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VinschgerWind

Informationen in Sachen Elektrifizierung

s10sp4 6901Eyrs/Vinschgau - Am Montag, den 30 Juli sind viele SVP-Funktionäre der Einladung des SVP-Bezirkes nach Eyrs gefolgt. Auf Initiative von LR Richard Theiner hatte SVP-Bezirksobmann seine Mannen kurzfristig am Eyrser Bahnhof zusammengetrommelt, um von Seiten der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) Informationen über den Baufortschritt und über Zukunftsperspektiven bei der Bahn einholen zu können.

Der Eyrser Bahnhof wurde deshalb ausgewählt, weil dort derzeit die Umbauten für die Bahnsteigverlängerung vorgenommen werden.
„Der Vinschgerzug wird ein Hauptthema auf der politischen Agenda bleiben“, hieß Plangger die zahlreich erschienenen SVP-Funktionäre willkommen. In den vergangenen Jahren waren LR Richard Theiner und LA Sepp Noggler kontinuierlich mit dem Vinschgerzug, mit der Elektrifizierung befasst. Mit STA-Direktor Joachim Dejaco, mit dem Ingenieur Michael Prader und mit dem Malser Ingenieur Ronald Patscheider und dem Schlanderser Architekt Walter Dietl waren profunde Kenner der Materie vor Ort.
Dejaco erklärte, dass es sich bei der Elektrifizierung um ein sehr komplexes Projekt handle. Ziel sei es, den Halbstundentakt in allen Bahnhöfen des Vinschgaus bewerkstelligen zu können und mit einer enormen Kapazitätssteigerung die Passagierzahl von derzeit rund 1,5 Millionen auf rund 3 Millionen pro Jahr steigern zu können. Die derzeitige Technik sei überholt und man werde über die RAS-Masten ein eigenes Funktelefonnetz für die Züge einrichten. Zur Zeit werde an 6 Bahnhöfen gleichzeitig die Verlängerung der Bahnsteige vorgenommen, damit die künftigen Zuggarnituren von mehr als 100 Metern Länge gut genutzt werden können. Die Bahnsteige werden behindertengerecht und mit modernstem taktilen Leitsystem ausgestattet sein. Auch diverse Leerrohre werden verlegt. Die Arbeiten sind ein multidisziplinäres Projekt.
Man sei dabei, 7 Züge anzukaufen. Diese werden andere sein, als die, die derzeit auf der Bahnstrecke unterwegs sind. Ist die Elektrifizierung beendet, wird es vorläufig keine Expresszüge mehr geben. Dazu brauche es einige Ausweichstellen mehr. Im Mobilitätsplan sind einige zweigleisige Streckenabschnitte vorgesehen, verwirklicht würden diese aber zu einem späteren Zeitpunkt.Mittelfristig werde die Strecke Meran-Bozen zweigleisig ausgebaut. Ziel ist es, dass man von Mals bis nach Innsbruck oder bis nach Lienz in Osttirol fahren kann, ohne umsteigen zu müssen. Vielleicht in 10 Jahren, sagte Dejaco.
Bei den Schranken werde man mit einem neuen Signalsystem einige Sekunden gewinnen können. (eb)

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