Zum Hauptinhalt springen

JG-Medienmitteilung

Prof. Gottfried Tappeiner zu Gast bei der Jungen Generation: Wohnbaupolitik braucht kluge Entscheidungen

„Es ist eines der heißen Eisen unserer Zeit und gerade deshalb ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren und nach Lösungen zu suchen, die tatsächlich wirken. Mit Tiktok-Aufrufen baut man nämlich noch keine Wohnungen.“ So reflektiert Matthias von Wenzl, Vorsitzender des JG-Bezirks Pustertal über den Landesausschuss der Jungen Generation, der vergangenen Donnerstag in Bruneck abgehalten wurde.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Wohnsituation in Südtirol. Als Referenten konnte die JG den Wirtschaftswissenschaftler Professor Gottfried Tappeiner von der Universität Innsbruck begrüßen, der aufzeigte, warum die Wohnfrage so komplex ist: Südtirol ist ein attraktiver Wohnstandort, gleichzeitig bleibt der Wohnraum knapp. Vermeintlich einfache Antworten, so das einhellige Fazit der Anwesenden, würden deshalb mehr Schaden als Nutzen mit sich ziehen. Entscheidend sei deshalb vielmehr eine vernünftige und langfristig angelegte Wohnbaupolitik, die denen Perspektiven bietet, die in Südtirol leben und arbeiten.

Auch JG-Landesvorsitzende Anna Künig pflichtet diesem Standpunkt bei und betont, dass man das Thema nicht auf die leichte Schulter nehme: „Die Frage nach leistbarem Wohnraum entscheidet für viele junge Menschen, ob ihre Zukunft in Südtirol stattfinden kann. Als JG beschäftigen wir uns deshalb intensiv mit dem Thema.“ Die im vergangenen Jahr verabschiedete Wohnbaureform, so Künig, war ein großer Schritt in die richtige Richtung: „Erfahrungen aus der Praxis haben allerdings gezeigt: Die Reform darf kein Endpunkt sein. Dort wo Anpassungen sinnvoll und notwendig sind, müssen wir auch einfach mal den Mut haben zu sagen: Gut, das könnte man vielleicht noch besser machen. Da schärfen wir noch einmal nach.“ Die JG werde deshalb in den kommenden Wochen einen entsprechenden Antrag in die Parteigremien der Südtiroler Volkspartei einbringen. „Ziel ist es, konkret an den Stellschrauben zu drehen, bei denen man gesehen hat: Hier geht noch was. Da können wir noch besser werden“, erklärt von Wenzl. Die JG sei in jedem Fall überzeugt, dass dieser konstruktive Weg auf breite Unterstützung stoßen wird.

„Professor Gottfried Tappeiner hat uns mit seinen Ausführungen eine Fülle an Denkanstößen mitgegeben, die uns einmal mehr gezeigt haben: Die Wohnfrage werden wir mit einfachen Parolen oder ideologischem Hickhack wohl kaum lösen. Was es braucht sind Sachlichkeit und den Mut, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln in gleichem Maß. Genau diesen Weg wollen wir als Junge Generation weitergehen“, betont von Wenzl abschließend.

Bozen/Bruneck, 03.08.2026