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Gerade in Corona-Zeiten will die digitale Jobbörse die Arbeitssuche erleichtern sowie Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Das Land hat seine eJobBörse erneuert und bewirbt sie.

Die Corona-Krise hat auf Südtirols Arbeitsmarkt bereits ihre Spuren hinterlassen und wird es noch weiter tun. Besonders nach Ablaufen des staatlichen Entlassungsverbotes Mitte Juli rechnet die Landesabteilung Arbeit mit einem Anstieg der Arbeitlosen. Angesichts dieser Entwicklung hat sie ein wichtiges Vermittlungsinstrument, die digitale Jobbörse, die eJobBörse, weiterentwickelt und will sie nun bekannter machen.

"Wir wollen Arbeitsuchende ebenso wie Arbeitgebende bestmöglich gut unterstützen", betont der Direktor der Abteilung Arbeit, Stefan Luther. Dazu sei es wichtig, so viel Angebote wie möglich für beide Seiten zu sammeln. "Wir rechnen damit, dass in den kommenden Wochen auch in Südtirol viele gut und hochqualifizierte Menschen Arbeit suchen. Von der Verbesserung und Bewerbung unserer digitalen Dienste versprechen wir uns einen Mehrwert für die Vermittlungsarbeit und wünschen uns möglichst kurze Vermittlungszeiten", sagt der Abteilungsdirektor.

"Seit kurzem ist die eJobBörse auf Facebook und auf Instagram präsent", berichtet Klaudia Palfrader, die Koordinatorin des Arbeitsvermittlungszentrums Brixen, die auch den Helpdesk der eJobBörse für ganz Südtirol betreut, "zudem haben wir die Seite auch grafisch neu und ansprechend gestaltet." Über eine Kampagne soll die digitale Jobbörse des Landes ab kommendem Montag beworben werden. "Wir wollen vor allem Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen ansprechen und sie dazu einladen, unsere Jobbörse für eine kostenlose Veröffentlichung ihrer Stellenangebote zu nutzen", sagt Palfrader.

Die eJobBörse der Landesabteilung Arbeit steht Betrieben und Arbeitsuchenden seit mehr als 20 Jahren zur Verfügung. Derzeit sind pro Tag über 1000 Stellen als zu besetzend abrufbar. Besonders präsent sind Stellen im Gastgewerbe. Aber auch Stellen für Hochqualifizierte sind in der eJobBörse zu finden, beispielsweise höhere Verwaltungskräfte, Geschäftsführer, Produktions- und Logistikingenieure sowie Informatiker.

LPA/jw

Um Erfahrungen zu analysieren und für künftige coronaähnliche Entwicklungen gut vorbereitet zu sein, hat Landesrätin Deeg Fachleute aus den Bereichen Soziales und Gesundheitswesen versammelt.

Auf Einladung von Landesrätin Waltraud Deeg hat heute (3. Juli) die erste Sitzung des Monitoringausschuss "Soziales" stattgefunden. Dessen Ziel sei es, im Netzwerk kurz- und mittelfristige Strategien und Maßnahmen für die noch anstehenden Herausforderungen zu erarbeiten. Basis dafür ist die Analyse der Phase 1 und 2 der Coronakrise. "Die Erfahrung der vergangenen Wochen hat gezeigt, dass Rahmenbedingungen immer neu zu hinterfragen und weitzuerentwickeln sind. Es geht darum, sich insbesondere für einen erneuten Anstieg von Infektionszahlen zu rüsten", betont die Landesrätin für Soziales und Senioren. Im Monitoringausschuss sind Vertreter des Verbandes der Seniorenwohnheime, der sanitären Leiter der Heime, des Südtiroler Sanitätsbetriebes, der Sozialdienste, der Pflegeleiter, des Landesverbandes der Sozialberufe, der Interessensverbände für Menschen mit Behinderung, des Psychologischen Dienstes sowie der Landesämter (Soziales und Arbeitsschutz) vertreten. In der ersten Sitzung ging es vor allem um die Bestimmung und Festlegung der Aufgaben des Ausschusses.

"Gemeinsam wollen wir klare Krisenszenarien durchdenken und uns vor allem mit Blick auf den Herbst für verschiedene Szenarien gut aufstellen. Sollte in den Herbstmonaten eine weitere Infektionswelle starten, wollen wir gut vorbereitet sein", umschreibt Landesrätin Deeg den Zweck des Ausschusses. In der Krisenzeit habe sich zwar ein gutes und dichtes Netzwerk gebildet, dieses wolle man nun aber fortsetzen und weiterdenken. "Viele Aspekte konnten gut abgedeckt werden, andere gerieten jedoch in den Hintergrund. Im Monitoringausschuss Soziales wollen wir diese mitaufnehmen: Unter anderem ist nun auch die emotionale, psychologische Seite im Ausschuss vertreten“, berichtet die Landesrätin. Den Arbeitsfokus legt der Ausschuss auf die Seniorenwohnheimen ebenso wie auf die stationären und teilstationären Dienste für Menschen mit Behinderungen, mit psychischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen. "Wir wollen gut vorbereitet sein und Menschen gut durch eine eventuelle nächste Phase begleiten. Darum müssen wir bereits heute an die möglichen Entwicklungen in den nächsten Monaten denken und entsprechend handeln", unterstreicht Soziallandesrätin Deeg.

LPA/ck

Wer im Zuge der Coronakrise innovative Produkte, Technologien und Dienstleistungen entwickelt hat, kann sich jetzt für den Euregio-Innovationspreis bewerben. Die Einreichfrist läuft bis 30. Juli.

Dass die Coronakrise nicht nur Probleme, sondern auch Entwicklungschancen mit sich gebracht hat, will der Euregio-Innovationspreis 2020 aufzeigen. Bewerben können sich Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Einzelpersonen, die Produkte, Technologien oder Dienstleistungen in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino erfunden oder konzipiert haben. Sie alle sind eingeladen, ihre Unterlagen bis zum 30. Julieinzureichen.

Laut Euregio-Präsident, Tirols Landeshauptmann Günther Platterbestätigt der ausgeschriebene Preis einmal mehr: "Die Euregio setzt gezielt auf Forschung und Innovation. Mit diesem Preis holen wir Menschen mit hervorragenden Projekten vor den Vorhang und unterstützen sie bei der Umsetzung. Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen." Das hofft auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher: „Wir haben wiederholt gesehen, dass Menschen aus allen drei Ländern immer wieder kreative Ideen haben. Ich wünsche mir viele wertvolle Impulse, die einen spannenden Wettbewerb garantieren und den Weg unserer Europaregion aus der Coronakrise stärken."

Bereits zum dritten Mal loben die Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino den Preis aus. Alle Finalistinnen und Finalisten sind dann im Rahmen der Tiroltage des Europäischen Forums Alpbach vom 20. bis 23. August 2020 eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen und sich mit renommierten Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und Politik auszutauschen. Eine Jury unter der Leitung von Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding GmbH, wählt die besten Projekte aus.

Die Teilnehmenden sollten entweder aus der Europaregion stammen oder in einem Unternehmen, einer Universität, Hochschule oder Forschungseinrichtung in der Euregio tätig sein. Die ersten drei Preise umfassen ein gemeinsames Coaching der Standortagenturen im Wert von 5000 Euro pro Gewinner, zusätzlich wird ein Betrag von 5000 bis 1000 Euro als Preisgeld ausbezahlt.

Detaillierte Informationen auf der Internetseite der Europaregion

LPA/gst

Wie der Unterricht im kommenden Schuljahr gestaltet wird, darauf haben sich Staat und Regionen geeinigt. Südtirol will seine autonomen Befugnisse ausschöpfen und so viel Regelbetrieb wie möglich.

Wie die Schule in Italien im Bildungsjahr 2020/21 arbeiten wird und in welcher Form der Unterricht stattfinden soll, legt der staatliche Schulplan (Piano scuola) fest. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus kommt dem schulischen Neustart im Herbst besondere Aufmerksamkeit zu. Über den Planentwurf für das kommende Schuljahr haben heute (26. Juni) die Vertreter der Regionen und autonomen Provinzen im Rahmen der Staat-Regionen-Gemeinden-Konferenz (Conferenza Unificata) befunden, die am Nachmittag als Videokonferenz stattgefunden hat.

Für Regelunterricht ohne Maske

"Wir sind mit der Marschroute des Staates grundsätzlich einverstanden", erklärt dazu Landeshauptmann Arno Kompatscher, "wollen aber unsere autonomen Spielräume nutzen." So wird Südtirols Schule an ihrem Südtiroler Schulkalender festhalten: Kindergarten und Schule werden am 7. September beginnen. Landeshauptmann Kompatscher sprach sich heute in der Konferenz mit den Vertretern der anderen italienischen Regionen und mit der Regierung für "einen Regelbetrieb ohne Maske" aus. Vereinbart wurde, dass die Entscheidung aufgrund der epidemiologischen Situation Ende August getroffen werde. Die angepeilte Verlagerung von Unterricht auf den Samstag wurde zu einer "Kann"-Bestimmung umformuliert. 

Soziale Kontakte ermöglichen

Auch der italienische Landeshauptmannstellvertreter und Schullandesrat Giuliano Vettorato, der sowohl gestern als auch heute an den Staat-Regionen-Konferenzen teilgenommen hat, verweist auf den vereinbarten Unterrichtsbeginn in Südtirol: "Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Schule in Südtirol am 7. September wieder mit dem Unterricht beginnt und das der Unterricht in Anwesenheit erfolgt, in der Hoffnung, dass es nicht zu einer neuen Ansteckungswelle kommt." Landesrat Vettorato ist überzeugt, dass "unsere Kinder und Jugendlichen den persönlichen Austausch und die sozialen Kontakte mit den Lehrpersonen und den Klassenkameraden brauchen". Zudem unterstreicht der Landesrat, dass die Vertreter des Landes Südtirol in den vergangenen Tagen "intensiv mit den anderen Regionen zusammengearbeitet haben, damit der Plan so weit wie möglich den Bildungsbedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler entspricht". 

Konzept mit drei Szenarien

"Wir müssen das Recht auf Bildung für unsere Kinder und Jugendlichen unter allen Umständen gewährleisten", sagt auch Landesrat Philipp Achammer. "Selbstverständlich ist es daher unser Wunsch, im Herbst mit einem Regelbetrieb in Kindergärten und Schulen zu starten mit nur wenigen Einschränkungen. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Konzept mit drei verschiedenen Szenarien ausgearbeitet. Schließlich müssen wir auf alles vorbereitet sein." 

Recht auf Bildung gewährleisten

Der ladinische Landesrat Daniel Alfreider unterstreicht, dass auch im ladinischen Bildungssystem bereits die Vorbereitung für den Start des neuen Schuljahres 2020/21 in vollem Gange sind. "Unser Ziel ist es, dass im September der reguläre Präsenzunterricht wieder stattfinden kann. Dafür erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten die notwendigen Sicherheitsbestimmungen. Bildung ist ein grundlegendes Recht aller Schüler und Schülerinnen, und es ist unsere Aufgabe, dieses Recht soweit es nur möglich ist, zu garantieren."

LPA/jw

Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West nimmt in diesen Tagen die Arbeiten an Sperren und Ablenkdämmen im Zaytalbach in Sulden wieder auf.

Die Wassergefahr in der Gemeinde Stilfs war im Rahmen des EU-Projektes "flussaufwärts Suldenbach" untersucht worden, unter anderem auch am Schwemmkegel des Zaytalbaches in Sulden. Dabei wurde erkannt, berichtet der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger, dass sich mehrere Gebäude - darunter auch ein großes Hotel - in Zonen mit hoher und sehr hoher Gefahr durch Hochwasser und Murgänge befinden. Deshalb wurden Maßnahmen ausgearbeitet, um die Sicherheit für die Siedlungsbereiche zu verbessern.

Im vergangenen Jahr begannen die Arbeiten zur Erhöhung des Hochwasserschutzes. In dieser Woche werden die Arbeiten nun fortgesetzt, coronabedingt etwas später als geplant.

Gearbeitet wird bis Ende Oktober

Das Projekt, berichtet Bauleiter Julius Staffler vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West, sieht die Errichtung von acht Wildbachsperren im mittleren Bereich des Schwemmkegels und von Ablenkdämmen vor. Die Abflusssektion wird vergrößert und das Bachbett tiefer gelegt, um die Sicherheit für die Gebäude zu verbessern. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Oktober andauern.

In das erste Baulos wird eine Million Euro investiert, es wird im Rahmen der Achse 4 "Sicherer Lebensraum" des operationellen Programms "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" EFRE 2014-2020 kofinanziert.

Landschaftsbild besonders im Blick

Die Maßnahmen wurden noch vom ehemaligen Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West Mauro Spagnolo projektiert. Sie werden von der Agentur für Bevölkerungsschutz in Eigenregie von einem Bautrupp mit Vorarbeiter Hansjörg Stricker ausgeführt.

Besonderes Augenmerk wird bei diesem Projekt auch auf die Erhaltung des Landschaftsbildes gelegt, da sich die Baustelle im Nationalpark Stilfserjoch befindet. Durch umfangreiche Geländemodellierungen, Bepflanzungen und Begrünungen sollen die Schutzbauwerke aus Stahlbeton und Steinen bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung kaum noch sichtbar sein.

LPA/mac

Durch die neue Verordnung von Landeshauptmann Kompatscher gibt es weitere Lockerungen. Betroffen davon sind u.a. der Pferderennplatz Meran und die Schutzhütten.

Landeshauptmann Arno Kompatscher hat heute (26. Juni) am Nachmittag die 32. Verordnung dieses Jahres unterzeichnet. In der "Dringlichkeitsmaßnahme bei Gefahr im Verzug des Landeshauptmannes Nr. 32/2020 vom 26.06.2020" werden unterschiedliche Lockerungen festgehalten, die mit der heutigen Veröffentlichung auf der Neustart-Website des Landes gültig sind.

Ab morgen, 27. Juni können die Rennveranstaltungen am Pferderennplatz von Meran wieder mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Dabei müssen die Regelungen des operativen Protokolls, das der Verordnung als Anlage beigefügt ist, eingehalten werden. Im Hinblick auf den Restaurantbetrieb müssen auch am Pferderennplatz die im Landesgesetz Nr. 4/2020 festgelegten Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Eine weitere Lockerung betrifft die Schutzhütten. Den Betreibern ist es ab sofort gestattet mit einem Hubschrauber Container zur Hütte zu transportieren. Diese müssen dann in unmittelbarer Nähe der Schutzhütte aufgestellt werden und dürfen nicht für Bettenplätze verwendet werden. Diese Maßnahme gilt lediglich für die Sommersaison 2020, innerhalb 31. Oktober sind die Container wieder zu entfernen und der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen. 

LPA/fgo/ck

Rechtzeitig zum Inkrafttreten des Landesgesetzes Raum und Landschaft am 1. Juli sind alle Bauleitpläne und Landschaftspläne zusammengeführt.

Begonnen hat die kartographische Erfassung von Südtirols Flächen analog: Mit Hand und technischen Hilfsmitteln wurden bis in die 1990er Jahre sämtliche Daten für die Raumplanung - Siedlungen, Landschaften, Infrastrukturen und vieles andere mehr - Gemeinde für Gemeinde aufgezeichnet.

Die Digitalisierung erfolgte im Laufe der 1990er Jahre. Doch die unterschiedlichen Informationen wurden in verschiedene Pläne eingetragen: Bauleitpläne – die seit 1972 für alle Gemeinden verpflichtend geführt werden – wurden in eine Karte eingetragen. Landschaft, Schutzgebiete und alle Flächen außerhalb des Siedlungsgebietes wurden in den Landschaftsplänen festgehalten.

Nun sind erstmals alle Daten in einem einzigen digitalen Plan zusammengeführt: dem NewPlan. "Das ist eine wichtige Grundlagenarbeit, die genau zum richtigen Zeitpunkt abgeschlossen worden ist", sagt die für die Kartographie zuständige Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer. Denn mit dem neuen Landesgesetz Raum und Landschaft, das am 1. Juli in Kraft tritt, gilt mit NewPlan erstmals ein digitaler Karteninhalt in Südtirols Raumordnung als rechtlich verbindlich. Bis Ende Juni ist noch die analog festgehaltene Information über die Flächen ausschlaggebend.

Für alle online zugänglich

NewPlanMaps ist eine technische Karte mit Informationen aus der gesamten Landesplanung, aus den Gemeindeverwaltungen, aus der Landschaftsplanung und aus dem Landschaftsschutz. User können verschiedene Informationen herausfiltern. Zur besseren Orientierung am Bildschirm können die Daten auf Wunsch bei der Ansicht auch mit Orthofotos, aktuellen Luftaufnahmen, unterlegt werden. NewPlanMaps ist ein etwas vereinfachtes, dafür für alle Bürgerinnen und Bürger online zugängliches System.

"Wir haben Gemeinde für Gemeinde eingearbeitet", erklärt Kartograph Giorgio Zanvettor, Leiter des Landschafts- und Rauminformationssystems LARIS. Beim Übertragen wurden die Daten zugleich auch aktualisiert: Nicht immer waren die Informationen aus den getrennt geführten Planungsinstrumenten deckungsgleich. Entscheidend war dabei die Überprüfung, welches die aktuellste Bestimmung war. "Deshalb handelt es sich nicht um ein einfaches Zusammenlegen, sondern tatsächlich um die Harmonisierung der Pläne", sagt Kartograph Zanvettor. "In der Kartographie gilt: Je öfter man in verschiedene Pläne eine Information eintragen muss, desto höher ist die Fehleranfälligkeit."

Ständig aktualisierte Informationen

NewPlan wird zudem ständig aktualisiert. Alle Gemeinden erhalten ihren Zugang zum System, um ihre neu beschlossenen Informationen einzutragen. "Dabei haben wir den Eingabe-Editor so gestaltet, dass fehlerhafte Einträge sofort markiert und damit erkannt werden", so Zanvettor. Die Schaltstelle aber bleibt das Landschafts- und Rauminformationssystem LARIS in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung: NewPlan zeigt den Kartographen dort etwaige Änderungen an, die Gemeinde informiert, wann genau die jeweilige Änderung in Kraft tritt. Ab dann ist die neue Information für alle in NewPlan ersichtlich.

LPA/jk

Ein gültiger Fahrschein ist Voraussetzung für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Auf diese Pflicht weist Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider alle Fahrgäste hin.

Auch in der Zeit des Lockdowns und der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wurde der öffentliche Personentransport, wenn auch in verringerter Form, ununterbrochen gewährleistet.

Im März und April war wegen der hohen Ansteckungsgefahr das Entwerten der Fahrscheine nicht verpflichtend und es gab entsprechende Hinweise für die Fahrgäste. Inzwischen hat sich die Situation geändert und die Fahrkarten müssen seit einigen Wochen wieder entwertet werden.

Fahrkarten müssen regulär entwertet werden

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider sagt: "Die Verkehrsdienste in Südtirol werden nun zu 100 Prozent garantiert, mit allen dafür notwendigen Kosten. Da aber in den vergangenen Wochen nur ein Bruchteil der Fahrgäste regulär ihr Fahrticket entwertet hat, fallen die zusätzlichen Kosten durch das Schwarzfahren auf die öffentliche Hand und somit auf alle Bürger zurück." Der Landesrat fordert deswegen alle Fahrgäste auf, sei es Touristen als auch Pendler und Ausflügler, jede Fahrt nur mit einem gültigen Fahrschein zu machen. "Nur so wird es möglich, langfristig die Standards des öffentlichen Nahverkehrs in Südtirol zu optimieren. Jedes gültige Ticket ist nämlich auch eine Investition in neue und moderne Verkehrsmittel und ermöglicht den Ausbau des Angebots", erklärt Alfreider.

Südtirol-Pass nutzen bringt Vorteile

Bürger und Bürgerinnen sind auch angehalten, keine Fahrkarten in den Überlandbussen zu kaufen, sondern den Südtirol-Pass zu benützen. Jeder kann jetzt die Möglichkeit nutzen, den Südtirol-Pass anzufordern. Die Abo-Spesen für den Südtirol-Pass sind außerdem steuerlich absetzbar. In den nächsten Wochen werden auch wieder verstärktFahrscheinkontrollen stattfinden.

Zum Schutz der Fahrgäste und zum Schutz der Fahrer erinnert das Mobilitätsressort daran, dass das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes während der Fahrt für alle Pflicht ist.

LPA/rc/san

Um innovative Start-up-Unternehmen bei der Überbrückung coronabedingter Liquiditätsengpässe zu unterstützen, hat die Landesregierung zeitbefristete Hilfsmaßnahmen beschlossen.

Das Land Südtirol unterstützt innovative Start-up-Unternehmenim 
im Rahmen seiner Forschungs- und Innovationsförderung über das Landesgesetz Nr. 14 aus dem Jahr 2006.

"Um diesen meist kleinen, aber sehr innovativen Unternehmen mit besonderen Geschäftsideen dabei zu helfen, finanzielle Engpässe in Folge der Corona-Krise zu überwinden, haben wir gestern Sondermaßnahmen beschlossen", berichtet Landeshauptmann Arno Kompatscher. Der Landeshauptmann hat gestern (23. Juni) in der Landesregierung die Beschlussvorlage eingebracht, mit dem die entsprechenden Anwendungsrichtlinien abgeändert werden, um für Start-ups eine zeitlich beschränkte Mietbeihilfe vorzusehen.
 
Mietkostenbeihilfe von bis zu hundert Prozent
 
Demnach können Start-ups mit Produktionseinheit in Südtirol für die Zeit vom 1. April bis zum 30. September 2020 beim Land um eine Mietkostenbeihilfe von bis zu hundert Prozent ansuchen. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen in der Handelskammer in der Sondersektion als innovative Start-up eingetragen ist, unabhängig davon in welcher Form es gegründet wurde. 
 
Die Anträge um Mietkostenbeihilfe können bis zum 15. Okotber 2020 auf elektronischem Weg an das Landesamt für Technologie und Innovation gerichtet werden. Weitere Informationen dazu finden sich auf den Landeswebseiten zur Innovation.
 

LPA/jw

Mit der gestern beschlossenen Änderung des Dienstleistungsvertrags des Landes mit der Südtiroler Einzugsdienste AG werden auch in Südtirol die Eintreibungsquoten gesenkt.

Seit sechs Jahren hebt die Gesellschaft Südtiroler Einzugsdienste AG für die Landesverwaltung und für andere öffentliche Körperschaften Gebühren und Strafen ein. Die Gesellschaft, an der das Land zu zwei Dritteln beteiligt ist, wurde gemeinsam mit dem Gemeindenverband im Sommer 2013 gegründet. Über dreijährige Dienstleistungsverträge wird die Einzugsdienste AG beauftragt, für Land, Gemeinden und öffentliche Körperschaften örtliche Gebühren einzuziehen. Gestern (23. Juni) hat die Landesregierung auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher beschlossen, den geltenden Dienstleistungsvertrag für den Jahreszeitraum 2020 bis 2022 zu ändern und zu ergänzen. Gleichzeitig hat sie den Landeshauptmann als für Finanzen zuständigen Landesrat zur Unterzeichnung der entsprechenden Vereinbarung ermächtigt.

"Mit diesen Änderungen tragen wir den Vorgaben des staatlichen Haushaltsrahmengesetzes 2020 Rechnung, das die Zwangseintreibung wesentlich ändert und die Eintreibungsquote senkt, die den Schuldnerin in Rechnung gestellt wird", erklärt Landeshauptmann Kompatscher. Neue Berechnungsmodi sollen gewährleisten, dass der Landesverwaltung dadurch keine Mehrkosten entstehen. Zudem beauftragt das Land die Einzugsdienste AG über den ergänzten Dienstleistungsvertrag mit der Durchführung verfahrensinterner Aktivitäten zur Einhebung von Verwaltungsstrafen, wofür es 7500 Euro bereitstellt. 

LPA/jw

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