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„Ergänzender Eingriff“

s8 0607Schnals - Die Landesregierung hat den „ergänzenden Eingriff“ in der Skizone Schnals teilweise genehmigt und damit die neue Talabfahrt, abgesehen vom oberen Abschnitt.

Die Bevölkerung des Schnalstales hat im Zeitraum 2001-2014 um fast acht Prozent abgenommen.

Um diese Abwanderung zu stoppen, bedarf es neuer wirtschaftlicher Impulse. Mit dieser Überlegung und im Einklang mit den Entwicklungszielen des Fachplans für die Skizone Schnals hat sich die Landesregierung heute erneut mit dem Projekt der neuen Skiabfahrt in Schnals befasst. Sie hat dabei ihren befürwortenden Standpunkt bekräftigt und auch aus Sicht des Umwelt- und Lawinenschutzes umfassend begründet.
Bekanntlich hatte die Landesregierung die Machbarkeitsstudie für die Realisierung einer neuen Talabfahrt im Skigebiet Schnals bereits 2016 teilweise genehmigt. Das darauf folgende Projekt wurde auch von der Dienststellenkonferenz im Umweltbereich befürwortet. Auf der Grundlage dieser beiden Entscheidungen hat die Gemeinde die Baukonzession erteilt. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und der Alpenvereins Südtirol hatten in der Folge beim Verwaltungsgericht Rekurs eingelegt. Letzteres hatte dann die Durchführung der Arbeiten im Herbst 2016 ausgesetzt und im Frühjahr dieses Jahres den Beschluss der Landesregierung wegen Begründungsmängel aufgehoben.

Nachdem sich das Landesamt für Landesplanung noch einmal mit den verschiedenen Aspekten des Projekts befasst hat, begründet die Landesregierung mit ihrem heutigen Beschluss ihre Entscheidung detailliert. „Das Skigebiet ist für das Schnalstal und die Bevölkerung des Tales von grundlegender Bedeutung, um Arbeitsplätze zu erhalten und die Abwanderung zu stoppen“, betont Landesrat Richard Theiner, „unsere Ämter haben die verschiedenen Vorschläge und Alternativen geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass auch aufgrund der Streichung des oberen Pistenabschnitts kein einzigartiges ökologisches System beeinträchtigt wird und dass die beeinträchtigten kleinflächigen Feuchtgebiete nur 2,3 Prozent der gesamten neuen Pistenfläche ausmachen. Der sozioökonomische Aspekt war also tragend für unsere heutigen Entscheidung.“ (LPA)

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