VinschgerWind

Meyerhoff kommt nach Schlanders

s8 MeyerhoffDer Franz-Tumler-Literaturpreisträger von 2011 Joachim Meyerhoff kommt am Dienstag, 6. März um 20 Uhr zu einer Lesung ins Kulturhaus „Karl Schönherr“ nach Schlanders. Meyerhoff - Autor und Burgschauspieler - liest aus seinem neuesten Buch „Die  Zweisamkeite der Einzelgänger“, mit dem er einmal mehr auf der Spiegel-Bestsellerliste landete. Karten gibt es im Südtiroler Kulturinstitut (Tel. 0471-313800) und bei Athesia-Ticket.

Frischer Wind in den Segeln der Viva Latsch

s8 Viva Latsch 4CLatsch - Nach einem turbulenten Jahresende hat die Viva Latsch einen neuen Verwaltungsrat und einen neuen Geschäftsführer. Mit Jahresanfang übernahm Anneliese Aufderklamm die Position der Präsidentin der gemeindeeigenen Struktur, die die Sportanlagen in Latsch verwaltet. Als Verwaltungsräte an ihrer Seite wurden Roman Schwienbacher und Dolores Stecher bestätigt. Mit Martin Stricker wurde auch die Geschäftsführung neu besetzt.     
Wie in der Ausgabe 22-17 berichtet, gab der ehemalige Präsident der Viva Latsch Sepp Kofler im November seinen Rücktritt bekannt. Mit ihm gingen auch die damaligen Verwaltungsräte Roman Schwienbacher und Anneliese Aufderklamm. Mit Jahresende kündigte Patrick Holzknecht seine Position als Direktor. „Wir haben zuerst den Rücktritt eingereicht, haben dann aber gesehen, dass es für den Betrieb sehr schwierig wird. Deshalb haben wir beschlossen, trotzdem weiterzumachen, weil uns wirklich viel daran liegt, dass die Viva Latsch gut geführt wird“, so Aufderklamm in einem Gespräch mit dem Vinschgerwind. „Für den Sport, egal ob Hockey, Fußball, Leichtathletik oder Schulsport, sind diese Anlagen einfach wichtig. Unser Anliegen ist es, sie bestmöglich zu führen und auch mit den Vereinen gut zusammenzuarbeiten“, berichtet Schwienbacher, der seit 9 Jahren im Verwaltungsrat sitzt. Frischen Wind bringen Dolores Stecher, die ehemalige Sportvereins-Präsidentin und der neue Geschäftsführer Martin Stricker. Bei der Neubesetzung der Geschäftsführung hat der Verwaltungsrat ein gutes Gefühl. Der gebürtige Marteller, der aktuell noch in Samnaun tätig ist, wird die Stelle mit 1. Mai offiziell einnehmen.     Im Gespräch mit dem Vinschgerwind betont Aufderklamm die Bedeutung der Viva Latsch für die Latscher Bevölkerung. „Sport fördert den Charakter. Es geht hier aber nicht nur um den sportlichen Aspekt, sondern auch um den sozialen und den gesundheitlichen Aspekt.“ Der Verwaltungsrat zeigt sich zuversichtlich, dass auch die vakanten Stellen für Sekretariat und BademeisterIn gut besetzt werden können. (cg)

Aufwertung des Skikarussells genehmigt

s8 suldenSulden/Bozen - Mit der Initiative „Ortler Ronda“ möchte die antragstellende Liftgesellschaft „Seilbahnen Sulden GmbH“ eine skitechnische Verbindung zwischen den einzelnen Gebieten Madritsch, Kanzel und Langenstein erreichen. Dazu schlägt sie die Errichtung einer Aufstiegsanlage ausgehend von der Bergstation Langenstein auf den Hintergratkopf sowie die Errichtung einer Skipiste, die an die gegenwärtige Talabfahrt „Madritschjoch II“ anknüpft, vor.
Dieser ergänzende Eingriff wurde am 6. Februar von der Landesregierung mit den Auflagen des Umweltbeirates genehmigt. „Das Vorhaben, bestehend aus einer Pendelbahn und einer Skipiste, zielt darauf ab, die Verbindung zwischen den einzelnen Skipisten und Aufstiegsanlagen wesentlich zu verbessern“, unterstreicht Landesrat Richard Theiner, der den Beschluss eingebracht hat. Das Projekt überzeuge sowohl unter skitechnischen als auch unter sozioökonomischen Gesichtspunkten, denn es könne dem lokalen Tourismus neue Impulse geben, so Theiner, der darauf verweist, dass gegen das Vorhaben keine Einwände und keine negativen Stellungnahmen eingegangen sind.
Gleichzeitig stellt das Projekt „Ortler Ronda“ die Weichen für eine Verkehrsberuhigung des Dorfes Sulden. Der Antragsteller Seilbahnen Sulden GmbH verpflichtet sich nämlich, einen partizipativen Prozess in die Wege zu leiten, der innerhalb 2020 zur Entwicklung eines Mobilitätsplans für Sulden führt. Dabei sollen Vertreter der Gemeinde, der Liftgesellschaft, der Bevölkerung, des Nationalparks Stilfserjoch und der Landesabteilung Mobilität mitwirken. Die erste Sitzung ist innerhalb von drei Monaten nach Genehmigung des ergänzenden Eingriffs anzusetzen.
Die Gemeinde Stilfs hatte das Projekt „Ortler Ronda“ bereits im Juli 2016 per Ratsbeschluss genehmigt. Es folgte im November 2017 das positive Gutachten des Umweltbeirates mit Auflagen. Auch das Vorgutachten des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch vom Jänner 2018 fiel positiv aus. Nicht zuletzt müssen auf Projektebene auch die Auflagen gemäß Gutachten des Landesamtes für Wildbach- und Lawinen­verbauung West vom September 2017 berücksichtigt werden.

Jahresversammlung mit Neuwahlen

s8 3807Graun - Daniela Folie ist die Nachfolgerin vom LVH Orts- und Bezirksobmann Erhard Joos. Dieser stand wegen der Mandatsbeschränkung für die Führungsposition nicht mehr zur Verfügung. Dem Ortsauschuss bleibt Joos jedoch erhalten.

von Andreas Waldner

Am Mittwoch 7. Februar trafen sich die Oberländer Handwerker im Kulturhaus in Pedross zur Mitgliederversammlung. Auf der Tagesordnung stand auch die Neuwahl des Ortsausschusses für die nächsten fünf Jahre.

Die RhB geht innovativ und optimistisch in die Zukunft

s11 6083Scuol/Engadin - Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) haben die höchste Nutzungseffizienz der Welt. Über jeden Schienenabschnitt fahren im Schnitt jeden Tag etwa 95 Züge. Diese Tatsache kommt auch der Rhätischen Bahn (RhB) zu Gute. Ihr meterspuriges Schmalspurnetz von 384 km Länge liegt überwiegend im Kanton Graubünden, das in Disentis/Mustèr an das ebenfalls meterspurige Netz der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) anschließt. Der Verwaltungsrat der RhB geht innovativ und optimistisch in die Zukunft. Für insgesamt 361 Millionen Schweizer Franken hat er 2016 insgesamt 36 vierteilige Flügeltriebzüge bei Stadler Rail bestellt. Es handelt sich dabei um die größte Rollmaterialbeschaffung in der Geschichte der RhB. Die Fahrzeuge werden künftig auf den Strecken Chur – Disentis, Landquart – Scuol/Davos/St.Moritz, Scuol - Pontresina und Davos - Filisur eingesetzt. Die Bezeichnung Flügeltriebzüge kommt daher, dass zwei solcher Triebzüge gemeinsam beispielsweise von Landquart nach Klosters-Platz fahren können, sich dort automatisch teilen, wobei ein Teil nach Davos und der andere in Richtung Engadin weiterfährt. Die RhB kann damit künftig ihre Produktivität erhöhen. Der Bahnhof Mals ist mit jenem in Scuol stündlich ab 6:01 Uhr und 19:01 Uhr mit dem Dreiländer-Linienbus der SAD verbunden. Weitere Informationen zu den neuen Zügen: www.rhb.ch/fluegeltriebzuege.

Welchen Namen sollen die Flügeltriebzüge tragen?
Vom Donnerstag 25. Jänner bis 11. Februar 2018 lancierte die RhB unter www.rhb.ch/namensgebung einen Wettbewerb zur Suche eines passenden Namens: Pro Person durfte maximal ein Namensvorschlag eingereicht werden. Unter allen Teilnehmern werden 5 mal 2 Tickets für eine Fahrt mit dem Bernina Express in der ersten Klasse im Wert von je 504 Schweizer Franken verlost. Die RhB wird nun aus den Namensvorschlägen den definitiven Namen der neuen Flügeltriebzüge bestimmen. (aw)

Erster BASIS Stammtisch

s33 BASIS StammtischSchlanders/Bibliothek Schlandersburg - In der Drususkaserne in Schlanders entsteht das Gründer- und Innovationszentrum BASIS. Mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung, mit Landesgeldern und Unterstützung der Gemeinde Schlanders sind BASIS-Projektleiter Hannes Götsch und seine drei MitarbeiterInnen dabei dieses Zentrum aufzubauen. Im Herbst wurde in der Kaserne ein „Praxistag“ organisiert. Dabei wurden Projekte aus Österreich und Deutschland vorgestellt. Beim ersten BASIS Stammtisch in der Bibliothek Schlandersburg wurden bei einem offenen Gespräch aktuelle Fragen geklärt und die Grundidee erläutert.  Anwesend waren recht viele Interessierte, besonders viele Jugendliche, aber auch Unternehmer, Landwirte und Personen aus der Schulwelt. Wie Hannes Götsch ausführte, sollen die Räumlichkeiten in der Kaserne nach dem Umbau bis Herbst des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Dann sollen Werkstätten und Büroräume eingerichtet und damit Raum für Innovation und Kreativität zur Verfügung gestellt werden. Es soll ein Ort der Begegnung und des Austausches werden, wo junge Leute ihre Geschäftsideen umsetzen können und dabei begleitet und unterstützt werden. Aber auch bereits bestehende Betriebe mit innovativen Ideen sollen hier Unterstützung finden. Das Gründer- und Innovationszentrum soll den Standort Vinschgau attraktiv machen, Arbeitsplätze sichern und neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen. In den Räumlichkeiten soll aber auch Platz für Kultur und Bildung, für Experimente und soziale Projekte sein. Es soll die Basis für eine neue Unternehmerkultur geschaffen werden, die auf Kooperation, Kreativität und Innovation aufbaut. Franz Schöpf, der Amtsdirektor des Amtes für Innovation, Forschung und Entwicklung betonte in der Diskussion, dass Schlanders mit diesem Zentrum nicht alleine dasteht, sondern mit dem Südtiroler Technologiepark NOI, anderen Gründerzentren, Universitäten und  Forschungseinrichtungen vernetzt ist, damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nach diesem erfolgreichen ersten Stammtisch wird es in Zukunft weitere Stammtische geben, auch in anderen Orten des Vinschgaus. (hzg)

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