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Zukunftskonzept 2030: Treffen mit Milchwirtschaft und Tierzüchtern

PM 110419 zukunftDen besonderen Herausforderungen der Berglandwirtschaft werde die künftige Landwirtschaftspolitik Rechnung tragen, versprach Landwirtschafslandesrat Schuler.

Seine Vorstellungen für das Zukunftskonzept 2030 zur künftigen Ausrichtung der Landwirtschaftspolitik in Südtirol hat Landesrat Arnold Schuler den Entscheidungsträgern aus der Berglandwirtschaft, der Milchwirtschaft und den Tierzuchtverbänden, unterbreitet, nachdem er zuvor bereits mit Vertretern von Obst- und Weinwirtschaft zusammengetroffen war. Landesrat Schuler bestärkte dabei die anwesenden Verantwortungsträger in ihrem Vorhaben, die flächenbezogene Milchproduktion konsequent umzusetzen. "Es braucht äußerste Disziplin in der Umsetzung einer solchen Qualitätsstrategie", betonte der Landesrat. "Die Weinwirtschaft hat es uns vor Jahren vorgemacht. Auf Qualität vor Quantität zu setzen, überzeugende Produkte auf den Markt zu bringen, das hat den Südtiroler Weinsektor stark gemacht", sagte Landesrat Schuler. Er verwies darauf, dass die Landesregierung zu einer flächengebundenen Milchproduktion als Ausdruck von praktizierter Nachhaltigkeit und einer optimierten Kreislaufwirtschaft stehe. Die einzigartige Berglandschaft mit den gepflegten Wiesen und Weiden, die offenen und bodenständigen Menschen machten es Südtirol nach den Worten von Landesrat Schuler möglich, "wahre und einzigartige Geschichten zu erzählen und damit Vertrauen beim Kunden zu schaffen". Der Landwrtschaftslandesrat gab aber auch zu bedenken, dass "dazu aber auch die eigentliche landwirtschaftliche Tätigkeit klarer abgegrenzt werden muss". 

Ein zielgerichtetes Entwicklungsprogramm und ein differenziertes Fördersystem, das Berggebiete besonders berücksichtigt, seien neben einem abgestimmten politischen und unternehmerischen Strategiekonzept notwendig, um die Zukunft der Landwirtschaft und ihr wirtschaftliches Potenzial zu sichern, erklärte der Landesrat. Es gelte, den besonderen Herausforderungen, Veränderungen und Stärken der Berglandwirtschaft Rechnung zu tragen. "Gemeinsam mit den verschiedenen Interessensvertretungen wollen wir lokalen Ansatzmöglichkeiten definieren, um den globalen Herausforderungen zu begegnen", betonte Schuler. Dabei rechnet der Landesrat auch mit der Unterstützung durch die Forschungseinrichtungen und Beratungsorganisationen im Land. Denn Klimawandel, invasive Schädlinge und neue Anforderungen an den Pflanzenschutz machten im Bereich von Obst- und Weinbau neue Maßnahmen notwendig. "In der Berglandwirtschaft soll die Forschungsoffensive in den Bereichen der Systemanalysen Milch- und Fleischerzeugung sowie der nachhaltigen Grünlandwirtschaft weitergeführt werden", kündigte Schuler an.  Zusätzlich sollen die Aspekte Tierwohl und Tiergesundheit vertieft werden, um einfache und nachvollziehbare Indikatoren zu entwickeln, die den Bauern Potentiale zur Verbesserung des eigenen Betriebes aufzeigen.

jw

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