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VinschgerWind

KOLPING EUROPA: Für welche Werte stehen wir?

s14 kolping internKolping im Vinschgau - Ende Mai tagte die Kolping Kontinentalversammlung in Kaunas/ Litauen. Dieser Versammlung gehören Delegierte aus 16 Nationalverbänden an, darunter auch drei Vertreter unseres Landes Südtirol unter der Leitung von Nationalpräses Josef Stampfl aus Meran
Ein wesentlicher Teil der Versammlung war der Frage gewidmet: Für welche Werte steht Europa? Die Referenten verwiesen dabei auf die historische Entwicklung Europas und auf die Bedeutung des christlichen Menschenbildes. Die Prinzipien der Personalität und Subsidiarität- grundgelegt in der katholischen Soziallehre- seien maßgebend für ein freiheitliches und demokratisches Europa, so die Referenten. Politik muss sich an den Werten wie Friede und Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit orientieren und messen. Ein Redner sagte wörtlich:“ Es braucht Verbände- wie Kolping- die immer wieder die politisch Verantwortlichen auf Widersprüche hinweisen.“
In vier Workshops diskutierten die Delegierten wie diese Werte im Kolpingwerk gelebt und konkret umgesetzt werden können. Die Ergebnisse werden nun in den einzelnen Ländern beraten und vertieft. Dabei wurde im besonderen die Gemeinschaft und das Miteinander im Kolpingwerk Europa unterstrichen. Es wurde auf die wichtige Kolpingaufgabe hingewiesen, die Verantwortung als Christen vor Gott und für den Nächsten zu erkennen und sich entsprechend auf allen Ebenen zu engagieren.

Chronik von Schlanders 2017 vorgestellt

s18 5765Großes Lob erhielt der Schlanderser Bibliothekar Raimund Rechenmacher im Gemeinderat. Stellvertretend für die Chronistengruppe mit Erich Daniel, Claudia Klett, Manuela Nollet, Francesco Patané, Benjamin Wellenzohn und Theresia Telser stellete Rechenmacher die zweibändige Chronik 2017 der Gemeinde Schlanders den Gemeinderäten vor. Die Chronik liegt in der Bibliothek und in der Gemeindestube auf und  in der digitalen Fassung sind nützliche Suchfunktionen enthalten.

Freiheitliche gründen Bezirksgruppe im Vinschgau

s15 FH VinschgauVinschgau - Die Landtagswahlen nahen und die Parteien beginnen auch in den Bezirken allmählich aufzurüsten, so auch die Freiheitlichen im Vinschgau. Das lange Zeit für die Freiheitlichen organisatorisch brach liegende Tal bekommt neue Konturen. Die Pressemitteilung der Freiheitlichen über die Gründung einer neuen Bezirksgruppe im Vinschgau, deren Bezirkssprecher der Bergbauer Werner Perkmann aus St. Martin im Kofel ist ist:

„Als Ansprechpartner für die Vinschger Mitglieder und als Bindeglied zur Landespartei sieht sich der neue freiheitliche Bezirkssprecher Werner Perkmann. Der 37-jährige Bergbauer und Unternehmer aus St. Martin im Kofel steht zusammen mit seiner Stellvertreterin Daniela Rungg Frank (29) aus Schlanders der neu gegründeten Bezirksgruppe vor. Perkmann hat sich am Hof einen Direktvermarktungsbetrieb aufgebaut und produziert Frischfleisch unter der Marke „Roter Hahn“. Rungg Frank ist gebürtige Praderin und arbeitet im Gastgewerbe. Die traditionsbewusste Mutter von zwei Kindern ist unter anderem Marketenderin bei der Schützenkompanie Schlanders. Jüngst wurde im Rahmen der konstituierenden Sitzung auf der Tschenglsburg Ivan Stecher (23) zum Jugendsprecher ernannt. Stecher lebt in Graun und studiert derzeit Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck. Im erweiterten Ausschuss sind neben neuen Mitgliedern auch einige langjährige freiheitliche Mitstreiter tätig. „Unsere lokalen Anliegen im Vinschgau können wir nun stärker im Landesparteivorstand einbringen und zugleich unsere Gemeinderäte und Mitglieder direkt über die Arbeit der Partei informieren. Laufend kommen neue Mitglieder hinzu, was aufzeigt, dass viele Vinschger eine politische Veränderung wollen und die Gründung unserer Bezirksgruppe längst überfällig war.“ so Bezirkssprecher Werner Perkmann, der den Vinschgau als sehr gutes Pflaster für die „Blauen“ bezeichnet.

Dementsprechend zufrieden zeigt sich Landesobmann Andreas Leiter Reber: „Es freut mich, dass die neue Bezirksgruppe im Vinschgau hoch motiviert ist und ich wünsche Werner Perkmann und seinem Team viel Erfolg und Freude bei der politischen Arbeit. Die Basis zu stärken, neue Mitglieder zu gewinnen und weiße Flecken wieder blau zu färben waren erklärte Ziele von mir, als ich vor einem Jahr den Parteivorsitz übernommen habe. Nachdem in den letzten Monaten bereits im Wipptal und Burggrafenamt neue Bezirksgruppen aufgebaut oder wieder aktiviert werden konnten sind wir nun wieder in allen Bezirken mit aktiven freiheitlichen Funktionären vertreten.“

Gabriel-Grüner-Preise vergeben

s14sp234 Gabriel Gruner Preis 2018Mals/Bozen/Stuttgart - Der aus Mals stammende Stern-Reporter Gabriel Grüner wurde 1999 im Kosovo ermordet. In Erinnerung  an Gabriel Grüner wurde am 1. Juni in Mals zum 19. Mal das Gabriel-Grüner-Stipendium und zum 4. Mals der Gabriel-Grüner-Schülerpreis vergeben.

von Heinrich Zoderer

Es ist dem Bildungsausschuss Mals mit der Vorsitzenden Sibille Tschenett gelungen, die beiden Preise in Mals zu verankern und in Zusammenarbeit mit der Reportageschule Zeitenspiegel aus Stuttgard, der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion, der Wochenzeitschrift FF, sowie der Gemeinde Mals durchzuführen.

Der Malser Dauerbrenner

Aus dem Gerichtssaal - Wer die Südtiroler Erstaufführung des Films „Der Malser Weg“ von Alexander Schiebel gesehen hat, gewann den Eindruck, dass die Bevölkerung geschlossen hinter ihrem Bürgermeister steht. Die Sympathie für den von der Gemeinde beschrittenen Weg merkte man vor allem am häufigen spontanen Applaus für die Kernaussagen der Hauptdarsteller des Streifens. Angesichts dieser allgemeinen Zustimmung verwundert es zu erfahren, in welches prozessuale Kreuzfeuer Ulrich Veith und die Gemeinde da hinein geraten sind. Die Drahtzieher hinter dem ganzen gerichtlichen Kesseltreiben sind vermutlich in Veiths eigenen politischen Reihen zu suchen, ganz nach dem Motto: Feind, Todfeind, Parteifreund! Der wohl absurdeste von den Gegnern angestrengte Rechtsstreit ist jener, mit dem die Legalität der Volksbefragung zur Ausbringung von Pestiziden angezweifelt wurde. Als ob die Erkundung des Volkswillens auch zu kontroversen politischen Fragen nicht zu den elementarsten von der Verfassung geschützten bürgerlichen Grundrechten gehörte! Der zweite prozessuale Kriegsschauplatz ist das Verwaltungsgericht in Bozen, vor dem die von der Gemeinde Mals erlassene Pestizitverordnung angefochten wurde. In dieser Frage ist der von der Gemeinde Mals eingeschlagene Weg deckungsgleich mit jenem der Gemeinde Malosco im benachbarten Trentino. Die Verordnung von Malosco hat gleich zwei Anfechtungen durch alle Instanzen standgehalten, mit der Begründung, die Gemeinde bzw. der Bürgermeister ist oberstes Gesundheitsorgan, die von ihm im Interesse der Volksgesundheit erlassenen Verordnungen sind rechtens. Der dritte Kadi, vor den Ulrich Veith nun gezerrt wurde, ist zu allem Überfluss auch noch der Rechnungshof. Begründung: die für die Abhaltung der Volksbefragung ausgegebenen öffentlichen Mittel seien rausgeschmissenes Geld!
Ich glaube, dass es an der Zeit wäre, die Feindseligkeiten gegen den Malser Bürgermeister einzustellen. Anstatt ihm die zweifelhafte Ehre einer Kandidatur für den Südtiroler Landtag angedeihen zu lassen, sollten sich die Verantwortungsträger in Bozen dazu durchringen, den „Malser Weg“ nicht weiter zu behindern, sondern als Ausdruck des Volkswillens und Paradebeispiel für Gemeindeautonomie zu respektieren, für welche sich gerade der Landesrat Schuler in seiner Zeit als Präsident des Gemeindenverbandes immer vehement eingesetzt hat. In diesem Zusammenhang verwundert, dass die Malser Touristiker den Marktwert einer „Bioregion Oberland“ und einer intakten Naturlandschaft noch nicht erkannt zu haben scheinen!

Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

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