Bewusstseinsbildung durch Zivilschutz-Probealarm am 13. Oktober

Wenn am Mittwoch nächster Woche, dem 13. Oktober, kurz nach 10 Uhr alle 570 Sirenen in ganz Südtirol eine Minute lang aufheulen, handelt es sich um einen Zivilschutz-Probealarm.

Nur knapp über die Hälfte (55 Prozent) der Südtirolerinnen und Südtiroler kannte vor ein paar Jahren das Signal des Zivilschutzalarms: Auch aufgrund dieser Stichprobenerhebung des Landesinstituts für Statistik ASTAT im Jahr 2018 wurde in der Agentur für Bevölkerungsschutz beschlossen, den Probealarm jährlich und damit in einer höheren Frequenz als davor durchzuführen. Immerhin fast acht von zehn Bürgerinnen (79,7 Prozent) hatten bei derselben Umfrage angegeben, das Radio oder den Fernseher einzuschalten, wenn sie den Alarm des Zivilschutzes hören.

Gewöhnung an Zivilschutzalarm und damit verknüpftes Verhalten

Ziel des Probealarms, unterstreicht Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler, ist neben dem Aufdecken von eventuellen technischen Mängeln vor allem die Bewusstseinsbildung: "Jede und jeder von uns ist Teil des SystemsZivilschutz. Es gilt, aktiv mitzudenken und wenn es darauf ankommt, das Richtige zu tun."

Der Probealarm erfolgt in der Zivilschutzwoche, die italienweit im Zeitraum vom 10. bis 16. Oktober durchgeführt wird. Die Agentur für Bevölkerungsschutz hat für die Übung den 13. Oktober, den internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung ausgewählt.

Die Bevölkerung, betont der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger, soll aufmerksam werden, aber nicht in Panik geraten, und wissen, was bei einer Alarmierung zu tun ist: Im Falle eines Zivilschutzalarms sollte möglichst schnell ein Gebäude aufgesucht werden. Auch wer sich bereits in einem Gebäude befindet, soll Fenster und Türen schließen, Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten.

Zentral gesteuertes Netz an Sirenen

Eine Alarmierung der Bevölkerung erfolgt über ein flächendeckendes, zentral gesteuertes Netz von Sirenen und ist in ganz Südtirol hörbar, berichtet der Direktor des Amtes für Zivilschutz in der Agentur für Bevölkerungsschutz Günther Walcher. Alle Sirenen werden nun über digitale Kommunikation angesteuert, die Umstellung ist jetzt abgeschlossen.

Drei unterschiedliche Signale

Es gibt drei unterschiedliche Signale: Die wöchentliche, landesweite Sirenenprobe mit einem 15 Sekunden langen Dauerton erfolgt immer samstags kurz vor 12 Uhr. Der Feuerwehralarm besteht aus einem dreimal 15 Sekunden langen Dauerton, unterbrochen von zweimal sieben Sekunden Pause. Der Zivilschutzalarmist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton ohne Pausen.

570 Sirenen in neun Feuerwehrbezirken

Eben dieses Zivilschutzsignal mit seinem auf- und abschwellenden Heulton wird am Mittwoch, 13. Oktober, nach 10 Uhr landesweit über alle rund 570 Sirenen zu hören sein. Zum flächendeckenden Testen und zur Überprüfen der vorhandenen technischen Systeme zur Warnung, unterstreicht der Präsident des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Wolfram Gapp, werden auch die neun Bezirkseinsatzzentralen von den Freiwilligen Feuerwehren besetzt.  Diese stehen mit der Agentur für Bevölkerungsschutz in ständigem Kontakt, um eine rasche Rückmeldung über die erfolgte Alarmierung zu geben oder als Ausfallebene bei eventuellen Problemen eingreifen zu können.

Informationen über Radio, Fernsehen und Internet - Notrufnummer nicht anrufen   

Im Zusammenhang mit dieser Probe soll auf keinen Fall die einheitliche Notrufnummer 112 oder eine andere Notrufnummer angerufen werden, um Fragen dazu zu stellen.

Wer den Zivilschutzalarm hört, sollte Radio oder Fernseher einschalten, da dort das Bevölkerungsinformationssystem auf Sendung geht, allerdings nicht unmittelbar, sondern einige Minuten nach dem Verklingen des Sirenentons. In diesem Zusammenhang wird daran erinnert, dass jeder Haushalt über ein batteriebetriebenes Radiogerät verfügen sollte, das auch bei Stromausfall funktioniert. Auch im Bürgernetz, vor allem auf den Landes-Webseiten zum Bevölkerungsschutz, wird informiert.

Eine Laufschrift mit dem Hinweis, dass es sich um einen Probealarm handelt, wird in den über die von der Rundfunkanstalt Südtirol RAS digital terrestrisch ausgestrahlten ausländischen Fernsehsendern zu sehen sein.

Bis jetzt, berichtet Amtsdirektor Walcher, bestand in Südtirol noch niemals der Bedarf einer landesweiten Alarmierung. Der Zivilschutzprobealarm fand in Südtirol zum letzten Mal vor zwei Jahren statt und fiel im vergangenen Jahr Covid-bedingt aus.

mac

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