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Montag, 29 Januar 2024 08:57

Nie wieder!

Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine dunkle Ära auch in der Geschichte Südtirols, deren Andenken wichtiger denn je ist: „Polarisierung, Spaltung und Diskriminierungen nehmen auch in unserer Gesellschaft wieder zu. Die Gesellschaft von heute mag keine Verantwortung am Geschehenen tragen, wohl aber trägt sie Verantwortung für die Zukunft“, mahnt Parteiobmann Philipp Achammer am Gedenktag. 

Am 27. Jänner gedenken wir der Millionen Menschen, die durch die Nationalsozialisten entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden. Historischer Anlass für den Gedenktag ist die Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee.

Auch in Südtirol wurden Menschen im NS-Durchgangslager gefangen gehalten und in Folge deportiert. Schätzungsweise wurden 15.000 Menschen in der heutigen Landeshauptstadt inhaftiert. Weitere Außenlager gab es über dem ganzen Land verteilt. An diese Gräueltaten erinnern uns heute Mahnmahle und Stolpersteine im ganzen Land. 

„Polarisierung, Spaltung und Diskriminierungen nehmen auch in unserer Gesellschaft wieder zu. Die Gesellschaft von heute mag keine Verantwortung am Geschehenen tragen, wohl aber trägt sie Verantwortung für die Zukunft“, mahnt Parteiobmann Philipp Achammer und sagt weiter, „Jeder einzelne/jede einzelne kann hier seinen/ihren Beitrag leisten, in dem man mit Kindern und Jugendlichen über diese dunkle Ära spricht und sich dieser nicht verschließt“. 

Auch die jetzt gebildete Koalition hat sich hier klar geäußert. „Die Südtiroler Volkspartei nimmt ihre Verantwortung in diesem Zusammenhang sehr ernst. Die klar formulierte Präambel des Koalitionsvertrages („Die Koalition lehnt jede Form des Totalitarismus oder des Radikalismus –einschließlich der aktuellen Formen des internationalen Terrorismus – sowie des übersteigerten Nationalismus ab und ächtet und verurteilt die faschistischen und nationalsozialistischen Ideologien, die auch in Südtirol großes Leid hervorgerufen haben.“, Koalitionsprogramm 2023-2028, S.4-5) ist Ausdruck davon.“ Die Südtiroler Volkspartei stehe nachweislich seit über 75 Jahren für Demokratie, Toleranz, Menschenwürde und -rechte ein. Die Südtiroler Volkspartei werde weiterhin für diese Werte einstehen und Garant sein, so der Parteiobmann Philipp Achammer abschließend.

Bozen, 26.01.2024

Der Pusterer Tennisspieler hat heute die Australian Open und damit den wichtigsten Titel seiner noch jungen Karriere gewonnen. LH Kompatscher: "Ein großer Champion, der Millionen von Fans begeistert."

Mit erst 22 Jahren geht Jannik Sinner aus Sexten in die Tennis-Geschichte ein. Der Champion besiegte heute (28. Jänner) im Finale der Australian Open in Melbourne den Russen Daniil Medwedew und gewann damit den bisher wichtigsten Titel seiner noch jungen Karriere. Der Südtiroler ist der vierte Italiener in der Geschichte, der einen Grand-Slam-Titel erlangt, und der erste, der den Titel auf dem schnellen Belag von Melbourne holt. Erstmals stand Sinner heute bei einem der vier wichtigsten Turniere der Tenniswelt im Finale; mit seinem Sieg wird er zum jüngsten italienischen Tennisspieler, der ein Grand-Slam-Turnier gewinnt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht dem jungen Südtiroler, der heute Sportgeschichte geschrieben und Millionen von Fans begeistert hat, seine Glückwünsche aus: "Dieser Triumph ist eine außergewöhnliche Leistung, das Ergebnis eines perfekt gespielten Turniers, bei dem Jannik stets ein hohes Tennisniveau zum Ausdruck bringen konnte", sagte Kompatscher. "Mit diesem Erfolg werden die Leistungen eines jungen Mannes gekrönt, der für viele junge Menschen ein Vorbild ist: ein Champion auf und auch außerhalb des Tennisplatzes."

ti/mpi

Heute hat die Landesversammlung der Grünen einstimmig die beiden neuen Co-Vorsitzenden Elide Mussner, Gemeinderätin in Abtei, und Luca Bertolini, Gemeinderat in Leifers, bestimmt. Das neu gewählte Duo tritt die Nachfolge von Felix von Wohlgemuth und Marlene Pernstich an, die von 2019 bis 2023 Co-Vorsitzende waren, und wird für zwei Jahre im Amt sein, bis 2025.

Ein Kapitel schließt sich, und ein neues beginnt. Mit Elide Mussner und Luca Bertolini übernehmen ein Italiener und eine Ladinerin die Leitung der Grünen Verdi Vërc, einer Partei, die sich ihrer Bedeutung im politischen Panorama Südtirols bewusst ist. Angesichts des starken Rechtsdrucks, der in einer Koalition mit rechtsextremen Parteien gipfelte, ist eine ausgewogene, entschlossene Gegenstimme entscheidend. Eine Gegenstimme, die keine Angst hat, ihre Themen und Werte zu vertreten.

„Neue Zeiten, neue Perspektiven, wir blicken voran!“, so das Motto der Landesversammlung der Grünen, die am Samstag, den 27. Januar, stattfand.

In diesem veränderten politischen Klima ist es unerlässlich, Strategien und politische Dynamiken zu erneuern, um den Kernthemen der Grünen zusätzliche Kraft zu verleihen: Klima, Umwelt, soziale Gerechtigkeit und Inklusion, sowie eine Wirtschaft, die die Menschen in den Vordergrund rückt. „Wir erleben Zeiten des Wandels“, so Elide Mussner: „Veränderung birgt immer auch Unsicherheiten. Deshalb ist es für uns wichtig, unsere Werte zu verteidigen, Vertrauen zu vermitteln und eine positive Botschaft zu senden. Wir hören zu, bauen einen positiven Dialog auf und werden die vielen bereits vorhandenen ökosozialen Kräfte unterstützen und stärken“.

Das Ergebnis der letzten Landtagswahlen hat einen großen Teil der Bevölkerung enttäuscht, die sich ein anderes Südtirol wünscht, das inklusiver ist, näher an den Menschen und der Umwelt – frei von Lobbyismus und Partikulärinteressen. Für Luca Bertolini ist es wichtig, „von der Basis aus zu starten; denn die Grünen haben schon immer auf die Sorgen und brennenden Fragen reagiert, ohne dabei zu banalisieren oder zu polarisieren, sondern durch die Entwicklung von sozial und ökologisch verträglichen Lösungen. Bei den bevorstehenden Gemeinde- und Europawahlen wollen die Grünen eine entscheidende Rolle spielen. Dass wir in der Lage sind, unsere Gemeinden zu regieren, haben wir in vielen Gemeinden gezeigt. Die neuen Co-Vorsitzenden werden das Erbe der Grünen Partei fortführen, im Bewusstsein, dass wir uns diesen neuen Zeiten auf eine neue Weise stellen und eine wichtige Rolle im politischen Panorama werden.“

Die Landesversammlung blickte nicht nur in die Zukunft, sondern auch zurück. Die Würdigung der politischen Karriere von Riccardo dello Sbarba von Brigitte Foppa war ein bewegender Moment, der scheidende Landtagsabgeordnete hinterlässt ein kostbares Erbe, das eine Inspiration für zukünftige Generationen sein wird. Die scheidenden Co-Vorsitzenden Felix von Wohlgemuth und Marlene Pernstich wurden von den beiden neu gewählten Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler verabschiedet, die sich bei den beiden für ihr Engagement bedankten.

Montag, 29 Januar 2024 07:34

Klimaplan: Beteiligung nimmt Fahrt auf

In Kürze fällt der Startschuss für den Klimabürgerrat und das Stakeholder Forum Klima. Bei einer Pressekonferenz wurden die beiden Beteiligungsformate zum "Klimaplan Südtirol 2040" heute präsentiert.

Die Klimapolitik durch aktive Partizipation noch konkreter zu gestalten: Dazu hat sich die Landesregierung bei der Verabschiedung des "Klimaplans Südtirol 2040" im Juli 2023 verpflichtet. Nun sind die beiden Gremien, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, startklar: Der Klimabürgerrat und das Stakeholder Forum Klima werden in wenigen Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Heute (25. Jänner) wurden ihre Zusammensetzung, Arbeitsweise und Themen in Bozen vorgestellt.

"Es geht darum, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Interessensvertretungen strukturiert in die Gestaltung der Klimapolitik des Landes Südtirol einzubinden. Der große Wandel, der uns bevorsteht, kann nur in einem Miteinanderangegangen werden", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Dieser Beteiligungsprozess sei neu für Südtirol: "Und er ist unerlässlich, wollen wir dem ambitionierten Ziel des Klimaplans - der Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 – in den kommenden fünf Jahren ein weiteres Stück näher kommen", sagte der Landeshauptmann und dankte allen, die im Klimabürgerrat und im Stakeholder Forum Klima mitarbeiten werden. 

Aktive Beteiligung der Bürger und Interessensvertretungen

Der Klimabürgerrat besteht aus einer repräsentativen Gruppe von 50 Bürgerinnen und Bürgern, die vom Landesstatistikinstitut ASTAT mittels Stichprobenziehung ausgewählt wurden. Dabei wurden Variablen wie Geschlecht, Alter, Wohnbezirk, Bildungs- bzw. beruflicher Hintergrund und Sprache berücksichtigt. Dazu kommen sechs Jugendliche – jeweils drei junge Frauen und Männer -, die in Zusammenarbeit mit dem Jugendring ermittelt wurden. Der Bürgerrat wird die Maßnahmen des Klimaplans auf ihre Vollständigkeit überprüfen, sie gegebenenfalls ergänzen und konkrete Vorschläge für die Umsetzung entwickeln. Mobilität, Wohnen, Energie, Konsum und Produktion sowie Ernährung und Landnutzung lauten die Makrothemen, mit denen sich der Klimabürgerrat auseinandersetzen wird. Außerdem spielen die beiden Themen Kommunikation & Bewusstseinsbildung und Soziale Gerechtigkeit als Querschnittsthemen eine große Rolle.

Das Stakeholder Forum Klima hingegen bringt Organisationen und Interessenvertretungen, die eine Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität spielen, zusammen. 75 Mitglieder aus den Bereichen Gewerkschaften, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft sind im Stakeholder Forum Klima vertreten. Die Arbeiten werden in fünf Fachgruppen stattfinden, die sich – wie der Klimabürgerrat – mit den Themen Mobilität, Wohnen, Energie, Konsum und Produktion, Ernährung und Landnutzung befassen. Ziel ist es, verschiedene Positionen und Interessen in den Klimaplan zu integrieren und Empfehlungen für die weitere Strategie abzugeben. "Die Weichen Richtung Klimaneutralität sind gestellt. Als Multiplikatoren spielen die Stakeholder - neben den Bürgerinnen und Bürgern - eine wichtige Rolle für die erfolgreiche Umsetzung des Klima Plans Südtirol 2040", unterstreicht Ulrich Santa, Direktor der Agentur für Energie Südtirol – Klimahaus, die für die Organisation und Gestaltung der beiden Beteiligungsformate verantwortlich zeichnet.

Begleitung durch Moderatorenteam und Fachbeirat

Der gesamte Beteiligungsprozess wird von einem professionellen Moderatorenteam geführt und begleitet. Prozessbegleiterin Klaudia Resch erklärte, was es braucht, um den Beteiligungsprozess zum Erfolg zu führen: "Es ist wichtig, dass möglichst viele Erfahrungen in die Erarbeitung der verschiedenen Vorschläge einfließen. Zu diesen Vorschlägen gibt es keine Mehrheitsentscheidungen, sondern sie sollen von einem breiten Konsens getragen sein."

Ebenso begleitet werden der Klimabürgerrat und das Stakeholder Forum Klima von einem wissenschaftlichen Fachbeirat, der sich aus Mitgliedern der "Allianz für Lehre und Forschung für ein nachhaltiges Südtirol" zusammensetzt. "Der Fachbeirat übernimmt eine umfassende und fundierte Informations- und Beratungsfunktion für die Mitglieder der beiden Beteiligungsformate. Denn ohne gesicherte Grundinformation ist keine erfolgreiche Partizipation möglich", unterstrich Fachbeiratskoordinator Marc Zebisch. Gleichzeitig habe der Fachbeirat keinen unmittelbaren Einfluss auf die erarbeiteten Vorschläge.

Der Fahrplan bis zum Sommer

Um einen kontinuierlichen Beteiligungsprozess zu gewährleisten, finden über das Frühjahr 2024 verteilt mehrere Treffen des Klimabürgerrats und des Stakeholderforums statt. 
Den Anfang macht der Klimabürgerrat mit seinem Auftakttreffen am kommenden Wochenende (27./28. Jänner) in der Lichtenburg in Nals. Bis Juni 2024 werden weitere vier Arbeitstreffen folgen. Die Ergebnisse des Klimabürgerrats werden in einem Abschlussdokument festgehalten und der Südtiroler Landesregierung präsentiert.
Von ihrer Motivation, am Klimabürgerrat mitzuarbeiten, berichtete Emanuela Passerini im Rahmen der Pressekonfererenz: "Jeder kann mit kleinen Schritten einen wichtigen Beitrag leisten, daher habe ich mich gefreut, als ich den Einladungsbrief zum Klimabürgerrat erhalten habe." Klimabürgerratsmitglied Peter Lang ist ebenfalls mit Leidenschaft dabei:" Ich möchte konkret mitarbeiten, um etwas für das Klima zu erreichen."

Auch beim Stakeholder Forum Klima stehen insgesamt fünf Arbeitstreffen in den Monaten Februar bis Mai auf dem Programm. Das erste Zusammentreffen findet am 6. Februar im NOI Techpark Bozen statt. Im Mai ist zudem ein Austausch mit den Mitgliedern des Klimabürgerrats geplant. Die Ergebnisse der Arbeiten der Fachgruppen des Stakeholder Forums Klima werden in den zweijährigen Evaluierungsprozess der Allianz für Lehre und Forschung für ein nachhaltiges Südtirol einfließen. 

Für Federico Giudiceandrea, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings, ist es als Mitglied des Stakeholder Forums wichtig, zuzuhören, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und die eigene Position verständlich zu machen. Ruth Heidingsfelder vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz unterstrich die Wichtigkeit einer guten Vorbereitung auf die Arbeiten in den Fachgruppen: "Wir haben uns intensiv auf diese komplexen Themen vorbereitet und erwarten uns, dass wir gehört werden."

"Klimaplan Südtirol 2040"

Mit dem im Juli 2023 verabschiedeten "Klimaplan Südtirol 2040" setzt sich die Landesregierung das Ziel, Südtirol bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu machen (LPA hat berichtet). Er beinhaltet mehr als 150 konkrete Maßnahmen in 17 Aktionsfeldern wie Verkehr, Bauen, Heizen, Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Tourismus und den Umbau des Energiesystems.

Der gesamte Beteiligungsprozess wird im Webportal www.klimaland.bz dokumentiert.

mpi

Montag, 29 Januar 2024 07:33

Holzbaukongress: Ein großer Erfolg

Kürzlich fand der Holzbaukongress der Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen im lvh statt. Hierbei wurden viele innovative Ideen und Bautechniken vorgestellt und diskutiert.

 

Der Holzbaukongress 2024 im Forum, in Brixen stellte ein beeindruckendes Event für Fachleute und Enthusiasten dar, die sich für die Zukunft des nachhaltigen Bauens interessieren.

Unter dem Motto „Bauen mit Holz – Von der Planung bis zur Montage“ versammelten sich Experten aus verschiedenen Bereichen, um ihr Wissen und ihre Innovationen im Bereich des modernen Holzbaus zu teilen.

Verschiedene nationale und internationale Referenten hielten Vorträge zu den vielfältigen Möglichkeiten die Holz als innovatives Baumaterial darstellt. Michael Stauder (IDM-ProRamus), Tom Kaden (Professor an der Universität Graz), Konrad Merz, Stefan Gamper, Georg Stecher, Manuel Benedikter, Hubert Gruber, sowie die Firma Aster präsentierten Referate rund um das Thema. Die Veranstaltung bot somit eine einzigartige Gelegenheit für Fachleute und Interessierte, sich über die neuesten Entwicklungen und Trends im Holzbau zu informieren.

Der Kongress wurde mit einer Diskussionsrunde abgerundet, welcher die Teilnehmer/innen zur aktiven Beteiligung und zum Gedankenaustausch anregte. Die Diskussionen und Fragerunden ermöglichten einen tiefgehenden Austausch von Ideen und Erfahrungen in entspannter Atmosphäre, wodurch Netzwerke geknüpft und Kontakte vertieft wurden.

„Der Holzbaukongress 2024 war ein bedeutendes Ereignis, das die fortschrittlichen Technologien, nachhaltigen Praktiken und innovativen Ansätze im Holzbau hervorgehoben hat“, erklärte Richard Nagler, der Obmann der Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen im lvh.

Dieser Eindruck wird auch durch über 200 Besucher/innen bestätigt, die am Event teilnahmen.

Der Kongress leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der zukunftsorientierten Branche des Holzbaus und zeigt eindrucksvoll, wie Holz als Baumaterial nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch ästhetisch ansprechend und technisch innovativ eingesetzt werden kann. Das ambitionierte Ziel ist es, 25 Prozent aller öffentlicher Aufträge in Holzbauweise zu realisieren.

Die Palliativstation in Martinsbrunn, geführt von der Stiftung St. Elisabeth seit 2017, feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Von der Idee bis zur Eröffnung im November 2003 hat es viel Engagement gebraucht. 2016 wurde die Abteilung komplett umgebaut und auf 14 Betten aufgestockt. Heute ist die Einrichtung eine wichtige Anlaufstelle für die umfassende Betreuung von Patienten mit nicht heilbaren oder weit fortgeschrittenen Erkrankungen.


Meran 19.01.24. Die Palliativstation Martinsbrunn feiert ihr 20-jähriges Bestehen und hat in dieser Zeit einen bedeutenden Beitrag zur umfassenden palliativen Betreuung von Patienten mit nicht heilbaren oder weit fortgeschrittenen Erkrankungen geleistet. Die Station bietet Schwerstkranken soweit als möglich eine selbstbestimmte Gestaltung ihrer letzten Lebensphase und ermöglicht ein Sterben in Würde. Im Mittelpunkt der Betreuung stehen nicht nur die Bedürfnisse der erkrankten Menschen, sondern auch die der Angehörigen.
Ursprünglich entsprang die Initiative zur Gründung eines Hospizes der Idee des "Vereins Elias". In Kooperation mit dem Kapuzinerorden, insbesondere mit Pater Peter Gruber, wurde die Möglichkeit eines Hospiz-Aufbaus in Betracht gezogen. Der Orden der Barmherzigen Schwestern sah die Betreuung Sterbender schon immer als eine bedeutende Aufgabe an, die im Einklang mit ihrer Spiritualität und ihrem caritativen Auftrag stand. Die Realisierung der ersten Palliativstation in Südtirol in Martinsbrunn wurde durch das Engagement der Barmherzigen Schwestern, die großzügige Unterstützung des damaligen Landesrates Otto Saurer, durch engagierte Landesbeamte und durch den damaligen Generaldirektor des Sanitätsbetriebs Meran, Andreas Fabi, ermöglicht. Am 7. November 2003 nahm die Palliativstation mit sechs Betten in Martinsbrunn ihre Tätigkeit auf. Heute verfügt die Palliativstation über 14 Einzelzimmer mit Bad, TV, Telefon und WLAN-Verbindung, die auch Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige bieten.
Ein interdisziplinäres Palliativteam, unter der ärztlichen Leitung von Dr. Reza Dadvar, sorgt für die ganzheitliche Betreuung der Patienten. Das Team setzt sich zusammen aus Fachärzten für Palliativmedizin, Krankenpflegern, Psychologen, Seelsorgern, Sozialassistenten, Altenpflegern, Sozialarbeitern, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden sowie Freiwilligen der Caritas Hospizbewegung. Zur ganzheitlichen palliativen Betreuung gehören verschiedene Angebote wie Schmerztherapie, Aroma-, Musik- und PET-Therapie, komplementärmedizinische Ansätze sowie psychologische Betreuung. Das Team hilft auch bei sozialen und seelsorgerischen Anliegen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums betont Christian Klotzner, Präsident der Stiftung St. Elisabeth: „Wenn Krankheit, Schmerzen oder Schwäche den Tag bestimmen und das Sterben als Erlösung herbeigesehnt wird, wünscht man sich einen Ort, wo ein würdevoller Abschied möglich ist. In Martinsbrunn finden Sterbende diesen Ort.“
„Auch, wenn Heilung nicht mehr möglich ist, so gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten unerträgliche Situationen und Symptome zu lindern, manchmal ist es auch nur ein kurzer Aufenthalt auf unserer Station und eine Rückkehr nach Hause ist möglich“, erklärt Stationsverantwortliche Anja Stecher.
Im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes, zelebriert von Generalvikar Eugen Runggaldier in der Martinskapelle in Martinsbrunn, erinnerte Sr. Elisabeth Pfattner an die bewegende Geschichte von 20 Jahren Palliativpflege. Zahlreiche Ehrengäste, darunter Vertreter aus Politik, Kirche und Sanität, sowie Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter und die vielen Ehrenamtlichen, versammelten sich, um die erfolgreiche und wichtige Einrichtung zu würdigen.
Die Palliativstation Martinsbrunn bleibt ein zentraler Ort für die umfassende Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die 20-jährige Erfolgsgeschichte wird nicht nur gefeiert, sondern auch als Verpflichtung verstanden, weiterhin Menschen in ihrer schwersten Zeit beizustehen und einen Ort des würdevollen Abschieds zu bieten.

Zum Einsatz für Frieden und Freiheit, Respekt und Demut ruft Landeshauptmann Kompatscher am internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust auf. 

Am Samstag, 27. Jänner, wird seit 2005 weltweit der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" begangen. Der 27. Jänner ist jener Tag, an dem 1945 die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit hat, das als Inbegriff für Verfolgung und Unterdrückung und die organisierte Ermordung von Menschen steht.

Landeshauptmann Arno Kompatscher fordert anlässlich des Gedenktages zum Innehalten auf, um über die entsetzlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachzudenken, die während des Holocaust begangen wurden. "Es liegt in unserer Verantwortung sicherzustellen, dass die Erinnerung an dieses schwarze Kapitel in unserer gemeinsamen europäischen Geschichte lebendig bleibt, damit solche Grausamkeiten nie wieder geschehen", betont Kompatscher.

Angesichts zunehmender Polarisierung lädt der Landeshauptmann dazu ein, den 27. Jänner dazu zu nutzen, sich auf die Menschenrechte zu besinnen und die Würde jedes Einzelnen zu verteidigen. "Wenn wir einander mit Toleranz und Respekt begegnen, ist Vielfalt eine Bereicherung und ein Motor für die Demokratie", unterstreicht Landeshauptmann Kompatscher. Der Gedenktag solle alle dazu motivieren, sich gegen jegliche Form von Intoleranz, Diskriminierung und Menschenverachtung zu stellen, ebenso wie gegen Radikalismus oder Extremismus.

jw

Montag, 22 Januar 2024 15:24

Großes Interesse an Berufsbildung

Schlanders/Vinschgau - Berufsbildungszentrum Schlanders nennt sich die Landesberufsschule Schlanders seit dem heurigen Schuljahr. Hinter dem neuen Auftritt stehen die drei Säulen in der Aus- und Weiterbildung mit den Fachschulen, der Lehre und der Weiterbildung. „Der neue Name trifft die Vielfältigkeit und Komplexität viel besser“, erklärt Direktorin Virginia Tanzer. Viele Interessierte informierten sich am „Tag der offenen Tür“ am Sitz in Schlanders und in der angeschlossenen Berufsfachschule für Steinbearbeitung in Laas am Samstag, den 20. Jänner 2023 über die Ausbildungsangebote. Viel Mühe haben sich die Lehrpersonen im Vorfeld und am Tag der offenen Tür zusammen mit den SchülerInnen gegeben und einen wirklich eindrucksvollen Einblick gegeben. (ap)

Dienstag, 23 Januar 2024 16:02

Große Wertschätzung

Sta. Maria/Bozen - Grosse Wertschätzung: Die Handweberei Tessanda gewinnt den ersten Preis in der Kategorie Textiles Handwerk im «European Textile & Craft Award 2024».

Die Freude der Tessanda-Frauen an der Award-Verleihung war gross! Die Handweberei Tessanda aus Sta. Maria V.M. gewinnt die Gold-Auszeichnung in der Kategorie Textiles Handwerk. Sie wird für ihre Schürze «Maurus», für ihren Einsatz für das Webhandwerk und die Schaffung von Arbeitsplätzen von Frauen, für ihre mutigen Zukunftspläne und das länder- und talübergreifende Generations- und Handwerksprojekt gewürdigt.
Die Tessanda hat ihre Grillschürze «Maurus» für den «European Textile & Craft Award 2024» eingereicht. Die international zusammengesetzte Jury hat der Tessanda in der Kategorie Textiles Handwerk (Textile Craft) den Gold-Preis mit folgender Begründung verliehen:
„Die Vielseitigkeit bei sehr gutem Design und einem sehr guten Gesamtkonzept ist beeindruckend. Sehr gute, vor allem zeitgemäße Produktideen bei denen das „Handgemachte“ nicht Selbstzweck, sondern ein angenehmes „Ad on“ ist. Beim eingereichtem Stück - Maurus, einer Schürze mit abnehmbarem Ledergurt - finden Entwurf, Design und handwerkliche Umsetzung auf hohem Niveau zusammen.
Die Niederlassung in Sta. Maria mit alten Webstühlen, vergleichsweise großer Produktion und hoch gesteckten Zielen für die Zukunft, tragen gemeinsam beispielhaft zur Aufwertung und Verbreitung des Webhandwerkes bei. Erwähnenswert ist abgesehen von der qualitativ hochwertigen Verarbeitung das länder- und talübergreifende Generations- und Handwerksprojekt, das so viele, vorwiegend für Frauen, Arbeitsplätze in einem 300 Bewohner Dorf schafft.“
Die ausgehändigte Trophäe des European Textile & Craft Award beinhaltet ein Stück Originalstoff der Arc de Triomphe-Verhüllung von 2020 der Verhüllungskünstler Christo (1935-2020) und Jeanne-Claude (1935-2009). Für die komplette Verhüllung des Triumphbogens wurden insgesamt 25.000 Quadratmeter wiederverwertbares, blau-silbernes Polypropylen-Gewebe und 3.000 Meter rotes Seil verwendet.
Maya Repele, Geschäftsleiterin, und Lisa Frank, Chef-Näherin und Mitgestalterin der «Maurus»-Schürze, sind zusammen mit dem ganzen Tessanda-Team sehr glücklich: «Nur schon die Nomination für diesen Award war eine Überraschung und große Freude. Dass wir nun den ersten Preis in diesem internationalen Wettbewerb gewonnen haben, ist einfach nur großartig! Wir sind stolz und dankbar für diese grosse Wertschätzung unserer Arbeit.
Die Europäische Akademie ist der Zusammenschluss von Mitgliedern, interessierten Personen, Vereinigungen, Körperschaften, Unternehmen und Institutionen, Museen und Universitäten zur Förderung des Mode- und Textilhandwerks, des produzierenden Gewerbes, sowie der kulturhistorisch und wissenschaftlich Schaffenden.
Die Zielsetzung ist die lange Tradition des europäischen Textilgewerbes als Kulturgut zu schützen, zu erforschen, eine praxisbezogene Aus– und Weiterbildung anzubieten, auch im Sinne einer nachhaltigen, wirtschaftlichen Entwicklung.
Die Europäische Textilakademie hat den EUROPEAN TEXTILE & CRAFT AWARD (ETA) ins Leben gerufen um besondere Leistungen aus zeitgenössischem und traditionellem Handwerk sowie Kunstberufen und deren Verbindung zur Welt des Designs zu würdigen.

 

https://eurotextileacademy.com/de/startseite/


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