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ASGB: Untragbare Zustände in der Sanität

PM 070317 asgbDer Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) bezeichnet die Zustände im Südtiroler Sanitätswesen als äußerst prekär und fühlt sich durch die jüngst dokumentierten Patientenklagen in seinen Aussagen bestätigt.

„Im Sanitätswesen ist das worst case Szenario eingetreten: im Mittelpunkt steht nicht mehr die Heilung des Patienten, der Patient wird vielmehr als Wirtschafts- und Kostenfaktor betrachtet. Der Generaldirektor Thomas Schael selbst bezeichnet den Sanitätsbetrieb als einen Konzern. Mit dieser Aussage entlarvt er sich selbst und bestätigt in welche Richtung es unter seiner Leitung gehen soll: der Kapitalmaximierung ist alles andere unterzuordnen. Wir als Gewerkschaft haben nichts gegen ein kapitalstarkes Sanitätswesen, in erster Linie zählt aber das Wohl des Patienten und die Arbeitsbedingungen des Personals. Wenn nun laufend Patientenklagen eingehen, kann man das nicht ignorieren. Das Sanitätsressort ist aufgerufen diesem Missstand, der sich übrigens schon lange angedeutet hat, endlich angemessen zu begegnen und ein Machtwort zu sprechen.“, kritisiert der Vorsitzende des ASGB, Tony Tschenett.

„Tatsache ist, dass es eine grundlegende, durchdachte Sanitätsreform braucht. Der Patient muss endlich wieder im Mittelpunkt stehen und die Mitarbeiter entlastet werden. Die Zeit oberflächlicher Korrekturen, um den schönen Schein zu erhalten, ist vorbei. Die Bevölkerung und das Personal wünschen sich ein funktionierende Gesundheitswesen. Dies ist auch nicht zu viel verlangt schließlich bezahlen sie es auch selbst.“, schließt Tschenett.

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