftlichen Beziehungen und der ladinisch- und deutschsprachigen Minderheiten im Trentino. Auch wurde in der Sitzung vorgebracht, dass es im Forum der 100, dem Bürgerforum des Autonomiekonvents, in der Arbeitsgruppe 1 einen „Minimalkonsens“ zur Abschaffung der Region in ihrer jetzigen Form gebe.

Die Diskussion ist auf www.konvent.bz.it nachzuverfolgen. Die nächste Sitzung des Konvents der 33 findet am 24. März im Südtiroler Landtag statt.

 

Taufers im Münstertal: Bauarbeiten im Ortskern werden bald übergeben

PM 200317 taufersDie Arbeiten zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt in Taufers im Münstertal werden am 27. März offiziell übergeben.

Nun kann die Umsetzung des Verkehrskonzeptes in der Gemeinde von Taufers im Münstertal im Vinschgau beginnen. Die entsprechenden Arbeiten werden am 27. März den Bauunternehmen Josef & Co. KG aus Prad übergeben. Vorgesehen ist die Umgestaltung der Staatstraße im Abschnitt zwischen östlichem Ortseingang und Ortszentrum, wobei vorrangig die Verkehrssicherheit erhöht und die Ortsdurchfahrt verbessert werden soll. Auf beiden Seiten der Straße sind großteils abgesenkte Funßgängerstreifen geplant. Zudem wird eine Fußgängerüberquerungen geschaffen. Auch der in der Straße verlaufende Dorfwaal wird saniert.

Die vorgesehenen Eingriffe gehen im Wesentlichen auf eine Verkehrsstudie von Professor Knoflacher von 2007 zurück, und wurden im Laufe der Planung von Ulrich Innerhofer an die nationale und lokale Gesetzgebung angepasst. Innerhofer ist auch für die Bauleitung und Sicherheitskoordination zuständig. Die Arbeiten werden zum größten Teil vom Land finanziert und beauftragt. Die Gemeinde hat die Projektierung übernommen und beteiligt sich auch an den Bauarbeiten. Von den genehmigten Gesamtkosten von 785.000 Euro für das erste Baulos des Bauvorhabens übernimmt die Gemeinde 173.000 Euro.

Die Arbeitsdauer wird mit 200 Tagen angebeben. Somit werden die Arbeiten voraussichtlich innerhalb Oktober 2017 abgeschlossen. Verfahrensverantwortlicher ist Augustin Hueber vom Landesamt für Straßenbau West. Insgesamt sind für die Neugestaltung der Straße im Ortskern zwei Baulose vorgesehen.

SAN

Aktuelle Seite: Start Politik