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Jahresprogramm 2020 der Naturparke genehmigt

Die Brücke im Bereich des Steigs Nr. 9 in Bad Ratzes-Gstatsch in Richtung Frommeralm, die völlig zerstört wurde und nun neu aufgebaut werden muss. (Foto: LPA/Amt für Naturparke) Die Brücke im Bereich des Steigs Nr. 9 in Bad Ratzes-Gstatsch in Richtung Frommeralm, die völlig zerstört wurde und nun neu aufgebaut werden muss. (Foto: LPA/Amt für Naturparke)

Die Landesregierung hat das Programm 2020 der sieben Naturparke genehmigt. Von einem "klaren Bekenntnis zu den erreichten Leistungen und zu den Vorhaben" spricht Landesrätin Hochgruber Kuenzer.

Die Landesregierung hat am Mittwoch (11. Dezember) im Zuge der Genehmigung des Programmes der Naturparke für 2020 dem Landesamt für Naturparke einen wichtigen Zusatzposten eingeräumt. "Die Schäden entlang der Wanderwege infolge der Windböen im Herbst 2018 und der heftigen Schneefälle im November 2019 müssen behoben werden", erklärt dazu Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer.

Breite Palette an Aufgaben

Darüber hinaus setzt das Naturparkamt eine breite Palette an Aufgaben in den sieben Naturparken Südtirols um. Zum einen geht es um die Betreuung des jeweiligen Naturparke, der Pflege und Instandhaltung der Wander- und Themenwege, um deren Kennzeichnung und Beschilderung, für die eigens Naturparkarbeiter über die jeweiligen Forstinspektorate in der Sommersaison beauftragt werden. Diese haben seit dem Frühling 2019 alle Hände voll zu tun: Muren und Lawinen habe Wege verschüttet, Zäune, Seilsicherungen und Fußgängerbrücken abgerissen. Einige Brücken wurden völlig weggerissen, so auch die Brücke eines Wanderweges in der Texelgruppe. Oder etwa die Brücke am Steig Nr. 9 in Bad Ratzes-Gstatsch in Richtung Frommeralm, die neu aufgebaut werden muss (Fotos anbei). "Wir müssen für die Sicherheit auf den Wanderwegen in den Naturparken sorgen", sagt Amtsdirektor Enrico Brutti.

95.000 Naturparkhausgäste 2019

Zum anderen wird in den Naturparken auch inhaltlich gearbeitet: Es werden wissenschaftliche Untersuchungen und Studien durchgeführt, um sensible Lebensräume zu erforschen, seltene Arten zu beschreiben und zu dokumentieren. Es geht aber auch darum, die Bürgerinnen und Bürger auf ihre Eigenverantwortung aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser einmaligen Naturlandschaft zu sensibilisieren. Die Naturparkhäuser sind "eine Brücke zwischen Mensch und Natur", betont Landesrätin Hochgruber Kuenzer, "sie lenken den Blick auf Besonderheiten und auf die Vielfalt der Naturlandschaft." Dabei ist jeder einzelne Naturpark aufgrund der klimatischen und geologischen Eigenheiten eine Besonderheit für sich. Die Naturparkhäuser zeigen in Ausstellungen und Veranstaltungen die Einzigartigkeit ihres Naturparkes auf. Naturkundlich ausgebildete Wanderführer begleiten im nächsten Sommer wieder Besucher durch die reichhaltige Artenwelt im Schutzgebiet. Besonders beliebt sind Angebote, die an Kinder und Jugendliche adressiert sind, etwa die Ausbildung zum Junior Ranger oder die Kindererlebnistage. 2019 haben rund 95.000 Einheimische und Feriengäste diese Angebote der Naturparkhäuser in Anspruch genommen.

Fast 2 Millionen Euro: "Investition in Nachhaltigkeit"

Die Landesrätin, die mehrere Naturparkhäuser besucht hat, ist erfreut über "die motivierten ganzjährigen und saisonalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hinter den Programmen für die Besucher stehen".  1,915 Millionen Euro stehen dem Amt für Naturparke nun zur Verfügung. "In die Naturparke zu investieren, ist ein wichtiger Schritt zugunsten der Nachhaltigkeit", betont Hochgruber Kuenzer.

Nicht zuletzt enthält das Naturpark-Programm auch die Beiträge, mit denen die Abteilung (28) Natur, Raum und Landschaft die Pflege der Kulturlandschaft unterstützt und prämiert: Schindeldächer, Trockenmauern, Waale und Holzzäune in den Naturparks werden finanziell unterstützt (250.000 Euro) und die Pflege artenreicher Bergwiesen oder etwa das mühevolle Mähen von Magerwiesen in den Naturparken wird mit belohnt (insgesamt 260.000 Euro). "Mit diesen Prämien unterstützen wir die oft wirklich sehr anstrengende und nicht immer rentable Feldarbeit, die letztlich unser Landschaftsbild prägt, das so viele von uns begeistert", sagt Landesrätin Hochgruber Kuenzer.

LPA/jw

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