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VinschgerWind

Rom-Infos ins Tal

s8 017Von Albrecht Plangger - In Rom ist zur Zeit eine Affenhitze. Wir bekommen aber davon im kühlen Parlamentsgebäude zum Glück wenig mit. Wir verbringen in dieser Woche 12 Stunden täglich in der Abgeordnetenkammer, 450 Abänderungsanträge zum sog. „Würde-Dekret“ (decreto dignita) der Opposition gilt es zu behandeln. Die Regierung hat für keinen einzigen Abänderungsvorschlag ein positives Gutachten abgegeben. Die Mehrheit Lega und 5 Sterne Bewegung ist kompakt, sodass das Gesetzesdekret nach 3 Tagen im Parlament am Ende gleich ausschauen wird, wie es von der Kommission ins Plenum geschickt wurde …. 3 Tage fast für die Katz!
Hauptziel dieses Regierungserlasses soll sein, es Arbeitgebern schwerer zu machen, Beschäftigte nur befristet einzustellen und dadurch mehr dauerhafte Jobs zu schaffen. Gewichtige Wirtschaftsfachleute wie zum Beispiel INPS-Chef Boeri befürchtet, dass Jobs vernichtet statt geschaffen würden und nennt eine Zahl von 80.000. Confindustria befürchtet noch größeren Schaden. Weil die Begründungspflicht eine Flut von Arbeitsprozessen auslöse, würden die meisten Zeitverträge nicht verlängert oder gar nicht geschlossen.
Von Südtiroler Interesse war diese Woche auch die Anhörung vom österreichischen Botschafter in Rom Rene Pollitzer. Er sollte vor der Auslands-Kommission der Abgeordnetenkammer über das Programm der österreichischen EU- Ratspräsidentschaft berichten, welche Österreich seit dem 1. Juli für die nächsten 6 Monate innehat. Der Botschafter hat den Abgeordneten Kollegen ein ambiziöses Programm vorgelegt. Österreich wolle Brücken bauen, Sicherheit geben usw. Interessiert hat dies niemand… Alle wollten nur Auskunft über die Doppelstaatsbürgerschaft. Dabei hat sich der Botschafter gut geschlagen. Er bestätigte, dass Österreich diese Frage in engem und offenen Dialog mit Rom und Bozen lösen wolle und keine Alleingänge plane. Die Kollegen waren mit dieser Antwort zufrieden. Die Gelegenheit war gut, diesbezüglich vor den Ferien noch „Luft abzulassen“ und eine Pressemitteilung zu diesem Thema in Umlauf zu setzen.

Erste Antennen für Signaltechnik

s8 1005930Um das europaweit standardisierte Daten- und Kommunikationssystem GSM-R (Global System for Mobile Communications - Railway) als Voraussetzung für ETCS nutzen zu können, starten die Planungen mit der RAS für die Montage der dafür notwendigen Antennen auf den Masten. Die STA stellt der RAS im Gegenzug die Notstromaggregate zur Verfügung, die ebenfalls auf den RAS-Masten entlang der Vinschger Berghänge montiert werden.

Einweihungsfeier in Taufers

s34 6881Taufers im Münstertal - Pater Pius Rabensteiner vom Kloster Marienberg hatte alle Hände voll zu tun. Gleich mehrere Bauteile besprengte und segnete er mit Weihwasser: den Musikpavillon, die neuen Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung und im obersten Stock das neue Musikprobelokal und den Aufenthaltsraum der Tauferer Musi. Zuvor hatte Pater Pius eine hl. Messe in der Pfarrkirche gelesen und die Segnung der Räume erfolgte nach dem Einzug und nach den Festreden.
Freude herrscht in Taufers über den vom Bozner Architekten Carlo Calderan geleiteten Umbau des Gemeindehauses. Freude bei der BMin Roselinde Koch Gunsch, Freude bei der Tauferer Musi, die künftig  über eine helles und akustisch einwandfreies Musikprobelokal  und über einen neuen Musikpavillon verfügen kann. Für den eigenen Zugang zum Musikprobelokal samt Aufbewahrungsräumlichkeiten ist bereits ein Name gefunden. „Himmelstreppe“ nennen die Tauferer den mit Holzbalken verkleideten Aufgang. Seine Freude zum Ausdruck brachte der Obmann der Tauferer Musi Hanspeter Joos.
Koch Gunsch betonte in ihrer Rede vor viel Prominenz, dass Taufers nun erstmals über einen eigenen Ratssaal verfüge, sogar die Gemeindereferenten hätten nun einen eigenen Raum. Die hellen Räume, so Koch Gunsch, sollen mit Erleuchtung und Beistand unseren Beschlüssen guttun. Rund 1,7 Millionen habe das Unterfangen gekostet, mit 1,2 Millionen habe das Land wesentlich beigesteuert. „Im Hinblick auf das Zusammenlegen von Verwaltungseinheiten möge unser Rathaus gefüllt bleiben“, richtete Koch Gunsch einen Appell an den anwesenden LH Arno Kompatscher.
Kompatscher, bestens gelaunt, hielt dagegen, überbrachte Komplimente und sagte, dass das Rathaus seinen Dienst noch lange tun müsse. Denn eine Zusammenlegung von Gemeinden wollen wir nicht. Taufers sei eine lebendige Gemeinde und es sei das Miteinander in den Dörfen, das wir fördern wollen. Bei der Problematik an der Hauptstraße habe die Landesregierung von den Tauferern gelernt: es werde keine Pflasterübergänge mehr geben.
Die Bergrettung Taufers nutze die Gelegenheit, sowohl der Bügermeisterin als auch dem LH ein Gemeinschaftsfoto als Erinnerung zu übergeben. Musikalisch wurde die Feier von der Tauferer Musi und vom Frauenchor Taufers umrahmt. (eb)

Ja zu grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Vinschgau

Bozen/Vinschgau/Val Müstair - Die Landesregierung hat grünes Licht für eine mögliche Vereinbarung zwischen Sanitätsbetrieb und Gesundheitszentrum in Müstair in Graubünden gegeben.
Der Grundsatzbeschluss, den die Landesregierung gestern (31. Juli) getroffen hat, sieht die Möglichkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung vor, um ergänzende Leistungen in den Gesundheitsstrukturen auf beiden Seiten der Grenze zu ermöglichen.
Nach vertiefenden Treffen von Gesundheitslandesrätin Martha Stocker mit dem Schweizer Regierungsrat Christian Rathgeb im vergangenen Herbst hat auch die Graubündner Kantonalregierung dieser Zielsetzung zugestimmt.
Der erste Schritt hin zu einer solchen Vereinbarung ist eine Bedarfserhebung, die von der grenzüberschreitend eingerichteten Arbeitsgruppe erarbeitet wird, in der die Landesabteilung Gesundheit und der Südtiroler Sanitätsbetrieb sowie das Gesundheitsamt Graubünden vertreten sind. In Aussicht genommen wird dabei, dass die Bewohner von Taufers im Münstertal in Zukunft einige Gesundheitsleistungen im Gesundheitszentrum in Müstair in Graubünden erhalten können. Im Gegenzug können Schweizer Bürger aus dem Grenzgebiet Leistungen in den Krankenhäusern von Schlanders und Meran in Anspruch nehmen, die im Gesundheitszentrum in Müstair nicht erbracht werden.
Auf der Grundlage der Bedarfserhebung wird der Südtiroler Sanitätsbetrieb in der Folge zu einer technischen Vereinbarung mit dem Gesundheitszentrum in Müstair ermächtigt. (LPA)

Messner versetzt Berge

s8 6995Sulden - Im Sommer ist der Vortrag von Reinhold Messner in der Suldner Tennishalle Tradition. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zwar heuer gefehlt, dafür hatte Messner ungeteilte Aufmerksamkeit für sein heuriges Thema „Berge versetzen“.

von Erwin Bernhart

Reinhold Messner, der von sich behauptet ein „Eroberer des Nutzlosen“ zu sein, hat am 1. August das Publikum in Sulden vor fast ausverkaufter Tennishalle in seinen Bann geschlagen.

Informationen in Sachen Elektrifizierung

s10sp4 6901Eyrs/Vinschgau - Am Montag, den 30 Juli sind viele SVP-Funktionäre der Einladung des SVP-Bezirkes nach Eyrs gefolgt. Auf Initiative von LR Richard Theiner hatte SVP-Bezirksobmann seine Mannen kurzfristig am Eyrser Bahnhof zusammengetrommelt, um von Seiten der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) Informationen über den Baufortschritt und über Zukunftsperspektiven bei der Bahn einholen zu können.

Wer ist der Wolf?

s11sp34 6766Müstair - In der benachbarten Schweiz ist es klar geregelt, wie mit einem Problemwolf verfahren wird: Er wird entfernt, sprich abgeschossen. Wölfe, die keine Probleme bereiten, werden akzeptiert.

TT-Café lädt zum Frühstück mit Nachrichtenwert

s10sp34 6671Landeck - Auch heuer startete die Tiroler Tageszeitung ihre traditionelle sommerliche TT-Café-Frühstückstour durch die Bezirke. Die Zeitungsmacher möchten mit einem Gratisfrühstück ihren treuen Lesern „Danke sagen“, die täglich in der TT, der Nummer eins am Tiroler Zeitungsmarkt, mit den aktuellsten Nachrichten aus ihrem Bezirk, Tirol und der Welt versorgt werden. Am Samstag (14.07) hat die große Frühstückstour bei strahlendem Sonnenschein in Landeck zwischen der Citypassage und dem Postamt Halt gemacht. Neben Musik und Informationen gab es frischen Kaffee von Wedl/Testa Rossa, schmackhaftes Gebäck vom Bäcker Ruetz, Montes-Mineralwasser und für die kleinen Leser den beliebten TT-Apfelsaft. Geboten wurden jede Menge Interviews und spannende Gespräche des TT-Chefredakteurs Alois Vahrner mit Prominenten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Gekommen waren: Landeshauptmann Günther Platter; Venet-Vorstand Werner Millinger, Bezirkshauptmann Markus Maas und Bürgermeister Wolfgang Jörg; Spitzenkoch Benjamin Parth und Modedesignerin Rebekka Ruéz; der Fußballer Simon Zangerl und die Freestylerin Lisi Gram. Wer mit der Redaktion direkt sprechen wollte, s10sp34 6670hatte hier die Gelegenheit – die Mitarbeiter der Lokalredaktion Landeck standen vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung. Stets großer Andrang herrschte auch bei Anitas Kinderschminkecke. Information rund ums Thema Hören gab es am Stand der Firma Hansaton. Durch den Vormittag führte die bekannte und charmante Moderatorin aus dem Tuxertal Margit Bacher. Die Band Primetime bot zwischendurch Live-Musik. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Gewinnspiel. Andreas Waldner aus St.Valentin auf der Haide gewann eine Testa-Rossa-Caffe´-Maschine und Hubert Sieß einen 300-Euro-Gutschein von DEZ. (aw)

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