Seilbahnen: 2020 gab es in Südtirol 357 Anlagen

2020 gab es in Südtirol 357 Aufstiegsanlagen. (Foto: IDM Südtirol-Alto Adige/Benjamin Pfitscher) 2020 gab es in Südtirol 357 Aufstiegsanlagen. (Foto: IDM Südtirol-Alto Adige/Benjamin Pfitscher)

Daten zur Entwicklung der Seilbahnbranche in Südtirol in den vergangenen Jahren bis 2020 liefert die neue Broschüre des Landesamts für Seilbahnen und des ASTAT. 2020 gab es in Südtirol 357 Anlagen.

Auf eine gemeinsame Förderleistung von 545.741 Personen pro Stunde sind die in Südtirol aktiven 357 Seilbahnanlagen im vergangenen Jahr gekommen. Dies bedeutet bei drei Anlagen weniger als 2019 eine Steigerung der Förderleistung von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Förderleistung ist in den vergangenen zehn Jahren um 7,6 Prozent angestiegen.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstreicht die Wichtigkeit des Sektors für die gesamte lokale Wirtschaft: "Die Wintersaison 2020/21 ist aufgrund der Pandemie komplett ausgefallen. Heuer haben wir alles unternommen, um den Liftbetrieb mit spezifischen Sicherheitsregeln und einigen Einschränkungen zu ermöglichen." Der Landesrat zeigt sich zufrieden, dass es "nach Intervention auf nationaler Ebene und dank der Zusammenarbeit mit dem Seilbahnverband gelungen ist, die Saison zu starten". Zusammen mit den Betreibern und allen Beteiligten im Mobilitäts- und Sanitätssektor habe man sich bestmöglich auf die Wintersaison vorbereitet. "Dabei haben einige Betreiber auch in die automatische digitale Überprüfung der Green-Pass-Pflicht investiert. Dieser Digitalisierungsschub ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft und bietet auch eine gewisse Garantie für die nächsten Wochen und Monate", sagt Alfreider: "Wie sich die Pandemie-Situation in den nächsten Wochen entwickelt, hängt von uns allen ab. Ich hoffe, dass wir so sicher wie möglich über diesen Winter kommen."

Pandemiebedingt weniger beförderte Personen im Winter 2019/20, vorher noch mehr Ausflügler und Pendler

Die Anzahl der von den Seilbahnanlagen beförderten Personen hat in der Wintersaison 2019/20 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Covid-Pandemie und der darauffolgenden vorzeitigen Schließung der Anlagen (09. März 2020) deutlich abgenommen (-12,2 Prozent) und ist auf den Wert von 118,1 Millionen beförderte Personen gesunken. Dies entspricht dem Niveau am Anfang des Jahrtausends.

Vor der Pandemie, also im Sommer 2019 - so die Studie - ist die Zahl der "Fußgänger" (Ausflügler und Pendler), die die Aufstiegsanlagen zwischen Mai und Oktober nutzten, gegenüber dem Vorjahr auch aufgrund der guten Witterungsverhältnisse um weitere 6,0 Prozent angestiegen. In den vergangenen Jahrzehnten gab es insgesamt einen beträchtlichen Anstieg. Waren es 1999 noch 3,6 Millionen beförderte Personen, so waren es im Sommerhalbjahr 2019 fast dreimal so viele (10,0 Millionen).

Neun neue Anlagen gebaut und zwölf abgebaut

Im Laufe von 2020 wurden neun Anlagen neu errichtet und zwölf abgebaut. 16 Anlagen wurden der vom Gesetz vorgesehenen Generalrevision unterzogen, zwei Anlagen wurden umgebaut. Durch die Einführung der öffentlichen Zuschüsse für Dorflifte und Kleinstskigebiete konnte das Auflassen von einzelnen Anlagen verhindert und die Erneuerung der Anlagen vorangetrieben werden.

Diese und andere wichtige Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung der Aufstiegsanlagen sowie im Vergleich mit den Nachbarländern hat das Landesamt für Seilbahnen nun gemeinsam mit dem Landesstatistikinstitut ASTAT unter der Regie von Johann Zelger in einer handlichen Broschüre herausgegeben.

Die Broschüre zum Herunterladen gibt es auf der Internetseite des Landes Südtirol sowohl auf der Webseite der Landesabteilung Mobilität als auch auf dem Portal des Landesstatistikinstituts ASTAT.

rc/san

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