Vereinbarkeit: Arbeitgeber mit einem Gespür für Familien unterstützen

Freuten sich über die Auszeichnung: Ulrich Ladurner, Richard Stampfl, Esther Ausserhofer, Herbert Spechtenhauser (alle Dr. Schär), LRin Deeg und Handelskammerpräsident Ebner (Foto: LPA/Greta Stuefer) Freuten sich über die Auszeichnung: Ulrich Ladurner, Richard Stampfl, Esther Ausserhofer, Herbert Spechtenhauser (alle Dr. Schär), LRin Deeg und Handelskammerpräsident Ebner (Foto: LPA/Greta Stuefer)

Dr. Schär aus Burgstall zählt zu den familienfreundlichen Betrieben in Südtirol. Land und Handelskammer fördern Arbeitgeber, die bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützend tätig sind.

Immer mehr Arbeitgeber beschreiten den konsequenten Weg in Richtung Familienfreundlichkeit. Über das Managementinstrument des Audit familieundberuf werden sie dabei professionell von Auditoren begleitet, um schließlich gemeinsam mit den Mitarbeitenden Maßnahmen für eine ausgewogene Work-Life-Balance umzusetzen. Mit dem Hersteller glutenfreier Nahrungsmittel Dr. Schär aus Burgstall hat heute (30. Oktober) ein weiterer Arbeitgeber das Zertifikat zum Abschluss des Dialogverfahrens des Audit familieundberuf erhalten. Südtirolweit sind es damit vier Betriebe, die über eine familienorientierte Personalpolitik ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern.

"Mit Dr. Schär haben wir einen Betrieb in den Reihen familienfreundlicher Arbeitgeber, der sich der Bedeutung des Themas der Vereinbarkeit und der Familienfreundlichkeit bewusst ist", freut sich Familienlandesrätin Waltraud Deeg, die gemeinsam mit Handelskammerpräsident Michl Ebner der Geschäftsführung das Zertifikat für das Dialogverfahren des Audit familieundberuf überreicht hat. "Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss noch stärker sensibilisiert werden. Dabei ist ein Vorzeigebetrieb wie Dr. Schär wichtig und ich wünsche mir, dass er viele Nachahmer finden möge", hob Ebner hervor. Für einen Betrieb sei nicht die Firmengröße entscheidend, sondern vielmehr die Geschwindigkeit sich unterschiedlichen Anforderungen und Wünschen des Marktes anzupassen. Die Zertifizierung habe eine Ausstrahlung auf andere Betriebe, die vor allem in Zeiten des drohenden Fachkräftemangels um die besten Mitarbeiter buhlen.

Für Ulrich Ladurner, Präsident der Dr. Schär, habe ein Unternehmen immer auch eine soziale Verantwortung. Beruf und Familie und deren Vereinbarkeit seien dabei ein entscheidendes Thema, das für die Führungskräfte seines Betriebes auch künftig von großer Bedeutung sei. Laut Geschäftsführer Richard Stampfl sei die Absolvierung des Audits "familieundberuf" ein logischer Weg gewesen, handle es sich bei Dr. Schär um ein Familienunternehmen aus Überzeugung. "Der faire und zukunftsorientierte Umgang mit unseren Mitarbeitern, unseren Partnern und vor allem unseren Konsumenten ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur", lautet einer der Leitsprüche des Unternehmens. Zu den familienfreundlichen Maßnahmen zählen unter anderem eine Betriebskita, aber auch Maßnahmen im Bereich der Krankenversicherung der Mitarbeiter und ihrer Kinder sowie der Verbesserung der rentenmäßigen Absicherung, berichtet Personalleiter Herbert Spechtenhauser. Seit dem Jahr 2009 befindet sich Dr. Schär auf dem Weg in Richtung zertifiziert familienfreundliches Unternehmen. Nach den Re-Auditierungen (Optimierung und Konsolidierung) in den Jahren 2014 und 2017, wurden nun mit dem abgeschlossenen Dialogverfahren alle momentan in Südtirol angebotenen Stufen bestiegen.

Audit familieundberuf: Für große, aber auch kleine und mittlere Arbeitgeber 

"Das Ziel dieses Prozesses ist es, Familienfreundlichkeit als Teil der Unternehmenskultur zu etablieren, bei der lebensphasenbewusste Maßnahmen von und mit den Mitarbeitern entwickelt, umgesetzt und jeden Tag mit Leben gefüllt werden" fasst Landesrätin Deeg den Weg des Audits zusammen. Es sei lobenswert, wenn dieser Weg von großen Arbeitgebern wie Dr. Schär eingeschlagen werde, doch biete das Audit auch Chancen und Möglichkeiten für mittlere und kleine Arbeitgeber, sagte Landesrätin Deeg. Das Land Südtirol und die Handelskammer unterstützen dabei und stellen interessierten Arbeitgebern fachkompetente Auditoren zur Seite. Zu diesen zählt auch Elisabetta Bertocci, die in den vergangenen Jahren Dr. Schär begleitet und gemeinsam mit einer internen Arbeitsgruppe an Maßnahmen gearbeitet hat. "Der Betrieb strahlt eine sehr gute Stimmung aus, die Mitarbeiter sagen, sie fühlen sich wohl – und das glaubt man ihnen", betonte die Auditorin.

Dr. Schär hat seit 1981 seinen Hauptsitz in Burgstall, dort sind 289 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, 90 in der Produktion beschäftigt. Dort findet man den Verwaltungssitz, aber auch ein Produktionswerk für glutenfreies Brot, Brotersatzprodukte und eiweisarme Lebensmittel. Im Werk in Leifers, wo 3 Verwaltungsmitarbeiter und 62 Angestellte in der Produktion tätig sind, hingegen werden Brötchen, Pizzaböden, Wraps und Piadina produziert. Insgesamt beschäftigt Dr. Schär in Italien (neben Burgstall und Leifers gibt es ein Werk in Borgo Valsugana sowie ein Forschungszentrum in Triest) 636 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weltweit arbeiten 1392 Mitarbeitende in 17 Standorten, die auf elf Länder (neben Italien auch in Österreich, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den USA, Russland, Argentinien, Brasilien und Türkei) aufgeteilt sind.

Weitere Informationen zum Audit familieundberuf gibt es auf den Familienseiten des Landes unter www.provinz.bz.it/audit.

LPA/ck

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