Werbung

VinschgerWind

Rom-Infos ins Tal

s8 017Von Albrecht Plangger - Die neue Regierung steht. Es hat lange gedauert. Als Ministerpräsidenten haben wir jetzt wieder einen „Professore“. So hat es sich bei der Regierungserklärung und der Debatte zur Vertrauensabstimmung auch angehört. Ich habe alles eher „schulmeisterhaft“ empfunden und mich als Student auf der Universität gefühlt. Persönlich habe ich kein gutes Gefühl. Diese Zusammenarbeit wird wohl nicht lange dauern, aber vielleicht lange genug, um das Wahlgesetz zu ändern oder zu kurz, um die 6er und 12er Kommission wieder arbeiten zu lassen. Der neue Verkehrs - oder Infrastruktur-Minister Toninelli ist aus meiner Sicht für Südtirol sicher das größte Problem. Ich habe ihn als „capoguppo“ der 5 Sterne Bewegung fünf Jahre in der Verfassungskommission erlebt. Er war „abgehoben“ und hat bisher jegliche Südtiroler Sonderregelung bei Wahlgesetz oder bei der Frage ob die Förster Carabinieri werden sollten massiv bekämpft. Dieser Mann hat nun das Schicksal der Brennerautobahn in der Hand und wird letztendlich entscheiden, ob die Länder Südtirol und Trentino bei der Autobahn das „Sagen“ haben oder wieder vermehrt der Staat bzw. die ANAS. Die Verlängerung der Autobahn-Konzession ist noch nicht gemacht und ich fürchte, daß es jetzt schwer werden wird. Auch bei anderen 5 Sterne Ministern habe ich kein gutes Gefühl, anders bei der Lega, deren Leute allesamt große politische Erfahrung aufweisen und unsere Südtiroler Besonderheiten zumindest zur Kenntnis nehmen und akzeptieren, dass nicht alle über  den gleichen Kamm „zu scheren“ sind, sondern man sich bei Südtirol und Trentino immer mit Ausnahmeregelungen befassen werden müsse. Nun werden die Kommissionen besetzt, die Präsidenten gewählt und ab übernächste Woche kann die „gesetzgeberische“ Arbeit endlich beginnen und wir können wieder normal arbeiten.

Wolf und Bär

Die Landesregierung hat am 5. Juni dem von LR Arnold Schuler eingebrachten Gesetzentwurf bezüglich Großer Beutegreifer zum Schutz der Bergwirtschaft zugestimmt. Eine Entnahme, den Fang oder Abschuss einzelner Bären oder Wölfe in bestimmten Ausnahmesituationen kann demnach autonom das Land verfügen - stets im Sinne der staatlichen und europäischen Vorgaben und nach Einholen eines Gutachtens des staatlichen Instituts ISPRA.

Digitale Disruption – Chancen der Digitalisierung

s9sp23 digitalisierungVetzan/Schlanders - Nach zwei Stammtischen in der Schlandersburg und in der Tschenglsburg startet BASIS die neue Veranstaltungsreihe „BASIS Campo“. Man begibt sich aufs Feld, d.h. in die Betriebe, um über konkrete Entwicklungen, Innovationen und Herausforderungen zu informieren und zu diskutieren. Zum Auftakt dieser Veranstaltungsreihe lud Hannes Götsch, der Koordinator von BASIS Vinschgau in das Firmengelände der Zwick GmbH in die Gewerbezone von Vetzan. Patrick Wegmann, der Gesellschafter und Vertriebsleiter stellte den Betrieb vor und berichtete über die Erfahrungen seines Unternehmens mit der Digitalisierung. Anschließend referierte Kurt Matzler, Professor für Strategisches Management in Innsbruck und Wirtschaftswissenschaften in Bozen über Digitale Disruption. Matzler hat zusammen mit anderen Autoren auch ein Buch zu diesem Thema geschrieben. Disruption ist ein viel zitierter Begriff. Gemeint ist damit die Veränderung bzw. Verdrängung von Betrieben und Technologien durch neue Unternehmen und technische Innovationen. Das hat es im Laufe der Geschichte schon öfters gegeben. Das Auto hat die Pferdekutschen verdrängt, durch das Internet und Wikipedia hat das Universallexikon Brockhaus seine Existenz verloren. Durch die Digitalisierung stehen wir vor einer neuen Revolution und weitreichenden Veränderungen. Matzler meint, dass möglicherweise bis zu 40% der heutigen Unternehmen verschwinden werden. Neben neuen Technologien werden auch neue Geschäftsmodelle entstehen. Das Internet der Dinge, Big Data und die Künstliche Intelligenz sind drei neue Entwicklungen, die Auswirkungen auf alle Bereiche haben werden. Neue Produkte, neue Prozesse und neue Geschäftsmodelle werden entstehen. Man rechnet damit, dass bis zum Jahre 2020 insgesamt 50 Milliarden Dinge digital miteinander verbunden sind. Die Großen Daten sind die neuen Rohstoffe für neue Geschäfte. Für die Betriebe sind das große Herausforderungen mit neuen Gefahren, aber auch mit neuen Chancen. Beides müssen die Betriebe erkennen, meinte Matzler. (hzg)

Wandern und Biken

s8 Ortsversammlung LatschLatsch – Kürzlich fand im Hotel „Bamboo“ in Goldrain die Jahresversammlung der Ortsgruppe Latsch des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt. Die Stimmung war optimistisch, unter anderem aufgrund des ausgebauten Angebots zum Wander- und Bikegebiet.

HGV-Ortsversammlung in Latsch: Schnellere Internetverbindung notwendig: Ortsobmann Thomas Rinner ging in seinem Tätigkeitsbericht unter anderem auch auf die Wichtigkeit der Erreichbarkeit für den Tourismus ein.

Grenzüberschreitender Fahrplan

s10 8436Imst/Scuol/Schlanders

von Ludwig Fabi

In Imst wurde kürzlich eine Sitzung des INTERREG-Rates Terra Raetica von dessen Mitgliedern aus den Einzugsgebieten Vinschgau, Unterengadin/Val Müstair und Landeck/Imst abgehalten. Dabei wurde über den aktuellen Stand der vielfältigen grenzüberschreitenden Aktivitäten in der Terra Raetica berichtet und neue Projekte beschlossen.

Aktuelle Seite: Start Wirtschaft