VinschgerWind

KAUNERTALER GESCHICHTEN ONLINE FÜR DIE EWIGKEIT

Der Tourismusverband Tiroler Oberland - Kaunertal Tourismus präsentierte am 19. Juli in den historischen Ögg-Höfen das einzigartige digitale, audiovisuelle Zeitzeugen-Archiv. Der bekannte deutsche Filmemacher Thomas Junker interviewt dazu über 200 Menschen mit bemerkenswerten Geschichten aus dem Tal. Darunter auch Persönlichkeiten wie Tobias Moretti und Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Ab sofort ist der Erfahrungsschatz unter www.kaunertaler-zeitzeugen.at online.
 

Der Kaunertaler Hotelier Charly Hafele hatte die zündende Idee: Persönliche Erfahrungen aus dem Tal für die kommende Generation zu archivieren. Durch seine langjährige Freundschaft mit dem Dokumentarfilmer Thomas Junker nahm das Projekt schnell konkrete Formen an. Für den 150-minütigen Film „Ein Jahr im Kaunertal – Nacht & Heint“ wurden 2014 und 2015 bereits über 60 Zeitzeugen interviewt. Bis 2019 befragt der deutsche Filmprofi nun insgesamt über 200 Menschen. 700 bis 800 wertvolle Berichte aus dem Kaunertal entstehen in dieser Zeit. Für den Tourismusverband ein großer Nutzen: „Storytelling wird für die Vermarktung einer Region immer wichtiger. Wir vermitteln unseren Gästen mit dieser Plattform authentische Geschichten aus ihrem Urlaubsort. Das Kaunertal prägt nicht nur die unberührte Naturlandschaft sondern auch die Menschen, die hier seit Generationen leben. Diesen Erfahrungsschatz können wir ab nun unseren Urlaubern online zur Verfügung stellen“, erklärt TVB-Geschäftsführerin Michaela Gasser. Die Sammlung der neuen und schon vorhandenen Zeitzeugeninterviews hält das kulturelle und gesellschaftliche Erbe des gesamten Kaunertales und seiner Menschen lebendig.

WERT DES PROJEKTES UNBEZAHLBAR

Finanziert wird die Erstellung und Befüllung des Online-Archivs mit Hilfe des EU-Leaderprogramms, von Land Tirol, Tourismusverband Tiroler Oberland und den Gemeinden Kaunertal, Kauns und Kaunerberg. Insgesamt budgetierten die Verantwortlichen 54.000 Euro. „Ohne das Entgegenkommen von Thomas Junker wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen. Wer die Arbeiten von ihm kennt, weiß, dass sein Einsatz unbezahlbar für uns ist“, erzählt der Kaunertaler Bürgermeister Pepi Raich. Junker gilt als einer der erfahrensten Journalisten Deutschlands. Für ARD und MDR reist er um die ganze Welt. Dabei porträtiert er das Alltagsleben der Menschen, die er entlang seiner Wege trifft. Die Gespräche im Kaunertal sind etwas ganz Besonderes für ihn: „Die Fülle an vorhandenen Geschichten hat mich überrascht. Ich sehe mich als Werkzeug für die Talbewohner, um ihre Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, berichtet der Filmemacher.

BUNDESPRÄSIDENT WIRD ZEITZEUGE

Schauspieler Tobias Moretti hat seine Eindrücke bereits archiviert und schwärmt dabei vom „Herz der Alpen“. Nun folgt mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein weiterer bekannter Interviewpartner. „Die Zusage des Präsidenten ist eine schöne Aufwertung des Archivs. Seine Erfahrungen und Berichte aus dem Tal sind nämlich äußerst spannend. So viel können wir schon verraten“, informiert Michaela Gasser. Die Initiatoren sind sich einig, dass dieses Projekt weiterleben muss. „Die Geschichten aus dem Tal gehen nie aus“, erklärten alle Beteiligten unisono.

Vinschger Bahn ab Sonntagfrüh wieder in Betrieb

PM 060717 bahnAb Sonntag, 23. Juli, fährt die Vinschger Bahn wieder. Das Schließsystem der Bahnschranken ist nun mit einer doppelten Kontrolle gesichert.

Ab Sonntag verkehrt die Vinschger Bahnwieder mit gewohntem Fahrplan.„Die Techniker der STA und der zuständigen Firmen haben in den vergangenen Tagen intensiv daran gearbeitet, um das Schließsystem der Bahnschranken entlang der ganzen Linie mit einer doppelten Kontrolle zusätzlich zu sichern“, erklärtMobilitätslandesrat Florian Mussner. Seit dem 6. Juli verkehren auf der Vinschger Bahn aus Sicherheitsgründen keine Züge, nachdem bei einer Bahnschranke ein Defekt am Schließsystem aufgetreten war.

Wie derDirektor der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) Joachim Dejacoerläutert, wurde folgende Lösung umgesetzt: „Die Sensoren, die das Schließen der Schranken überprüfen, wurden mit jenen Sensoren gekoppelt, die die Öffnung überwachen - mit dieser doppelten Kontrolle wird künftig im Falle eines Fehlverhaltens eines Bestandteils gänzlich ausgeschlossen, dass ein Zug über die Bahnübergänge fahren kann“.

Dazu wurden in den vergangenen Tagen alle32 Bahnübergänge mit insgesamt 74 Schranken neu verkabelt, jeder einzelne Motor der Schrankenantriebe sowie jeder Bahnübergang als Ganzer wurde von den Technikern der Firmen Wegh, Ansaldo STS und der STA getestet. Der Umbau wurde von Italcertifer, einem unabhängigen Sicherheitsprüfer, im Vorfeld validiert und für sicher befunden. „Ohne diese Bestätigung hätten wir diesen Umbau nicht durchgeführt und ohne diese Bestätigung würden die technischen Änderungen vom Landesamt für Eisenbahnen und Flugverkehr nicht genehmigt werden können“, unterstreicht Dejaco.

Bis morgen, Samstagnachmittag, werden noch die letztenTestsdurchgeführt, die Prüfberichte und das Assessment nochmals geprüft und nach Abschluss aller Umbauten und Tests werden die technischen Änderungen auch formell genehmigt.

„Wir danken den Fahrgästen nochmal für das Verständnis“, betont Landesrat Mussner. Ein Dank gelte laut Mussner auch all jenen, die in dieser völlig unerwarteten Situation schnell und kurzfristig um eine Lösung sowie um eine Behebung des Defekts bemüht waren. Als Ersatz für die Bahn wurden Busse eingesetzt. Täglich waren 30 Fahrer und 20 Busse mit 160 Fahrten im Einsatz. "Der unerwartete Ausfall der Vinschger Bahn hat leider Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste mit sich gebracht, und das bedauern wir. Es ist aber auch einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig diese Bahnverbindung mittlerweile ist", sagt Mussner.

 

 SAN

Einseitige SAD-Kündigung von Zusatzverträgen ist Missbrauch von Arbeitnehmern

PM 210717 2617SVP-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der ArbeitnehmerInnen Helmuth Renzler wirft der SAD-Führung Brutalität im Umgang mit ihren Bediensteten und Chauffeuren vor. Konsolidierte betriebliche Zusatzverträge, so wie sie bei der SAD schon seit 1988 gibt, hat das Unternehmen als Arbeitgeber nicht einseitig zu kündigen.

Ein finanzieller Schaden von bis monatlich 400 Euro entsteht den lohnabhängigen SAD-Arbeitnehmern, wenn die SAD ihre konsolidierten betriebliche Zusatzverträge am 5. September 2017 einseitig kündigt. Diese angedrohte Absicht, das Handeln der SAD der letzten Monate und die sich daraus ergebenden notwendigen Streitigkeiten, erinnern an die Arbeitskämpfe der 70iger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Hart erkämpfte grundlegende Rechte von ArbeitnehmerInnen sind nun wieder in Gefahr.

„Ich erwarte mir massive Unterstützung und Verurteilung der SAD durch die Wirtschaftsverbände. Diese Entwicklung in Richtung Vergangenheit ist unmenschlich, unmoralisch und verwerflich. Ohne in die Zuständigkeiten der Sozialpartner eingreifen zu wollen, kommen die SVP-ArbeitnehmerInnen nicht umhin die letzten Ereignisse bei der SAD aufs Schärfste zu verurteilen. Wenn die SAD meint sich auf Kosten der Arbeitnehmer Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, dann irrt sie sich gewaltig. Die gesamte ArbeitnehmerInnen-Bewegung steht voll hinter der SAD-Belegschaft“, erklärt der Vorsitzende Helmuth Renzler.

Sollten die Verbände die Vorgehensweise der SAD stillschweigend hinnehmen und untätig bleiben, so könnte sich dieses Verhalten wie ein Lauffeuer auf viele weitere Bereiche ausdehnen. Arbeitnehmer und Mitarbeiter von Privatbetrieben dürfen niemals Mittel und Zweck für Spekulationen sein oder gar als Faustpfand für die Umsetzung finanzieller Interessen einzelner Personen oder Personengruppen herhalten.

„Die SAD führt einen öffentlichen Dienst durch, dessen Qualität sich in letzter Zeit sehr verschlechtert hat. Ganz augenscheinlich ist dies nur auf die katastrophale Personalpolitik der SAD zurückzuführen. Sicherheit der Passagiere, Zweisprachigkeit, Ortskundigkeit der Chauffeure, geregelte Dienstzeiten und sichere Entlohnungen sind Mindeststandards, welche einzuhalten sind. Scheinbar ist die SAD aber nicht bereit diese zu garantieren. Deshalb ist ernsthaft darüber nachzudenken, ob der öffentliche Verkehrsdienst in Zukunft nicht ausschließlich von der öffentlichen Hand betrieben werden sollte. Die SAD-Missstände sind schnellstens zu beseitigen und die SAD-Belegschaft braucht Schutz“, fordert der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

Landwirtschaft ist keine Selbstverständlichkeit

PM 200717 lw1Beim jährlichen Sommergespräch der Südtiroler Bäuerinnenorganisation mit den bäuerlichen Vertretern zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Diskussion: Wie geht es weiter mit der Südtiroler Landwirtschaft, deren Besonderheit die kleinstrukturierten Familienbetriebe sind?

Es wird nicht einfach: Stalltüren schließen ihre Tore für immer, zu viele Auflagen und zu hohe Bürokratie, wenig Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, fehlende Weichenstellung in der Agrarpolitik ab 2020, niedere Rentenabsicherung. Beim Sommergespräch des Landesbäuerinnenrates mit Landesrat für Landwirtschaft Arnold Schuler und den bäuerlichen Landtagsabgeordneten Maria Kuenzer, Albert Wurzer und Sepp Noggler diskutierten die Bäuerinnen in Neustift über die Themen der Zukunft. Landesrat Arnold Schuler: „Leider sind auf EU-Ebene die Weichen für das Förderprogramm 2020 immer noch nicht gestellt. Die Verhandlungen werden nicht einfach. Wir hoffen aber, dass wir als Berggebiet mit unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft punkten können.“ Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer forderte ganz klar: „Die Frauen am Land müssen bei den Fördermaßnahmen besonders berücksichtigt werden, denn von ihnen hängt es ab, ob der ländliche Raum auch in Zukunft als Lebensraum wahr- und angenommen wird.“

Ein zentrales Thema in diesem Zusammenhang war auch die Rentenabsicherung. „Wie müssen den Bäuerinnen die Möglichkeit schaffen, sich innerhalb der Bauernversicherung besser abzusichern, denn ansonsten ist der „Vollzeit Beruf Bäuerin“ mit ein Grund für die Altersarmut der Frauen.

Bezirksbäuerin Anna Jocher stellte fest: „Leider ist in vielen Schichten der Bevölkerung der Wert der Berglandwirtschaft in Südtirol nicht bewusst. Die gemähten Wiesen, bewirtschafteten Almen und das schöne Landschaftsbild werden als Selbstverständlichkeit genommen.“ Dass das von Bäuerinnen und Bauern geprägte Landschaftsbild Südtirols aber in keinster Weise eine Selbstverständlichkeit ist, waren sich alle einige.

Auch die Soziale Landwirtschaft war Thema beim Treffen. „Vor allem Bäuerinnen übernehmen hier einen wichtigen sozialen Aspekt für die Gesellschaft und sichern so das Überleben der Höfe,“ so L.-Abg. Maria Kuenzer. L.-Abg. Wurzer und L.-Abg. Noggler informierten u.a. über das neue Schulprojekt in den Oberschulen, das den Studierenden auch hauswirtschaftliche Kenntnisse mit auf den Weg geben soll. „Egal ob für den eigenen Haushalt oder ein weiterführendes Studium, diese Fähigkeiten braucht es für das ganze Leben.“

PM 200717 lw2Durchaus kritische Töne kamen von den Bezirksbäuerinnen zum Thema Bär und Wolf. „Wie kann ich den Schafen und den Bienen erklären, wie sie sich in Zukunft verhalten sollen, wenn sie dem Bär begegnen?“, fragte Bezirksbäuerin Waldtraud Ladurner.

Landesbäuerin Erschbamer bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den politischen Standesvertretern und hob hervor, wie wichtig es ist, gemeinsam an Lösungen und Zukunftsvisionen zu arbeiten. Und sie unterstrich abschließend den Stellenwert der Arbeit der Bäuerinnen und Bauern und mahnte: „Dinge als selbstverständlich zu nehmen sind der beste Weg, sie zu verlieren. Schätzen und fördern wir unsere bäuerlichen Familien.“

 

L'agricoltura non è qualcosa di scontato

 

Durante uno dei colloqui estivi dell'Associazione delle Donne Coltivatrici Sudtirolesi con i rappresentanti della politica agricola è stato trattato un tema particolare: Quale contributo possono avere le piccole aziende agricole a gestione familiare per lo sviluppo dell’agricoltura in Sudtirolo?

Non sarà facile: le porte delle stalle rischiano di chiudere per sempre. Troppe condizioni e troppa burocrazia, poco apprezzamento per il lavoro dei contadini, poca svolta in materia di politica agricola a partire da 2020, una bassa protezione pensionistica. Durante i colloqui estivi del consiglio provinciale delle contadine a Varna con l’assessore provinciale all’agricoltura Arnold Schuler e i consiglieri provinciali Maria Kuenzer, Albert Wurzer e Sepp Noggler le contadine hanno affrontato i temi del futuro riguardanti l’agricoltura in Sudtirolo.

L’assessore Arnold Schuler dice: "Purtroppo a livello europeo non è stato ancora stabilito un programma di sostegno a partire dal 2020. Le negoziazioni non sono facili. Speriamo però di puntare con le nostre piccole aziende agricole a gestione familiare". Presidente dell’Associazione delle Donne Coltivatrici Sudtirolesi Hiltraud Erschbamer richiede in modo chiaro:" Le contadine hanno bisogno di un particolare sostegno, perché sono loro a determinare se le aree rurali saranno considerate un habitat anche in futuro”. Un tema chiave in questo contesto è stata la protezione pensionistica.

"Devono essere create le giuste condizioni, in forma di un’assicurazione, per garantire alle contadine che lavorano a tempo pieno di non cadere nella povertà in età avanzata. La contadina distrettuale Anna Jocher ha detto: "Purtroppo, non tutti i gruppi sociali conoscono il vero valore dell'agricoltura in Sudtirolo. Prati ben curati, pascoli coltivati e un bellissimo paesaggio sono spesso dati per scontati". Un grande contributo dei contadini nel processo della creazione dell’immagine della regione non è un dato di fatto.

L'agricoltura sociale è stato anche un tema dei discorsi estivi. “Sono le contadine a dare un importante contributo alla società, garantendo la sopravvivenza delle aziende agricole", ha detto il consigliere provinciale Maria Kuenzer. I consiglieri Wurzer e Noggler hanno riferito, tra l'altro, su un nuovo progetto scolastico nelle scuole superiori durante il quale i studenti sviluppano le competenze gestionali. "Sono le competenze necessarie per tutta la vita che possono essere utilizzate in diversi contesti, a casa oppure durante lo studio."

Le voci piuttosto critiche provenivano dalle contadine sul tema dei orsi e dei lupi. "Come posso spiegare alle pecore o alle api come dovrebbero comportarsi quando incontrano un orso?", ha chiesto contadina distrettuale Waltraud Ladurner.

Il presidente dell’Associazione Hiltraud Erschbamer ha ringraziato i rappresentanti della politica per una buona cooperazione, sottolineando quanto sia importante lavorare insieme sulle soluzioni e visioni future. Infine, la Erschbamer ha dato risalto ad un importante contributo delle contadine nello sviluppo regionale aggiungendo: "Il migliore modo per perdere le cose è darle per scontate. Dobbiamo apprezzare e incoraggiare le nostre famiglie contadine".

Senat: Impfdekret mit breiter Mehrheit genehmigt, Großteil der Änderungswünsche des Südtiroler Landtags berücksichtigt.

Am heutigen 20. Juli hat der Senat den Gesetzentwurf zur Umwandlung des  Impfdekrets der Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin mit einer breiten Mehrheit (171 dafür, 63 dagegen, 19 Enthaltungen) genehmigt.
"Es ist uns im Rahmen der Behandlung des Senats gelungen, gemeinsam mit den Kollegen anderer Parteien, wesentliche Verbesserungen am Dekret zu erreichen, wie die Reduzierung der Pflichtimpfungen von 12 auf 10, die Streichung der Meldepflicht an die Staatsanwaltschaft beim Jugendgericht, die Reduzierung der Verwaltungsstrafe von ursprünglich 500 bis 7.500 Euro auf 100 bis 500 Euro, die Einführung eines Informationsgespräch vor Verhängung von Sanktionen und die Schutzklausel für die Autonomie. Letztere erlaubt zwar keine Reduzierung der Zahl der Pflichtimpfungen, da dieser Punkt als Mindeststandard zum Schutz der öffentlichen Gesundheit gemäß Autonomiestatut (Grenzen der autonomen Gesetzgebung) bindend ist, doch bleibt dem Land Handlungsspielraum z.B. für organisatorische Fragen, Verwaltungsabläufe usw.“, erklären die Südtiroler Senatoren Karl Zeller, Hans Berger und Francesco Palermo.
Damit seien  die meisten der vom Südtiroler Landtag am 7.6.2017 geforderten Forderungen berücksichtigt worden. Der Südtiroler Landtag habe sich nämlichnicht- anders als vielfach behauptet - gegen die Impfpflicht und gegen jede Art von Sanktionen ausgesprochen, sondern lediglich die Streichung des„Zulassungsverbots in Kinderhorten und Kindergärten, der drastische Erhöhung der Bußgelder und der Einschaltung des Jugendgerichts samt eventueller Folgemaßnahmen bis hin zum Entzug der elterlichen Sorgerechte" verlangt. Diese Punkte sollten laut Südtiroler Landtag durch andere geeignete Maßnahmen ersetzt werden, "welche die Einhaltung der Impfvorgaben der WHO für einen effizienten Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten gewährleisten"(siehe auch Stellungnahme der WHO gegenüber Italien in den Medien von heute).
Wie oben angeführt, sind all diese Punkte, mit Ausnahme des Zulassungsverbots in Kinderhorten und Kindergärten, das aufrecht bleibt, im Senat angenommen worden, insbesondere wurde auch  von einerdrastischenErhöhung der Bußgelder Abstand genommen und auf ein ähnliches Ausmaß festgelegt, wie es für die Pflichtimpfungen seit den 60-er Jahren vorgesehen war (wenngleich diese Strafen vielfach nicht mehr verhängt wurden).
"Es gibt hier zweifelsohne ein Spannungsfeld zwischen individuellen Rechten (Elternrecht) und dem kollektiven Grundrecht auf Gesundheitsschutz. Leider kann hier das individuelle Recht nicht uneingeschränkt geschützt werden, ohne das Recht auf Gesundheitsschutz der anderen Mitbürger in Mitleidenschaft zu ziehen. Wir können die Bedenken einiger Mitbürger gegenüber der Impfpflicht verstehen, sind aber der Meinung, dass dem Schutz vor Gesundheitsrisiken der gesamten Bevölkerung Vorrang zu gewähren ist. Niemand von uns ist Mediziner oder Impfexperte, aber wir vertrauen den Aussagen der herrschenden medizinischen Lehre, der Weltgesundheitsorganisation und der zuständigen medizinischen Dienste des Landes Südtirol, die unisono der Meinung sind, dass die Impfquote angehoben werden muss, um weiterhin den Schutz der Bevölkerung vor vielen, bereits ausgerottet geglaubten Krankheiten zu garantieren. In letzter Zeit sind in Italien z.B. wieder viele Fälle von Masern (mehrere Tausend) aufgetreten, die für einige Erkrankte, die nicht geimpft waren oder nicht geimpft werden konnten, schwerwiegende Folgen nach sich gezogen haben. Nicht zuletzt deshalb planen auch andere europäische Staaten wie Frankreich und Deutschland die Wiedereinführung der Impfpflicht, um die Durchimpfungsrate anzuheben“, erklären Zeller, Berger und Palermo.

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