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VinschgerWind

Osterkonzert in memoriam Josef Pircher

s14sp4 TrenkwalderDer Kirchenchor St. Zeno Naturns unter der Leitung von Rosmarie Perkmann, der Kirchenchor Untermais unter der Leitung von Julia Perkmann und das Orchester der Musikfreunde Meran unter der Leitung von Michael Hillebrand, geben gemeinsam in der Pfarrkirche St. Zeno ein geistliches Konzert, unter der Gesamtleitung von Micheal Hillebrand. An diesem Abend hören wir unter anderem Kompositionen von Henry Purcell (1659-1695), F. Joseph Haydn (1732-1809), Anton Diabelli (1781-1858) und Josef Pircher (1938 -6. Januar 2019). Dienstag, 23. April | 19.00 Uhr | Pfarrkirche St. Zeno

EUROPA braucht eine Stimme

s14 kolping42a8f8b820Kolping im Vinschgau - Mit dem Thema Europa, haben sich in letzter Zeit mehrere Gremien Kolpings beschäftigt. Auch wir wollen uns in den nächsten Wochen- bis zur Wahl am 26. Mai- mit dieser Thematik auseinandersetzen.
Die Europawahlen 2019 sind eine Schicksalswahl, da nichts Geringeres auf dem Spiel steht als die Zukunft der europäischen Werte- und Solidargemeinschaft. Herausforderungen und Krisen haben dazu geführt, dass der Zusammenhalt in der Europäischen Union immer wieder auf die Probe gestellt wurde. Noch verheerender ist es, dass der europäische Einigungsprozess in einigen Mitgliedstaaten- auch in Italien??- von einer zunehmenden Zahl an Populisten und Extremisten in Frage gestellt, zum Teil sogar vehement abgelehnt wird. Dies kann wohl nur mit Sorge betrachtet werden.
Für uns als Kolpinger ist und bleibt die Europäische Union Garant für Freiheit und Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa.
Die katholische christliche Soziallehre gibt Orientierung, wenn es darum geht, für die Zukunft des europäischen Einigungsprozesses zu streiten und an einem Europa zu bauen, das sich am Gemeinwohl orientiert und damit allen Menschen dient. Es gelten in dieser Hinsicht die Prinzipien der katholischen christlichen Soziallehre: Personalität, Subsidiarität, Solidarität und Nachhaltigkeit.
Damit die europäische Union wieder Perspektiven und Vertrauen gewinnt, braucht es ein EUROPA der Personalität, der Subsidiarität, der Solidarität und der Nachhaltigkeit, sowie des Gemeinwohls.
Darüber aber in konkreter Form in den nächsten Ausgaben Näheres.
Otto von Dellemann

Positive Bilanz

s14 5235Vintschger Museum - Das Vintschger Museum verzeichnete im Jahr 2018 einen Besucherzustrom von 5070 Personen. Das sind 838 mehr als 2017. Das Informationsbüro der Ferienregion Obervinschgau, das in Synergie mit dem Museumsbetrieb im Haus arbeitet, nutzten 8.000 bis 10.000 Gäste. Derzeit sind für das Museum ein Leitbild und ein neues Logo in Ausarbeitung.

von Magdalena Dietl Sapelza

Diese Zahlen präsentierte der Präsident des Vintschger Museums Harald Trafoier kürzlich bei der Jahresvollversammlung.

Warnschuss auf den Geschlossenen Hof

Aus dem Gerichtssaal - „Der Bauer hat nur ein Kind“. Auf dieses alte deutsche Rechtssprichwort geht unser Höferecht zurück. Die Bajuwaren haben das Anerbenrecht im 6. Jahrhundert ins Land gebracht, seither hat es unsere bäuerliche Welt geprägt. Im Jahre 2010 entfielen in Südtirol von 20.000 landwirtschaftlichen Betrieben über 13.000 auf geschlossene Höfe! Also ein Erfolgsmodell, entstanden zum Zwecke der Sicherung eines wirtschaftlich gesunden und leistungsfähigen Bauernstandes speziell in Berggebieten. Denn wenn es dort im Zuge jeder Erbfolge zu der vom römischen und italienischen Recht geforderten Realteilung gekommen wäre, hätte das zur Entstehung von Zwergwirtschaften und in der Folge zur Entvölkerung der Bergregionen geführt, wie wir sie, mit allen damit verbundenen negativen Auswirkungen, im benachbarten Trentino, besonders aber in den Bergregionen des Apennin und der italienischen Alpen beobachten können. Die Abweichung vom Grundsatz der Erbengleichbehandlung ist also unter der Voraussetzung gerechtfertigt, dass damit der Bestand von lebensfähigen bäuerlichen Betrieben gefördert wird.
Ein bedeutsamer Fall wurde in diesem Zusammenhang unlängst vor dem Verwaltungsgericht in Bozen verhandelt. Ein Bauer aus St. Christina in Gröden hatte für seinen auf 1.600 M.ü.d.M. gelegenen geschlossenen Hof die Auflösung beantragt: er selbst sei alt und gebrechlich, keines seiner Kinder sei an der Bewirtschaftung des Anwesens interessiert, das Wohn- und Wirtschaftsgebäude baufällig, der Ertrag des Hofes unzureichend. Die Örtliche Höfekommission lehnte das Gesuch ab, ebenso die Landeshöfekommission, und zwar mit der Begründung, der Bauer könnte an der Hofstelle immerhin 8 Ferienwohnungen errichten und daraus ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften. Das Verwaltungsgericht hob die Entscheidung der Landeshöfekommission wegen „Befugnisüberschreitung“ auf: Bei der Berechnung des tatsächlichen Durchschnittsertrages eines Hofes könnten die Einkünfte aus der Tätigkeit „Urlaub auf dem Bauernhof“ nicht berücksichtigt werden, da es sich dabei um eine „nicht-landwirtschaftliche Nebentätigkeit“ handle. Für das Höfegesetz sei einzig und allein der aus der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen erzielte Ertrag und nicht ein hypothetisches Einkommen aus Nebentätigkeiten heranzuziehen. Diese Entscheidung hat, sollte sie einer Berufung vor dem Staatsrat standhalten, über den Anlassfall hinausreichende Folgen. Sie hat jedenfalls für Aufregung bei den Spitzenvertretern der Landwirtschaft vom LR Schuler abwärts gesorgt. Sollte als Reaktion darauf daran gedacht sein, über eine Novelle des Höferechts die missliebige Entscheidung des Verwaltungsgerichts auszuhebeln, dann möchte ich auf den Art. 42 der Verfassung hinweisen, der ein Abweichen vom Erbengleichbehandlungsgrundsatz nur für sachlich begründete Anliegen erlaubt, also für die Sicherung von bäuerlichen  Betrieben  im  Berggebiet, nicht aber von Beherbergungsbetrieben. Anders und in einfachen Worten ausgedrückt meinen die Verwaltungsrichter: ein Hof, der nur über den künstlichen Sauerstoff einer landwirtschaftsfremden Nebenaktivität am Leben erhalten wird, verliert seine höferechtliche Existenzberechtigung.
Peter Tapppeiner, Rechtsanwalt

Beregnung in Warteschleife

s5 5164Schluderns - Gespannt warteten die Grundbesitzer kürzlich bei der Bonifizierungs-Versammlung auf Informationen zum geplanten Beregnungsprojekt Schludernser Ebene. Konkret wollten sie wissen, wie es mit der öffentlichen Finanzierung ausschaut. Die Antworten, die der Gemeindereferent für Landwirtschaft Andreas Hauser als Vorsitzender der Versammlung geben konnte, waren eher enttäuschend. Das Beregnungsprojekt Schludernser Ebene, das mit einem Gemeinde-E-Werk kombiniert werden soll, liege samt dem Ansuchen um EU-Gelder derzeit in der Warteschleife in Rom. Die EU finanziere Hauptleitungen bis zu 80 Prozent. Von 300 eingereichten Projekten seien 60 angenommenen worden und 20 zum Zuge gekommen, so Hauser. „Das unsere, das wir zusammen mit Laas eingereicht haben, ist derzeit an 26. Stelle“. Man hoffe nun darauf, doch noch berücksichtigt zu werden. Denn Projekte könnten nicht realisiert werden. Es könnten auch noch weitere EU-Gelder flüssig werden. Der Haken an der Sache: Sämtliche Projekte müssen bis zum Jahre 2023 realisiert und abgerechnet sein. Das heißt, die Zeit könnte knapp werden. Denn es braucht in Schluderns auch noch die definitive Entscheidung für oder gegen eine Beregnung. Erfolgen soll diese Abstimmung sobald klar ist, wie viel jeder Besitzer pro Hektar selbst berappen muss. Noch liegt also vieles im Dunkeln. (mds)

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