Marktflecken Mals

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In der Gemeinde Mals bilden vier große Jahrmärkte neben einen vielfältigen,
großteils lokalen Warenangebot auch gesellschaftliche Höhepunkte.

von Ludwig Fabi

Die Marktgemeinde Mals hat über 5.000 Einwohner und der Hauptort zählt zu den ältesten Siedlungen Südtirols. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 247,1 Quadratkilometern und ist flächenmäßig daher s64 marktzweitgrößte Gemeinde von Südtirol. Zur Marktgemeinde Mals gehören die Fraktionen Matsch, Laatsch, Burgeis, Planeil, Plawenn, Ulten-Alsack, Tartsch, Schleis und Schlinig. Sie erstreckt sich über eine Höhe von 921 Metern bis hinauf auf eine Höhe von 3.738 Metern über dem Meeresspiegel. Die Malser Haide, einer der größten Schuttkegel der Alpen, bildet den Großteil der Talfläche. Besonders geschätzt werden von Einheimischen und Feriengästen die naturbelassenen Seitentäler von Schlinig, Planeil und Matsch, welche eine einmalige Kultur- und Naturlandschaft bilden. Schon die Römer hatten einst über die Via Claudia Augusta in Mals Station gemacht. Damit war wohl der Grundstein für ein reges Markt- und Handelstreiben gelegt, welches durch die s68 20210609 090253spätere Markterhebung im 17. Jahrhundert untermauert wurde. Im Jahr 1642 erhob nämlich Claudia von Medici den Ort zur Marktgemeinde, weshalb von ihr auch zwei Märkte geschenkt wurden. Dies sind der Georgimarkt (Pflanzmarkt) und der Gollimarkt (Viehmarkt).

Der Gollimarkt
Der Gollimarkt findet jedes Jahr am 16. Oktober im Gedenken an den hl. Gallus zu Ernteende statt. Dabei handelt es sich ursprünglich um einen Viehmarkt. Nachdem er im Laufe der Jahre immer mehr an Bedeutung verloren hatte und nur mehr aus zwei Ständen bestand, hauchte ihm der Kulturverein arcus raetiae ab 1999 neues Leben ein. Und so kommen seit der Jahrtausendwende wieder die Anbieter sowohl aus dem Vinschgau selbst als auch aus dem s68 Golli 1960 klein[1]gesamten Dreiländereck (Schweizer Engadin, Tirol, Münstertal), um am Gollimarkt ihre Waren anzubieten. Die Waren kommen dabei vor allem aus dem Handwerk und aus der Landwirtschaft, denn der Schwerpunkt des Marktes wurde auf diese Bereiche gelegt. Besucher des Gollimarktes werden auch mit der heimischen Küche kulinarisch verwöhnt und Angebote mit Musik und Kleinkunst runden den Markt ab.

 

Der Georgimarkt
Der Georgimarkt findet jährlich am 23. April statt. Dabei handelt es sich um einen Pflanzenmarkt. Ähnlich wie der Gollimarkt hat auch der Georgimarkt in der Vergangenheit stark an Bedeutung verloren. In den 1960er Jahren wurde der Georgimarkt sogar komplett eingestellt und durch die Einführung des Wochenmarktes verdrängt. Auch der Georgimarkt verdankt es dem Kulturverein „arcus raetiae“, dass er wieder stattfindet und zu alter Popularität zurückgefunden hat. So werden auf den nun wieder jährlich stattfindenden Georgimarkt heimische Pflanzen, von Blumen und Bäumen bis hin zu Stein-, Kräuter- und s66 marktKernobst angeboten. Die Malser Gasthäuser verwöhnen auch bei diesem Markt die Besucher kulinarisch, vor allem mit speziellen Frühlingsgerichten.

St. Veits Markt in Tartsch
Zum Fest des hl. Veit findet in Tartsch am 15. Juni als Jahrmarkt der traditionelle St. Veit Markt statt. Der Markt verteilt sich größtenteils am Tartscher Bichl, beginnt aber bereits auf dem Platz hinter der Pfarrkirche. Die Vereine von Tartsch sorgen für das leibliche Wohl der Marktbesucher. Unterhaltung und Spaß für Kinder dürfen nicht fehlen. Auch er erfuhr eine Aufwertung, blieb aber im Kern ein Krämermarkt. Ein Teil dieses Krämermarktes bietet als Bauernmarkt viele regionale und hofeigene Produkte aus der Umgebung an. Als Viehmarkt, besonders „Rossmarkt“ s66 markt bannerentstanden, hat er sich dem Lauf der Zeit angepasst. Nach wie vor ist er ein Anziehungspunkt für Menschen jeder Herkunft und jeden Alters und besonders für Schüler der „Schulabschluss-Treff“.

Laatscher Markt
Beim Laatscher Markt am 25. Oktober gibt es die traditionelle „Saure Supp“ und die in ausreichenden Mengen. Denn es gibt am Markttag nichts Schlimmeres, wenn schon am Nachmittag die „Saure“ ausgehen würde. Der Laatscher Markt wurde im Jahr 2004 von den Kaufleuten von Laatsch neu belebt und mittlerweile arbeiten auch die örtlichen Vereine kräftig mit. So sind es nun 60 Marktstände, welche originelle und lokale Produkte und auch Kleintiere anbieten. Die Besucher:innen erwartet ein vielfältiges und sorgfältig ausgewähltes Warenangebot und einzigartige kulinarische Schmankerln, wie in Laatsch angebauter Wein, Kürbisse, hausgemachte Kaminwurzen, Marmelade und Gebäck, Käse, Schokolade und Schnaps, Kräuter, Laatscher Brot aus heimischen Korn und vieles mehr. Für angenehme Klänge sorgen Ziehharmonikaspieler. Gebratene „Keschtn“, Krautköpfe, Erdäpfel und viele andere Produkte machen weiters die Originalität des Laatscher Marktes aus. 

 

Malles - Luogo di mercato
Il comune di Malles ha circa 5.050 abitanti ed è uno degli insediamenti più antichi dell‘Alto Adige. E non è solo l‘età dell‘insediamento ad essere un superlativo - anche le dimensioni del comune sono degne di nota. Il territorio comunale di Malles ha una superficie di 247,1 chilometri quadrati. Questo fa di Malles il secondo comune più grande dell‘Alto Adige in termini di superficie.
Non solo i vacanzieri e gli ospiti che visitano Malles oggi apprezzano la meravigliosa posizione di Malles. Anche i romani furono attratti da questa zona. Oggi si presume con certezza che i romani rimasero a Malles. Nel XII secolo, Malles servì come tribunale per gli ecclesiastici di Churian. Nel XVII secolo Mals fu elevata a città mercato. Nel 1642 Claudia von Medici elevò il villaggio a luogo di mercato, motivo per cui due mercati furono donati da lei. Questi sono il Georgimarkt (mercato delle piante) e il Gollimarkt (mercato del bestiame).

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