VinschgerWind

Rom-Info ins Tal

s8 017von Albrecht Plangger - Das Konkurrenzgesetz mit äußerst wichtigen Maßnahmen für unsere Stromverteilergenossenschaften schicken wir wieder an den Senat zurück, nachdem einige unwichtige Maßnahmen wieder abgeändert wurden. Die Regierung – besser gesagt der Wirtschaftsminister Calenda – wollte das Gesetz durchziehen, der Partito Democratico hat aber alles eingebremst. Ein Machtkampf ! Renzi und der PD auf einer Seite, Minister Calenda mit „höheren Ambitionen“ auf der anderen Seite. Durchgesetzt hat sich Renzi. Ein klares Zeichen an den Minister, daß ohne die Partei nichts geht.
In der Abgeordnetenkammer geht es Anfang Juli gemütlicher weiter. Wir befassen uns mit der Mameli-Staatshymne, mit dem Wechsel von Gemeinden in andere Regionen, mit der Verleihung von staatlichen Verdienstorden. Das Wahlgesetz ist noch kein Thema, es kommt Ende September wieder in die Verfassungskommission. Viel turbulenter wird es in den nächsten Wochen im Senat zugehen. Ein neues Einwanderungsgesetz muß her und das Impfdekret soll am 10. Juli im Senat abgestimmt werden. Dazu kommt noch das Konkurrenzgesetz. Geht der Machtkampf Renzi / Calenda weiter, dann wird das Gesetz zum Schaden großer Konsumentengruppen wohl „versenkt“ werden. Das Impfdekret wird in der Kammer erst am 25. Juli abgestimmt.
Für Südtirol interessant war eine hochkarätig besetze Tagung zum Thema „Wasserkraft im Berggebiet“, die kürzlich in der Abgeordnetenkammer stattgefunden hat. Weder Italien, noch das Land Südtirol verfügen derzeit über ein Gesetz zur Verlängerung oder Vergabe von großen Wasserableitungen über  3.000 kWh Nennleistung. Erstmals wurde öffentlich von der Italienischen Regierung beim „strategischen Gut Wasser“ ein Zurück zur „Öffentlichen Hand“ und eine Abkehr von den bloßen Markt-Prinzipien verlangt. Das sog. „Bersani-Dekret“ zur Liberalisierung der Stromproduktion aus dem Jahre 1999, sei mittlerweile überholt.
Die Heimfallsrechte aller wasserumspielten Anlagen der großen Wasserkraftwerke müssen eigentumsmäßig den Regionen bzw. den Gemeinden bleiben. Der sog. „Markt“ habe beim „strategischen Gut Wasser“ vielfach versagt und er garantiert kaum Wertschöpfung für die örtliche Bevölkerung

Die „ff“ hat einen neuen Mitbesitzer

s8sp4 Manuel SaxlManuel Saxl übernimmt 30 Prozent des ff-Verlags. Er wird Nachfolger des bisherigen Direktors Kurt W. Zimmermann, der seine Anteile an Saxl verkauft.  Ansonsten bleibt die Eigentümerstruktur unverändert. Geschäftsführer Stefan Weber verbleibt wie bisher im Unternehmen. Manuel Saxl übernimmt seinen Anteil  und wird in Kürze auch den Posten des verantwortlichen Direktors einnehmen. Er ist Brixner, 23-jährig und studiert Internationale Betriebswirtschaft und Geschichte in Wien.Manuel Saxl übernimmt 30 Prozent des ff-Verlags. Er wird Nachfolger des bisherigen Direktors Kurt W. Zimmermann, der seine Anteile an
Saxl verkauft.  Ansonsten bleibt die Eigentümerstruktur unverändert. Geschäftsführer Stefan Weber verbleibt wie bisher im Unternehmen. Manuel Saxl übernimmt seinen Anteil  und wird in Kürze auch den Posten des verantwortlichen Direktors einnehmen. Er ist Brixner, 23-jährig und studiert Internationale Betriebswirtschaft und Geschichte in Wien.

Qualitätssiegel für Tarscher Almlounge & Almhütte

RZ Vinschgau Marketing Tarscher Almlounge10Vinschgau/Active & Genuss Almen Tarsch/Latsch -  Die Freude ist groß: Die Tarscher Almlounge und die Tarscher Almhütte sind mit dem Qualitätssiegel  „Echte Qualität am Berg“ ausgezeichnet worden. Birgit und Sigi von der Tarscher Almlounge und Jolanda und Roland von der Tarscher Almhütte nahmen vergangene Woche die Plakette entgegen, die am Eingang zu  den beiden Betrieben aufmerksam auf die „Echte Qualität am Berg“ macht und für Gäste eine wertvolle Qualitätssicherung ist. Im Jahr 2008 ist die Initiative „Echte Qualität am Berg“ im Meraner Land gestartet worden und ist heuer vor dem Hintergrund des touristischen Zusammenschlusses auch auf den Vinschgau ausgeweitet worden.
Das Projekt zeichnet Schutzhütten, Almen und Berggasthäuser aus, welche vorbildlich und mit viel Hingabe geführt werden und auch am Berg unverfälschte Qualität bieten. Die Auszeichnung richtet sich damit an Betriebe, die am Berg und damit mitten in der Natur sind. Betriebe, die im Tal ansässig sind, Hotels und andere gewerbliche Unterkunftsbetriebe können die Auszeichnung nicht erhalten. Interessierte Betriebe bewerten sich selbst mit Hilfe eines Fragebogens. Die Selbstanalyse ermöglicht den Betrieben eine RZ 20170704 122534Standortbestimmung zur eigenen Betriebsführung und enthält gleichzeitig Anregungen und Tipps zur Qualitätssteigerung und Weiterentwicklung, sowie nützliche Informationen zum Thema Weiterbildung. Betriebe, die bei der Selbstbewertung die Mindestzahl an positiven Bewertungen erreichen, werden von Vinschgau Marketing besucht. Gemeinsam mit den Betreibern wird die Selbstanalyse besprochen und gegebenenfalls wird in einem zweiten Moment die Auszeichnung verliehen. Der Betrieb erhält als Auszeichnung eine „Echte Qualität am Berg“-Plakette, die am Eingangsbereich der Hütte angebracht wird und die Gäste gleich am Eingang informiert, dass in dieser Hütte Qualität großgeschrieben wird.
Die kostenlose App „Echte Qualität am Berg“, welche über den Apple Store oder über Google Play heruntergeladen werden kann, enthält Informationen zu allen ausgezeichneten Betrieben, verschiedene Wandertouren und Rezepte zum Nachkochen.

Direktorenwechsel

s9 trafoiers9 kuppelwieserVinschgau -  Die Lehrpersonen und Schüler im Schulsprengel Mals, Laas und Schlanders bekommen im neuen Schuljahr einen neuen Direktor bzw. eine neue Direktorin. Nachdem Reinhard Karl Zangerle, der Direktor des Schulsprengels Schlanders am 1. September in Pension geht und Martina Rainer mit Schulbeginn im Herbst als Inspektorin ans deutsche Schulamt wechselt und Andrea Eberhöfer Direktorin im Schulsprengel Laas wird, kommt es im Herbst zu einem Direktorenwechsel in den drei Schulsprengeln.  Lukas Trafoier aus Latsch/Tarsch (oben) wird der neue Direktor im Schulsprengel Mals. Er war in diesem Schuljahr Direktor im Grundschulsprengel Vahrn und unterrichtete vorher  am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Meran.  Karolina Kuppewieser Holzeisen aus Naturns (unten) wird den Schulsprengel Schlanders übernehmen.  In diesem Schuljahr leitete sie den Schulsprengel St. Leonhard in Passeier. Nachdem Andrea Eberhöfer im Herbst in Mutterschaft geht, wird Udo Ortler, der Direktor vom Schulsprengel Graun auch die Amtsführung im Schulsprengel Laas übernehmen. (hzg)

Gemeinschaftskraftwerk Inn

s23sp2 5463Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) entsteht zwischen Ovella (Schweiz) und Prutz/Ried (Österreich) das größte neu gebaute Laufwasserkraftwerk im Alpenraum. Die Stauanlage mit einem
15 Meter hohen Wehr entsteht unterhalb des Dorfes Martina.

von Andreas Waldner

An der Wehranlage in Ovella wird der Inn auf einer Länge von ca. 2,6 km aufgestaut, um das Triebwasser für das Kraftwerk entnehmen zu können.

Rambach: Der Stromschlag aus Bozen

s10 7397Glurns/Laatsch/Mals/Bozen - Noch ist nichts passiert, beschwichtigt der Glurnser Bürgermeister Luis Frank, wohlwissend, dass das Ganze ein großer Schlamassel ist. Denn Fakt ist, die Gemeinde Glurns hat als letzte im Rennen verbliebene Vinschger Gemeinde die Konzession für den Rambach versemmelt.

„Dem Gast sind Grenzen Wurst“

s8 5058Burgeis/Obervinschgau - Die Raika Obervinschgau konnte für ihr periodisches Wirtschaftsbeiratstreffen am Dienstag (07.03.) einen namhaften Referenten gewinnen. Prof. Harald Pechlaner, Leiter des Institutes für Regionalentwicklung und Destinationsmanagement der EURAC Bozen, informierte über folgende Themen: - Fachinputs zum Thema Regionalentwicklung und Destinationsmanagement; - Impulse für den Obervinschgau; - Diskussion Plenum. „Regionen sind zu Spielball der Globalisierung geworden“ stellt Pechlaner fest. Und Unsicherheit entsteht durch demografischen Wandel, Klimawandel, Wertewandel, Wirtschaftskrise, Gesetzliche Rahmenbedingungen und Konkurrenzdenken zwischen den Gemeinden (Kirchturmpolitik). Für unsere Region gilt das eine Ziel: die Kräfte zu bündeln und orts-, gemeinde-, grenzen- und branchenübergreifend nachdenken und entsprechend handeln. „Geht’s auf die Gipfel und schaut euch die Landschaft an“ empfehlt uns Pechlaner. Dort ist unsere Grenzregion Vinschgau, Obergricht und Engadin grenzenlos als Einheit sichtbar. Nur eine echte Grenzregion versteht etwas von grenzübergreifender Regionalentwicklung. Kooperation ist besonders im Hinblick auf den Wintertourismus (Kartenverbund, Skibus …) wichtig. Weitere grenzüberschreitende Attraktionspunkte wären Langlaufloipen, Ski- und Rodelpisten, Biketrails, sportliche und kulturelle Veranstaltungen etc. „Hotels machen sich vom Skigebiet immer öfter unabhängig. Wellness statt Skifahren ist das neue Angebot, deshalb nie auf einen Berg setzen. Den klassischen Winter-und Sommertourismus gibt es nicht mehr.“ sagt Pechlaner. „Der Abbau aller Grenzen würde nicht die Freiheit erhöhen, sondern die Vielfalt vernichten. Die entscheidende Frage in Bezug auf eine Grenze ist …. ob sie Lernen zulässt.“ Der Obervinschgau mit seinem Seeplateau, seinem Landschafts-, Kultur- und Erlebnisraum hat alle Voraussetzungen sich vom Massentourismus hin zum Individualtourismus zu wenden. Dazu sind erforderlich: Authentizität, Kultur, Emotionen, säkularisiert-spiritueller Tourismus, intellektuelle Redlichkeit. Das alles kann sowohl durch Natur und Landschaft, als auch durch Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft erlebt werden. „Man muss weniger in Marken denken und mehr in Produkten, die dem Gast geboten werden.“  Um die Region weiter zu entwickeln, muss etwas getan werden, damit ein Prozess in Gang kommt. Man müsse sich einigen können und nicht (gewollt oder ungewollt) aneinander vorbeireden. Dem Gast sind Staatsgrenzen Wurst. Er will die Region und ihre Menschen erleben, für die er sich entschieden hat. (aw)

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