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Margherita träumte als Mädchen davon Friseurin zu werden. Doch ihre Eltern erlaubten es nicht mit dem Argument, dass sie ja eh heiraten werde und keinen Beruf brauche. Als gehorsame Tochter fügte sie sich. Außerdem musste sie ihrer kränklichen Mutter zur Hand gehen. Sie war die Zweitgeborene von vier Kindern.

von Magdalena Dietl Sapelza

Margherita wuchs in der Kriegs- und Nachkriegszeit in Taufers i. M. auf. Sie erlebte einen Bombeneinschlag bei Müstair, dessen Druckwelle die Scheiben des elterlichen Tischlereibetriebes „In den Mühlen“ bersten ließ. Und sie litt unter fehlendem Salz. „S Broat isch olm goal gweesn. Miar hobm sogor Viechsolz gwascht“, betont sie. Als Flüchtlinge ihr Nachtversteck im Haus mit Salz bezahlten, war das fast so, als hätten sie Gold gegeben. Ansonsten litt Margherita keine Not, denn ihre Familie betrieb auch eine kleine Landwirtschaft. Es war ihre Aufgabe, die Milch in der „Zumm“ zur Sennerei zu tragen. Im Winter benutzte sie eine kleine Holzrodel. Bei jedem Glockengeläute musste sie in die Kirche gehen. Sobald sie dort auch nur ein klein wenig schwätzte, packte sie die gestrenge Aufseherin beim Schopf, zerrte sie in den Gang und drehte ihren Kopf zu den Gläubigen.“Deis isch gonz peinlich gwesn“, meint sie. „Unt drhoam hon i norr a nou kennt afn Scheit knialn.“ Als junge Frau half Margherita einer Schneiderin beim Nähen und eignete sich selbst Näh-Fertigkeiten an. Kochen lernte sie fünf Monate lang in einem Gasthof in Burgeis, wo die Arbeit nie ausging. An einem Wochenende zu Cäcilia waren nacheinander der Chor, die Musikkapelle, eine Firsttrunkgesellschaft und die Jäger zu Gast. Spät in der Nacht erlaubte ihr die Chefin, ein Würstel mit ins Zimmer zu nehmen. „Z’ Morgaz bin i norr mitn Würschtl in dr Hont aufgwocht, so miad bin i gweesn“, erzählt sie. Nach der Eröffnung des Kindergartens in Taufers Ende der 1950er Jahre fand sie dort Arbeit als Köchin. Für die Kinder stand damals nur eine Kiste mit Bauklötzen bereit. Andere Spielsachen brachten später Vertreter der „Stillen Hilfe“ aus Deutschland. Um mit der Gruppe picknicken gehen zu können, suchte Margherita im Dorf nach einem großen Korb. Diese Suche führte sie auch in den „Konsum“, den Meinrad Dietl führte. Er hatte bereits ein Auto und bot ihr an, sie bei seiner Einkaufsfahrt ins Passeiertal mitzunehmen, wo er einen Korbflechter kannte. Sie nahm das Angebot an und wurde auch fündig. Heimwärts gab er ihr den ersten Kuss. „A Weidenzegger hot miar s’ Glück procht“, lacht sie. Sie war damals 22 Jahre alt, er 36. Sie trafen sich heimlich. Denn es plagte sie der Gedanke, was wohl ihre Eltern zum Altersunterschied sagen würden. Doch diese akzeptierten die Verbindung und im Juli 1961 läuteten die Hochzeitsglocken. Die 10-tägige Hochzeitsreise führte die Frischvermählten zu Meinrads Kriegskameraden nach Dornbirn und Konstanz und zu seinen Verwandten nach Zürich. Wieder in Taufers bezog das Paar eine Mietwohnung zusammen mit Margheritas Schwägerin Fani, der sie kurz darauf den Kindergartendienst übergab. 1962 lag Tochter Valeria in der Wiege. Die Familie kaufte ein altes Haus in der Dorfmitte und zog um. 1963 kam Tochter Genoveva zur Welt, 1964 Tochter Adele und schließlich 1968 noch Nesthäkchen Lucia. Margherita hatte alle Hände voll zu tun, mit den Kleinen und auch mit der Betreuung der einstigen Hausbesitzerin, deren Pflege sie übernommen hatte. Sie nähte Kleider für ihre Mädchen und umsorgte Gäste, denen sie Zimmer mit Frühstück anbot. Irgendwann reifte die Idee, eine Bar zu eröffnen. Die Umsetzung gelang nur, weil diese von zwei anderen Gastbetrieben die geforderten 40 Meter Entfernung aufwies. „Miar hoobm amol in dr Nocht hoamla olz ausgmessen unt gschaug ob’s a stimmt“, verrät sie. Die „Bar Dietl“ war dann jahrelang ein beliebter Treffpunkt, natürlich auch für junge Burschen, die den vier „Dietl Madlen“ den Hof machten. Die Jahre vergingen. Die Schwägerin zog aus und später auch die drei älteren Töchter nach deren Heirat. Die Bar und die Zimmervermietung wurden aufgegeben. In schlechter Erinnerung hat Margherita das Jahr 2000. Es brachte ihr eine Brustoperation mit Chemotherapie und Bestrahlung. Sie kämpfte tapfer und siegte über die Krankheit. Und sie dankte Gott, dass sie weitere glückliche Jahre mit ihrem Mann verbringen konnte. Noch kurz vor seinem Tod 2013 tanzte sie mit ihm in einer Strandbar am Meer. Dann blieb ihr nur noch der Seniorentanz, den sie seit 20 Jahren pflegt. Margherita versorgt sich noch selbst. Regelmäßig schaut sie bei ihrer jüngsten Tochter vorbei, die in der ehemaligen Bar nebenan einen Friseursalon führt. Es erfüllt sie mit Genugtuung, dass Lucia im Gegensatz zu ihr heute ihren Traumberuf als Friseurin ausüben kann.

Aus dem Gerichtssaal - Beim Kulturwirt Karl Perfler in Tschengls hatte ich kürzlich eine interessante Begegnung. Ich traf dort einen Bekannten aus den ersten Jahren meiner Tätigkeit als Anwalt. Im fernen Jahre 1979 geriet der 1958 in Agums geborene Friedrich Steiner zwischen die Mühlsteine der Justiz, eine Erfahrung, die er noch heute in lebhafter Erinnerung hat. Damals gehörte das Wildern zur Freizeitbeschäftigung der ländlichen Jugend. Wer im Dorf unter den Gleichaltrigen was gelten wollte, der musste hin und wieder „das Büchserl knallen lassen“. Als auf dem „Gumperlehof“ in Agums im Winter 1979 ein Schwein geschlachtet worden war, meinte Friedrich’s Vater: “Bua, in die Schweinswürscht kört a Hirschfleisch, sieh zu, wie du eines besorgen kannst.“ Der ließ sich das nicht zweimal sagen. Mit zwei Komplizen machte er sich auf die Pirsch. Zwischen Lichtenberg und den Schludernser Auen fand jede Nacht ein reger Wildwechsel statt. Dort legten sie sich auf die Lauer. Doch statt eines liefen ihnen gleich vier Hirsche vor die Flinte. Sich da zu beherrschen hätte die Tugendhaftigkeit eines Mönchs erfordert. Und so brachten sie alle viere zur Strecke. Doch wohin mit diesem „Segen Gottes“? Ein Hirsch wanderte in die Würste des Gumperlebauern, für die anderen drei wusste der Friedrich einen zahlungsfähigen Abnehmer in einem Gasthaus in Algund. Der dortige Wirt hatte auch eine Metzgerei, und so galt es nur, die Hirsche von Prad nach drunten zu bringen. Irgendjemand musste die drei Wilderer wohl verpfiffen haben, denn als diese im Schutze der Nacht auf dem Weg nach Meran waren, gerieten sie in der Nähe von Staben in eine Straßensperre der Carabinieri. Friedrich, der im zweiten Auto fuhr, machte daraufhin kehrt und raste mit vollem Karacho wieder Richtung Oberland. Beim Sandwirt in Tschars tauchte er in einer Obstwiese erst einmal unter. Als er die Luft rein wähnte, setzte er seine Heimreise fort. Er kam jedoch nicht weit, denn bei Vezzan hatten die Ordnungshüter inzwischen schon eine zweite Straßensperre errichtet, an der es kein Entrinnen mehr gab. Mit vorgehaltener Maschinenpistole zwangen sie ihn zum „Umsteigen“. Der Festnahme folgten scharfe Verhöre, bei denen die Polizisten mit den Wilderern nicht gerade sanft umgingen. Doch alle Fragen nach dem Verbleib der Waffen blieben unbeantwortet. Dieses hartnäckige Schweigen schlug sich im anschließenden Strafverfahren in der Weise nieder, dass die Richter exemplarische Strafen wegen der nachgewiesenen Straftaten verhängten: 24 Monate bedingte Haft und 12 Millionen Lire Schadenersatz für das „entnommene“ Wild. Drei Jahre Arbeit kostete Friedrich Steiner „der Spaß“.
Den Stutzen mied er fortan, er wandelte sich vom Saulus zum Paulus, auch weil ihn die Wirtstochter Dorothea Schenk auf andere Gedanken brachte. 1985 heirateten die Beiden. Sie führen seither das Hotel Panorama in Mals, seit dem Jahre 2000 als Biohotel.
Und die Idee, dass die Landwirtschaft und die Gastronomie eng zusammengehören, lässt ihn seither nicht mehr los. Seine Gäste bekommen praktisch nur einheimische Produkte auf den Teller: 60 Lämmer, 15-20 Schweine, 10 Kälber und 3 Rinder von 5 verschiedenen Obervinschger Biobauern wandern im Panorama jährlich über den Küchentisch. Bei diesem Angebot an natürlichen Lebensmitteln besteht auch kein Bedarf nach Wildfleisch, zumal angrenzend an das Hotel Panorama auch noch ein 3.500 m² großer Biogarten betreut wird, aus dem ein Großteil des Gemüses und der Kräuter für die Hotelküche stammen.

Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
peter.tappeiner@dnet.it

Montag, 03 August 2020 14:54

Einkaufen UNVERPOCKT

pr-info Unverpockt - Naturns

Praktisch, bequem - und das Wichtigste - OHNE Verpackung: So kann man im neuen Geschäft UNVERPOCKT in Naturns einkaufen. Das Konzept hat Zukunft und bereits jetzt viele bewusste Kundinnen und Kunden, die Plastik vermeiden und nachhaltig einkaufen wollen. Das Prinzip ist einfach: Kunden haben die Möglichkeit lose in mitgebrachten Behältern einzukaufen oder auf jene Glasbehälter, Stoffsäckchen und Papiertüten zurückzugreifen, die von UNVERPOCKT angeboten werden. Die Idee zu UNVERPOCKT stammt von Marion Tribus und Andreas Petrini, vierfache Eltern und reich an Erfahrung, was Verpackungsmaterial für eine sechsköpfige Familie bedeutet. Zum einen. Zum anderen spielt natürlich auch der Umweltgedanke eine große Rolle. Vor dem Hintergrund, dass die Weltmeere voller Plastik und unser Körper stark belastet vom Mikroplastik ist, ist Müll vermeiden das Gebot der Stunde. Regionale Lieferanten, Bio-Hersteller und kleine Produzenten beliefern UNVERPOCKT mit hochwertigen und exklusiven Waren. Das Sortiment bietet alles für den täglichen Gebrauch: Getreide, Gewürze, Brot, Milch, Obst und Gemüse vom regionalen Biobauer, Käse vom Bauernhof in der Nähe, Kaffee vom Plantagen mit fairen Handel, Fairtrade Schokolade, Salami aus der Toskana, Olivenöl aus Sizilien bis hin zu Kosmetik im Glas mit Pfandsystem, Stoffwindeln und Kinderpflegeprodukte. Bei UNVERPOCKT einkaufen ist ein Erlebnis und einzigartig. Südtirolweit gibt es kein Geschäft, das das Konzept von verpackungsfreien und nachhaltigen Waren so konsequent verfolgt.

Vinschgau - Lokale Arbeits- und Ausbildungsplätze, verlässliche Nahversorgung sowie hohe Lebensqualität sind nur durch eine gesunde Wirtschaft möglich. Mehr denn je müssen diese Grundvoraussetzungen gefestigt werden. Südtirols Handwerker*innen wollen bei den kommenden Gemeinderatswahlen die Chance nutzen, die Gemeinde als Lebens- und Wirtschaftsraum mitzugestalten.
Um die Präsenz der Handwerksvertreter in der Gemeinde zu stärken ersuchen die Obmänner alle Bürger im Vinschgau, eine Stimme dem Handwerk zu geben. Die Kandidatensuche sei bereits gut angelaufen. Ziel des lvh ist es, ähnlich wie bei den letzten Gemeinderatswahlen, mindestens 200 Handwerkerinnen und Handwerker für die Wahl zu gewinnen. „Von der Vertretung des Handwerk im Gemeinderat profitieren schlussendlich Wirtschaft und Gesellschaft“, betonen Raffeiner Kerschbaumer und Platter.

Montag, 03 August 2020 14:48

Eine echte Alternative für Naturns

Naturns - Süd-Tiroler Freiheit - Presseaussendung - Verantwortung übernehmen!“, unter diesem Motto stellte die Süd-Tiroler Freiheit in Naturns ihre Kerngruppe für den Wahlkampf, den Bürgermeisterkandidaten und das Wahlprogramm vor. Mit der offenen Liste und dem eigenem Bürgermeisterkandidaten will die Bewegung eine echte Alternative in Naturns anbieten.
Der Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit in Naturns, Dietmar Rainer: Seit 2010 ist die Bewegung im Gemeinderat vertreten. Zunächst mit einem Gemeinderat, ab 2015 dann mit zwei Vertretern. Bei den Gemeindewahlen im September soll nun der nächste Schritt gemacht werden: Durch die Öffnung der Liste für unabhängige Kandidaten, geht die Bewegung mit einer breit gefächerten Liste und eigenem Bürgermeisterkandidaten an den Start.
„Mit zahlreichen Anträgen und Anfragen haben Benjamin Theiner und ich uns als Gemeinderäte in den letzten Jahren aktiv für die Interessen der Bürger eingesetzt“, ergänzte Gemeinderätin Natascha Santer Zöschg.
Gemeinderätin Santer Zöschg, 30 Jahre alt und von Beruf Friseurin, wird sich wieder zur Wahl stellen. Antreten werden auch Karin Meister (36, Geschäftsführerin im Bereich Tourismus), Patrick Egger (23, Handwerker), Michael Lochmann (44, Landesbediensteter) und Wolfgang Stocker (52, selbstständiger Handwerker). Wolfgang Stocker war bereits zwischen 2010 bis 2015 für die Freiheitlichen als Gemeinderat in Naturns aktiv.
Angeführt wird die Liste vom Bürgermeisterkandidaten Tobias Gritsch, 42 Jahre alt und von Beruf landwirtschaftlicher Unternehmer und Rechtsberater. Als unabhängiger Kandidat stellt er für Naturns eine echte, wählbare Alternative dar. Mit Gritsch unterstreicht die Liste ihre Intention, Verantwortung zu übernehmen und von der Opposition in die Regierung zu wechseln. Gritsch spricht die wichtigsten Baustellen an, welchen er sich als Bürgermeister mit Nachdruck widmen würde: Gerechtigkeit und gleiches Recht für alle Bürger im Bereich Baurecht, Finanzgebarung und Haushaltskonsolidierung der Gemeinde, strategische Verkehrsplanung bzw. ein umfassendes Gesamtkonzept zur Verkehrsproblematik. „Die Bürger von Naturns gehören in den Mittelpunkt“, betont Gritsch.
Thematisch setzten die Kandidaten ihre Schwerpunkte u.a. im sozialen Bereich: stärkere Förderung der Familien, tierfreundliche Gemeinde, mehr Mitspracherecht der Bürger, verantwortungsvoller Umgang mit Gemeindegeldern, Ausbau sicherer Schulwege, Förderung der Jugend und der Mobilität, Unterstützung der lokalen Betriebe und Vereine, sowie der Erhalt der Tiroler Kultur.

Dienstag, 04 August 2020 16:02

„Flouraschworz“ im Schloss Kastelbell

Schloss Kastelbell - Konzerte im Schloss Kastelbell sind immer etwas Besonderes. So auch das Konzert „Flouraschworz“ am Mittwoch 29. Juni im „Allianz Saal“ des Schlosses.

von Peter Tscholl

Kathi Dona, die Präsidentin des Bildungsausschuss Kastelbell Tschars begrüßte die Gäste und Musiker. Die Gruppe Flouraschworz besteht aus Franco Micheli (E-Bass), Michael Reissner (Schlagzeug und Percussion), Hannes Ortler (Blas- und Tasteninstrumente, Gesang) und Heinrich Stecher (Gesang und Gitarre).
Die Freude am Musizieren sah man allen an. Heinrich Stecher, der Bandleader erzählte: „Ich habe schon als Kind gerne Musik gemacht. Es war eine Möglichkeit mich auszudrücken. Ich fühlte mich wohl dabei.“ 2014 tat sich die Gruppe erstmals zusammen um Musik zu machen. Aber irgendwann waren sie „stuff“ irgendetwas nachzuspielen. Sie wollten ihre eigene Musik machen. Zum 80 Geburtstag seines Vater Luis Stefan Stecher, dem Autor der „Korrnliadr“, beabsichtigte Heiner als Geburtstagsständchen seine eigene musikalische Neuinterpretation von drei „Korrnrliadr“ zu schenken. Die Resonanz war positiv. „Da habe ich Blut geleckt und weitere Texte vertont. Somit sind wir heute da, wo wir sind.“ sagte er etwas stolz.
Die traditionellen, braven, lieblichen Liadr eines Ernst Thoma wurden sozusagen aufgebrochen und die Texte des Vaters neu interpretiert. In den „nuien Korrnliadr“ sollte Platz für alles sein, jazzartiges, besinnliches, alles darf vorkommen. “Die Musik kann auch kantig und holprig sein. Wichtig ist, dass sie gefällt und dass man sich dabei fühlt.“ so Heiner. So bunt wie die Texte wurden also auch die „nuien Liadr“, welche im Herbst 2019 erstmals auf einer CD „KURZ UNT GUAT“ aufgenommen wurden.
„Die Themenkreise handeln von Menschen und Orten, die es gab und gibt, sie sprechen geheimnissvoll von Wahrheiten, die auch in unserer Zeit nützlich sein können.“sagte Luis Stefan Stecher im Vorwort zur vierten Auflage seiner „nuien Korrnliadr“. Aber es gibt auch Themen, die mit den Korrnern eigentlich gar nichts zu tun hatten.
Das Lied „DI FLOURASCHWORZ“ wurde zu ihrer eigenen Hymne erkoren. Erstens, weil der Name einmalig ist und zweitens ist es eine kleine Hommage an die Schönheit einer Frau. Die geheime Vinschger Hymne „Mai Tschurele, mai Madele“ wurde am Abend des 29. Juli auf Schloss Kastelbell gar nicht gespielt. Flouraschworz hatte genug eigene Interpretationen. Und sie schreiben schon an weiteren Texten und „hobn a Hetz dabei“.

Montag, 03 August 2020 14:40

Festliche Orgelwerke in Schluderns

Am Sonntag, 16. August 2020 um 20:30 Uhr wird Peter Waldner an der neuen Orgel der Pfarrkirche Schluderns unter dem Motto SOLI DEO GLORIA ein Konzert mit festlichen Orgelwerken des deutschen Barock geben, das von der Ferienregion Obervinschgau in Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat von Schluderns veranstaltet wird. Unter anderem Werke von Georg Muffat, Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach werden aufgeführt.

Dienstag, 04 August 2020 15:53

Impressionen Gianni Bodini

Freilicht-Kino. Im Juli war es möglich den Komet „Neowise“ zu bewundern. Selten bin ich beim Fotografieren eines Naturereignisses so stark emotional involviert gewesen.
Es war wie eine Erscheinung! Hier „Neowise“ über Tanas, fotografiert von Tarnell aus.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Montag, 03 August 2020 14:33

Leserbriefe Ausgabe 16-20

Der ungewollte Radweg am Suldenbach in Prad

Derzeit läuft das Verfahren zur Eintragung des neuen Radweges von Prad nach Gomagoi in die Bauleitpläne der Gemeinden Stilfs und Prad. Die Trasse verläuft ab der „Schmelz“ auf der neuen Druckrohrleitung neben der Stilfser Joch Straße. Die Trasse ab der Suldenbach-Brücke oberhalb der Sportzone in Prad bis zum Ortsende in der Schmelz hat es jedoch in sich und ist aus vielerlei Hinsicht sehr problematisch. Hat man deshalb bewusst die Bevölkerung der Gemeinde Prad nicht informiert und um ihre Meinung befragt?
s12 unknownWarum braucht es überhaupt einen neuen Radweg entlang des Suldenbaches im Dorf? Werden die zahlreichen Fußgänger mit ihren Kleinkindern oder Hunden und die Wanderer von den zukünftigen Radfahrer-Kolonnen ausgegrenzt? Sind nur mehr Radfahrer auf diesem Weg zugelassen? Wird der Schmelzer Spielpark beeinträchtigt? Wird diese Zone für die bisherigen Naherholungssuchungen zur Tabu-Zone? Wird dieser wertvolle Uferstreifen des Suldenbaches nachhaltig zerstört? Wird wieder Boden versiegelt? Wie kann es sein, dass man einen Radweg dort vorsieht, wo schon eine Landesstraße als mögliche Entlastungsstraße für das verkehrsgeplagte Dorf im Bauleitplan eingetragen ist?
Warum geht man nicht einen anderen Weg und verzichtet auf eine Eintragung der Radwegtrasse im Dorf, die keiner so will? Wenn man alle Hausaufgaben zur Verkehrssicherheit entlang des Kreuzweges und der Hauptstraße machen würde, dann bräuchte es keinen neuen Radweg und die Radfahrer könnten wie bisher die vorhandenen Straßen benützen. Man würde so wie bereits auf dem „Vinschger Radweg“ durchs Dorf im Reutweg und auf der Hauptstraße Richtung „Olber“ mit Geschwindigkeitsreduzierungen, mit entsprechenden Beschilderungen und mit den notwendigen Kontrollen dafür sorgen, dass ein Miteinander von motorisierten und nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern möglich ist. Die Vorteile sind dreifach, nämlich:
1. Es braucht keinen neuen Radweg im Dorf. Dadurch würde die beliebte Naherholungszone erhalten bleiben und dieses Geld könnte man für mehr Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf der Straße einsetzen.
2. Die wertvollen Uferstreifen und die Teichanlagen und der Schmelzer Spielpark würden so erhalten bleiben wie sie sind.
3. Mehr Verkehrssicherheit auf der Straße bedeutet auch mehr Lebensqualität für die Anrainer und Feriengäste.

Rudi Maurer,
Prad am Stilfserjoch, 1.8.2020

 

Passstraßen: Keine Ausreden mehr!


Einmal waren die Trientner Schuld, einmal die Straßenverkehrsordnung. Seit Jahren fordert der Dachverband für Natur- und Umweltschutz konkrete Maßnahmen auf den Passstraßen: Beim Thema Geschwindigkeitsbeschänkung wurde in der Vergangenheit immer wieder die Straßenverkehrsordnung, aber auch das Zaudern auf Trientner Seite ins Feld geführt. Beides war offensichtlich nur billige Ausrede, wie nunmehr der Trientner Vorstoß zeigt. Bleibt die Südtiroler Politik weiterhin untätig, hat sie ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.
Bereits beim damaligen Verkehrslandesrat Mussner hat der Dachverband für Natur- und Umweltschutz das Thema Geschwindigkeitsbeschränkung auf den Südtiroler Passstraßen, dies evtl. auch nur für Motorräder, immer wieder deponiert. Doch wurden jedes Mal verschiedene Gründe vorgeschoben, um selbst keine Maßnahmen zu setzen. Entweder war es laut italienischer Straßenverkehrsordnung nicht möglich, nur für bestimmte Fahrzeugkategorien Geschwindigkeitsbeschränkung einzuführen, oder von Trientner Seite gab es angeblich politische Ablehnung zu Verkehrsbeschränkungen auf den provinzverbindenden Passstraßen.
Doch nun hat nach dem Bundesland Tirol auch die Provinz Trient klare Fakten auf Passstraßen geschaffen. Seit dem vergangenen Samstag gilt auf vielen Trientner Passstraßen im Dolomitengebiet, aber auch außerhalb, 60km/h als zulässige Maximalgeschwindigkeit, abschnittsweise auch nur für Motorräder. Offensichtlich lässt die italienische Straßenverkehrsordnung durchaus solche Verkehrsregelungen zu. Auch scheinen die Trientner Kollegen weit ambitionierter zu sein, als es unsere politischen Vertreter behaupten. Mit diesem Trientner Vorstoß wird deutlich, dass vor allem der Unwillen der Südtiroler Politik Grund für die mangelnden Maßnahmen auf den Südtiroler Passstraßen ist. Also nichts weiter als faule Ausreden.
Bleiben nach der Trientner Steilvorlage bei uns weiterhin konkrete verkehrbeschränkende Maßnahmen aus, hat die Politik in Sachen nachhaltige Mobilität für und in Südtirol tatsächlich ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem.

Dachverband für Natur- und Umweltschutz
Klauspeter Dissinger - Vorsitzender
Andreas Riedl - Geschäftsführer

 

Mit großer Verwunderung

Bei einem Missgeschick habe ich mir in Katharinaberg beim Laden von Vieh auf meinen Viehtransporter eine Fingerkuppe abgetrennt. Ein befreundeter Bauer hat mich unverzüglich nach Naturns geführt. Mit dabei in Eis gekühlt die abgetrennte Fingerkuppe. Von dort, so die Überlegungen, könnte mich der Rettungswagen des Weißen Kreuzes nach Meran in die 1. Hilfe transportieren. Zu meiner großen Verwunderung hat man mir aber beim Weißen Kreuz zu verstehen gegeben, dass man mich wegen eines solchen Vorfalles nicht ins Krankenhaus fahren werde. Weil die Schmerzen groß waren und sich Unwohlsein eingestellt hat, hat mich der Bauer gutwilligerweise nach Schlanders in die dortige Erste Hilfe gebracht. Dort wurde ich nach einiger Zeit behandelt.

Oswald Riedl, Lichtenberg

 

Hat jemand geschlafen?

In der Nummer 14 vom 9.7.20 habe ich zufällig den Artikel „Arzt bleibt lange ohne Daten“ entdeckt.
Meine Frage dazu: Wenn ein Arzt seinen Dienst quittiert (ob Pension, Ortswechsel oder was immer), müssen doch üblicherweise alle Patienten NEU WÄHLEN. Wäre es da nicht logisch, dass alle Patienten beim Wählen zugleich auch zustimmen, dass ihre Daten von Dr. Tappeiner auf seinen Nachfolger übergehen?
Dann gäbe es das von Ihnen angeschnittene Problem nicht. Oder hat sich das geändert? Oder hat jemand geschlafen?

Martin Achmüller,
Kinderarzt in Ruhestand

Montag, 03 August 2020 14:29

Holz trifft Marmor

Vinschgau/Laas - Rubner Haus hat am 16. Juli am Firmensitz in Kiens im Pustertal mit der Rubner Haus Boutique einen neuen exklusiven Showroom für die Innen- und Außengestaltung eröffnet. Mit dabei: Laaser Marmor.
„Auf einer Fläche von 550 m² bieten wir Fassadenverkleidungen, Fliesen, Fenster, Türen, Parkett- und Holzböden, Badeinrichtung und diverse Einrichtungsgegenstände zur Auswahl“, erklärt Geschäftsführerin Deborah Zani. Begleitet von Raumgestaltern finden die Kunden hier ihrem persönlichen Geschmack entsprechend alles: vom Klassiker bis hin zum neuesten Trendprodukt. „Wir haben auch Wert darauf gelegt lokale Partner mit ein zu beziehen. So haben wir jetzt den Laaser Marmor bei uns eingeführt. Das strahlende Weiß hat mich gleich bei meinem ersten Besuch in Laas in den Bann gezogen“, betont Zani, die im Zuge des Auswahlverfahrens der Partner selbst zwei Mal in Laas war und sich von der Qualität des Laaser Marmors vom Marmorbruch bis zur Verarbeitung überzeugt hat. „Gerade jetzt, wo die Globalisierung an ihre Grenzen stößt, ist eine Partnerschaft zweier lokaler Unternehmen mit kurzen Lieferketten und hauseigenem großem Produkt-Knowhow und Verarbeitung ein großer Vorteil für den Kunden. Mit Rubner Haus und Lasa Marmo haben sich zwei verbündet, die schon allein vom Material – Holz und Naturstein - sehr gut zueinander passen. Mit der neuen Rubner Haus Boutique und der neuen Rubner Haus Linie STUDIO im Premiumsegment haben wir nun auch den geeigneten Rahmen gefunden, damit gemeinsam die richtige Zielgruppe anzusprechen“, erklärt Kurt Ratschiller, Product- und Marketingmanager der Lasa Marmo.
Mit der Umsetzung des Showrooms wurde das Creative Studio des italienisch-brasilianischen Architekten-Duos Guto Biazzetto und Carolina Espezim Biazzetto beauftragt. Guto Biazzetto selbst konzipierte auch die Ausstellungsflächen und -stücke für den Laaser Marmor und wählte den Marmor dafür selbst aus. „Wichtig war uns nicht nur die klassischen Musterfliesen auszustellen, sondern konkrete Anwendungsmöglichkeiten mit dem Laaser Marmor zu zeigen“, so Kurt Ratschiller. Besondere Blickfänge in der Rubner Boutique sind eine 6 Meter lange Holztheke mit einer Abdeckung aus gebürstetem Laaser Marmor sowie die Wandverkleidung des Besprechungsraums, wofür Laaser Marmor mit einem speziellen dreidimensionalen Oberflächenmuster verwendet wurde.
Im Vorfeld der Eröffnung wurde die 30köpfige Verkaufsmannschaft von Rubner Haus von Lasa Marmo Projectmanager Patrick Pritzi und Productmanager Kurt Ratschiller zum Laaser Marmor geschult und jeder konnte sich sein erstes Stück Laaser Marmor mitnehmen.

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