TTM - Weltweit Zuhause

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Thermo Tecno Management steckt hinter den drei Buchstaben TTM. Konkret bedient das Prader Unternehmen den Sektor der technischen Isolierungen und zählt zu den führenden Unternehmen in der Herstellung und dem Vertrieb von technischen Ummantelungsfolien für Dämmstoffe. Zum Global Player hat sich das Unternehmen in über 40 Jahren entwickelt. Eine stille und beeindruckende Erfolgsgeschichte.

Resistent müssen sie sein, elastisch, schlagfest, leicht im Gewicht, korrosionsbeständig, alterungsbeständig, flammwidrig, schmiegsam und nicht zu vergessen: Elegant im Look. Die Anforderungen sind enorm und doch: TTM schafft es in seinen Ummantelungsfolien und dem passenden Zubehör Effizienz und Technik, Optik und Ökonomie perfekt zu vereinen. Ummantelungsfolien, die Rohre und Leitungen isolieren und vor jeglichen Einflüssen schützen, genau das produziert und verkauft das Unternehmen im Prader Gewerbegebiet. Mit anderen Worten: High-Tech samt Zubehör.

TTM bespielt die weltweite Bühne und kann auf ein gut strukturiertes, weltweit verzweigtes Vertriebsnetz zurückgreifen, das unter anderem auch in Zusammenarbeit mit der IDM, der Innovation Development Marketing immer weiter ausgebaut wird. Denn TTM stellt sich in die Reihe jener Unternehmen, die sich das nationale Förderprogramm „Industrie 4.0“ zu eigen gemacht haben und den Fokus noch einmal verstärkt auf die Digitalisierung und auf neue Technologien setzen. Über 60 Prozent der Produkte werden exportiert. Dank einer beweglichen Struktur mit Sitz an der Grenze zwischen Italien, der Schweiz und Österreich kann TTM flexibel und innerhalb kürzester Zeit, hochwertige Produkte liefern. Hinzu kommt: Die TTM genießt Alleinstellungswert über den Vinschgau und Südtirol hinaus.

Klein hat er angefangen, der Seniorchef Ingenieur Robert Berger in einer Halle in Spondinig. Geschrieben wurde damals das Jahr 1977, der 10. Mai, um genau zu sein. Zusammen mit Herbert Gapp aus Prad ist aus einer Idee ein Unternehmen entstanden, das gewachsen ist und an Stärke gewonnen hat. Wohl auch deshalb, weil Robert Berger gute Kontakte und langjährige, ausgezeichnete Marktkenntnisse aus seinem Heimatland Deutschland mit nach Südtirol gebracht hatte. Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen hat Berger geplant, um in einem zweiten Moment neue, innovative Produkte zu importieren. Damit war der Grundstein für eine erfolgreiche ttm info1Importgesellschaft gelegt, die wenig später genauso erfolgreich für den Export von Produkten italienischer Hersteller nach Europa sein sollte. Lager- und Produktionsflächen wurden ausgebaut, bis man an die Grenzen gestoßen und vor mehr als zehn Jahren umgezogen ist. Seitdem breitet sich die Firma in der Prader Industriezone aus. Eine neue Logistik- und Produktionshalle mit angebauten Büros nimmt das Firmengelände für sich ein. Der Umzug ist das Ergebnis einer Wechselwirkung. Denn mit den Zuwächsen im Export, ist auch das Unternehmen gewachsen. Soweit gewachsen, dass sich TTM mittlerweile Marktführer in den Bereichen Isolierummantelungsfolien und Zubehör in Italien nennen darf. Daneben stellt man technische Klebebänder und Aluminium-Endmanschetten her: 2,5 Millionen Laufmeter jährlich. Exklusivverträge mit namhaften Lieferanten garantieren eine stabile und langfristige Planung.

Die Partner hat man sich in den vergangenen über 40 Jahren aufgebaut. Vor allem im Exportgeschäft sind es jene Distributionspartner, auf die man sich zu hundert Prozent verlassen kann. Umgekehrt ist’s genauso. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass TTM nicht weniger als 45 Märkte bearbeitet: Jüngst sind auch exotische Länder wie Pakistan, Senegal und Argentinien hinzugekommen. Auch auf Messen ist man stark vertreten: Nationale Präsenz aber auch auf Messen in Dubai, Houston, Türkei oder Köln wird regelmäßig die Aufmerksamkeit auf das Prader Unternehmen gelenkt. Aufgetan haben sich diese neuen Märkte durch die gute internationale Vernetzung, verstärkte Internationalisierung. Aber auch durch die guten Geschäftskontakte von Kassian Wieser, seit fast 30 Jahren Vertriebsleiter Italien, der wiederum den internationalen Kontakt über die italienischen Global Player ins Ausland geknüpft hat. Er betreut auch das jüngste und sehr interessante Projekt: Verbundfolien für die Marine und den Schiffsbau. Mit extrem leichten Dammkaschierfolien für Schiffsmaschinenräume erschließt und erobert man sich einen völlig neuen Markt. Damit wird die Erfolgsgeschichte ohne viel Aufsehens still und leise fortgeschrieben im Familienunternehmen, das ganz nebenbei bemerkt eine der schwierigsten Herausforderungen – die Unternehmensnachfolge - bereits erfolgreich gemeistert hat. Max und Leo Berger haben nach einer langjährigen Übergangsphase die Geschicke offiziell 2019 übernommen. Mit einer Familienverfassung und einer neuen Geschäftsleitung hat man bei TTM einen entscheidenden Schritt in die Zukunft gemacht.

 

Das Produktportfolio der TTM.

„Es ist nicht einfach zu erklären das Produktportfolio von TTM“, sagt Leo Berger. Es ist vergleichbar mit einem Herzen, das Schutz braucht. Während beim Menschen der Brust­korb diese Funktion innehat, können das beim Dämm­stoff technische Isolierfolien erfüllen, die vor jeglichen externen Einflüssen schützen. Passend zu den ttm slideIsolierfolien kümmert sich TTM um den gesamten Zubehörbereich für die technische Isolierung, wie zum Beispiel Klebebänder, Isolierzubehör und Klebestoffe. Beides zusammen ergibt das jüngste Projekt der TTM: selbstklebende Dämmummantelungsfolien, die ohne den Einsatz von technischen Hilfsmitteln verarbeitet werden können. „Wir nutzen länder­spezifische Besonderheiten und verknüpfen diese mit unserem Knowhow, passen diese an und stellen sie anderen Partner als individuelle Produktlösung vor“, sagt Leo Berger.

 

Nachgefragt bei Leo Berger

TTM befindet sich im Dreiländereck. Wie groß ist das Problem der Abwanderung von Fachkräften und wie kann dem begegnet werden?
Dies gilt sicherlich als die Herausforderung schlechthin in einigen Tälern des Alpenraums und darüber hinaus. Fakt ist, dass auch wir als kleines Unternehmen gute Mitarbeiter an die Schweiz verloren haben und bei Neuanstellungen tief in die Trickkiste greifen müssen, um den Vorzug zu bekommen. Jene Jugendliche, die sich bereits beim Eintritt in die Berufswelt, jenseits der Grenze, aufgrund der höheren Einkommensmöglichkeiten umgeschaut haben, sind bei der momentanen Gehaltsschere sicherlich schwierig zurückzugewinnen. Man kann es den jungen Leuten ja in keinster Weise übelnehmen. Ein Katalysator für die Abwanderung ist sicherlich die sehr eingeschränkte Möglichkeit als Unternehmer die Balance zu finden zwischen einem höchstmöglichen auszahlbaren Nettolohn und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. Gefragt ist die Politik, die überregional an diesen Themen und Übergangslösungen arbeiten muss. Ein konstruktiver politischer und unternehmerischer Druck von den Verbänden könnte sicherlich dazu beitragen etwas ausgeglichenere Spielregeln zu erarbeiten.

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