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VinschgerWind

Gedenkrede

Siegfried de Rachewiltz - Ethnologe und Kulturhistoriker - wird heuer die Gedenkrede am 18. Februar bei der Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Schlanders halten.

Nationalparkgesetz

Vinschgau - Der II. Gesetzgebungsausschuss hat den Landesgesetzentwurf Nr. 150/17 – Nationalpark Stilfserjoch (vorgelegt von der Landesregierung) – begutachtet und mit 4 Ja (SVP) und 3 Enthaltungen (Grüne, Freiheitliche, Süd-Tiroler Freiheit) gutgeheißen.Der Nationalpark wurde 1935 eingerichtet und vom staatlichen Forstkorps verwaltet. 1995 wurde die Verwaltung einem Konsortium übertragen, in dem der Staat, die Region Lombardei sowie Südtirol und das Trentino vertreten waren. 2016 wurde das Konsortium aufgelöst. Die Verwaltung des Nationalparks obliegt seither der Region Lombardei und den beiden Autonomen Provinzen. Der Gesetzentwurf regelt die Führung und Organisation, sowie die Verfahren zur Erstellung und Genehmigung des Nationalparkplans und der Nationalparkverordnung. Der Text ist, wie die entsprechenden Gesetze der Lombardei und des Trentino, mit dem Ministerium abzustimmen, daher hatte der Ausschuss, trotz 85 Abänderungsanträgen, wenig Spielraum. In Südtirol befinden sich ganze Gemeinden innerhalb des Nationalparks, daher versucht der Gesetzentwurf – was mit Rom aber erst noch abzusprechen ist – auf diese Besonderheit einzugehen: Zu den Zonen, in denen Bauarbeiten vom Bürgermeister zu genehmigen sind, sollen auch Einzelhöfe fallen. Bisher brauchen diese für jede Sanierung die Genehmigung des Ministeriums. Gemeinden und Separatverwaltungen sollen in die Verwaltung des Parks einbezogen werden.

Frost und Hagel

s5 obstbau frostberegnungVinschgau/Südtirol - Im Vinschgau fröstelt’s im Langes und hagelt’s im Sommer. Zu spüren bekommen diese Wetterphänomene vor allem die Obst- und Weinbauern bzw. die Apfelanlagen und die Weinreben. Frost im Langes und Hagel im Sommer verursachen teilweise enorme und existenzbedrohende Ernteeinbußen. Um Schlimmstes verhindern zu können, sind Versicherungen gefragt. Die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ hat kürzlich die Schadensvergütungen für das Jahr 2017 vom Hagelschutzkonsortium Südtirol veröffentlich. Von den Rekordzahlungen von  rund 99 Millionen Euro, die südtirolweit an die Bauern ausbezahlt worden sind, sind rund 42 Millionen an Bauern im Vinschgau gezahlt worden. 64 % davon haben Hagelschäden betroffen, 36 % Frostschäden. Der Vinschgau hatte 2017 also landesweit die größten Frost- und Hagelschäden zu beklagen. Der versicherte Wert, so hat es der Direktor des Hagelschutzkonsortiums Heinrich Huber in der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“ erklärt, belaufe sich pro Hektar bei rund 30.000 Euro (bei 24.000 Euro im Weinbau).  Ein Bauer mit drei Hektar zahle jährlich rund 3.000 bis 4.000 Euro an Versicherungsprämie. Dabei ist der öffentliche Beitrag von 2/3 bereits abgezogen. Im Trentino, zum Vergleich, wurden für das Jahr 2017 150 Millionen Euro ausbezahlt. Der Grund dafür: Im Trentino gibt es kaum Frostberegnung. (eb)

Strom auf Elba

VION LogoVinschgau - Den Stromanbieter zu wechseln ist in Italien so einfach nicht. Obwohl es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass freie Anbieterwahl herrscht und der Wechsel von einem auf den anderen Anbieter in digitalen Zeiten problemlos sein sollte, scheren sich bestimmte Stromanbieter offenbar nicht darum. So ist es einem Vinschger ergangen, der für seine Ferienwohnung auf der Insel Elba - ganz patriotisch - zum Vinschger Stromanbieter VION wechseln wollte. Seit einem knappen Jahr ist der aktuelle Stromanbieter auf Elba nicht zu bewegen, den Wechsel vollziehen zu können. Und dies, obwohl VION für den nicht alltäglichen Wechsel alle Hebel in Bewegung gesetzt hat. Auch so kann man sich an Italien die Zähne ausbeißen. (eb)

Aufgeteilte Anteile

s4 4074Mals - Kurz und knackig ging die Gemeinderatssitzung in Mals am vergangenen Montag über die Bühne. Weil es die Latscher nicht derpacken, teilen sich die Vinschger Gemeinden die den Latschern zustehenden SELfin Aktien untereinander auf.

von Erwin Bernhart

Offensichtlich war allen Gemeinderäten von Mals bereits klar, dass der Verwaltungsrat der Rambach Konsortial GmbH zurücktreten wird und klar dürften auch die Gründe dafür gewesen sein (sh. eigener Artikel).

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