Dienstag, 12 Mai 2015 00:00

Der Frühjahrsputz - TIPPS & TRICKS

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Er gilt als unbeliebt und anstrengend: der Frühjahrsputz. Doch woher stammt er eigentlich der „Frühjahrsputz“ eigentlich? Bereits im alten Rom verfiel man dem jährlichen Reinigungswahn. Das Wort Februar kommt nämlich von „februare“, was im Lateinischen reinigen heißt. Also haben die Römer wahrscheinlich den Februar für ein alljährliches Reinemachen genutzt. Und auch im alten Persien wurde zum „Noruz“, dem Neujahrsfest, das Haus geputzt. Diese Feier fand an der Tag-und-Nacht-Gleiche statt, also am Beginn des astronomischen Frühlings zwischen dem 19. und 21. März. Demnach hat der Frühjahrsputz eine lange Tradition und ist die beste Zeit um mal richtig sauber zu machen.


Motivation.
Motivation ist gefragt. Und Zeit. Ein gründlicher Frühjahrsputz bedeutet viel Arbeit und braucht deshalb die richtige Einstellung. Eine Möglichkeit ist den Frühjahrsputz einfach als Fitnessprogramm zu sehen. Zwei Stunden Staubsaugen, Fenster putzen und Boden wischen verbraucht in etwa um die 600 Kalorien. Das ist vergleichbar mit einer Stunde Radfahren, Joggen oder Schwimmen. Auch die Muskeln kommen nicht zu kurz. Damit der Arbeitsfluss nicht gestört wird, sollte man im Vorhinein sicherstellen, dass auch nichts fehlt: Gummihandschuhe, Staubsaugerbeutel, Wischtücher, Schwämme, Reinigungsmittel ....

Tipp: Doch wer absolut keine Motivation oder Zeit findet, der kann sich auch bequem zurücklehnen und sich eine Reinigungsfirma, einen Profi sozusagen, ins Haus holen....


Systemarbeit.
Mit System arbeiten verhindert doppelte Arbeit: Erst wird aufgeräumt, dann Raum für Raum durchgeputzt. Und ganz wichtig: Immer von oben nach unten arbeiten und logisch vorgehen. So kommt natürlich Staub wischen vor dem Staub saugen und Fenster putzen vor dem Boden wischen. Doch zum Frühjahrsputz zählt nicht nur das Reinigen der verschiedenen Räume im Haus oder in der Wohnung. Dazu gehört auch: In und auf den Schränken zu wischen, Winterkleidung auszusortieren und Matratzen zu lüften und zu reinigen, den Kühlschrank und das Backrohr gründlich zu reinigen, Vorratsschrank und Medikamente gründlich nach Abgelaufenem zu durchforsten, Schreibtisch (Steuererklärungen, Quittungen ... aufräumen.

Tipp: Ganz wichtig : Auch der Wintergarten und die Photovoltaikanlage gehören regelmäßig vom Profi gereinigt.


Der psychologische Nutzen.
Das Entrümpeln habe immer auch einen psychologischen Nutzen. Aufräumen schafft nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich Ordnung. Beim Aufräumen und Entrümpeln wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet, gezieltes Aufräumen wirkt demnach antidepressiv. Während man derart beschäftigt ist, hört man mit dem Grübeln von ganz alleine auf....

s32 putz1. Wer alte Damen-Nylonstrumpfhosen hat, kann diese auch zum Staubwischen benutzen. Die Strumpfhose lädt sich elektrostatisch auf und zieht die Staubkörner an.

2. Heizkörper sollte man beim Frühjahrsputz nicht außer acht lassen: Einfach ein feuchtes Tuch drunter legen und mit Hilfe des Föhns von oben nach unten den Staub wegpusten.

3. Neben den teuren Chemiekeulen aus dem Supermarkt gibt es auch viele Hausmittel, die wirken und zudem noch günstiger sind. So kann man zum Beispiel Shampoo ins Putzwasser geben, statt Fliesenreiniger zu verwenden. Shampoo reinigt nicht nur, sondern pflegt durch die rückfettenden Substanzen die Fliesen. Auch etwas Spülmittel im Wasser erzeugt glänzende Fliesen.
Gegen Kalk hilft Essig: einfach etwas Essig ins lauwarme Putzwasser geben und die Fliesen abwischen, etwas einwirken lassen und dann mit reinem Wasser abwischen.

4. Fällt beim Ausmisten viel Abfall an: Container mieten. Container erleichtern das Entrümpeln. Wer große Stücke entsorgen will, kann sich bei ortsansässigen Firmen informieren.

5. Für die Reinigung der Fugen einfach etwas Backpulver mit Wasser zu einer Paste vermischen und diese mit Hilfe einer alten Zahnbürste auf die Fugen auftragen. Ein bisschen warten und anschließend die Paste mit dem Dreck von den Fugen abspülen.

6. Wichtig beim Fensterputzen ist es, auch die Rahmen mit zu säubern, sonst läuft direkt beim nächsten Regen der Schmutz wieder über die Scheibe und die Arbeit war vergebens.
Wenn die Sonne direkt drauf scheint, sollte man das Fensterputzen vermeiden. Durch die starke Sonneneinstrahlung verdunstet das Wasser zu schnell. Die Folge: wieder unbeliebte Streifen.

7. Fenster putzen klingt einfach, aber wie werden sie wirklich streifenfrei? Geheimtipp: Schwarzer Tee. Drei Beutel in einer großen Tasse aufbrühen, zehn Minuten ziehen lassen und eine Zitrone hineinpressen. Diese Mischung in den Putzeimer zu dem lauwarmen Wasser hinzugeben und damit das Fenster putzen. Anschließend mit einem fusselfreien Tuch nachwischen. Die Gerbstoffe im Tee lösen Fett und Schmutz und die Zitrone schützt vor Kalk. Auch eine Wasser-Essig-Mischung wirkt Wunder.

8. Auch das WC kann man mit dem recht ungewöhnlichen Putzmittel Backpulver reinigen. Einfach Backpulver in die Toilette geben, 30 Minuten warten und dann mit der Klobürste nachschrubben.

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