Freitag, 07 Oktober 2011 00:00

Dem Ortler wird das Eis-Archiv entrissen

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Sulden

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Unmittelbar zu Füßen König Ortlers, in der Suldner Grundschule, fand am 19.09. eine öffentliche Konferenz mit dem Titel „Verborgen im Ortler: die Geheimnisse des Klimas“ statt. Grußworte des BMs Hartwig Tschenett und des Direktors der Abt. Brand- und Zivilschutz Hanspeter Staffler gingen der eigentlichen Vorstellung des Ortler-Projektes durch Paolo Gabrielli (Ohio State University/USA) und Roberto Dinale (Autonome Provinz Bozen) voraus. Unterstützt vom Land Südtirol (Logistik) und koordiniert von der Universität Ohio und dem Hydrographischen Landesamt Südtirol, werden im Laufe des wissenschaftlichen Projekts (vom 23.09-14.10) umweltverträgliche Bohrungen im hohen Firnfeld - knapp unterhalb des Ortlergipfels - durch hochkarätige internationale Forscher ausgeführt und dem Gletscher (ca.70m dick) 1m lange Eisbohrkerne mit einem Durchmesser von 10 cm  entnommen. Diese bilden dann die Grundlage zur umfassenden Klimaforschung.
In isolierten Behältern aufbewahrt, werden die Bohrkerne dann via Helikopter zur Kühlzelle der Forststation Prad transportiert, um später in den Labors der Universitäten Ohio, Venedig und Innsbruck genauer analysiert zu werden.
Dass die Wahl für diese paleoklimatologische Untersuchung auf die höchste Erhebung Tirols gefallen ist, liegt daran, dass der Gletscher am Ortler nicht in Bewegung und durch seine Höhe (3905m) noch nicht von Schmelzwasser verschmutzt ist: Idealvoraussetzungen für die Methode des Leiters des Byrd Polar Research Centers (Uni Ohio/USA), Prof. Lonnie Thompson.  (re)

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