Das kann es nicht sein...
Eine ganze Talgemeinschaft ist darüber schockiert, dass und wie die Verhaftungen von Andreas Tappeiner und Hugo Trenkwalder vonstatten gegangen sind. Eines ist sicher: Weder Tappeiner noch Trenkwalder sind Schwerverbrecher, was auch immer die Staatsanwaltschaft den beiden vorwirft. Beide hatten und haben nichts anderes am Hut, als auf das gedeihliche Fortbestehen der Fernwärmegenossenschaft zu schauen. Dazu gehört auch, dass man sich für eine Holzvergasungsanlage entschieden hat. Diese Entscheidung war riskant und hat einmal wohl zu einem größeren Brand geführt. Die Holzvergasung ist, wenn sie denn gut funktioniert, mit der Stromerzeugung ein höchst lukrativer Zuerwerb für ein Fernheizwerk. Mit dem Anbieter- und Systemwechsel ist das in Laas gelungen. Weil eine Holzvergasung nicht wirklich eine Verbrennung ist, bleiben Kohlerückstände übrig. Die Sammlung dieser Rückstände hat man in Laas in Form der weißen Säcke täglich von der Umfahrung aus gesehen. Und genau über diese Kohlerückstände - die aufgrund des eingesetzten Hackgutes unbedenklich sein dürften - wird nun gerichtlich verhandelt werden. Der Trientner Staatsanwalt sagt, die Kohle sei zu entsorgen, auf EU-Ebene sagt man, dass diese Kohle als wertiger Rohstoff anderweitig Verwendung finden kann. Ausbaden müssen diesen rechtlichen Zwist Tappeiner und Trenkwalder und auch Giulio Angelucci, Rupert Rosanelli, Andreas Marri und Flavio Ruffini.