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BürgerUnion Aktuell: Alperias vergiftetes Geschenk - 4,5 - KW-Angebot also doch kleine Mogelpackung - Alperia bestraft Kunden, die den freien Strommarkt nutzen - Antwort auf Landtagsanfrage

PM 130416 poederDer Landtagsabgeordnete Andreas Pöder sieht die Beantwortung seiner Landtagsanfrage zum Alperia-4,5-Kilowatt-Angebot durch Energielandesrat Richard Theiner als Bestätigung seiner Vermutung, dass es sich bei dem Angebot "mehr Stromleistung zum gleichen Preis" doch um eine kleine Mogelpackung handelt.

Zum einen bestätigt die Landesregierung, dass es eine indirekte Vertragsbindung für drei Jahre gibt, sonst müssen Bonusse an Alperia zurückgezahlt werden. Und weiters gelten die Bonusse von Alperia für die höhere Stromleistung von 4,5 kW nicht rückwirkend, wer also vor kurzem erst erhöht hatte, der schaut durch die Finger und kann höchstens für die Zukunft das Sonderangebot in Anspruch nehmen.

"Der Kernsatz in der Antwort Theiners auf die Anfrage Pöders ist möglicherweise nicht so gedacht gewesen zeigt aber die Geschäftspraxis von Alperia deutlich auf: Alperia hat mit der Erhöhung der Anschlussleistung von 3 kW auf 4,5 kW zum angeblich gleichen Preis zwar keine direkte Vertrasbindung vorgesehen, dennoch werden Kunden, die sich innerhalb von 3 Jahren nach einem billigeren Stromangebot umsehen und wechseln bestraft: Sie müssen Alperia die Bonusse zurückzahlen, die eigentlich die Erhöhung der Anschlussleistung von 3 kW auf 4,5 kW erst interessant machen."

Richard Theiner wörtlich in der Antwort:

Frage Pöder: Ist mit dieser Erhöhung eine Mindestvertragsbindung verbunden, deren

vorzeitige Kündigung die Rückzahlung des Bonus nach sich zieht?

Antwort Theiner: Mit der Erhöhung ist keine Mindestvertragsbindung verbunden. Die Alperia-Tarife sehen aber vor, dass bei einer Kündigung innerhalb 36 Monate nach Vertragsabschluss eventuell erhaltene Bonusse rückerstattet werden müssen, um zu vermeiden, dass Kunden ständig von einem Anbieter zum anderen wechseln, um Bonusse/Vergünstigungen zu sammeln.

"Der liberalisierte Strommarkt ist ja für die Kunden nur deshalb interessant, weil verschiedene Anbieter unterschiedliche Preise und unterschiedliche Bonusse und Vergünstigungen anbieten", so Pöder.

"Wenn Alperia nun meint, dass Kunden ganze drei Jahre mit der Drohung der Bonusrückzahlung an sich binden zu müssen, dann ist das sehr wohl eine Vertragsbindung bei der Anschlusserhöhung, und eine saftige dazu. Denn es darf auf dem freien Markt doch niemanden wirklich stören, wenn Kunden sich nach günstigeren Angeboten, Vergünstigungen und Bonussen bei anderen Anbietern umsehen, um letztlich etwas Geld zu sparen. Alperia tut so, als wäre das Wechseln von Kunden zu anderen Stromanbietern unseriös, dabei ist die indirekte Vertragsbindung durch Alperia nicht gerade die seriöseste Vorgangsweise auf dem liberalisierten Strommarkt."

Pöder unterstreicht, dass der Stromkunde durch die Anhebung der Leistung von 3 kW auf 4,5 kW natürlich eine Mehrleistung erhält, allerdings angeblich zu denselben Kosten.

"Und hier liegt der Hund begraben: Jenseits der großen medialen Ankündigungen von Alperia und Landesregierung steht dann im Kleingedruckten, dass man für den Umstieg doch etwas bezahlen muss und dass andere Vergünstigen gekürzt werden, bzw. dass man sich vom bisher geschützten Markt auf den doch bisweilen schwankenden freien Strommarkt begibt oder begeben soll", so Pöder.

Die Erhöhung von 3 kW auf 4,5 kW Leistung erfolgt nur auf Antrag und gegen eine Gebühr von 105 €, kostet die Familie also erst mal 105 €. Alperia will diese Gebühr durch einen Bonus teilweise ausgleichen.

Den Kunden wird jedoch gleichzeitig ein Wechsel vom geschützten auf den freien Strommarkt angeboten, vom geschützten zum freien Tarif, mit einer Leistungserhöhung von 3,3 auf 4,95 kW. Hier bietet die Alperia einen Bonus von 90,75 Euro, allerdings muss man sich für 36 Monate vertraglich binden, kündigt man vorher bezahlt man den Bonus zurück.

Bedauerlich ist laut Pöder, dass jene Familien, die in den vergangenen Monaten oder Jahren auf 4,5 kW Anschlussleistung erhöht haben, nicht rückwirkend in den Genuss dieser Vergünstigung kommen.

Fazit:

 Das Alperia-Family-Angebot zur Erhöhung der Stromleistung von 3kW auf 4,5 kW klingt gut und soll den Familien mehr Stromleistung bei gleichen Kosten gewährleisten.

Beim näheren Hinsehen drängen sich einem  jedoch Fragen auf:

Denn die Erhöhung von 3 kW auf 4,5 kW Leistung erfolgt nur auf Antrag und gegen eine Gebühr von 105 €, kostet die Familie also erst mal 105 €. Alperia gleicht diese Gebühr durch einen Bonus teilweise aus, so dass am Ende  23 € für die Änderung bezahlt werden muss, ein noch vertretbarer Preis für die Erhöhung der Leistung.

Den Kunden wird jedoch gleichzeitig ein Wechsel vom geschützten auf den freien Strommarkt angeboten, vom geschützten zum freien Tarif, mit einer Leistungserhöhung von 3,3 auf 4,95 kW. Hier bietet die Alperia einen Bonus von 90,75 Euro, allerdings muss man sich für 36 Monate vertraglich binden, kündigt man vorher bezahlt man den Bonus zurück.

Zudem schwankt der Strompreis auf dem freien Markt, es gilt also aufmerksam den Strompreis zu beobachten.

Bedauerlich ist, dass jene Familien, die in den vergangenen Monaten oder Jahren auf 4,5 kW Anschlussleistung erhöht haben, nicht rückwirkend in den Genuss dieser Vergünstigung kommen.

 

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