Dienstag, 28 Juni 2011 00:00

Der Unbeugsame

 Interwiev mit dem SVP-Landtagsabgeordneten Sepp Noggler

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Der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler sorgt innerhalb der SVP immer wieder für Aufheulen. Kürzlich hat er durch seine Stimmenthaltung in der 2. Gesetzgebungskommission einen Gesetzesentwurf der Freiheitlichen passieren lassen. Damit sollen die Treuhandgesellschaften, die auch an Stromkonzessionen beteiligt und deren Eigentümer nicht offiziell bekannt sind, offen gelegt werden. In der SVP haben einige scharf reagiert. Noggler im Gespräch auch über den Stromstreit und über den Verkehr im Vinschgau.

von Erwin Bernhart, Bezirkszeitung Vinschgerwind, Vinschgau

„Vinschgerwind: Wir sehen kein blaues Auge, Herr Noggler. Sie waren am Freitag zu einer Kopfwäsche in der Landtagsfraktion der SVP. Aufgrund Ihrer Stimmenthaltung hat ein Gesetzesentwurf der Freiheitlichen die zweite Gesetzgebungskommission passiert. Wer hinter Treuhandgesellschaften steht, sollte damit öffentlich werden. Haben Sie noch Freunde in der eigenen Fraktion?
Sepp Noggler: Dass es zur Kopfwäsche hätte kommen sollen, habe ich den Medien entnommen. Tatsächlich ist es zu keiner Kopfwäsche gekommen. Die Problematik der Treuhandgesellschaften ist besprochen worden, auch vom Partei-Obmann, und zwar dahingehend, dass man maximale Transparenz einführen möchte. Auf Transparenz zielen sowohl der Gesetzesentwurf der SVP als auch jener der Freiheitlichen. Beide Entwürfe kann man noch verbessern. Eine Aufkündigung von Freundschaften war nicht der Fall. Die ganze Sache ist Teil einer Strategie von zwei Abgeordneten, einmal weiblich, einmal männlich, die das Intrigenspiel zurzeit auf meine Person gerichtet haben.

Publiziert in Ausgabe 13/2011
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