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Walter Habicher ist einst als Friseurgeselle von Laatsch ins Burggrafenamt gezogen und hat sich mit dem „Salon Walter“ in Algund eine Existenz aufgebaut. Seit seiner Pensionierung hält er sich wieder regelmäßig in seinem Heimatort auf, wo er ein Haus gebaut hat.

von Magdalena Dietl Sapelza

Sein erstes Geld und zwar 10 Lire bekam Walter als Bub von Alois Federspiel, dem legendären „Storchen Lois“. „I hon ihm gmiaßt di Rösser hebm, dass er im Wirtshaus hot kennt af’n Häusl gean“, lacht er. 10 Lire gab es für ihn auch als „Keglbua“, wenn ein Kegler alle Neune getroffen hatte. „100 bis 150 Lire hon in an Sunnta oft zommprocht, “, erinnert er sich. Walter sparte das Geld und kaufte sich nur selten ein Eis für 30 Lire. Als „Zuhirte“ bei den Kühen auf der Sommerweide im Calvenwald winkte er den aus der Schweiz kommenden Autofahrern zu, weil er wusste, dass so mancher anhielt und ihm eine Schokolade schenkte. Erste Schweizer Franken verdiente er sich in Sent als Kleinhirte von 172 Kälbern. „Noch 10 Tog hon i olle kennt, dr Hirt hot in gonzn Summer braucht “, betont er.
Walter war der Jüngste von sechs Kindern der Familie Habicher. Die Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft und der Vater arbeitete als Gerber in Mals. Nach Abschluss der achtjährigen Volksschule trat Walter seine Friseurlehre bei Alois Rauner in Mals an. Als Geselle zog er nach Meran und sammelte Erfahrungen in unterschiedlichen Salons, bis er die Friseurin Margit Erlacher kennenlernte und mit ihr 1969 den „Salon Walter“ in Algund eröffnete. Er betreute vorwiegend die Herren und sie die Damen. Beide heirateten 1973. Zwei Jahre später hielten beide den Meisterbrief in den Händen. „Die Deutsche Welle isch selm modern geweesn“, sagt er. „Miar hobm fünf bis sechs Dauerwelln in Tog gmocht.“ 1975 kam Sohn Patrick zur Welt und sieben Jahre später Sohn Alex. Neben ihrer Aufgabe als Eltern hielten Walter und Margit ihren Salon in Schuss und folgten den neuesten Friseur-Trends. Fortbildungskurse, angeboten von den Firmen, die ihnen die Friseurprodukte lieferten, führten sie nach Berlin, Rom, London und Paris.
Walters Fachwissen öffnete ihm die Tür in die Gesellen- und Meisterprüfungskommissionen für Friseure in Meran, denen er lange Zeit angehörte. Jahrzehntelang gestaltete er auch das Algunder Dorfleben mit, als Mitglied im Gemeinderat, im Sportverein-Ausschuss und im Pfarrgemeinderat.
Zu seinen Hobbys zählen seit jeher das Skifahren auf „Schöneben“, das Radfahren, das Tennisspielen, das Bergwandern und vor allem das Tanzen. Es vergeht kaum eine Woche in der er mit seiner Frau nicht irgendwo tanzt, sei es im „Gasthof Gstör“ in Algund, in der „Dancing Lounge Exclusiv“ in Lana oder bei Auftritten der Gruppe „Die Vinschger“, deren großer Fan er ist.
Ein weiteres Hobby von Walter ist das Sammeln von Bildern, geschaffen von Vinschger Künstlern. Mittlerweile besitzt er 29 originale Malereien beziehungsweise Zeichnungen bekannter Größen wie beispielsweise Karl Plattner, Paul Flora, Peppi Tischler, Luis Stefan Stecher, Robert Scherer, Jörg Hofer. Auch Werke der Laatscher Künstler Esther Stocker, Julia Frank und Sven Sachsalber befinden sich in seiner Sammlung. Die Beziehung zu seinem Heimatort hielt Walter immer aufrecht. Er übernahm auch sein altes Elternhaus und zahlte seine Geschwister aus. Die gesetzliche Möglichkeit zur Kubatur-Verschiebung nutzte er dann zum Bau eines modernen Hauses im Laatscher Ortsteil „Preer“. Dort verbringt er nun fast jedes Wochenende und genießt vor allem die Aussicht. „Fa do aus siich i zehn Dörfer, 14 Kirchn unt vier Schlösser“, erklärt er. Etwas lästig sei der Vinschger Wind, der oft kräftig bläst. Zu seinen Hobbys zählen inzwischen auch die Gartenarbeit und das Beobachten von Sonne und Mond. „In Wintr geat pa miar do di Sunn zwomol auf, zersch übern Looser Spitz unt norr nouamol übern Glurnser Köpfl“, sagt er.
Den Friseursalon in Algund führt mittlerweile sein ältester Sohn. Und aus dem „Salon Walter“ ist der „Salon Habicher“ geworden.

Freitag, 03 Januar 2020 14:24

Theater: Eine Leiche für Margarete

Heimatbühne Kastelbell - Dass eine Seefahrt lustig, vor allem aber gesund sein soll, bewahrheitet sich auf der Fahrt dieses Kreuzfahrtschiffes wahrlich nicht. Dass sich Passagiere untereinander nicht vertragen, passiert immer wieder. Aber dass es mit einem Mord endet, damit hätte niemand gerechnet. Dann verschwindet auch noch die Leiche! Und das auf hoher See! Weit und breit keine Polizei!
Margarete, die Köchin, liebt Krimis über alles und fühlt sich berufen, diesen Fall auf eigene Faust zu lösen. Durch ihre etwas eigene Art, diesen Mord aufklären zu wollen, entstehen lustige und amüsante Situationen mit Lachgarantie!

Freitag, 03 Januar 2020 14:21

Die Rubrik im Blick zurück

Aus dem Gerichtssaal - Den Rückmeldungen der Leser nach zu schließen erfreut sich die Rubrik „Aus dem Gerichtssaal“ einer gewissen Beliebtheit. Das ist erfreulich und schmeichelt natürlich meiner Eitelkeit. Durch die Kontakte mit den Lesern lassen sich auch Fehler korrigieren. So ist mir in meinem letzten Beitrag eine arge Peinlichkeit passiert: ich habe den Tiziano Terzani 84 Jahre alt werden lassen. Eine Leserin wies darauf hin: ja, dann müsste er ja noch am Leben sein! Fast ein Jahr zurück liegt der Beitrag über den tödlichen Rodelunfall am Rittner Horn. Ein klassischer Fall von Selbstverantwortung, der auf Dritte abgeschoben werden sollte und der zum Glück als solcher auch von der ermittelnden Staatsanwaltschaft erkannt wurde und für die Betreiber der Aufstiegsanlagen ohne rechtliche Folgen blieb. Nicht wie der des Bauern aus dem Gadertal, der auf seinem Privatweg einen elektrischen Weidezaun aufgestellt hatte, an dem ein Mountainbiker „hängen“ blieb. Der Zivilrichter in Bozen meinte, der Bauer hätte den Draht durch Anbringen von Fähnchen kenntlich machen müssen. Die Frage, was der Radfahrer überhaupt auf dem Privatweg des Bauern verloren hatte, ließ der Richter leider unbeantwortet. Ein reges Medienecho fand der Fall der deutschen Urlauberin, die auf einer Alm im Stubaital von einer Mutterkuh auf die Hörner genommen und getötet wurde. Der Fall ist zwar noch nicht ausjudiziert, aber der Almbetreiber wurde in 1. Instanz zu Schadenersatz in Höhe von ca. 400.000 Euro verurteilt, und dies obwohl die Wanderer durch mehrsprachige Schilder darauf hingewiesen wurden, dass auf der Alm Mutterkühe weideten, zu welchen Menschen und Hunde Abstand halten sollten.
Zu keiner mir bekannten Reaktionen hat der Beitrag über das verunglückte Vorkaufsrecht der Gemeinde Partschins am Hälfteanteil einer Wohnung in einem denkmalgeschützten Gebäude geführt. Das Vorrecht wurde ohne erkennbaren Grund und mit einer vom Gericht als „leere Phrase“ abgetanen Begründung ausgeübt. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet war das ganze Unternehmen eine Schnapsidee. Der „Spaß“ hat die Gemeinde gut und gerne an die 20.000 Euro an Spesen gekostet, die immerhin aus Steuergeldern stammen. Sind die Partschinser immer so geduldig, wenn jemand ihr Geld beim Fenster rausschmeißt?
Lebhaftere Reaktionen folgten hingegen auf die Beiträge zum „Malser Weg“. Mittlerweile zieht er einen ganzen Rattenschwanz an Gerichtsentscheidungen hinter sich her. Der Kasus schreit nach einer außergerichtlichen Lösung; ein Schlüssel dazu liegt zurzeit noch ungenutzt im Landhaus in Bozen.
Von den Lesern goutiert werden Beiträge über beschissene Gerichtsvollzieher und Geschichten aus der Zeit, als Schlanders noch ein Gericht und einen „Tschumpus“ hatte. In der nächsten Rubrik wollen wir der Frage nachgehen, ob die Schließung der peripheren Gerichte eine gute Idee war und ob die als Begründung angeführten Einsparungen überhaupt bestehen. Bis dahin verbleibe ich mit den besten Wünschen für das Neue Jahr Ihr
Peter Tappeiner,
Rechtsanwalt
peter.tappeiner@dnet.it

Freitag, 03 Januar 2020 14:19

Mit dem Wolf leben lernen?

Tschengls/Vinschgau - Auf der Tschenglsburg fand eine Veranstaltung zur Zukunft der Weidewirtschaft statt. Mehr als sechzig Zuhörer, unter ihnen viele Tierzüchter, sahen sich mit drei Haltungen konfrontiert:

Aufklären
Max Rossberg stellte sich als Vorsitzender der „European Wilderness Society“ (EWS) vor und erklärte die Tätigkeit dieser österreichischen Organisation, die zur Aussprache eingeladen hatte. In beratender Funktion hat Rossberg oft mit dem Thema Wolf zu tun. In vielen Regionen habe man sich gut damit arrangiert, in anderen sei der Umgang unklar. Bei uns ließen sich mangelnde Strategien auch durch die historische Entwicklung erklären, über Jahrhunderte sei der Wolf gejagt worden. Anderen Teilen Mittel- und Südeuropas attestierte er Wolfsbestand und Herdenschutz. Anhand von Beispielen (Dresden, Lausitz) zeigte Rossberg die unproblematische Koexistenz von Menschen, Landwirtschaft und Wölfen auf – wobei die Kosten für den Herdenschutz dort in voller Höhe vom Staat übernommen werden, nicht nur jene von Wolfsrissen.
Auch wenn dieses Gleichgewicht in Südtirol noch nicht funktioniert, gelten ausnahmslos EU-Naturschutzrichtlinien (FFH-Richtlinie: Flora/Fauna/Habitat), die den Wolf als schützenswert einstufen. Dafür sind auf EU-Ebene die Umweltminister zuständig, ohne Mitsprache der Agrarministerien. Südtirol bezeichnete Rossberg als „mitten in den Highways von Wölfen“. Gäbe es den Wolf nicht, würde schon der nächste Feind der kleineren Nutztiere (Schafe, Ziegen) lauern: der Goldschakal. Dieses fuchsähnliche Tier hat den Wolf zum natürlichen Feind. Für Südtirol sieht Rossberg die Lösung im Herdenschutz: „Es geht nicht mehr ohne.“ Nur durch Methoden wie Behirtung, Schutzhunde und Zäune sei eine Weidewirtschaft weiterhin möglich. Um der Landwirtschaft unter die Arme zu greifen, wurde ein EU-Projekt vorgestellt, zu dem sich Südtiroler Bauern anmelden können. Im deutschsprachigen Alpenraum sichert ein Budget von 5 Millionen Euro eine Herdenschutzausbildung für 1000 Landwirte. Es soll u.a. Zaunmaterial getestet und der Umgang mit Herdenschutzhunden erlernt werden. Dennoch seien langfristige Lösungen gefragt, auf Landesebene und international, denn „den Wolf werden wir nicht mehr los“, gab der Referent zu bedenken.

Anpacken
Aus der Praxis sprach der Nordtiroler Landwirt Thomas Schranz, er lebt in Tösens im Oberen Gericht. Er erzählte von den vielen Hürden und Tücken des Herdenschutzes, der mit sehr viel Arbeit verbunden ist, ihn hat er aber trotz Rückschlägen vor der landwirtschaftlichen Kapitulation bewahrt. Sein Plädoyer für eine gezielte Weideführung auf den Almen schloss er mit Berichten von der oft mühsamen Suche nach Unterstützern (Wildbach, Tourismus, Politik) und mit der Nachricht, 2020 ein gemeinschaftliches Projekt auf die Beine zu stellen. Es sollen 800 Schafe auf die Almweide, von einem Hirten betreut und im Nachtpferch geschützt. Das Fleisch wird dann Teil des regionalen Kreislaufs, wofür es Abnehmer aus der Gastronomie braucht. Diesem Erfolg geht Schranz‘ jahrzehntelanger Einsatz für die Almbewirtschaftung und Erfahrung im Herdenmanagement voraus.

Anmahnen
Die dritte Haltung nahmen besorgte Stimmen aus dem Publikum ein, schon während des Vortrags von Max Rossberg stellten sie Herdenschutz durch Zäune im schroffen, hochalpinen Raum in Frage, forderten die Anpassung der FFH-Richtlinien und stuften das abendliche Zusammentreiben der Schafe aufgrund der Größe mancher Almgebiete als unmöglich oder wegen der Übertragung von Krankheiten als gefährlich ein. Zweifel bestanden auch im Einsatz von Zäunen ohne zusätzlichen Schutz von Hunden. Auch hieß es, dass sich der Vortrag an die falsche Adresse richte, Landespolitiker müssten in dieser Materie unterrichtet werden.
Rossberg ließ während der emotional geführten Diskussion anklingen, dass es zwei Möglichkeiten gebe: Den festgefahrenen Konflikt unter Menschen fortzusetzen oder Lösungsansätze zu suchen. Auf die Bedenken der Zuhörer antwortete er mit der Chance, Maßnahmen zu erlernen, damit die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Herden bestmöglich vor Raubtieren schützen und beweidete Almen erhalten können.
Maria Raffeiner

 

2018 wurden in Südtirol Wolfschäden durch Risse von Nutztieren im Ausmaß von 8.420,00 € vergütet.
2019 wurden in Südtirol
ca. 70 Schafe, 1 Widder, 9 Lämmer, 1 Rotwild, 1 Ziege von Wölfen gerissen und zwei Schafe verletzt.
(Quelle: Amt für Jagd und Fischerei)
Dezember 2019: Mehrere Wölfe wurden in Südtirol gesichtet und gefilmt, einer wurde überfahren.

Dienstag, 07 Januar 2020 14:00

Information mit Genuss

Fachschule für Hauswirtschaft Kortsch - Am „Tag der offenen Tür“ am 14. Dezember 2019 herrschte ein reges Kommen und Gehen.

Begrüßt wurden die Gäste am Eingang von der Direktorin Monika Aondio und ihrem Stellvertreter, den Schulleiter der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch Andreas Paulmichl. Schülerinnen und Schüler verteilten Informationsmaterial. Der Rundgang durch die Fachschule war für unzählige Besucherinnen und Besucher am „Tag der offenen Tür“ am 14. Dezember 2019 nicht nur sehr informativ, sondern er regte auch die Sinne an. An mehreren Stellen waren Verkostungsstationen aufgebaut. Es gab selbst gemachte Schokolade, Säfte, Käse, Kaffee und Kuchen. Dass die Fachschule längst nicht nur Mädchen anspricht, demonstrierte der Schüler der 1. Klasse Florian Gamper aus St. Martin im Kofel an der Nähmaschine. Aus verbrauchten Herrenhemden fertigte er originelle Schürzen. Die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch mit angeschlossenem Heim bietet Mittelschulabsolventinnen und -absolventen eine drei- beziehungsweise vierjährige praxis- und berufsorientierte Vollzeitausbildung in den Bereichen Hauswirtschaft und Ernährung an.
Das Berufsbildungsdiplom nach der 4. Klassen schafft die Voraussetzung für ein fünftes Bildungsjahr, das zur Matura führt und ein Weiterstudium an Universitäten ermöglicht. (mds)

Freitag, 03 Januar 2020 14:17

„Die Abenteuer des kleinen Panda Luu“

„Die Abenteuer des kleinen Panda Luu“ heißt das erste Kinderbuch von Lisi Lang, welches im Dezember 2019 im Verlag edition AROB erschienen ist.
„Der kleine Panda Luu ist schüchtern aber auch mutig – und auf seinen kleinen herzförmigen Fleck auf der Brust mächtig stolz “, beschreibt Lisi Lang, Redakteurin der
„Neuen Südtiroler Tageszeitung“ den kleinen Panda. Die Kurzgeschichten sind für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren konzipiert, als Vorlesebuch vor dem Einschlafen.

Freitag, 03 Januar 2020 14:15

Jetzt ist die Zeit

Kolping im Vinschgau - Vor wenigen Tagen erlebten wir den Jahreswechsel. Ein neues Jahr begann- eine neue Zeit?
Adolph Kolping sagt: „Die Zeit an sich betrachtet, ist völlig wertlos; sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr.“ Ja, die Zeit an sich betrachtet- das wäre lediglich die monotone Abfolge von Zeiteinheiten, der stete Wechsel von Sekunden und Minuten, von Stunden, Tagen und Wochen, Monaten und Jahren.
Treffend formulierte es der Dichter Friedrich Schiller: „ Dreifach ist der Schritt der Zeit: zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.“
s14 kolping zeitAdolph Kolping wusste um den Wert der Zeit. Aufgrund schwieriger Lebensbedingungen und gesundheitlicher Beeinträchtigungen konnte er nur mit zeitlicher Verzögerung den ihm von Gott zugedachten Weg einschlagen. Zeitlebens musste er immer etwas aufholen. Er war immer tätig. Er ahnte wohl, dass er nicht allzu viele Jahre zur Verfügung hatte: er starb 52jährig.
Ja, die Zeit, unsere Zeit erhält ihren Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr, so Kolping. Immer wieder erhalten wir die günstige Gelegenheit die wir nutzen sollten: auch in diesem Jahr! Nutzen wir diese Möglichkeit. Da entscheidet sich, was zu unserem Heil oder Unheil gereicht. Letzten Endes geht es um „kleine“ Tätigkeiten. Niemand verlangt von uns Großes. Es muss nur getan werden: gerade als Kolpinger sind wir gefragt. Immer ist jetzt die beste Stunde! Also TÄTIG sein - auch in diesem Jahr.
Otto von Dellemann

Dienstag, 07 Januar 2020 14:00

Impressionen Gianni Bodini

Am Nördersberg. Der Winter hat hier länger alles im Griff. Von weitem gleichen die „Plantagen“ einer geheimnisvollen Schrift, die sonderbare Geschichten erzählt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Freitag, 03 Januar 2020 14:11

Leserbriefe Ausgabe 1-20

„Oberländer Gletscherbahn“
Unter Bezugnahme zum Artikel „Gletscherskigebiete sind die Zukunft“ im Vinschgerwind Ausgabe vom 12.12.2019, möchten wir uns als Schöneben AG von den Aussagen des Geschäftsführers der Oberländer Gletscherbahn AG Armin Falkner klar distanzieren und auf die enormen Risiken einer Oberländer Gletscherbahn für die umliegenden Skigebiete im oberen Vinschgau hinweisen. Eine positive Aufwertung, wie sie Herr Falkner beschreibt, ist rein aufgrund der geografischen Gegebenheiten nicht möglich. Einen gesunden Gästeaustausch, wie es ihn mit unseren heutigen Partnern in der Region gibt, würde es in diesem Fall aufgrund der Gegebenheiten und Konstellationen nicht geben - es wäre eine reine Abwanderung von Gästen in das Kaunertal. Ein Gästewechsel in Richtung Schöneben-Haideralm, und den anderen umliegenden Skigebieten kann aufgrund der geographischen und logistischen Gegebenheiten und Umstände nicht stattfinden. Eine zusätzliche neue Liftgesellschaft mit einer reinen Zubringerbahn in das Kaunertal würde die Erstzutritte in allen Skigebieten des Vinschgaus negativ verschieben und besonders den nahen Skigebieten Schöneben-Haideralm und Nauders jährlich empfindliche Verluste bescheren, welche nicht zu kompensieren wären.
Nunmehr ist es nach jahrzehntelangen Bemühungen gelungen die beiden Liftgesellschaften Schöneben AG und Haider AG zu fusionieren und die beiden Skigebiete mit dem Projekt „Skitechnische Verbindung Schöneben-Haideralm“ zu verbinden. Die Wintersaison 2019/2020 hat uns gezeigt, dass das Gesamtkonzept funktioniert und von unseren Gästen als auch von der einheimischen Bevölkerung positiv aufgenommen wird. Mit der Errichtung einer neuen reinen Zubringerbahn für das Kaunertal und der Etablierung eines für die Schöneben AG direkten Konkurrenzbetriebes in der Gemeinde Graun, würde man das Erreichte aufs Spiel setzen und einen erneuten starken internen Wettbewerb forcieren.
Für die Planung des Projektes „Skitechnische Verbindung Schöneben-Haideralm“ und die zukünftige Entwicklung der Schöneben AG wurden mit dem Beratungshaus KPMG gründliche und ausführliche Berechnungen, Untersuchungen und Planungen unter Einbezug aller zukünftigen ordentlichen und außerordentlichen Investitionen der Schöneben AG durchgeführt, um den wirtschaftlichen Erfolg der Schöneben AG zu gewährleisten. Hier gibt es keinen Spielraum - schon gar nicht eine Verschiebung der Erstzutritte - ohne das wirtschaftliche Überleben oder den wirtschaftlichen Erfolg der Schöneben AG zu gefährden. Die Schöneben AG sieht sich in den nächsten Jahren einer großen finanziellen Belastung gegenüber, die unter den aktuellen gegebenen Umständen beherrschbar ist, aber bei einer Verschiebung der Erstzutritte umgehend zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Schöneben AG führen wird.
Es ist gelungen das Skigebiet Nauders auf der nordtiroler Seite des Reschenpasses, in den gemeinsamen Kartenverbund „Zwei-Länder-Skiarena“ einzubinden. Der Kartenverbund besteht aus den Skigebieten Nauders, Schöneben-Haideralm, Watles, Trafoi und Sulden und bietet unseren Gästen jenseits und diesseits der Grenze mit rund 211 Pistenkilometern ein besonderes Angebot in schönster Lage. Weiters möchten wir festhalten, dass mit den bereits seit Jahren bestehenden, modernen Anlagen und bestens ausgebauten Pisten, der nun fusionierten Schöneben AG, und den neuen, im letzten Jahr dazugekommenen Anlagen und dem somit nunmehr weitläufigen und dem für alle Skifahrer abwechslungsreichen Pistenangebot, wir in der Lage sind unsere Urlaubsgäste in der Region bestens zu bedienen. Mit den derzeitigen Förderkapazitäten unserer Aufstiegsanlagen (17.200 Personen/Stunde), im Verhältnis zu den Gästebetten in der Region (Gemeinde Graun ca. 3.000 Gästebetten) gesehen, werden wir den an uns gestellten Anforderungen mehr als gerecht – im Gegenteil, wir hätten auch bei einem bedeutenden Zuwachs an Gästebetten kein Problem unsere Gäste ohne Wartezeiten an den Liftanlagen und auf den Pisten zu bedienen. Langtaufers ist durch die für Gäste und Einheimische kostenlose Skibusverbindung bestens an das Skigebiet Schöneben-Haideralm angeschlossen. Die Kosten werden hierfür von der Schöneben AG, von der Gemeinde Graun und vom Tourismusverein Reschenpass getragen. Die Tourismusregion rund um den Reschenpass ist somit, was die Lift- und Aufstiegsanlagen betrifft, bestens aufgestellt. Wir können hohe Qualität in mehr als ausreichender Quantität der Aufstiegsanlagen und Pisten bieten. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass in der Gemeinde Graun aufgrund der Gegebenheiten nur eine Liftgesellschaft erfolgreich sein und wirtschaftlich arbeiten kann. Das Angebot für Einheimische und Touristen ist mehr als ausreichend. Eine weitere Liftgesellschaft sehen wir als großes Risiko für alle Beteiligten.
Wir sind überzeugt, dass die Realisierung des Projektes „Oberländer Gletscherbahn“ das Wirtschaftsgefüge im Vinschgauer Oberland aus den Fugen bringen würde. Drohende wirtschaftliche Probleme der Schöneben AG und der davon abhängigen Betriebe wird dann wohl niemand mehr lösen können.
Das sozioökonomische Gutachten ist in keiner Weise wie von Herrn Falkner beschrieben zu hundert Prozent positiv! Die sozioökonomischen Auswirkungen auf den gesamten oberen Vinschgau und das benachbarte Nauders wären aus unserer Sicht katastrophal. Als Schöneben AG sehen wir in einer „Gletscherbahn“ im hinteren Langtauferertal für unsere Tourismusregion keinen positiven wirtschaftlichen und touristischen Impuls. Weder ist der Bedarf für ein derartiges Projekt gegeben, noch gibt es aus unserer Sicht einen positiven wirtschaftlichen Aspekt für die Gegend. Im Gegenteil – durch die Errichtung einer „Gletscherbahn“ würde das naturbelassene Langtauferertal sein im Trend liegendes und für die ganze Region wichtige Angebot für Langläufer, Winterwanderer, Tourengeher und Ruhe suchende Naturliebhaber verlieren.
Reschen, 15.12.2019 Verwaltungsrat Schöneben AG

offener Brief
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Noggler, geschätzter Heinrich,
als Gemeindereferent unserer Fraktion spreche ich im Namen eines großen Teils der Langtauferer Bevölkerung, von denen sich einige fassungslos an mich gewendet haben. Das kürzlich abgehaltene, an sich für die Gemeinde positive Langlaufevent „La Venosta“ in Langtaufers wurde ganz offensichtlich bewusst von Dir und unserem Geschäftsführer des Tourismusvereins dazu genutzt, gegen das Zusammenschlussprojekt Langtaufers-Kaunertal negative Stimmung zu verbreiten und falsche Signale bzgl. der Realisierung über die Gemeindegrenzen hinaus Richtung Landtag zu senden. Ich erachte es daher im Auftrag vieler aufgebrachter Langtauferer als meine Pflicht, Dir nachfolgende Fragen zu stellen:
1. Mit welcher Berechtigung stellst Du Dich als Bürgermeister der Gemeinde Graun vor die Fernsehkamera und behauptest, wir bräuchten das Projekt Langtaufers-Kaunertal eigentlich nicht mehr? Ich möchte nochmals daran erinnern, dass nach wie vor ein aufrechter Zweidrittei-Mehrheitsbeschluss der Gemeinde für das Projekt besteht. Es wurde kein einziges Mal weder im Gemeindeausschuss noch im Gemeinderat darüber debattiert, dass wir uns dieser Thematik erneut annehmen, diese neu auslegen oder bewerten müssten. Ich muss dich darauf hinweisen, dass du dich hier ganz und gar eigenmächtig und vorsätzlich über den gültigen Ratsbeschluss und den Wählerauftrag hinwegsetzt.
2. Weiterhin möchte ich dich nochmals daran erinnern, dass du selbst 2016 noch für das Projekt gestimmt hast dieser nach wie vor gültige Gemeinderatsbeschluss ist ein klarer Auftrag der Gemeinde Graun zur Genehmigung des Projektes an die Landesregierung und wurde letzthin auch nochmals öffentlich von Landesrat Schuler bestätigt. Ich möchte außerdem nochmals in das Gedächtnis rufen, dass 2016 ein Großteil der Langtauferer Familien Aktien bei der Oberländer Gletscherbahn AG erworben und sich damit voll für die Verwirklichung der Schiverbindung LangtaufersKaunertal ausgesprochen hat. All diese Bürger fühlen sich nach deinem medialen Angriff auf das Projekt nun hintergangen und betrogen. Aus unserer Sicht ist das demokratiepolitisch untragbar.
3. Wie kommst Du zu der Annahme, das Projekt sei abgeändert worden, Du hättest das von verschiedenen Landesräten gehört?
4. Mit welcher Berechtigung fährst Du mit Ausschussmitglied Franz Prieth, der gleichzeitig im Verwaltungsrat der Schöneben AG sitzt, und weiteren Mitgliedern des Schöneben-Verwaltungsrats nach Bozen zum Landeshauptmann, um über das Projekt Langtaufers-Kaunertal zu sprechen, obwohl prinzipiell ich der von der Gemeinde Graun Beauftragte für dieses Projekt bin - und obwohl auch dieses Vorgehen kein einziges Mal im Gemeinderat/Gemeindeausschuss von Dir angesprochen wurde? Was genau wurde damals dort besprochen? Ich muss dich auch hier nochmals eindringlich darauf hinweisen, dass hier außerhalb jeglicher Legitimation der demokratisch gewählten Gremien gehandelt wurde.
5. Zahlreichen Langtauferem und auch vielen Bürgern außerhalb unserer Fraktion drängt sich immer deutlicher der Eindruck auf, dass in unserer Gemeinde nicht mehr der Gemeinderat politische Entscheidungen von großer Tragweite bestimmt, sondern Du alleine. Es erhärtet sich zunehmend der Eindruck, dass sowohl Du als auch unser Geschäftsführer des Tourismusvereins G. Burger hauptsächlich im Sinne der Interessen der privaten Gesellschaft Schöneben AG handelt, welcher ihrerseits für das Verbindungs-Projekt Schöneben-Haider Alm im Vorjahr Millionen an Steuergeldern bezuschusst wurden, und welche derzeit massiv mit allen Mitteln aus eigenem Interesse gegen das Projekt Langtaufers-Kaunertal interveniert. Dabei werden die Interessen eines großen Teils der Langtauferer Bevölkerung bewusst und absichtlich vernachlässigt und missachtet, was niemals im Interesse Deines politischen Amtes liegen kann.
Im Namen eines Großteils der Langtauferer Bürger möchte ich somit nochmals eindrücklich betonen, dass die Verbindung zum Kaunertal für Langtaufers und seine Bevölkerung eine absolut notwendige infrastrukturelle Maßnahme darstellt, um die sozioökonomische Zukunft des Tales zu wahren. Gerade auch, um die Abwanderung einzudämmen, welche längst Realität geworden ist. Seit 2015 hat sich die Einwohnerzahl in Langtaufers um über 8 Prozent verringert, wir zählen heute nur noch 398 Einwohner. Eine Langlaufloipe in einer großteils roten Lawinenzone wird uns nicht den wirtschaftlich notwendigen Impuls bringen, um dieser Entwicklung nachhaltig und dauerhaft entgegenzuwirken.
Gemeindereferent Thöni Josef, Gemeinderat Manfred Blaas

Jubiläumsfeier in Rabland
Für die gelungene Feier der Ehe-Jubilare in Rabland am 15.12.2019 in der Pfarrkirche bzw. im Mehrzweckraum, möchte ich den Initiatoren, sowie allen Mitwirkenden, angefangen bei den Einladungen, erhalten eines Präsents, Umtrunk bis hin zum letzten Ratscher vor dem nach Hause gehen, herzlichen Dank aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, neben Familie und Beruf, selbstlos Zeit aufzubringen, um den Nächsten einen Dienst zu erweisen. Allen Mitwirkenden, unter anderem die, die Messfeier mitgestaltet haben, einen herzlichen Dank.
Ein Jubilar mit 50 Ehejahren
Josef Vidal, Rabland

Schlanders/Einweihung - Zwölf neue Wohnungen für betreutes und begleitetes Wohnen wurden am 7. Dezember in Schlanders eingeweiht. Seit rund einem Jahr ist die neue Seniorenresidenz bezugsfertig und bereits 10 Personen haben darin ein neues Zuhause gefunden, meinte die Gemeindereferentin Monika Wielander. Wie BM Dieter Pinggera bei der Feier erläuterte, haben der frühere Gemeindereferent Heinrich Fliri und der Seniorenbeirat bereits vor 10 Jahren nach einem Standort für eine neue Seniorenresidenz in der Nähe des Bürgerheimes gesucht. 2012 wurde vom Architekten Lukas Wielander eine Machbarkeitsstudie erstellt und nachdem 2015 vom Land die finanzielle Zusicherung kam, wurde 2016 das Ausführungsprojekt genehmigt und am 19. September 2016 mit dem Neubau begonnen und nach zwei Jahren abgeschlossen. Die Baukosten betragen 1,7 Millionen, der Ankauf 600.000 Euro und die Einrichtung 350.000 Euro. Neben den 12 Wohnungen mit eigenen Küchen, gibt es im Erdgeschoss einen Gemeinschaftsraum, wo sich die Senioren zum Kartenspielen oder Plaudern treffen können. Die Seniorenresidenz wird von den Sozialdiensten geführt. Die Sozialpädagogin Nadia Brenner ist die zuständige Koordinatorin und Stefania Gstrein vom Hauspflegedienst ist die Ansprechperson. Wie Karin Tschurtschenthaler, die Direktorin der Sozialdienste, mitteilte, geht es beim betreuten und begleiteten Wohnen darum, die Autonomie der Bewohner zu stärken und nur so viel zu helfen, wie unbedingt notwendig ist. Täglich werden die Senioren aufgesucht und betreut, soweit dies erforderlich ist. Es ist das Ziel, in der Seniorenresidenz eine gute Gemeinschaft und Nachbarschaft aufzubauen, damit das Haus zu einem Wohn- und Lebensraum für die Bewohner wird. Neben Prad, Laas und Martell ist dies bereits die vierte Einrichtung für betreutes und begleitetes Wohnen im Vinschgau. Neue Einrichtungen sollen außerdem in Glurns und Kastelbell entstehen. Nach der Segnung durch den neuen Dekan von Schlanders, P. Mathew Kozhuppakalam, konnten die Wohnräume besichtigt werden. (hzg)

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