Wasserstoff: Südtirol bei EU-Strategie als Partner dabei

Auch Südtirol wird bei der Entwicklung neuer H2-Technologien dabei sein: Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider in Brüssel. (Foto: LPA/Delmi Alvarez) Auch Südtirol wird bei der Entwicklung neuer H2-Technologien dabei sein: Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider in Brüssel. (Foto: LPA/Delmi Alvarez)

Die Wasserstoff-Technologien vorantreiben, ist ein strategisches Ziel der Europäischen Kommission. Südtirol ist durch LR Alfreider bei Konferenz in Brüssel vertreten.

Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für eine nachhaltige, emissionsreduzierte Zukunft: Es speichert erneuerbare Energien und kann unter anderem in Brennstoffzellen als emissionsfreier Treibstoff eingesetzt werden.  Mit dem Thema Wasserstoff und seiner Anwendung in den verschiedenen Sektoren beschäftigte sich die Tagung "Hydrogen forClimate Action", die in Brüssel von der Europäischen Kommission organisiert wurde. Ziel war es, die EU-Strategie für eine gemeinsame europaweite Vision und einen abgestimmten Masterplan für eine zukünftige europäische Wasserstoffwirtschaftvoranzutreiben. Der designierte EU-Vizekommissionspräsident für Klimaschutz, Frans Timmermans, unterstrich in einem Video die enorme Wichtigkeit, in Wasserstoff zu investieren, damit Europa nicht den Anschluss zu den Konkurrenzmärkten verliere.  

Auch Südtirol wird in diesen Prozess miteinbezogen und bei der Entwicklung neuer H2-Technologien dabei sein. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der bei der Tagung über die Entwicklung der H2-Technologien in Südtirol im Sektor öffentliche Mobilität referierte, unterstrich: "Mit der Unterstützung der EU wollen wir die Wasserstoff-Technologien fördern und Südtirol zu einem 'Hydrogen Valley' der sauberen Mobilität hinführen." Ziel sei es, eine Wasserstoff-Offensive auf mehreren Ebenen zu starten sowie ein flächendeckendes Versorgungsnetz vor allem entlang des Brennerkorridors aufzubauen.  

Belastung entlang des Brennerkorridors senken

"Wir Südtiroler sind genauso wie die Nachbarregionen durch den täglichen Transitverkehr belastet. Wir wollen eine Infrastruktur entlang der Brennerachse aufbauen und die Fahrzeuge im ÖPNV und im Transitverkehr schrittweise auf Wasserstofftechnologien umstellen", sagte Alfreider. Dafür brauche es unterstützende Maßnahmen von Seiten der EU, so der Landesrat. Südtirol habe durch seine enorme Wasserkraft ein großes Potential, diese saubere Energie auf regionaler Ebene für Mobilitäts- und Transitlösungen besser zu nutzen.  

Derzeit wird das von Alfreider vorgebrachte Projekt "Hydrogen Valley – Green Brennercorridor" zusammen mit den europäischen und nationalen Behörden und Südtiroler Partnern definiert. Das Projekt zielt darauf ab, Wasserstoff-Infrastrukturen und Fahrzeugflotten für den Schwerverkehr entlang der Brennerachse zu etablieren und Unterstützungsprojekte (Busse, Nutzfahrzeuge, stationäre Anwendungen) einzubinden. 

Mit dem Thema "saubere Antriebstechnologien" befasst sich heute auch die Generaldirektion Move der Europäischen Kommission unter Vorsitz von Elisabeth Werner. In einem Arbeitstreffen unter Einbezug aller Partner am Brennerkorridor sollen mögliche Maßnahmen zur Förderung sauberer Technologien ausgelotet werden.

LPA/LPA

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