VinschgerWind

Dezember 2017: Aus für Haider AG

s4 5530Graun - Über einen brisanten historischen Tagesordnungspunkt hatte am Montag (03.07) der Gemeinderat von Graun abzustimmen. Dabei ging es um die Genehmigung des Fusionsprojektes der Schöneben AG mit der Haider AG durch Inkorporation. Die Gemeinde Graun ist Mehrheitsinhaberin der seit Jahren Verlust bringenden Haider AG und hätte laut Gesetz die Anteile mit größtem Verlust abstoßen müssen. Das konnte durch eine erfolgreiche Vermittlung durch den Gemeindereferenten Franz Prieth dadurch verhindert werden, dass er im Stande war, beide Gesellschaften durch außerordentliche Vollversammlungsbeschlüsse dazu zu bringen, die Fusionsverhandlungen einzuleiten. Prieth vertritt die Gemeinde in den Liftgesellschaften und ist für die Koordinierung der Skigebiete im Oberland zuständig. Die Fusionsverhandlungen sind abgeschlossen. Für die Bewertung der Liftgesellschaften wurden die Bilanzdaten per 31.03.2017 verwendet. Für 27 Haider AG – Aktien gibt es eine neue Schöneben AG – Aktie. Die Haider AG wird mit 1. Dezember 2017 erlöschen. Die Schulden übernimmt die Schöneben AG. Für die Haideralmbahn wird eine 15-Jahres-Betriebsgarantie zugesichert. Der Gemeinderat war einmütig der Meinung, dass die Haider AG nicht mehr zu retten gewesen wäre und dass das Erholungs- und Skigebiet nur durch die Verschmelzung mit der Schöneben AG längerfristig eine Überlebenschange hat. Deshalb stimmten von 14 anwesende Ratsmitglieder 13 für die Inkorporation der Haider AG in die Schöneben AG. (aw)

Zukunftsweisendes Projekt vor Entscheidung

s5 5509Obervinschgau - Vor rund einem Jahr wurde das Projekt zum Zusammenschluss der beiden Skizonen Langtaufers und Kaunertal bei den Behörden eingereicht. Im Juli 2017 möchte die Südtiroler Landesregierung eine Entscheidung treffen. Einstweilen liegen ein verneinendes Umweltgutachten vom Februar 2017 und ein ungünstiges Vorgutachten der Raumordnung vor, welches sich vorwiegend auf das verneinende Umweltgutachten stützt. Die Oberländer Gletscherbahn AG hat nun bis 8. Juli 2017 Zeit, zu den ungünstig bewerteten Punkten Stellung zu nehmen. „Wir können alle missbillig bewerteten Punkte entkräften und werden dies auch mit  Gewissenhaftigkeit tun“, erklärt Paul Jakomet, Geschäftsführer der Gletscherbahn AG. In der Hauptsache geht es bei den Ablehnungen um drei Bereiche: Umwelt, Landesplanung und Wertschöpfung. Das Umweltgutachten vom Februar 2017 und das Vorgutachten der Raumordnung bewerten die Skipistenvariante vom Karlesjoch durch das Melagtal verneinend. Diese Variante wurde bereits im Dezember 2016 von der Gletscherbahn AG zurückgezogen und mit jener vom Weißseejoch nach Langtaufers ersetzt. Die Weißseejochvariante wird von den prüfenden Ämtern nur nebenbei erwähnt. Die entscheidend ablehnenden Bewertungen beziehen sich auf die zurückgezogene Karlesjoch-Melagtal-Variante. Die Weißseejochvariante unterscheidet sich wesentlich von der zurückgezogenen Karlesjoch-Variante und wird auch vom Umweltbeirat als eindeutig umweltschonender bewertet. Der dritte beanstandete Bereich, die Wertschöpfung, befürchtet ungünstige Auswirkungen auf die anderen Skigebiete im Obervinschgau. „Das ist nicht wahr – das Gegenteil ist der Fall“ meint Jakomet. Alle Präzedenzfälle zeigen, dass es zu gegenseitigen Befruchtungen gekommen sei. Die Oberländer Gletscherbahn wird nun zu den Punkten Stellung nehmen, Unterlagen nachreichen und ein Gespräch mit den Entscheidungsträgern beantragen, um die offenen Themen zu klären. Befürworter und Gegner warten nun gespannt auf eine Entscheidung der Landesregierung. (aw)

Öffentliche Bauvorhaben

s4 Ratssitzung Schlanders 2Bei der Gemeinderatsitzung am 29. Juni in Schlanders wurde der wichtigste Tagesordnungspunkt vertagt. So stand dann nicht das Ausführungsprojekt über ein Gründerzentrum im Kasernenareal, sondern die öffentlichen Bauvorhaben im Mittelpunkt der Sitzung.

von Heinrich Zoderer

Altbürgermeister Johann Wallnöfer, der langjährige Rechnungsrevisor der Gemeinde Schlanders, Heinrich Müller und das ehemalige Gemeinderatsmitglied Erwin Dilitz erschienen zur Gemeinderatsitzung, um die Diskussionen über den Tagesordnungspunkt „Vorstellung und Genehmigung des Ausführungsprojektes für die Errichtung des Zentrums für Innovationsdienstleistung und Kreativwirtschaft im Kasernenareal“ anzuhören.

Protest der Vinschger Amtsärzte wirkt

s4 impfVinschgau - Der geharnischte Brief der Vinschger Amtsärzte zur Impfpflicht hat Wirkung gezeigt. Der Brief ging an den Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Landesrätin Martha Stocker, den Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Thomas Schäl, die Direktorin des Gesundheitsbezirkes Meran Irene Pechlaner, den Verantwortlichen des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Bezirkes Meran Simone Schmorak.

Für die Sicherheit

Die Arbeiten am Lawinendamm  in Reschen werden fortgesetzt. Bis Ende September sollte auch das vierte Baulos (250.000 Euro) realisiert. Insgesamt wurden 590.000 Euro investiert.

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