von Sylvia Ilmer Wieser

Warum entschlacken?
Über Jahrmillionen haben wir uns der Natur folgend entwickelt und uns an sie angepasst. Die lebendige Natur lieferte uns im Überfluss alle Vitalstoffe, die wir für unsere Schönheit und Gesundheit brauchten. Schädliches gab es kaum, und das wenige, das in den Körper gelangte, konnte ohne Probleme wieder ausgeschieden werden. Durch unsere modernen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten fallen in schädlichen Mengen Säuren und Gifte an. Basisch ausgleichende Vitalstoffe in Form von natürlichen, energiereichen Mineralstoffen und Spurenelementen sind in den verarbeiteten, konzentrierten Nahrungsmitteln kaum noch vorhanden.

Schönheit und Gesundheit sind basisch, denn unser Blut ist basisch
Nur mit einem pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 kann das Blut optimal fließen, die Zellen ernähren und den Organismus sauber halten. Besonders säureüberschüssige, vitalstoffverzehrende Nahrungs- und Genussmittel sowie kraftraubende Lebensgewohnheiten sind folgende:

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Fleisch und Fleischprodukte
Süßwaren, Zucker und Weißmehlprodukte
Süßstoffe
Softdrinks
Kaffee, schwarzer Tee und Rotwein
Schmerzmittel
körperliche Überanstrengung
Stress und Ärger

Sinkt der pH-Wert des Blutes, so wird das Blut dickflüssig und verklumpt. Der Säure-Basen-Haushalt droht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Er ist die Basis für alle Stoffwechselvorgänge und Funktionen in unserem Körper, denn z.B. Hormone, Enzyme und unser Immunsystem können in einem zu sauren Milieu nicht mehr funktionieren. Der Organismus reagiert darauf mit folgenden Symptomen:
1.    Strukturschäden. Säuren und Gifte verzehren unsere Mineralstoffdepots in Haut, Haaren, Zähnen, Gelenken und Knochen. Haarausfall und Osteoporose treten als Folge auf.
2.    Ausscheidungen. Nieren, Darm und Lungen können nicht beliebig große Mengen an Säuren und Giften ausscheiden, deshalb verstärkt der Körper dies über die Haut. Anzeichen hierfür sind Körpergeruch, Schwitzen, Pickel, Akne, Ekzeme, Furunkel, Neurodermitis, Schuppenflechte, Allergien, Pilze.
3.    Ablagerungen – Schlacken. Da auch die Haut nur begrenzt ausscheiden kann, lagert der Organismus die Säuren und Gifte als Schlacken ab. So bildet sich z.B. Cellulite. Weitere Ablagerungen können sich als Gicht, Rheuma, Gallen- Nieren und Blasensteinen manifestieren.


Wie entschlacke ich richtig?
Entschlacken bedeutet die Entfernung von Schlackenablagerungen aus der Haut und den Schleimhäuten, aus den Zellen, Geweben, Drüsen, Gelenken und Organen des Körpers. Sie werden durch richtiges Entschlacken in ihre Bestandteile aufgelöst, verstoffwechselt  und ausgeschieden.
1.    Vorbereitung
Je übersäuerter, verschlackter und empfindlicher der Organismus ist, desto sorgfältiger sollte die Entschlackung vorbereitet werden. Innerlich unterstützen wir die Nieren durch das tägliche Trinken von etwa 1 bis 1 ½ Litern stillem Wasser. Eine biologische Vollwertkost mit viel Gemüse und etwas Obst unterstützt basenbildend den Darm. Regelmäßige Bewegung mit tiefer Atmung unterstützt die Lunge. Äußerlich wird der Organismus durch basische Körperpflege vorbereitet, entweder mit täglichen basischen Fußbädern, basischen Strümpfen über Nacht oder mit 1 – 2 basischen Vollbädern pro Woche. Auf diese Weise sollten Sie sich mindestens 10 Tage bis zwei Wochen auf die Entschlackung vorbereiten.
2.    Schlackenlösung mit Kräutertee
Vermeiden Sie jetzt alle genannten säureüberschüssigen Nahrungs- und Genussmittel und stellen Sie ihre Ernährung in eine vorwiegend basenbildende Ernährung um. Beginnen Sie mit dem Trinken von Kräutertees -  mit ein bis drei Tassen pro Tag sollte egonnen werden. Die Teemenge wird bald auf ½ bis 1 Liter pro Tag und mehr gesteigert. Zum Tee behalten Sie das Trinken von 1 bis 1 ½ Litern Wasser bei. Jedes Teekraut spricht andere Schlacken an und löst diese in ihre Bestandteile auf.
3.    Basische Reinigung
Gleichzeitig mit dem Trinken von Kräutertees beginnen Sie jetzt intensiv mit der täglichen basischen Reinigung und Pflege des Körpers. So kann der Organismus optimal Säuren, Gifte und Schadstoffe über die Haut und über die Schleimheute, aber auch über den Darm, die Leber und die Nieren ausscheiden. Machen Sie täglich ein basisches Fußbad von mindestens 30 Minuten bei Körpertemperatur, tragen Sie basische Strümpfe über Nacht genießen Sie zwei bis drei basische Vollbäder wöchentlich. 

Tipp:
Alle Hilfsmittel zu einer erfolgreichen Entschlackung, wie z.B. Kräutertees, Entschlackungstees, basische Badesalze, basische Strümpfe erhalten Sie in den Apotheken oder im Naturkosthandel. Auch Salzpeelings, Packungen aus Pflanzenextrakten oder Massagen unterstützen die Entsäuerung.

Publiziert in Ausgabe 5/2013
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