Dienstag, 21 Januar 2014 00:00

Viel gelacht

s15 TschenglsHeimatbühne Tschengls - Unter der Regie von Cilli Trafoier hat die Heimatbühne Tschengls das Lustspiel „Kann denn Liebe Sünde sein?“ sieben Mal sehr erfolgreich aufgeführt. Der Kultursaal in Tschengls war, mit Ausnahme der zweiten Aufführung, bis auf den letzten Platz gefüllt und bei den drei Akten wurde viel gelacht. Im Mittelpunkt der Komödie steht Traudl, gespielt von Roswitha Schwalt, die vorgibt, ein anständiges Leben zu führen und alles tun will, um Pfarrhaushälterin beim neuen Dorfpfarrer zu werden. Die Spannung wird gesteigert, weil auch Maria, gespielt von Gabi Tscholl, sich um die Stelle bewirbt. Sie achtet nicht nur darauf, nach außen als makellos und jungfräulich zu erscheinen, sondern führt auch ein Sittenbuch, in dem sie alle Sünden der Dorfbewohner aufschreibt. Um ihren tadellosen Lebenswandel zu betonen, haben die beiden Frauen den Club der „enthaltsamen Jungfrauen“ gegründet. Im Laufe des Theaters erfährt der Zuhörer, dass bei den beiden Frauen alles nur Schein ist und sie sich eigentlich aber nichts anderes wünschen, als ein tolles Liebesleben mit einem richtigen Weiberhelden. Aber nicht nur Traudl und Maria verbergen ihre wahren Sehnsüchte, auch Rosa, gespielt von Greti Ladurner, verschweigt ihrem Verlobten Günther (gespielt von Peter Thurner), dass sie eigentlich noch mit dem Frauenheld Joe (gespielt von Sepp Kiem) verheiratet ist. Franzl, gespielt von Martin Spechtenhauser, spielt den einfältigen Dorfbewohner, der gerne ein großer Frauenaufreißer wäre und alles versucht, um die Zuneigung von Traudl zu gewinnen. Zum Höhepunkt kommt es im dritten Akt beim Auftritt des neuen Pfarrers, (gespielt von Peter Schrögmeier), der aber von Traudl und Maria für den angekündigten Stripper gehalten wird. Die beiden Frauen zeigen sich von ihrer wahren Seite und versuchen dem Pfarrer Hemd und Hose auszuziehen und mit ihm ein Liebesspiel zu machen. Als sie erfahren, dass vor ihnen der neue Dorfpfarrer steht, erstarren sie für einen Moment und versuchen zuletzt sich als Opfer darzustellen, um ihren Schein zu wahren. (hzg)

Publiziert in Ausgabe 2/2014
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