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Medienmitteilung der Sozialen Mitte in der SVP

Der Sonntag muss Ruhetag für Familien sein

Die Soziale Mitte der SVP spricht sich mit Nachdruck für die Beibehaltung der Sonntagsruhe im Handel aus. Die kürzlich veröffentlichte Erhebung des Arbeitsförderungsinstituts (AFI) bestätigt eindrucksvoll, dass die große Mehrheit der Südtirolerinnen und Südtiroler keine generelle Sonntagsöffnung der Geschäfte wünscht. Rund 61 Prozent lehnen diese ab, während sich nur 20 Prozent dafür aussprechen.
Gabi Morandell

„Dieses Ergebnis ist ein klarer gesellschaftlicher Auftrag. Der Sonntag darf nicht zu einem gewöhnlichen Werktag werden. Er ist ein Tag für Familie, Erholung, Ehrenamt und Gemeinschaft“, betont die Vorsitzende der Sozialen Mitte der SVP, Gabi Morandell.

Gerade die vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handel würden den Preis für die Sonntagsöffnung bezahlen. Besonders betroffen sind Frauen, die nach wie vor den Großteil der Beschäftigten im Einzelhandel stellen und gleichzeitig einen wesentlichen Teil der Familien- und Betreuungsarbeit leisten.

„Kinder brauchen gemeinsame Zeit mit ihren Eltern und ist für das Familienleben von unschätzbarem Wert. Deshalb ist der arbeitsfreie Sonntag weit mehr als eine wirtschaftliche Frage. Er ist eine soziale Errungenschaft, die wir schützen müssen“, so Morandell.

Mit der Reform des Autonomiestatuts erhält Südtirol neue gesetzgeberische Kompetenzen, auch im Bereich der Ladenöffnungszeiten. Die Soziale Mitte der SVP sieht darin eine große Chance, eigenständige Regelungen zu schaffen, die den Bedürfnissen unseres Landes entsprechen und die Interessen der Menschen über wirtschaftliche Interessen stellen.

„Autonomie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Diese neue Zuständigkeit müssen wir nutzen, um den Sonntag als gemeinsamen Ruhetag dauerhaft abzusichern. Gerade weil wir selbst entscheiden können, sollten wir ein klares Zeichen für den Schutz der Familien und der Beschäftigten setzen.“

Als Vorbild nennt die Soziale Mitte die Nachbarländer Österreich und Deutschland. Dort gilt die Sonntagsruhe im Handel seit vielen Jahren konsequent und hat sich bewährt. Sie stärkt die Lebensqualität der Beschäftigten, schafft faire Wettbewerbsbedingungen und trägt dazu bei, dass der Sonntag seinen besonderen gesellschaftlichen Stellenwert behält.

„Wir müssen nicht jeden italienischen Trend übernehmen. Südtirol soll den Mut haben, seinen eigenen Weg zu gehen, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Zusammenhalt schließen einander nicht aus. Im Gegenteil: Eine starke Gesellschaft braucht Zeit für Familie, Erholung und freiwilliges Engagement. Deshalb steht die Soziale Mitte der SVP ohne Wenn und Aber hinter der Sonntagsschließung der Geschäfte“, erklärt Morandell abschließend.

Bozen, 08.07.2026