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VinschgerWind

Verschüttete Genossenschaft

s4 8992Mals - Die Malser Sennerei, am obersten Zipfel des Peter Glückh-Platz gelegen, fristet seit Jahren ein lieb- und lebloses Dasein. Das Gebäude verfällt. Das soll sich ändern. Denn die Gemeindeverwalter unter BM Ulrich Veith haben den Großteil des Areals vor einiger Zeit in „Zone für Öffentliche Einrichtung“ umgewandelt. Und nun folgt der zweite Schritt. Der Gemeindeausschuss hat ein Enteignungsverfahren eingeleitet. Der Schätzwert der Immobilie: 45.000 Euro. Der Ausschuss begründet diesen Schritt auch damit, dass das Konzept für Dorfentwicklung aus dem Jahr 2012 das Areal der alten Sennerei als eine der relevanten Flächen für die Belebung des Ortskernes definiert hat. Dabei könnte die alte Sennerei sogar unentgeltlich an die Gemeinde übergehen. Denn im Ausschussbeschluss Nr. 44 vom 28. Jänner 2019 steht: „Eigentümer ist laut Grundbuch die Sennereigenossenschaft „Puni“, die jedoch in keinem Register aufscheint, seit vielen Jahren inaktiv ist und über keinen Präsidenten und Verwaltungsrat verfügt.“ Was dann nach der Entgeignung mit der Immobilie geschehen soll, ist in Mals Gegenstand von Spekulationen. Die Bauern sollen im oberen Stock einen Versammlungsraum erhalten. Im Erdgeschoss soll, so wird spekuliert, eine Messerschmiede untergebracht werden. Zufällig ist der Freund der SVP-Vizeobfrau von Mals Christine Taraboi „Messerschmied“. BM Vieth hat die Frage nach einer „Messerschmiede“ bei einer Gemeinderatssitzung nicht dementiert. (eb)

„Schaumschläger“

s5 8978Glurns - Der Glurnser Stadtsekretär Georg Sagmeister (Bild) hat bei der vorletzten Gemeinderatssitzung „Schaum geschlagen“: Er hat die Bürgermeister des Tales allesamt als „Schaumschläger“ betitelt. Sagmeister hatte die damals vorliegende Vereinbarung betreffend den Ortspolizeidienst als Grundlage für seinen Ausrutscher hergenommen. Die Folge war, dass diese Vereinbarung nicht bis zur Genehmigung  gekommen sondern vertagt worden ist. Auch weil nach heftiger Diskussion eine Mehrheit für die Genehmigung fraglich war. Zoff hat es dann hinter den Kulissen gegeben. BM Luis Frank soll seinem Sekretär nach allen Regeln der Kunst ordentlich die Kutteln gewaschen haben.  Bei der Gemeinderatssitzung am 13. Februar dann hat sich Sagmeister öffentlich entschuldigt, Asche auf sein Haupt gestreut und die „Schaumschlägerei“ in aller Form zurückgenommen. Auch hat er sich dafür entschuldigt, möglicherweise Einfluss auf ein Abstimmungsergebnis genommen zu haben, was ihm, so Sagmeister, „in keinster Weise zusteht“. (eb)

Der Tanz auf dem Polizei-Vulkan

s5 8987Glurns - Glurns tickt anders. Anders als die anderen Gemeinden im Tal. Denn im Glurnser Gemeinderat will man von einer Vereinbarung mit den anderen Gemeinden, die Ortspolizei betreffend nichts wissen.

SVP-Basis rüttelt

s4 8937Latsch/Vinschgau - Bei der Bezirksversammlung der SVP am 11. Februar in Latsch hagelte es Kritik an der Bezirksführung. Während SVP-Bezirksobamnn Albrecht Plangger mehr fürs „Vorwärts“ und ans „Aufwärts“ plädierte, kam der Ruf von der Basis nach Aufarbeitung der Wahlen und nach mehr und verbesserter Kommunikation aufs Tapet.

von Erwin Bernhart

Es ist nicht Friede Freude Eierkuchen. Die Wahlen müssen nochmals aufgearbeitet werden.

Verschwendung von Lebensmitteln

s14 96Kolping im Vinschgau - Schon in den letzten Ausgaben wir uns mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigt. Diesmal Gedanken über die Verschwendung von produzierten Lebensmitteln. Dazu schreibt Papst Franziskus in Laudato si: „ Etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel wird verschwendet, und damit wird gleichsam Nahrung vom Tisch der Armen geraubt.“
Wie können wir- auch als Kolpinger- im täglichen Leben der Verschwendung von Lebensmitteln begegnen? Gerade bei der Ernährung im privaten Bereich können wir einiges Tun, wenngleich oft ein  großer Hemmschuh: die über Jahre hinweg  eingeschliffenen Gewohnheiten nicht wären.
Am einfachsten ist wohl der Einkauf von regionalen Produkten: am Bauernmarkt, Direktkauf am Hof, Einkauf von fair gehandelten Waren. Natürlich ist das jeweilige Produkt je Kilo teurer als im Kühlregal beim Discounter. Ich muss also wie gesagt meine Gewohnheiten etwas ändern!
Weiters: genau überlegen, welche Menge ich einkaufe. Ich gehe bewusster mit dem Lebensmittel um. Die Gefahr, dass wertvolles Essen weggeworfen wird, ist damit geringer.
Bei Veranstaltungen der Kolpingsfamilie und anderer Organisationen kann ebenso- wie vom Papst angemahnt- nachhaltige, regional produzierte Nahrung, angeboten werden. Darauf achten, bereits zubereitetes Essen nicht wegzuwerfen: es gibt Möglichkeiten dies zu vermeiden.
Geben wir uns einen Ruck und probieren wir es wenigstens aus. UMDENKEN ist der erste Schritt!
Otto von Dellemann

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