- Dachzeile:
OSZ Schlanders
Im November erhielten Mittelschüler:innen der 3. Klassen aus den umliegenden Dörfern die Möglichkeit, an Oberschulen eine Woche hineinzuschnuppern. Beteiligt waren die TFO, die WFO sowie das RG/SG. Ziel der Initiative war es, den Jugendlichen einen Einblick in den Unterricht und das Schulleben zu geben und sie bei ihrer Schulwahl zu unterstützen. In Kleingruppen von jeweils ca. acht Schüler:innen wurden die Mittelschüler:innen dabei von einer Lehrperson der jeweiligen Schulstelle begleitet. Diese führte die Gruppen durch das Schulgebäude, stellte die unterschiedlichen Angebote der Schule vor und beantwortete offene Fragen rund um Unterricht, Fächer und Schulalltag. Wie wertvoll diese Erfahrung sein kann, bestätigen auch Laura Bernhart und Mirja Linser, heute Schülerinnen der 1BTFO. Beide hatten im vergangenen Schuljahr selbst als Schnupperschülerinnen einen Tag an der TFO verbracht. „Eigentlich wollte ich noch an einer anderen Schule schnuppern gehen, aber dieser Tag hier hat mir so gut gefallen, dass ich mich entschieden habe, diese Schule zu besuchen“, berichtet Mirja Linser. Ihre Mitschülerin Laura Bernhart ergänzt: „Toll war auch, dass ich an diesem Tag bereits einige meiner zukünftigen Mitschüler kennengelernt habe.“
Die Schnupperwoche zeigte vielen Jugendlichen, wie vielfältig und praxisnah der Unterricht an den Oberschulen gestaltet ist.
- Dachzeile:
Schluderns/Ried
- Weitere Fotos - 1:
Die Theatergruppe aus Schluderns hatte im Freilichtgelände vor dem Schloss Siegmundsried Platz genommen. Sie war gekommen, um sich das Stück „Widerstand Alpenfestung“ aus der Feder von Michael Schmid anzuschauen. Plötzlich brandete Applaus auf. Der österreichische Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und seine Delegation aus Wien war zur Überraschung aller eingetroffen. Van der Bellen, seine Frau und die Begleiter setzten sich auf die reservierten Plätze in der ersten Reihe und gaben dem Rieder Theaterverein die Ehre. Der Bundespräsident (Jg. 1944) ist im Kaunertal aufgewachsen. Seine Eltern waren 1945 vor der roten Armee aus Wien dorthin geflohen. Van der Bellen mischte sich während der Pause unter die Theatergäste, gab Autogramme und stand für Selfies bereit. Das rief auch den Obmann des Schludernser Theatervereins Andreas Oberhofer auf den Plan. Auch er zückte sein Handy und lud Van der Bellen ein, zur nächsten Aufführung der Schludernser Bühne anfangs des kommenden Jahres auch nach Schluderns zu kommen, dem Geburtsort von Eduard Wallnöfer, dem einstigen Landeshauptmann von Tirol, der auch Van der Bellens LH war. Der Kontakt der Schludernser Theaterleute mit jenen im Oberinntal besteht seit den Ritterspielen vor drei Jahren. Der Autor des Stückes und Matthias Schranz, BM der 300 Seelen Gemeinde Kauns und begeisterter Thetaerspieler, der als Hauptdarsteller glänzte, waren damals zu Gast. Schmid thematisiert im Stück die authentische Geschichte einer Widerstandsgruppe in Ried, die sich 1944 formiert hat, um den NS-Regime Paroli zu bieten, und das Projekt „Alpenfestung“ zu stören. Die Rieder verhinderten unter andern die Sprengung der Pontlazbrücke und ermöglichten so den von Westen kommenden amerikanischen Befreiern ein Weiterkommen. Die Freilichttheaterproduktion vom Theaterverein Ried wurde von den Theatergruppen in Kauns, Ladis und Grins mitgetragen. Die 19 Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne und die unzähligen Akteure im Hintergrund konnten sich über den großen Erfolg freuen. (mds)
- Dachzeile:
Latsch
- Weitere Fotos - 1:
Kürzlich fand auf Initiative des Vereins „Demenzfreundlicher Vinschgau“ und der KVW Ortsgruppe Latsch ein gutbesuchter Vortrag zum Thema „Selbstbestimmtes Lebensende“ statt. Dr. Herbert Heidegger, ehemaliger Primar der Gynäkologie Meran, Präsident des Landesethikkomitees, referierte über den Wunsch, in Würde zu sterben und über ein gutes Sterben.
Was sind gute, ethische Entscheidungen am Lebensende?
Über allem steht die Menschenwürde als unantastbar, sowie die Autonomie des Menschen, ohne dessen Einwilligung keine Behandlung erfolgen darf. Für den Fall, dass der Patient nicht mehr einwilligungsfähig ist, wird geraten, rechtzeitig (schon ab 50) eine Patientenverfügung zu verfassen. Als Alternative gilt die „Gesundheitliche Vorsorgeplanung“ mit gemeinsamer Zielfindung. In einer lebensbedrohlichen Notfallsituation gilt dann die „Notfallanordnung“, deren Therapieziel die Lebensverlängerung mit zu bestimmenden Einschränkungen ist. Als letztes Therapieziel gilt die Linderung (Palliation), in der keine Lebensverlängerung vorgenommen wird. Pfarrer Johann Lanbacher sprach über die Krankensalbung: sie ist ein Sakrament für Kranke und soll Mut zusprechen, Linderung schenken und Gottes Beistand in Krisen zeigen.
Danach stand Dr. Heidegger noch für Fragen zur Verfügung. Die Demenzvereinigung versorgte die Interessierten mit Informationsmaterial und noch offene Fragen wurden beantwortet.
Margit Hillebrand
- Dachzeile:
Rabland
- Redakteur:
Astrid Fleischmann
Im Oktober wurde im Geroldsaal in Rabland motiviert geturnt. Alle über 60 waren von der KVW Ortsgruppe Rabland eingeladen, jeweils am Montag um 9 Uhr in Bewegung zu kommen und aktiv in die neue Woche zu starten. Es ging um Freude an der Bewegung in Gesellschaft. Denn bekanntlich macht alles mehr Spaß, wenn wir nicht alleine sind. Das Schöne bei Gruppengymnastik sind das Zusammenkommen und der Austausch, das gemeinsame Erleben sowie das Stärken unseres Körpers mit einfachen Übungen. Wie gut es tut, seinen Körper sanft zu dehnen, mit Gleichgewichtsübungen für bessere Balance gegen Sturzgefahr vorzusorgen und mit einfachen Koordinationsübungen sein Köpfchen auf Trab zu halten durften die 20 Senior*innen in den sechs Einheiten erfahren. Mit Freude waren sie dabei und natürlich kamen sie auch ins Schwitzen. Sogar Frauen aus Naturns und Meran sind gekommen. Beim gelenkschonenden WalkFit mit Musik wurde der Kreislauf in Schwung gebracht und die Fitness gesteigert. Bei Stuhlyoga, das immer wieder mal eingebaut wurde, wurden die Mobilität und die Vitalität gefördert, die Muskulatur gestärkt und die Arm- und Beinkraft trainiert. Es war eine bunte Mischung aus interessierten Teilnehmenden sowie ein buntes Trainigsprogramm in der bunten Herbstzeit.
Das Angebot „Beweglich und fit im Alter - Sanfte Gymnastik für Senior*innen“ ist gut angekommen und auf Wunsch der Teilnehmenden wird es im Jänner 2026 eine weitere Workshop-Reihe geben. Die KVW Ortsgruppe Rabland freut sich über die rege Teilnahme am Kurs und darüber, dass dieser in eine zweite Runde geht.
- Dachzeile:
Bozen/Vinschgau
Am internationalen Tag der Poesie am 21. März war auch in Südtirol die Lyrik sichtbar: Rund zwei Wochen lang sind Gedichte von 19 Südtiroler Autorinnen und Autoren an den Bozner Litfaßsäulen sowie auf Werbeflächen in verschiedenen Ortschaften Südtirols zu lesen. Als Vinschger Autor ist neben Toni Bernhart der Hoader Hansjörg Waldner dabei. Zu seinem Plakatgedicht sagt er: “Wichtig ist, dass hier im Grunde drei Redner etwas sagen. Erstens die Schweizer, zweitens einer aus der Gegend und drittens das lyrische Ich und zwar “so eine schöne Gegend zur Sau machen. Und jetzt kommen die Leser (sofern es welche gibt) dran, Fragen zu stellen: wo? wann? etc.”. (pt)
- Dachzeile:
Latsch/Brüssel
Am Dienstag, den 25. September 2025 fand in Brüssel die erste Generalversammlung der EPP Farmers statt, eine Teilorganisation der Europäischen Volkspartei (EVP), die die Interessen der Landwirtschaft auf europäischer Ebene vertritt. Im Beisein von EU-Agrarkommissar Christophe Hansen, EVP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber sowie EVP-Agrarsprecher Herbert Dorfmann wurde der österreichische Europaabgeordnete Alexander Bernhuber zum Präsidenten und der Vorsitzende der SVP-Landwirtschaft, Siegfried Rinner, zu einem der Vizepräsidenten gewählt. „Die Gründung der EPP Farmers ist ein wichtiger Schritt für die Europäische Volkspartei“, betonte Weber.
SVP-Parteiobmann Dieter Steger gratulierte Rinner im Namen der Südtiroler Volkspartei zur Wahl. „Zusammen mit unserem Europaabgeordneten und Agrarsprecher Herbert Dorfmann wird Siegfried Rinner in seiner neuen Funktion als Vizepräsident die Interessen der Südtiroler Landwirtschaft in Europa bestmöglich vertreten und an Zukunftsstrategien für eine starke europäische Landwirtschaft mitarbeiten”, so Steger.
- Dachzeile:
Naturns
- Weitere Fotos - 1:
- Weitere Fotos - 2:
Humorvoll, satirisch und ideenreich präsentierte sich die Musikkapelle Naturns beim diesjährigen Sommerkonzert im Saal des Bürger- und Rathauses am 28. und 29. August.
Die Musikshow „NATURNS HEUTE / Die Musik. Das Dorf. Die Wahrheit.“ brachte die wichtigsten Dorfnachrichten in Form eines kreativ gestalteten Musiktheaters. Ungeahnte Talente, die in den Reihen der Musikkapelle schlummern, wurden zutage und begeistert auf die Bühne gebracht. Diese Begeisterung ist auf das Publikum übergesprungen. Es wurde mitgeklatscht und immer wieder gab es Lobeszurufe. Zur Musik, wie z. B. dem bekannten Song „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel oder „Jump“ von Van Halen wurde im Saal kräftig mitgesungen.
Judith Leiter und Daniel Götsch, die seit über 15 Jahren diese Konzertshow moderieren, zeigten ihr Talent als Talkmaster.
Wenn die Hauptstraße in Naturns zur Landebahn des neuen Airport International wird, wenn Trump beim Terminal 1 seine Fans total aus der Fassung bringt, wenn der Pfarrer von der Kanzel predigt, Bürger sich aus Protest vor dem Recyclinghof festkleben und Chinesen im Regenwasser des Kreisverkehrs baden, dann sind das die überspitzten „Nachrichten.Heute“. Die Lichtstimmung und die Kurzfilme auf der Leinwand unterstrichen die Show wirkungsvoll.
Die diesjährige „Sommershow“ wurde erstmals vom neuen Kapellmeister Hannes Schrötter aus Algund geleitet. Für Text und Regie wurde Fabian Fleischmann dazugeholt. Die Musikkapelle Naturns erntete kräftigen Beifall. Und dieser ist immer der dankbarste Lohn für jene, die auf der Bühne stehen.
Astrid Fleischmann
- Dachzeile:
Replik zu „Richtigstellung zu „Sonta Hons in Morter“
Was muss ich da lesen? Die 5 Unterzeichner aus Morter üben heftige Kritik am Bericht zum Sonta-Hans-Tag, der mit der Aufforderung endet, die Pressefreiheit in Morter einzuschränken oder abzuschaffen, indem man die Vertreter der Presse künftig dazu auffordert die Unterzeichner um Erlaubnis zu bitten hat, einen Artikel zu veröffentlichen? Geht es noch?
Zu den Unterzeichnern zur Einschränkung der Pressefreiheit zählen u.a. ein Pfarrer, der „Obmann der MK Goldrain-Morter“, sowie die „Pfarrgemeinderatspräsidentin“ . Die hier zur Schau gestellten Titel verdeutlichen bereits, dass die Protagonisten des Artikels für dessen Bedeutung notwendig sind. Freunde von mir baten mich den Titel „OdMGM“ als Ehrentitel bei der Mainzer Ranzengarde zu Fastnacht einführen zu dürfen und ob die Steigerung von „Pgrpin“ Päpstin ist?!
Übrigens habe ich neben den Studientiteln auch weitere Titel, aber als Ansprache genügt mir „Martin“, was alle Unterzeichner schon seit Jahren so machen und was in Südtirol Brauch ist.
Kritik ja, wo sie berechtigt ist. Dazu hätte aber ein Anruf bei mir genügt und ich hätte dies in der nächsten Ausgabe auch richtig gestellt. Aber nicht so wie der „OdMGM“ lauthals in der Sakristei tönte: „Das Geschmiere ist nicht einmal so viel wert, dass man es in den Papierkorb wirft.“
Ich nehme gerne die falsche Schreibweise von Pfarrer Lanbacher als Kritik an, ebenso die Bemerkung zum falschen Lied (so wurde es mir von einem Einheimischen gesagt) und den Hinweis, dass nicht die Schützenkompanie, sondern die MK Goldrain-Morter für die Bewirtung zuständig war.
Ob nun der pastorale Weg dadurch einen Schaden genommen hat oder der Ukraine Krieg in den Hintergrund rückt, dass wir am Hotel Adler oder Ex-Adler vorbei gegangen sind, ob eine Straße, welche noch oben führt, nicht „bergan“ genannt werden darf, ob die Sonne von Vorne von Hinten oder sonst wo heraus scheint, ist vollkommen egal. In der Summe gab es über 150 Rückmeldungen, aus Deutschland, Schweiz, Dänemark und sogar Moskau, sowie eine Vielzahl aus Morter und dem Vinschgau, die ausschließlich positiv waren. Freunde, Bekannte und sogar Fremde erkundigten sich danach, wann dieses Fest stattfindet.
Was will und soll der Artikel vermitteln und zum Ausdruck bringen? Welche Meinung teilen über 150 Bewerter, die positiv abgestimmt haben? Die Freude, der Stolz und das Bekenntnis zum Glauben sowie zu den Traditionen des kleinen Ortes Morter im Vinschgau. Imposante Dirndl, Fahnen, Aufstellung sämtlicher Teilnehmer, die Lieder, die Predigt und die äußerst respektvolle Feier. Ich habe ausnahmslos mitgeteilt bekommen, dass genau dieser Eindruck entstanden ist.
Niemand hat das Recht den Wunsch zu äußern, die Pressefreiheit abzuschaffen – besonders nicht Würdeträger, die sich zur Freiheit bekennen sollten. Insbesondere die Schützenkompanien in Südtirol, zu denen der „OdMGM“ gehört, repräsentieren die „Freiheit“. Und einer der höchsten Freiheitsgedanken ist die Pressefreiheit. Auch Sie, Herr Lanbacher, als Pfarrer, haben die Ablehnung der Pressefreiheit mit unterzeichnet. Vielleicht überlegen die Unterzeichner, ob es mit dem Denken der Feuerwehr, der Schützenkompanie oder der Kirche übereinstimmt, die Pressefreiheit durch einen solchen Aufruf zensieren zu wollen. Es gibt ein wunderbares Lied dazu. „Die Gedanken sind frei“. Auf Wunsch lasse ich dies den Unterzeichnern gerne zukommen.
Martin Peifer
Damit ist die Polemik im Vinschgerwind beendet.Erwin Bernhart, Chefredakteur
- Dachzeile:
Buntes Kinderfest in Partschins
- Weitere Fotos - 1:
Lachen, Staunen und fröhliche Gesichter prägten das Kinderfest, das der Tourismusverein Partschins gemeinsam mit dem Katholischen Familienverband Südtirol (KFS) Rabland kürzlich veranstaltete. Im Widum-Garten wurde den kleinen Besucherinnen und Besuchern – Einheimischen wie Gästen – ein abwechslungsreiches Programm geboten.
Höhepunkt des Tages war der Auftritt von Clown Tino, der mit seinen Späßen, Zaubereien und Mitmachnummern für glänzende Augen und herzhaftes Lachen sorgte.
Ergänzt wurde das Fest durch verschiedene Spiele, Bastel- und Kreativangebote, Kinderschmink- und Geschicklichkeitsstationen, sowie weitere lustige Mitmachangebote. Im Rahmen des Kinderfestes überreichten der Tourismusverein Partschins gemeinsam mit dem KFS Rabland einen Scheck an den Katholischen Familienverband Südtirol (KFS). Der Betrag stammt aus den freiwilligen Spenden, die bei den Sommerkonzerten des Tourismusvereins gesammelt wurden. Der KFS Rabland hat den erzielten Spendenbetrag zudem aufgestockt, sodass eine noch höhere Summe für die Familienarbeit zur Verfügung steht.
Der Sponsorvertrag zwischen dem Tourismusverein Partschins, Rabland und Töll und der Raiffeisenkasse Partschins wurde auch für das Jahr 2025 erneuert.
Am 28.11.2025 setzten Raiffeisenkasse-Geschäftsführer Andreas Mitterhofer und Tourismusvereins-Präsident Philip Ganthaler ihre Unterschrift unter die Vereinbarung und bestätigten damit die weiterhin enge Partnerschaft.
Die Raiffeisenkasse bleibt ein verlässlicher Unterstützer des Tourismusvereins. Die finanzielle Förderung kommt der gesamten Gemeinde zugute und ermöglicht zahlreiche Projekte von allgemeinem Interesse. Dazu zählen insbesondere die Nachhaltigkeitsprojekte des Tourismusvereins, die Erhaltung und Pflege des weitläufigen Wanderwegenetzes auf beiden Bergseiten, die vielseitigen Projekte im Bereich Natur- und Kulturlandschaft sowie die professionelle Kommunikation der Besonderheiten des Lebensraumes Partschins.
Präsident Ganthaler bedankt sich im Namen des Tourismusvereins bei der Raiffeisenkasse für die wertvolle Unterstützung, durch die die vielfältigen Aufgaben des Tourismusvereins gestärkt und ermöglicht werden.
Am Samstag, 11. Oktober startet wieder das Sprachencafé in der Bibliothek Schlandersburg, organisiert vom Bildungsausschuss Schlanders. Es handelt sich um 7 Treffen, die samstagvormittags von 10:00 bis 11:30 Uhr stattfinden und den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, in entspannter Atmosphäre Italienisch, Englisch oder Deutsch und seit diesem Jahr bei den letzten 3 Treffen – am 22. und 29. November sowie am 6. Dezember – auch den lokalen Dialekt zu üben. Dieses Angebot richtet sich an diejenigen, die bereits über gute Kenntnisse des Standarddeutschen verfügen, aber den Dialekt in der Alltagssprache verwenden möchten. Die Themen sind vielfältig und können von den Teilnehmern selbst oder auch von dem/der muttersprachlichen Moderator:in, der/die die Unterhaltung leitet, vorgeschlagen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist völlig kostenlos. Wenn Sie Interesse haben, kommen Sie in die Bibliothek und schließen Sie sich der Gruppe an! In diesem Jahr haben Sie außerdem die Möglichkeit, einen Partner zu suchen und zu finden, mit dem Sie die Sprache üben können, die Sie interessiert. Weitere Informationen erhalten Sie in der Bibliothek! Füllen Sie einfach ein Formular aus, das am Schwarzen Brett ausgehängt wird. Wer weiß, vielleicht finden Sie sogar neue Freunde...
Auch in diesem Jahr ist das Sprachencafé, das im Auftrag des Bildungsausschusses von Schlanders organisiert wird und jeweils am Samstagvormittag in der Bibliothek Schlandersburg stattfindet, erfolgreich zu Ende gegangen. Bei den zehn Treffen konnten die Teilnehmer, die sich durchwegs zufrieden zeigten, zwischen fünf Sprachen wählen: Italienisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und den lokalen Dialekt.
Gianluigi, einer der Moderatoren für die italienische Sprache, fasst seine Erfahrungen wie folgt zusammen: Das Sprachencafé ist auch für uns Moderatoren eine Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen. Meistens bildet sich eine feste Gruppe von Teilnehmern und dann gibt es einige Personen, die gelegentlich dazukommen. Jedes Treffen wird zu einer Gelegenheit, sich über die unterschiedlichsten Themen auszutauschen, und es ist schön zu sehen, dass die Gruppe sich von Mal zu Mal ein bisschen besser kennenlernt. Es war überraschend zu sehen, wie die Teilnehmer im Laufe der Treffen immer mehr Mut und Sicherheit gewannen, sich auf Italienisch auch zu komplexen Themen zu äußern. Das Sprachencafé trägt sicherlich auch dazu bei, Vorurteile unter den Sprachgruppen abzubauen.
Auch Mahynn, Moderatorin für die englische Sprache, betont, dass es beim Sprachencafé nicht nur darum geht, eine Sprache zu üben, sondern auch darum, Beziehungen aufzubauen und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Nach und nach verwandelt sich jede Gruppe in eine Gemeinschaft.
Als neues Angebot wurde heuer neben Spanisch auch der lokale Dialekt angeboten. Viele, die die deutsche Sprache gut erlernt haben, können mit diesen Kenntnissen im Alltag oft wenig anfangen, weil sie die einheimische Bevölkerung nicht verstehen, da der Dialekt in vielen Bereichen sehr stark von der Hochsprache abweicht. Den Dialekt aktiv zu sprechen ist nicht notwendig, aber für eine gelingende Integration ist es sehr wichtig, den Dialekt zu verstehen und diesem Anliegen wird mit dem neuen Angebot Rechnung getragen.
Nach der Sommerpause wird diese interessante Aktivität mit neuer Energie und neuen Ideen hoffentlich wieder aufgenommen.
Seit bald schon 75 Jahren steht der SSV Naturns/Raiffeisen für Amateursport und Nachwuchsarbeit im unteren Vinschgau. Dank der Unterstützung der Raiffeisenkasse Untervinschgau konnte das Angebot stetig ausgebaut und in die Kinder- und Jugendarbeit investiert werden, so dass Naturns heute zu den größten Sportvereinen des Landes zählt.
Die Zusammenarbeit wurde kürzlich um weitere zwei Jahre verlängert. Jährlich stellt die Raiffeisenkasse Untervinschgau 25.000 Euro zur Verfügung. „Von dieser Unterstützung profitieren die rund 1500 Mitglieder des Vereins, etwa 90 Prozent fließen direkt in die Förderung der rund 950 minderjährigen Mitglieder. Damit wird ein starkes Zeichen für eine gemeinsame, nachhaltige Nachwuchsförderung und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt,“ dankt Präsident Dietmar Hofer im Namen des Sportvereins dem Obmann Wolfram Gapp und dem gesamten Vorstand der Raiffeisenkasse Untervinschgau.
Dem Verein wird es damit ermöglicht, Kindern und Jugendlichen aus Naturns und Umgebung qualitätsvolle Sportangebote zu leistbaren Bedingungen anzubieten und zugleich das Gemeinschaftsleben im weitläufigen Tätigkeitsgebiet zu stärken. Alle Neuigkeiten und Informationen zu den sportlichen Angeboten der 11 Sektionen des SSV Naturns AVS/ASD können auf der Website des Vereins unter www.ssvnaturns.it eingesehen werden.
Die Delegierten des Landesbeirates der Eltern aus dem Vinschgau trafen sich Anfang Februar zur Bezirksversammlung in Schlanders. Im Mittelpunkt stand dabei das Wohl der Kinder und Jugendlichen. Gute Rahmenbedingungen in Schule und Kindergarten sind hierfür entscheidend. Dazu gehören verlässliche Strukturen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Kindergarten beziehungsweise Schule und dem Elternhaus und eine offene, lebendige und respektvolle Kommunikation.
- Dachzeile:
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
Mit STEAM – Sonics acrobati volanti präsentieren die vielfach ausgezeichneten Künstler:innen von Sonics eine atemberaubende Verbindung aus Akrobatik, Tanz, Musik und Licht. Inspiriert von der faszinierenden Welt des Steampunks entführt die Show das Publikum in ein Universum voller Fantasie, Mechanik und Energie. Zwischen mächtigen Zahnrädern, dampfenden Maschinen und schwebenden Konstruktionen entstehen poetische Bilder und waghalsige Kunststücke, die Schwerkraft und Vorstellungskraft gleichermaßen herausfordern. Die Artist:innen verschmelzen menschliche Kraft mit technischer Präzision – ihre Körper werden zu lebendigen Maschinen, die in perfekter Harmonie mit Klang und Bewegung agieren. Spektakuläre Luftnummern, kraftvolle Bodenelemente und visuelle Effekte schaffen ein Gesamterlebnis, das Spannung, Emotion und Schönheit vereint.
STEAM ist eine Hommage an die Kreativität des Menschen – an den Traum vom Fliegen, an die Neugier des Entdeckens und an die unendlichen Möglichkeiten der Kunst. Die Show begeistert Zuschauer:innen aller Altersgruppen und führt die Erfolgsgeschichte der Sonics, bekannt aus internationalen Festivals und TV-Produktionen, eindrucksvoll fort. Ein Erlebnis zwischen Traum und Technologie – poetisch, packend und voller Energie. Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse vor der Aufführung erhältlich. Reservierung: T 0473 737777 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; ONLINERESERVIERUNG unter www.kulturhaus.it.
Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Stiftung Sparkasse, Casual Luxury Hotel NIDUM und Raumausstattung Fleischmann Martin.
- Dachzeile:
Rabland
- Weitere Fotos - 1:
Am Montag, 15. September war im Salon Priska in Rabland alles etwas anders. Zwischen Spiegeln, Trockenhauben, Bürste und Schere standen eine Parkbank, bunte Klappstühle und zwei alte Sessel, in denen es sich die Hörer*innen gemütlich gemacht haben. Erwartungsvolle Gesichter blickten zu Ralph Neubauer, der aus seinem neuen Südtirol-Krimi „Finale Curioso“ las. Seine kleine Stehlampe beleuchtete das Blatt auf seinem Klemmbrett. Gleich zu Beginn ging es direkt los mit der Anfangspassage „Null“ aus seinem frischgedruckten Kriminalroman, der sein letzter Südtirol-Krimi ist. Mit Band 12 endet diese Reihe.
Dass Ralph Neubauer im Salon Priska in Rabland gelesen hat, war kein Zufall. Denn im „Finale Curioso“ ist Commissario Fabio Fameo auch in Rabland unterwegs. Im Mittelpunkt der Kriminalgeschichte stehen Betrug und Mord. Schauplatz ist die Stadt Bozen. Ralph Neubauer hat auch in diesen Band jede Menge Lokalkolorit einfließen lassen. Südtirols Musikkapellen sowie die Produktion von Biowein waren diesmal im Fokus des Schreibers.
Der Autor und Leser verstand es, die Aufmerksamkeit der Gäste zu halten. Es gab Spannendes und Humorvolles. Es wurde gelacht, gelauscht und nachgefragt. Der Autor las vielfältige Passagen aus seinem Südtirol-Krimi vor. Das Publikum fand die Lesung lebendig. Die Zeit verflog im Nu. 45 Minuten Lesezeit wirkten wie 15.
Der Leseabend im Salon klang bei einem gemütlichen Becher Wein aus und die Gäste hatten die Möglichkeit den Autor persönlich kennenzulernen.
Astrid Fleischmann
- Dachzeile:
Schlanders - „Venusta Musica EO“
Anfang Oktober fand ein beeindruckendes klassisches Konzert im Kulturhaus Schlanders statt. Drei außergewöhnliche Jugendliche begeisterten das Publikum mit ihrer großartigen Technik und bemerkenswerten Musikalität. Zielstrebig üben sie täglich um ihre Ziele und Träume zu verwirklichen. Die 16-jährige Geigerin Annalisa Bisceglia aus Bozen und der 16-jährige Pianist, Paul Herbst aus Eppan spielten ihr gesamtes Programm ohne Notenheft. Der 13-jährige Klarinettist, Jonathan Ratschiller aus Kortsch, der erst die dritte Klasse Mittelschule besucht, fesselte die Zuhörer mit seiner Hingabe zur Musik. Begleitet wurde er von der engagierten Klavierlehrerin Myriam Tschenett. Das Programm umfasste Werke von C. Stamnitz, Pablo Sarasate, E. Ysaye, Scarlatti, Mendelsohn, Liszt und Chopin. Der Verein „Venusta Musica EO“ ist stolz darauf, die Entwicklung der jungen Talente zu unterstützen. Dieses Konzert war ein wunderbares Beispiel dafür, wie Jugendliche mit Hingabe und Fleiß Großes erreichen können. Ein Dank und eine Bitte richtet „Venusta Musica EO“ an Sponsoren deren Unterstützung für den Erfolg der musikalischen Projekte wesentlich beitragen. Ihre Projekte richten sich an Menschen jeden Alters, von 2 bis ins hohe Alter, und bieten vielfältige Möglichkeiten zur musikalischen Entfaltung. Gesuchte Sponsoren und Musikbegeisterte sind eingeladen die Konzerte zu besuchen und sie zu unterstützen. Jede:r Zuhörer:in und jede Spende tragen dazu bei, die musikalischen Initiativen fortzuführen und jungen Talenten, sowie Menschen in jedem Lebensabschnitt, eine Plattform zu bieten. (chw)
- Dachzeile:
Prad
- Weitere Fotos - 1:
Bei Hofer Tiefbau wird nicht nur hart gearbeitet, sondern auch gemeinsam gefeiert und gelernt. Knapp 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählte die Sommer-Mitarbeiterversammlung, die heuer traditionell kurz vor Ferragosto stattfand. Zweimal im Jahr – im März und eben im August – lädt das Unternehmen zu dieser internen Plattform, um die Belegschaft über aktuelle Entwicklungen, Unternehmenszahlen und anstehende Projekte zu informieren. Bereits um 8 Uhr morgens versammelte sich die gesamte Belegschaft in der Firmenhalle. Nach der gemeinsamen Sitzung, in der die Geschäftsführung die neuesten Themen aus dem Betrieb präsentierte, ging es um 10 Uhr nahtlos in den praktischen Teil über: interne Schulungen. Dabei gaben erfahrene Kolleginnen und Kollegen ihr Wissen in kleinen Gruppen weiter – und das praxisnah direkt im eigenen Betrieb. Auf dem Programm standen dieses Mal die Bedienung der firmeneigenen Ampelanlagen, das präzise Arbeiten mit dem Laser und der Einsatz des Suchgerätes, das im Tiefbau unverzichtbar ist. Auch Erste Hilfe kam nicht zu kurz – denn Sicherheit am Arbeitsplatz hat bei Hofer Tiefbau oberste Priorität. Abgerundet wurde das Schulungsangebot durch Tipps und Handgriffe zur Wartung der Bagger und anderer Baumaschinen. Jede Gruppe durchlief alle Stationen, sodass am Ende des Vormittags jeder Teilnehmer ein Stück Fachwissen mehr im Gepäck hatte. Gegen Mittag hieß es dann: Werkzeuge weglegen, Grill anheizen. Bei kühlen Getränken und Gegrilltem ließen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Tag gemeinsam ausklingen. So gestärkt und mit vielen neuen Impulsen geht es in den wohlverdienten Sommerurlaub. Geschäftsleitung und Belegschaft sind sich einig: Solche Tage stärken nicht nur das Wissen, sondern auch den Zusammenhalt – und genau das macht Hofer Tiefbau zu dem, was es ist: ein starkes Team für starke Projekte im Vinschgau und darüber hinaus. (uno)
- Dachzeile:
Volksbühne Laas
„Sie sind heute dazu aufgerufen Schöffen in diesem Gericht zu sein. Als Schöffen sind sie Laienrichter, und das Gesetz stattet Sie mit der Macht aus, über das Schicksal eines Menschen zu entscheiden. Bitte nehmen Sie diese Verantwortung ernst.“
Dies ist der Beginn des Gerichtskrimis von Ferdinand von Schirach, den die Volksbühne Laas unter der Regie von Daniel Clemente heuer erarbeitet hat. Am 20. März 2026 feiert das Stück im Josefshaus Premiere, mit Spannung erwarten wir den Ausgang des Prozesses.
Weitere Aufführungstermine im Theaterwind, Reservierungen Tel. 377 1869082.
- Dachzeile:
Volxteattr Oubrwind Mols
Am Freitag, den 23. Januar 2026 um 20.00 Uhr lädt das Volxteattr Oubrwind Mals zur Premiere von „Stroßnbluat“ ins Kulturhaus von Mals ein. Das Theaterstück thematisiert das Schicksal von Menschen, die auf der Straße leben und sich durchkämpfen. In einem kleinen, abgeschiedenen Bergdorf ist das Leben geprägt von alteingewöhnten Bräuchen, Engstirnigkeit und Vetternheirat. Diese Ordnung wird jedoch mächtig durchgerüttelt, als eine „Korrnrgruppe“ durch das Tal zieht und einen Verletzten über den Winter im Dorf zurücklassen muss. Die Angerhof-Bäuerin pflegt den jungen Mann und möchte ihn schließlich an sich binden. Mitten unter den Engstirnigen will sie einen „Stroßnraber“ zum Sesshaft werden bringen, einen brauchbaren Menschen aus ihm machen. Aber ist das „Stroßnbluat“ stärker? Themen wie Gewalt und Aggression, soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung, aber auch die Suche nach Identität und Zugehörigkeit spielen eine Rolle, eine „Korrnrgschicht“ eben. Regie führt Hanspeter Plagg mit einem erfahrenen Ensemble, dem auch drei Kinder angehören. Freuen Sie sich auf einen Theaterabend voller Emotionen, der zum Nachdenken anregt! Alle Termine und Informationen sind im TheaterWind im Kleinanzeiger angeführt. (lu)
- Dachzeile:
Juvi / Fürstenburg
- Weitere Fotos - 1:
Wenn ein theaterbegeisteter Schüler auf einen theaterbegeisterten Lehrer trifft, dann entwickeln sich innovative Ideen für eine außergewöhnliche Theateraufführung im Rahmen eines Maturaprojektes. So geschehen ist das in der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg. Als der Schüler Simon Thanei aus Matsch, der auf der dortigen Dorfbühne mit dem Theaterfieber infiziert worden war, seinem Lehrer Daniel Trafoier den Wunsch bekundete, ein Theater zu inszenieren, stieß er auf offene Ohren. Trafoier, der als Theaterautor und engagierter Regisseur großartiger Jugendtheater bei JUVI in Schlanders weitum bekannt ist, erklärte sich bereit, ein Stück für Simon zu schreiben, das die Geschichte der Fürstenburg beleuchtet. Es entstand das Stück „1278“. Die Organisation der Theateraufführung lag in den Händen des Schülers. Kulisse ist die Fürstenburg selbst. In zwölf Szenen wird der geschichtliche Bogen vom Mittelalter bis in die heutige Zeit gespannt.
Premiere ist am Donnerstag, den 14. Mai 2026 um 18.30 Uhr und um 20.00 Uhr (alle Termine: siehe Anzeige rechts und Theaterwind).
Das Publikum, deren Zahl aus Platzgründen jeweils pro Aufführung auf 60 Personen begrenzt ist, folgt den Schauspielerinnen und Schauspielern durch die Räumlichkeiten der Burg. Das lässt die geschilderten und teils dramatischen Ereignisse wie Franzoseneinfall und Hexenwahn als sehr authentisch wirken. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine spannende Abwechslung. „Wegen der baulichen Gegebenheiten sind behindertengerechte Aufführungen dieses Mal leider nicht möglich“, bedauert Trafoier. Die Trägerschaft für das Projekt hat Jugendtheater Vinschgau JUVI übernommen. Unterstützt wird es von den Raiffeisenkassen des Vinschgaus. (mds)
- Dachzeile:
Theater Schluderns
Die Brüder aus der Eccles Street, so heißt das Stück, das die Theaterbühne Schluderns ab dem 24. Jänner 2026 auf die Bühne bringt. Regie führt Christl Stocker Perkmann.
Zum Inhalt: Die Brüder Ricky und Eddie Gale sind Eisenbahner und leben in der beengten Eccles Street in Salford. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Ricky ist feinfühlig und belesen. Eddie ist barsch und ruppig. Als Ricky seine frisch angetraute Ehefrau Ruby in die Eccles Street mitbringt, gerät Eddie in Rage. Er hat Ruby lange vor seinem Bruder in einer Bar in Kentish Town kennengelernt. Die Schatten der Vergangenheit prallen auf die Gegenwart. Es braut sich ein Konflikt zwischen den Brüdern zusammen. „Was dem einen bekommt, ist Gift für den anderen.“ (mds)
>Termine
- Dachzeile:
Theaterverein Schlanders
„Das hat man nun davon“ – in der humorvollen Neubearbeitung nach Heinz Erhardt – zeigt, wie kleine Missverständnisse, große Eitelkeiten und eine ordentliche Portion Bürokratie das tägliche Leben herrlich durcheinanderwirbeln. Der Finanzbeamte Willi Winzig wird durch seine tägliche Arbeit mit Steuerbescheiden und Mahnungen belastet. Aus Mitleid tut er etwas Ungewöhnliches und das Chaos nimmt seinen Lauf. Ein Stück voller Wortwitz und Situationskomik, das mit Charme und Augenzwinkern den ganz normalen Wahnsinn auf die Bühne bringt. Regie führt Daniel Clemente.
Reservierungen unter 389 6215075 von 18 bis 22 Uhr, jederzeit über WhatsApp oder Ticketleo (www.theaterverein-schlanders.it/tickets/)
- Dachzeile:
s’Lorgagassl Stilfs
Die Silfser Theatergruppe ’s Lorggagassl feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit der Uraufführung „Linamaus – Dr Stilzr Mausprozess“ von Toni Bernhart.
Die Stilfser Theatergruppe ’s Lorggagassl nimmt die aus Glurnser Gerichtsakten bekannte Geschichte zum Anlass, um zu ihrem 25-jährigen Bestehen auf ihre eigene Weise die Geschichte auf die Bühne zu bringen. Der bekannte Theaterautor Toni Bernhart hat den Spieltext verfasst. Petra Platzer und Pankratius Eller, beide Mitgründer der Theatergruppe s’Lorgagassl, führen zusammen die Regie. „Es war nicht ganz einfach, die Geschichte für die Bühne in ein Stück zu gießen“, erklärt Bernhart. Überliefert sei schließlich nur der Prozessverlauf. „Eine Gerichtsverhandlung auf der Bühne zu spielen, käme mir langweilig vor. Ich habe deshalb eine konkrete Geschichte drumherum erfunden, die am Vorabend und am Tag des Stilfser Kirchtags spielt.“ Wie die Stilfser mit den Mäusen umgehen – und ob gar vielleicht die Mäuse selber auftreten – will Bernhart noch nicht verraten.
Zu sehen ist das Volksstück ab 11. April 2026 (Premiere) im Haus der Dorfgemeinschaft in Stilfs. Aufführungsermine.
Reservierung: unter 344 4569066, Tel. von 15:00 bi 19:00 Uhroder über Whatsapp
- Dachzeile:
Theaterverein Burgeis
Passend dazu, dass derzeit kein Zug durch den Vinschgau fährt, führt der Theaterverein Burgeis ab 21. November die Bahnhofs-Komödie „Es fährt (kein) Zug nach Irgendwo“ auf. Das originale Skript, das sich auf das Bahn-Chaos in Deutschland bezieht, wurde von Ludwig Fabi den lokalen Gegebenheiten angepasst. Die neue Vinschgerbahn und der Bahnhof Meran stehen dabei im Mittelpunkt. Die illustren Fahrgäste stranden auf dem Meraner Bahnhof und werden immer wieder auf einen neuen Anschluss-Zug vertröstet. Dabei werden verschiedene Charaktere gezeichnet, welche nur ein Ziel vor Augen haben, pünktlich in Brixen anzukommen. Versäumen sie nicht die spannende und lustige Bahnfahrt mit der neuen elektrischen Vinschgerbahn, bei der auch das Publikum amüsant und unkompliziert ins Spielgeschehen eingebunden wird. Sichern sie sich rechtzeitig einen Fahrschein, er kann online unter: https://reservation.ticketleo.com/event/33884/es-faehrt-kein-zug-nach-irgendwo gelöst werden. (lu).
- Dachzeile:
Heimatbühne Prad
Die Heimatbühne Prad spielt anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums “Petticoat und Rock’n’Roll - Die Blusenmädchen von Prad” von Sigrid Vorpahl unter der Regie von Nadia Schwienbacher.
Die Premiere findet am Freitag, 17. April 2026 um 20:00 Uhr im Raiffeisensaal “aquaprad” statt.
Die Zweigstelle einer Berliner Textilfabrik wird in Prad eröffnet und schafft den Frauen und Mädchen im Vinschgau neue Perspektiven. Familie Ritscher erfüllt sich den Traum einer Modeschule, doch der wirtschaftliche Aufschwung hält nicht ewig und der Besuch einer Beamtin bringt Schwierigkeiten mit sich. Nun müssen innovative Ideen umgesetzt werden, sonst droht die Schließung.
Mit viel Musik und Tanz, unterstützt durch die Volkstanzgruppe Prad und die Choreografie von Vera Holzer, gestaltet die Heimatbühne Prad einen schwungvollen Abend, der zugleich an ein Stück Prader Dorfgeschichte erinnert.
Reservierungen unter +39 324 7465009, jederzeit auf WhatsApp oder online über Ticketleo.
Für weitere Details und Infos folgt uns gerne auf Instagram und Facebook!
Instagram: @heimatbuehne_prad
Facebook: Heimatbühne Prad
- Dachzeile:
Heimatbühne St. Valentin a. H.
Die Heimatbühne St. Valentin bringt in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Familienverband das Stück „(K)ein Apfel für Schneewittchen“ von Werner Schulte auf die Bühne. 14 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahre proben seit September mit den Akteuren der Bühne, die für Regie, Bühnenbau und Beleuchtung sorgen. Zum Inhalt: Alles ist scheinbar so wie im klassischen Märchen der Brüder Grimm, schöne Schneewittchen, die sieben Zwerge, die neidische Königin. Und doch ist alles anders. Der Apfel, der Schneewittchen scheinbar tötet, ist nicht vergiftet. Die Kinder, denen das Märchen vorgelesen wird, versetzen sich in die Geschichte hinein. Sie tauschen den Apfel aus, um das Schneewittchen zu retten. (mds)
Premiere: Samstag, 15. November 2025 im Kulturhaus St. Valentin mit Beginn um 18.00 Uhr.
- Dachzeile:
Theaterbühne Matsch
Dieses Mal begleiten wir den jungen Hans bei der nach „Recht und Unrecht, Ursache und Wirkung, Geben und Nehmen“. Dabei gelangen wir ins skurrile Örtchen Schilfdorf, wo sich noch geradeaus ins Gesicht beleidigt wird und wo Gauner noch echte Menschen sind. Wie das arme, schmuddelige Pärchen Lotti und Lumpi, die in einer klapprigen Fischerhütte am Schilfdorfer Weiher hausen und immer für einen Spaß zu haben sind. Um sein Geheimnis nicht gleich verraten zu müssen, verstrickt sich Hans in ein unaufhaltsames Wirrwarr voller Witz und Überraschungen. Das Chaos wird perfekt, sobald fast alle im Dorf glauben Lotti könne aus Regenwürmern die Zukunft vorhersehen… Und damit „Willkommen im Orakl vom Weiher!“
Ob am Ende alle das finden was sie suchen und sich wünschen, das können wir nur vor Ort erfahren. „…Wenn dr heilige Wurm it eindeiti in oa Richtung rennt, konns Orakl nicht drfier. Zohlt wearn muaß decht.“
>Termine
- Dachzeile:
Heimatbühne Taufers i. M.
Die Heimatbühne Taufers i. M. hat mit Elena Calo` eine neue Regisseurin. Und Obmann Florian Rufinatscha zeigt sich erfreut, dass wieder Theater gespielt wird. In der vergangenen Theatersaison war es nicht gelungen, Spielerinnen und Spieler zu motivieren. Diese Durststecke ist nun überwunden und die Akteure auf vor und hinter der Bühne sind motiviert. Zur Aufführung kommt die Komödie „Der dressierte Mann“ von John Von Düffel. Grundlage bildet der gleichnamige Roman von Esther Vilar, der einst einen Skandal ausgelöst und Feministinnen auf die Palme gebracht hat. Denn Vilar stellt die These auf, dass nicht die Frau durch den Mann unterdrückt werde, sondern der Mann durch die Frau. Von Düffel dreht in seinem Theaterstück den Spieß der Emanzipation ein weiteres Mal um. (mds)
Premiere ist am Samstag, den 8. November 2025 um 20.00 Uhr in der Schulturnhalle von Taufers i. M. Aufführungen: sh. Termine
- Dachzeile:
Vinschgau/Brixen
Das Südtiroler Kinderdorf, das 2025 sein 70-jähriges Jubiläum feiert, präsentiert für seine Weihnachtskartenaktion ein neues besonderes Motiv: „Kerzenschein“. Der 33-jährige Künstler Thomas Biedermann aus Eyrs stellt sein Motiv unentgeltlich zur Verfügung. Der Erlös aus dem Kartenverkauf kommt dem Kinderdorf zugute, das sich für Kinder und Jugendliche einsetzt. Die Teilnahme ist Thomas Biedermann eine Herzensangelegenheit. „Magdalena von Mörl vom Südtiroler Kinderdorf fragte mich, ob ich ein Motiv beisteuern könnte“, erzählt Biedermann. Da er kein passendes fertiges Werk hatte, entwarf er „Kerzenschein“ eigens. Er betont: „Solche Aktionen sind wertvoll und können Gutes inspirieren.“
Thomas Biedermann hat über 20 Jahre Erfahrung im Malerbetrieb Eberhöfer in Prad gesammelt, der auf künstlerische Raumgestaltung spezialisiert ist. Ab Dezember wird er einen neuen Weg einschlagen, um als freischaffender Künstler mehr Zeit für die Kunst haben. „Schon als Kind entdeckte ich das Malen“, so Biedermann. „Ich lernte das Malerhandwerk; kreatives Gestalten bereitete mir stets Freude. Inspiration finde ich in Lebensbegegnungen, die ich in meiner Kunst ausdrücken möchte.“ Er experimentiert gerne, entdeckte das Malen auf Kalkputz und entwickelte dafür spezielle Platten als Grundlage. Seine Motive – oft Porträts und Hände – erscheinen durch die offenen Poren des Kalkputz mehrdimensional und wirkungsvoll.
Seine Motive entstehen oft aus dem Gemütszustand. „Ich versuche, aus dem Bauch heraus statt mit dem Kopf zu arbeiten und diese Impulse sichtbar zu machen“, erklärt Biedermann. Er möchte den Betrachter:innen seiner Bilder zum Nachdenken anregen.
Werke von Thomas Biedermann sind auf Instagram (@tomi.biedermann) zu sehen. Das Weihnachtskartenmotiv „Kerzenschein“ ist über das Südtiroler Kinderdorf erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie Kinder, Jugendliche und Eltern in herausfordernden Lebenslagen.
- Dachzeile:
Schlanders/Schaufenster#25
Meinrad Winkler, geboren 1955 und aufgewachsen in Glurns, stellte bis Ende Oktober im Schaufenster von Basis Vinschgau seine Tierbilder und Tonarbeiten aus. Es war bereits die 25. Ausstellung in der kleinen Galerie in der Fußgängerzone. Eröffnet wurde die Ausstellung am 10. Oktober, dem internationalen Tag der psychischen Gesundheit. Winkler arbeitet regelmäßig beim Kunst-Treffpunkt am Damml im Zentrum von Schlanders. Es ist ein Ort zur Förderung der psychischen Stabilität und Gesundheit, wie Roman Altstätter, der Strukturleiter vom Treffpunkt erklärte. Früher beschäftigte sich Meinrad Winkler vor allem mit Acrylmalerei. Er malte Landschaften und Gebäude, aber auch abstrakte Bilder. Vor einem halben Jahr fing er mit Kohlezeichnungen an. In dieser Zeit entstanden vor allem ausdrucksstarke Tierbilder, die im Schaufenster ausgestellt wurden. Auch verschiedene Tiere aus Tonarbeiten wurden präsentiert. Animus und Anima, so der Titel der Ausstellung, soll daran erinnern, dass es um die Seele, den Seelenzustand, das Verstanden werden und das Ablegen von Vorurteilen geht. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Gernot Niederfriniger mit Harfe und Raffele. (hzg)
An der Grundschule Glurns schlüpften in der Woche vor Ostern mehrere kleine Küken aus ihren Eiern. Schon Tage zuvor beobachteten die Kinder gespannt den Brutkasten im Lehrerzimmer. Als die ersten Eier kleine Risse bekamen, wurde die Aufregung immer größer. Die Schülerinnen und Schüler konnten miterleben, wie sich die Küken piepsend mit ihrem weichen Flaum aus ihren Schalen befreiten. Das Projekt war ein besonderes Erlebnis für die Kinder und eine spannende Erfahrung. Sie lernten vieles über das Leben der Hühner. Nach einigen Tagen durften die 17 geschlüpften Küken auf einen Bauernhof ziehen. Am Ende waren sich alle einig: Der „Kükenschlupf“ an der Grundschule war ein echtes Highlight im Unterricht. (mds)
- Dachzeile:
Laas/Seniorenheim
Im Seniorenwohnheim von Laas, dem Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius, wird jeden ersten Donnerstag im Monat im Eingangsbereich mit den Heiminsassen und Angehörigen eine Hl. Messe gefeiert, musikalisch umrahmt von einer Musikgruppe. Bei der Roratefeier am 11. Dezember spielte im weihnachtlich geschmückten Raum die neu gegründete Tischharfengruppe. Die Tischharfe ist ein Saitenzupfinstrument, das ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann. Was es braucht sind Geduld, Konzentration und fleißiges Üben. Die Notenblätter werden unter die Saiten auf den Resonanzkörper des Instrumentes aufgelegt und ermöglichen ein Spielen „vom Blatt“. Den ersten Kurs im Vinschgau mit Tischharfen organisierte Sibille Tschenett, die Koordinatorin des Musikprojekts Promusicante Vinschgau, mit der Musikpädagogin Angelika Jekic aus Augsburg. Nach dem ersten Auftritt im Seniorenwohnheim in Schluderns hatte die Tischharfengruppe am 11. Dezember den ersten Auftritt in Laas. Die Pflegedienstkoordinatorin Andrea Gufler begleitete zusammen mit den anderen Pfleger:innen die Heimbewohner in den großen Eingangsbereich. Sichtlich erfreut und überrascht von den sanften Weihnachtsklängen der Tischharfen, begleitet von Gitarren- und Harfenmusik, waren nicht nur die vielen Heimbewohner:innen, sowie die Angehörigen, sondern auch P. Jolly Joseph Chakkalakkal, der Pfarrer der Seelsorgeeinheit Laas, der die Messe feierte und den Heimbewohnern und den Angehörigen besinnliche und frohe Weihnachtstage wünschte. (hzg)
- Dachzeile:
Stilfs/Pfeiferhaus
Sieben Wochen lang, vom 1. August bis 26. September, wohnte und arbeitete Paul Matteo Wesser in Stilfs. Er ist Tischler und Produktdesigner und stammt aus Deutschland. Im Rahmen des PNRR Projektes „Stilfs-Resilienz erzählen“ wurde Wesser von einer Jury aus über 20 Bewerbern neben Myriam Kaufmann, einer Textildesignerin aus Auer, für die Kunsthandwerksresidenz in Stilfs ausgewählt. Künstlerresidenz ist eine Form der Kunstförderung, die es vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt. Im letzten Jahr wohnte und arbeitete die Künstlerin Marie Capesius aus Luxemburg im September im Pfeiferhaus in Stilfs. Zum Abschluss seines Aufenthaltes in Stilfs präsentierte Wesser am 19. und 20. September seine Arbeiten im Pfeiferhaus, dem Atelier und der Wohnstätte der Künstlerin Clara Mayr. Bei der Ausstellungseröffnung am 18. September zeigte Wesser nicht nur seine Arbeiten und einen kurzen Film über verschiedene Begegnungen und Kontakte mit Handwerkern und Künstlern aus Stilfs und der näheren Begegnung, sondern auch wie er sich in Stilfs sein Arbeitsmaterial, vor allem Steine und Holz, aus der Natur holte, um daraus Stühle, Hocker, Blumenvasen, einen Türstopper und andere Gebrauchsgegenstände bzw. kunsthandwerkliche Produkte zu schaffen. Er erzählte auch über sein Ankommen und seinen Aufenthalt im Bergdorf Stilfs. Bisher hat er in seinem Leben immer in lauten und belebten Städten bzw. Großstädten wie Stockholm oder Wien gewohnt. Die Stille eines kleinen Dorfes in den Bergen zu erleben, die engen Gassen mit den vielen Steinmauern und Holzwänden, das war eine ganz neue, angenehme und inspirierende Erfahrung, so Paul Matteo Wesser. In seinen Arbeiten verwendet Wesser recycelte, wiederverwertbare oder biologisch abbaubare Materialien. Er vermeidet neue Rohstoffe, wo immer möglich, und sieht in bereits vorhandenen Materialien ein kreatives Potenzial. Wie Daria Habicher, die Koordinatorin der PNRR-Projektgruppe bei der Ausstellungseröffnung erläuterte, wird auch im nächsten Jahr ein:e Künstler:in bzw. Kunsthandwerker:in nach Stilfs eingeladen. (hzg)
- Dachzeile:
Schlanders/Kulturhaus
Titlá ist die bekannteste Folkgruppe aus dem Pustertal. Seit 36 Jahren erfreuen und unterhalten sie das Publikum in Südtirol, aber auch im Ausland, mit traditionellen Liedern und Eigenkompositionen im urigen Pustertaler Dialekt, genauso wie mit irischen, keltischen, lombardischen und jiddischen Liedern. Es sind unterschiedliche Lieder, mal melancholisch und sanft, dann auch wieder witzig, schnell und schwungvoll. Die Texte werden aus Überzeugung im Dialekt gesungen, um eigenes Kulturgut, musikalisches und sprachliches, aufzuspüren und stolz zu präsentieren. Es sind auch nachdenkliche Lieder, welche die Gruppe denen widmet, die es schwer haben im Leben: den Ausgegrenzten, den Minderheiten und Menschen, die am Rande stehen. Es sind Liebeslieder, Lieder, die von Vögeln erzählen und von späten Sommertagen. Gespielt und gesungen wurden alte und neue Lieder, auch Lieder der letzten CD „paschtaschutta“. Ungewöhnlich, und für Vinschger wahrscheinlich auch unverständlich, ist der Name der Gruppe. „Titlá“ war die Antwort eines Wirtes auf die Frage, ob man hier im Gasthaus auch Musik machen könne. Titlá heißt: tut nur bzw. macht nur. Beim Konzert im Sparkassensaal des Kulturhauses begeisterte die Folkgruppe das zahlreiche Publikum mit ihren feinfühligen Melodien, den rhythmischen Klängen und den einprägsamen Liedern. Hermann Kühebacher, der Handweber aus Innichen, spielt Dudelsack und verschiedene Flöten. Er singt mit seiner unverkennbaren Stimme und führte durch seine witzige und unterhaltsame Art durch das Programm. Peter Paul Hofmann aus Innichen, der Jüngste der inzwischen in die Jahre gekommenen Musiker, spielt Kontrabass und Schlagzeug, Eduardo (Edi) Rolandelli aus Niederdorf spielt Gitarre, Toni Taschler aus Toblach/Bruneck Akkordeon und Tuba, Peter Riffeser aus Kaltern spielt Violine und Viola. Nach zwei Stunden mit einer kurzen Pause gab es noch zwei Zugaben. Besonders das Lied „Mai Maadele, mai Tschuurale“, der bekannte Text aus den Korrnrliardrn von Luis Stefan Stecher, löste großen Applaus aus. (hzg)
Bei der Vollversammlung kürzlich im Gasthaus Stern gab es für die Prader Volkstanzgruppe gleich mehrere positive Signale. Fünf junge Mitglieder wurden neu aufgenommen. Ein deutliches Zeichen, dass das Interesse an traditionellem Volkstanz auch unter Jugendlichen ungebrochen ist. mit Theresa Wallnöfer und Max Pinggera erfährt der Vorstand eine Verjüngung und blickt engagiert in die Zukunft. Im Vinschgau ist ein vielfältiges Brauchtum bis heute lebendig. Die Prader Volkstanzgruppe zeigt mit ihren Auftritten, wie traditionsreich und zugleich wandlungsfähig kulturelle Praktiken in der Region geblieben sind. Die Tänzerinnen und Tänzer wollen bei weltlichen, wie kirchlichen Anlässen präsent sein und damit einen Beitrag zum kulturellen Leben im Ort leisten. Ihr Fokus liegt darauf, gewachsene Traditionen zu bewahren, zugleich offen für neue Impulse zu bleiben. Rituale, Traditionen und überlieferte Bräuche, die die Menschen seit Generationen durch das Jahr und den Alltag begleiten, vermitteln ein Gefühl von Heimat Verbundenheit, stiften Sinn und bleiben damit ein wichtiger Bestandteil im heutigen gesellschaftlichen Zusammenleben. (chw)
- Dachzeile:
Latsch
- Weitere Fotos - 1:
Loderndes Feuer, beeindruckende Masken und mittendrin strahlende Engel gefolgt vom Nikolaus mit Knecht Ruprecht: So zeigte sich der Nikolausumzug am 5. Dezember in Latsch. Die Organisatoren rund um den Verein „Latscher Tuifl EO“ boten auch heuer wieder ein eindrucksvolles Schauspiel, das den alten Brauch von Nikolaus und Krampus lebendig hält. Der Verein wurde 2003 gegründet und seit der Wiederbelebung vor einigen Jahren erfreut sich der Umzug großer Beliebtheit und lockt Besucher weit über die Gemeindegrenzen hinaus an.
Vom Start bei der Feuerwehrhalle führte der Umzug durch die Marktstraße bis hin zum Lacus-Platz. Dort wurde die traditionelle Nikolausgeschichte vorgelesen, ehe der Nikolaus die Päckchen an die Kinder verteilte. Für weihnachtliche Stimmung sorgten einige Musikanten der Bürgerkapelle Latsch.
- Dachzeile:
Heimatbühne Tschengls
In einem abgelegenen Bergwinkel liegt der Tarnellerhof. Dort leben die drei Brüder und Junggesellen Johannes, Matthias und Paul. Im Dorf sind sie als „die drei Eisbären“ bekannt, weil sie überhaupt kein Interesse am weiblichen Geschlecht zeigen. Lediglich die alte Antonia, die schon gar nicht mehr richtig laufen kann, wird als einzige Frau am Hof geduldet. Der monotone Alltag der Brüder endet abrupt, als eine Unbekannte ihren Säugling vor deren Tür legt und die drei das Kind aufnehmen. Noch turbulenter wird es allerdings nachdem die drei Eisbären die junge Leni als Ziehmutter auf ihren Hof holen. Plötzlich ist selbst für die hartgesottensten Junggesellen nichts mehr wie es war… denn auch die Liebe zieht auf den Hof.
Regieleiter Martin Spechtenhauser konnte für die Neuauflage des Stücks, das bereits in den späten 1950er-Jahren von der Heimatbühne aufgeführt wurde, wieder zahlreiche vertraute Gesichter auf die Bühne holen. Diesmal als Darsteller dabei: Johann Thurner, Alexander Januth, Fabian Andres, Roswitha Tappeiner, Florian Peer, Jana Peer und Ulrike Valentin.
Am Samstag, den 3. Januar 2026, um 20 Uhr feiern wir unsere Premiere im Kultursaal von Tschengls – wir freuen uns auf euren Besuch.
Reservierungen ab sofort unter
www.hbtschengls.com
per Whatsapp oder Telefon
unter Tel. 347 7392292 (16 – 20 Uhr)
- Dachzeile:
Naturns/Schlanders
- Weitere Fotos - 1:
Gelber Vorhang als Hintergrund; TVS in großformatigen, rosa Buchstaben, hinter denen die Sprecherin berichtete; der Kameramann, der nicht recht wusste, wie die Kamera einschalten … Begeisterte Pioniere waren Ende der 70er Jahre bei TVS (Television Südtirol), Europas ersten deutschsprachigen Privatsender, am Werk. Mit einfachen Mitteln wurden informative Sendungen und Unterhaltung in die Wohnzimmer der Menschen gebracht.
Karlheinz Gamper, bekannt als Charly, war mit seinen 18 Jahren der Senderchef. „Wenn Radio privat funktioniert, dann doch auch TV“, dachte sich der junge Visionär wohl. Diese Idee hat er umgesetzt. Sein Vater stellte die finanziellen Mittel für Geräte und Infrastruktur zur Verfügung, Dieter Hanebutt war der Technikexperte. Im ersten Stock eines Kondominiums waren Studio und Technik untergebracht, im Parterre die Büros. Heute erinnert nur noch der Sendemasten auf dem Hausdach in der Etschangerstraße an die damalige TV-Ära im Ort.
Tägliche Nachrichten, meistens live, Musiksendungen mit bekannten deutschen Schlagerstars sowie Quizsendungen zum Mitraten sorgten für erfreuliche Unterhaltung. Einblicke in diese Fernsehzeit geben Helmut Lechthaler, Filmproduzent, und Alexander Lechner, Autor und Interviewer, in ihrem Dokumentarfilm „Pioniere des Fernsehens – Europas erster deutschsprachiger Privatsender TVS“ am 12. Oktober um 18 Uhr im Karl-Schönherr-Haus. Das TVS-Archivmaterial kommt vom Amt für Film und Medien. 85 Filmminuten die aus Interviews mit Zeitzeugen und Beteiligten bestehen, entführen in diese Pionierzeit von damals.
Astrid Fleischmann
Schritt für Schritt nähert sich der neue Umfahrungstunnel von Kastelbell nach Galsaun seiner Fertigstellung: Nun ist auch der Durchbruch des 340 Meter langen und letzten der insgesamt vier Fluchtstollen erfolgt.
„Ein weiterer Schritt nach vorne für die Umfahrung von Kastelbell. Wir arbeiten daran, den landschaftlichen Wert der Gegend zu bewahren und die lokale Verkehrssituation nachhaltig zu verbessern“, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Die neue, insgesamt 3,36 Kilometer lange Umfahrung wird von Westen kommend kurz vor Schloss Kastelbell beginnen und im Osten auf Höhe der Gewerbezone Galsaun wieder in die bestehende Staatsstraße einmünden.
Nachdem die Vortriebsarbeiten an der Hauptröhre im März 2024 abgeschlossen werden konnten, ist am 31. Juli der Durchbruch des letzten Fluchtstollens erfolgt. „Aufgrund der sensiblen geologischen Situation mit historischen Bergsturzmassen musste dabei auf den letzten 100 Metern mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden. Die Fluchtstollen weisen einen bedeutend geringeren Querschnitt als die Hauptröhre auf, da sie nur auf Personenrettung ausgelegt sind. Sie können, falls notwendig, aber dennoch auch von Rettungsfahrzeugen befahren werden“, erklärt Augustin Hueber, der stellvertretende Direktor des Landesamts für Straßenbau West.
Fast zeitgleich sei die Decke des Westportals betoniert worden, wobei rund 600 Kubikmeter Beton eingebaut wurden. Die Formgebung der neuen Tunnelportale orientiere sich an den terrassierten Steinmauern der Weinberge in der Umgebung und füge sich somit sehr gut in das bestehende Landschaftsbild ein.
„Im Tunnel wurden bereits in weiten Teilen die Gehsteige errichtet. Es laufen auch bereits die Arbeiten am Unterbau der neuen Fahrbahn. Die ersten Asphaltierungsarbeiten werden im September in Angriff genommen“, kündigt Johannes Strimmer, der Direktor des Landesamtes für Straßenbau West, an.
Der Abbau des Hauptbaustellengeländes sowie die Wiederherstellung der Obstwiesen kann, aller Voraussicht nach, im Oktober beginnen.
- Dachzeile:
Pressemitteilung der Umweltschutzgruppe Vinschgau
- Weitere Fotos - 1:
Derzeit wird in der Gemeinde Prad am Stilfserjoch die umstrittene Forststraße auf den so genannten „Schweinböden“ gebaut. Es finden dort umfangreiche Baumschlägerungen und Baggerarbeiten statt. Im Jahre 2018 wurde das Vorgänger-Projekt von der Nationalpark-Verwaltung abgelehnt. Hauptgrund für die Ablehnung war das Vorhandensein eines Brutplatzes des streng geschützten Uhus in diesem Gebiet. Warum dies jetzt kein Problem mehr darstellt ist schleierhaft. Schon damals hatte die Umweltschutzgruppe Vinschgau einen fundierten Einwand gegen das Vorhaben eingebracht. Offensichtlich haben die ökologischen und landschaftsschützerischen Bedenken, welche auch mit einer Artenliste eines namhaften Schweizer Experten untermauert wurden, keine Bedeutung bei den Entscheidungsträgern gefunden.
Der Bau der neuen Forststraße hätte aus Sicht der Umweltschutzgruppe Vinschgau ohne weiteres vermieden werden können. Anstatt den bereits bestehenden Waldweg über Jahre verlottern zu lassen, hätte dieser ordentlich instand gehalten werden können.
Stattdessen wird ein weiterer sensibler Wald-Lebensraum zerstört und negativ beeinträchtigt. Die treibenden Kräfte dieses Projektes kündigen u. a. an, dass die „Grillplätze Schweinböden danach mit einem Pkw problemlos erreichbar“ seien. Anscheinend kann man den erholungssuchenden Menschen heutzutage nicht mehr einen Fußweg von 15 Minuten zumuten. Obwohl es auf der gegenüberliegenden Talseite bereits einen attraktiven und mit einer guten Straße erschlossenen Grillplatz in Prad gibt, will man nun auch die Schweinböden mit erhöhtem Pkw-Verkehr, Lärm und Müll beglücken. Die touristische Erschließung kennt offensichtlich keine Grenzen, auch nicht in einem Nationalpark. Das hat mit Nachhaltigkeit effektiv nichts mehr zu tun. Keinesfalls nachvollziehbar ist, warum diese neue Straße laut technischem Bericht auch zum Zwecke der „Unversehrtheit der Bürger und Weidetiere bezogen auf die Gefahr des Wolfes“ notwendig sei.
Der Bau dieser Straße zeigt zum wiederholten Male auf, dass ökologische und landschaftsschützerische Aspekte auch in Zeiten des massiven Biodiversitätsrückgangs bei den verantwortlichen Entscheidungsträgern keine Rolle spielen.
Umweltschutzgruppe
Vinschgau, 05.11.2025
- Dachzeile:
Südtirol/Vinschgau
Ab sofort können Projekte für den Südtiroler Umwelt- und Klima Preis 2025 eingereicht werden. Mit dem Preis werden Initiativen ausgezeichnet, die einen besonders innovativen, wirksamen oder vorbildlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in Südtirol leisten.
Bewerben können sich Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Institutionen sowie Gemeinden. Eingereicht werden können Ideen, Projekte, Verbesserungsvorschläge, aber ebenso bisherige Umweltaktivitäten und -maßnahmen.
Der Preis wird in den Kategorien „Projekte und Ideen“ und „Maßnahmen und Aktivitäten“ ausgeschrieben.
Der Wettbewerb gibt Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit, ihre Umweltideen bzw. -projekte der Öffentlichkeit vorzustellen. Auf diese Weise soll auch für den aktiven Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden.
Zu Gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von Euro 2.000.
Die Einreichfrist endet am Freitag 27. März 2026.
Alle erforderlichen Informationen sind auf der Website www.transkom.it zu finden.
- Dachzeile:
Burgeis
- Weitere Fotos - 1:
Abschlusskonzert der Chor- und Stimmbildungswoche in Burgeis -„Lernen durch Tun war das Motto dieser Chorwoche. Menschen, die bereit sind, sich fortzubilden, sind ein großer Reichtum für unsere Gesellschaft!“ Mit diesen Worten dankte der Obmann des Südtiroler Chorverbandes Erich Deltedesco beim Abschlusskonzert der Chor- und Stimmbildungswoche des Südtiroler Chorverbandes den knapp hundert Sängern und Sängerinnen aus dem ganzen Land. Mit den Referenten Roland Büchner und Markus Detterbeck sowie acht Stimmbildnern hatten sie sich auf der Fürstenburg in Burgeis mit Werken von der Klassik bis hin zum Pop auseinandergesetzt. Roland Büchner eröffnete das Konzert mit einigen geistlichen Liedern, bevor mit Dirigent Markus Detterbeck der amüsante und schwungvolle Teil des Konzerts begann. Begleitet wurde der Chor am Klavier von Ulrike Deluggi. Dass es nicht nur eine interessante Reise vom südafrikanischen Gospel über Purcells Dido und Aeneas bis hin zu Grönemeyers „Männer“ war, sondern ein geradezu amüsanter Abend, war vor allem auch der Moderation des Dirigenten zu verdanken, der das Publikum mit viel Humor und Wissen zu den Liedern unterhielt. Dass die Akustik in der Aula der Landwirtschaftlichen Fachschule Fürstenburg nicht die allerbeste war, tat dem musikalischen Genuss keinen Abbruch. Das Publikum, das in der Aula kaum Platz fand, war begeistert von den Gesangskünsten des Chores. Am Sonntag gestalteten die Sänger und Sängerinnen den Gottesdienst in Laatsch musikalisch unter anderem mit Liedern von Heinrich Schütz. Detterbecks Lob galt abschließend dem Südtiroler Chorverband: „Eine solche Fortbildung mit so vielen Stimmbildnern ist im deutschen Sprachraum einmalig!“
- Dachzeile:
Meran/Glurns/Mals/Wien
Die Konzertreihe 2025 der Südtirol Filarmonica macht am 12. Oktober auch im Kursaal von Meran Station. Zur Aufführung kommt Gustav Mahlers (im Bild links) 10. Symphonie, welche aufgrund des im Mai 1911 eingetretenen Tod Mahlers nie vollendet wurde und daher als die Unvollendete bezeichnet wird. die 78 Musikerinnen bringen eine Uraufführung von Gerd Hermann Ortler (im Bild rechts). Geboren 1983 in Glurns, zog es Gerd Hermann Ortler schon früh in die weite Welt der Musik. Ausgebildet an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, lebt er seit nunmehr 22 Jahren in Wien. Beauftragt und aufgeführt wurden seine bisherigen Kompositionen in Konzerthäusern, die in aller Munde sind: Wiener Konzerthaus, Elbphilharmonie Hamburg, Musikverein Wien, Wiener Staatsoper, Philharmonie Luxemburg, in Südtirol bei Transart und Südtirol Jazzfestival, um nur einige zu nennen. Gerd Hermann Ortler zeigt sich emotional: „Ich begebe mich mit den fabelhaften Solisten und dem furchtlosen Orchester auf eine abenteuerliche musikalische Reise. Doch was treibt uns auf den Weg ins Unbekannte? Es ist der gemeinsame Traum vom Paradies. Wir freuen uns darauf, das Südtiroler und Wiener Publikum auf diese aufregende Reise mitzunehmen!“ Ortlers Werk „Expedition to Paradise“ sieht zwei Solisten vor, nämlich Klarinette und Trompete. Mit den beiden Südtiroler MusikerInnen, Andrea Götsch an der Klarinette und Bertold Stecher an der Trompete, erfährt die Besetzung der beiden Solisten Weltklasse. Andrea Götsch (aus Meran) wirkt seit 2021 bei den Wiener Philharmonikern; Bertold Stecher (aus Mals) bereichert seit 2024 die Berliner Philharmoniker.
Es begann mit einem Spaziergang zum Völlaner Badl und einem Lesestop bei einem „Marterle“. Das war die Geburtsstunde des Stückes „St. Sigmund“ von Walter Tribus. Das Stück hat 2021 beim Autorenwettbewerb der Südtiroler Theaterzeitung den zweiten Platz gemacht. Kathrin Hirber, Theaterspielerin und Regisseurin, hat das Stück gelesen und war sofort begeistert. Nach vier Jahren in ihrer Nachtischschublade war klar, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dieses Bühnenstück zu inszenieren. Die komplizierte Kunstsprache war eine Herausforderung. Sprechcoach Günther Götsch hat intensiv mit den neun Spieler*innen gearbeitet. Im Oktober war „St. Sigmund“ dann bühnenreif.
In 17 Bildern, die zwischen 1912 und 1919 hin- und hersprangen, wurde das Publikum durch die Erzählung geführt. Die Kostüme waren in schwarz-rot gehalten. Das Bühnenbild, ein überdimensionales Geweih, das Manfred Höllrigl und Theo Mair gebaut haben, war ein Blickfang und Grundlage für alle Bilder. Fotografien von Maria Gapp boten den Zuschauer*innen im Hintergrund Orientierungshilfe. Die zum Stück komponierte Musik von Daniel Pupp machte die Stimmungen des Geschehens spürbar. Julian Gudauner war Regieassistent.
Eine gelungene Inszenierung, die das Publikum mitnahm auf die Suche nach der Schuldigen oder dem Schuldigen. Das Ende ließ Fragen offen. Kathrin Hirber ist eine Netzwerkerin, die Kreative zusammenführt. „St. Sigmund“ war eine Co-Produktion zwischen der Volksbühne Naturns und der Volksbühne Lana und wurde in Naturns und in Lana aufgeführt.
Astrid Fleischmann
- Dachzeile:
Vinschgau
- Weitere Fotos - 1:
Im Rahmen des Pride Month 2025 hat die Jugendarbeit im Vinschgau, vertreten durch die Jugenddienste Mittel- und Obervinschgau, ein vielfältiges Aktionspaket geschnürt, das zur Sichtbarkeit und Auseinandersetzung mit dem Thema Vielfalt beitragen sollte. Unter dem Motto „Vom bunten Muffin bis hin zur Regenbogenstiege“ wurden kreative und gemeinschaftsstärkende Angebote entwickelt. Der Pride Month 2025 im Vinschgau war geprägt von einem bunten Mix aus kreativen Aktionen, pädagogischen Impulsen und ehrlichen Rückmeldungen aus der Jugendarbeit.
Was besonders auffällt: Die Reaktionen der Jugendlichen waren ebenso vielfältig wie die Aktionen selbst. Während in manchen Treffs das Thema LGBTQ+ eine gewisse Akzeptanz erreicht hat und kaum noch Konfliktpotenzial birgt, zeigen andere Rückmeldungen, dass es weiterhin Unsicherheiten, Desinteresse oder sogar Ablehnung gibt. Diese Spannbreite verdeutlicht, wie wichtig es ist, das Thema nicht nur punktuell im Juni zu behandeln, sondern ganzjährig präsent zu halten – als Teil einer inklusiven und respektvollen Jugendarbeit. Die Reflexionen der Jugendarbeiter*innen verdeutlichen, wie essenziell geschützte Räume sind, in denen Jugendliche offen über Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Vielfalt sprechen können. Dabei zeigt sich einmal mehr, wie zentral eine vertrauensvolle Beziehungsarbeit ist, um solche Gespräche zu ermöglichen und junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten. Dabei ist es entscheidend, ihnen mit einer wertschätzenden Haltung zu begegnen und sie dort abzuholen, wo sie stehen – sei es mit Aufklärungsarbeit, kreativen Angeboten oder einfach durch das Zuhören.
Der Pride Month setzte ein starkes Zeichen für Offenheit und Respekt und bot wertvolle Impulse, um Haltung zu zeigen – auch wenn die Beteiligung bei einzelnen Aktionen unterschiedlich ausfiel. Die Erfahrungen dieses Jahres laden dazu ein, weiterzumachen, neue Wege zu gehen und Vielfalt als selbstverständlichen Bestandteil der Jugendarbeit zu leben.
- Dachzeile:
Schwarzwald/Vinschgau/Schlanders
- Weitere Fotos - 1:
Im Juni verbrachte der Künstler Alessio Nalesini aus Schlanders vier inspirierende Wochen im Schwarzwald (DE). In der Villa Jamm in Lahr ließ er, vor den Augen des begeisterten Publikums, seine Leidenschaft für das Malen erblühen. Ein zentrales Motiv war die Palabirne aus dem Vinschgau. „Ich bin unzählige Stunden auf Bäume geklettert, habe ihre Formen und Farben bewundert“, erinnert sich der Künstler. Diese Faszination für die leuchtenden Farben und die Vielfalt der Birnen spiegelt sich in seinen Bildern wider, die er mit hochwertigen Pigmenten und Casein-Farben kreiert. Diese besonderen Materialien verleihen seinen Werken eine unverwechselbare Tiefe und Strahlkraft. Während seines Aufenthalts in der Villa Jamm hatten die Besucher die einmalige Gelegenheit, Alessio bei seiner kreativen Arbeit über die Schulter zu schauen. Mit Leidenschaft erklärte er seine Techniken und erzählte Geschichten aus seiner Kindheit im Vinschgau, wo die Natur und die Birnenbäume eine zentrale Rolle in seinem Leben spielten. Diese persönlichen Erzählungen schufen eine lebendige Verbindung zwischen Künstler und Publikum und machten seine Kunst greifbar. Auch konnte sich Alessio während seines Aufenthalts mit anderen Künstlern austauschen. Die Villa Jamm war und ist somit ein Ort der Inspiration, für Besucher, die Kunst und Künstler. (chw)
- Dachzeile:
Mals
- Weitere Fotos - 1:
Am Samstag, den 20 September feierte in Mals das allseits bekannte und beliebte Vinterra das 10jährige. Die nun abgelöste Vorsitzende Martina Hellrigl begann ihre Rede mit einem Rückblick: Der „Malser Weg“ habe zu Vinterra geführt. Der Name – von ihr erdacht – steht für den Vinschgau, nicht für „vino“. Am Anfang sei kein Geld vorhanden gewesen, doch mit viel Idealismus ist man gestartet. Blaukraut war das erste Gemüse, das gemeinschaftlich angebaut wurde und bis heute wird. Hellrigl erinnerte an die elf Gründungsmitglieder – Amalia Wallnöfer, Franz Hofer, Friedrich Haring, Giorgio Vallazza, Günther Pitscheider, Josef Gruber, Martina Hellrigl, Oswald Moser, Peter Grassl und Werner Schönthaler – die sich 2014 zusammengetan hatten, um ein Stück Landwirtschaft und Sozialarbeit neu zu denken. Von Beginn an sei es nicht nur um Biogemüse gegangen, sondern auch um eine soziale Perspektive. Integration anderer Sozialgemeinschaften- und Diensten, Kooperationen mit Altersheimen, Mensen und Schülerheimen. Das hat man erreicht. Heute zählt Vinterra rund 90 Mitglieder, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hinzu kommen 17 beschäftigte Mitarbeiter. Aus kleinen Anfängen mit ein paar Ackerreihen sind fünf Hektar Anbaufläche geworden. Dazu betreibt die Genossenschaft erfolgreich das Bistro/Bar Vinterra an der Vinschgaustraße, nahe der Kreuzung nach Laatsch. Die Genossenschaft ist zu einem stabilen lokalen Netzwerk gewachsen. Vinterra verbindet Gemeinnutz und Eigennutz, Landwirtschaft und Sozialarbeit, Dorfentwicklung und regionale Wertschöpfung. An besagtem Samstag machte man zunächst am Vormittag eine Flurbegehung, am Mittag gab es die gewohnt biologisch-leckere Vinterra Küche zu genießen und am Nachmittag wurde bei gemütlichem Beisammensein gefeiert. Nach zehn Jahren als Präsidentin trat Martina Hellrigl nun ab. Ihr folgt Gerhard Kapeller, der vor der Aufgabe steht, die Kostendeckung langfristig abzusichern und junge Mitglieder für die Idee zu gewinnen. Vinterra bleibt ein Kind des Malser Weges. Gewachsen aus der Vision für die Gemeinschaft biologisch zu produzieren und gleichzeitig Menschen zu integrieren, die im Arbeitsleben Unterstützung brauchen.
(uno)
Es hat viel Überwindung gekostet, bei der Vinzenzgemeinschaft anzurufen. Die Waschmaschine war kaputtgegangen. Es fehlt an Geld. Das Bankkonto ist bereits überzogen. Es läuft die Tilgung eines Kredites. Bekannte und Verwandte haben schon mehrmals ausgeholfen. Das Einkommen reicht nicht. Ein typischer Notfall, bei dem die Vinzenzgemeinschaft um Hilfe gebeten werden kann. Es wird die Notlage geprüft und dann die Rechnung bezahlt. Dies alles passiert im Verborgenen. Diese Art, in der Stille zu helfen, hat aber auch den Nachteil, dass die Vinzenzgemeinschaft im Bewusstsein der Menschen oft nicht präsent ist und manche nicht wissen, dass man sich dort Hilfe holen kann.
Dabei gibt es in Südtirol 49 Ortsgruppen, Vinzenzkonferenzen genannt. Im Vinschgau sind es deren sechs: Graun, Burgeis, Mals, Schlanders, Martell und Latsch. Die Kontakte dazu sind in der Homepage www.vinzenzgemeinschaft.it, im Bereich Netzwerke zu finden. Für die Gemeinden des Vinschgaus, in denen keine Konferenz vorhanden ist, ist der Bezirk zuständig. Der Bezirksvorsitzende ist über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder die Telefonnummer 377 3058881 erreichbar.
Die Vinzenzgemeinschaft hilft aber nicht nur mit Geld, sondern sie betreibt auch Lebensmitteltafeln, Kleiderkammern und einzelne andere soziale Dienstleistungszentren. Die Tafeln sammeln Lebensmittel, die zu verfallen drohen, stellen davon Pakete zusammen, die von Bedürftigen abgeholt werden können. Lebensmitteltafeln gibt es in Mals mit Prad, in Schlanders und in Latsch.
Die drei Kleiderkammern von Schlanders Latsch und Mals hingegen geben guten Kleidungsstücken eine zweite Chance. Alle Informationen zu Öffnungszeiten der Tafeln und Kleiderkammern sind ebenfalls in der Homepage zu finden.
Dass hinter einer so großen Organisation unzählige Menschen ehrenamtlich mitarbeiten, kann man sich vorstellen. Was aber auschlaggebend ist, sind die Spenden. Ohne die vielen kleinen und größeren Spenden wohlwollender Mitmenschen, wäre die Arbeit nicht möglich. Jedoch in Zeiten, wo die allgemeine Lage schlechter wird, bekommt es die Vinzenzgemeinschaft an zwei Seiten zu spüren: Die Bedürftigkeit steigt und die Möglichkeit der Menschen zu spenden sinkt. Gerade deshalb ergeht die Bitte, an jene zu denken, denen es schlecht geht. Dazu kann bemerkt werden, dass die Vinzenzgemeinschaft eine staatlich anerkannte Hilfsorganisation ist: Alle Spenden sind in der Steuererklärung absetzbar.
Die Spendenkonten in der Übersicht:
Konferenz Graun IT41C0806658352000302217279
Konferenz Burgeis IT93A0806658540000301217496
Konferenz Mals IT18G0604558540000005001913
Konferenz Schlanders IT44V0604558920000005001955
Konferenz Martell IT16V0811058579000302209276
Konferenz Latsch IT80O0604558450000005000053
Bezirk Vinschgau IT42O0811058579000302220041
Steuernummer für die Zuwendung der 5 Promille: 94059970213
Der Naturnser Sonnenberg ist ein richtiges Wanderparadies. Zahlreiche Wege erschließen die Natur- und Kulturlandschaft. Die Instandhaltung dieser Wege ist eine dauerhafte Aufgabe. Der Naturnser Sonnenberg bietet eine Vielzahl von Wanderwegen für verschiedene Schwierigkeitsgrade, darunter der beliebte Meraner Höhenweg für mehrtägige Touren, der Sonnenberger Panoramaweg zwischen Naturns und Partschins und kürzere Spaziergänge in tieferen Lagen wie der Wallburgweg. Die Seilbahn Unterstell ist dabei ein zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen im Naturpark Texelgruppe und ermöglicht einen schnellen Aufstieg. Durch die exponierte und sonnige Lage sind Wanderungen auch in der kalten Jahreszeit sehr reizvoll.
Die zahlreichen Kilometer an Wegen müssen aber auch mit viel Aufwand instandgehalten werden. Das funktioniert durch eine gute Partnerschaft zwischen dem AVS Untervinschgau, der Tourismusgenossenschaft und der lokalen Forstbehörde. Erst vor kurzem ist eine vorbildliche Sanierung der historisch wertvollen Höfler-Gasse gelungen – bei der die Förster den kompletten Austausch des Zaunes vorgenommen haben. Die Gemeindeverwaltung dankt allen für den Einsatz zum Erhalt der Wege, der sowohl Gästen aber vor allem auch den einheimischen Berg- und Naturfreunden zugutekommt.
- Dachzeile:
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
Leistungsgesellschaft, Konsumwahn, Patriarchat und Kapitalismus im Rausch der Ablenkung - jetzt als Show!
WACHS DUMM ist das ultimative Varieté für alle, die den Kapitalismus lieben - ob sie nun wollen oder nicht. In dieser satirischen Pralinenschachtel gefüllt mit schrillen Performances, schrägem Humor und hemmungsloser Gesellschaftskritik werfen die Performerinnen Julia Makoschitz, Nelly Platzer und Lilli Schütter einen tiefen Blick in die Leere einer Welt, die sich nur noch durch Konsum, Konkurrenz, Ausbeutung und das Streben nach immer mehr definiert. Die Handlung bietet sich dar in einem wilden Reigen aus Theater, Wrestling, Musicaleinlagen, Luft- und Partnerakrobatik und drangsaliert das Publikum mit einem atemberaubenden Spannungsbogen auf thematischer und visueller Ebene.
Eine Kooperation mit Basis Vinschgau Venosta im Rahmen des denk.Mal Festivals vom 14. bis 16. Mai.
Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse erhältlich.
Reservierung: online unter www.kulturhaus.it,
T 0473 737777 oder
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur und der Raiffeisenkasse Schlanders.
Im Rahmen der Vinschger Palabira Tage 2025 findet am 6. September, um 17:00 Uhr, im Erdgeschoss des Gemeindehauses von Glurns, die Eröffnung der Ausstellung „Wachsen und Werden, Blühen und Frucht tragen“, statt. Die Ausstellung ist zugänglich bis Sonntag, 14. September.
Anna Wielander, Jahrgang 1937 aus Schlanders und Thea von Scarpatetti, Jahrgang 1951 aus Glurns, zeigen Papierschnitte. Die sehr alte Technik des Papierschnittes setzen beide ganz unterschiedlich um. Die luftig-filigranen Gebilde von Thea von Scarpatetti verändern sich wie lebendig je nach Lichteinfall; Anna Wielander experimentiert seit vielen Jahren mit dem klassischen Scherenschnitt bis hin zur Collage, für sie sind die archaischen Symbole wichtige Motive.
Die Ausstellung ist eine Hommage an die Kraft des Lebens in ihren Erscheinungsformen, Pflanzen, Tiere und Symbole des Wachsens, Reifens und Vergehens, und gleichzeitig der Künstlerin und Kunsterzieherin Anni Egösi aus Meran gewidmet. Am 6. September jährt sich ihr 71. Todestag. Anni Egösi gab während des 2. Weltkrieges in Schlanders Kunstunterricht. Die damals achtjährige Anna Wielander war ihre jüngste Schülerin. Die Mutter von Thea von Scarpatetti, Hilde Prieth, stammte auch aus Schlanders und nahm an den Ausbildungen von Egösi teil. Anni Egösi hat mit Freude und Begeisterung ihr Wissen und ihre Sensibilität für das Schöne in der Natur, im Alltag und in der Kunst an ihre Schülerinnen weitergegeben. Die Natur- und Kunsterfahrung durch Anni Egösi ist ein kostbarer Schatz, den Anna Wielander und Thea von Scarpatetti, vermittelt durch ihre Mutter, ihr Leben lang weitergetragen haben und mit allen in der Ausstellung teilen möchten.
Helga Gorfer, Jahrgang 1958, lebt in Schlanders, bereichert die Ausstellung durch ihre Haiku. Es sind formgenaue Kurzgedichte in japanischer Tradition, in denen Gorfer ihre Naturempfindungen artikuliert. Ihre Sensibilität für Augenblicke und Veränderungen im Lauf der Jahreszeiten fügt sich stimmig ein in die Formenwelt der ausgestellten Papierschnitte. (pt)
HAIKU - GEDICHT
Wieder Frühling
im Palabirnenbaum
Novemberblüten
©Helga Maria Gorfer
Im Vinschgau melden sich derzeit vermehrt Betroffene, denen neue Verträge an der Haustür aufgedrängt worden sind. Die Verbraucherzentrale Südtirol warnt ausdrücklich davor, vorschnell Dokumente zu unterschreiben. Die Insolvenz der luxemburgischen Versicherungsgesellschaft FWU Life Insurance Lux sorgt wei-terhin für Unsicherheit. Viele Südtiroler:innen – auch im Vinschgau – haben inzwischen die sogenannten Forderungsanmeldungen erhalten. Damit können Betroffene ihren Anspruch auf den Rückkaufswert der Lebensversicherung anmelden. Der angegebene Betrag entspricht in der Regel dem aktuellen Rückkaufswert („valore di riscatto“) – und liegt meist deutlich unter den tatsächlich einbezahlten Prämien. Ein Beispiel: Bei insgesamt 10.000 Euro eingezahlten Prämien beträgt der Rückkaufswert oft nur rund 4.000 Euro.
Kontrollieren Sie, ob der angebotene Betrag, mit dem in Ihren letzten Kontoauszügen angegebenen Rückkaufswert übereinstimmt. Wenn ja, können Sie die Forderungsanmeldung unterzeichnen und mit den verlangten Unterlagen zurückschicken. Wenn der Betrag deutlich niedriger ist, raten wir, das Angebot nicht anzunehmen („rifiuto“) und mit den eigenen Nachweisen zu beanstanden.
Das gesamte Verfahren läuft über Luxemburg, die Handlungsmöglichkeiten sind daher stark eingeschränkt. Dennoch steht die Verbraucherzentrale für offene Fragen zur Seite.
Die Außenstelle der Verbraucherzentrale im Vinschgau ist jeden Donnerstag (außer am 5. d. Monats) unter 0473 736800 erreichbar.
„Mein Rat: Bleiben Sie standhaft – die einzige Unterschrift an der Haustür sollte höchstens für ein Paket sein, nicht für einen Vertrag oder anderweitig Rechtliches.“
Rechtsberater der Verbraucherzentrale Südtirol
Außenstelle Vinschgau
Reinhard Bauer
Der Jahrgang 1965 aus Kortsch kam zum Jahrgangstreffen zusammen und verbrachte zum 60igsten kürzlich einen gemütlichen Tag. Nach einem herzhaften und stärkenden Frühstück beim Mareiner in Kortsch ging es talaufwärts nach St. Valentin. Der Rundgang um den Haidersee brachte Frischluft in die Körper, so dass das Mittagessen beim Restaurant Zeress keine Wünsche offen lassen konnte. Nach ausgiebigem Plausch mit Austausch von Neuigkeiten und auch von gemeinsamen Erinnerungen kehrte die Truppe wieder nach Schlandedrs zurück. Zum Ausklang des Tages wurde dann bis spät in den Abend noch zur Freude der Teilnehmenden ein Gaudi-Kegeln in der Kegelbar Schlanders ausgetragen.
Erinnerungen an den Musiker Michele Girolamo: Mitreißender Rock ‘n Roll und stimmungsvolle Poesie: Am Freitag, den 17. April, wurden die Besucher der Veranstaltung „In memoriam Michele - Wenn Musik das Leben trägt – Rock ‘n Roll & Poesie & Erinnerungen“ mit auf eine Reise in die musikalische Welt von Michele de Girolamo genommen. Claudia Vasarin und Loreno Ferrarese präsentierten in ihrer Liveperformance Micheles selbstgeschriebene Lieder und Songtexte. Die Zuhörer erfuhren musikalisch und auf sehr persönliche Weise die Erinnerung an einen Musiker, der die lokale Musikszene über viele Jahre mitgestaltet hat.
Michele de Girolamo wurde am 27.11.49 in San Severo (Apulien) geboren, hat in Trient Soziologie studiert und ist 1992 aus Liebe zu seiner Frau Christina nach Naturns gezogen. Bis zu seiner Pensionierung hat er als Oberschullehrer in Bozen gearbeitet und sich lebenslang seiner großen Passion, der Musik, gewidmet.
Davon erzählten im zweiten Teil des Abends auch seine langjährigen Freunde und Weggefährten, welche von ihren persönlichen Erinnerungen an Michele und von den mit ihm erlebten, heiteren Anekdoten berichteten.
Im Anschluss wurde die Ausstellung „Konzertplakate der Live-Szene von den 70ern bis heute“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt Plakate und Bildmaterial aus mehreren Jahrzehnten Live-Musik-Szene und bietet einen Überblick über die Entwicklung der Rockmusik und ihrer visuellen Ausdrucksformen. Bei allen Konzerten war Michele mit einer seiner vielzähligen Bands dabei. Einen besonderen Abschluss der Veranstaltung gab es durch Beatles-Musik von Michl Schaller, wodurch der gelungene Abend mit einem guten Glas Wein und kleinen Köstlichkeiten zu Micheles Lieblingsmusik passend abgeschlossen wurde.
Michele verstarb 2024 nach längerer Krankheit, doch die besondere Botschaft seines Lebens bleibt: „Folge dem, was dich antreibt, der Liebe und den einfachen Dingen und vergiss dabei nicht, es dir gut gehen zu lassen!“
Anna Pfitscher
- Dachzeile:
Latsch, Tarsch, Martell, Kastelbell und Tschars
Die Vinschger Musikkapellen Latsch, Tarsch, Martell, Kastelbell und Tschars haben sich zusammengeschlossen und erstmals gemeinsam die Kids Sommer Musiktage organisiert.
27 Kinder im Alter von acht bis dreizehn Jahren erlebten kürzlich vier unvergessliche Tage voller Musik, Gemeinschaft und Freude. Mitte Juli wurde das CulturForum Latsch zum Treffpunkt für den musikalischen Nachwuchs. In Register- und Gesamtproben erarbeiteten die Kinder neue Stücke, die sie beim stimmungsvollen Abschlusskonzert mit großem Stolz ihren Familien und Freunden präsentierten. Doch das Camp bot mehr als nur Musik. Schwimmen im AquaForum, gemeinsames Übernachten und viele Spiele im Rahmen einer Olympiade sorgten für eine ausgewogene Mischung aus Lernen und Freizeit. Auch ein Tagesausflug in den Wald, wo Werner Kuppelwieser in seine Hütte einlud und für alle gegrillt hat, stand auf dem Programm. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten nicht nur musikalisch wachsen, sondern auch neue Freundschaften knüpfen und erleben, wie viel Freude das gemeinsame Musizieren bereitet.
Im Mittelpunkt stand die Idee, Kinder für Blasmusik zu begeistern und junge Talente zu fördern. Der Erfolg zeigte sich in strahlenden Gesichtern und lang anhaltendem Applaus beim Abschlusskonzert. Ein gelungenes Beispiel, wie durch Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinweg nachhaltige Jugendarbeit möglich wird. Ein großes Dankeschön an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben.
- Dachzeile:
OSZ Schlanders
In den letzten beiden Schulwochen des Schuljahres 2024/2025 hatten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen des Oberschulzentrums Schlanders die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Praktikum in regionalen Betrieben und Einrichtungen zu absolvieren. Dabei wurden sie von ihren Lehrpersonen betreut. Ziel dieses Praktikums war es, den Jugendlichen erste Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen und sie bei ihrer Berufsorientierung zu unterstützen.
Die Praktikumsstellen reichten von technischen über soziale bis hin zu touristischen Bereichen. So absolvierte Erik Wieser sein Praktikum bei der Fematec GmbH, einem Betrieb für Metallverarbeitung: „Ich arbeitete mit modernen CNC-Maschinen wie der Heller HF 3500 DL und half bei der Herstellung von Bauteilen aus Messing, Aluminium und Stahl. Beeindruckt hat mich die Präzision der Arbeit und wie wichtig Teamabsprache ist. Das Praktikum hat mir bei der beruflichen Orientierung sehr geholfen.“
Leonie Abler unterstützte für zwei Wochen das Team der Grundschule Naturns: „Ich konnte tolle Einblicke in den Schulalltag gewinnen. Besonders gefallen haben mir der Umgang mit den Kindern und die Mitarbeit bei Projekten und Ausflügen. Das Praktikum hat mir gezeigt, wie wichtig Geduld, Planung und Teamarbeit im Lehrerberuf sind.“
Auch Nina Christandl blickt positiv auf ihr Praktikum im DAS GERSTL Alpine Retreat zurück: „Ich habe nicht nur viel über Marketing gelernt, sondern auch wichtige Werte fürs Leben mitgenommen. Der familiäre Umgang und das positive Arbeitsklima haben mich begeistert. Das Praktikum hat mir geholfen, eine Entscheidung über meinen Studiengang zu treffen. Ich bin sehr dankbar, dass mir DAS GERSTL diese Chance gegeben hat.“
Betriebe profitieren ebenfalls
Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Betriebe ziehen eine positive Bilanz. Hofer Tiefbau betont: „Wir bilden gerne Praktikanten aus, um jungen Talenten praxisnahes Wissen zu vermitteln. Gleichzeitig profitieren wir von frischen Ideen und neuen Perspektiven. Unsere Praktikantin hat das Team tatkräftig unterstützt und eigene Impulse eingebracht.“
Das OSZ Schlanders sieht das Praktikum als wichtigen Bestandteil des Bildungswegs. Die Jugendlichen können sich in der Arbeitswelt erproben, Interessen entdecken und eigene Fähigkeiten besser einschätzen. Auch im heurigen Schuljahr werden die Schüler:innen wieder die Möglichkeit haben, ein Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl zu absolvieren.
Die weite Wiesenlandschaft der Malser Haide ist ein alpenweit bedeutendes Brutgebiet der überall in Europa stark gefährdeten Wiesenbrüter wie Feldlerche und Braunkehlchen. Daher wird die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse dieser Vögel durch nicht zu frühe Mahd und mäßige Düngung (ohne Kunstdünger) mittels Flächenprämien gefördert. Die Prämien sollen eventuelle Ernteverluste durch den späteren Mähtermin entschädigen.
Das jährliche Monitoring der Wiesenbrüter wird vom GWR Spondinig koordiniert und von ortsansässigen Biologen durchgeführt. Am Projekt sind auch das Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders, der Bauernbund Burgeis, die Gemeinde Mals und die Forststation Mals beteiligt.
Der Beitrag wird in Form von Flächenprämien vergeben und beträgt 600 Euro pro Hektar, wobei mindestens 200 Euro pro Gesuch erreicht werden müssen.
Der Antrag muss auf dem dafür vorgesehenen Vordruck bis zum 31. März 2026 im Bezirksamt für Landwirtschaft West in Schlanders (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) eingereicht werden.
Im Sommer 2025 beteiligten sich über 80 Bäuerinnen und Bauern mit knapp 230 ha Wiesenfläche am Wiesenbrüterprojekt.
- Dachzeile:
Schlanders/Vinschgau
Die Weinverkostung, die die Winzerfreunde Schlanders/Kortsch/Vetzan im Herbst veranstalten, gehört mittlerweile zur Schlanderser Kultur. Den Erlös der heurigen 4. Weinverkostung spendierten, wie es auch in der Vergangenheit so war, die Winzerfreunde in der vollen Summe zwei Familien im Vinschgau. Die Übergabe erfolgte kurz vor Weihnachten. Damit die Weinverkostung beim Brunnen am Hauptplatz in der Fußgängerzone von Schlanders gelingt, tragen viele Hände dazu bei. Es sind die Winzerfreunde selber, die mit Freude aufschenken und Kastanien und Gulaschsuppe kredenzen. Die Gulaschsuppe hat die Schupfer-Moni spendiert, das Brot dazu kam als Geschenk von der Bäckerei Psenner, die Tische und die Gläser stellte Walter Walzl und die Rosenwirts-Agnes hat dafür gesorgt, dass immer saubere Gläser zur Verfügung gestanden haben. Manfred Haringer hat die schöne Tafel mit Kreide gestaltet. Bei herrlichem Wetter haben Publikum und Winzerfreunde den Vormittag sehr genossen. Die Winzerfreunde bedanken sich bei allen, die mitgeholfen haben, dass eine schöne Summe an Spendengeld zusammengekommen ist. In guter Erinnerung behalten wollen die Winzerfreunde den kürzlich verstorbenen Peppi Noggler.
- Dachzeile:
Rheuma-Liga Südtirol zu Gast in Glurns
Auf Einladung des Bildungsausschusses Glurns-Taufers i. M. fand kürzlich ein Vortrag in Glurns mit Marco Masia, Rheumatologe am Krankenhaus in Schlanders und Meran, zum Thema „Wissenswertes über Osteoporose“ statt. Viele Betroffene und Interessierte möchten Osteoporose vorbeugen oder diese unterstützend begleiten. Allein im Vinschgau veranstaltet die Rheuma-Liga Gymnastikkurse „Aktiv gegen Osteoporose“ in Naturns, Schluderns, Schlanders und ab kommendem Oktober auch in Taufers i. M. und in Glurns. Nach der Begrüßung stellte die Rheuma-Liga ihr umfangreiches Programm vor. Marianne Pircher, Bezirksleiterin der Rheuma-Liga im Vinschgau, stellte die vielen Kurse und Vorträge im Vinschgau vor.Im Speziellen wurde auf den Kursbeginn und den Start der Einschreibungen eingegangen und es wurde mitgeteilt, dass das Kursprogramm mit 170 Kursen in ganz Südtirol sehr umfangreich ist. Der anschließende Vortrag durch Herrn Dr. Masia wurde vom Publikum interessiert verfolgt. Im Anschluss wurden zahlreiche Fragen gestellt, die Dr. Masia gerne beantwortete. Dr. Masia führte aus, dass Osteoporose eine systemische Skeletterkrankung sei und diese eine quantitative und qualitative Veränderung des Knochengewebes nach sich ziehe. Eine quantitative Veränderung kann durch eine Knochendensitometrie gemessen werden.
Weiters wurden die Ursache und die Entstehung von Osteoporose besprochen. „Unterstützend hilfreich sein können die Kurse der Rheuma-Liga, die auch auf Osteoporose eingehen. Weiterhin möchten wir die Osteoporose-Patienten unterstützen und Selbsthilfegruppen im ganzen Land aufbauen.“ so abschließend der Präsident der Rheuma-Liga, Günter Stolz und Geschäftsführer Andreas Varesco.
- Dachzeile:
Laas/Naturns/Volksbank
Mit 1. Jänner 2026 ist Jean Gufler als neuer Leiter der Filiale Laas im Einsatz und übernimmt das Zepter von Marcel Stocker, der als Filialleiter nach Naturns wechselt. Seit knapp 5 Jahren in der Volksbank, hat Jean Gufler seine Begeisterung und Kompetenz im Finanzbereich bereits deutlich unter Beweis gestellt. Nach erfolgreichem Studienabschluss am Management Center Innsbruck, weiterführenden Ausbildungen und gesammelten Erfahrungen in der Hauptfiliale Schlanders, tritt Gufler nun an die Stelle des langjährigen Leiters Marcel Stocker. Stocker wird künftig der Filiale in Naturns als Filialleiter vorstehen und dort Waltraud Weithaler ablösen.
Die Volksbank deckt ein breites Spektrum an Dienstleistungen ab: von Wohnbaufinanzierung und Vermögensaufbau, über Altersvorsorge und Risikoabsicherung, bis hin zu Optimierung von Zahlungsschnittstellen und Auslandsgeschäft. Die Beraterinnen und Berater der Bank kümmern sich kompetent und verlässlich um die geschäftlichen Anliegen der Privat- sowie der Firmenkunden. Ebenso leistet die Bank mit ihrem Engagement für den Umweltschutz und den Projekten zur Verbesserung sozialer Aspekte einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft.