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VinschgerWind

Ein Herz für die Peripherie…

s14 7251Stellungnahme der Freunde des Krankenhauses Schlanders und des KVW Bezirksausschusses Vinschgau - Ein Herz für die Peripherie… für den Erhalt aller Primariate und den Erhalt der Position des ärztlichen Direktors im Krankenhaus Schlanders!

Gesundheit und Lebensqualität sind das höchste Gut. Mit viel Einsatz und Engagement arbeiten unsere Ärzte und Pflegekräfte täglich für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Nicht immer unter leichten Bedingungen. Die Freunde des Krankenhauses Schlanders und der KVW Bezirk Vinschgau fordern eine klare politische Haltung für die Gesundheitsversorgung in der Peripherie. Hierzu gehören der Erhalt aller Primariate im Krankenhaus Schlanders, die Aufrechterhaltung der Primariate für Chirurgie und Anästhesie und die Nachbesetzung der Ärztlichen Leitung.
Das Krankenhaus Schlanders hat eine lange Geschichte. Als erstes deutschsprachiges Krankenhaus im Lande war es schon immer südtirolweit beliebt und im Tal besonders verwurzelt. Die Bürger hängen sehr an „inserm Spitol“. Deshalb und aufgrund der hohen baulichen und technischen Standards, die das Krankenhaus inzwischen aufweist, erstaunen umso mehr die wiederkehrenden Diskussionen um dessen Zukunft. Aktuell geht es um die Nachbesetzung der Ärztlichen Leitung und um die Frage, ob und in welcher Form es zukünftig die Primariate Chirurgie und Anästhesie geben sollte. Hierzu halten wir klar fest:

1. Der Vinschgau ist geographisch der zweitgrößte Bezirk im Lande und mit seinen langen Anfahrtswegen in der medizinischen Versorgung benachteiligt. Aus diesem Grunde ist das Krankenhaus Schlanders mit jenem in Bruneck vergleichbar und die Abteilungen und Dienste sind auszubauen und weiterzuentwickeln. Eine solche Weiterentwicklung gelingt nur durch eine Ärztliche Leitung sowie eigenständige Abteilungen unter verantwortlicher Führung von Primaren vor Ort.
2. Obwohl allerorts und besonders in der Medizin von zunehmender Komplexität die Rede ist, sollen „komplexe Strukturen“(= Primariate) im Krankenhaus Schlanders reduziert werden. Dies erscheint umso widersprüchlicher, weiß man doch, dass nur Primare vor Ort qualifizierte Fachärzte gewinnen und durch ihre belegte Qualifikation und Erfahrung (beide sind von der Universität Verona akkreditiert) für deren Weiterentwicklung und Motivation sorgen können.
3. Auch die Patienten in der Peripherie haben ein Recht auf eine Ärztliche Leitung und Primare, die als Leiter der Abteilung und Letztentscheidungsträger vor Ort nicht nur auf Distanz fachlich und menschlich Verantwortung übernehmen.
4. Von den Abteilungen für Chirurgie und Anästhesie sind alle anderen Abteilungen im Krankenhaus direkt oder indirekt betroffen. Das chirurgische Primariat ist immer noch nicht nachbesetzt worden und durch die Pensionierung von Primar Theiner sind die Positionen des  ärztlichen Direktors und des Primars der Anästhesie vakant. Primare können auf Augenhöhe und auf direktem Wege kommunizieren. Haben unsere politischen Väter noch um Primare geworben und damit für attraktive Arbeitsplätze in der Peripherie gesorgt, so scheint das heute nicht mehr zu gelten.
5. Die Politik ist angehalten, das öffentliche Gesundheitswesen in der Peripherie auf allen Ebenen zu stärken und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die ärztliche Versorgung und die Verwaltung gut und zum Wohle aller Patienten und Bürger funktioniert.

Wer würde sich in der Politik heute die Autonomen Provinzen Bozen und Trient als eine Einrichtung mit zwei Standorten und einem stellvertretenden Regierungschef aus Südtirol wünschen? So war es schon der Vater der Autonomie Silvius Magnago, der sich von Anbeginn für das deutschsprachige Krankenhaus in Schlanders einsetzte. Was würden er und unser allseits geschätzter Pionier Professor Hans von Elzenbaum zu den aktuellen Diskussionen sagen?
Am 21. Oktober 2018 hat der Südtiroler Wähler das Wort – ein Herz für die Peripherie!
Freunde des Krankenhauses Schlanders und der KVW Bezirk Vinschgau - Heinrich Fliri

Kommentare   

0 #1 Rita Tedoldi Feierab 2018-09-09 14:03
Man hat in den letzten Jahren viel in das Schlanderser
Investiert, auch in der Hoffnung, dass es erhalten bleibt.
Ärzte gehen weg, weil sie nicht sicher sind, ob das Krankenhaus früher oder später geschlossen wird.
Die Orthopädie und die Handchirurgie sind in diesem Krankenhaus sehr erfolgreich. Ich verstehe nicht, wohin diese Patienten hingehen sollen ? Meran und Bozen,
wo Wartezeiten von oft 4-5 Stunden sind?
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