Donnerstag, 12 Oktober 2006 09:26

fastenkurorte

wie inzwischen bekannt, haben die grünen vorgeschlagen, an einem tag in der woche fleischfrei zu essen, und zwar am freitag, in der annahme, diesen tag hätten die tiroler ja eh schon als fasttag in fleisch und blut. die argumente für den sog. veggieday sind überzeugend, unter anderem weil die fleischproduktion sehr kostenintensiv ist. der vorschlag ist an sich also gut, aber wenn man schon einen bestimmten wochentag empfehlen will, dann sollte es nach meiner erfahrung nicht der freitag, sondern der montag oder evtl. der sonntag sein, und als übungsfeld schlage ich den vinschgau vor (mit ausnahme von latsch, denn latsch ist luftkurort). bei uns fällt es an diesen beiden tagen nämlich nicht nur leicht, auf fleisch zu verzichten, sondern auf das essen überhaupt – falls jemand auf gasthäuser angewiesen sein sollte. denn viele gasthäuser beginnen, möglicherweise noch einem alten heidnischen brauch folgend (wie die friseure), die arbeitswoche – sozusagen  vorbeugend – mit einem ruhetag. und so bietet sich folgendes bild: von den gastbetrieben, die nicht an diesen beiden tagen ruhetag halten, hat der eine z. z. seinen wohlverdienten urlaub, der andere kocht nur für hausgäste, ein dritter nur auf vorbestellung, ein vierter nur toastbrot.
vielen menschen wird von den diätistinnen empfohlen, allgemein weniger zu essen und nach 18 uhr überhaupt nichts mehr – ihnen kann geholfen werden!
y

Publiziert in Ausgabe 6/2011
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