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VinschgerWind

Rom-Infos ins Tal

s8 017Von Albrecht Plangger - In Rom ist uns kurzzeitig – schon nach wenigen Monaten – die Gesetzgebungsarbeit ausgegangen.
Die Regierung kündigt dauernd Maßnahmen an, aber es kommen keine konkrete Gesetzesvorschläge in die Parlamentskommissionen. Um nicht das Parlament für eine Woche zu schließen, hat man jetzt einen Begehrensantrag der Kollegin Biancofiore zur doppelten Staatsbürgerschaft für die deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler und zu „Rom als Hauptstadt“ ausgegraben und auf die Tagesordnung gesetzt. Die Medien sind seit Tagen voll mit Horrormeldungen zur doppelten Staatsbürgerschaft und in Rom glaubt jeder Zweite, man wolle jetzt wirklich die Staatsgrenzen zwischen Österreich und Italien wieder um 100 Jahre zurückverlegen. Die Reaktion im Parlament bei der Generaldebatte war aber ganz eine andere. 50 Abgeordnete im Saal, 3 von Forza Italia aber ohne die Einbringerin Biancofiore, die den Antrag von einem „gemäßigten Kollegen“ vortragen ließ. Weiters waren 10 Abgeordnete von Fratelli D´Italia anwesend, die für „prima gli italiani“ geworben haben und deren Hauptredner bedauernswerter Weise der Belluner Bürgermeisternachbar in Colalzo di Cadore war. Dieser hat ordentlich „geschossen“ und der Applaus seiner „fratelli“ war groß. Er wird sich aber sicherlich „schämen“, wenn er das nächste Mal über den Kreuzbergpass nach Sexten oder über Cortina d´Ampezzo nach Toblach oder Innichen kommt. Nach seiner Rede hat er mir nicht mehr in die Augen geschaut, obwohl wir gelegentlich auch einige Worte wechseln. Die Pustertaler Amtskollegen haben wir über diese „Auswüchse“ informiert und ihnen das Video geschickt, damit sie ihn zur Rede stellen können, wenn er das nächste Mal ins Oberpustertal kommt und über Liftverbindungen in das „Cadore“ bzw. über die Bahnverbindung von Toblach über Cortina nach Colalzo reden will.  Vom PD hat ein Kollege Stellung bezogen aber nichts gesagt und von der 5 Sterne Bewegung und der Lega hat sich frisch gar kein Abgeordneter zu Wort gemeldet. Bei der Abstimmung am Donnerstag haben die Regierungsparteien einen eigenen nichts-sagenden Begehrensantrag hinterlegt. Dieser wurde angenommen und der Antrag von Kollegin Biancofiore wurde mit 369 zu 120 Stimmen versenkt.

Kinderbasar in Taufers

s8 14564727909201 kinderbasarTaufers i. M. - Am Samstag, den 6. Oktober 2018 findet wiederum ein Kinderbasar für den guten Zweck statt und zwar von 9.30 bis 13.30 Uhr. Gebrauchte Kinderkleider, Sport- und Spielsachen wechseln ihre Besitzer. Der Reinerlös geht diesmal an „Herzensbilder Ch“ – ein Verein, der schwerkranken und behinderten Kindern kostenlose Fotoshootings  schenkt.. Profifotografen besuchen sie und machen ihnen mit Fotos Freude.

Projekt „La Sassa“ einen Schritt weiter

s9 TschiervMüstair/Chur - Die Gemeinde Val Müstair hat am Freitag, den 17. September, dem Projekt «La Sassa» an der Gemeindeversammlung mit überwältigendem Mehr ihren Segen erteilt. Von 127 Stimmberechtigten stimmten 125 mit «ja» bei zwei Enthaltungen. Die Stimmbürger verhalten sich konsequent, denn vor knapp zwei Jahren wurden die ersten Weichen in der Gemeindenversammlung Val Müstair gestellt (Vinschgerwind 23/2016): Man hat damals mehreren Teilprojekten grünes Licht gegeben, die nur Sinn ergeben, wenn sie allesamt verwirklicht werden: ein neuer Zubringerlift von Tschierv ins Skigebeit Minschuns, eine Beschneiungsanlage und ein von der Domenig-Immobiliengruppe geplantes Ressort „La Sassa“ in Tschierv.  
Roman Pitsch, Projektleiter für Domenig Immobilien ist sehr glücklich über das eindeutige Resultat: «Dass die Abstimmung so ausgeprägt positiv ausgefallen ist, freut das gesamte Projektteam enorm. Wir sind den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern sehr dankbar für ihr Vertrauen, das uns gleichermaßen verpflichtet, weiterhin am eingeschlagenen Weg festzuhalten.» Auch
Thomas Domenig sen. ist begeistert: «Ein so eindeutiges Resultat habe ich in meiner gesamten Karriere noch nicht erlebt. Jetzt können wir das Projekt mit Volldampf vorantreiben», ist einer Aussendung zu entnehmen.
Eines der wichtigsten Ziele des Projekts «La Sassa» ist es, warme Betten zu schaffen und damit für eine nachhaltige Entwicklung des ganzjährigen Tourismus zu sorgen. Die Gebäude werden nach Minergie-Standard erstellt und die Anpassung der Verkehrsführung trägt zur Verkehrsberuhigung bei. Dank dem Bau der Gondelbahn wird der Autoverkehr in Richtung Alp da Munt beseitigt. Schliesslich wird die Alp da Munt in Zukunft nicht mehr mit dem Auto erreicht, sondern mit der an die natürlichen Gegebenheiten angepassten Gondelbahn.
Das Ferienresort wird durch die Domenig Immobilien AG aus Chur geplant, finanziert und gebaut. Für die Gondelbahn und Beschneiung werden die Sportanlagen AG Val Müstair verantwortlich zeichnen.
Über die weiteren Schritte sagt Projektleiter Roman Pitsch dem „Vinschgerwind“: „Anfangs Oktober reichen wir das Baugesuch bei der Gemeinde Val Müstair ein. Parallel zum Bewilligungsverfahren führen wir die Submissionen und deren Vergaben der Fachplaner durch. Diese brauchen wir für die Koordinationsplanung aller Gewerke.  Die Baubewilligung wird im Februar 2019 erwartet.“
Damit ist „La Sassa“ einen entscheidenden Schritt weiter und der „Systemrelevanz“ aller Maßnahmen einen Schritt näher gekommen. (eb)

Lückenschluss

s8 bahnentwGraun - Der Schweizer Ingenieur und als Bahnfachmann bekannte Paul Stopper hat beim Treffen der Südtiroler Landesregierung mit Vertretern der Regierung des Kantons Graubünden in Mauls am 7. September und dann am 13. September anlässlich der Schlanderser Gespräche in Reschen eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie vorgestellt.

von Erwin Bernhart

Paul Stopper ist in seiner Analyse klar: „Die Alpenregion «Terra Raetica» hat das Potential, um mit Eisenbahnen besser erschlossen zu werden.

Werbespesen - Steuerbonus: Bis zum 22. Oktober kann angesucht werden

s10 newspapers 3488857Vinschgau/Wirtschaftinformation - Mit Art. 57bis des Gesetzesdekretes 50/2017 wurde ein Steuerguthaben für Werbespesen eingeführt: Für Ausgaben für Werbung in Zeitungen, Zeitschriften sowie in lokalen Radio- und Fernsehstationen wird ein Steuerbonus der gegenüber dem Vorjahr getragenen Werbespesen für Kleinunternehmen in Höhe von 75% gewährt.

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