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Schnals im Energiefieber

s4 7620Schnals - Die Gemeinde Schnals ist, was die Energie betrifft, in einer glücklichen Lage: Die ehemalige SEL AG, heute Alperia, verkauft ihren 40%igen Anteil an der „Energie Schnals Konsortial GmbH“ an die Gemeinde - und Schnals will weitere SELfin Aktien erwerben.

von Erwin Bernhart

Zwei Dinge hat der Gemeinderat von Schnals am 29. August 2018 in Sachen Energie beschlossen: Zum einen betraf es den Erwerb von weiteren SELfin-Aktien.

Bekanntlich hat das Land beschlossen, 10% der Alperia-Aktien an die Gemeinden abzutreten. Dieses Aktienpaket konnten die Gemeinden über die SELfin erwerben. Viele Gemeinden haben zugegriffen, nicht alle. So sind noch Aktien auf dem Markt. Die Gemeinde Schnals hat bereits ein Aktienpaket von mehr als 700 Anteilen an SElfin beschlossen und dafür 487.000 Euro ausgegeben. Nun legt Schnals nach und hat per Beschluss den Antrag an SELfin gestellt, ein weiteres Aktienpaket von 358 Quoten erwerben zu wollen. Im einstimmig gefassten Beschluss wurden dafür 28.000 Euro als Willensbekundung veranschlagt. „Wir hoffen, dass die Rechnung der Rückzahlung über die Dividenden aufgeht“, sagte BM Karl Josef Rainer.  Rund 242.000 Euro soll, wenn es klappt, das neue Aktienpaket kosten. Detail am Rande: Die VizeBM Sonja Santer musste bei der Abstimmung wegen Befangenheit den Raum verlassen - Santer ist Verwaltungsrätin in der SELfin GmbH.
Noch ein Beschluss betraf die Energiewirtschaft: Die Gemeinde Schnals will 2% Gesellschaftsanteile Energie Schnals Konsortial GmbH abtreten. Eine Ausschreibung für diese 2% wird demnächst vorgenommen.  Warum verkauft die Gemeinde Schnals diese 2% Anteile? Derzeit besitzt die Gemeinde Schnals 60 Prozent der Anteile an der Schnals Konsortial GmbH. Die Hydros bzw. die Alperia verkaufen ihren bisherigen Anteil von 40 % um rund 700.000 Euro an die Gemeinde. Um aber als Konsortial GmbH bestehen bleiben und die dafür vorgesehenen Steuervorteile nutzen zu können, muss die Gemeinde Schnals einen zweiten Partner im Boot haben. Deshalb der 2%-Verkauf. Auf die Frage einiger Gemeinderäte, wer denn für den Ankauf in Frage komme, wurde von BM Rainer ausweichend geantwortet. Nur soviel: In den Ausschreibungskriterien werde genau festgelegt, welche Eigenschaften ein Käufer haben muss, um die 2% Anteile erwerben zu können. Ob dies der Südtiroler Energieverband SEV sein könne, wurde als nicht sicher beantwortet.
Der Ausschreibungswert wird mit 74.000 Euro veranschlagt. Denn man habe eine Bewertung der Energie Schnals Konsortial GmbH vornehmen müssen und die habe einen Wert von rund 3,7 Milionen Euro ergeben.
Der Steuervorteil der Konsortial GmbH ist kein Pappenstiel: Rund 100.00o Euro Ersparnis seien dies pro Jahr.

 

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