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Gabriel-Grüner-Preise vergeben

s14sp234 Gabriel Gruner Preis 2018Mals/Bozen/Stuttgart - Der aus Mals stammende Stern-Reporter Gabriel Grüner wurde 1999 im Kosovo ermordet. In Erinnerung  an Gabriel Grüner wurde am 1. Juni in Mals zum 19. Mal das Gabriel-Grüner-Stipendium und zum 4. Mals der Gabriel-Grüner-Schülerpreis vergeben.

von Heinrich Zoderer

Es ist dem Bildungsausschuss Mals mit der Vorsitzenden Sibille Tschenett gelungen, die beiden Preise in Mals zu verankern und in Zusammenarbeit mit der Reportageschule Zeitenspiegel aus Stuttgard, der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion, der Wochenzeitschrift FF, sowie der Gemeinde Mals durchzuführen.

Beim Schülerpreis beteiligten sich 28 Oberschüler aus ganz Südtirol. Sie besuchten mehrere Workshops in Bozen und schrieben unter Anleitung von Berufsjournalisten in Zweiergruppe 14  Reportagen. Den Schülerpreis erhielten Greta Maurer und Lea Schrentewein vom Gymnasium W. v. d. Vogelweide für ihre Geschichte “Elf Jahre Einsamkeit”, in der die Autorinnen das Leben einer Bergbauernfamilie aus Schnals beleuchten. Den 2. Preis erhielten die beiden Schülerinnen Stefanie Dietl und Tabea Telser vom Realgymnasium Schlanders mit der Reportage „Krebs ist ein Lehrmeister“.  Die Laudatio für den Schülerpreis hielt die neue Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner. Das Gabriel-Grüner-Stipendium mit einem Preisgeld von 6.000 Euro gewannen der Journalist Marius Münstermann und der Fotograf Christian Werner. Die beiden wollen mit dem Preisgeld eine Reportage über die illegale Fischerei vor der Küste Gabuns verfassen. Auf einem Schiff der internationalen Umweltorganisation Sea Shepherd werden sie dem bedrohten Lebensraum der Thunfische nachspüren. Peter Grüner, der Bruder von Gabriel und Mitglied der Jury hielt die Laudatio und überreichte das Stipendium. Sabine Gruber, die Schriftstellerin und Jugendfreundin von Gabriel Grüner erzählte im Festvortrag über das gemeinsame Interesse für die Literatur. Grüner und Gruber waren beide politisch engagiert und schrieben für den Skolast, die Zeitschrift der Südtiroler Hochschülerschaft. Beide beschäftigten sich mit den politischen, sozialen und kulturellen Verhältnissen in Südtirol. Gruber berichtete vom Engagement Grüners für Außenstehende, Randgruppen und besonders für die schlechte Situation der Kinder. Zu Beginn der Veranstaltung betonte der Bildungsdirektor Gustav Tschenett die Bedeutung des Schülerpreises als Form der Begabtenförderung. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt mit Musik und Korrnrliedern von Hannes Ortler und Heiner Stecher. 

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