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Die Landesregierung hat heute den Entwurf des Nachtragshaushalts 2020 und des entsprechenden Begleitgesetzes genehmigt.

Im Zeichen der Corona-Krise und eines coronabedingt erhöhten Finanzbedarfs stehen der diesjährige Nachtragshaushalt und auch das begleitende Finanzgesetz. Beide Gesetzestexte hat die Landesregierung heute (23. Juni) auf Vorschlag von Landeshauptmann und Finanzlandesrat Arno Kompatschergenehmigt und wird sie nun dem Landtag zur weiteren Behandlung übermitteln.

Nach den Berechnungen der Landesabteilung Finanzen stehen dem Land Südtirol in diesem Jahr 470 Millionen Euro zuzüglich zu den bereits im Haushaltsentwurf 2020 festgeschriebenen Mitteln zur Verfügung. Dabei handelt es sich in erster Linie um Überschüsse aus dem Vorjahr, die nun – zumindest teilweise – verwendet werden können.

"Angesichts der Ausnahmesituation im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie ist die Finanzplanung sehr komplex“,  berichtet der Landeshauptmann. Er verweist auch darauf, dass die Mittel aus dem Nachtragshaushalt zu einem Teil auch für die Finanzierung der Notstandsmaßnahmen verwendet werden sollen.

Mehrere solcher Notstandsmaßnahmen finden sich auch im Entwurf des Finanzgesetzes zum Nachtragshaushalt 2020, den die Landesregierung heute ebenfalls genehmigt hat und der 27 Artikel umfasst. Mit der Gesetzesvorlage werden die Bedingungen für Landesförderungen in Corona-Zeiten in einigen Bereichen vorübergehend angepasst. Erleichterungen sind beispielsweise für die Wirtschaft vorgesehen, unter anderem was die Förderung von Messen und Veranstaltungen und das Sponsoring angeht. Auch soll das Recht auf einen Standplatz auf einem öffentlichen Markt wegen coronabedingter Nichtnutzung nicht verfallen (Art. 18).

Erleichterungen sind in der Bildungsförderung vorgesehen, beispielsweise soll die vorgegebene Studiendauer um ein zweites Jahr überschritten werden können, ohne dass der Verlust des Stipendiums droht (Art. 14). Weitere Corona-Regelungen sieht die Landesregierung im Bereich der Kleinkindbetreuung vor. Das Gesetz soll zudem auch Südtirols Gemeinden ermächtigen, in der Corona-Zeit unter bestimmten Voraussetzungen von der Einhebung von Mieten und Konzessionen abzusehen (Art. 8), wie es das Land auf der Grundlage des Landesgesetzes Nr. 3/2020 bereits macht.

Unabhängig von den Corona-Bestimmungen beinhaltet das Begleitgesetz mehrere Maßnahmen im Bereich von Forschung und Innovation. Es schafft zudem die rechtliche Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigungen zu einer Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfung antreten und somit die Voraussetzung für eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst erwerben können (Art. 10). Wie die Sprachkompetenz in solchen Fällen nachgewiesen und geprüft wird, soll in einem zweiten Schritt im Einvernehmen mit dem Regierungskommissariat festgelegt werden.

LPA/jw

Die Landesregierung hat heute (23. Juni) beschlossen, Beherbergungsbetriebe, Bars und Restaurants im Jahr 2020 von der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) zu befreien.

Sowohl Beherbergungsbetriebe als auch Bars und Restaurantswerden im heurigen Jahr von der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) befreit. Damit kommen sie in den Genuss einer Befreiung ähnlicher jener für die Hauptwohnung. Für alle anderen Wirtschaftszweige, die einen coronabedingten Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent belegen können, reduziert sich die GIS um die Hälfte. Dies hat die Landesregierung heute (23. Juni) in Absprache mit dem Südtiroler Gemeindenverband beschlossen. Die entsprechende Maßnahme wird in Kürze in einen Gesetzesentwurf eingefügt und dem Landtag übermittelt werden.

"Es handelt sich um einen wichtigen Schritt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung. "Damit sind wir in der Lage eine beträchtliche Erleichterung zu schaffen, denn die staatlichen Maßnahmen sehen nur eine Aussetzung der Akonto-Zahlung 2020 der Gemeindeimmobiliensteuer vor." 60 Millionen Euro werden für die Finanzierung dieser Maßnahme notwendig sein.

"In Absprache mit den Gemeinden, die dadurch mit einem Mindereinkommen von circa 6 Millionen Euro rechnen müssen, haben wir entschieden, über die staatlichen Maßnahmen für den Tourismus hinauszugehen und die Gemeindenimmobiliensteuer für dieses Jahr im Wesentlichen gar nicht einzuheben", so Kompatscher. Die Vorgangsweise sei gerecht, weil die übrigen Wirtschaftszweige, die auf staatlicher Ebene von keinerlei Vergünstigung profitieren, in Südtirol eine Vergünstigung um die Hälfte erhalten. "Wir verzichten nie gerne auf Einkünfte", erklärte Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer. "In diesem Fall leisten wir jedoch gerne einen konkreten Beitrag, um die Wirtschaft und den Tourismus zu unterstützen."

Wer diese Maßnahmen in Anspruch nehmen will, muss bei der jeweiligen Gemeinde eine Eigenerklärung vorlegen. Die nicht touristischen Wirtschaftszweige müssen zudem einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent belegen.

LPA/fgo/mpi

Weitere Lockerungen der Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus für Wirtschaft, Freizeit und Kultur hat die Landesregierung heute genehmigt und dazu die Anlage A zum neuen Landesgesetz geändert.

Die 1/10 Regel wird zur 1/5 Regel, in den Öffis darf man mit Mundschutz überall sitzen, Mannschaftssport wird möglich, Geschäfte dürfen Sonntags wieder öffnen und bei Veranstaltungen kann es wieder Ausschank geben - dies sind nur einige der Neuerungen an der Anlage A zum Landesgesetz Nr. 4 vom 8. Mai 2020, die die Landesregierung heute (23. Juni) der Neustart-Phase entsprechend angepasst hat. "Inzwischen gleichen sich die Regeln auf europäischer Ebene immer mehr an", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Die Änderungen der Anlage A treten nach der Veröffentlichung im Amtsblatt und somit morgen (24. Juni) in Kraft. Für einige Lockerungen gibt es abweichende Termine.

Aus 1/10-Regel wird 1/5-Regel

Eine wesentliche Neuerung für die Wirtschaftstätigkeiten betrifft die Anzahl der Personen, die pro Quadratmeter Fläche zugelassen sind. Nachdem vor zwei Wochen die Landesregierung die Abstandsregel von zwei Metern auf einen Meter halbiert hat, wird nun generell aus der 1/10- Regel – also den mindestens zehn Quadratmetern Fläche pro Person – die 1/5-Regel. Somit kann überall dort, wo die Regel gilt, die Zahl der maximal anwesenden Personen verdoppelt werden. Bestehen bleibt die 1/10-Regel allerdings in Schwimmbädern, auf Handelsmessen und in Wellnessbereichen.

Gesichtsvisier nicht notwendig, keine Handschuhe bei Buffets

Bisher war bei wirtschaftlichen Tätigkeiten, bei der sich Personen über längere Zeit weniger als einen Meter Abstand haben, generell eine chirurgische Maske plus Gesichtsvisier vorgeschrieben. Auf das Gesichtsvisier wird nun verzichtet, nicht aber auf die chirurgische Maske. Das bedeutet somit, dass über einem Meter keine Mund-Nasen-Bedeckung, unter einem Meter Mund-Nasen-Bedeckung genutzt werden muss, unabhängig aus welchem Material. Bei längerer Zeit unter einem Meter Abstand braucht es für die Berufe der Körperpflege, Servierkräfte eine chirurgische Maske.

Bei Buffets in Beherbergungsbetrieben entfällt die Pflicht des Tragens von Einweghandschuhen, stattdessen müssen vorher die Hände desinfiziert werden.

Öffentliche Saunen und Wellnessanlagen können öffnen

Seit 10. Juni können Saunen in Hotels benutzt werden, aber nur einzeln oder von Familienmitgliedern oder Personen desselben Zimmers. Nun können auch öffentliche Saunen und generell Wellnessanlagen mit allen Zubehörsräumen öffnen. Nach dem italienischen Modell gilt in Saunen und allen geschlossenen Räumen ein Mindestabstand von zwei Metern. Im gesamten Wellnessbereich, nicht in den Einzelräumen, gilt die 1/10-Regel für die maximale Personenanzahl. Alle Personen, die die Anlagen nutzen müssen in geeigneten Systemen oder Tabellen erfasst werden, die 30 Tage lang aufzubewahren sind, um eventuell Infektionen nachverfolgen zu können.

Mannschaftssport und Kontaktsportarten wieder möglich

Bei den sportlichen Tätigkeiten sind Mannschaftssport und Kontaktsportarten wieder erlaubt. Im Sinne der staatlichen Entwicklungen können sowohl im Breitensport, als auch im Vereinssport und sowohl im Freien, als auch in geschlossenen Räumen wieder Mannschaftssport und Kontaktsportarten entsprechend der nationalen Sicherheitsprotokolle betrieben werden. Dank Änderungen in der Anlage A ist es zudem in Südtirol möglich, Technik-, Kraft- und Konditionstraining im Abstand von einem Meter auch im Mannschaftssport durchzuführen und dabei die Bestimmungen des Landes einzuhalten. Sobald Mannschaftssport in Form von Mannschaftsspielen durchgeführt wird wie beispielsweise Trainingsspiele oder Zweikampftraining gelten die nationalen Sicherheitsprotokolle.

Weiterhin Mund-Nasen-Schutz in den Öffis

In allen Zügen und Bussen und generell im öffentlichen Nahverkehr sowie bei Nicht-Liniendiensten (Mietwagenunternehmen, Kleinbusse) muss weiterhin Mund-Nasen-Bedeckunggetragen werden.

Essen und Getränke bei Veranstaltungen und neue 1/5-Regel

Während es bisher ausgeschlossen war, ist ab 15. Juli die Verabreichung von Speis und Trank bei Veranstaltungen wieder zulässig, wenn die gleichen Schutzmaßnahmen wie sie für die Gastronomie vorgesehen sind, eingehalten werden (nur so viele Gäste wie Sitzplätze, ein Meter Abstand zwischen den Personen, Tisch-Service usw.).

Weitere Lockerungen gibt es für Kulturveranstaltungen und generell bei Events: Statt der 1/10-Regel gilt die 1/5-Regel für die Anzahl der zulässigen Personen pro Quadratmeter Fläche. Die Laser-Temperaturmessung aller Anwesenden ist bei Bühnendarbietungen nicht mehr notwendig.

Musik-Aufführungen möglich, Discos öffnen wieder

Neuerungen gibt es auch für Musikkapellen und Chöre: Neben den Proben sind jetzt auch wieder Aufführungen zugelassen. Der Sicherheitsabstand zwischen den Personen wird für die Chöre auf 1,5 Metern verringert und für die Musikkapellen auf einen Meter. Statt der 1/10-Regel für die Anzahl der Personen pro Quadratmeter Fläche gilt die 1/5-Regel. Fiebermessen ist für die Teilnehmende nicht mehr verpflichtend.

Ab 15. Juli können auch Diskotheken und Spielhallen wieder öffnen.

Ab 5. Juli Geschäfte wieder sonntags offen

Die Verpflichtung zur Schließung der Geschäfte an Sonntagen endet mit Juni. Demnach dürfen Geschäfte ab 5. Juli wieder an Sonn- und Feiertagen öffnen.

LPA/san

73 Lehrkräfte haben nach bestandener Abschlussprüfung die grundsätzliche Eignung beziehungsweise die Eignung zur Ausübung des Lehrberufes an den berufsbildenden Schulen erlangt.

Alle Ausbildungslehrgänge für das Lehrpersonal der berufsbildenden Schulen konnten kürzlich erfolgreich zu Ende geführt werden. 47 Lehrpersonen haben die Lehrerausbildungerfolgreich abgeschlossen, 26 haben den ersten Zyklus bestanden.

Die Ausbildungszeit gestaltete sich coronabedingt schwieriger als erwartet. Die gesamte Planung musste überdacht werden. Kreative Lösungen und viel Flexibilität waren gefragt. Um nicht jeweils ein Jahr zu verlieren, mussten die sieben verschiedenen Wettbewerbsverfahren, die auf die Ausübung des Lehrberufes an der Berufsbildung vorbereiten, abgeschlossen werden. Die Herausforderung bestand also in der Umsetzung. Wie in anderen Bereichen auch waren Präsenzveranstaltungen nicht möglich, also musste anders und neu gedacht und konzipiert werden.

Aus den geplanten Präsenz-Seminaren wurden Online-Seminare, Flipped-Classroom-Formate, Lernmodule, Portfolioaufträge. Trotz der großen Herausforderung und der gebotenen Eile konnte diese Umstellung bewältigt werden. "Wichtig war es in dieser Situation, die Lehrkräfte, die Trainerinnen und Trainer, Tutoren und Kommissionsmitglieder von den anstehenden Änderungen zu informieren", berichten rückblickend die Ausbildungsverantwortlichen im Referat Berufspädagogik der Pädagogischen Abteilung, Markus Costabiei und Helga Huber. Copernicus, die Kommunikationsplattform der Lehrerausbildung, und die gute Vernetzung aller Beteiligten seien dabei eine große Hilfe gewesen. Auch für die Abschlussprüfung habe man ein neues Format als Alternative gefunden.

Der Großteil der Abschlussgespräche konnte dann wieder in Präsenz erfolgen. Dies haben die Lehrkräfte besonders begrüßt, die in den vergangenen Monaten ihre Arbeit fast ausschließlich von zuhause erledigt hatten.

"Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre Flexibilität und die gute Zusammenarbeit. Nur in gemeinschaftlicher Arbeit war es möglich, die Prüfungen trotz widriger Umstände zu einem guten Abschluss zu bringen", unterstreichen Costabiei und Huber.

LPA/LPA/jw

Am 26. Juni öffnet im Museion eine Ausstellung zu den Kunstankäufen des Landes. Ein Sammlungskatalog dokumentiert die Ankäufe der Jahre 2012-18. Die Pressevorstellung findet am 25. Juni statt.

Mit dem Ankauf von Werken zeitgenössischer bildender Kunstfördert das Land das Kunstschaffen in Südtirol und die Südtiroler Kunstschaffenden. Die über die Landesabteilung Kultur angekauften Werke werden der Öffentlichkeit vor allem durch die Ausstellung in den Landhäusern zugänglich gemacht.

Gleich zwei Initiativen geben nun Einblick in die Kunstankäufe des Landes Südtirol der Jahre 2012 bis 2018. Es ist dies zum einen die Ausstellung "unlearning categories" im Museion in Bozen, für die die Kuratorinnen von BAU rund 60 Kunstwerke zusammengetragen haben, zum anderen ein Sammlungskatalog mit dem Titel "Arbeiten. Lavori in corso II", der zeitgleich mit der Ausstellung erscheint und die rund 150 Ankäufe der sieben Jahre dokumentiert. 

Beide Initiativen werden

am kommenden Donnerstag, 25. Juni 2020

um 11 Uhr

im Museion

Bozen, Piero-Siena-Platz 1

durch den Landesrat Philipp Achammer, die Kuratorinnen von BAU, Lisa Mazza und Simone Mair, die Präsidentin der Stiftung Museion, Marion Piffer Damiani und Museion-Direktor Bart van der Heide vorgestellt.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung dann am Freitag, 26. Juni.

Während die Ausstellung eine Initiative der Abteilung Deutsche Kultur in Kooperation mit Museion ist, wurde der Katalog von der Abteilung Deutsche Kultur herausgegeben.

NB für die Medien:
Die Teilnahme an der Pressevorstellung  bitte via E-Mail an das Museion (caterina.longo@museion.it) bestätigen. Das Museion kann nur mit Gesichtsmaske betreten werden.

LPA/jw

Das Urteil des Staatsrats zum Zuschlag der Arbeiten für den Bau der Nord-West Umfahrung von Meran ist eingetroffen. Nun soll der Bau so schnell wie möglich starten.

Das Urteil des Staatsrates in Bezug auf den Zuschlag der Arbeiten für den Bau der Nord-West-Umfahrung von Meran ist gestern, Montag, 22. Juni, eingetroffen. Mit dem veröffentlichten Urteil wurde der Rekurs der Bietergemeinschaft um Carron Bau GmbH (ursprüngliche Zuschlagsempfängerin) vom Staatsrat angenommen und somit ist der Zuschlag für die Bietergemeinschaft Carron Bau GmbH (Gruppenführer), Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus, DI VINCENZO DINO & C. AG bestätigt. Die Abteilung Tiefbau hatte im September 2019 den vor drei Jahren erteilten Zuschlag für den Bau an diese Bietergemeinschaft bestätigt. 

Rechtssicherheit für weitere öffentliche Aufträge

Nun steht dem Beginn der Arbeiten für das größte Bauvorhaben des Landes nichts mehr im Wege. Landeshauptmann Arno Kompatscher und der für Mobilität und Infrastruktur zuständige Landesrat Daniel Alfreider  unterstreichen, dass das Statsratsurteil die Entscheidungen der Landesverwaltung bestätige. Dies sei ein wichtiger Schritt für die Rechtssicherheitauch in Hinblick auf die nächsten öffentlichen Aufträge.

Bau soll so schnell wie möglich starten

Mobilitätslandesrat Alfreider betont weiters: "Das zweite Baulos der Nord-West Umfahrung von Meran kann nun endlich gebaut werden: Wir wollen zügig weitermachen. Die zuständigen Ämter und unsere Techniker haben bereits alles in die Wege geleitet, um mit dem Bau so schnell wie möglich zu starten." Die Nord-West Umfahrung von Meran sei ein verkehrstechnisch sehr wichtiges Projekt, vor allem für das Passeiertal und die Stadt Meran: Die Umfahrung verbessere den Verkehrsfluss im speziellen, die Mobilität insgesamt und somit die Lebensqualität im Bezirk Burggrafenamt und ganz Südtirol. Aufgrund verschiedener Rekurse und Prüfungsverfahren hat sich der Bau schon "viel zu lange" hinausgezögert. Wichtig sei nun, so bald wie möglich mit dem Bau zu starten, sagt der Landesrat.

Umfahrung wird drei Kilometer lang

Die Nord-West-Umfahrung umfährt Meran weitgehend unterirdisch. Die Verkehrsinfrastruktur soll die Stadt vom Durchzugsverkehr entlasten und das Passeiertal und Dorf Tirol besser an die Schnellstraße Meran-Bozen anbinden. Die Umfahrung hat eine Gesamtlänge von rund drei Kilometern und gliedert sich in zwei Baulose.

Im Anschluss an den Tunnel von der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo bis zum Meraner Bahnhof sieht das neue Baulos nun den Bau des sogenannten Küchelbergtunnels unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Tirol vor. Dort wird ein Kreisverkehr mit Anschlussstraßen in Richtung Passeier, Tirol und Obermais gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt. Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Es ist somit keine offene Bauweise mit einer offenen Baugrube vorgesehen, bis auf kleine Bereiche wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran.

LPA/rc/san

Die Landespersonalabteilung hat ein öffentliches Auswahlverfahren angesetzt, um Stellen als Verwaltungssachbearbeitende zeitbegrenzt zu besetzen. Bewerben kann man sich bis 3. Juli.

Über ein öffentliches Auswahlverfahren will die Landespersonalabteilung Vollzeit- und Teilzeitstellen als Verwaltungssachbearbeiter oder Verwaltungssachbearbeiterinnen in der Landes- und Schulverwaltung in verschiedenen Ortschaften in Südtirol zeitbefristet besetzen. Wer eine Oberschule abgeschlossen hat und im Besitz des Zweisprachigkeitsnachweises B2 (ehemals B) ist, kann sich noch bis zum 3. Juli (12 Uhr) um Teilnahme an diesem Auswahlverfahren bewerben. Am Auswahlverfahren können Interessierte aller drei Sprachgruppen teilnehmen. Die Teilnahmeanträge sind an das Landesamt für Personalaufnahmezu richten, entweder über die zertifizierte Mail-Adresse personalaufnahme.assunzionipersonale@pec.prov.bz.itoder mittels normaler E-Mail an Personalaufnahme@provinz.bz.it.

Auf der Grundlage des Auswahlverfahrens wird eine Ranglisteder Geeigneten erstellt. Diese ist bis zum Jahresende 2022 gültig, das heißt, die gelisteten Geeigneten können bis zu diesem Zeitpunkt vermittelt werden.

Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten des Landes zum Personal unter "Wettbewerbe" oder sind im Landesamt für Personalaufnahme (0471 412110 oder William.Pedrazza@provinz.bz.it) erhältlich.

LPA/jw

Val Müstair - Am Montag, den 11. Mai wurde in der Schweiz der reguläre Schulbetrieb in den Pflichtschulen wieder aufgenommen. Die Gymnasien und Berufsfachschulen begannen am 8. Juni mit dem Unterricht in den Schulen. In Österreich kehrten die ersten Schüler am 4. Mai in ihre Schulen zurück. Zuerst nur die Maturanten und Abschlussklassen, ab 18. Mai die Volksschüler und die Schüler der neuen Mittelschulen und ab 3. Juni die restlichen Schüler. In Italien blieb die Schule vom 5. März bis Schulende für alle Schüler und Schülerinnen geschlossen

von Heinrich Zoderer

In einem Grenzgebiet erlebt man am besten die Unterschiede, man hört die Entscheidungen in den einzelnen Staaten und versteht nicht warum die verschiedenen Behörden zu ganz anderen Lösungen kommen, obwohl die Problematik mehr oder weniger dieselbe ist. Während in Österreich die Maturaprüfungen nur in schriftlicher Form erfolgen, gibt es in Italien nur mündliche Maturaprüfungen. Unverständlich ist auch, warum die Maturanten in Italien zu den Prüfungen in ihre Schulen kommen und in physischer Präsenz vor einer 7-köpfigen Prüfungskommission das rund einstündige Prüfungsgespräch ablegen, während die Mittelschüler über Videokonferenzen ihre vorbereitete Facharbeit in rund 10 Minuten den Klassenräten (10 bis 12 Personen) präsentieren mussten. Sehr interessant ist immer wie unsere Schweizer Nachbarn reagieren. Meistens haben die Schweizer bürgerfreundliche und nachvollziehbare Lösungen. Viele Entscheidungen werden nicht zentralistisch verordnet, sondern vor Ort umgesetzt. Von oben wird nur der Rahmen vorgegeben bzw. Richtlinien werden festgelegt. Die Umsetzung erfolgt pragmatisch und mit Hausverstand, angepasst an die örtlichen und regionalen Gegebenheiten.
Ich staunte nicht schlecht als ich am 17. Juni die Primarschule in Müstair besuchte, um mit dem Schulleiter und Lehrer für Informatik und Medienkunde, Geografie, Zeichnen und Werken, Thomas Brülisauer, ein ausführliches Gespräch über den Schulbetrieb in Coronazeiten zu führen. Alle Schüler befinden sich genauso wie vor der Schulschließung wieder in ihren Klassen, es gibt einen regulären Unterricht mit demselben Stundenplan wie vorher. Auch der Nachmittagsunterricht von Montag bis Freitag (ausgenommen Mittwoch) wird wie vor Corona durchgeführt. Als um 11:45 Uhr die Schulglocke läutete, verließen alle 62 Primarschüler das Schulhaus. Sehr viele stiegen in den Schulbus ein, der sie nach Hause zu ihren Eltern brachte. Die Schüler saßen nebeneinander im Schulbus, so wie vorher, ohne Masken. Am selben Tag war ich in der Früh in meiner Schule bei der Zeugnisverteilung. Mehrere Lehrpersonen waren anwesend und sahen nach über drei Monaten das erste Mal wieder ihre eigenen Schüler. Im Halbstundentakt wurden die Zeugnisse im Freien verteilt, Klasse für Klasse. Die Schüler kamen einzeln, alle mit Masken, im Abstand. Die Lehrerin, die die Zeugnisse verteilte, hatte Handschuhe an, auch alle Lehrpersonen trugen Masken. Andere Schulen haben die Zeugnisse gar nicht verteilt, sondern digital verschickt.

 

Schule Val Müstair: 3 Standorte, 106 Schülerinnen und Schüler, 23 Lehrpersonen

 

s7 schuleDas größte Problem der Schule im Münstertal ist in diesen Zeiten ihr größter Vorteil. Die sinkende Kinderzahl hat zur Folge, dass es kleine Klasse gibt und durch die drei Standorte sind die wenigen Schüler auf das ganze Tal verteilt. Der Kindergarten mit 11 Kindern befindet sich in Valchava, die drei Klassen der Oberstufe mit 33 Kindern in Sta. Maria und die 62 Grundschüler (in der Schweiz nennt man sie Primarschüler) von der ersten bis zur sechsten Klasse sind im Schulgebäude von Müstair untergebracht. In den relativ großen Klassenräumen sind nur 9 bis 11 Schüler. Da ist es leicht Abstand zu halten. Durch die Corona-Pandemie wurde natürlich auch die Schweiz nicht verschont. Am 13. März wurde vom Bundesrat bekannt gegeben, dass ab Montag, den 16. März alle Schulen in der Schweiz geschlossen werden. In Italien wurde die Mitteilung der Regierung über die Schulschließungen am 4. März am Abend bekannt. Am nächsten Tag waren alle Schulen geschlossen. In Müstair lud der Schulleiter Thomas Brülisauer wenige Tage nach der Schulschließung seine 23 Lehrpersonen noch zu einer Schulkonferenz ein, um die Situation zu besprechen und den Fernunterricht in groben Zügen zu planen. Die Schüler durften zu Beginn der Coronaferien gestaffelt ihr Schulmaterial von der Schule holen. Anfang April wurde dann mit dem Fernunterricht begonnen. In regelmäßigen Videokonferenzen besprachen die Lehrpersonen über Google Meet die Situation und trafen die notwendigen Entscheidungen. Im Schulsprengel Schlanders musste eine geplante Konferenz am 4. März abgesagt werden. Viele Schüler und Lehrpersonen hatten Hefte, Bücher und andere Unterlagen in der Schule und durften sie nicht holen. Thomas Brülisauer berichtete, dass die Lehrpersonen der Primarschule ihren Schülern Arbeitsblätter und andere Unterlagen zu Hause vorbeibrachten und die bearbeiteten Unterlagen einsammelten. Außerdem wurde mit den Schülern bzw. den Eltern über Telefon, WhatsApp oder E-Mail kommuniziert. Bei den Schülern der Oberstufe (14 – 16 Jahre) wurde alles digital abgewickelt. Die Schulen in Graubünden befinden sich momentan in einer dreijährigen Umsetzungsphase. Bis 2021 soll ein neuer Lehrplan (LP21) erprobt werden. Unter anderem wird das neue Fach Medien und Informatik eingeführt und damit hält auch die Digitalisierung verstärkt Einzug in den Schulalltag. Alle Schüler der Oberstufe erhalten von der Schule als Leihgabe ein Chromebook. Das ist ein schlanker, aber schneller und kostengünstiger Laptop mit dem Betriebssystem Chrome OS, das von Google entwickelt wurde. Die Schule in Sta. Maria ist auch mit W-Lan ausgestattet, so dass der Laptop im Unterricht problemlos eingebaut wurde und so der Umgang mit den neuen Medien bereits zum Alltag gehörte. Im Fernunterricht wurde mit Google Classroom gearbeitet, eine Internetplattform, die Google speziell für die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrpersonen entwickelt hat.

 

56 Tage kein Unterricht in der Schweiz – 104 Tage waren es in Südtirol

 

Vom 16. März bis 8. Mai waren in der Schweiz die Schulen geschlossen. Das sind insgesamt 56 Tage, davon 36 Schultage. In Müstair war die Schule zwei Wochen länger geschlossen, weil in der Woche vor dem 16. März die regulären Winterferien und in der Woche nach dem 8. Mai die Frühlingsferien waren. Insgesamt hat das Schuljahr in Graubünden 38 Schulwochen bzw. 183 Schultage vom 19. August 2019 bis 26. Juni 2020. In Südtirol hat das letzte Schuljahr am 5. September begonnen und am 16. Juni geendet. Das waren 176 Schultage. Durch Corona sind seit dem 5. März insgesamt in Südtirol 67 Schultage ausgefallen. Große Schulveranstaltungen, Klassenreisen, Sprachaufenthalte und Elternveranstaltungen sind auch in der Schule in Val Müstair ausgefallen. Die beiden mehrtägigen Ausflüge der Abschlussklassen der Primarschule und der Oberstufe will man aber trotzdem durchführen. Es wird aber ein Ausflug innerhalb der Region. In allen Klassen und auch beim Schuleingang in Müstair gibt es Flüssigseife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel. Die Klassen- und Fachräume müssen regelmäßig gelüftet und desinfiziert werden. Die Schule stellt für Lehrpersonen Masken zur Verfügung, aber niemand muss sie tragen. In der Oberstufe wurde das Singen eingestellt und beim Sport wird darauf geachtet zu starken Kontakt zu meiden. So werden die allgemeinen Corona Hygienevorschriften und Richtlinien des Bundes und der Kantonalverwaltung eingehalten. Schulleiter Thomas Brülisauer berichtet auch, dass zu Beginn der Wiederaufnahme des Unterrichts in den Klassen ein Abstand von 2 Metern eingehalten werden musste. In Österreich wurden bei der Wiederaufnahme des Unterrichts die Klassen geteilt und ein Schichtunterricht eingeführt. Ein Teil der Klasse hat von Montag bis Mittwoch Unterricht, der andere Teil am Donnerstag und Freitag und in der darauffolgenden Woche umgekehrt. In Südtirol und wahrscheinlich in ganz Italien tüfteln die Verantwortlichen des Schulbetriebes nach neuen Schulformen für das kommende Schuljahr. In den Pflichtschulen soll nach Möglichkeit Präsenzunterricht gemacht werden, in den Oberschulen wird es eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht. Es soll keinen Nachmittagsunterricht geben, keinen Mensadienst und keine Wahlpflicht- und Wahlfächer. Deshalb muss der Unterricht in allen Fächern reduziert werden. Da der Abstand von 1 Meter eingehalten werden muss, müssen auch die Schülerzahlen der einzelnen Klassen verkleinert werden. Deshalb werden neue Unterrichtsräume benötigt. Diskutiert wird über gleitende Einstiegs- und Ausstiegszeiten, um große Ansammlungen von Schülern zu vermeiden. Der Schülertransport wird zu einer großen Herausforderung. Während in der Schweiz das Unterrichtskonzept für das nächste Schuljahr steht, ist in Italien und auch bei uns in Südtirol noch vieles offen. Die Schweizer Lehrpersonen können gelassen dem Unterrichtsbeginn des nächsten Schuljahres am 17. August 2020 entgegensehen. Bei uns wird der Unterrichtsbeginn am 7. September möglicherweise noch einige Überraschungen bringen. Und für das nächste Schuljahr wird vor allem eines wichtig: Kreativität

Dienstag, 23 Juni 2020 16:08

Wem gehört der Dorfplatz?

Burgeis - Mit einem Podest für Tische und Stühle hat der Burgeiser Gastwirt Joachim Theiner einen Teil des Burgeiser Dorfplatzes besetzt. Die Dorfgemeinschaft und die Nachbarn sind vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Theiner ist Gemeindereferent und für den Tourismus zuständig. Der Vorwurf der Freunderlwirtschaft liegt in der Luft.

von Erwin Bernhart

Vogelsteige sagt ein Nachbar. Unmöglich sagen einige Burgeiser, die nicht genannt werden wollen. Das neue Podest neben dem Dorfbrunnen erhitzt in Burgeis die Gemüter. Es ergibt sich die Frage, wem denn der Burgeiser Dorfplatz gehöre. Der Dorfplatz von Burgeis ist mit seinem großen Brunnen und den Ensembles, den historischen Häusern mit Wandgemälden, die sich drumherum gruppieren eine Perle, die ihresgleichen sucht. Der Dorfplatz ist das Herzstück von Burgeis, heute noch. Der Platz hat Charme und Flair und er wird für Dorffeste, Platzkonzerte der Musikkapelle aber auch als Autoabstellplatz gern genutzt. Und nun stört seit Kurzem ein Podest neben dem Brunnen diese Idylle. Der Platz ist verfremdet. Dorffeste und Platzkonzerte sind in Frage gestellt.
Was ist geschehen? Joachim Theiner, Tourismusreferent und als „Löwenwirt KG des Joachim Theiner &Co.“ Besitzer der Bar Dorfcafe hat im Sommer vergangenen Jahres um die Nutzung von 20 m2 öffentlichen Grund für den Ausschank bei der Gemeinde Mals angesucht. Das Ansuchen kommt im Gemeindeausschuss zur Sprache und BM Ulrich Veith stellt im September die Konzession Nr. 10/2019 aus, mit der Theiner bis zum 1.10.2028 den Platz nutzen kann. Es vergeht der Winter und auch die Corona-Zeit und im Mai wird der Platz ausgemessen und es wird ein Podest errichtet, mit Geländer und seit vergangenem Montag ist das Podest bestuhlt. Theiner wähnt sich im Recht. Er habe nichts verbrochen und niemandem etwas gestohlen. Zwar hätte er anstelle des Podestes lieber die Pflasterung etwas einebnen wollen, das sei aber in der Gemeinde abgelehnt worden. Joachim Theiner ist davon überzeugt, dass der Dorfplatz mit diesem neuen Podest beruhigt werden kann und dass Einheimische und Gäste den Dorfplatz endlich genießen können.
Von dieser Konzession hat in Burgeis aber niemand etwas gewusst und auch die beiden anderen Gastbetriebe am Burgeiser Dorfplatz, der Mohrenwirt und das Weiße Kreuz, sind von offizieller Seite, also von Seiten des Bürgermeisters, weder nach ihrer Meinung noch nach dem Interesse ihrerseits an einer Platzpachtung gefragt worden. Diese Unterlassung war politisch nicht nur höchst unklug sondern fahrlässig und deshalb haftet der Konzession der Geruch der Freunderlwirtschaft an. Diese Unterlassung hat auch das Potenzial, dass sich das Ganze zu einem politischen Erdbeben auswachsen könnte.
Denn die Fronten sind nach ersten Gesprächsversuchen auch mit BM Veith derart verhärtet, dass die Familie Theiner vom Mohrentwirt rechtliche Schritte gegen diese Konzession und gegen dieses Podest in Erwägung zieht. Dies wird auch von daher verständlich, weil Joachim Theiner nur die Auflage erhalten hat, vom Brunnen einen Meter Abstand zu halten. Dafür rückt das Podest der Mauer des Mohrenwirts fast direkt auf die Pelle. Die bisherige Sitzbank unter den historischen Mohrenwirts-Fenstern ist kaum mehr benutzbar.
Auch der örtliche Heimatpflegeverein um Obmann Roland Peer hat, weil vorab nicht informiert, nachträglich seinen Unmut zum Ausdruck gebracht. Das Anliegen der Heimatpflege sei auch die Erhaltung des Dorfbildes. „Nun wird er zum Zwecke des Eigennutzes verbarrikadiert“, hat Peer bei BM Veith unter anderem protestiert.

Dienstag, 23 Juni 2020 16:01

Baubeginn Umspannwerk Fuhrmannsloch

Nauders/Reschen - Über den Reschenpass wird eine neue unterirdische 220-kV-Leitung gebaut, die Nauders mit dem Netzknoten in Glurns verbindet. Diese zweigt von der bestehenden 380-kV-Leitung Westtirol-Perdella ab. Mit dem Bau des Umspannwerkes wurde kürzlich begonnen. „Im Gegensatz zur italienischen Terna ist der Anteil der österreichischen APG an der grenzüberschreitenden Stromverbindung aber gering“ so Christoph Schuh, Sprecher der Austrian Power Grid (APG). Das Projekt bzw. die Investition von APG umfasst das Umspannwerk Nauders im Ortsteil Fuhrmannsloch inkl. Transformatoren und die eineinhalb Kilometer lange 220-kV-Kabelverbindung bis zur Staatsgrenze am Reschenpass. Weiters wird mit dem Umspannwerk eine s5 7448Mittelspannungs-Anspeisung für das Netz von ,Tinetz` realisiert und damit die lokale Versorgungssicherheit im Großraum Nauders wesentlich verbessert. Einsprüche gegen das Projekt hat es auf österreichischer Seite keine gegeben. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung war nicht nötig. Von Seiten der Gemeinde Nauders hat es keinen Widerstand gegeben. Für die Einräumung der Dienstbarkeiten gibt es die entsprechenden Entschädigungen. Die länderübergreifende, 220 kV - „Interconnector-Verbindung“ Italien–Österreich über den Reschen und das Stilfserjoch in die Lombardei soll innerhalb der nächsten 3 Jahre in Betrieb genommen werden. (aw)

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