(Un)soziale Medien
Im Großvaterland, in Österreich, nimmt die Diskussion über ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche an Fahrt und an Relevanz auf. Vorbild dafür ist Australien. Australien hat zum 10. Dezember 2025 als weltweit erstes Land ein strenges Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eingeführt. Die Diskussion lässt aufhorchen, denn sie besagt, dass soziale Medien gefährlich sind. Denn Kinder und Jugendliche können in den sozialen Medien höchst verstörende Bildern (Kriegsbilder, Gewaltbilder, Pornografie) sehen. Und wer will Kinder nicht davor schützen? Auf der anderen Seite bergen Handy und Socials suchtbildende Gefahren. Und wer will Kinder nicht vor Sucht schützen? Ich wünsch’ mir, dass die Diskussion zu uns herüberschwappt, dass sie europaweite Kreise zieht. Denn ein Argument gegen ein Social-Media-Verbot lautet, dass man dieses Verbot ohnehin nicht durchsetzen und schon gar nicht überwachen kann. Schaut man sich in autokratisch regierte Ländern um, dann sieht man, dass soziale Medien einfach abgeschaltet werden können. Wenn man sich in Europa über ein Verbot für Kinder und Jugendliche einig wäre, würde man wohl etwas dazwischen finden können. Abschalten für die Kinder, freischalten für die Erwachsenen?