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VinschgerWind

Kaninchenausstellung in Prad

s14 zwergwidder chinchillaDer Kaninchenzuchtverein Vinschgau wurde 1990 gegründet und besteht derzeit aus 22 Mitgliedern. Die Mitglieder züchten große und kleine Rassekaninchen, zur Zeit sind es insgesamt um die 15 verschiedene Rassen und Farbschläge. Am 5. und 6. Mai 2018 findet die jährliche Kaninchenausstellung bzw. Vereinsschau in der Handwerkerzone inPrad am Stilfserjoch statt. Verschiedene Spiele rund um das Kaninchen werden angeboten und für Speis und Trank ist ebenfalls bestens gesorgt.

Desertation und Kriegsdienstverweigerer

s15sp23 Rechenmacher Lechthaler Verdorfer SteurerSchlanders/Kortsch - Der 21-jährige Gadertaler Deserteur Marco Dapunt wurde am 29. August 1944 am damaligen Militärschießstand in Kortsch von einem Militärkommando der Militärkaserne Schlanders erschossen. Alle Soldaten der Drususkaserne mussten der Erschießung beiwohnen. Wie eine Fracht wurde der tote Körper anschließend in die Militärkaserne zurückgebracht. Um an dieses Ereignis zu erinnern und die Geschichte der Desertation und der rund 400 Südtiroler Kriegsdienstverweigerer nicht zu vergessen, lud der Bildungsausschuss Kortsch Leopold Steurer und Martha Verdorfer in das Haus der Dorfgemeinschaft Kortsch. Die beiden Historiker haben 1993 zusammen mit Walter Pichler das Buch „Verfolgt, Verfemt, Vergessen“, eine lebensgeschichtliche Erinnerung an den Widerstand gegen Nationalsozialismus und Krieg, herausgegeben. In Südtirol gab es keinen organisierten Widerstand, es waren Einzelpersonen, besonders aus den ländlichen Gebieten, die nach 1943 nicht mehr einrücken wollten bzw. den Heimaturlaub dazu nutzten um zu desertieren. Es waren meist Außenseiter, einfache Arbeiter, Pächter und Knechte. Oft waren es Dableiber und einfache Personen, motiviert durch einen christlichen Pazifismus, die den Kriegsdienst verweigerten. Schlüsselerlebnisse an der Front, Grausamkeiten gegen Juden und gegen die Zivilbevölkerung waren die Motive. In einem vorgeführten Filmbericht erzählten Personen über die Desertation, wie sie von den Angehörigen mit Nahrungsmitteln versorgt wurden und wie sie sich verstecken mussten. In vielen Fällen wurde die sogenannte Sippenhaft durchgeführt. Bei einer Großrazzia in mehreren Gemeinden wurden einige Hundert Personen ins Durchgangslager nach Bozen gebracht. Heinrich Lechthaler, der Vorsitzende des Bildungsausschusses Kortsch, teilte mit, dass er eine Gedenktafel aufstellen möchte, damit das Schicksal von Marco Dapunt nicht vergessen wird. (hzg)

Museum aufwerten

s14 0869Schluderns - Eine neue inhaltliche, langfristig und strategische Ausrichtung soll dem Vintschger Museum in Schluderns zugrunde gelegt werden: Ein neues Leitbild soll das weitum bekannte kleine Museum aufwerten.

von Magdalena Dietl Sapelza

Eine solide Tätigkeit, eine positive Bilanz und einige finanzielle Reserven konnte der Vorstand des Vintschger Museums in Schluderns unter Präsident Harald Trafoier bei der Jahreshauptversammlung am 7. April präsentieren.

Felix Mitterer gewinnt in Wien

s29 4746Schlanders/Tirol/Wien

Vinschgerwind: Glückwunsch: Du hast den österreichischen Fremdsprachenwettbewerb in Französisch gewonnen. Wie fühlt sich das an?
Felix Mitterer: Zum Teil war es eine Überraschung, weil die Konkurrenz groß war. Auf der anderen Seite ist es eine große Freude und in gewisser Weise auch eine Ehre, dass man so etwas für die Schule machen kann und am Ende auch gewonnen hat. Ich freue mich extrem. Vor allem weil ich Sprachen gerne habe, so ist das eine enorme Befriedigung.
Vinschgerwind: Du hast in Französisch gewonnen. Andere Sprachen gehen dir genauso leicht über die Zunge?
Felix: Ich haben im Allgemeinen in den Sprachen keine großen Probleme. In Italienisch habe ich das C-1 gemacht, also Plida, ich war ein Jahr lang in England und Französisch ist die dritte Fremdsprache. Und damit habe ich beim Wettbewerb mittun können, zuerst die Vorausscheidung auf Bundeslandebene in Tirol und dann auf nationaler Ebene in Wien.
Vinschgerwind: Wie wichtig ist die Unterstützung von Seiten der Schule?
Felix: Wirklich wichtig und auf keinen Fall zu unterschätzen. Vor allem auf die Wettbewerbe hin hat mich meine Französischlehrerin, die Frau Federer, gut vorbereitet und viele Stunden auch an den Nachmittagen investiert. Sie hat mir zusätzliche Unterlagen bereitgestellt und wir haben miteinander geredet. Ich kann ja nicht mit mir Dialoge führen. Die Vorbereitung von Seiten der Schule war enorm und wichtig und man kann nicht von einer Einzelleistung sprechen.
Vinschgerwind: Beim Wettbewerb kam zu deiner sprachlichen Gewandtheit noch etwas dazu: Du musstest vor Publikum eine Diskussion führen.
Felix: Die Aufgabenstellung war so, dass ich einen fiktiven Onkel, der ein Spielwarengeschäft hat, überzeugen musste, von der Herstellung mit Plastik auf eine ökologische Linie umzustellen. Das alles auf Französisch, vor einer neunköpfigen Fachjury bestehend aus Französischlehrern und vor rund 400 Leuten im Publikum.
Vinschgerwind: Warst du aufgeregt?
Felix: Eine gewisse Nervosität war vorhanden. Mir hat aber geholfen, dass ich jahrelang im Theater gespielt habe. So war das Lampenfieber etwas weniger. Vor Publikum zu reden und sich in eine Rolle hineinzufügen, da hat mir diese Erfahrung des Theaters geholfen.
Vinschgerwind: Du machst heuer Matura. Welche Pläne stehen danach an?
Felix: Ich möchte gern Wirtschaft studieren und das mit Sprachen kombinieren. Ich kann mir vorstellen, im internationalen Vertrieb tätig zu sein. Ich bin ein mathematisch-analytischer Mensch.
Vinschgerwind: Alles Gute für die Matura und für deinen weiteren Weg.
Felix: Danke.
Interview: Erwin Bernhart

 

Marthas Abschied

Martha Stocker, Landesrätin für Gesundheit, Sport, Soziales und Arbeit, tritt nach 20 Jahren im Landtag bei den kommenden Landtagswahlen im Herbst nicht mehr an.

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