VinschgerWind

SVP zum 7. Todestag von Silvius Magnago: „Sein Lebenswerk bleibt Auftrag und Verpflichtung!“

Am Donnerstag, 25. Mai jährt sich zum siebten Mal der Todestag von Altlandeshauptmann und SVP-Ehrenobmann Silvius Magnago (1914-2010). Die Südtiroler Volkspartei erinnert an den „Vater der Südtirol-Autonomie“: „Silvius Magnago ist und bleibt ein Vorbild an Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit“, sagt SVP-Obmann Philipp Achammer. „Sein politisches Lebenswerk ist und bleibt für uns Auftrag und Verpflichtung.“

„Über 40 Jahre hat Silvius Magnago die politische Entwicklung unserer Heimat maßgeblich geprägt“, erinnert Philipp Achammer, und zwar von 1960 bis 1988 als Landeshauptmann und von 1957 bis 1992 als SVP-Obmann. „Sein unermüdliches Wirken war von Ausgleich und Weitblick geprägt, gerade in den entscheidenden schwierigen Momenten der Südtirol-Geschichte.“

Silvius Magnago habe sich hartnäckig, aber geduldig für die sprachlich-kulturelle Absicherung der deutschen und ladinischen Minderheit sowie die Lösung der Südtirol-Frage eingesetzt. „Dabei hat er stets in der festen Überzeugung gehandelt, dass dauerhaftes Recht nur mit friedlichen Mitteln erreicht werden kann“, betont Philipp Achammer.

Die hart erstrittene und verhandelte Südtirol-Autonomie, ein Modell zur Lösung von Minderheitenkonflikten weit über Südtirol hinaus, gilt als das Lebenswerk von Silvius Magnago. „Wir sind heute gefordert, unsere Eigenständigkeit in Gesetzgebung und Verwaltung im Rahmen der Autonomie kontinuierlich weiterzuentwickeln“, meint Philipp Achammer.

AmSamstag, 27. Maiwirdab 9.00 Uhrim Rahmen eines Gottesdienstesin der Franziskanerkirchein Bozen an den vor sieben Jahren verstorbenen Silvius Magnago gedacht.

Schnellschuss Impfzwang

PM 240517 verdiIn diesen Tagen diskutiert Südtirol über die unverhältnismäßige, weit über das Ziel hinaus schießende Maßnahme der Regierung, 12 Pflichtimpfungen mit drakonischen Strafen für Nichteinhaltung einzuführen. Wir Südtiroler Grüne sind immer schon für die informierte und verantwortungsvolle Wahlfreiheit der Eltern in Sachen Impfungen eingetreten und verfolgen auch in diesen Tagen besorgt und einigermaßen konsterniert die Nachrichten aus Rom.

Entschieden werden wir uns, zusammen mit vielen empörten Eltern und auch ÄrztInnen, gegen diese Übertölpelung zur Wehr setzen. Das Recht auf Bildung darf nicht gegen das Recht auf Gesundheit ausgespielt werden. Und auf gar keinen Fall geht es an, dass die Gesundheit unserer Kinder als Verhandlungsmasse in den politischen Machtkämpfen missbraucht wird.

Bozen, 24. Mai 2017
Brigitte Foppa, Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba


Im Anschluss der Stand der Dinge im Parlament, aufgezeichnet von Florian Kronbichler.

Den Anfängen muss gewehrt werden, und Mobilisierung ist nie falsch. Mit der Ankündigung, die Impfpflicht zu verschärfen, auszuweiten und mit drastischen Sanktionen zu befeuern, hat die italienische Regierung Panik unter der Bevölkerung verbreitet. Das allein war schon unverantwortlich. Ein zwingender Anlass dazu war nicht erkennbar. Zu dem hochsensiblen Problem, gleich wie zu dem Umgang der Regierung damit, gibt es zudem keine sichere Information. Was man weiß, ist, dass die Regierung ein Dekret erlassen hat, und was Regierungschef Gentiloni und Gesundheitsministerin auf einer Pressekonferenz dazu gesagt haben.

 Der Rest ist Medienspekulation. Schwarz auf weiß lag das Dekret bis Dienstag dieser Woche nicht vor. Nicht einmal dem Parlament. Es entspricht jener Unart, wie die Regierung nach dem Vorbild von Gentilonis Vorgänger und Strippenzieher Renzi vorgeht: ankündigen, Krawall machen und die Fakten erst liefern, je nachdem, wie der Widerhall auf die Ankündigung ausfiel.

 Impfung und Impfpflicht sind ein so heikles Thema, dass es die Regierung zumindest auf wissenschaftlicher Grundlage und anhand sicherer Daten behandeln sollte. Im konkreten Fall geschieht das nachweislich nicht. Eine Parlamentarier-Abordnung sprach gestern, Dienstag um Auskunft in der staatlichen Pharma-Agentur Aifa, ihrem Präsident Vella und Generaldirektor Melazzini vor. Diese erklärten, zuverlässige Daten über gemeldete Impfschäden und Gegenindikationen „aus technischen Gründen“ nicht vorliegen zu haben und solche erst gegen Mitte Juni liefern zu können.

 Der Umstand ist schwerwiegend. Er bedeutet, dass das Parlament sowieso nicht, aber nicht einmal die Regierung und ihr Gesundheitsministerium zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Impf-Dekrets sichere Informationen über die herrschenden Verhältnisse hatte. Sie hat somit nicht nur undemokratisch, sondern auch inkompetent die Anzahl der Pflichtimpfungen erhöht, die Freiheit in der Wahl der Heilmittel eingeschränkt und schwer ins Elternrecht eingegriffen.

 Der genaue Wortlaut des Impfdekrets der Regierung ist dem Parlament für diesen Freitag versprochen. Es ist anzunehmen und zu hoffen, dass der Proteststurm, der bereits auf die Ankündigung hin aufgebrandet ist, in der dann veröffentlichten Verfügung erkennbar Niederschlag gefunden hat. Den Rest muss das Parlament liefern.

Rom, 23. Mai 2017
Florian Kronbichler

Lassen wir das Gras wachsen! Offensive gegen Herbizide auf Landes- und Gemeindeebene

PM 220517 PresseKonferenz2Die Grünen legen einen Landesgesetzentwurf und einen Musterbeschlussantrag für GemeindevertreterInnen vor, um die Verwendung von Herbiziden einzuschränken.

Es ist schon mancherorts zu Konflikten gekommen. BürgerInnen sehen zunehmend die Verwendung von chemischen Herbiziden in ihren Dörfern und Städten mit Besorgnis und möchten davor geschützt werden. Andererseits erlaubt die derzeitige Rechtslage die Verwendung von chemischen Herbiziden in den Ortskernen. Das Naturschutzgesetz (LG vom 12. Mai 2010, Nr. 6) verbietet Unkrautbekämpfungsmittel einzig für „Vegetationsdecken jeglicher Art (...), insbesondere Hecken, Flurgehölze, Bäume und Vegetationsdecken im Bereich von Feldrainen und Dämmen sowie Böschungen von Straßen, Bahnlinien, Fließgewässern und Gräben“. Entsprechend wird den Gräsern und Kräutern landauf landab mit chemischen Herbiziden zu Leibe gerückt.

In den letzten Jahren hat sich jedoch über die Bestandteile der verwendeten Herbizide eine größere Debatte entwickelt. Studien, die die Schädlichkeit der Herbizide für Flora, Fauna und für den Menschen bescheinigen, finden zunehmend Gehör.

Der am häufigsten verwendete Bestandteil in Herbiziden ist Glyphosat. In Südtirol wurden im Jahr 2012 gut 11.000 Liter flüssiges und 11 Kilogramm festes Glyphosat verkauft. Es ist Bestandteil des beliebten „Unkrautvernichtungsklassikers“ Roundup. Allein im Südtiroler Straßendienst werden jährlich 1500 Liter davon eingesetzt, wie aus der Antwort auf unsere entsprechende Landtagsanfrage hervorgeht.

Dabei wurde Glyphosat von der IARC (Internationale Krebsforschungsagentur) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Auch wenn Auswirkungen und langfristige Folgen des Herbizideinsatzes nicht gänzlich geklärt sind, so sind viele Menschen europaweit in Sorge über die Gefahren für Lebewesen, die biologische Vielfalt und ihre eigene Gesundheit. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union konnten sich jedoch bisher nicht zu einem einheitlichen Verbot von Glyphosat durchringen. Im Jahr 2016 stimmten von 28 Mitgliedsstaaten 19 für eine Verlängerung, sieben enthielten sich, Frankreich und Malta stimmten dagegen. Der Ball ging zurück an die Europäische Kommission, die eine Verlängerung der Zulassung um 18 Monate veranlasst hat. Die Verhandlungen beginnen nun wieder von vorne. Am 17. Mai 2017 hat die Kommission den Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, Glyphosat für weitere zehn Jahr zuzulassen. Den Staaten wird freigestellt, ein Verbot zu erlassen. Die Kommission beruft sich auf Studien, die Glyphosat als nicht krebserregend, nicht genverändernd und nicht gefährlich für die Fortpflanzung einstufen.

Erste Reaktionen der Glyphosat-GegnerInnen fielen hart aus und das vollkommen zu Recht. Während die Verhandlungen vollkommen intransparent unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, sammelt seit Anfang 2017 eine Europäische BürgerInneninitiative Unterschriften gegen Glyphosat, um ein endgültiges Verbot des Herbizids zu erreichen. Nach nur vier Monaten hat die Initiative bereits in acht Ländern 750.000 der notwendigen 1 Millionen Unterschriften gesammelt. Jede Unterschrift ist eine Stimme gegen das Unkrautbekämpfungsmittel und zeigt, dass es den europäischen Bürgerinnen und Bürgern ernst ist. Sie verweisen auf das Vorsorgeprinzip der Europäischen Union. Es gebietet bei fehlender Gewissheit über möglicherweise schädliche (Langzeit-)Auswirkungen für Mensch und Umwelt vorbeugend zu handeln, damit eventuelle Schäden gar nicht erst eintreten können.

Unabhängig von den Entscheidungen auf EU-Ebene aber können Gemeinden aktiv werden und sich für einen schonenderen Umgang mit dem Straßenunkraut einsetzen. Denn meistens wird die Chemiekeule gegen Gras, Moos, Kräuter, usw., die aus Asphalt und Pflaster sprießen, aus ästhetischen Gründen geschwungen. Für ein wenig „Entkrautung“ mit dem Ziel einer „gepflegten“ grauen Pflaster- oder Asphaltfläche die Verunreinigung von Grundwasser, das Sterben von Lebewesen oder die menschliche Gesundheit aufs Spiel zu setzen, erscheint keinesfalls angemessen.
Anders als oft angenommen, ist der Wildwuchs nicht für Schäden in den Bodenbelägen verantwortlich. Vielmehr sprießt das Grün im bereits beschädigten Belag, in dem sich nährstoffreiche Sedimente ablagern können, einfach besser.
Außer Frage steht die Tatsache, dass Sicherheit Vorrang hat: Dementsprechend dürfen Wege nicht rutschig und komplett uneben sein; Regenwasser muss ablaufen können. Um notwendige Maßnahmen durchzuführen, müssen jedoch nicht chemische Mittel zum Einsatz kommen.
Eine Vielzahl an schonenderen Möglichkeiten der Unkrautbeseitigung steht zur Verfügung. Diese thermischen und mechanischen Methoden wurden in Südtirol bereits erfolgreich getestet: Sie reichen vom Bürsten über das Mähen, Jäten, Abschaben bis hin zum Einsatz von Hochdruckreinigern, Abflammgeräten und den Einsatz von Heißwasserdampf. Die Gemeinde Bozen etwa verzichtet seit 2016 auf das Ausbringen von chemischen Herbiziden.
Um vorbeugende und bekämpfende Maßnahmen durchführen und die notwendige Arbeitskraft dafür bereit stellen zu können, hat sich zum Beispiel die Anstellung von PraktikantInnen, die Ausschreibung von Sommerjobs oder der Freiwilligeneinsatz von Flüchtlingen als gute Option erwiesen.

Diese guten Lösungen brauchen rechtliche und politische Anschubser. Die grüne Landtagsfraktion legt hierzu zwei Initiativen vor, nämlich einen Landesgesetzentwurf (LGE Nr. 120/17) und die Vorlage für einen Beschlussantrag, der von GemeinderätInnen übernommen und in der eigenen Gemeinde so oder in ähnlicher Form vorgelegt werden kann.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in geschlossenen Ortschaften und in unmittelbarer Umgebung von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen keine Unkrautbekämpfungsmittel ausgebracht werden dürfen. Dazu soll das Naturschutzgesetz abgeändert bzw. ergänzt werden.

Der Musterbeschlussantrag für die Gemeinden hingegen fordert den jeweiligen Gemeindeausschuss zur Beschlussfassung auf, damit

1.             auf das Ausbringen von chemischen Herbiziden auf den öffentlichen Flächen verzichtet wird.

2.             das Ausbringen von chemischen Herbiziden jedenfalls im Ortskern und in der unmittelbaren                       Umgebung von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen untersagt wird.

3.             die zuständigen Ämter bzw. die Gemeindebeschäftigten und die Bevölkerung über                                             Gefahren und Alternativen von chemischen Unkrautbekämpfungsmitteln informiert                                                  werden.

Wir hoffen damit einen Beitrag zu einem gesünderen, umweltfreundlicheren und den Bedürfnissen der BürgerInnen entgegenkommenden Südtirol zu leisten. Der Landesgesetzentwurf wird am kommenden Mittwoch, 24.05.17, im 2. Gesetzgebungsausschuss des Landtags behandelt.

                                                                                                                                                                                                 Bozen, 22. Mai 2017

Brigitte Foppa

Riccardo Dello Sbarba

Hans Heiss

 

Lasciamo crescere l’erba. No all'uso di erbicidi a livello provinciale e comunale

I Verdi presentano un disegno di legge e una proposta di mozione per limitare l’utilizzo di erbicidi che metteranno a disposizione di rappresentanti comunali.

In alcuni casi si è arrivati addirittura al conflitto. Cittadini e cittadine guardano con sempre più preoccupazione l’uso di erbicidi chimici nei loro paesi e nelle città e vogliono essere protetti. D’altra parte l’attuale legislazione permette l’utilizzo di erbicidi chimici nei centri abitati. La legge di tutela della natura (legge provinciale 12 maggio 2010, n. 6)vieta l’uso di questi prodotti solo per “qualsiasi tipo di manto vegetale (...) presso i confini dei campi e delle banchine, nonché lungo le scarpate stradali, le linee ferroviarie, i corsi d’acqua e i fossi“. Di conseguenza sul resto del territorio vengono utilizzati senza tanti complimenti.

Da alcuni anni però si è acceso un dibattito molto intenso sulle componenti degli erbicidi usati: studi che provano la pericolosità su flora, fauna e persone degli erbicidi vengono presi sempre più in considerazione.

La componente più usata negli erbicidi è il glifosato. Nel 2012 in Alto Adige/Südtirol sono stati venduti ben 11.000 litri di glifosato liquido e 11 Kg di glifosato solido. Ed è componente principale del tanto “amato” e diffuso Roundup. Solo per la pulizia dei bordi delle strade della Provincia ne vengono utilizzati 1500 litri all’anno, come emerge dalla risposta a una nostra interrogazione in proposito.

Nel frattempo la IARC (Agenzia internazionale per la ricerca sul cancro) lo ha classificato tra le sostanze che possono causare i tumori. Anche se ancora non sono stati completamente provati gli effetti e le conseguenze sulla lunga distanza dell’utilizzo degli erbicidi, molte persone sono preoccupate per i rischi che corrono gli esseri viventi, la biodiversità e la loro stessa salute. Gli Stati dell’Unione Europea non sono però ancora riusciti a mettersi d’accordo per un divieto unitario del glifosato. Nel 2016 su 28 Stati 19 hanno votato a favore di un prolungamento, 7 si sono astenuti e solo la Francia e Malta si sono espresse contro. La palla è stata così rimandata alla Commissione Europea che ha così permesso un prolungamento di 18 mesi. Il 17 maggio 2017 la Commissione ha proposto agli Stati membri di permettere l’uso del glifosato per altri 10 anni. Ai singoli Stati viene concessa libertà di emettere un divieto. Per giungere a tale proposta la Commissione si è basata su studi che hanno dichiarato che il glifosato non è causa di tumori, non è causa di mutazioni genetiche e non è pericoloso per la riproduzione.

Le prime dure reazioni dei contrari al glifosato non si sono fatte attendere. Mentre le trattative avvenivano in modo poco trasparente e con l’esclusione dell’opinione pubblica, dall’inizio del 2017 una iniziativa civica ha lanciato una raccolta firme per richiedere il divieto definitivo dell’erbicida. Dopo soli 4 mesi sono state raccolte 750.000 Euro in 8 Stati. Ogni firma è una voce contro questo l’erbicida e mostra che per i cittadini e le cittadine europee è una cosa seria. Si appellano al principio di precauzione dell’Unione Europea. In mancanza di certezze, si chiede di agire in maniera preventiva prima che si verifichino dei seri danni a persone e ambiente.

Indipendentemente dalle decisioni a livello Europeo, i Comuni si possono comunque attivare e impegnare per una eliminazione delle erbacce più attenta all’ambiente. La maggior parte delle volte si versano litri di chimica contro erbacce, muschio, ecc. che spuntano dall’asfalto e dalle pavimentazioni solo per motivi estetici. Mettere in pericolo la falda acquifera, la vita e la salute di animali e persone, solo per avere delle belle piastre grige e pulite, non sembra un comportamento proporzionato alle esigenze.
Diversamente da quanto spesso si sostiene, le erbacce non sono responsabili dei danni alla pavimentazione. Il verde spontaneo spunta invece più facilmente da fessure che già esistono e in cui si sono accumulati terriccio e sostanze nutritive.
Non si mette assolutamente in discussione che la sicurezza debba avere la priorità: di conseguenza le strade non devono essere scivolose o sconnesse e l’acqua piovana deve poter scorrere. Per attuare le opere di pulizia e manutenzione necessarie non è però necessario utilizzare mezzi chimici.
Esiste già una serie di possibilità alternative per l’estirpazione delle erbacce. Questi metodi termici e meccanici sono già stati messi alla prova in Alto Adige/Südtirol: vanno dallo spazzolamento, alla falciatura, dall’estirpazione all’abrasione fino all’utilizzo di idropulitrici e vapore bollente. Il Comune di Bolzano ha rinunciato all’utilizzo di erbicidi dal 2016.
Per attuare misure preventive contro la crescita di erbe e piante indesiderate e per trovare la forza lavoro necessaria, alcuni Comuni si sono attrezzati, aprendosi ad esempio a possibilità di tirocini, di lavori estivi oppure coinvolgendo profughi volontari.

Queste buone soluzioni hanno bisogno di una buona base politica e legislativa. Il Gruppo Verde presenta due iniziative in proposito: un disegno di legge (DdL 120/17) e una proposta di mozione che viene messo a disposizione di rappresentanti comunali interessati a presentarla così o in forma simile nel proprio Comune.

Il Disegno di legge prevede che nei centri abitati e nelle immediate vicinanze delle scuole, anche dell'infanzia, e dei parchi giochi si applichi il divieto di utilizzo di erbicidi. In tal senso proponiamo un’integrazione della legge per la protezione delle natura.

La proposta di mozione per i Comuni impegna le relative giunte comunali a deliberare che

  1. si rinuncia all’utilizzo di erbicidi chimici nelle aree pubbliche;
  2. si vieta l’utilizzo di erbicidi chimici anche nei centri abitati e nelle vicinanze di scuole, asili e parchi giochi;
  3. verranno prese le misure adeguate per informare gli uffici competenti, gli/le addetti/e comunali e la popolazione sui rischi legati agli erbicidi e sulle possibili alternative.

Speriamo in questo modo di aver dato un importante contributo per un Sudtirolo più sano, più attento all’ambiente e alle necessità dei suoi cittadini e delle sue cittadine. Il disegno di legge verrà trattato in commissione mercoledì 24 maggio 2017.

Brigitte Foppa

Riccardo Dello Sbarba

Hans Heiss

Beginn der Unterschriftensammlung für die zwei Volksbegehren zur Direkten Demokratie FÜNFTE AUSGABE !

PM 220517 flyerNach der Hinterlegung der zwei Anträge auf Volksbegehren über zwei Gesetzesvorschläge zur Direkten Demokratie beim Präsidium des Landtages durch35 Organisationen,liegen die Unterschriftenbögen zur Unterstützung der Anträge mit Wochenbeginn in allen Gemeindehäusern des Landes auf.Werden sie von mindestens 8.000 Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Unterschrift unterstützt, dann müssen die Vorschläge noch vor den Wahlen 2018 im Landtag abschließend behandelt werden.Vereinzelt wird auch auf Straßen und Plätzen gesammelt werden. Die Promotoren empfehlen aber, nicht auf eine solche Gelegenheit zu warten, sondernmöglichst bald schon zum Unterschreiben in die Wohnsitzgemeinde zu gehen, da die Sammlung dieses Mal sehr ungünstig in die Sommerzeit fällt.Die Promotoren rufen dazu auf, beide Anträge zu unterstützen.

Mit demersten Antragliegt den Bürgerinnen und Bürgern jenerGesetzesvorschlag im Originalzur Unterstützung vor, der im Auftrag des 1. Gesetzgebungsausschusses von den Landtagsabgeordneten Magdalena Amhof, Brigitte Foppa und Josef Noggler in einem die Bürgerschaft und ihre Organisationen einbeziehendenpartizipativen Prozess und in Zusammenarbeit von Mehrheit und Oppositionim Landtag ausgearbeitet worden ist. Es handelt sich dabei umdie Originalversion, die am 26. Oktober 2016 von der Präsidentin des Gesetzgebungsausschusses Magdalena Amhof im Landtag vorgestellt, aber bisher aufgrund der ablehnenden Haltung innerhalb der SVP nicht offiziell im Landtag zur Behandlung eingebracht worden ist.

Mit demzweiten Antragkönnen die Bürgerinnen und Bürger den genannten Gesetzesvorschlag in einerverbesserten Version unterstützen. DieOriginalversion beinhaltetzwar gegenüber dem geltenden Landesgesetz von 2005 wesentliche Verbesserungen, sie enthält aber auchnoch gravierende Mängel. Deshalb hat die Initiative für mehr Demokratie eine verbesserte Version erstellt, ohne tiefe Eingriffe ins Original vorzunehmen.So müssen auch diese Verbesserungsvorschläge im Gesetzgebungsausschuss behandelt werden.

Die Sammelfrist für die zwei Volksbegehren endet in den Gemeindebüros am Freitag, den 11. August, 12 Uhr. Die Sammlung auf Straßen und Plätzen kann zwei Wochen länger laufen.

Unter diesem Link finden Sie den Flyer, mit dem über die Volksbegehren informiert wird.

RAS hat neuen Verwaltungsrat

PM 220517 RASDie Landesregierung hat den neuen Verwaltungsrat der Rundfunkanstalt Südtirol RAS ernannt. An der Spitze steht Kulturinstitut-Direktor Peter Silbernagl.

Die Rundfunkanstalt Südtirol RAS hat einen neuen Verwaltungsrat. Die Landesregierung hat die Mitglieder und den neuen Präsidenten des Verwaltungsrats in dieser Woche ernannt. In ihrem Amt als Verwaltungsratsmitglieder bestätigt wurden Petra Mahlknecht, Direktorin im Amt für öffentliche Aufträge und Verträge der Gemeinde Bozen, Philipp Moser, Präsident der Infranet AG, und Valentino Pagani, Direktor im Landesressort für ladinische Bildung und Kultur, Denkmalpflege, Museen, Verkehrsnetz und Mobilität. Neu besetzt wurde hingegen die Spitze des Verwaltungsrates: Der Direktor des Südtiroler Kulturinstituts, Peter Silbernagl, wird in den kommenden drei Jahren das Amt des Präsidenten bekleiden. In ihrem Amt bestätigt wurden die Rechnungsprüfer: Das Kollegium setzt sich auch künftig aus Norma Waldner, Daniele Celi und Martin Oberhammer zusammen. Ersatzmitglied ist Bernhard Resch.

An der Spitze des Verwaltungsrates gibt es somit nach acht Jahren einen Wechsel, da der bisherige Präsident Rudi Gamper auf Grund einer gesetzlichen Neuregelung nicht wieder ernannt werden durfte. Unter Gampers Präsidentschaft wurde in Südtirol die größte Fernsehdigitalisierung umgesetzt, das Digitalradio DAB+ mit 22 Hörfunkprogrammen flächendeckend ausgebaut, zahlreiche gemeinsame Sendestandorte errichtet und wichtige Glasfaser- und Breitbandinfrastrukturen in Südtirol errichtet. "Gamper hat mit seinem Wissen, Einsatz und seiner Menschlichkeit die RAS geprägt, die Medienlandschaft in Südtirol vielfältiger gemacht und den Ausbau der Kommunikationseinrichtungen vorangetrieben", würdigt Landeshauptmann Arno Kompatscher die Arbeit des bisherigen Verwaltungsratspräsidenten und wünscht dem Nachfolger viel Erfolg bei der verantwortungsvollen Aufgabe.   

jw

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