Dienstag, 10 Juni 2014 00:00

Freiwillige aktivieren alte Wandersteige

s9 1739Planeil/Vinschgau - Seit vergangenem Sommer war eine Gruppe von Freiwilligen aus dem Raum Obervinschgau im Planeiltal mit der Errichtung des Planeiler Höhenweges beschäftigt. Regelmäßig trafen sie sich auf Einladung von Kassian Winkler aus Mals früh morgens  im „Gasthof Gemse“ in Planeil. Dann zogen sie los, mit Pickel, Schaufel, Pinsel und mit Farbtöpfen. Sie richteten Steige her, schoben Steine beiseite, leiteten Wasser ab, brachten Schilder an, markierten... Sie reaktivierten uralte Steige, machten Waalwege begehbar, die einst entlang der vielen Bewässerungsadern geführt hatten. „Die Wanderer sind viel lieber auf Steigen unterwegs als auf Forststraßen“, sagt  Winkler. Er ist seit kurzem Vorsitzender des Alpenvereines Obervinschgau/Ortsstelle Mals und  Wanderführer für Gäste. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich mit dem Wander-Wegenetz. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses zu erhalten und auch verschwundene Pfade neu herzurichten und zu beschildern. Winkler war auch der Ideengeber für den Planeiler Höhenwege. Mit seiner Idee begeisterte er im Frühjahr 2013 auch Serafin Punter und Oskar Steck von der Planeiler Fraktionsverwaltung. Unterstützung erhielt er von Stefan Peer und der Forststation Mals.  
Und begeistern konnte er auch viele Freiwillige. „Mit wenig Geld und ohne öffentliche Beiträge, dafür aber mit viel Einsatz und Freude sind wir meist zu siebt oder zu acht am Werk“, sagt Winkler. Mittlerweile steht der Planeiler Höhenweg den Wanderern zur Verfügung. In seiner ganzen Länge bis zum Fuße der Valvell-Spitze (3.350 Meter) ist er in zirka neun Stunden zu schaffen. Ideal für alle Schuhgrößen ist der neu ausgeschilderte Rundweg, der von Planeil über die Planeiler Alm und wieder zurück ins Dorf führt. Dieser Rundweg lässt sich ist bequem in zirka drei Stunden schaffen. Winkler peilt bereits wieder neue Steig-Sanierungen an und beschäftigt auch gerne neue Freiwillige. Alle sind  herzlich willkommen. (mds)  
Info:  333 878 58 07  

Publiziert in Ausgabe 12/2014
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