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VinschgerWind

Baustelle Mobilität

s8sp23 3679Naturns - Der Verein Freunde der Eisenbahn unter Präsident Walter Weiss hat die Bürgermeister und Gemeindevertreter am 22. November zum 9. runden Tisch Burggrafenamt/Vinschgau geladen. Landesrat Florian Mussner stellte sich auch den Fragen aus den Gemeindestuben.

von Erwin Bernhart

Die Freunde der Eisenbahn können mehr als 1000 Personen zu ihren Mitgliedern zählen, darunter 76 Bürgermeister und 50 Altbürgermeister.

Der gut vernetzte Verein und besonders sein Präsident Walter Weiss haben wesentlichen Anteil daran, dass die öffentlichen Verkehrsmittel und im Besonderen die Eisenbahn öffentlich Aufwind und Interesse genießen. Landesrat Florian Mussner lobte denn auch die „einmalige und effiziente Vereinsführung“. Mussner bekräftigte im Ratsaal der Gemeinde Naturns die drei Säulen, auf die sich die Mobilitätspolitik des Landes berufe und weiter berufen wird können: Verkehr vermeiden, die Umwelt schonen und Alternativen anbieten. Die Mobilität sei eine dauernde Baustelle. Zuwächse für die Öffis seien wieder zu verzeichnen, 6-8 % mehr Entwertungen als im Vorjahr. Im Jahr 2020 werden die Arbeiten zur Elektrifizierung der Vinschgerbahn abgeschlossen sein, dann werden 60 Züge pro Tag fahren und insgesamt 16.500 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Mussner lobte die gute Zusammenarbeit mit den Bürgermeister. In der Diskussion brachte der Vinschger Bezirkspräsident Andreas Tappeiner zum Ausdruck, dass sich der Vinschgau eine Anbindung in die Schweiz wünsche. Für die Anbindung in die Schweiz seien zwei Projekte (Scuol und Münstertal-Zernez) im Gespräch. Graubünden sei sehr zurückhaltend, weil der Großteil der Strecke auf schweizer Seite mit entsprechender Kostenbeteiligung verlaufe. Zudem habe der Vinschgau viel mehr von einer solchen Anbindung als die Schweiz. Auf der anderen Seite dränge die Lombardei auf einen Tunnel unter dem Stilfserjoch. Auch die Anbindung mit Landeck sei, so Mussner, im Gespräch. Ein beauftragtes Expertenteam soll alle Projekte im kommenden Jahr untersuchen und die Landesregierung werde sich dann auf ein Projekt konzentrieren.
Der Marteller BM Georg Altstätter beanstandete zum wiederholten Male den 25 Jahre alten SAD-Bus ins Hintermartell. Der schwarze Rauch passe nicht zu einer Nationalparkregion. Mehr Unterstützung für den Nightliner wurde mehrmals gefordert und es wurde von mehreren Seiten über die Zustände bei der SAD geklagt. Eines wurde von Mussner zudem in den Raum gestellt: Touristen sollten für die Zug- und Busbenutzung mehr bezahlen als bisher.

 

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