Im Vinschgau gibt es 14 Bildungsausschüsse in 16 Dörfern, die sich ehrenamtlich für die Pflege und den Erhalt der örtlichen Bildungslandschaft engagieren. Sie erfüllen die Dörfer mit Leben und mit vielfältigen Initiativen und tragen sie zur Förderung und Stärkung der Gemeinschaft bei. Eine vom Amt für Weiterbildung, der autonomen Provinz Bozen eingerichtete Bezirksservicestelle steht ihnen dabei in pädagogischer und organisatorischer Richtung hauptamtlich zur Seite. Seit 25 Jahren wird diese von Ludwig Fabi geleitet. Eine Form dieser Betreuung ist die Organisation von Bezirkstreffen, wo sich die MitarbeiterInnen in den Bildungsausschüssen informieren, weiterbilden und austauschen können. Beim heurigen Treffen in der Mittelpunktbibliothek Schlandersburg waren aktuelle Fragen zu Ansuchen, Vereinsrecht, bezirks- und landesweiten Ideen und Projekte im Mittelpunkt. Ganz im Sinne der Ausrichtung der Bildungsausschüsse „Nahversorgung für Bildung und Kultur“ zu organisieren, wurde das Treffen mit lokalen Produkten von der „Kostbar“ aus Morter abgeschlossen, welche mit ihrem kombinierten Laden- und Barkonzept neben regionalen Einkauf auch eine soziale Funktion für das Dorf innehaben. (lu)
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Leifers/Vinschgau
Mit der feierlichen Durchtrennung des Bands wurde gestern die neue Tankzugverladung und das Labor offiziell in Betrieb genommen. Das moderne Gebäude stellt einen bedeutenden Meilenstein für Effizienz, Qualitätssicherung und Mitarbeiterkomfort dar.
Das neue Gebäude vereint Verladung, Labor- und Mitarbeiterbereiche zentral an einem Standort.
Im Erdgeschoss befindet sich eine geschlossene Halle mit einer überdachten Tankzugverladung, die mit fünf (künftig sechs) Verladestellen die parallele Befüllung ermöglicht. Durch die neue Technik konnte die reine Verladezeit für Saft deutlich reduziert werden: Mit einer Leistung von 50.000 Litern pro Stunde lässt sich ein Tankwagen mit 25.000 Litern nun in rund 30 Minuten befüllen – ein Zeitgewinn von 15 bis 20 Minuten gegenüber der bisherigen Leistung. Der überwiegende Großteil der von VOG Products bereitgestellten Halbware verlässt das Unternehmen im Tankzug.
Rund 13 Mitarbeiter sind im Tank-Management tätig und steuern sämtliche Abläufe. Für die anliefernden und abholenden Fahrer steht ein eigenständiger Bereich mit Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen zur Verfügung.
Im ersten Obergeschoss wurden Kühlbereiche mit drei unterschiedlichen Temperaturzonen untergebracht, in denen Rückstellmuster zentral gelagert werden. Zusätzlich umfasst diese Ebene Büros sowie Sozial- und Aufenthaltsräume und Umkleiden für insgesamt 70 Mitarbeiter.
Das zweite Obergeschoss beherbergt die neuen Räume für das Labor. Den etwa 16 Labor-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern stehen rund 600 m² Arbeitsraum zur Verfügung. Im Jahr werden rund 60.000 Analysen durchgeführt, von denen rund 36% mikrobiologische Analysen sind. Ein kleiner Probenaufzug verbindet das Erdgeschoss direkt mit dem Labor, sodass Muster schnell und hygienisch transportiert werden können. Die moderne Labor-Ausstattung verbessert Arbeitsabläufe und stärkt die Qualitätssicherung.
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Tschengls/Prad
Mit Einladung des Tourismusverein Prad wurde am Dienstag, 21. Oktober der neue Apfelrundweg von Prad nach Tschengls der Öffentlichkeit vorgestellt. Der rund 7 Kilometer lange Themenweg verbindet Natur, Wissen und Bewegung auf besondere Weise und lädt Einheimische wie Gäste dazu ein, die Welt des Apfels interaktiv zu entdecken. Er entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Tourismusverein Prad und der VI.P.
12 liebevoll, mit kleinen Insektenhotels bestückte Stationen entlang des Weges vermitteln Wissenswertes rund um den Apfelanbau in der Vinschger Kulturlandschaft. Sortenvielfalt, Anbau- und Erntemethoden, regionale Besonderheiten sowie ökologische Zusammenhänge werden erklärt. Die Stationen sind interaktiv gestaltet und bieten ein informatives wie unterhaltsames Erlebnis.
Nach dem Scannen eines QR-Codes erwartet die Wanderer an jeder Station eine Frage mit vier Antwortmöglichkeiten. Wer die richtigen Lösungen findet, kann sich im Informationsbüro in Prad über ein kleines Geschenk freuen.
Zur Eröffnung erschienen Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Landwirtschaft und Gemeinde. Mit dabei waren Katharina Pitscheider und Barbara Gamper von der Marketingabteilung der VI.P, Peter Pfeifer als Vertreter des Tourismusverein und der Gemeinde Prad sowie Johann Thurner, Vizebürgermeister der Gemeinde Laas.
„Der Apfelrundweg ist ein schönes Beispiel für eine gute Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft“, betonte Katharina Pitscheider. Vizebürgermeister Thurner zeigte sich erfreut über das neue Angebot: „Es ist ein wertvoller Beitrag zur Bewusstseinsbildung über die Bedeutung des regionalen Obstanbaus. Wie ich selbst beobachten durfte, wird der Weg schon rege genutzt.“
„Wir sind sehr froh, unseren Gästen und Einheimischen einen weiteren spannenden Themenweg als Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen VI.P und Tourismusverein Prad präsentieren zu dürfen“ bemerkte Peter Pfeifer.
Der Apfelrundweg ist ein abwechslungsreicher Rundwanderweg von knapp 7 Kilometern Länge, auf dem rund 150 Höhenmeter zu überwinden sind. Ausgangspunkt ist nahe dem Dorfzentrum von Prad, unterhalb der St.-Johann-Kirche gelegen.
Der Weg ist nahezu ganzjährig begehbar und eignet sich ideal für Familien, Senioren und Kinder. Mit Ausnahme eines etwas anspruchsvolleren Abschnitts ist der Apfelrundweg größtenteils auch mit dem Kinderwagen gut befahrbar.
Auf der Laatscher Arunda-Alm wurde am 19. Juli der neu errichtete Melkstand auf 2.300 Metern Seehöhe offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die moderne Einrichtung ist das jüngste Ergebnis umfangreicher Investitionen, mit denen die Alm in den letzten Jahren fit für die Zukunft gemacht wurde. Neben Verbesserungen an Gebäuden, Weideflächen und Infrastruktur stellt der neue Melkstand einen weiteren großen Schritt in der Weiterentwicklung der Almbewirtschaftung dar. In nur wenigen Wochen realisierten heimische Handwerksbetriebe das anspruchsvolle Projekt.
Der Tag begann mit einer Bergmesse, zelebriert von Abt Philipp von Marienberg, der im Anschluss auch die Alm sowie den neuen Melkstand segnete. Derzeit verbringen rund 60 Kühe sowie Jungrinder und Schweine den Sommer auf der Arunda-Alm. Der neue Melkstand stellt eine deutliche Verbesserung für ihr Wohl und die Arbeit des Almpersonals dar. Im Anschluss an die Messe wurden die zahlreichen Besucherinnen und Besucher von Senn Sepp Ladurner und seinem Team mit einem köstlichen Alm-Mittagessen verwöhnt. Ein besonderer Moment folgte am Nachmittag: Der erste Käse der Saison wurde angeschnitten und zur Verkostung angeboten. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich mit frischem Käse einzudecken – auch die Bauern nahmen ihre ersten Laibe mit nach Hause. Durch die nachhaltigen Investitionen hat sich die Laatscher Arunda-Alm in den vergangenen Jahren zu einer Vorzeige-Alm im Oberen Vinschgau entwickelt. Ein großer Verdienst kommt dabei Präsident Albert Hutter zu, der mit unermüdlichem Einsatz und echter Leidenschaft die Weiterentwicklung der Alm vorantreibt. Dank seines Engagements ist sichergestellt, dass die Alm auch in Zukunft bewirtschaftet und als wichtiger Teil der regionalen Kulturlandschaft erhalten bleibt.
Darüber hinaus ist die Laatscher Alm im Arundatal ein ideales Ziel für Wanderer und Naturfreunde. Wer sich auf den Weg macht, wird nicht nur mit hochwertigem Käse und weiteren Almprodukten verwöhnt, sondern kann sich auch auf eine Mittagsmahlzeit freuen, die direkt auf der Alm zubereitet wird.
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Töll/Partschins
Das Land Südtirol arbeitet gemeinsam mit den Gemeinden Partschins und Algund daran, die Verkehrssicherheit im Bereich Töll zu verbessern. Bereits im vergangenen August konnte die neue Rad- und Fußgängerunterführung in Betrieb gehen und die Ampelregelung auf der Staatsstraße deaktiviert werden (LPA hat berichtet).
Im Rahmen ihrer Sitzung vom 28. November hat die Landesregierung nun auf Vorschlag von Landesrat Peter Brunner die entsprechende Änderung von Amts wegen der Bauleitpläne der Gemeinden Partschins und Algund genehmigt. Die Bauleitplanänderungen umfassen die neue Rad- und Gehwegsunterführung unter der Vinschgauer Staatsstraße (SS38), die neue Etschbrücke und die Verbindung mit dem talseitig entlang der Landesstraße Algund (LS52) verlaufenden Radweg, die Anpassung enger Kurven für eine bessere Sicht und die Aufwertung des Parkplatzes Töll mit neuen Servicebereichen.
„Mit diesem Projekt schaffen wir sichere und attraktive Wege, die die umweltfreundliche Mobilität stärken“, betont der für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie Raumentwicklung zuständige Landesrat Peter Brunner. „Wenn mehr Menschen Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen können, ist das ein direkter Beitrag zu Klimaschutz, Lebensqualität und einer nachhaltigen Entwicklung in den Gemeinden.“
In der Vergangenheit hatten auf dem Abschnitt Töll die steigende Zahl an Radfahrenden und die enge Straßenführung wiederholt kritische Situationen verursacht. Der neue Verlauf des Rad- und Gehweges trennt die Verkehrsströme daher klar und sorgt dafür, dass Radfahrende und Autofahrende sich nicht mehr an den gefährlichsten Stellen begegnen.
„Mit diesem Eingriff erhöhen wir die Sicherheit für Radfahrer und Autofahrer und machen einen weiteren Schritt nach vorne in der Gestaltung dieses wichtigen Verkehrsdrehkreuzes“, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Die neue Infrastruktur mache den Abschnitt übersichtlicher und stärke zugleich die Verbindung zwischen Partschins, Algund und dem Marlinger Waalweg.
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VINSCHGAU/SCHLANDERS
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Ist der Sprung von der Mittelschule auf die Oberschule wirklich so groß? Was ist spannend, interessant und besonders an unserer Schule? Was ist anders, neu und ungewohnt? Was hätte ich gerne vorher gewusst? Wie sind die Lehrer? Was für neue Fächer gibt es? Wie ist es mit Hausaufgaben? Und: Wer weiß denn so was? Die Schülerinnen und Schüler der 1. Klassen des Sprachen- und Realgymnasiums wussten die Antworten und gaben diese an die MittelschülerInnen weiter. Es war eine neue Station beim heurigen Tag der offenen Tür am vergangenen 22. November 2025 am Real- und Sprachengymnasium und wurde gerne angenommen. Kommunizieren und vernetzen sind die übergeordneten Kompetenzen für die das Sprachengymnasium steht, forschen und experimentieren jene des Realgymnasiums. Viel Bewegung herrschte bis in den Nachmittag hinein. Bei Musik, Kuchen, Kaffee und Häppchen konnten in der Veranda die gewonnen Eindrücke nachwirken. (ap)
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Burgeis/Fachschule für Land- und Forstwirtschaft
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Auf Fels gebaut, unter diesem Motto öffnete die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg am 29. November 2025 ihre Tore. Eine Begrüßungsgruppe um Direktorin Monika Aondio nahm die Gäste am Eingang in Empfang. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich, unterstützt von ihren Lehrpersonen, bestens auf diesen Tag vorbereitet und gaben einen hervorragenden Einblick in die Vielfalt des schulischen Angebotes mit den Fachbereichen Nutztierhaltung, Obstbau und Forstwirtschaft. Drei Abschlussmöglichkeiten machen den Besuch der Schule besonders attraktiv. Den ersten Abschluss kann man nach der dreijährigen Ausbildung zum Fachmann/zur Fachfrau für Landwirtschaft erwerben. Nach dem vierten Jahr erhält man das Spezialisierungsdiplom zum landwirtschaftlichen Fachberater/zur Fachberaterin. Und das fünfte Jahr schließt mit der Matura ab. Damit öffnen sich die Tore zu den Universitäten. Auf großes Interesse stießen die unterschiedlichen Maturaprojekte. Eines davon zog besonders viele Interessierte an, und zwar jenes, das sich mit der Erfassung der Namen auf alten Klassenfotos beschäftigte. (mds)
Jemand ist verzweifelt. Er will nicht mehr, er kann nicht mehr. Die geheimnisvolle Person, die nur den Anfangsbuchstaben des Namens nennt, hat nur eine Stunde Zeit. Ist es ein Verrückter, ein Künstler oder eine bekannte Person? Ela, eine Psychologin, nimmt sich Zeit und will ihn gleich wieder loswerden. Er hat keine Mutter und keine Geschwister und sagt er sei Gott. Sie glaubt nicht an Gott und ist gleichzeitig irritiert als er aus ihrer Kindheit und über eine Existenzkrise aus ihrem Leben erzählt. Sie sitzen nebeneinander, stehen auf und gehen herum. Ela, gespielt von Katharina Stemberger, geht zurück bis zur Entstehung der Welt. Wolf Bachofner spielt Gott im Sprechtheater „Oh mein Gott“ von Anat Gov, einer Autorin aus Israel. Er will alles beenden und sucht doch Hilfe bei einer Psychologin und schlüpft ab und zu in die Rolle des Therapeuten. Es ist eine unterhaltsame Komödie mit viel Wortwitz, intelligenten Dialogen voller Überraschungen, aber auch mit tiefen philosophischen und theologischen Fragen. Alles war gut als Gott in fünf Tagen die Erde, die ganzen Pflanzen und Tiere erschuf. Wozu erschuf er am 6. Tag den Menschen? Wollte er einen Freund oder nur einen Gärtner, der die Pflanzen bewässert? Wollte er von den Menschen geliebt und bewundert werden oder sollten sie ihn fürchten? Hat Gott Krankheiten, Kriege und Umweltkatastrophen in die Welt gesetzt, damit die Menschen ihn um Hilfe bitte? Und warum musste Kain seinen Bruder erschlagen? Warum wurde durch die Sintflut nicht gleich alles vernichtet? Wozu die Rettung durch die Arche Noah? Und was soll die Geschichte von Hiob, diesen frommen und gottesfürchtigen Mann, der alles verloren hat? Ela stellte Gott diese Fragen und meinte, dass er nicht tot, sondern nur krank ist. Er hat seine Allmacht verloren, sich zurückgezogen und der Welt seinen Lauf gelassen. Aber in dem Moment, wo er Schwächen zeigt, ist er fähig zu lieben und kann Mitgefühl zeigen. Kann das die Welt retten und auch die Rettung für die Menschen sein? (hzg)
Sommerbetreuung und die Vereinbarung von Beruf und Familie sind nach wie vor die zwei wichtigsten Themen, die Südtiroler Familien beschäftigen. Wie groß der Handlungsdruck in diesen Bereichen ist, zeigte sich bei der Podiumsdiskussion der zweiten Vinschger Familientagung im Oberschulzentrum Mals am 7. März 2026, organisiert vom Eltern-Kind-Zentrum Obervinschgau.
Der Moderator David Frank führte durch die Diskussion. Am Podium saßen die Präsidentin des ELKI Obervinschgau Valentina Burger, Tanja Einsiedler, der Hotelier Lukas Gerstl, Klaus Wallnöfer, Direktor des Schulsprengels Graun und Landesrätin Rosmarie Pamer an Stelle von Landesrat Philipp Achammer, der kurzfristig absagte. Den inhaltlichen Einstieg übernahm die Soziologin und Pädagogin Christa Ladurner. Sie zeigte aktuelle Studienergebnisse einer Umfrage, die das Stimmungsbild der Südtiroler Familien erfasste. „Für 64 Prozent der Befragten sind Großeltern sehr wichtig in der Betreuung ihrer Kinder“, so Ladurner. Vor allem für Eltern, die nicht auf diese Ressourcen zurückgreifen können, stellen die langen Sommerferien eine finanzielle als auch mentale Belastung dar. Bei der Sommerbetreuung gäbe es „vor allem im Kindergarten Probleme“ – zu betonten sei jedoch, dass sich die Ergebnisse primär auf die Städte beziehen und die Situation in den Gemeinden anders sein kann.
Die hohe Beteiligung von Frauen an der Befragung zeigt, dass sich diese immer noch vorwiegend zuständig für Familienthemen fühlen. Aber: Der Wunsch nach einer ausgewogenen Rollenverteilung ist da. Wallnöfer betonte: „Männer müssen Verantwortung übernehmen” und “Kampagnen und Sensibilisierung sind sehr wichtig”, sagte David Frank.
Erreicht werden könnte mehr Gleichstellung durch neue Arbeitszeitmodelle, wie sie der Hotelier Lukas Gerstl in seinen Betrieben bereits umsetzt. 54 Prozent seiner Mitarbeitenden sind Mütter. Da braucht es „flexible Arbeitszeiten“. Zusätzlich besteht für die Kinder der Angestellten die Möglichkeit zum Mittag- oder Abendessen im neuen Family Resort in Graun. Ergänzend dazu ist die neue Kita im Hotel auch samstags geöffnet. Lukas Gerstl betonte: „Je mehr Betriebe das machen, desto mehr Anklang hat es und wir sind auf einem guten Weg, dass sich andere diesem Modell anschließen“. Gerstl wünscht sich allerdings mehr staatliche Unterstützung, da die „Mitarbeiterkosten sehr hoch sind für solche neuen Arbeitsmodelle.“
Mehr Unterstützung vom Staat wünschte sich auch Tanja Einsiedler, die bei der Podiumsdiskussion über ihren Alltag als Mutter eines beeinträchtigten Kindes berichtete. Es brauche noch einmal mehr Management und „die meisten Mütter sind gezwungen, ihren Arbeitsplatz zu kündigen.“ Generell würde vielen Frauen „aktiv empfohlen“ werden, ihren Job zu kündigen, sagten Frank und Valentina Burger. Das Kündigen und das jahrelange Arbeiten in Teilzeit hat enorme Auswirkungen auf die Rente und führt, wie die Statistiken zeigen, zu „Altersarmut vor allem bei Frauen“, so Ladurner. Chancengleichheit in der Berufswelt und eine gerechte Arbeitsteilung in der Familie scheinen unter diesen Aspekten nur gerechtfertigt.
Die zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum unterstrichen nicht nur die Relevanz dieser Themen für junge Südtiroler Familien, sondern machten auch deutlich, dass die Politik gefordert ist, bedürfnisorientierte Lösungsansätze für die neuen Lebensrealitäten zu entwickeln.
Der Eyrser Künstler Thomas Biedermann ist ein Meister in der Portraitmalerei. Gelegentlich malt er prominente Persönlichkeiten und spendet den Erlös. Die Portraits der deutschen Popstars Peter Maffay, des Bergsteigers Reinhold Messner und des Kabarettisten Thomas Hochkofler - alle versehen mit deren Originalunterschriften - fanden ihre Fans. Heuer portraitierte Thomas den Skirennläufer Dominik Paris. Er eroberte bei der Olympiade Mailand-Cortina 2026 die Bronzemedaille in der Abfahrt. Beim Weltcup Finale in Kvitfjell ließ er seine Klasse noch einmal richtig aufblitzen und holte sich den Sieg in der Abfahrt und im Super G. Das Paris signierte Portrait erwarb Stefan Fliri aus Taufers i. M., der nicht nur die Leistungen des Skirennfahrers sehr schätzt, sondern auch die Malweise des Künstlers. Thomas malt auf Kalkputz und entwickelte dafür spezielle Platten als Grundlage. Seine Motive erscheinen durch die offenen Poren des Kalkputz mehrdimensional und wirkungsvoll. Thomas Biedermann arbeitet mittlerweile in der Lebenshilfe in Schlanders und betreut seine Schützlinge bei ihrer Arbeit in der Firma HOPPE in Laas. Seine Freizeit nutzt er zum Malen.
Das Geld für das Paris-Portrait überwies Thomas an DEBRA Südtirol, eine Vereinigung, die sich um die Schmetterlings-kinder kümmert. Deren Los zu erleichtern, ist ihm eine Herzensangelegenheit.
Die Patientinnen und Patienten leiden an der genetischen Erkrankung Epidermolysis bullosa EB, die zu einer mangelhaften Verankerung der Hautschichten führt. Sie werden Schmetterlingskinder genannt, weil ihre Haut so verletzlich ist wie die Flügel eines Schmetterlings. Bei der geringsten Berührung und Belastung der Haut sowie auch der inneren Schleimhäute bilden sich schmerzhafte Blasen, die Verletzungen hervorrufen und nur schwer heilen. (mds)
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Partschins
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Die rund 20 beschaulichen Marktstände am Partschinser Kirchplatz haben am 1. Adventssonntag Handgemachtes, Hausgemachtes, Kreatives und vor allem nicht Alltägliches geboten. Von Holzgeschitztem, über Tonkreationen, von selbst genähter und gestrickter Kinderbekleidung, bis hin zu Speck und Würste, Kreatives aus Wachs, selbst gefertigte Krippen und vielem mehr war in Partschins alles zu haben. Jedenfalls wohltuend China- und plastikfrei. Zum mittlerweile zur Tradition gewordenen Partschinser Adventsmarkt wurde heuer am 30. November, am ersten Adventssonntag, geladen und dieser Einladung sind viele vor allem Einheimische gefolgt. Das Schreibmaschinenmuseum hatte seine Tore geöffnet und hieß Besucher:innen willkommen, für Getränke, Kuchen und Wärmestationen war auf dem Kirchplatz gesorgt und diese Angebote wurden auch weidlich und gerne genutzt. Als Treffpunkt für die Partschinser erfüllt der Adventsmarkt den Auftakt für die Adventszeit und das Glühweinstandl bzw. das Adventsstandl bleibt auch an den Wochenenden gerne in Anspruch genommener Anziehungspunkt. Und wo sich die Einheimischen wohlfühlen, wo viele Ratscher möglich sind, gesellen sich mit von Jahr zu Jahr zunehmender Zahl Gäste von auswärts, überwiegend Freunde und Leute aus der Umgebung, die das Kreative schätzen.
Am 13. Dezember gibt es in der Pfarrkirche zu Peter und Paul um 19.00 ein besinnliches Adventssingen und am 20. Dezember von 20 bis 24 Uhr eine „Kirchplatzfete“. (eb)
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Schlanders
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Vor einem Jahr ist der Gemeischaftsgarten Patergartl im Kapuzineranger in Schlanders gestartet. Auf einer kleinen Fläche und im dort leer stehenden Glashaus wurden etwa Kartoffeln, Tomaten, Melanzane oder Gurken angepflanzt. Beackert wurde nur ein Bruchteil jener Fläche, die eigentlich als Gemeinschaftsgarten im Projekt Kapuzineranger vorgesehen ist.
„Der Grundstein ist gelegt, die Idee geboren und diese soll weiter wachsen“, sagten vergangenen 22. Februar 2026 Ingrid Gurschler und Helga Karner bei der Vorstellung des Gemeinschaftsgartens im Avimundus. Beide sind Mitglieder im Verein Gemeinschaftsgarten Patergartl, der aus der Initiativgruppe hervorgegangen ist und vor einem Jahr gegründet wurde. Gurschler: „Dies ist ein bedeutsamer Abend. Wir freuen uns, dass nach einem langen Weg des Suchens und Zusammenfindens der Gemeinschaftsgarten seinen Platz im Kapuzineranger gefunden hat. 2025 haben wir das Areal kennengelernt und Organisatorisches erkundet. Wir haben es jetzt an die Zeit befunden an die Öffentlichkeit zu gehen: Was daraus geworden ist und was noch daraus werden soll.“ Karner: „Wir sind in der glücklichen Lage im Zentrum von Schlanders einen Gemeinschaftsgarten aufbauen zu dürfen. Das ist einzigartig.“Das Projekt soll wachsen, die Mitgliederzahl ebenso. Acht Mitglieder zählt der Verein derzeit.
Neben dem Gemeinschaftsgarten stehen auch Mietbeete zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist die Mitgliedschaft und Mitarbeit im Gemeinschaftsgarten. Die Mitgliedschaft kostet 30 Euro, so sieht es das Reglement des Vereins vor. Regeln und eine klare Kommunikation sind für ein reibungsloses Miteinander im Gemeinschaftsgarten wesentlich. Das betonten Brigitte Gritsch vom Gemeinschaftsgarten Staben und Evi Keifl, die einen Dokumentarfilm über Gemeinschaftsgärten in und außerhalb Südtirols gedreht hat und der den Interessierten im Avimundus einen umfassenden Einblick gab. Das Reglement für das Patergartl sieht zudem eine ökologische Bewirtschaftung vor. Die Botschaft des Abends war klar: „Es ist ein Abenteuer und wir würden uns freuen, wenn neue Interessierte dazustoßen würden.“ (ap)
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Laas/Marmorfachschule
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Vernetzung und Austausch sind wichtige Schlüsselbegriffe unserer Zeit. Diese Vernetzungen erfolgen häufig digital über Plattformen. Die Marmorfachschule Laas pflegt seit 2017 ein Netzwerk junger Bildhauerei. Aber nicht digital, sondern real. Bereits zum achten Mal trafen sich 25 Teilnehmer:innen aus 13 Holzbildhauerschulen aus vier Staaten: Österreich, Schweiz, Deutschland und Italien. Sie kamen aus: Empfertshausen (Thüringen), Bischofsheim (Hessen), Oberammergau (Bayern), Garmisch-Partenkirchen (Bayern), Elbigenalp (Tirol), Brienz (Kanton Bern), Flensburg (Schleswig-Holstein), München (Bayern), Hallein (Salzburg), Berchtesgaden (Bayern), Hallstatt (Oberösterreich), Innsbruck (Tirol) und aus Gröden - St. Ulrich (Südtirol). Das Projekt heißt Vice Versa, im gegenseitigen Wechsel, in einem fruchtbaren Austausch. Alle kamen mit einem Gipsmodell zum Thema „Kopf“. Vom 1. bis 6. Dezember wurde den ganzen Tag gearbeitet. Die Bruchbetreiber in Laas und Göflan stellten den Marmor zur Verfügung und am Nikolaustag konnten alle mit der fertigen Skulptur wieder nach Hause fahren. In der Projektwoche gab es auch einen Atelierbesuch beim Steinbildhauer und Künstler Elias Wallnöfer aus Laas. Am 4. Dezember lud Virginia Tanzer, die Direktorin des Berufsbildungszentrums Schlanders und der Marmorfachschule, zusammen mit den beiden Fachlehrern für Steinbearbeitung, Bernhard Grassl und Andreas Wieser und Evelyn Kuppelwieser, Fachlehrerin für Entwurf & Gestaltung, zu einem Ateliergespräch und zur Zertifikatübergabe. Die Direktorin dankte allen und wünschte viel Freude beim Arbeiten mit Holz und Stein. (hzg)
Es ist ein besonderer Faschingsbrauch, den alle Malser bestens kennen. Das Schützenspiel der Malser Grundschulkinder gibt es angeblich bereits seit 1866 und wird jährlich von den Grundschülern der 5. Klasse aufgeführt. Gab es einmal zu wenig Buben, durften auch die Schüler der 4. Klasse mitmachen. Angeführt von einem Hauptmann, zieht die ganze Kompanie mit den Soldaten, den Schützen, dem Fähnrich und Trommler, begleitet von verschiedenen Handwerkern, durch das Dorf. Auf den Plätzen nehmen sie Aufstellung. Dann wird gesungen und jeder einzelne sagt seinen Spruch auf, indem er sich vorstellt, seine Bedeutung in der Dorfgemeinschaft hervorhebt, seine Not und den geringen Verdienst beklagt und betont, wie arm das Dorf wäre, wenn es ihn nicht geben würde. In den vergangenen Jahren wurde das Schützenspiel als Schulprojekt durchgeführt. Die Buben und seit einigen Jahren auch die Mädchen der 5. Klasse lernten die Sprüche und Lieder mit ihren Lehrpersonen ein und zogen an einem Schultag vor dem Unsinnigen durch das Dorf. Auch dieses Jahr wurden die Plakate, die Lieder und Sprüche in der Schule vorbereitet. Die Schüler:innen meldeten sich freiwillig und zogen dann am Unsinnigen Donnerstag nach der Schule mit einigen Eltern durch das Dorf. Aufgrund der besonderen Situation im heurigen Schuljahr haben sich nur 11 Kinder anstatt rund 20 Kinder am Schützenspiel beteiligt. Aber den Eltern war es wichtig, dass die alte Tradition, dieser besondere Faschingsbrauch, auch heuer aufgeführt wird. Kurz nach 10 Uhr startete die Gruppe beim Gemeindehaus und ging weiter zum Café Fritz und machte dann Halt beim Despar Rungg, Hotel Greif, Grauen Bär, Hauptplatz, Despar Windegger, Gasthaus zum Hirschen, Kinoplatz und zurück zum Hauptplatz, wo der Dorfrundgang um 12:00 Uhr endete. Viele Malser freuten sich, das Schützenspiel wieder zu erleben, sie hörten aufmerksam zu und gaben auch gerne eine kleine Spende. (hzg)
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Prad/Biotop Prader Sand
Der Flussregenpfeifer ist ein kleiner Watvogel, so groß wie ein Spatz. Er brütet auf vegetationsarmen Flächen in Wassernähe, besonders auf offenen Schotterflächen. Er bewohnt natürliche Flussläufe mit Schlamm-, Kies-, Sandbänken und Kiesgruben. Da es nur noch wenige solche Flächen gibt, ist seine Art vom Aussterben bedroht. In Südtirol leben zwischen 6 und 15 Brutpaare. Sie brüten südlich von Bozen, in der Passermündung bei Meran und in der Prader Sand. Aus diesem Grunde hat die Umweltschutzgruppe Vinschgau, zusammen mit dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz sowie der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz das Schutzprojekt Flussregenpfeifer in der Prader Sand gestartet. Am 28. März gab es dort nach einer ornithologischen Wanderung eine Vorstellung des Gemeinschaftsprojektes, wobei alle Projektpartner und auch Behörden und Gäste geladen waren. Josef Gruber, der Vorsitzende der Umweltschutzgruppe Vinschgau und Rudolf M. Maurer, Biotoppate in der Prader Sand, begrüßten die Gäste und erläuterten das Projekt. Valentin Schroffenegger vom Amt für Natur der Außenstelle Meran, erklärte die Bedeutung des Biotops Prader Sand als Lebensraum für ganz seltene Tiere, Insekten und Pflanzen, auch als Brutraum für Zugvögel, die auf der roten Liste ganz oben stehen, wie der Flussregenpfeifer. Durch die Klimaerwärmung sind diese Tiere noch mehr gefährdet, aber auch der Mensch kann besonders in der Brutzeit die Ruhe dieser Tiere stören. Das Biotop Prader Sand ist rund 26 ha groß und einzigartig im Alpenraum, so Schroffenegger. Barbara Folie, die Stationsleiterin der Forststation Prad, meinte, dass die „Sand“ zu den schönsten Flecken zählt, mit einem weiten Rundblick auf die umliegenden Wälder und Gletscher. Der Forstbehörde geht es in erster Linie nicht darum zu strafen, sondern aufzuklären und zu sensibilisieren. Patrick Egger von der Arbeitsgemeinschaft für Vogelschutz, Simon Ferrara vom Dachverband und BM Rafael Alber unterstrichen die Besonderheit dieses Gebietes und betonten wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zum Gelingen dieses Schutzprojektes ist. (hzg)
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Schlanders
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Das Wetter war ideal zum „marktln“. Ein buntes Potpourri an handgefertigten und außergewöhnlichen Produkten, regional, einzigartig und wertvoll, machten den SelberGmocht-Markt am vergangenen 30. August 2025 einmal mehr besonders. Und es kamen wiederum zahlreiche Gäste, die das zu schätzen wissen, was kreative Menschen hier – vor Ort – produzieren, fertigen und zum Verkauf anbieten. Bereits zum sechsten Mal fand der Eventmarkt SelberGMOCHT im Herzen von Schlanders statt. Bis in den Nachmittag hinein stellten zahlreiche Südtiroler Aussteller ihre Waren aus. Für Speis und Trank sorgten - u.a. bei Brass-Klängen - die lokale Gastronomie und Simons Smoker. (ap)
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Prad am Stilfserjoch
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Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie wurden in der Raiffeisenkasse Prad-Taufers in diesem Jahr wiederum konkrete Maßnahmen umgesetzt. Ob beim Korn schneiden auf einem Bergbauernhof, beim Projekt mit der Grundschule Glurns, „Musizieren mit der Musikkapelle“ oder bei der Mithilfe im Altersheim - kein Aufwand war zu groß. Im September beteiligten sich 21 Mitarbeiter*innen an der globalen Umweltinitiative „World CleanUp Days“. Vom Hauptsitz der Raiffeisenkasse Prad-Taufers aus machten sie sich auf den Weg, um das Dorf sowie die Wander- und Radwege von Müll zu befreien. Dabei wurden Zigarettenstummel, Papiertaschentücher, Plastikflaschen, Autofelgen sowie Schuhe und Schuhsohlen aufgesammelt. Mit diesem sozialen Einsatz von insgesamt über 100 Stunden freiwilliger Arbeit setzen die Mitarbeiterinnen Und mitarbeiter der Raiffeisenkasse Prad-Taufers ein deutliches Zeichen für die Zukunft und ergänzten ihre Büroarbeit nachhaltig durch soziales Engagement. Die Verantwortlichen der Raiffeisenkasse Prad-Taufers bedanken sich ganz herzlich bei allen, die Anfang Juni an der Mobilitätswoche teilgenommen haben und damit ein starkes Zeichen für nachhaltige Fortbewegung gesetzt haben. Es wurden Fahrgemeinschaften gebildet, der öffentliche Nahverkehr genutzt, und viele haben längere Strecken auch mit dem Fahrrad zurückgelegt. Dieses Engagement zeigt, wie einfach es sein kann, nachhaltige Mobilität in den Alltag zu integrieren. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen noch immer auf diese Weise zur Arbeit. (mds)
Am Mittwoch, dem 1. April 2026, fand im Josefshaus in Laas eine Informationsveranstaltung der Raiffeisenkasse Laas rund um die Themen Sparen und Anlegen, Pensionsfonds sowie Investmentfonds statt. Das große Interesse und die zahlreiche Teilnahme unserer Kundinnen und Kunden zeugten von der hohen Aktualität und Relevanz dieser Inhalte.
Eröffnet wurde der Abend mit Grußworten von Obmann Johann Spechtenhauser. Direktor Philipp Ladurner führte als Moderator durch die Veranstaltung und gab den Anwesenden eingangs einen Überblick über die Grundlagen der verschiedenen Anlagemöglichkeiten. Dabei ging er besonders auf die Herausforderungen der staatlichen Altersvorsorge im Zuge des demografischen Wandels ein – ein zentrales Thema, das sich wie ein roter Faden durch den gesamten Abend zog.
Als erster Referent sprach Gerhard Unterkircher von der Raiffeisen Landesbank über die Bedeutung der Zusatzvorsorge. Er stellte den Raiffeisen Offenen Pensionsfonds als wirkungsvolles Instrument vor, um frühzeitig eine private Zusatzrente aufzubauen und mögliche Versorgungslücken der gesetzlichen Rente abzufedern. Zudem stellte er die Förderungen und Steuervorteile vor.
Im Anschluss folgte ein aufschlussreicher Vortrag von Andreas Platter von Union Investment, einer der führenden Fondsgesellschaften Deutschlands. Anschaulich erklärte er die Funktionsweise von Investmentfonds, stellte deren wichtigste Arten vor und erläuterte, wie langfristiges Fondssparen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Arnold Haringer vom Südtiroler Bauernbund. Er unterstrich die besondere Bedeutung der Zusatzvorsorge, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich, wo die gesetzliche Absicherung häufig nicht ausreicht. Eine frühzeitige und gut durchdachte Vorsorge sei daher ein wesentlicher Baustein für finanzielle Sicherheit im Alter sowie bei Krankheit oder unvorhergesehenen Ereignissen.
Zum Ausklang der Veranstaltung wurde zu einem Umtrunk eingeladen, der den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit bot, persönliche Gespräche zu führen, neue Kontakte zu knüpfen und die Eindrücke des Abends in angenehmer Atmosphäre zu vertiefen.
Das Organisationskomitee der traditionellen Beachfete in Schluderns hat heuer ganz spontan die Gestaltung der Feier „Liebgoldenen Weihnacht“ übernommen, die sonst nicht mehr wie bisher organisiert worden wäre. Und alle haben sich bei den Vorbereitungen mächtig ins Zeug gelegt. Es wurde dieses Mal ein etwas anderes Fest. Die Musik war modern weihnachtlich arrangiertert worden ohne der advemtlichen Stimmung Abbruch zu tun. Neben dem Christbaum stand natürlich auch ein Palme, die seit jeher das Symbol der sommerlichen Beachfete ist.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher gaben den Veranstaltern und ihrem Team dann auch die Ehre. An den Marktständen der regionalen Anbieter kauften die Gäste kulinarische Köstlichkeiten und kunsthandwerkliche Gegenstände. Sie lauschten den Erzählungen, unter anderem vorgetragen von Mitgliedern der Theatergruppe Schluderns. Sie tranken Heißgetränke und genossen die vorweihnachtliche Stimmung bei einem „Hoangort“.
Die Organisatoren nutzten die Feier zur Übergabe eines Schecks von 5.000 Euro für den guten Zweck. Das Geld hatte das Beachkomitee, der Sportverein, der Schemenverein und die Schützenkompanie Schluderns bereitgestellt. Die Summe wurde in drei Teile gesplittet und ging an „Südtirol hilft“, an den „Bäuerlichen Notstandsfond“ und an eine Familie mit einem kranken Kindern.
Der Dank des OK-Teams der Beachfete geht an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer. Diese haben bei den unterschiedlichen Veranstaltungen dazu beigetragen, die Spenden zu generieren. Ein großer Dank geht auch an die Sponsoren. Diese sind auf https://www.facebook.com/share/18LLm3M4He/ aufgelistet. (mds)
1.632,70 Euro für Südtiroler Brustkrebsforschung gesammelt: Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Gemeindefrauenausschuss Martell gemeinsam mit dem KVW Martell an der landesweiten Primelaktion der SVP-Frauen. Am 22. Februar wurde in der Pfarrkirche das Patrozinium zur Heiligen Walburga gefeiert. Im Anschluss daran konnte im Bürgerhaus bei der Walburgafeier gegen eine freiwillige Spende ein Frühlingsgruß mit nach Hause genommen werden.
Mit den Spendengeldern wird eine Südtiroler Forschungsstudie unterstützt, die die Wirksamkeit verschiedener Behandlungsmethoden für Brustkrebspatientinnen untersucht. Das Ziel der Studie besteht darin, die Nebenwirkungen taxanhaltiger Chemotherapien auf das periphere Nervensystem zu reduzieren und die Lebensqualität der Patientinnen während und nach der Behandlung zu verbessern. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Brixner Primaria Dr.in Sonia Prader. In diesem Jahr konnten 1.632,70 Euro überwiesen werden. „Die Primelaktion läuft in unserer Gemeinde jedes Jahr sehr gut, heuer konnten wir sogar einen neuen Spendenrekord erzielen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen für die zahlreichen Spenden“, schreiben die Mitglieder des Gemeindefrauenausschusses und des KVW Martell in einer Aussendung.
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Schloss Goldrain
Die vielen Besucher im Graf Hendel Saal im Bildungshaus Schloss Goldrain erlebten am 27. März einen ganz außergewöhnlichen Theaterabend. Auf der kleinen, aber feinen Bühne standen zwei Schauspieler (Peter Schorn und Gerd Weigel) und eine Schauspielerin (Brigitte Knapp). Sie spielten ohne Plan, ohne Proben, ganz spontan, aber genial, mit voller Energie und tollen Überraschungen. Ebenso spontan wurden sie musikalisch auf einem E-Piano von Leonhardt Kinzel begleitet, der es meisterhaft verstand die Theaterstimmung in eine passende musikalische Atmosphäre einzubetten. Es waren knapp zwei Stunden Improvisationstheater auf hohem Niveau, facettenreich präsentiert vom Improtheater Carambolage aus Bozen. Um diese besondere Kleinkunstszene zu erleben, muss man normalerweise das Kellertheater Carambolage in Bozen besuchen. Wir haben es in den Vinschgau geholt, um diese Theaterform auch hier zu genießen, so Maria Raffeiner, die Bildungsreferentin im Schloss Goldrain. Seit über 20 Jahren gibt es das Improtheater Carambolage. Die Improvisation, die Kreativität stehen im Mittelpunkt. Durch die Interaktion mit dem Publikum entsteht ein Programm, das sich im spontanen Spiel entwickelt und dessen Verlauf weder vom Publikum, noch von den Spielern vorhersehbar ist. Die Schauspieler sammeln vom Publikum verschiedene Gegenstände ein und fordern die Besucher auf, spontan Signalwörter oder Kernsätze zu äußern. Mit diesen Gegenständen, Wörtern und Sätzen werden Kurzszenen und Songs entwickelt. Mit den spontan geäußerten Begriffen „Montani“, „Töniegg“ und „Erika – Kribbeln im Bauch“ sangen die drei Schauspieler drei Songs für den Eurovision Song Contest. Dann präsentierten sie drei Fernsehsendungen zu folgenden Inputs: „Mit einem Patschen im Stau“, „Warum hast du das getan?“ und „Echtzeitüberweisung kostet dem Kunden viel Geld“. Zum Schluss gab es ein Interview mit einem Brauchtumsforscher über einen alten, vielfach vergessenen Brauch, das Brennsupp Essen am Karfreitag, zubereitet mit einer Brotgramml. Vom Publikum kam immer wieder großer Applaus und es gab viel zu lachen. (hzg)
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St. Valentin a.d.H./Schluderns
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Die Theaterbühne St. Valentin auf der Haide bringt in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Familienverband KFS das Märchen „Kein Apfel für Schneewittchen“ auf die Bühne. Premiere ist der Samstag, 15. November 2025 um 19.30 Uhr im Vereinshaus von St. Valentin a. d. Haide (weitere Aufführungen: siehe Theaterwind).
Die größte Herausforderung bei der Inszenierung war, die Probentermine zu finden. Alle 14 jungen Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam zu den Proben auf die Bühne zu bekommen war nur schwer zu schaffen. Das sagt die Regisseurin der Theterbühne Hedwig Probst. Denn die Kinder sind fast an jedem Nachmittag zeitlich an irgendwelche Freizeitangebote gebunden, beispielsweise bei unterschiedlichen Sportaktivitäten, in der Musikschule, beim Nachhilfeunterricht und so weiter.
Dieselbe Erfahrung musste kürzlich auch die Regisseurin der Theaterbühne Schluderns, Christl Stocker Perkmann machen. Sie inszenierte ebenfalls zusammen mit dem KFS ein Martinsstück in der Kirche. Und sie kam zum Schluss: „Es ist wegen der vielen Termine der Kinder nur noch schwer möglich, mit ihnen ein Theaterstück zu inszenieren.“
Doch nichtsdestotrotz, die Auffführung gelang schließlich doch. Die zehn Kinder überzeugten am vergangenen Dienstag, dem Martinstag in der Schludernser Pfarrkirche mit ihrem beherzten Spiel. Dieses fügte sich in den Wortgottesdienst, geleitet von Loise Ritsch, und drehte sich um das Teilen.
Auch das Märchenspiel in St. Valentin hat die besten Voraussetzungen ein Erfolg zu werden. (mds)
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Juvi - Jugendtheater Vinschgau
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„A Gschicht isch a Gschicht, ober stellt sie enk vor, donn wert sie Wirklichkeit.“ Die jüngste Juvi-Produktion „Und die Nacht war still“, „isch a Gschicht über a bekonnte Gschicht, a Gschicht über an Moment, der Himmel und Erde verändert, es isch der Sturm nach der Ruhe.“
Begeisterungspfiffe und viel Applaus gab es am Premierenabend, den 18. Dezember 2025 für die elf Juvis, die Spielerinnen und Spieler des Jugendtheaters Vinschgau. Sie wussten die Bühne im Kulturhaus Schlanders zum Leuchten und das Publikum zum Träumen zu bringen.
Denn glaubst du an Magie? Sprichst du mit den Kühen über das Wetter? Tanzt du im Regen? Das Leben in Mariapfarr im Jahre 1816 – mitten im Krieg – ist alles andere als einfach. Licht in die Dunkelheit bringt eine junge Lehrerin eigentlich eine Haushälterin, die anders ist. Denn Veränderung entsteht wenn jemand etwas anders macht und anders ist auch eine Form von richtig. Die Weihnachtsbotschaft von Autor, Regisseur und Spieler Daniel Trafoier am Ende des Abends war klar: Träumt. Alles ist möglich, wenn ihr es euch vorstellt. Stille Nacht. Heilige Nacht. Ein Lied mit einer abenteuerlichen wie gelungenen Interpretation. (ap)
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S’Lorgagassl Stilfs
Das von der Stilfser Bühne s’Lorggagassl zu ihrem 25-jährigen erbetene Stück über den Stilfser Mäuseprozess hat der bekannte aus Prad stammende und in Berlin lebende Autor Toni Bernhart fantastisch umgesetzt und den Stilsern mit viel Schmunzeln direkt auf den Leib geschrieben: Der (tatsächlich in Gerichtsakten in Glurns und in Wien um 1520 belegte) Mäuseprozess findet am Stilfser Kirchtag kurz vor der Prozession in einer Bauersküche statt, mitten im Geruch von in Öl herausgebackenen Kirchtagskrapfen und gedämpften Knödeln. Ein Advokat aus Bozen, eine in Stilfs zufällig urlaubende Richterin, die Bauersleut’ als Kläger, Zeuginnen und ein Jungbauer als Verteidiger sind aufgestellt und das Urteil ist nach prägnanter Rede und Widerrede rasch gesprochen: Die Mäuse sollen sich herrichten, sie müssen weg - hinaus nach Prad. Tatsächlich gibt es an diesem Tag nach dem Urteil gleich zwei Prozessionen, eine mit den Stilfsern und eine mit den Mäusen. Unter der Regie von Petra Platzer und Pankratius Eller wird das Stück „Linamaus“ von Toni Bernhart in allen bühnenrelevanten Bereichen und von den Schauspielerinnen und Schauspielern bis zur letzten Maus glänzend umgesetzt. Und grübelnd (vor allem wegen der letzten Wendung im Stück) verlässt das Publikum den Theatersaal in Stilfs... Prädikat: sehenswert. (eb)
Nächste Aufführungen:
Donnerstag, 16.04. 20.00 Uhr
Freitag, 17.04. 20.00 Uhr
Samstag, 18.04. 20.00 Uhr
Sonntag, 19.04. 15.00 Uhr
344 4569066
(15-19 Uhr oder über Whats-App)
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Heimatbühne St. Valentin a. d. H.
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Die Verantwortlichen der Heimatbühne St. Valentin und die des Katholischen Familienverbandes konnten sich über den großen Erfolg das Stück „(K)ein Apfel für Schneewittchen“ von Werner Schulte freuen, das im November aufgeführt worden war. Der Andrang war groß. Es waren vor allem Eltern mit ihren Kindern, die zu den Aufführungen kamen. Es musste sogar eine Zusatzaufführung eingeschoben werden. 14 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahre probten seit September mit den Akteuren der Heimatbühne, die für Regie, Bühnenbau und Beleuchtung sorgten, und mit Helferinnen und Helfer vom KFS. Oft war es schwer Termine zum Proben zu finden, weil die Kinder viele andere Verpflichtungen haben. Zum Inhalt: Alles war scheinbar so wie im klassischen Märchen der Brüder Grimm, das schöne Schneewittchen, die sieben Zwerge, die neidische Königin, der Jäger. Und doch war alles anders. Der Apfel, der Schneewittchen tötet, war nicht vergiftet. Denn Kinder von außen mischten im Geschehen mit. Sie tauschen den Apfel aus und retteten das Schneewittchen.
Die Kinder spielten lebendig, herzerfrischend und mit großer Begeisterung. Zum Abschluss wünschten sich die Kinder eine gemeinsame Nacht im Vereinshaus. (mds)
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Theaterverein Schlanders
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Wahnsinnig stellen: Das ist gar nicht so einfach. Und in einem Finanzministerium erst recht nicht. Denn die einzige Erklärung, die ein Finanzministerium kennt, ist die Steuererklärung. Und Rückgrat gibt es in der Anatomie, aber nicht in der Politik. Er ist das letzte Glied der traurigen Kette, der Beamte Willi Winzig, hervorragend gespielt von Stefano Tarquini. Er, der kleine Beamte, muss schuften und die Schufte… Denn in der Behörde ist es wie im Theater: Ein paar arbeiten und der Rest schaut zu.
Szenenapplaus und viele Lacher gab es bei der Premiere des Theatervereins Schlanders am vergangenen 5. November 2025. „Das hat man nun davon“, die Komödie von Heinz Erhardt, sorgte rundum für Unterhaltung im proppenvollen Kulturhaus.
Köstliches Mienenspiel gab es nicht nur von Tarquini, der übrigens eine Wahnsinns-Textportion zu stemmen wusste, sondern auch von Mara Siller als fleißig verliebte Sekretärin, Susanne Resch Vilardo in der Rolle des Geizhalses und Lisa Pöder als umgarnte Tierärztin. Ivan Adami überzeugte als Dr. Senn mit Ein- in Notfällen, Franz Steiner als Dr. Kühlender, der sich als Finanzminister mit Kühen aber nicht mit Finanzen auskennt und plötzlich von Dr. Finz (Elfriede Gruber) abgelöst wird, weil sich das mit der Entwicklungshilfe für Ali Ben Agar Nemzich (Martin Pedross) dann doch als undankbare Aufgabe erwies. Regie führt Daniel Clemente, „ohne den“, so Obmann Tarquini, „wir nicht wüssten, was wir täten.“
Und was hat man nun davon? Köstliche Unterhaltung, witzige Dialoge und spritziges und lustiges Theaterspiel. (ap)
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Heimatbühne Tschengls
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Ein echter Komödienklassiker sorgt im Kultursaal von Tschengls für heitere Unterhaltung. Das Stück von M. Vitus wurde bereits 1958 von der Heimatbühne des Dorfes einstudiert und zählt zu den bekanntesten Lustspielen im Alpenraum. Im Mittelpunkt stehen drei eingefleischte Junggesellen, die der Frauenwelt abgeschworen haben und im Dorf daher als die drei Eisbären bekannt sind. Ruppig im Umgang, wenig eitel im Erscheinungsbild und zufrieden mit ihrem abgeschiedenen Leben auf dem Hof: So geben Johann Thurner, Alexander Januth und Fabian Andres den Brüdern ein herrlich kauziges Gesicht. Ihre Ruhe wird allerdings regelmäßig gestört: Sei es durch den geschäftstüchtigen Viehhändler Franz Laimer (Florian Peer), der ihnen die schlagfertige Fanny (Ulrike Valentin) vermitteln möchte, oder durch ein Findelkind, das plötzlich vor der Tür liegt. Ihre Haushälterin Touna (Roswitha Tappeiner) ist außer Gefecht und will vom Kinderaufziehen ohnehin nichts mehr wissen. Auf den Rat des Pfarrers hin zieht die junge Leni (Jana Peer) schließlich auf den Hof, um Kind und Haushalt in Ordnung und die Herzen der eigentlich so heiratsscheuen Junggesellen in Unordnung zu bringen...
Der Schwank punktet mit klaren Spielabläufen, unaufdringlichem Humor für alle Altersklassen und einer Geschichte, die die Sehnsucht nach dem Einfachen weckt. Das lebhafte Ensemble beeindruckte mit präziser Mimik und treffsicheren Pointen, wofür es bei der Premiere mit viel Gelächter und kräftigem Applaus belohnt wurde. Bei Martin Spechtenhauser liefen die Fäden der Regie zusammen.
Maria Raffeiner
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Dorftheater Schleis
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Die Schauspielerinnen und Schauspier des Dorftheaters Schleis sorgen derzeit mit dem Lustspiel „Heiliger Antonius“ für große Erheiterung. Sie spielen beherzt auf und sorgen dafür, dass ihr Spaß am Spiel auf das Publikum überspringt. Dieses dankt ihnen mit Lachen und spontanem Szenenapplaus. Dass Schleiser Ortsgegebenheiten im Stück eingewoben sind, sorgt für eine spezielle Komik, genauso wie „das Fett“, das die „hohe Geistlichkeit“ auf der Bühne abbekommt. Zum Inhalt: Dieser dreht sich um den Streit zwischen den Bewohnern der beiden Dorfteile Schleis-Außerdorf und Schleis-Innerdorf und um die Antonius Kirche, die zur Hälfte den einen und zur Hälfte den anderen gehört. Und es geht um die Statue des Heiligen, die laufend so gedreht wird, dass sie der jeweiligen Gegenseite den Hintern zeigt. Der Versuch den Streit zu schlichten, bringt einen Pfarrer in die Psychiatrie und fordert dessen Nachfolger. Dann mischt auch noch der bischöfliche Ordinariatsdirektor mit. (mds)
Nächste Aufführungen:
Fr. 17. April 2026 um 20.00 Uhr
Zusatzaufführung:
Sa., 18. April 2026 um 20.00 Uhr
im Sparkassensaal von Schleis
Reservierung: Tel. 347 845 5 88 32
(von 18.00 bis 20.30 Uhr)
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Theater Schluderns
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Vorneweg: Allein schon wegen des grandiosen Bühnenbilds begeistert die Theaterbühne Schluderns heuer mit dem Stück „Die Brüder aus der Eccles Street“. Inhaltlich ist alles drinnen: Liebe, Lügen, Betrug, Streit. Was dem einen bekommt, ist Gift für den anderen. Dem einen Bruder seine Frischvermählte, ist dem anderen seine Hure aus der Vergangenheit. Man kann greifen, dass diese Sache nicht gut gehen kann. Regisseurin Christl Stocker Perkmann weiß einmal mehr, jede Rolle perfekt auf den Leib zu schneidern. Caroline Trafoier (Ruby), Michael Stauder (Eddie Gale), Martin Klotz (Ricky Gale), Zuzanna Kuchelbacher (Minnie), Tina Pali (Linda) mit Barbara Donner, Christian Überbacher und Holger Gunsch liefern ein großartiges Schauspiel ab, das - ganz nebenbei bemerkt - bereits 1971 in Schluderns auf die Bühne gebracht wurde. (ap)
Nächste Aufführungen:
Samstag, 07.02.26 um 20.00 Uhr
Sonntag 08.02.26 um 17.00 Uhr
Reservierung: 339 76 00113
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Heimatbühne Burgeis
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Mit einer an den Vinschgau angepassten und schmissigen Darbietung der Komödie „Es fährt (k)ein Zug nach nirgendwo“ von Winnie Abel (auf Vinschger und Südtiroler Verhältnisse hin bearbeitete Fassung von Ludwig Fabi) hat die Heimatbühne Burgeis das Publikum bei der Premiere am Freitag, den 21. November einen stimmig vergnüglichen Abend bereitet. Die Rollen in der Bahnhofskomödie waren den Schauspielerinnen und Schauspielern von Burgeis quasi auf den Leib geschneidert und die haben diesen Umstand mit starker Bühnenpräsenz und großer Lust am Spiel schauspielerisch zu nutzen gewusst. Die direkten Interaktionen mit dem Publikum zu Beginn des Stückes und die indirekten während der Aufführung fanden Wohlgefallen und Belustigung. Der Regisseur Ludwig Fabi hat das Stück (passend zur Elektrifizierung der Vinschger Bahn, passend zum verlotterten Bahnhof in Meran, passend zu den Verzögerung in den vergangenen Jahren) mit lokalkritischer und humoristischer Würze versehen und auch damit für Lacher, Schmunzeln und Nachdenken gesorgt. Ort des Geschehens und ohne Bühnenwechsel war der Bahnhof in Meran. Im familiären Rahmen des Kulturhauses von Burgeis wurden alle Arbeitsschritte der Heimatbühne, vom Bühnenbau bis zur Schminke sichtbar und zelebriert.
Am Freitag, den 28. und am Samstag den 29. November gibt es um 20 Uhr noch zwei Aufführungen. Unter 379 333 6509 kann reserviert werden. (eb)
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Heimatbühne Prad
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Mit der Komödie „Petticoat und Rock’n Roll - Die Blusenmädchen von Prad“ feierte die Heimatbühne Prad ihr 40-jähriges Jubiläum. Das Stück entführt das Publikum in die Zeit der 1960er Jahre, als in der ehemaligen Textilfabrik „Bohne & Co“ in Prad Blusen genäht wurden und Hosen für Frauen noch tabu waren. Die Darstellerinnen und Darsteller Lea Gander, Vivien Gander, Claudia Gruber, Valeria Kofler, Norbert Kofler, Nadin Ortler, Alfons Paulmichl, Alois Paulmichl, Dominik Paulmichl, Lisa Rungg, Anja Tumler und Max Wegmann spielten beherzt auf. Mit frischem Spielwitz und Tanz zu bekannten Evergreens sorgten sie für beste Unterhaltung. Spektakulär war der bunte Schlussteil mit Mitgliedern der Volkstanzgruppe. Regie führte Nadia Schwienbacher. Die Choreografie gestaltete Vera Holzer. Anders als im Falle der einstigen Fabrik in Prad, die 1981 geschlossen wurde, kann sich die Fabrik im Theater mit einer Modeschule und innovativen Ideen in die Zukunft retten. (mds)
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Heimatbühne Taufers i. M.
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Die Heimatbühne Taufers i. M. feierte am vergangenen Samstag unter der Regie von Elena Calo‘ Premiere des Stückes „Der dressierte Mann“ von John von Düffel. Der Autor hat Esther Vilars Skandalbuch aus den 1970er Jahren zu einer Komödie umgeformt. Pointenreich, scharfzüngig und mit Situationskomik wirbeln die vier Akteure auf der Tauferer Bühne bekannte Rollen-Klischees durcheinander. Und es stellt sich die Frage: Sind in Wahrheit nicht die Frauen, sondern die Männer das unterdrückte Geschlecht?
Kurz zum Inhalt: Bastian (Davide Brighenti), ist eingeengt zwischen seiner Freundin Helen (Karin Rufinatscha), der Schwiegermutter (Monika Grass) und der eigenen Mutter (Sieglinde Hirschberger). Er plant Helen einen Heiratsantrag zu machen, als diese ihm mitteilt, dass sie auf der Karriereleiter hochsteigen kann, was sich eigentlich Bastian erhofft hat. Die Beziehung gerät aus den Fugen. Die beiden Mütter entwickeln ihre eigene Strategie für das junge Paar.
Das Publikum amüsierte sich und bedachte die Theatergruppe mit kräftigem Applaus. Beim anschließenden köstlichen Premiere-Buffet, spendiert vom Chef des „Hotels Tuberis“ Andreas Steiner, gab es großes Lob für die gelungene Umsetzung des doch recht anspruchsvollen Stückes. (mds)
Nächste Aufführungen
Schulturnhalle Taufers i. M.:
Samstag 15.11. - 20.00 Uhr;
Sonntag 16.11 - 17.00 Uhr;
Mittwoch 19.11. - 20.oo Uhr;
Samstag 22.11. - 20.00 Uhr
Reservierung: 375 101 0612
(ab 18.30 Uhr)
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Volxtheater Oberwind Mals
Das Volxteattr Oubrwind Mols spielt dieses Jahr vom 23. Jänner bis 7. Februar unter der Regie von Hanspeter Plagg das Schauspiel Stroßnbluat des Tiroler Dramatikers Hans Renz. Es ist mehr als nur eine Korrnr-gschicht. Zwei Welten stoßen aufeinander, die Bauernwelt und die Korrnrwelt. Im kleinen Bergdorf herrscht die alte Ordnung, geprägt durch Bräuche, Engstirnigkeit und Inzucht. Jeder hat seinen Platz im Dorf, im Haus und in der Kirche. Die Korrnr, die Fahrenden, dürfen nur kurz bleiben. Sie haben keinen Besitz, nur einen Karren und viele Kinder. Aber sie haben die Freiheit, ihnen gehört die Straße und das ganze Land. Auch sie haben ihre Ordnung und in beiden Welten herrschen die Männer. Die Frauen haben nichts zu melden. Trotzdem sind die Frauen die Starken, die die Schwächen der alten Ordnung erkennen, offen für das Neue sind und die festgefahrene Ordnung durchbrechen, weil sie noch etwas haben: Verständnis und Mitgefühl. Die beiden Welten stoßen aufeinander, als die Korrnrgruppe einen Verletzten im Dorf über Winter zurücklassen muss. Die junge Angerhof-Bäuerin nimmt den Korrnr als Gast auf und pflegt ihn. Dramatisch wird es als sich die beiden ineinander verlieben. Das Dorf ist in Aufruhr und der Korrnrkini will seinen Sohn wieder zurück. Wer setzt sich durch? Kann ein Korrnr zu einem Bauern werden, der im Dorf respektiert wird? Und was wird dann aus dem Korrnrvolk? Es ist ein hochaktuelles Thema über den Umgang mit dem Fremden und die Frage nach Identität und Zugehörigkeit, leidenschaftlich und überzeugend gespielt und spannend bis zum Ende. Außerdem sehr angenehm zwischen den einzelnen Akten: Gitarren- und Geigenmusik und das bekannte Korrnrlied: Schlof inn kloaner Korrnr, schlof inn, lezzr Dräkk, haint saimar nou doo, morgn saimr awäkk. (hzg)
Weitere Aufführungen
Freitag, 06.02.2026
Samstag, 07.02.2026
jeweils 20 Uhr
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Juvi - Jugendtheater Vinschgau
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Magie. Träume. Stille. Gibt es ein Weihnachtswunder? Vielleicht. Daniel Trafoier, Autor, Regisseur und - dieses Mal – auch selbst auf der Bühne hat sich einen Wunsch erfüllt mit seinem Stück „Und die Nacht war still.“ Ein Weihnachtstheater bringt das Juvi, das Jugendtheater Vinschgau, heuer vor Weihnachten auf die Bühne, ein Musiktheater. „Denn es wird viel gesungen“, sagt Trafoier zum Vinschgerwind.
Wir schreiben das Jahr 1816. Mariapfarr ist ein kleines abgelegenes Dorf im Lungau. Im Mittelpunkt steht die Familie Rieder. Der Vater kommt aus dem Krieg nicht zurück und fehlt. Vor allem der Jüngste der Familie, Matthias, leidet. Pfarrer Mohr bekommt eine neue Haushälterin, eine junge gebildete Frau, die er kurzerhand als Lehrerin einsetzt und die anders ist und von den Kindern schnell ins Herz geschlossen wird.
„Und die Nacht war still“ ist ein Stück darüber, wie man lernt zu träumen, was es heißt Kind sein zu dürfen. Dass manchmal das Schönste aus der Stille entsteht. Und es ist ein Stück, das die Zuschauerinnen und Zuschauer berühren wird.
11 Spielerinnen und Spieler, Jugendliche zwischen 13 und 18 und drei Erwachsene, stehen auf der Bühne. Sie stehen nicht nur auf der Bühne, sondern machen sie lebendig. Sie leben Theater, singen, spielen, füllen die Bühne mit unglaublich viel Spielfreude. Gibt es nun ein Weihnachtswunder? Vielleicht.
Geeignet für Kinder ab 5 Jahren.
Premiere: Donnerstag, 18.12.2025 um 19:30 Uhr. Weitere Termine siehe unten. Tel. 348 9387131 (auch WhatsApp)
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Theaterbühne Matsch
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Mit der Komödie, dem Dreiakter „Regenwurmorakl“ von Ralph Wallner bringt die Theaterbühne Matsch unter der bewährten Regie von Anna Seidl und unter der Gesamtleitung von Jonathan Stecher Unterhaltung pur auf die Bühne im Kulturhaus von Matsch. Mit den erfahrenen Schauspielern Petra Gunsch (Lotti), Hubert Salutt (Lumpi) und Iris Habicher (Mumien-Resi) als Zugpferde können sich die jungen Schauspieler:innen prächtig entwickeln.
Die Geschichte entwickelt sich soweit, dass die Dorfleute von Schilfdorf gern und viel für das Lesen der Zukunft aus der Bewegung von Regenwürmern bezahlen. Die Regeln für das Orakel sind klar: Bezahlt wird trotzdem, auch wenn der Heilige Wurm in seiner Antwort nicht eindeutig ist. Mittelpunkt ist der junge Hans (Jonathan Stecher) auf der Suche nach seinem vermeintlichen Vater. Schauspieler und Publikum hatten bei der Premiere am vergangenen Samstag, den 31. Jänner eine große Hetz. Der Saal war ausverkauft, die Schauspieler in Spiellaune, das Bühnenbild schaurig schön, alle freiwilligen Helfer auf ihren Posten. Bemerkenswert: Das Publikum war im Schnitt jung und das war wohl vor allem den jungen Schauspieler:innen zu verdanken, die der Theaterbühne Matsch eine gute Zukunft versprechen. (eb)
Weitere Aufführungen
Fr., 06. Februar 2026, 20 Uhr
So., 08. Februar 2026, 15 Uhr
Mi., 11. Februar 2026, 20 Uhr
Sa., 14. Februar 2026, 20 Uhr
So., 15. Februar 2026, 15 Uhr
Reservierung: 349 8119474
(ab 17 Uhr) oder über WhatsApp
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Juvi - jugendtheater Vinschgau
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Herzlichen Glückwunsch: Alle Rätsel wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Tür ist wieder geöffnet. Und wie war das mit Anne Frank? Die Juvi Stage up-Produktion am vergangenen 25. und 26. April 2026 in der WFO Schlanders auf der Bühne, verwandelte das Hinterhaus der Anne Frank kurzerhand in einen Escape-Room. Fünf Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eingesperrt, was weniger chillig aber „net so deep“ ist.
Fiona, die Tussi, Emilia, das Musiktalent, Linda, die ausschließlich Sportklamotten trägt, Miriam, die Streberin und Isabella, „the rich“, streiten nicht, sondern diskutieren und finden am Ende auch die Antwort auf Frau Guflers Fragestellung: Was könnt ihr von Anne Frank lernen? Wer glücklich ist wird auch andere glücklich machen. Seid wachsam vor Vorurteilen. Habt Respekt vor der Würde des Menschen. Und in einer Zeit, als sich die Menschen von ihrer hässlichsten Seite zeigen: Trotz allem der Glaube an das Gute im Menschen.
Hinter der Neufassung der Teens, der dritten Gruppe von Stage up Juvi, ein Theaterprojekt mit Theaterpädagogin Nadia Schwienbacher und fünf Girls der 2. und 3. Klasse Mittelschule stecken über ein Jahr Arbeit, viele Ideen, unzählige Stunden und unglaublich viel Spielfreude und Kreativität.
Herzlichen Glückwunsch Anna Hafner Bungert, Jara Nussbaumer, Sylvie Alber, Eva Unterlechner, Paula Kofler und Sonia Thöni: Es war ein jugendlich frisches, genial kreatives, kurzweiliges und informatives, um nicht zu sagen „deepes“ Theater. Hut ab! (ap)
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Mals
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Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen SOGYM im Oberschulzentrum von Mals beschäftigten sich kürzlich in sechs Gruppen eine Woche lang intensiv mit Themen, die sich rund um die Welt von morgen drehen. Beleuchtet wurde das gesellschaftliche Miteinander in der digitalen Welt der Zukunft, die viele neue Kommunikationsmöglichkeiten bietet, aber mit Gefahren durch Falschinformationen verbunden ist. Geblickt wurde in die Arbeitswelt der Zukunft, die vor den Herausforderungen der Digitalisierung, der Technologisierung und des demographischen Wandels steht, und in das Leben und Wohnen im Jahr 2075 mit neuen Formen des Zusammenlebens. Untersucht wurden die Wege zur „Silver Society“ mit der Schlussfolgerung, dass es künftig kein fixes Rentenalter mehr geben kann, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Interessant war die Gegenüberstellung Printmedien und digitale Medien. Dabei zeigte sich, dass die Online-Medien klar im Aufschwung sind, und das speziell bei der jüngeren Generation. Doch Zeitungen und Bücher wird es auch weiterhin geben. Mit einem gelungenen Rollenspiel wurde die Präimplantationsdiagnostik beleuchtet. Dabei trifft Wissenschaft auf Moral. Es stellt sich die Frage: Darf man sich in Zukunft mit der revolutionären „Crispr/Cas 9 – Methode“, das heißt mit genetischer Manipulation ein Designer-Baby erschaffen lassen, bei dem alle Defekte aus der DNA ausgeschlossen werden können? Die Antwort ist: Das alles ist ethisch äußerst problematisch und nicht zuletzt mit großer Ungerechtigkeit verbunden. Die Reichen würden es sich leisten können und die Armen nicht. In Italien ist diese Gen-Manipulation bislang verboten. (mds)
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Prad/Vinschgau
Am Freitag, den 27. Februar, fand eine Fachveranstaltung zum Thema „Thermische Nutzung der Wasserkraft im alpinen Raum des oberen Vinschgau“ statt. Organisiert wurde sie vom Ingenieurbüro Patscheider & Partner in Zusammenarbeit mit dem E-Werk Prad sowie dem deutschen Ingenieurbüro Eproplan.
Den Anstoß für die Veranstaltung gab ein Vortrag der Firma Eproplan bei den Energietagen in Mals. Im Anschluss daran vertieften Michael Wunderer und Ronald Patscheider in einem weiterführenden Gespräch mögliche Potenziale im Vinschgau. Dabei wurde rasch deutlich, dass im gesamten Tal noch beträchtliche, bislang ungenutzte Energiequellen vorhanden sind. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee, bereits zu Beginn des Jahres 2026 eine gezielte Veranstaltung mit den lokalen Betreibern von Fernheizwerken und Kläranlagen zu organisieren.
Zur Vorbereitung wurden der Firma Eproplan umfangreiche Daten zu verschiedenen Fernheizwerken und Kläranlagen im Vinschgau übermittelt. Besonders eingehend analysiert wurden das Fernheizwerk Prad sowie die Kläranlage Prad, da dort aktuell die Erweiterung der Fernwärmezentrale geplant wird. Auf Basis dieser belastbaren Datengrundlage konnte Eproplan sehr praxisnahe Beispiele präsentieren. Mit einem konkreten Projektansatz für Prad und einer ersten Potenzialabschätzung für den gesamten Vinschgau gelang es, das Interesse der anwesenden Entscheidungsträger deutlich zu wecken.
Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch sowie durch den Bürgermeister von Prad, der seit Kurzem auch als zuständiger Resortleiter für Abwasser- und Abfallbewirtschaftung in der Bezirksgemeinschaft tätig ist. Für ihn stellte die Veranstaltung zugleich einen fundierten Einstieg in die Thematik dar, insbesondere mit Blick auf die strategische Nutzung regionaler Energiepotenziale.
Im Mittelpunkt der Fachvorträge stand der Einsatz zentraler Großwärmepumpen. Diese können thermische Energie aus geklärtem Abwasser, aus Fließgewässern, Seen oder auch aus geothermischen Quellen gewinnen und in bestehende Fernwärmenetze einspeisen. Gerade im Vinschgau sind die Rahmenbedingungen dafür besonders günstig: Es bestehen zahlreiche Seen und Fließgewässer, es gibt nutzbares Potenzial aus geklärtem Abwasser, die Nähe zu bestehenden Heizwerken und Wärmenetzen ist gegeben, und zudem steht Strom aus erneuerbarer Wasserkraft für den Betrieb der Wärmepumpen zur Verfügung.
Am Beispiel von Prad wurde das Potenzial konkret dargestellt. Das Abwasser der Kläranlage bietet ganzjährig eine stabile und zuverlässige Wärmequelle. Auf dieser Grundlage wäre der Einsatz einer Wärmepumpe mit rund 800 kW Leistung technisch umsetzbar. Zusätzlich liefert die Etsch insbesondere in den Wintermonaten durch ihren hohen Volumenstrom weiteres energetisches Potenzial. Für eine abschließende Bewertung sind nun vertiefende technische und wirtschaftliche Analysen erforderlich.
In der Zusammenfassung wurde deutlich, dass im gesamten Vinschgau erhebliche Potenziale vorhanden sind. Der nächste Schritt besteht in der Ausarbeitung konkreter Machbarkeitsstudien, der Prüfung wirtschaftlicher Modelle sowie der detaillierten Analyse möglicher Förderinstrumente. Technisch sind entsprechende Lösungen durch professionelle Planung und Baubegleitung gut realisierbar.
Abschließend stellte Michael Wunderer die aktuellen Fördermöglichkeiten für Fernheizwerke und Kläranlagen vor. Mit den derzeitigen Landesförderungen sowie den staatlichen Programmen rund um den Conto Termico 3.0 eröffnen die Jahre 2026 bis 2028 ein besonders attraktives Investitionsfenster mit überdurchschnittlicher Förderintensität. Entscheidend sind dabei eine frühzeitige Antragstellung, die strategische GSE-Qualifizierung sowie die Durchführung eines fundierten Energieaudits. Die Kombination mehrerer Förderprogramme kann die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte zusätzlich deutlich verbessern.
Was wäre, wenn es die engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Tierschutzverein Vinschgau nicht gäbe? Dann würden beispielsweise überall im Tal unzählige verwahrloste und kranke Kätzchen herumlaufen, die niemandem gehören, und deren Anblick für viele Menschen kaum erträglich wäre. Das Ganze wäre auch mit Gesundheitsrisiken verbunden. Das Thema müsste eigentlich alle etwas angehen, speziell auch den politisch Verantwortlichen in den Gemeindestuben. Doch vielerorts kümmern sich meist nur die Verantwortlichen im Tierschutzverein um das Tierleid. Seit Jahren setzen sie sich für Kastrationen ein, um die ungezügelte Vermehrung der Katzen zu begrenzen. Doch trotz allem sind sie immer wieder mit „Katzeninvasionen“ konfrontiert, auch weil Katzenbesitzer selbst keine Verantwortung übernehmen. Im Gegenteil, der Tierschutzverein wird oft genutzt, um sich die Kosten für Katrationen zu ersparen oder sogar, um unliebsame Tiere einfach loszuwerden. Die Kosten trägt dann der Verein. Die öffentlichen Beiträge decken dabei nur einen kleinen Teil des Ganzen. Der Rest muss mit freiwilligen Spenden und Aktionen abgedeckt werden. Kürzlich zog der Tierschutzverein Bilanz. Im Jahr 2025 wurden 274 Streunerkatzen von den Vinschger Tierärzten und 55 im Tierheim Sill kastriert. 33 ältere Katzen, deren Besitzer gestorben sind, wurden in den vom Verein betreuten Katzenkolonien (mit insgesamt 105 freilebenden Tieren) aufgenommen. Sieben verletzte Igel wurden gesund gepflegt und wieder in Freiheit entlassen. Sechs verletzte Greifvögel wurden ins Vogelschutzzentrum Dorf Tirol gebracht. Außerdem ist die Verantwortliche im Tierschutzverein Anita Pichler regelmäßig in Schulen unterwegs, um für Tier- und Umweltschutz zu sensibilisieren unter anderem mit dem Projekt „gemeinsam bunt“. Ein großes Problem ist, dass in der westlichen Landeshälfte ein Tierheim fehlt. (mds)
Der Tierschutzverein bittet um die 5 Promille bei der Steuererklärung.
Infos: www.tierschutzverein.it
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St. Valentin auf der Haide
Faschingsfreunde dürfen sich freuen: Am Samstag, den 14. Februar 2026, findet um 14:00 Uhr wieder der große Faschingsumzug der Hoader 6er statt. Der farbenfrohe Umzug startet beim Camping Thöni und zieht durch das Dorf bis zum Waldfestareal, wo der Fasching gemeinsam gefeiert wird. Während des Umzugs und nach dem Umzug steigen die Faschingspartys in den verschiedenen Bars von St. Valentin.
Der Faschingsumzug der 6er hat in St. Valentin auf der Haide eine lange und bewegte Geschichte. Ins Leben gerufen wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg von den Lehrern Leo Noggler, Friedrich Punter und Maria Stecher. Die Traditionsvereine wie der Skiclub mit Obmann Georg Hofer und die Musikapelle und Obmann Valentin Stecher haben bei den Anfängen bereits eine wichtige Rolle gespielt. In einer Zeit, die von großen Verlusten geprägt war, schufen sie bewusst Raum für Freude, Begegnung und Zusammenhalt im Dorf.
Trotz schwerer Schicksalsschläge – wie die vielen zu beklagenden vermissten und Toten des 2. Weltkrieges, die Zerstörung des Dorfteils Stockerhöfe für den Bau des Reschenstausees im Jahr 1940, die rund 46 Einwohner betraf oder dem verheerenden Großbrand 1945, bei dem zwölf Gebäude völlig zerstört wurden – ließen sich die Hoader das Feiern nicht nehmen. Besonders im Fasching legten die Dorfbewohner das erlebte Leid beiseite und feierten gemeinsam. Vereine spielten dabei stets eine tragende Rolle, waren diese doch während des Faschismus stillgelegt oder teilweise verboten worden, zeigte man bei den Faschingsumzügen einen besonderen Zusammenhalt.
Ab 1946 fanden Faschingsumzüge und -feiern regelmäßig statt. Ab den 1970er-Jahren übernahmen schließlich die 6er federführend das Faschingstreiben im Dorf. Große Umzüge wurden unter anderem in den Jahren 1976, 1996, 2006, 2011 und 2016 organisiert. Ein besonderes Merkmal: Alle Jahrgänge, die auf eine „6“ enden, nehmen aktiv am Umzug teil.
Nach dem Umzug 2006 beschlossen die Teilnehmer, den Faschingsumzug künftig alle fünf Jahre durchzuführen. Pandemiebedingt konnte dieses Vorhaben 2011 nicht wie geplant umgesetzt werden. Umso größer ist nun die Vorfreude auf den großen Faschingsumzug 2026.
Bereits seit September laufen die Abstimmungsgespräche mit den Vereinen des Dorfes und den ortsübergreifenden Vereinen und Organisationen. Besonders erfreulich ist das große Engagement der jungen Generation, die sich mit Begeisterung in die Vorbereitungen einbringt.
Gerade in schwierigen Zeiten zeigte sich immer wieder, welche verbindende Kraft der Fasching für die Dorfgemeinschaft hat. Es war uneigennützige Vereinstätigkeit und der Fasching, der den Menschen Mut, Zuversicht und Gemeinschaft schenkte. Auch in den letzten Jahren musste das Dorf schmerzliche Schicksalsschläge verkraften, die sowohl 6er als auch engagierte Vereinsmitglieder getroffen haben. Umso bewusster wird der Faschingsumzug heute als Zeichen des Zusammenhalts, der gegenseitigen Unterstützung und der gemeinsamen Lebensfreude verstanden.
Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr St. Valentin mit Kommandant Michael Waldner, dem Weißen Kreuz Oberland mit Ortstellenleiter Gerhard Stecher, der Ortspolizei der Bezirksgemeinschaft mit Major Christian Carli und Inspektorin Tanja Plörer sowie dem ASV Oberland mit Präsident Franz Mall als Veranstaltungsträger für die langwierigen Vorbereitungsarbeiten für das umfangreiche Sicherheitskonzept.
Die Hoader 6er laden alle Einwohner, Freunde des Dorfes sowie Gäste herzlich ein, am 14. Februar 2026 gemeinsam ein Zeichen für Tradition, Gemeinschaft und Lebensfreude zu setzen.
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Wandertour/Naturnser Sonnenberg
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Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Bergstation der Seilbahn Unterstell (1.282 m) in Naturns. Von der Berg-
station aus folgt man den Wegweisern „Meraner Höhenweg“ in östliche Richtung und kommt nach ein paar Minuten an der spektakulären Aussichtsplattform Unterstell vorbei. Ein kurzer Halt um von dort aus die Aussicht und das wunderbare Panorama zu genießen ist auf jeden Fall empfehlenswert. Weiter geht es immer auf dem Weg Nr. 24B und/oder später Weg Nr. 24 Richtung Galmein. Nach einer kleinen Hängebrücke führt die Wanderung weiter über den Grubhof bis zum Pirchhof. Anschließend gilt es den wohl anspruchvollsten Teil der Wanderung zu bewältigen: Die bekannte 1.000 Stufen Schlucht. Durch den Bau der 55 Meter langen Hängebrücke über den Lahnbach sind es nun doch wesentlich weniger Stufen, die es zu überwinden gilt, jedoch erfordert der Aufstieg aus der Schlucht nach wie vor etwas Kondition.
Dieses besondere Teilstück vergegenwärtigt die enorme Kraft des Wassers, welches sich hier im Laufe der Zeit tief in die Felsen gegraben hat und so die imposante Lahnbachschlucht entstehen ließ.
Am Hof Hochforch vorbei geht es immer dem Weg Nr. 24 folgend bis zum Gasthof Giggelberg und zur Bergstation der Seilbahn Texelbahn (ca. 1.500m).
Die reine Gehzeit dieser Wanderung beträgt etwa 3 ½ Stunden.
Der Naturnser Sonnenberg und somit auch das Teilstück des Meraner Höhenweges ist zu jeder Jahreszeit ein malerisches Wandererlebnis, welches mehr oder weniger das ganze Jahr über begehbar ist – es gilt hierbei nur die eventuellen Schließungszeiten der Seilbahnen zu beachten bzw. den Weg zurück ins Tal zu Fuß miteinzuberechnen.
TIPP: Die Wanderung kann in beiden Richtungen begangen werden.
Tourismusgenossenschaft Naturns
Rathausstraße 1 – 39025 Naturns
Tel. +39 0473 666077
www.naturns.it
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BASIS Schlanders/Südtirol
Der Verein Sortengarten Südtirol hielt kürzlich seine Vollversammlung in der Basis in Schlanders ab. Obfrau Elisabeth Pircher begrüßte die anwesenden Mitglieder und führte gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern durch die Tagesordnung. Neben der Genehmigung des Protokolls der außerordentlichen Vollversammlung 2025 stand vor allem der Tätigkeitsbericht des neuen Vorstandes im Mittelpunkt. Gleichzeitig sprach der neue Vorstand seinen Vorgängern großen Dank für die jahrelange Pionierarbeit aus. Insbesondere für den Aufbau der Bereiche Obst, Gemüse, Vieh und Wildblumen, für das gewachsene Netzwerk sowie für die strukturelle Sichtbarkeit mit Homepage, Apfellehrpfad Gargazon und Sortenquartier Immenburg.
Der Verein war 2025 bei 14 Märkten vertreten, darunter Saatgutfeste in Vahrn, Mals und Birchabruck. In den Fachgruppen wurden zahlreiche Initiativen umgesetzt: von der Erneuerung der Schautafeln am Apfellehrpfad über Treffen mit Gemeindevertretern bis hin zu Aktivitäten im Tier- und Wildblumenbereich.
Für 2026 kündigt der Verein ein vielfältiges Jahresprogramm an: Saatgutmärkte, die Auftaktveranstaltung „Kraut und Kobis“ am 7. März in Brixen, die Fortführung von SoVie sowie interne Praxistage und Lehrfahrten.
Ziel des Vereins bleibt es, Bewusstsein zu schaffen, Wissen zu vermitteln, zu begeistern und zu vernetzen, um die Vielfalt alter Sorten und Rassen zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren.
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Partschins - Titlà-Konzert!
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Viele begeisterte Fans kamen zum diesjährigen Sommerkonzert des Bildungsausschusses Partschins in den idyllischen Widum-Garten. Locker, voller Wortwitz, im 6/8-Takt und mit einer sichtbaren Leidenschaft am Musizieren, führten Titlà durch den Abend.
Hosenträger, Unterhemd, Jogginghose, Wuschelkopf … fünf Unikate, die auf der Bühne zu einer melodischen Einheit verschmelzen. Es wurde viel gelacht, doch auch zum Nachdenken angeregt.
Titlà bedeutet „Tut nur!“ Und der Name ist bei dieser erfolgreichen Südtiroler Folk-Band seit über 30 Jahren Programm. Sie musizieren mit Leichtigkeit und hochprofessionell. Ihre Eigenkompositionen sind charakterstark. Irische, keltische und jiddische Klänge fließen ein. Der Schwerpunkt liegt auf Mundartliedern im Puschtra Dialekt. Titlà ist es wichtig, das musikalische und sprachliche Kulturgut weiterzutragen – auf neue, eigene Art.
Wenn Peter Paul mit dem Schlagzeug den Beat vorgibt, Edi Rolandelli auf seiner Gitarre ein Hammer-On anschlägt, Toni Taschler plötzlich die Ziehorgel zur Seite legt und rappt, Hermann Kühebacher mit Dudelsack oder einer seiner „Flötilan“ spielt und der sanfte Peter seine Violine streicht, dann klopft manch einer im Publikum mit dem Fuß im Takt mit.
Die Zugabe, das bekannte Korrnrliad „Mai Madele, mai Tschurle“, das durch Titlà zu einer Art Hymne des Tiroler Folk wurde, sorgte für einen runden Abschluss.
Kultur ins Dorf zu bringen ist dem Bildungsausschuss Partschins mit Titlà gelungen. Mitglieder des Ausschusses sind Waltraud Nardelli, Hartmann Nischler, Walter Kaserer, Christine Holzknecht, Barbara Rechenmacher Pircher, Andrea Schweigl und Walter Zorzi. Die Idee, die Band nach über 20 Jahren erneut nach Partschins zu holen, hatte die Vorsitzende Waltraud Nardelli, die das Konzert mit Grußworten eröffnet hat. Das musikalische Event klang bei einem Umtrunk aus. Die Realisierung des Abends wurde vom Amt für Weiterbildung und der Gemeinde Partschins unterstützt.
Der Bildungsausschuss Partschins, gegründet 2012, sieht sich als Verbindungsstück zwischen den Vereinen. Das alljährliche Sommerkonzert ist mittlerweile, ebenso wie die Diplomvorstellungen im Dorf, ein Fixpunkt geworden.
Astrid Fleischmann
Die jährliche Vollversammlung des VKE Schlanders fand heuer am 27. Februar 2026 in Göflan statt. Für den Verein war es ein besonderes Jahr: Er feierte sein 30-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Vollversammlung blickten die Vorstandsmitglieder auf ein abwechslungsreiches Jahr mit vielen Aktivitäten zurück. Neben verschiedenen Kursangeboten wie einem Selbstschutzvortrag (mit der Firma STS), einem Frisierkurs für Tatis sowie einem Flechtkurs für Anfänger beteiligte sich der VKE auch an mehreren Aktionen der Dorfgemeinschaft. Dazu zählten u. a. das T-Shirt-Bedrucken im Sommer, ein Halloweenfest, das Dorffest sowie das Eisfest mit der beliebten Rollenrutsche. Genau am Gründungstag, dem 4. April, wurde dieses Jubiläum gebührend mit dem altbekannten Spielefest „Radau in der Matscher Au“ gefeiert. Zahlreiche BesucherInnen sowie Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil.
Nach einem umfangreichen Rückblick auf insgesamt 275 ehrenamtlich geleistete Stunden konnte der VKE Schlanders das Vereinsjahr 2025 positiv abschließen. Im Zuge der Versammlung wurden drei langjährige Vorstandsmitglieder, Karin Brugger, Heike Fleischmann und Ivan Runggatscher, verabschiedet. Über viele Jahre hinweg haben sie den Verein tatkräftig unterstützt und einen wertvollen Beitrag für die Kinder der Gemeinde Schlanders und darüber hinaus geleistet. Sie wurden von der Sektionsleiterin Angelika Alber, die von ihrem Vorgänger Ivan Runggatscher sehr für ihre Arbeit gelobt wurde, und dem Ausschuss verabschiedet. „Man verlässt den VKE mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Wir haben vieles umgesetzt. Wir haben dies für die Wichtigsten gemacht, für die Kinder“, sagte Fleischmann.
Auch für das Jahr 2026 hat sich der VKE Schlanders einiges vorgenommen. Neben verschiedenen Aktionen im Dorf wird der Verein u. a. die 75-Jahr-Feier des ASC Schlanders unterstützen sowie Vorträge und Veranstaltungen organisieren. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schlanders und Günther Dichgans vom VKE wird der Spielplatz in den Malaunen erneuert und feierlich eingeweiht. Den Entwurf präsentierte Dichgans bei der Vollversammlung. Zudem können Mitglieder weiterhin den VKE-Raum für Geburtstagsfeiern nutzen, eine Spiel- und Spaßtasche ausleihen oder die Rollenrutsche für Veranstaltungen reservieren.
Nadine Alber
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Leifers/Vinschgau
VOG Products schließt Geschäftsjahr 2024/25 mit solidem Ergebnis ab:
VOG Products, die führende Erzeugerorganisation für verarbeitete Apfelprodukte, blickt auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2024/25 zurück. Der Umsatz belief sich auf 162,3 Millionen Euro (Vorjahr: 149 Mio. Euro); das Auszahlungsvolumen an die Mitglieder der Erzeugerorganisation – VOG, VIP und 17 Südtiroler Obstgenossenschaften – beträgt 84,9 Millionen Euro (Vorjahr: 63,5 Mio. Euro). Das Ergebnis wurde in einem guten Marktumfeld erzielt und unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen entwickelten sich alle Geschäftsbereiche positiv. Im B2B-Segment verzeichneten insbesondere Direktsaft, Tiefkühlware und Apfelpüree erfreuliche Zuwächse – auch die Produkte in Bioqualität. Im Konsumgüterbereich (B2C) konnte VOG Products neue Kunden gewinnen und weiter expandieren. Die strategische Ausrichtung auf veredelte Fertigprodukte zeigte Wirkung: Sowohl die Marke „Leni’s“ als auch der Apfel-Cider „Alpl“ stießen auf gute Resonanz.
Nachhaltige Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden gezielte Investitionen umgesetzt: Die ersten Verlade-Stationen der neuen Tankzugverladung wurden in Betrieb genommen und verbessern die Logistikprozesse nachhaltig. Zudem wurde die Photovoltaikleistung am Standort ausgebaut – die Gesamt-Nennleistung liegt damit nun bei 1979 kWp. Das neue Labor wird in wenigen Monaten bezugsfertig sein.
Weichenstellungen für die Zukunft
Mit dem Beschluss zum Bau eines neuen Fertigproduktewerks auf dem Firmengelände hat VOG Products einen wichtigen strategischen Meilenstein gesetzt, mit dem die Wertschöpfungskette weiter gestärkt und die Marktposition im B2C-Bereich ausgebaut werden soll. Die Bauarbeiten werden im neuen Geschäftsjahr aufgenommen; das Fertigproduktewerk soll Ende 2027 operativ sein.
Langfristige Wertschöpfung für die Mitglieder
VOG Products verfolgt weiterhin das Ziel, den Mitgliedern der Erzeugerorganisation ein attraktives Auszahlungsvolumen zu sichern und die regionale Wertschöpfung nachhaltig zu sichern. Die Auszahlungspreise lagen im vergangenen Jahr je nach Produktkategorie zwischen 26 Cent/kg für Saftäpfel gemischter Sorten und 34 Cent/kg für Bio-Saftäpfel.
Der Bilanzentwurf wird der Vollversammlung am 23. Oktober zur Abstimmung vorgelegt.
- Vorspann:
Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol hat dem Vinschgerwind erzählt, was er auf seiner Mission in Afrika erlebt hat. In der Woche vom 23. November war er an der Elfenbeinküste, in Bonoua, und hat Menschen von dort Hörtests gemacht und Hörgeräte angepasst.
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Reisebericht
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Es war eigentlich schnell entschieden. Als sich die Möglichkeit bot, zusammen mit der Hilfsorganisation des Hörgeräteherstellers GN ReSound und der „World Medical Aid“ nach Afrika zu gehen, habe ich gleich zugesagt. Sechs Impfungen später und mit neuem Pass sind wir abends nach einer anstrengenden Reise am 23. November in Bonoua angekommen.
Bereits am nächsten Tag in der Früh haben uns im Wartebereich (im Freien) circa 50 Menschen erwartet, die teils die Dienste der mitgereisten HNO-Ärztin in Anspruch genommen haben, aber auch Hörtests machen wollten und Hörgeräte erhalten haben. Es war jeden Tag anstrengend, weil ich nicht gut französisch spreche, also mit Händen und Füßen, aber auch ohne große Worte konnte man das Glück in den Gesichtern der Menschen erkennen, nachdem sie wieder etwas hören konnten. Kinder, aber auch einige Erwachsene, konnten dank der mitgebrachten aufladbaren Hörgeräte wieder hören.
Wir hatten auch die Möglichkeit am Abend, nach getaner Arbeit, kurz die Gegend zu erkunden. Die Armut und die Einfachkeit, in der die Menschen da leben, ist unbeschreiblich. Aber trotz allem ist zu erkennen, dass die Menschen zufrieden sind mit dem wenigen, das sie haben.
Am letzten Tag unserer Reise konnten wir noch das Waisenhaus besuchen, das von „World Medical Aid“ finanziert wird. Circa 120 Kinder, vom Baby bis maximal 6 Jahren, finden in diesem Waisenhaus Essen, ein Dach über dem Kopf und ziemlich viel Liebe von den Menschen, die dort arbeiten. Wir durften die ganze Struktur besichtigen und haben die mitgebrachten Spielsachen, Stofftiere und Kinderbücher den Erzieherinnen geschenkt. Eine kleine Abwechslung im Waisenheim, das zwei Stunden weg von der nächsten größeren Ortschaft liegt.
Alles in allem war es eine Reise, die mich etwas glücklicher und vielleicht auch ein bisschen demütiger gemacht hat. Auf alle Fälle werde ich bei nächster Gelegenheit wieder nach Afrika fahren und ein wenig Gehör mitbringen. Wenn Sie zu Weihnachten ein paar Euro für „World Medical Aid“ spenden möchten, wäre vielen Kindern geholfen.
Ich wünsche allen Kunden, Freunden und Lesern und Leserinnen eine schöne Weihnachtszeit!
Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol
PS: Schauen Sie auch auf unsere Homepage und auf Instagram und Facebook, ich werde dort sicher einige Fotos meiner Reise posten!
Spenden per Banküberweisung
Empfänger: „WORLDMEDICALAID“
IBAN: IT47D0103073290000001406602
Grund: Spende
- Vorspann:
Wunderbare Ausblicke ins Tal und besondere Einblicke in die Flora und Fauna des Sonnenbergs: Die Wanderung von Naturns bis zur Bergstation Unterstell ist eine lohnende. Rund zweieinhalb Stunden müssen einkalkuliert werden. Die Wanderung eignet sich besonders für die Monate März und April.
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Wandertour Unterstell
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TOURENINFO: Start der Wanderung ist der Parkplatz bei der Talstation Unterstell. Hier gibt es genügend Parkmöglichkeiten. Wanderer halten sich an die Wegweiser und den Weg 10B Richtung Seilbahn Unterstell. Als Zeitrichtwert sind hier 2 Stunden 20 Minuten angegeben. Von der Talstation geht es zunächst die Asphaltstraße entlang und am Gasthof Langwies vorbei bis rechts der Naturlehrpfad abzweigt. Diesem folgt man in Richtung der Jausenstation Schwalbennest. Hier biegen Wanderer links ab, folgen immer der Beschilderung Seilbahn Unterstell und zweigen dann rechts auf den Weg mit der Markierung 10 ab. Bei der Wegkreuzung mit dem Walburgweg setzt man auf dem Weg Nr. 10 aufwärts fort. Als Orientierung dient fortan die Beschilderung Bergstation Unterstell. Der Weg ist ein mittelmäßig steiler Waldweg, Tafeln vom Heimatpflegeverein Naturns weisen auf alte Flurnamen hin. Mit jedem Höhenmeter gewinnen Wanderer auch an Aussicht. Das letzte Stück führt der Weg 10A bis zur Bergstation der Seilbahn Unterstell auf 1.280 Meter. Ein Highlight ist die Aussichtplattform neben der Bergstation Unterstell, ca. 16 Meter lang und am äußersten Ende knapp 50 Meter hoch und in 10 Minuten erreichbar. Die Wanderung ist jetzt im März und April ideal. Rückfahrt ins Tal mit der Seilbahn. (ap)
Dauer (Aufstieg): 2 - 2,5 h
Start: Parkplatz bei der Talstation Unterstell
TIPP: In ca. 10 Minuten ist die Aussichtsplattform neben der Bergstation Unterstell erreichbar. Sie ist ca. 16 m lang und knapp 50 m hoch.
Kürzlich fand auf Initiative der KVW-Ortsgruppe Latsch und in Zusammenarbeit mit der Rheuma-Liga Südtirol ein Vortrag zum Thema „Rheuma – eine Volkskrankheit“ statt. Dr. Marco Masia, Rheumatologe am Krankenhaus in Meran und Schlanders, hat sich bereit erklärt, den Vortrag zu halten. In diesem Zusammenhang gebührt allen Rheumatologinnen und Rheumatologen, die Vorträge in Zusammenarbeit mit der Rheuma-Liga Südtirol halten, großer Dank, da sie diese Vorträge ehrenamtlich und kostenfrei in ihrer Freizeit halten. Nach der Begrüßung stellten Rheuma-Liga-Vorstandsmitglied Birgit Kaschta und Marianne Pircher, Bezirksleiterin der Rheuma-Liga im Vinschgau, die Rheuma-Liga Südtirol und die umfangreiche Tätigkeit des Vereins vor. Im Anschluss referierte Dr. Masia und stellte vorab den landesweiten Dienst für Rheumatologie in Südtirol vor und teilte mit, dass unter anderem folgende Tätigkeiten geleistet werden: Patientenvisiten, Patientenanrufe, administrative Tätigkeiten, Lehre (Studenten, Ärzte in FA-Ausbildung), wissenschaftliche Tätigkeiten (Studien) und Teilnahme und Abhaltung von medizinischen Fortbildungen. Er stellte die Rheumatologen der Standorte Schlanders und Meran vor.
Im Vortrag ging er insbesondere auf entzündliches und nicht-entzündliches Rheuma, Arthritis und Arthrose, ein und erklärte dies anhand von Fallbeispielen an Händen, da die Hände die Visitenkarte des Rheumatikers seien. Im Anschluss referierte er noch über Rheuma bei Kindern, da auch Kinder, sogar schon Säuglinge,
erkranken können. In diesem Zusammenhang hat er auf die Gruppe Rheuma-Kids, Ansprechpartner für Eltern und betroffene Kinder, innerhalb der Rheuma-Liga hingewiesen. Auch bei Kindern können nicht nur Gelenke, sondern Gefäße verschiedener Größe oder die Augen durch entzündliches Rheuma betroffen sein. Danach stand Dr. Masia noch für Fragen zur Verfügung und die Rheuma-Liga versorgte die Interessierten mit Informationsmaterial und offene Fragen wurden beantwortet. „Wir laden alle Betroffenen ein, Mitglied bei der Rheuma-Liga zu werden. Der Verein ist für alle gleichermaßen da: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen.“, so abschließend der Präsident der Rheuma-Liga Günter Stolz und Geschäftsführer Andreas Varesco.
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Watles/Vinschgau
Vinschgerwind: Der Watles öffnet heuer zu Nikolaus, also am 6. Dezember 2025. Warum denn so früh?
Ronald Patscheider: Ja, wir öffnen zu Nikolaus. Wir haben unsere Öffnung bereits im vergangenen Jahr an den Glurnser Advent ausgerichtet. Und auch die Oberländer Kollegen und Nauders öffnen alle am gleichen Datum. Wir hatten im vorigen Jahr mit der frühen Öffnung durchaus Erfolg, weil wir Sportgruppen zu Gast hatten, weil die Skikurse früher gestartet sind. Damit ist auch für die Weihnachtszeit etwas Druck genommen worden. Was uns noch etwas fehlt, ist, dass die Hotels mitziehen.
Vinschgerwind: Sie haben kürzlich die Hotels aufgefordert, früher zu öffnen.
Ronald Patscheider: Ich verstehe schon, dass die frühere Öffnung bei den Hotels nicht ganz ohne ist. Personal, frühzeitige Gästewerbung usw. Natürlich braucht es auch bestimmte Voraussetzungen. Wir müssen imstande sein, die Pisten einzuschneien. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass sich Ende November eine Kälteperiode einstellt, in der die Beschneiung optimal verläuft. Im Dezember kommt dann erfahrungsgemäß eine Warmperiode. Also: Wir schneien die Pisten ohnehin Ende November ein, dann kann man eben auch früher öffnen.
Vinschgerwind: Der Zubringerlift von Prämajur zur Höferalm fährt 2025/2026 seine letzte Saison. Wird es heuer so etwas wie eine Nostalgiesaison geben?
Ronald Patscheider: Uns erwartet jedenfalls viel Arbeit und eine spannende Saison. Die Sesselbahn wird 2026 ausgetauscht. Aber ja, bei geöffnetem Schild wird heuer noch bei den Fahrten mit dem Sessellift der Wind um die Ohren pfeifen. Bei der Talfahrt mit dem Sessellift ist die Fernsicht unbeschreiblich.
Vinschgerwind: Interessant ist am Watles, dass die Gastronomie rund 42 % der Einnahmen generiert. Isst man am Watles so gut?
Ronald Patscheider: Ja, eindeutig. Wir bemühen uns sehr um eine einheimische regionale Küche. Wir haben keine riesengroße Speisekarte, wir bieten Speisen, die auf Hütten hingehören. Es ist uns bisher gelungen, Köche zu finden, die für diese Philosophie stehen, etwa mit dem Hermann Sagmeister, der in Pension geht. Wir haben eine junge motivierte Nachfolgerin. Auf der Höferalm bietet der Benni Moser auch spezielle Sachen an, bei den Skitourenabenden etwa. Es gibt Leute, die kommen allein wegen des Essenes.
Vinschgerwind: Wie würden Sie den einheimischen Watlesgast beschreiben?
Ronald Patscheider: Als Genießer, eindeutig. Die Leute fahren ihre Skirunden und genießen dann auf der Terrasse der Plantapatschhütte Aussicht, Getränke und gutes Essen. Die Aussicht, die Sonne, die breiten Pisten und die gute Küche, das mögen die Leute.
Vinschgerwind: Der Watles hatte viele Sportvereine aus dem Vinschgau zu Gast. Ist das immer noch so?
Ronald Patscheider: Viele schon. Es finden große Skikurse statt. Die Volksschulkinder bekommen Gratis-Skikarten und für Anfänger sind die Watlespisten optimal. Wir haben viele Vereinsrennen und Winterausflüge von Vereinen zu Gast.
Vinschgerwind: Heuer bleiben die Preise gleich?
Ronald Patscheider: Die Watleskarte wird heuer nicht erhöht. Wir haben ein Preisniveau erreicht, das dem Angebot angemessen ist. Tageskarten bleiben gleich, die Watles-Plus-Karte, eine Gästekarte, bleibt gleich. Die Zwei-Länder-Karte steigt etwas.
Vinschgerwind: Stehen die Betriebe vor Ort zum Watles?
Ronald Patscheider: Absolut. Als Beispiel: innerhalb kürzester Zeit haben wir die erforderliche Eigenkapitalquote für den Liftbau auftreiben können. Wir erfüllen also alle geforderten Voraussetzungen und ich gehe davon aus, dass die Finanzierung für den Neubau steht.
Interview: Erwin Bernhart
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Schlanders
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Am Samstagnachmittag, den 13. Dezember 2025 verzauberten dieses Jahr magische Wesen auf Stelzen die Besucher in Schlanders und sorgten für ein besonderes Erlebnis. Zudem gab es eine Bastelwerkstatt für die Kinder im BASISLokal in der Fußgängerzone und Märchenerzählungen. Am Sonntagnachmittag, den 14. Dezember konnten die Kinder die Belohnung für die Teilnahme an der Bilderschatzsuche holen. Für magische Klänge sorgten die Blechbläsergruppe Kortsch, die Jagdhornbläser St. Hubertus und am Sonntagnachmittag Jessica Kaufmann.
Das goldene Wochenende gehörte dann ganz dem Kinderadvent: Ponyreiten, Stockbrot backen, basteln im BASISLokal und Märchen erzählen standen auf dem Programm. (ap)
Das Festkonzert der Musikkapelle Eyrs, am vergangenen Samstag den 7. Februar im Aquaprad, machte hörbar, wie viele Geschichten in Blasmusik stecken können. Das Programm war als eine musikalische Weltreise angelegt: Von schwungvollen Märschen über atmosphärische Filmmusik bis hin zu eindrucksvollen Klangbildern. Ein Programm, das bewusst über Grenzen hinaus blickte und dennoch in der Heimat verwurzelt blieb. Obmann Andreas Kobler eröffnete den Abend mit der Begrüßung der Gäste und Vorstellung der fünf Jungmusiker. Durch das Programm führte Katharina Kurz, die mit kurzen Einblicken und passenden Übergängen die musikalischen Stationen der Reise verband und dem Konzert dadurch einen roten Faden gab. Ehre gebührte dem Mann hinter dem Dirigentenpult: Seit der Gründung der Musikkapelle Eyrs im Jahr 1990 prägt Sebastian Kurz ihre Entwicklung wie kaum ein anderer. In 36 Jahren Kapellgeschichte steht er bereits seit 30 Jahren am Dirigentenpult. Entsprechend stand seine Ehrung im Mittelpunkt des Abends. Wer eine Kapelle so lange leitet, prägt nicht nur Konzerte, sondern auch Generationen von Musikantinnen und Musikanten – durch fleißiges Proben, Geduld, beständige Motivation und dem Anspruch gemeinsam besser zu werden. Passend dazu erklang der Konzertmarsch „Auftakt“, in seiner Uraufführung eigens zu Ehren von Sebastian Kurz, komponiert vom jungen Südtiroler Komponisten Tobias Psaier. Der Titel passte doppelt, einmal als Auftakt für den zweiten Teil des Konzertes und als Zeichen, dass nach 30 Jahren noch immer Energie für Neues da ist. Neben der Partitur von “Auftakt” wurde dem Kapellmeister als Anerkennung eine Gedenktafel überreicht, gestaltet vom Eyrser Künstler Thomas Biedermann. So wurde das Frühjahrskonzert der MK Eyrs nicht nur zur musikalischen Weltreise, sondern auch zu einer Feier der Gemeinschaft und zu einem Abend, an dem Anerkennung hör- und sichtbar wurde. (r/uno)
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Vinschgau/Südtirol
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Woher stammen die „Serena Weißwein Flaschen“, die regelmäßig in der Puni nahe Glurns angeschwemmt werden? Diese Frage stellen sich Vinschger Fischer bereits seit geraumer Zeit. Unter dem Müll, den sie am 22. März 2026 herausgefischt hatten, befanden sich an die 30 solcher Flaschen. Im vergangenen Jahr waren es ähnlich viele. In Puni und Etsch gefunden wurden Nylonfetzen, Plastikflaschen, Plastikrohre, Felgen, Batterien und sogar Autoreifen. Wie in ganz Südtirol beteiligten sich die Vinschger Fischerinnen und Fischer am ersten „River CleanUp Day Südtirol“, mit dem Ziel, die Gewässer vom Müll zu befreien. Bereits seit Jahren organisieren Mitglieder der Fischervereine eigenständige Reinigungsaktionen, so auch im Vinschgau. Denn den Fischerinnen und Fischern geht es längst nicht mehr nur um den Fischfang. Sie engagieren sich für den Schutz der Fischarten und für die Erhaltung naturnaher Gewässer. Sie kämpfen um die Revitalisierung, damit Flüsse und Bäche wieder lebendiger und artenreicher werden. Viele Gewässer sind stark verbaut und in ihren natürlichen Funktionen eingeschränkt. Renaturierungen bieten nicht nur Vorteile für Wasserlebewesen, sondern sie sind der beste Hochwasserschutz, der in Zeiten des Klimawandels mit unberechenbaren Sturzfluten immer wichtiger wird. Durch Renaturierungen entstehen auch attraktive Erholungsgebiete. Und für die Sauberkeit sollten nicht nur die Fischer zuständig sein, sondern alle Menschen. Zur Entsorgung der Flaschen: diese gehören in den Recyclinghof und nicht in die Puni. (mds)
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Theatergruppe kortsch
Ein Riesenkompliment: Die Spielerinnen und Spieler der Theatergruppe Kortsch überzeugen dermaßen in ihren Rollen, dass es ein reiner Genuss ist zuzusehen. Unterhaltsam und berührend gleichzeitig ist das aktuelle Stück „Wer ist schon normal?“ Eine Komödie mit Tiefgang, bei der das Publikum viel zu lachen hat und die aus der Feder von Baffie Laurent stammt.
Ein Wartezimmer, eine Assistentin (Sabine Pixner) - und sechs Patienten. Fred (Christian Telser) leidet seit seiner Kindheit unter dem Tourette-Syndrom und wird unkontrolliert ausfällig und obszön. Vincent (Jonas Tröger) kann nicht anders, als Zahlen zu zählen und leidet an Arithmomanie. Bianca (Brigitta Sachsalber) hat eine Phobie vor Bakterien und Krankheiten. Bob (Christian Tscholl) hat eine Passion für Symmetrie und kann nicht auf Linien treten. Maria (Elke Kofler) leidet unter einem Kontroll-, Bet- und Strickzwang. Und Lilli (Svetlana Lechthaler) hat den Zwang alles zu wiederholen. Klingt verrückt? Ganz im Gegenteil: Denn wer ist schon normal? Psychiater Stern - eine Koryphäe auf seinem Gebiet - verspätet sich und die sechs beginnen eine Gruppentherapie in seinem Wartesaal, die nur auf den ersten Blick ein Fiasko zu sein scheint. Regisseurin Eva Maria Tscholl hat ein unterhaltsames wie berührendes Stück vor einem passenden Bühnenbild inszeniert. Absolut sehenswert. Und noch etwas verdient Lob: Der Eintritt wurde auf moderate 10 Euro festgesetzt. (ap)
Weitere Aufführungen
Do., 5. März 2026 um 20 Uhr und Sa., 7. März 2026 um 20 Uhr
im Haus der Dorfgemeinschaft in Kortsch
Reservierung: 388 4380100 von 9 – 11 und 18 – 20 Uhr oder unter www.theatergruppe-kortsch.it
Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West soll in Naturns am Büchlbach bald eine wichtige Zivilschutzmaßnahme umgesetzt werden. Nachdem der Gefahrenzonenplan im Jahr 2021 genehmigt wurde, kommt es nun zur Realisierung der ersten Schutzmaßnahmen. Neben der Gemeinde, die derzeit die Steinschlagschutzzäune in Kompatsch und Staben umsetzt, sowie die Verbauung beim Weintal plant, hat auch das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West genau erhoben, welche Maßnahmen am dringendsten und effizientesten sind.
Mit den Umweltgeldern und weiterer finanzieller Mittel des Landes ist deshalb nun eine Verbesserung zum Schutz vor Wassergefahren beim Büchlbach („Luambachl“) geplant. Diese soll aus drei Teilbereichen bestehen: Verbauung im Gelände, Rückhaltebecken und Ableitung über den bestehenden Bypass.
Das Projekt und ein grober Zeitplan wurden allen Interessierten von Amtsdirektor Peter Egger und seinem Stellvertreter Martin Eschgfäller bei einem Informationstreffen mit Lokalaugenschein vorgestellt. In diesem Rahmen war es auch möglich, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.
„Durch die geplante Zivilschutzmaßnahme wird der Siedlungsbereich Kompatsch zukünftig gesichert. Nach der Errichtung der Verbauung und des Rückhaltebeckens kann auch die Gefahrenzone zurückgestuft werden“, unterstrichen Egger und Eschgfäller. Die Umsetzung wird – bei Zustimmung aller Grundeigentümer – jetzt detailliert geplant und in den kommenden zwei Jahren umgesetzt.
„Wir danken dem Amt für die sehr gute Zusammenarbeit zum Schutze der Naturnser Bürgerinnen und Bürger. Ebenso bedanken wir uns aber auch bei den Betroffenen, für die grundsätzliche Bereitschaft den notwendigen Grund zur Verfügung zu stellen“, betonten Bürgermeister Zeno Christanell und die Gemeindereferentin Barbara Pratzner beim Lokalaugenschein.
Pressemitteilung Gemeinde Naturns
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Vinschgau/Landeck
Beim traditionellen Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Landeck war auch heuer wieder eine Wirtschaftsdelegation aus dem Bezirk Vinschgau des Südtiroler Wirtschaftsrings vertreten. Der grenzüberschreitende Austausch unterstreicht einmal mehr die enge wirtschaftliche Verbundenheit diesseits und jenseits des Brenners.
Für die neue SWR-Bezirkspräsidentin ab 2026, Katja Trauner, bot der Empfang eine wertvolle Gelegenheit, erste Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Nordtirol zu knüpfen und bestehende Netzwerke weiter auszubauen. Im Mittelpunkt standen Gespräche über aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen sowie gemeinsame Zukunftsthemen, die beide Regionen gleichermaßen betreffen.
Besonders erfreulich war der Austausch mit dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, bei dem zentrale Anliegen der regionalen Wirtschaft diskutiert wurden. Dabei wurde deutlich, dass viele Fragestellungen – von Fachkräftemangel bis Standortentwicklung – grenzüberschreitend gedacht und gemeinsam angegangen werden müssen.
Initiiert wurde die Teilnahme am Neujahrsempfang von Rita Egger, SWR-Bezirkspräsidentin bis Ende 2025, die ebenso Teil der Delegation war. Gemeinsam mit Katja Trauner reisten zudem Daniela Folie, Bezirksobfrau des lvh Obervinschgau, Karl Pfitscher, Vorsitzender von HGV 65 Plus, Roselinde Gunsch, Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau sowie Urban Rinner, Generalsekretär der Bezirksgemeinschaft Vinschgau nach Landeck, um den Austausch mit den Tiroler Partnern aktiv mitzugestalten.
Der Besuch in Landeck setzt ein klares Zeichen für eine weiterhin enge Kooperation und den gemeinsamen Einsatz für starke Wirtschaftsstandorte in beiden Regionen.
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Laas
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Die Sommerprojektwochen „Marmor-Werkstätte“ für Kinder ab zehn Jahren fanden auch in diesem Jahr großen Anklang. Bereits zum fünfzehnten Mal wurden sie von der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) organisiert und auf dem Gelände der LasaMarmo GmbH durchgeführt. Die Kinder und Jugendlichen hatten die Möglichkeit, Laaser Marmor mit Steinmetzwerkzeug zu bearbeiten. Dabei entstanden unter ihren Händen fantasievolle und nützliche Werke: Vogeltränken, Reliefs, Seifenschalen, Hausnummernschilder, kreative Gartenfiguren und vieles mehr. Als Abwechslung zum körperlich anstrengenden Meißeln gab es leichtere Alternativen: das Feilen kleinerer Bruchstücke oder das Ausprobieren der Mosaiktechnik. So entstanden zum Beispiel Schlüsselanhänger, Handschmeichler, Spiegelrahmen sowie kleinere und größere Marmorkugeln. Begleitet wurden die Kinder und Jugendlichen in allen vier Projektwochen vom Steinmetz Torsten Anders, an zwei Wochen zusätzlich von Martina Thanei, an einer Woche von Isolde Veith und an einer von Isolde Moser.
Bei den Marmorwerkstätten geht es allgemein nicht nur um das handwerkliche Tun: Die Kinder und Jugendlichen erfahren auch, wie der Marmor entstanden ist, wie er im Laaser Tal abgebaut wird und welchen Weg er hinter sich hat, bis er in ihren Händen liegt. Sie lernen, wie man mit professionellem Werkzeug sorgfältig und sicher arbeitet, wie viel Geduld, Kraft und Fingerspitzengefühl die Bearbeitung eines Natursteins erfordert und wie erfüllend es ist, mit den eigenen Händen etwas Bleibendes zu schaffen. Zudem erleben sie, dass jeder Marmorstein seine eigene Struktur und Härte hat sowie jedes Werkstück seine Zeit, seine Aufmerksamkeit und seinen eigenen Weg braucht.
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Bunker 23 / Tartsch
- Redakteur:
Peter Tscholl
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Philip Silvestro Geier zeigte schon bei der letztjährigen Ausstellungstrilogie “FOLK” im Bunker 23 einige seiner Malereien. Seit November 2025 ist der Bunker sein temporäres Atelier. Othmar Prenner, der Besitzer des Bunkers 23, erzählt, dass der Betonbau nun auch im Winter nutzbar sei, da dieser beheizt werden kann. Die autarke Heizanlage und Stromerzeugung mittels der Sonne ist mittlerweile ein Forschungsprojekt einer Münchner, einer österreichischen sowie von zwei einheimischen Firmen geworden. Somit kann der Bunker auch in Zukunft in den Wintermonaten für junge Künstler als ART in Residenz genutzt werden.
Philip Silvestro Geier ist 2003 in Bozen geboren, aufgewachsen in Leifers und hat heute seinen Wohnsitz in Neumarkt. Kunst war in der Familie schon immer ein Thema, seine Eltern sind Musiker. Mit den Jahren ist auch bei Philip das Interesse für Kunst stetig gewachsen. Heute dreht sich bei ihm alles nur noch um die Malerei. Der junge Künstler hat sich voll und ganz für diesen Weg entschieden. Beim Betreten des Bunkers wird man überrascht von einem Bild auf einer großformatigen Leinwand. Für Philip ist es eine Schafsherde mit Wachhunden, man könnte aber auch Wölfe oder Fabelwesen darin erkennen. Geier arbeitet mit Acrylfarben und Kohle auf loser, nicht wie üblich auf Keilrahmen gespannter Leinwand. Er selbst beschreibt sich als still und träumerisch, seine Werke als dunkel, märchenhaft und lebendig.
Der Künstler erzählt: “Ich nehme alles auf, was um mich herum geschieht, wie ein Schwamm, der alles aufsaugt, und schaffe mir daraus meine eigene Welt. Sicherlich spielt dabei auch meine Kindheit eine Rolle. Ich erinnere mich daran, wie mir meine Oma am Bett immer Märchen zum Einschlafen vorgelesen hat. Im Anschluss hat sie mir jeweils eine Botschaft vermittelt, die sich aus den Erzählungen herleiten ließ. In dieser Art von Erinnerungen entstehen heute teilweise meine Bilder“.
Philip Silvestro Geier ist Autodidakt und dabei seinen eigenen, künstlerischen Stil zu entwickeln.
Othmar Prenner, Wegbegleiter und Unterstützer von Philip, sagt: “Es ist eine Freude, mit ihm zu arbeiten. Philip wird bestimmt seinen eigenen Weg gehen”. Auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünsche, antwortete Philip ganz bescheiden: “Zufrieden sein!”
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Latsch
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Der neue Zubau am CulturForum ist von großem Nutzen. „Auf den ersten Blick versteht man gar nicht, wie wichtig dieser Zubau ist“, sagte Referentin Maria Kuppelwieser bei der Einweihung am 20. März 2026. Architekt Michael Reichegger plante einen Zubau, der optisch mit dem CulturForum eine Einheit bildet und von großem Mehrwert ist.
„Wir haben 2010 endlich das Vereinshaus bekommen“, blickte Kuppelwieser zurück. „Das Haus ist sehr ausgebucht. Die Problematik waren einerseits die Brandschutzbestimmungen und in zweiter Linie, dass die Bürgerkapelle Latsch zu wenig Platz hatte.“ Das Hauptanliegen waren deshalb die notwendigen Anpassungen an die Brandschutzbestimmungen. „Es war eine Investition in die Sicherheit. An 365 Tagen im Jahr gehen hier Menschen ein und aus, die Sicherheit hat oberste Priorität“, erklärte BM Dalla Barba in seiner Rede. Mit dem Zubau wurden einerseits die notwendigen Fluchtwege und andererseits Platz geschaffen.
„Die Fluchtwege spielen sich an der Fassade ab“, erklärte Architekt Michael Reichegger den Anwesenden. „Die Erweiterung bildet sich als neuer, separater Zugang für die Bürgerkapelle aus. Es ist dadurch Stauraum für die Instrumente und auch eine kleine Bar entstanden. Das Flachdach bildet gleichzeitig eine große vorgelagerte Terrasse vor dem Fraktionssaal im 1. Stock. Brandschutztüren und -fenster wurden ausgetauscht, eine neue Lüftungsanlage installiert und die Fassade neu verputzt. Alles wurde an lokale Unternehmen vergeben.“
Der Anbau war ein Projekt, das vielen am Herzen lag, allen voran Maria Kuppelwieser, die „großen Einsatz und viele Stunden investiert hat“ und BM Mauro Dalla Barba. LR Philip Achammer lobte: „Es braucht geschickte Verwaltungen, die das Geld abholen, das kann nicht jeder. Ihr seid besonders geschickt.“ Ein größeres Lob an eine Gemeindeverwaltung kann es wohl nicht geben. Und: „Jeder Euro in das Ehrenamt ist gut investiert.“ Das betonte auch Dalla Barba: „Dies ist auch eine Wertschätzung der ehren-amtlichen Arbeit, die Vereine leisten.“ Auf 895.000 € beliefen sich die Kosten. Grußworte kamen unter auch von Raika-Obmann Georg Wielander und der Obfrau der Bürgerkapelle Anna Pedross. (ap)
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Laas
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Es gibt die Städte der großen Buchmessen und die Orte der bekannten Literaturpreise. Laas ist dabei, sich neben Klagenfurt, Rauris und anderen Literaturpreis-Ortschaften durch den Franz-Tumler-Literaturpreis als feste Größe zu etablieren. Was 2007 als kühnes Experiment begann, hat sich mit der regelmäßigen Durchführung in Laas bewährt. Dass sich im Ablauf nur Kleinigkeiten verändert haben, bestätigt das Konzept von Wilfried Stimpfl und Ferruccio Delle Cave. Die zehnte Ausgabe markiert dabei nicht nur ein Jubiläum für Gemeinde, Bildungsausschuss und weitere Träger, sondern symbolisiert auch die dauerhafte Verankerung des Events im literarischen Kalender. Geblieben ist die Idee, im Zweijahresrhythmus den besten Debütroman auszuzeichnen. Geblieben sind feste Partner, die das Preisgeld von 8.000 Euro bereitstellen (Südtiroler Landesregierung) oder als Sponsoren die Durchführung mittragen. Geblieben ist das Vorhaben, möglichst viele einzubinden: die Schulen, die Vinschger Bibliotheken, die Kaufleute von Laas. So ist der Name von Franz Tumler geblieben, einem Schriftsteller, der heute fast vergessen wäre, hätte man ihn nicht mit diesem Preis in die Öffentlichkeit geholt.
Die zehnte Ausgabe am 18./19. September 2025 hat gezeigt, dass der Plan aufgegangen ist. Laas war erfüllt mit Literaturfreund:innen aus dem In- und Ausland. Vormittags wie nachmittags war im Josefshaus kaum ein Stuhl frei. Die aus Deutschland und Österreich angereisten Autor:innen präsentierten ihr nominiertes Erstlingswerk, um sich dann den Urteilen oder dem freundlichen Feedback der Jury zu stellen. Zwei Autorinnen gingen als Siegerinnen aus dem Wettbewerb hervor: Christina König aus Linz erhielt für ihr Debüt „Alles, was du wolltest“ den 10. Franz-Tumler-Literaturpreis. Zusätzlich zum Preisgeld und der zur Tradition gewordenen Marmortafel mit goldenen Lettern erwartet sie ein Schreibaufenthalt in Laas. Wie es in der Jurybegründung heißt, habe sich die Jury selten so schwer damit getan, aus fünf ausgezeichneten Büchern eines auszusuchen. Die Wahl des Publikumspreises lag beim Saalpublikum, den Leser:innen der Vinschger Bibliotheken und erstmals auch bei denen, die online abstimmten. Annegret Liepold aus Nürnberg erhielt für „Unter Grund“ die meisten Stimmen.
Zehn Ausgaben in zwanzig Jahren: Das ergibt fünfzig von Fachleuten ausgewählte Romane. Man könnte sagen: Laas besitzt inzwischen ein beachtliches Bücherregal voller Kunstwerke. Umgekehrt wurde Laas für viele dieser fünfzig Nominierten zum Sprungbrett in die literarische Öffentlichkeit.
Maria Raffeiner
3 Fragen an Preisträgerin Christina König:
Vinschgerwind: Ihrem Roman haben Sie nicht einen, sondern gleich drei Schlüsse gegeben. Welche der Varianten ist Ihnen am meisten ans Herz gewachsen?
Der dritte! Weils da tatsächlich für die Romanfigur Alex eine Art Happy End gibt, wo sie sich ein bisserl verwirklichen kann. Ich gönne es ihr, obwohl sie nicht die allersympathischste Person ist. Und es gibt in der dritten Version einen Charakter, den ich sehr gern mag. Allein dieser Charakter ist der Grund, warum ich den dritten Schluss wähle.
Vinschgerwind: Welcher Begriff kommt Ihnen nach den Erlebnissen der letzten Tage in den Sinn, wenn Sie an Laas denken?
Marmordorf. Ok, das ist jetzt gemein, denn das ist auch das WLAN-Passwort im Gasthof, in dem ich übernachte. Und dann gibt’s den Begriff Endstation. Wilfried Stimpfl hat ihn bei der Eröffnung erwähnt. Ich empfinde Laas nicht als Endstation. Es ist ein toller Ort. Es ist klein, aber ich hab‘ noch nie erlebt, dass sich eine ganze Gemeinde so in eine Literaturveranstaltung reinhängt. Noch habe ich keine lange Schreibkarriere hinter mir, aber überall wo ich bisher gelesen habe, war es nicht annähernd so. Das ist schön. Und daher noch die Begriffe Wertschätzung und Literaturfreude. Das waren jetzt mehrere Wörter.
Vinschgerwind: In der Jurydiskussion ging es mehrfach um Sinneseindrücke. Wonach riecht und schmeckt Laas?
Es riecht wunderbar nach Holz. Der Frühstücksraum ist aus Vollholz, ja, ich nehm‘ Holz. Und geschmeckt haben mir Nougattaler zum Kaffee.
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Hüttentipp - Ferienregion Ortler
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Die Berglhütte auf 2.188 Metern Höhe ist ein besonderer Rückzugsort für all jene, die den Winter noch in seiner ursprünglichsten Form erleben möchten. Hoch über dem Tal gelegen, eingebettet in die stille, eindrucksvolle Bergwelt des Ortlergebiets, ist sie ein Geheimtipp für erfahrene Skitourengeher, die sich auf den direkten Weg Richtung Ortler begeben möchten: Sie dient als idealer Stützpunkt für ambitionierte Skitouren und hochalpine Unternehmungen.
Start - bei den Heiligen Drei Brunnen in Trafoi 1.605 m – schon hier spürt man die besondere Ruhe des Ortes.
Bis Ende Mai bleibt die Hütte geöffnet – eine seltene Gelegenheit, den Frühling im Hochgebirge intensiv zu erleben.
Die Berglhütte ist bewusst einfach gehalten: Es gibt weder Heizung noch fließendes Wasser. Doch genau diese Ursprünglichkeit macht ihren besonderen Charme aus. Mit viel Herzblut und Hingabe sorgt die Hüttenwirtin dafür, dass sich ihre Gäste willkommen fühlen. Frisch zubereitete, warme Speisen schenken nach einem langen Tourentag neue Energie und machen den Aufenthalt zu einem authentischen Erlebnis.
Für Übernachtungsgäste gibt es zudem eine erfreuliche Neuerung: Statt einfacher Lager wartet nun ein besonderer Komfort – kuschelig weiche Federbetten laden dazu ein, sich nach einem intensiven Tag in den Bergen einzukuscheln und die Ruhe der alpinen Nacht zu genießen.
Die Berglhütte steht für das, was das Ortlergebiet ausmacht: Ursprünglichkeit, Gastfreundschaft und ein intensives Naturerlebnis. Ein Ort für alle, die die Berge nicht nur sehen, sondern spüren möchten.
Infos und Reservierungen:
Tel. +39 328 8128260 bzw.
+49 176 62875536
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Schneelage, Lawinenreport und
Wetterbedingungen sind vor Ort zu prüfen.

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Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer
OMAXX steht für…
....individuelle Beratung, hohe Qualität und den Mut, Neues zu wagen. Der Name OMAXX ist eine Verschmelzung unserer beiden Namen – Otto und Max. Er steht für unsere gemeinsame Leidenschaft, Metall zu formen, Neues zu schaffen und Handwerk mit Design zu vereinen. OMAXX symbolisiert unsere Identität als junges, kreatives Team aus dem Vinschgau.
Metall ist für euch?
„Metall ist für uns mehr als nur ein Werkstoff“, erklärt Max. „Es ist formbar, belastbar und vielseitig – ein Material, das uns erlaubt, unsere Ideen in Form und Funktion umzusetzen.“ Genau dieser Ansatz prägt die Philosophie unserer Manufaktur, die sich zwischen Handwerk und Design bewegt.
Auf welche Referenz seid ihr besonders stolz?
Die handgeschmiedeten Ringe (siehe Bild) und die lebensgroßen Blumen unserer Naturschmiede. Jedes Stück ist ein Unikat, das es so nicht noch einmal gibt.
Welches war euer ausgefallenstes Projekt?
Ein herausragendes Projekt (Fassadenbau-siehe Bild) war die Gestaltung von drei jeweils 6,5 Meter hohen Balkon- und Fassadenelementen in Latsch. Diese Kombination aus technischer Präzision und ästhetischem Design verleiht dem Gebäude einen unverwechselbaren Charakter.
Seht ihr euch mehr als Handwerker oder Designer?
Bei uns trifft Handwerk auf Design: Wir entwerfen, planen, fertigen und montieren selbst – von der Skizze bis zur Installation. Neben individuellen Kunst- und Designprojekten übernehmen wir auch Reparaturen und Schweißarbeiten. “Wir lieben, was wir tun – und wir wollen, dass jedes Stück, das unsere Werkstatt verlässt, seine eigene Geschichte erzählt“, betont Otto. Diese Leidenschaft spiegelt sich auch im Umgang mit Kunden wider.
Ihr seid, unter anderem, eine Naturschmiede.
„In der Naturschmiede lassen wir uns von den Formen und Mustern der Natur inspirieren und übertragen diese in Metall“, sagt Otto. „So entstehen handgefertigte Unikate – wie etwa Rosen, Margeriten oder Sonnenblumen– die ihre natürliche Schönheit dauerhaft bewahren.“
Warum sollte man zu euch kommen?
Weil wir mit Leidenschaft, Präzision und Liebe zum Detail arbeiten. Jedes Projekt entsteht in enger Abstimmung mit dem Kunden, individuell geplant und mit höchster Sorgfalt umgesetzt. Unsere Vielseitigkeit, Erfahrung und Freude an neuen Herausforderungen machen uns zu einem verlässlichen Partner für Projekte jeder Größe – ob Kunstobjekt, Gartenelement, Interior-Design oder Metallbau. Wer mehr entdecken möchte, findet auf unserer Website und im Online-Shop eine stetig wachsende Auswahl an handgefertigten Stücken und kreativen Konzepten.
Otto Gemassmer, Jg. 1997
Maximilian Thoman, Jg. 1997
Max Ausbildung
2014: Abschluss der Metallfachschule in Schlanders
2015: Spezialisierungslehrgang in der Metallfachschule Schlanders
2016 – 2022 Arbeit im Bereich Metall- und Fassadenbau, Innenausbau und Ladenbau, Schweiß- und Fertigungstechnik im landwirtschaftlichen Maschinenbau
Otto Ausbildung
2016: Matura am Sogym in Mals
2016 – 2018: Obstbaubetrieb
2019: Verkauf von Werkzeug und Einrichtungsgegenständen für den Innen und Außenbereich
2019 – 2020: Ausbildung zum Sicherheitsbeamten in der Schweiz
2021 – 2022: Obstbaubetrieb
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