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VinschgerWind

Exerzitientage - Schweigen nach Benedikt

s8 exerzitienzyklus marienbergSchweigen nach Benedikt - Stille, ein kostbares Gut - Exerzitientage mit P. Philipp.Sa - Die, 22. - 25.04.2017, ganztags - Anmeldeschluss 12.04.2017. Nur wer schweigt, kann hören. In der Stille geben wir unseren Gefühlen und
inneren Stimmungen Raum und es entsteht ein Prozess des Erkennens, des Annehmens
und der Wandlung. Zum Abschluss Lichtbildervortrag „gehen-staunen-genießen“ Pilgern auf dem Benediktweg. Tel. 0473 843989; info@marienberg.it

Das Biosfera Weizenbier ist angezapft

s11 6336Müstair - Liebliches Bier aus drei Tonnen Weizen aus dem Val Müstair, in kleinen Mengen handwerklich gebraut in der Bieraria Tschlin - die neueste Biosfera-Köstlichkeit schmeckt und hat Alleinstellungswert. „Das Bier kommt gerade im richtigen Moment, um dem etwas in die Krise geratenen Projekt Biosfera wieder neuen Auftrieb zu geben“, sagt Gemeindepräsident Rico Lamprecht beim „Start up“ des Gerstensaftes im „Hotel Helvetia“ in Müstair.  Erklärtes Ziel der Biosfera, - ein  hochalpines Biosphärenreservat - ist das Zusammenwirken aller Bereiche, von Ökologie, Ökonomie, bis hin zu Kunst, Kultur und Gesellschaft, um den Lebensraum für die Talbevölkerung attraktiv zu erhalten. Dazu gehört auch die Förderung von regionalen Produkten, wie das Weizenbier. „Der Weizenanbau unterstützt die Biodiversität im Tal und hilft die Terrassenlandschaft zu erhalten“, so Lamprecht.  „Mit dem Bier wollen wir eine Emotion, eine Geschichte verkaufen und gleichzeitig für unsere Region werben.“ Das Logo „Biosfera Weizen“ ist auf Flaschen, Gläsern und Bierdeckeln aufgedruckt. Das Weizenbier kann sich bereits über einen ersten Erfolg freuen. Es wurde in das COOP-Sortiment s11 6323aufgenommen. Vier Bauern produzierten 2016 insgesamt sieben Tonnen Weizen (darunter befinden drei Biobauern). Drei Tonnen Weizen kamen daraufhin in eine Mälzerei bei Genf und dann zum Bauen nach Tschlin. Der Hopfen stammt aus der Gegend von Solothurn. „Mit 100 Kilogramm Weizen lassen sich 800 Liter Bier brauen“, erklärt Reto Rauch, der Geschäftsführer der Brauerei Tschlin. Rauch zählt mit Jon Jachen Flura, Rico und Reto Lamprecht zu den treibenden Kräften des Biosfera Weizenbier Projektes.
Nun wird sich zeigen, wie der Gerstensaft ankommt. Die Chancen, dass er Liebhaber findet, stehen gut. Und für Nachschub ist mit weiteren vier Tonnen Weizen aus den Val Müstair gesorgt. (mds)

Miteinander funktioniert’s

s8 8814Naturns/Staben - Mit 566.230 Nächtigungen im Jahr 2016 (ein Plus von 3,5 %), mit durchschnittlich 179 Auslastungstage (in den Hotels sind diese 225), mit im Schnitt 5,4 Aufenthaltstage (6,2 waren es 2006) herrscht in Naturns eine sehr positive Stimmung bei den Tourismustreibenden.

von Erwin Bernhart

Verwendet’s ihr heimische Milchprodukte?

Rom-Info ins Tal

s8 017von Albrecht Plangger - Der neue Ministerpräsident macht seine Arbeit von Tag zu Tag besser. Er hält sich sehr geschickt von den parteiinternen Streitereien fern und hat mittlerweile klargestellt, daß er kein „Lückenfüller“ sein ,sondern das Jahr nutzen will, einige schon vorbereitete und für Italien nützliche Reformen umzusetzen wie z.B. das „Voucher System“, die Strafprozessordnung, Patientenverfügung und vor allem ein gutes Haushaltsgesetz.
Das spürt man auch im Parlament. Der Arbeitsrhythmus hat sich wieder normalisiert. Auch haben die Kollegen wieder die Angst vor vorzeitigen Neuwahlen verloren, sodass man wieder sachliche Kommissionsarbeit nachkommen will. Das neue Natur- und Nationalparkgesetz (ist schon 4 Jahre lang im Parlament unterwegs) wird zu Monatsende in die Kammer kommen und gar einige Neuerungen bringen. Das Gesetz sieht in Zukunft Umweltabgaben (sog. Ökosystemdienst-leistungen) vor, die von Privaten oder Körperschaften als Inhaber von z.B. Wasserkonzessionen, Bergbau – Abbaukonzessionen, Biomassekraftwerke, Stromverteilung geleistet werden müssen. Dies könnte für Südtirol zum Problem werden, wenn der Großteil dieser Gelder (auf Nimmerwiedersehen ) in einen Fond nach Rom fließt und die Parkgemeinden oder die Grundeigentümer im Park oder die lokalen Genossenschaften diese Umweltabgaben zahlen müssen, ihre „Kollegen“ außerhalb des Parks aber befreit sind .Das geht sicher nicht in unseren Kopf hinein. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig für Südtirol die Verfassungsreform gewesen wäre, welche uns in Sachen Umweltschutz eigenständige Kompetenzen gesichert hätte. Behandelt wird auch ein Gesetzesdekret zur öffentlichen Sicherheit ,das unseren Bürgermeistern mehr Spielraum geben wird. Mehr Sicherheit soll aber die neue Form der Zusammenarbeit zwischen Orts-oder Gemeindepolizei mit den staatlichen Sicherheitskräften bringen und die periphären und städtischen Gebiete wieder sicher machen. Klassische Bürgerwehren soll es auch weiterhin nicht geben.

Start für Leader Vinschgau 2014-2020

s10 8875Vinschgau - Der Vinschgau ist bei der Leaderperiode 2014 - 2020 wiederum mit von der Partie - die Talsohle ausgeklammert. Den 1. Aufruf zur Projekteinreichung  hat die lokale Aktionsgruppe (LAG) am 14. März 2017 gestartet. Der neue Koordinator für Verwaltung und Animation steht mit dem Malser Juristen Ludwig Thoma fest.
Der Leader-Topf steht bereit und ist mit insgesamt 5,6 Millionen Euro dotiert - davon sind 3,3 Mio. Euro öffentliches Geld und 2,3 Mio. Euro sollen die Projektwerber dazugeben, also privates Geld.
Bauern, Handwerker, lokale öffentliche Köperschaften wie Fraktionen und Gemeinden, Tourismusvereine, Kulturvereine und Interessentschaften und die Gastronomie sind aufgerufen, Projekte einzureichen.  Die Ziele sind mit dem lokalen Entwicklungsplan klar vorgegeben.
Wer von den Projektwerbern eine Idee hat, solle diese zuerst mit dem Koordinator Ludwig Thoma besprechen, um feststellen zu können, ob die Projektidee den vorgegebenen Kriterien entsprechen könnte. Erst dann wird das Projekt detaillierter formuliert, um es so der Lokalen Aktionsgruppe zu einer ersten Genehmigung vorlegen zu können. Bis zum 30. Juni 2017 sollen die Projekte vorliegen. Dann werden diese in den zuständigen Ämtern in Bozen nochmals geprüft und erst nach endgültiger Genehmgung erfolgt die Umsetzungsphase.
In den nächsten 4 Jahren wolle man 4 Aufrufe starten, sagte der Vorsitzende der lokalen Aktionsgruppe Vinschgau Andreas Tappeiner. In der ersten Phase könnten 25 bis 50 Prozent des Gesamtbudgets vergeben werden. Die Frage des Malser Fraktionspräsidenten Armin Plagg, ob man auch für die Schutzwaldsanierung ansuchen könne, wurde mit einem klaren Nein beantwortet. (eb)

„Dem Gast sind Grenzen Wurst“

s8 5058Burgeis/Obervinschgau - Die Raika Obervinschgau konnte für ihr periodisches Wirtschaftsbeiratstreffen am Dienstag (07.03.) einen namhaften Referenten gewinnen. Prof. Harald Pechlaner, Leiter des Institutes für Regionalentwicklung und Destinationsmanagement der EURAC Bozen, informierte über folgende Themen: - Fachinputs zum Thema Regionalentwicklung und Destinationsmanagement; - Impulse für den Obervinschgau; - Diskussion Plenum. „Regionen sind zu Spielball der Globalisierung geworden“ stellt Pechlaner fest. Und Unsicherheit entsteht durch demografischen Wandel, Klimawandel, Wertewandel, Wirtschaftskrise, Gesetzliche Rahmenbedingungen und Konkurrenzdenken zwischen den Gemeinden (Kirchturmpolitik). Für unsere Region gilt das eine Ziel: die Kräfte zu bündeln und orts-, gemeinde-, grenzen- und branchenübergreifend nachdenken und entsprechend handeln. „Geht’s auf die Gipfel und schaut euch die Landschaft an“ empfehlt uns Pechlaner. Dort ist unsere Grenzregion Vinschgau, Obergricht und Engadin grenzenlos als Einheit sichtbar. Nur eine echte Grenzregion versteht etwas von grenzübergreifender Regionalentwicklung. Kooperation ist besonders im Hinblick auf den Wintertourismus (Kartenverbund, Skibus …) wichtig. Weitere grenzüberschreitende Attraktionspunkte wären Langlaufloipen, Ski- und Rodelpisten, Biketrails, sportliche und kulturelle Veranstaltungen etc. „Hotels machen sich vom Skigebiet immer öfter unabhängig. Wellness statt Skifahren ist das neue Angebot, deshalb nie auf einen Berg setzen. Den klassischen Winter-und Sommertourismus gibt es nicht mehr.“ sagt Pechlaner. „Der Abbau aller Grenzen würde nicht die Freiheit erhöhen, sondern die Vielfalt vernichten. Die entscheidende Frage in Bezug auf eine Grenze ist …. ob sie Lernen zulässt.“ Der Obervinschgau mit seinem Seeplateau, seinem Landschafts-, Kultur- und Erlebnisraum hat alle Voraussetzungen sich vom Massentourismus hin zum Individualtourismus zu wenden. Dazu sind erforderlich: Authentizität, Kultur, Emotionen, säkularisiert-spiritueller Tourismus, intellektuelle Redlichkeit. Das alles kann sowohl durch Natur und Landschaft, als auch durch Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft erlebt werden. „Man muss weniger in Marken denken und mehr in Produkten, die dem Gast geboten werden.“  Um die Region weiter zu entwickeln, muss etwas getan werden, damit ein Prozess in Gang kommt. Man müsse sich einigen können und nicht (gewollt oder ungewollt) aneinander vorbeireden. Dem Gast sind Staatsgrenzen Wurst. Er will die Region und ihre Menschen erleben, für die er sich entschieden hat. (aw)

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