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Spezialisten als Partner

s3 entnahmespezialistenVinschgau - Die Rotwild-Entnahmespezialisten („selecontrollori“)  bieten sich dem Nationalpark Stilfser Joch als Partner  an. Ein Ausschuss und ein „Sprecher“ soll als Bindeglied zwischen Parkverwaltung und Entnahmespezialisten fungieren. Der Marteller Erich Tscholl wurde am 3. März in Latsch zum Sprecher gewählt.

Auf Initiative vom Marteller BM Georg Altstätter (welcher die Südtiroler Parkgemeinden im Koordinierungskomitee vertritt) und von Albrecht Plangger, wurde seit 2 Jahren das Gespräch mit den „Parkjägern“ gesucht, um diese in den  Prozess zur Neuausrichtung des Nationalparks einzubinden.

Mit dem Ziel, dass sich die Entnahmespezialisten (Selecontrollori) in einer Vereinigung (ähnlich dem Jagdverband) zusammenschließen und sich als Ansprechpartner für die Wildentnahme im Nationalpark im Rahmen mehrjähriger Wild-Managementpläne anbieten und dafür bei der Organisation auch mitreden und sich einbringen können.
Eine aus Eigeninitiative gebildete Arbeitsgruppe (Vorsitzender Georg Altstätter - BM Martell, Carbogno Stefan - Stilfs, Wallnöfer Gustav - Prad, Niederkofler Klaus - Glurns, Tscholl Erich - Martell, Oberthaler Christan - Ulten, und Albrecht Plangger als Berater) hat nun nach mehreren Treffen auch mit dem zuständigen Landesrat Richard Theiner, dem Nationalparkdirekor Hanspeter Gunsch und dem Bezirksjägermeister Berthold Marx am 27. Dezember 2016, den beiliegenden Vorschlag ausgearbeitet und genehmigt.
Nun sollen der „Sprecher“ und der Ausschuss (je 1 Mitglied aus den 5 Entnahmeeinheiten)
Entnahmeeinheit Obervinschgau: Prad, Glurns, Taufers
Entnahmeeinheit Stilfs: Gemeinde Stilfs; Entnahmeeinheit Mittelvinschgau: Gemeinden Laas, Schlanders, Latsch; Entnahmeeinheit Martell: Gemeinde Martell; Entnahmeeinheit Hinterulten: Gemeinde Ulten
und zusätzlich von jeder Parkgemeinde (die nicht von einem Ausschussmitglied vertreten ist) eine Kontaktperson gewählt werden. Der „Sprecher“ der Entnahmespezialisten soll mit der geplanten Verabschiedung eines neuen Landesgesetzes zum Nationalpark im Parkrat Sitz und Stimme neben den Parkbürgermeistern, den Umweltschützern, dem Vertreter der Fraktionsverwaltungen erhalten und die Vereinigung der Entnahmespezialisten soll institutionalisiert werden.
Die klassische Jagd wird es im Nationalpark kurz- und langfristig nicht geben, auch keine Ausklammerung von Gebieten, wohl aber die Fortsetzung Rotwildentnahme und eine evtl. Ausweitung von Wildentnahme, auch auf andere Schalenwildarten, soweit dies einer größeren Biodiversität, einem gesunden Wildbestand dient und die Schäden an der traditionellen Landwirtschaft vermindert, immer aber nur mit dem „Segen“ der ISPRA , dem nationalen Wildbeobachtungsinstitut in Rom.

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