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Skischulen - Glücksgefühle

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Für die einen ist es die Kraft, die sie aus der Natur und der Ruhe schöpfen, für die anderen ist es der staubende Pulverschnee bei der Abfahrt durch einen unberührten Hang.

von Andreas Waldner

Egal ob Skitourengeher oder Freerider, mit einem Berg- und Skiführer kann die faszinierende Winterwelt der Vinschger Berge gesichert erleben. Herunter von der Piste und hinaus ins Gelände ist ein großer Trend, weil Tiefschneefahren keine Zauberei mehr ist. Auch in den Skischulen werden spezielle Kurse angeboten. Der Sporthandel und der Skiverleih haben die passende Ausrüstung. Aber Tiefschneefahren heißt auch, abseits gesicherter Pisten und Skirouten unterwegs zu sein. Im freien Gelände ist man ganz für sich allein und damit auch für sich selbst verantwortlich. Aber es braucht Erfahrung und Wissen, um Situationen im Hochgebirge richtig einschätzen zu können. Hier, also im ungesicherten alpinen Raum, beginnt der Arbeitsbereich der Berg- und Skiführer. Sie sind fast jeden Tag im Gelände unterwegs. Das ist eine wichtige Grundlage für ihr Arbeit. Durch die genauen Ortskenntnisse und das Wissen über die Entwicklung der Schnee- und Wetterverhältnisse in den vergangenen Tagen können sie die lokale Situation gut einschätzen. Wer vor hat, abseits gesicherter Pisten eine Tour zu machen, für den ist dieses Wissen unbezahlbar. Die Unterstützung durch einen Berg- und Skiführer ist deshalb sicherlich eine gute Investition. Neben dem Einholen von Informationen zur Schnee- und Wettersituation im betreffenden Gebiet obliegt ihm auch die Wahl der passenden Ausrüstung sowie die richtige Einschätzung des fahrerischen Könnens und der konditionellen Möglichkeiten der Teilnehmer. Neben all diesen Informationen sind Erfahrung und Ortskenntnisse ein entscheidender Faktor bei der Wahl der passenden Tour. Um die komplexen Verhältnisse von Schnee- und Wetterlage, Temperatur, Jahreszeit usw. richtig einzuschätzen und entsprechende Entscheidungen treffen zu können, haben die Berg- und Skiführer eine umfangreiche Ausbildung in Theorie und Praxis hinter sich. Sie sind gesetzlich verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen. Da stehen Themen wie Schneedeckenuntersuchung, Profilaufnahme oder Lawinengefahrenmuster auf dem Stundenplan. Neben all der notwendigen Theorie hat natürlich jeder Berg- und Skiführer seine Vorlieben. Die einen sind mehr beim Freeriding zu Hause, die anderen bevorzugen das klassische Tourengehen. So können sie bei jeder Tour neben einem Höchstmaß an Sicherheit auch ein außergewöhnliches Naturerlebnis bieten. Das ist es, was diese Berufsgruppe immer wieder in die Berge zieht. Denn das Glücksgefühl am Gipfel durchflutet auch die Berg- und Skiführer immer wieder auf Neue.

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