Reschenbahn

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Fotomontage Werner Thaler, Süd-Tiroler Freiheit: Zug in Nauders Fotomontage Werner Thaler, Süd-Tiroler Freiheit: Zug in Nauders

Landeck/Nauders/Vinschgau - Aus Nordtirol wird uns vorgeworfen, dass der Vinschgerwind eine Präferenz für die Bahnverbindung Mals-Scuol habe, „da dieses Projekt durch Sven Knoll von der Südtiroler Freiheit initiiert wurde“, schreibt uns Siegfried Gohm aus Landeck. Dabei haben wir des Öfteren über die Reschenbahn berichtet.

von Erwin Bernhart

Ich bin seit Jahren Leser des Vinschgerwind. Zum Thema Bahnausbau in der Terra Raetica fällt mir auf, dass von ihrem Medium ausschließlich die Bahnverbindung Mals - Scuol vertreten wird. Die Region Oberes Vinschgau von Mals bis Graun mit dem hohen touristischen Potenzial und damit auch das Projekt Reschenbahn wird in keiner Weise einer objektiven Berichterstattung teilhaftig. Es lässt jedenfalls auch den Schluss zu, dass die Reschenbahn offenbar politisch nicht weiter verfolgt werden soll, da dieses Projekt durch Sven Knoll von der Südtiroler Freiheit initiiert wurde, obwohl die Südtiroler Landesregierung einen einstimmigen Beschluss zur Weiterführung der Reschenbahn von Mals nach Landeck gefasst hat. Unsere Initiative „Pro Reschenbahn“ will jedenfalls beweisen, dass die Verbindung Mals - Landeck sehr wohl machbar ist und eine Anbindung des Unterengadin bis Scuol sehr leicht und viel billiger als ein 21 km langer Tunnel durch den Sesvennastock ist“, schreibt uns Siegfried Gohm aus Landeck.
Gohm ist Mitglied der Initiativgruppe „Pro Reschenbahn“ (www.reschenbahn.com), Mit dem Ziel: „Wir engagieren uns für die Realisierung der Reschenbahn 2.0 von Mals nach Landeck.“ Die Gruppe hat sich vor zwei Jahren bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises „Mobilta Raetica“ zu „Visionen der Alpenüberquerung“ in Landeck gebildet, um das Projekt „Reschenbahn“, in das Bewusstsein der Politik und Bevölkerung zu tragen.
Aktivert wurde die Initiativgruppe um Gohm, dem Nauderer Hotelier Hans Köll und dem Ingenieur Baldur Schweiger seit vergangenem Herbst, nachdem das historische Treffen in Graun zwischen den Landeshauptleuten von Südtirol und Nordtirol und den Regierungschefs der Lombardei und des Kantons Graubünden über die Bühne gegangen ist. Unverzüglich erfolgte eine Aussprache mit der Nordtiroler Verkehrsreferentin und LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe, die versicherte, dass, so wird es auf der Webseite der Initiativgruppe zitiert, „Seitens des Landes an dieses Projekt ergebnisoffen herangegangenen werde und bisher jedenfalls keine Prioritäten, so auch nicht für das Projekt „Mals – Scuol“, geäußert wurden.“
Einer Begehung einer möglichen Trassenführung Pfunds Nauders folgte eine Projektstudie von Ing. Baldur Schweiger, als Fachmann im Tiefbau für Straße und Bahn für die Strecke Landeck – Mals samt Kostenschätzung als Vollbahn. Diese Studie wurde Ekkehart Allinger Csollich, dem Mobilitätskoordinator Land Tirol, ebenso vorgestellt wie kürzlich der Bezirkshauptmannschaft Landeck.

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