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Rahm am Bach - Rambach

s4 2980Glurns/Taufers/Mals - Der Glurnser Gemeinderat hat am 30. April 2018 beschlossen, mit 20 Prozent Anteilen in die „Rambach Konsortial GmbH“ einzusteigen. Das entspricht einem Geldwert von 20.000 Euro.

An der „Rambach Konsortial GmbH“ waren bisher die Gemeinden Mals (35%), Taufers (48%) und Schluderns (3%), die Fraktion Laatsch (9%) und die Schludernser und Glurnser Energiegenossenschaft SEG (5%) beteiligt. Taufers wird nun an Glurns 9% abtreten, Mals 8%, die SEG 2% und die Fraktion Laatsch 1%. Auf dem Papier ist wieder Einigkeit.
Diese Einigkeit hatte vor mehr als 30 Jahren im Abwasserverband Obervinschgau, dem die Gemeinden Mals, Glurns und Taufers angehörten und der in der damaligen Form nicht mehr existiert, begonnen. Der Abwasserverband bemühte sich um eine Konzession am Rambach, brachte eine positive Umweltverträglichkeitsprüfung zustande und scheiterte letzlich am Nationalpark und an der zentralen Konzessionsvergabe in Rom. Eine Neuauflage der Bemühungen flammte mit der Übernahme der Konzessionsvergabe durch das Land auf. Die damalige SEL drängte in die Konstellation mit den Gemeinden, Private wie die Eisackwerk GmbH von Helmut Frasnelli gaben Projekte in Auftrag. Durch den Gewässernutzungsplan wurde der Rambach halb-geschützt. Keine Großableitung soll es am Bach geben, höchsten für bis zu 3 Megawatt. Die Ansuchen am Rambach waren auf Null gestellt. Die weitere Geschichte sei anhand des Gemeinderatsprotokolles von Glurns für die Sitzung am 30. April zitiert, denn General-, Vielfach- und Stadtsekretär Georg Sagmeister protokolliert interpretierend: „Zudem wurden in den Gemeinde Mals und Taufers Volksbefragungen durchgeführt, zum Zwecke, den Rambach ganz unter Schutz zu stellen und keine Kraftwerke mehr zuzulassen, diese Befragungen gingen aber für die Errichtung eines Kraftwerkes aus...“
Die Gemeinde Glurns hat dann das Land unter Verzug gesetzt, weil das Wasserrechtsverfahren nie eröffnet wurde. In dieser Phase hatte sich Glurns mit der Rambach Konsortial GmbH geeinigt, dass man ein E-Werk nur gemeinsam errichten werde und Glurns mit 15% in die Rambach Konsortial GmbH einsteigt.
Sagmeister im Protokoll: „Die Situation stellt sich nun 2018 so dar, dass die Konsortial GmbH ihr Projekt nicht termingerecht eingereicht hat und die Stadtgemeinde Glurns ihr Projekt negativ begutachtet bekommen hat und ein Privater als vorläufiger Sieger hervorgegangen ist.“ Die Wasserkonzession hat, wie mehrfach im Vinschgwerind berichtet, Johannes von Hepperger gewonnen. Glurns bemüht sich nun, die Konzession von Hepperger zu bekommen und hat seinen Marktwerkt in der Rambach GmbH auf 20 Prozent erhöhen können.  (eb)

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